Projekt des Jahres


Herbert Marcuse,
geboren am 19.Juli 1898 in Berlin, wird nach dem Militärdienst im 1. Weltkrieg für kurze Zeit Mitglied eines Soldatenrates in Berlin. Ab 1919 studiert er Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg/Breisgau (u.a. bei Husserl und Heidegger). 1932 wird er Mitarbeiter des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und emigriert 1934 nach New York, wo er am Institute of Social Research tätig ist und Mitbegründer der Kritischen Theorie der Gesellschaft wird. Während des 2. Weltkriegs arbeitet Marcuse für den amerikanischen Geheimdienst, um die Kriegsanstrengungen der Aliierten gegen Nazideutschland zu unterstützen. Nach dem Ende des Krieges kehrt er nicht, wie Horkheimer und Adorno, nach Europa zurück, sondern lehrt an verschiedenen renommierten Universitäten der USA: An der Harvard University, der Brandeis University, der Princeton University, der University of California. Hier verfaßt er seine großen Werke "Triebstruktur und Gesellschaft", "Vernunft und Revolution", "Der eindimensionale Mensch", die zu den grundlegenden Texten für die Studentenbewegung der sechziger und siebziger Jahre werden. Am 29. Juli 1979 stirbt Herbert Marcuse während eines Deutschlandaufenthalts in Starnberg.

Herausgeber: Peter-Erwin Jansen
Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie
Nachgelassene Schriften Band 1
€ 19,00
ISBN 3924245835

Die westliche Demokratie ist heute jeder kritischen Diskussion entzogen. Sie scheint das politische Ziel der Geschichte zu sein. Ihre Legitimität in Zweifel zu ziehen, ist mit einem Denkverbot belegt. Weshalb aber führen die westlichen Demokratien Angriffskriege, sei es einst in Vietnam oder heute in Jugoslawien? Warum können sich die Wähler in diesen Demokratien meist nur zwischen zwei politischen Parteien, zwei Lagern, zwei Politik-Optionen entscheiden? Wieso werden unverhohlene Verächter der Humanität ebenso toleriert wie ihre Protagonisten?
Herbert Marcuses Antwort ist ebenso einfach wie - zumindest heutzutage - unerhört: weil die westliche, bürgerliche Demokratie formal ist und nicht an materiale humanitäre Prinzipien gebunden. Diese Grundthese erlaubt es Marcuse, Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie zu thematisieren und nicht schon vor der Untersuchung zu deren Apologeten zu verkommen. Marcuses Haltung zur bürgerlichen Demokratie ist, bei aller Schärfe der Kritik, sehr differenziert. Da Regierungsformen, auch wenn sie zu bestimmten geschichtlichen Zeiten triumphieren, sich immerfort wandeln und endlich sind, gilt es, eine historisch bestimmte Einstellung zu gewinnen. Er empfiehlt, die formale, bürgerliche Demokratie zu verteidigen, da sie die größte Freiheit zur Durchsetzung materialer Demokratie gewährt. Ob in seiner Kritik des Toleranzgebots oder der sadomasochistischen "Instinktgrundlage" bürgerlicher Demokratie, ob bei seinem Blick auf die junge westdeutsche Demokratie kurz nach dem 2. Weltkrieg oder auf die Entwicklung demokratischer Werte in der Studenten- und Menschenrechtsbewegung - immer führt Marcuse vor, wie zwischen den Errungenschaften und den humanitären Defiziten bürgerlicher Demokratie unterschieden werden muß. Ein Thema, das heute wieder von höchster Aktualität ist.

Zu der Gesamtausgabe: "Herbert Marcuse ist bis heute das Stiefkind der Frankfurter Schule geblieben - im Unterschied zu den USA, wo er mit dieser oft hauptsächlich identifiziert wird. Dem hiesigen Mißstand abhelfen will Peter-Erwin Jansen mit einer deutschen Ausgabe Nachgelassener Schriften. Indem Marcuse in der Nachfolge Freuds aus der Theorie einen historischen Seismographen des Unbehagens in der Kultur machte und an das Gelingen der Kultur koppelte, verlieh er dem Politischen eine ganz neue Dimension." Süddeutsche Zeitung
"Die Nachlaßschriften sind keine bloße Ergänzung; vor allem in Hinblick auf die Klärung der Begriffe markieren sie entscheidende Momente in Marcuses philosophischen Programm." Das Argument
"Die Schriften sind gut übersetzt und werden philologisch kontextualisiert, jeder Band ist mit einer langen Einleitung versehen. Und: das Disparate, Beiläufige der Schriften erlaubt ganz en passant und unaufdringlich Einblicke in die Arbeits- und Denkweise Marcuses." Spex, Das Magazin für Popkultur Nr. 01/02/2001

Herausgeber: Peter-Erwin Jansen
Die Studentenbewegung und ihre Folgen.
Mit einer einleitenden Studie von Wolfgang Kraushaar
Nachgelassene Schriften Bd. 4
€ 24,00
ISBN 392424586x
Herbert Marcuse hatte sich schon früh in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und gegen den US-Krieg in Vietnam engagiert. Folgerichtig erkannte die »junge Protestbewegung« in dem »alten« kritischen Theoretiker daher ihren Kopf. »Marx, Mao, Marcuse«, das waren die drei als gefährlich geltenden »M« der 60er Jahre. Mit solidarischer Distanz reflektierte Marcuse die großen Schlagworte der Protestbewegung: Neue Sensibilität, Große Verweigerung, Solidarität, konkrete Utopie, Natur und Revolution.
Die Nachlaßtexte, die in Die Studentenbewegung und ihre Folgen erstmals auf deutsch veröffentlicht werden, zeigen, wie eng der Kontakt Marcuses zu den revoltierenden Studenten in den USA und Europa war. Mit einflußreichen Akteuren der Bewegung wie Rudi Dutschke und Angela Davis verband Marcuse eine lange Freundschaft. Kaum eines der großen politischen Ereignisse während der 60er und 70er Jahre wurde von ihm nicht kommentiert und analysiert.
Die Themen des vierten Bandes der Nachlaßausgabe reichen von der Cuba-Krise über den Vietnam-Krieg und den Höhepunkt der Revolte bis hin zur Reflexion auf die Fehler der Studentenbewegung und die Möglichkeiten von Protest in einer unsolidarischen Gesellschaft. Kaum bekannt war bisher, daß Marcuse sich zum Israel-Palästina-Konflikt mehrmals geäußert hat. Die Texte zu diesem brisanten Thema sind in diesem Band ebenso erstmals versammelt wie die zahlreichen Stellungnahmen zu Angela Davis und der Briefwechsel mit Rudi Dutschke.

»Wie andere Texte dieses Bandes [Die Studentenbewegung und ihre Folgen] wirft auch der Briefwechsel zwischen Marcuse und Dutschke die Frage auf, was jenseits zeithistorischer Aspekte an den Nachgelassenen Schriften interessant sein könnte. Anders als etwa bei Michel Foucault, dessen in den letzten Jahren veröffentlichter Nachlass auf eine rege Theoriedebatte traf, ist es um Marcuse auch in dieser Hinsicht still geworden - zu Unrecht, wie etwa seine hochaktuellen Analysen zur Intellektualisierung und Immaterialität der Arbeit in diesem Band zeigen. Politisch wäre schon viel gewonnen, wenn Marcuses Texte die heute in Amt und Würde gelangten 68er an die Stoßrichtung der Kritik am Wohlfahrtsstaat erinnern würden: So jedenfalls, wie sie heute den Sozialstaat "reformieren", war das damals nicht gemeint. «Gottfried Oy, Frankfurter Rundschau

»Als Ergänzung zur Werkausgabe ... (enthält) "Die Studentenbewegung und ihre Folgen" ... den lesenswerten Briefwechsel zwischen Rudi Dutschke und Marcuse, ... konkrete Stellungnahmen zu politischen Ereignissen ..., die in dem Maße nie Eingang in Marcuses "offizielle" Schriften gefunden haben.« Martin Büsser, Junge Welt

Herbert Marcuse
Feindanalysen
Über die Deutschen
€ 12,00
ISBN 3924245681

Anläßlich des 100. Geburtstages von Herbert Marcuse am 19. Juli 1998 erschien der Sammelband Feindanalysen mit bisher unveröffentlichten Schriften. Marcuse arbeitete von 1942 bis 1951 für den US-amerikanischen Geheimdienst, um einen Teil zum Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland beizutragen. Er fertigte Analysen über die psychische und ideologische Verfassung des autoritären deutschen Kollektivs an. Die Feinde, aus deren Mitte er selbst hervorgegangen war, wollte er begreifen, bekämpfen und, nachdem der Sieg errungen, wieder in die Zivilisation integrieren helfen. Marcuse zeigt, wie sich die technologische Rationalität und der Pragmatismus der Deutschen mit ihrem Hang zu mythischer Irrationalität zu einer "neuen deutschen Mentalität" verbinden. Jedes Projekt einer Befreiung und "reeducation" Deutschlands, so lautet Marcuses Fazit, habe diese spezifische Mentalität in ihr Kalkül aufznehmen.

"In jetzt zum ersten Mal veröffentlichten Memoranden, die der exilierte Philosoph Herbert Marcuse während des Zweiten Weltkriegs für die US-Regierung verfaßte, finden sich erstaunlich moderne Antworten.(...) Im Zusammenhang mit den von der Goldhagen-Debatte neu entfachten Diskussionen über die Deutschen als Hitlers Gefolgsleute verdienen diese Texte weit über den Kreis unbeirrbarer Marcuse-Leser hinaus größtes Interesse." Lothar Baier
"Eine mehr denn je empfehlenswerte Lektüre!" www.kunstundbuecher.at 20.03.2000

Herausgeber: Peter-Erwin Jansen
Kunst und Befreiung
Nachgelassene Schriften Band 2
€ 19,00
ISBN 3924245843

Jedes Kunstwerk, und nur im Werk manifestiert sich Kunst, hat einen Doppelcharakter. Einerseits übertüncht es als schöner Schein - oder zumindest als in sich stimmige Formgebung - die elende Wirklichkeit der Gesellschaft. Andererseits aber ist es gerade als gestalteter Ausdruck der Realität dieser enthoben und spricht so das Urteil über eine Gesellschaft, die hinter ihren Gestaltungsmöglichkeiten zurückbleibt. Herbert Marcuse hat die Beschäftigung mit Kunst und ihrer Theorie zeitlebens als ein Zentrum seines theoretischen Schaffens betrachtet, ja sie scheint ihm im Laufe seiner Entwicklung sogar immer wichtiger geworden zu sein. Je stärker die Sprache der eindimensionalen Gesellschaft zur Sprache von Propaganda und Werbung zu verkommen drohte, desto höher schätzte Marcuse die Bedeutung des unverdinglichten künstlerischen Ausdrucks ein. Trotz des immer auch affirmativen Charakters der Kunst war für Marcuse eine Befreiung der Menschen von gesellschaftlicher Fremdbestimmung ohne den utopischen Gehalt wahrer künstlerischer Produktion undenkbar. In Kunst und Befreiung sind Marcuses unveröffentlichte Arbeiten zur Ästhetik von den späten 40er Jahren bis 1978 gesammelt. Von seinem frühen Beitrag zu Aragon über "Kunst in der eindimensionalen Gesellschaft" bis hin zum späten "Entwurf von La Jolla" ziehen sich die großen Motive der Marcuseschen Kunstauffassung durch die in diesem Band versammelten Texte: der mit ihrem affirmativen Charakter verwobene utopische Überschuß in großer Kunst, die Möglichkeit von Dichtung nach Auschwitz, die Permanenz der Kunst angesichts des auch von einer befriedeten Gesellschaft nicht zu verhindernden Leids und der Endlichkeit der Menschen.

Herausgeber: Peter-Erwin Jansen
Philosophie und Psychoanalyse.
Mit einer einleitenden Studie von Alfred Schmidt
Nachgelassene Schriften Bd. 3
€ 24,00
ISBN 3924245851

Die Psychoanalyse galt Linken lange Zeit als ein Gedankengebäude, das theoretisch dem Biologismus huldigt und damit den Einfluß der Gesellschaft auf die Psyche der Menschen unterschätzt und sich praktisch ausschließlich um die seelischen Wehwehchen der Begüterten kümmert - kurzum, als bürgerliche Ideologie. Mit diesem Märchen gebrochen und die unschätzbare Bedeutung Freuds für die Gesellschaftsanalyse herausgearbeitet zu haben, ist eine der bedeutendsten Leistungen der kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Herbert Marcuse war, neben Erich Fromm, der wichtigste Fürsprecher einer fruchtbaren Verbindung von Marx und Freud. Während sich Fromm aber nach dem zweiten Weltkrieg der Ich-Psychologie zuwandte, blieb Marcuse zeitlebens den materialistischen Grundannahmen der Psychoanalyse treu. Nicht die Konflikte der verschiedenen Ich-Instanzen galten Marcuse als Ursachen psychischer Störungen, sondern der Konflikt zwischen Trieb- und Gesellschaftsstruktur. Sollten die dünne »Rindenschicht der Vernunft« und der unendliche Ozean des Unbewußten jemals ohne destruktive Störungen koexistieren, so nur, wenn der Gängelung, Züchtigung und Unterdrückung der natürlichen Impulse der Menschen durch den gesellschaftlichen Konformitätszwang Einhalt geboten würde. In Philosophie und Psychoanalyse sind die auf deutsch bisher unzugänglichen Texte aus dem Nachlaß Marcuses gesammelt, in denen eine philosophische Freud-Interpretation, psychologische Fragen der Gesellschaftsanalyse und triebtheoretische Probleme der Gesellschaftsveränderung behandelt werden.
Inhalt: Die Ideologie des Todes Theorie und Therapie bei Freud Humanismus und Humanität Soziale Repression und psychologische Repression Freiheit: zu oder von Nicht publizierte Einleitung zu Triebstruktur und Gesellschaft Antwort an Erich Fromm Politische Einleitung zu Eros and Civilisation Die Rolle der Religion in einer sich ändernden Gesellschaft Revolutionärer Erotizismus. Ein Gespräch mit Sam Keen und John Raser

"Über diese bekanten Perspektiven eröffnen die kleinen Texte einige nicht völlig neue und doch erfrischende Perspektiven. Die biographische Motivation des Werks kommt wieder in den Blick."
Tim B. Müller, Süddeutsche Zeitung
"In Philosophie und Psychoanalyse, einer erstmals in deutscher Übersetzung erschienenen Sammlung von Marcuse-Schriften gibt es viele Lesefrüchte zu ernten."
Der Standard
"Knappe, aber sehr informative und hilfreiche editorische Notizen erläutern jeweils den Entstehungszusammenhang der einzelnen Texte."
Zeitschrift für Politikwissenschaft
"Zugänglich werden mit dieser - durch ein hervorragende Übersetzungsleistung von Cornelia Lösch sowie eine hochgradig lesenswerte einleitende Studie von Alfred Schmidt sich auszeichnenden - Sammlung, für deren editorische Solidität Peter-Erwin Jansen verantwortlich ist, bislang in deutscher Sprache nicht und auch ansonsten nur schwer verfügbare texte aus dem Nachlaß des Autors."
Sozialwissenschaftliche Umschau, 2/2003

»Es gibt Denker, deren Nachleben beginnt, wenn keiner mehr mit ihnen rechnet. Herbert Marcuse gehört zu ihnen. (...) Diesen Marcuse der großen Werke ruft der Verlag zu Klampen dieser Tage in Erinnerung, wenn er Marcuses früher bei Suhrkamp erschienene Schriften in einer Neuausgabe veröffentlicht. (...) Es ist an der Zeit, diesen Marcuse zu entdecken.«
Süddeutsche Zeitung, 29. Juli 2004

Herbert Marcuse
Schriften in 9 Bänden
zu Klampen Verlag
Paperback, im Schuber
€ 98,00
ISBN 3934920462

Herbert Marcuse war einer der bedeutendsten Philosophen und Sozialwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Die sozialphilosophischen, ästhetischen und psychologischen Auseinandersetzungen seiner Zeit wurden entscheidend durch ihn geprägt. Mehr noch: kaum ein Theoretiker hatte, bei aller kritischen Distanz, solch entscheidenden Einfluß auf die emanzipatorischen politischen Bewegungen diesseits und jenseits des Atlantiks wie er.
Die Titel seiner Schriften waren Programm:
Der eindimensionale Mensch entschleierte die selbstverschuldete Unmündigkeit der Konsumbürger; Die Permanenz der Kunst betonte die prinzipielle Unabgegoltenheit echter Kunstwerke; Repressive Toleranz zeigte, daß Toleranz nicht als höchster Wert eines vernünftigen Gemeinwesens gelten darf, da sie totalitären Entwicklungen Vorschub leisten kann.
Trotz der kaum zu überschätzenden Bedeutung und Wirkmacht seiner Schriften sind viele der entscheidenden Texte Herbert Marcuses seit längerem vergriffen. Nun macht der zu Klampen Verlag sie zum 25. Todestag von Herbert Marcuse am 29. Juli 2004 in einer preiswerten Ausgabe endlich wieder zugänglich.

Die Ausgabe im Überblick:
Band 1:
Der deutsche Künstlerroman. Frühe Aufsätze, 594 S.
Band 2:
Hegels Ontologie und die Theorie der Geschichtlichkeit, 368 S.
Band 3:
Aufsätze aus der Zeitschrift für Sozialforschung 1934-1941, 320 S.
Band 4:
Vernunft und Revolution. Hegel und die Entstehung der Gesellschaftstheorie, 399 S.
Band 5:
Triebstruktur und Gesellschaft. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud, 232 S.
Band 6:
Die Gesellschaftslehre des sowjetischen Marxismus, 260 S.
Band 7:
Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft, 282 S.
Band 8:
Aufsätze und Vorlesungen 1948-1969, 319 S.
Band 9:
Konterrevolution und Revolte; Zeit-Messungen; Die Permanenz der Kunst, 241 S.

»Umso verdienstvoller ist es, daß der Zu-Klampen-Verlag nun auch die neunbändige, bei Suhrkamp lange vergriffene Werkausgabe als Paperback neu veröffentlicht. Nach dem wenig revolutionären Sermon, mit dem Adorno im letzten Jahr noch einmal zu Grabe getragen wurde, läßt sich so ein Denker wiederentdecken, der gar nicht anders als radikal links interpretiert werden kann.« Junge Welt
»Dass es um Herbert Marcuse still geworden ist, hat seine Gründe, wenn auch kein Recht. ... Umso verdienstvoller, wenn der Zu Klampen Verlag zum 25. Todestag - am 29. Juli - die neunbändige Ausgabe von Marcuses Schriften ... neu und in attraktivem Outfit herausbringt.« Badische Zeitung

»Es geschieht selten, dass man dem Werbetext eines Verlages so unumwunden zustimmen kann wie diesem: "Herbert Marcuse war einer der bedeutendsten Philosophen und Sozialwissenschaftler des 20. Jahrhunderts." ... Der Werbetext weist auf die Neuauflage der zwischen 1978 und 1989 (seinerzeit im Suhrkamp-Verlag) erschienenen Werkausgabe hin. Nun ist es das Verdienst des kleinen, aber feinen Zu-Klampen-Verlages (bekannt geworden durch seine Entdeckung des Gesamtwerkes von Soma Morgenstern), zum 25. Todestag von Herbert Marcuse am 29. Juli 2004 alle seine Schriften wieder auf den Markt zu bringen – neun Bände in Kassette, insgesamt 3015 Seiten. Die Titel von Herbert Marcuses Schriften spiegeln all jene Themen wider, die für die Protestgeneration der so genannten Achtundsechziger essentiell gewesen sind.« tachles