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Eine
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Man schaut und hört wie gebannt, und weiß doch nie, ob er einen
gerade auf den Arm nimmt, oder es ernst meint mit seinen grandiosen
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Humor, gelt?
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Die Fluchtbewegungen des Bob Dylan
»Oh
my name it is nothin'/ My age it means less/ The country I come from/
Is called the Midwest.«
Ulrich Breth über die
Metamorphosen des großen Rätselhaften
mit 7 Songs aus der Tube
Glanz&Elend -
Die Zeitschrift
Zum 5-jährigen Bestehen
ist
ein großformatiger Broschurband
in limitierter Auflage von 1.000
Exemplaren
mit 176 Seiten, die es in sich haben:
Die menschliche
Komödie
als work in progress
»Diese mühselige Arbeit an den Zügen des
Menschlichen«
Zu diesem Thema haben
wir Texte von Honoré de Balzac, Hannah Arendt, Fernando Pessoa, Nicolás
Gómez Dávila, Stephane Mallarmé, Gert Neumann, Wassili Grossman, Dieter
Leisegang, Peter Brook, Uve Schmidt, Erich Mühsam u.a., gesammelt und mit den
besten Essays und Artikeln unserer Internet-Ausgabe ergänzt.
Inhalt als PDF-Datei
Dazu erscheint als
Erstveröffentlichung das interaktive Schauspiel »Dein Wille geschehe«
von Christian Suhr & Herbert Debes
Leseprobe
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Glanz & Elend
Martin Brandes
Herr Wu lacht
Chinesische Geschichten
und der Unsinn des Reisens
Leseprobe
Neue Stimmen
Die
Preisträger
Die Bandbreite der an die 50 eingegangenen Beiträge
reicht
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Die prämierten Beiträge
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Wie
das Schachspiel seine Unschuld verlor
Zum Tod des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer
»Ich glaube nicht an Psychologie,
ich glaube an gute Züge.«
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»We've
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Eine
illustrierte Zeitreise
Renate Lüddes und Rüdiger
Dingemanns
»WELT-Edition« 60 Jahre Deutschland
betrachtet von Gregor Keuschnig
60 Jahre Deutschland in zehn
Hochglanz-Themenbänden zu
je ca. 90 Seiten: Politik, Wirtschaft, Reise und Verkehr, Kunst und Literatur,
Film und Fernsehen, Musik, Mode und Design, Sport, Gesellschaft, Architektur.
Die Unterteilung in den jeweiligen Bänden erfolgt chronologisch nach
Jahrzehnten: Nach einer kursorischen Einführung in 60 Jahre des jeweiligen
Sujets gibt es eine Doppelseite mit einem für das Jahrzehnt typischen Foto, dann
vier Seiten Text (mit wenigen Fotografien), davon eine Faksimile-Seite einer
Ausgabe der "Welt" zu einem wichtigen Ereignis. Danach gibt es zu weiteren
Themengebieten auf acht bis zehn Seiten Fotografien mit Erläuterungen – viel
Bekanntes aber auch manchmal "Schnappschüsse", was man noch nicht kannte. Auf
diese Weise kann man sich mit den Bänden der "Welt-Edition" für einige Tage auf
eine Zeitreise der deutschen Geschichte seit 1949 begeben.
Die
Texte von Rüdiger Dingemann und Renate Lüdde sind wohltuend; es ist
glücklicherweise keine Feiertags- oder Jubelprosa. Sie sind konzise aber nicht
oberflächlich, durchaus pointiert und zeigen Zusammenhänge auf. Es gibt keine
dröge Vermittlung lexikalischen Wissens; wer zum Beispiel die Ergebnisse aller
Bundestagswahlen, Tabellen zu Politikern und ihren Ämtern oder
Werksverzeichnisse berühmter Literaten sucht, wird hier nicht bedient. Ebenso
wenig wird der Leser mit Sterbedaten vermeintlich berühmter Persönlichkeiten
gelangweilt; es wird im politischen Band nur ein Sarg gezeigt – der Sarg eines
Bundeswehrsoldaten, der in Afghanistan ums Leben gekommen ist.
Dingemann/Lüdde geht es um die Darstellung von Entwicklungen (die natürlich,
wenn sie behandelt werden, mit den relevanten Daten versehen werden). So wird
beispielsweise im Band 9 "Gesellschaft - Familie und Alltag" (augenzwinkernd das
Cover: Benedikt XVI und Uschi Obermaier) immer wieder die jeweiligen
Rollenverhältnisse zwischen Männern und Frauen in der Bundesrepublik und der DDR
gegenübergestellt und über die Jahrzehnte begleitet. Im Band 4 ("Kunst und
Literatur") gibt es Reflexionen über die einzelnen "documenta"-Kunstausstellungen
genau so wie immer wieder die Entwicklungen auf den deutschen Theaterbühnen
aufgezeigt werden oder man veranschaulicht die (gelegentlich in der Rückschau
verblüffenden) Parallelen zwischen BRD und DDR hinsichtlich des Verhältnisses
von Schriftstellern und Künstlern zur jeweiligen Staatsmacht – "Von Ratten und
Schmeißfliegen" ist der Abschnitt der 70er Jahre nicht ohne Grund betitelt.
Man
liest kritisches im Politik-Band über die Treuhand und die "Abwicklung" der
DDR-Betriebe. Kohl und Gorbatschow bei den Verhandlungen sind die "Freunde in
Strickwesten". Die "Hetze" der "Bild"-Zeitung hinsichtlich der Studentenbewegung
wird ebenso wenig verschwiegen wie die Beweggründe, die dann für einige in den
Terrorismus führte (wenn es auch weder im Politik- noch im Gesellschaftsband ein
Foto von Rudi Dutschke gibt; in beiden findet man lediglich das am Boden
liegende Fahrrad Dutschkes nach dem Attentat 1968). Das schäbige Verhalten von
großen Teilen der CDU/CSU-Fraktion während und anlässlich der Rede des
Alterspräsidenten des Bundestages Stefan Heym von 1994 wird gleichermaßen
angemerkt wie die bahnbrechende Rede Richard von Weizsäckers vom 8. Mai 1985.
Die Ostpolitik der Brandt/Scheel-Regierung wird als Erweiterung der
Westbindungspolitik Adenauers eingeordnet; Brandts Kniefall vom Dezember 1970
vor dem Denkmal des jüdischen Ghettos in Warschau ist das Foto der 70er Jahre im
Politikband (und der Leser freut sich, weil er sich eigentlich auch nichts
anderes vorstellen konnte).
Es ist bei einem solchen Werk natürlich unvermeidlich, dass der ein oder andere
Aspekt doch ein bisschen unterbelichtet erscheint. Beispielsweise die Dramatik
des Einigungsprozesses und die mindestens anfangs teilweise starken Vorbehalte
insbesondere in der SPD. Oder eine etwas differenziertere Betrachtung zum
Brandt-Rücktritt (die Spionageaffäre um Guillaume war ja letztlich nur Anlaß,
aber nicht der Grund). Die Hysterie, in der Deutschland im "Deutschen Herbst"
steckte, wird im Politikband nur am Rande erwähnt (im Literaturband allerdings
eindringlich im Zusammenhang mit Leben und Werk Heinrich Bölls). Oder man fragt
sich, ob die Krönung der Queen tatsächlich das prägende gesellschaftliche
Ereignis der 50er Jahre war. Gelegentlich scheinen die Betrachtungen der 2000er
Jahre aufgrund der mangelnden zeitlichen Distanz noch ein wenig nahe an der
Nachrichtenvermittlung.
Wenn in Band 9 der Alltag in West und Ost beschrieben wird, Ausdrücke wie
Henkelmann, Dederonbeutel, Smogalarm oder Zauberwürfel sozusagen wiederbelebt
werden - dann kann man sich vorstellen, dass man hier eher als in dicken
Geschichts- und Soziologieschwarten jüngeren Generationen das jeweilige
Lebensgefühl einer Epoche nahebringen kann. So mancher Jungwessi wird da Neues
über das Leben in der DDR erfahren und sein vorschnelles Urteil ein bisschen
relativieren müssen. Aber auch eine Verklärung der Vergangenheit dürfte nach
der geballten Erinnerungsmacht ein bisschen schwerer werden (und zwar auf beiden
Seiten, denn die Autoren machen keinen Hehl daraus, dass beispielsweise die 50er
Jahre in der Bundesrepublik noch von autoritärem Geist durchdrungen waren und
die Emanzipation der Frau in der DDR nicht uneigennützig war).
Von den Bildbänden als Appetitanreger später dann vielleicht zur ausführlichen
Beschäftigung mit Aspekten der deutschen Geschichte? Das scheint mit dieser
Edition möglich und wäre kein geringes Verdienst. Gregor Keuschnig
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Rüdiger
Dingemann/Renate Lüdde
Welt-Edition
60 Jahre Deutschland
1949–2009
10 Bände im Schmuckschuber
960 Seiten
1.600 Abbildungen
22,0 x 29,8 cm
Preis: 119,00 €
Band: 14,95 €
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