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Thomas Bernhard
Eine
kleine Materialsammlung
Man schaut und hört wie gebannt, und weiß doch nie, ob er einen
gerade auf den Arm nimmt, oder es ernst meint mit seinen grandiosen
Monologen über Gott und Welt.
Ja, der Bernhard hatte schon einen
Humor, gelt?
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Die Fluchtbewegungen des Bob Dylan
»Oh
my name it is nothin'/ My age it means less/ The country I come from/
Is called the Midwest.«
Ulrich Breth über die
Metamorphosen des großen Rätselhaften
mit 7 Songs aus der Tube
Glanz&Elend -
Die Zeitschrift
Zum 5-jährigen Bestehen
ist
ein großformatiger Broschurband
in limitierter Auflage von 1.000
Exemplaren
mit 176 Seiten, die es in sich haben:
Die menschliche
Komödie
als work in progress
»Diese mühselige Arbeit an den Zügen des
Menschlichen«
Zu diesem Thema haben
wir Texte von Honoré de Balzac, Hannah Arendt, Fernando Pessoa, Nicolás
Gómez Dávila, Stephane Mallarmé, Gert Neumann, Wassili Grossman, Dieter
Leisegang, Peter Brook, Uve Schmidt, Erich Mühsam u.a., gesammelt und mit den
besten Essays und Artikeln unserer Internet-Ausgabe ergänzt.
Inhalt als PDF-Datei
Dazu erscheint als
Erstveröffentlichung das interaktive Schauspiel »Dein Wille geschehe«
von Christian Suhr & Herbert Debes
Leseprobe
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Glanz & Elend
Martin Brandes
Herr Wu lacht
Chinesische Geschichten
und der Unsinn des Reisens
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Neue Stimmen
Die
Preisträger
Die Bandbreite der an die 50 eingegangenen Beiträge
reicht
von der flüchtigen Skizze bis zur Magisterarbeit.
Die prämierten Beiträge
Nachruf
Wie
das Schachspiel seine Unschuld verlor
Zum Tod des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer
»Ich glaube nicht an Psychologie,
ich glaube an gute Züge.«
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got all the right enemies.«


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Herzzerreißend
gut
Alf Mayer über den Thrillerautor Michael Robotham
Auf einer Straße wird ein Mann niedergeschlagen, blutend und weinend liegt er
da. Zwei Psychologen kommen vorbei, und einer sagt zum anderen: »Los, laß uns
den finden, der das getan hat. – Er braucht Hilfe.« Der Psychotherapeut Joe
O’Loughlin erzählt diesen Witz in Michael Robothams »Adrenalin«. Joe ist die
Hauptfigur, ist Anfang 40, verheiratet, wird in einem Mordfall verdächtigt. Und
er hat Parkinson. Ein Tag, an dem er sich selbst die Schuhe problemlos binden
kann, ist ein guter Tag. Es ist eine Krankheit, die den Körper angreift, nicht
den Geist, aber auch jede Menge psychischer Folgen hat. Mit schwarzem Humor und
makabren Witzen hält Joe sich über Wasser. Aber dies allein gibt den Inhalt von
»Adrenalin« längst nicht wieder.
Den
Plot eines Romans in wenige Zeilen zu fassen, ist immer ein riskantes
Unterfangen. Erst 117 Seiten lang war das Manuskript von »Adrenalin« (»The
Suspect«), als es auf der Buchmesse von London zum Gegenstand eines
Bieterwettbewerbs wurde. Autor Robotham saß ahnungslos in Sydney. »Innerhalb von
acht Stunden veränderte sich damals mein ganzes Leben dramatisch«, erzählte er
mir in einem Interview. Verlage aus England und USA, Deutschland, Niederlande,
Frankreich und Italien überboten sich mit hohen Summen. Es endete mit einem
Drei-Bücher-Vertrag für Robotham, »Adrenalin« wurde in 27 Länder verkauft.
Wohlgemerkt: ein unvollendetes Buch, von dem es nur die ersten Kapitel gab.
Worüber Robotham sich heute noch am meisten wundert: »Niemand, wirklich niemand,
hat mich gefragt, wie denn das Ende sein würde. Sie haben ein Buch gekauft,
dessen Ende sie nicht kannten.« Seine Schlußfolgerung: »Das Buchbusiness ist
verrückt.«
Uns Lesern soll es recht sein, solange Ausnahmeautoren wie Michael Robotham
durch seine Ritzen schlüpfen. Der frühere Journalist und Ghostwriter von
Autobiographien schreibt herzzerreißend gute Romane. Daß es Thriller sind und
Kriminalromane, akzeptierte er für sich zögerlich erst selbst, als er diese
Benennung sogar in seinem Vertrag vorfand, den er damals nach der Londoner
Auktion schnell unterzeichnet hatte. »I’m an accidential crime writer, I’m the
reluctant thriller writer«, sagt er über sich.
Zufällig
und widerborstig sieht er sich im Krimi-Genre plaziert. Wie alle Grenzgänger und
Grenzverletzer ist er eben deshalb ganz besonders interessant, sind seine Romane
zutiefst humane Kriminalliteratur. Nichts Menschliches ist Robotham fremd,
Spannung erzeugt er nicht an der Oberfläche. Seine Personen sind
multidimensional, glaubwürdig, echt. Seine Protagonisten Joe O’Loughlin und der
grimmige Polizist Vincent Ruiz wachsen einem ans Herz, man trifft sie gerne
wieder. Michael Robotham weiß: »Viele Krimis haben das Problem, daß die
Charaktere nicht stark genug sind und daß es mehr die Plots sind, die das Buch
vorantreiben. Gute Romane brauchen starke Charaktere.« Daß eine Figur einem
Autor entgleiten kann, ist ihm unbegreiflich. Die Menschen, die Robotham
beschreibt, sind für ihn so real, daß über sie zu schreiben, ihre Autobiographie
schreiben heißt. Ein Buch, das ist sein Anspruch an sich selbst, wie er mir
erzählte, muß für ihn so voller Geschichten und Menschen und Schicksale stecken,
daß es für den Leser wie ein Gang durch eine ganze Bibliothek voller
Autobiographien wird, voller kleiner und großer Ausschnitte aus vielen realen
Leben. »Hundert Jahre Einsamkeit« und »Liebe in den Zeiten der Cholera« von
Gabriel Garcia Marquez gehören zu seinen Lieblingsbüchern.
Der Australier Robotham hat sich den Dschungel Londons, wo er zehn Jahre als
Journalist arbeitete, für seine tief ins Herz gehenden Romane ausgesucht. Nicht
zwingend, aber am schönsten wäre es, seine Romane in der Reihenfolge des
Erscheinens zu lesen. In England und USA tragen sie zum Teil unterschiedliche
Titel: Nach drei Taschenbuchausgaben hat der Goldmann Verlag nun Robothams
viertes Buch als Hardcover herausgebracht.
Adrenalin (The Suspect), Amnesie (Lost / The Drowning Man), Todeskampf (The
Night Ferry), Dein Wille geschehe (Shatter / The Sleep of Reason). »Bombproof«,
seinen fünften Roman, stellte er einer australischen Lese-Aktion kostenlos zur
Verfügung. 300 000 Freiexemplare wurden verteilt. Seine Hoffnung: »Wem dieses
Buch gefällt, der liest vielleicht auch mal wieder ein anderes. Das muß nicht
von mir sein, es geht mir ums Lesen«.
Lesen ist für
den ehemaligen Journalisten elementar: »Saying you don’t like books is like
saying you don’t like sex.«
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Michael Robotham
Dein
Wille geschehe
Psychothriller
Aus dem Englischen von Kristian Lutze
Goldmann
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 576 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
€ 19,95
ISBN: 978-3-442-31178-1
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