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»Wie
in konzentrischen Kreisen bohrt sich Sandra Hoffmanns Text in die
Erlebnisse und Empfindungen der Liebenden hinein, erzählt von Glück und
Enttäuschung, Verheißung und Angst, von der Einmischung durch Dritte und
dem Gefühl der Bedrohung.«
C. H. Beck |
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Verloren
in Gottes eigenem Land
»In der fraglichen Nacht war ich betrunken, fast schon bewußtlos, und ich
schwöre bei Gott, ein Vogel hat mir das Motelzimmerfenster eingeschlagen...«
Das grandiose
Debüt
des Amerikaners Willy Vlautin.
Sein
Roman
»Motel Life« liest sich wie ein
langer, trauriger Blues. Simple, ehrlich, auf das Wesentliche reduziert,
erinnert seine Geschichte an Steinbecks »Von Mäusen und Menschen«.
Der
Kopf voller Sterne
Sigrid Lüdke-Haertel über
Tim Wintons Surfer-Roman
»Atem«
Echte Surfer sind süchtig, nach dem
Meer, der Sonne und nach den Wellen, den hohen Wellen, der höchsten Welle. Der
Erregung überhaupt. »Wenn du am Ende noch immer lebendig auf deinen Beinen
stehst, durchschießt es dich wie Elektrizität. Du fühlst dich lebendig, hellwach
... Mann, das ist so, als hättest du die Hand Gottes gespürt«.
Schmetterlinge
essen
Stefan
Möller über Mircea Cărtărescus Roman-Moloch
»Die Wissenden«
Sprachgewaltig kommt das Sammelsurium von Träumen, Geschichten, Fantasien,
abstrusen Gedankenspielen und monströsen Begebenheiten daher. Cărtărescu
beherrscht sein Metier, jongliert mit Begrifflichkeiten, erfindet Worte und haut
dem Leser seine ausschweifende Sprachartistik um die Ohren, so dass der bald
nicht mehr weiß, wo hinten und vorn, wo oben und unten ist.
Schwindelerregend
gewöhnlich
»Dieser Roman ist eine Erzählung über das Hinterherlaufen:
hinter den Menschen, Träumen und Zielen und Ängsten – ja, hinter dem Leben.«
Das Schweizer Wunderkind Catalin Dorian Florescu scheitert in seinem neuen Werk
»Zaira« an den hohen Erwartungen
und enttäuscht seine Leserschaft.
Leseprobe
Hörprobe
Plaudereien
aus dem Nähkästchen
Hanns-Josef Ortheil & Klaus Siblewski klären uns auf
»Wie Romane entstehen«
»Der
'Roman' ist ein unübersichtliches, sich häufig chaotisch darstellendes Gelände,
das alle Planungsabsichten von vornherein bedroht oder in Frage stellt.«
Rekapitulationen
Lothar Struck über Marcel Beyers neuen Roman
»Kaltenburg«
»Man ertappt sich dabei, dass ungeliebte Wort vom 'Meisterwerk' hier passend
zu finden und – endlich einmal! – damit einverstanden zu sein.«
Die Verdrehung der Welt oder
»Jedes
Paradies hat seine Schlange«
Der
Literaturprofessor Abdourahman A. Waberi zeichnet ein Bild von der Welt unter
umgekehrten geopolitischen Vorzeichen.
»In den Vereinigten Staaten von Afrika«
Drei Tage der Wahrheit
Ein
ehemaliger RAF-Terrorist
wird begnadigt und verbringt mit seinen alten Weggefährten das erste Wochenende
in Freiheit. Die Freunde ziehen gemeinsam Bilanz.
Thomas Hummitzsch über Bernhard Schlinks Roman
»Das Wochenende«
»Erst
abwracken, dann vögeln«
Die Welt
der Politiker hat nicht mehr viel mit der ihrer Wähler gemein.
Spiegel-Autor Dirk Kurbjuweit zeigt in seinem neuen Roman
»Nicht die ganze Wahrheit«, in
welchem Parallel-Universum sich unsere Regierenden bewegen und erzählt ganz
nebenbei von der Scheinheiligkeit des politischen Lebens.
Verschwunden in Argentinien
Das argentinische Militär führt Krieg gegen die eigene
Bevölkerung. Pablo Poznan gerät in die Fänge des Regimes. Eine verzweifelte
Suche beginnt, die greifbar den Horror des Gewaltregimes enthüllt und nebenbei
eine Satire auf das jüdische Selbstbild entwirft.
»Mit
Das Ministerium für besondere Fälle
ist Nathan Engländer ein fulminanter Debütroman gelungen,
gewaltig in all seiner Vehemenz, Hoffnung und Kraft, pendelnd zwischen
angedeutetem Horror und purer Ironie. Eine Sensation.«
Holocaust war gestern, jetzt ist Nahost-Konflikt
In Israel begehrt eine neue Schriftstellergeneration auf. Ernst sollte man
sie nehmen,
die jungen Wilden der israelischen
Literaturszene, die die politischen,
gesellschaftlichen und moralischen Verhältnisse in dem jüdischen Staat kritisch
betrachten:Von der Würde des Menschen.
»Unser Leben ist ein Wirbel und kein Strich«
Sigrid Lüdke-Haertel über das stürmische Romandebüt
»Bestattung eines Hundes«
von Thomas Pletzinger
»Eheprobleme, Dreiecksgeschichten, männliche und auch echte Hahnenkämpfe sind so
großartig beschrieben, daß man sich schon beim Lesen die Blutspritzer aus dem
Gesicht wischt.«
Vom Entgleisen
der Welt
Wassili Grossmans Roman
»Leben und Schicksal« ist
eine fulminante Apologie des Menschen in barbarischen Zeiten.
Sein opus magnum nennt das Falsche falsch und das Richtige richtig – ein
existenzielles Wagnis für Autor und Werk, wenn die Anhänger des Falschen das
Sagen haben. Von Thomas Hummitzsch
Hier können Sie einen
Auszug aus Grossmans
Jahrhundertwerk
»Leben und Schicksal« lesen.
Literatur ist Literatur und Schnaps ist
Schnaps
©
David Monniaux
Turbulenzen
bei der Lektüre von Jonathan Littells Roman
»Die Wohlgesinnten«
kommentiert von Goedart Palm: »Es gibt einen Schrecken,
der sich trotz seiner historischen Protokollierung den Darstellungen der
Literatur und gleichermaßen den Verständnishorizonten der Literaturkritik
entzieht. Dafür ist Jonathan Littell indes nicht haftbar zu machen, so sehr es
auch einige Kritiker erzürnt, im Widerstand gegen dieses Werk auf die Aporien
und Vorurteile ihrer eigenen Disziplin zu stoßen.«
Ein
menschlicher Schelmenroman?
»Aber das Unmenschliche – ich bitte um Entschuldigung –,
das gibt es nicht. Es gibt nur das Menschliche, immer nur das Menschliche«
Marcus A. Born über Jonathan Littells kontrovers diskutierten Roman
»Die Wohlgesinnten«
Nein, liebe Leute, dieser Kaiser ist nackt!
»Dieses Buch stösst weder an die Grenzen der Literatur, noch an die der
Literaturkritik.«
Eine Entkleidung in drei Kapiteln
von Gregor Keuschnig
Schlechte
Reklame für ein gutes Buch
»Huckepack-Marketing der dreisten Art, ebenso einfalls- wie geschmacklos, und es
degradiert Merles grandiosen Roman zu dem Vorläufer-Modell eines provokant
ambitionierten Schreibprojektes, dessen konzeptionelle und literarische
Qualitäten auch nicht ansatzweise an die Meisterschaft Merles heranreichen.«
Über Robert Merles biographischen Roman
»Der Tod ist mein Beruf«
Erste Liebe
»Wer ein Herz in seiner Brust und in diesem die
Liebe eines Sommers trägt, der sollte nicht nur, nein, der muss dieses Buch
lesen.«
Thomas Hummitzsch über die Geschichte eines Sommers in Italien der niemals enden
soll und doch nur sechs Wochen währt. Wochen voller Sinnlichkeit, Begehren,
Leidenschaft und Obsession. André Acimans Roman
»Ruf mich bei Deinem Namen«
ist das Zeugnis einer einmaligen Liebe.
Die Stadt der wilden Hunde
Sigrid Lüdke-Haertel über Martin
Mosebachs
»Nachrichten aus dem alltäglichen Indien«
»Ein Land, das über
7oo.ooo Computerspezialisten verfügt, ein Land, in dem fast überall ganztags der
Fernseher läuft, Plastikdeckchen auf den Allerweltsmöbeln liegen, auf
wunderschönen Teichen, an denen Büffel trinken, nicht nur herrliche Seerosen,
sondern auch massenhaft Plastiktüten schwimmen und ein verdorbener Geruch über
allem treibt, ein solches Land läßt sich, zum Glück, nicht unter einen Hut
bringen.«
Eine europäische Katastrophe
Ein Balanceakt zwischen Holocaust und Balkankrieg, Geschichte und Gegenwart,
Betroffenheit und Objektivität ist Igor Štiks Roman
Die Archive der Nacht »...
ein abenteuerlicher und wagemutiger Marsch durch unsere Zeit, der eine Brücke
zwischen den europäischen Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts schlägt. Ihm
ist nichts weniger gelungen, als ein gesamteuropäischer Geschichtsroman.«
Fahrtenbücher eines Kapitäns zur See und zur Seele
Joseph Conrads 150. Geburtstag bescherte uns neue
Biographien und Neuübersetzungen
seiner wichtigsten Novellen. Bernd Blaschke hat sie
gelesen und kommentiert.
Wozu Goethe?
Martin Walser phantasiert ergreifend Glück und Pein der Altersliebe.
»Für Walser-Fans ist
Ein liebender Mann
fraglos ein unbedingt lesenswertes Buch; auch wenn man
seine strittigen Bilder von Altersliebe mutiger und aktueller finden mag, wenn
sie ohne den vorgeschobenen Nationalheiligen dargeboten werden.« Von Bernd
Blaschke
Sein Leben als alter Mann
Nach 34 Jahren verabschiedet sich Philip Roth von
seinem alter ego Nathan Zuckerman. »Als potenter Erzähler von nunmehr
eher kürzer, kompakter und mithin immer ‚kontinenter’ werdenden Alterswerken ist
Roth nahezu konkurrenzlos.« Bernd Blaschke über
»Exit Ghost«
Zuckermanns Ende
»Es gab größere, bedeutendere und
raffiniertere Romane aus seiner Feder, doch keinen Unvermeidbareren, als diesen.
»Exit Ghost«
ist das bittere Ende, das dazugehört. Unumstößlich.
Unausweichlich. Roth.«
Thomas Hummitzsch über den sinnlosen Kampf der »Nicht-Mehrs«
»Nein, keine traurige Geschichte.«
Eine schöne. Eine sehr schöne. Aus der Zeit,
als das Schreiben noch geholfen hat. Lothar Struck über Peter Handkes Erzählung
»Die morawische Nacht«
Die iranische Sonnenfinsternis
Thomas Hummitzsch über Dalia Sofers mitreißenden
Schicksalsroman
»Die September von Schiras«
Verrückte Liebschaft im Bordell
Juan Marsé über die
Liebe in einer vom Verbrechen geprägten
Welt.
Halt Dich an Deiner Liebe fest
Bernd Blaschke über Ulrich Peltzers poetische
Kunst der Fuge über Revolte und Staatsschutz
Die Angst vor dem Schlussstrich
Stewart O’Nans großartige Erzählung
»Letzte Nacht«
Nichts ist für die Ewigkeit – nicht einmal der Tod
José Saramago geht in
»Eine Zeit ohne Tod« dem
Aussetzen des Sterbens auf den Grund. Ein außergewöhnlicher Totentanz.
Mutmaßungen über Monsieur Lambert
Jean-Jacques Sempés neuestes Lese- & Bilderbuch
Monsieur Lambert
Vom Leben, vom Tod, und vom Übrigen auch dies und
das
Lothar Struck über Urs Widmers
Poetikvorlesungen
Vom Erwachen der Liebe
Thomas Hummitzsch über Alberto Vigevanis Erzählung
»Sommer am See«
Giftige Schadenfreude
Thomas Hummitzsch über Truman Capotes
»Erhörte Gebete«
Verlorene Leben
Sigrid Lüdke-Haertel über Julia Francks
Meisterstück
»Die Mittagsfrau«
Das Phänomen der kleinen Welt
Michael Ondaatjes neuen Roman
Divisadero
Eine (un)glückliche Liebesgeschichte
Katja Lange-Müllers neuer Roman
»Böse Schafe«
Eine Frage der Perspektive
Irrgänge durch Mark Z. Danielewskis grandios
wuchernden Roman
»Das Haus - House of Leaves«
von Goedart Palm
Handkes Exerzitien des Schauens
Gregor Keuschnig über Peter Handkes Journal
»Gestern unterwegs«
Wunschloses Wohlbehagen – oder wir alle wohnen in
unterschiedlichen Thomas-Mann-Straßen
Peter V. Brinkemper über die große kommentierte
Frankfurter Ausgabe von Thomas Manns
»Doktor Faustus«
Die Gretchenfrage
Sigrid Lüdke-Haertel über einen Frankfurter
Kriminalfall mit weltweiter Wirkungsgeschichte
Gretchen
»Foul is fair and fair is foul«
Über Georg M. Oswalds neuen Roman
»Vom Geist der Gesetze«
Ein Sommernachtstraum?
Sigrid Lüdke-Haertel über Martin Mosebachs neuen
Roman
»Der Mond und das Mädchen«
Eine mitreissende Suada
Das begeisternde Debut der Ariane Breidenstein
Und nichts an mir ist freundlich
Zerlegte Zeit
Lothar Struck über Gerhard Roths Autobiographie
»Das Alphabet der Zeit«
Koordinaten
Sigrid Lüdke-Haertel über Ulf Erdmann Zieglers
autogeographischen Roman
»Wilde Wiesen«
Von der Notwendigkeit zu leben
Richard Fords erzählerischer Geniestreich
»Die Lage des Landes«
Ausgesaugte Träume
Gregor Keuschnig über Martin von Arndts tour de
force
»ego shooter«
»Leer wurde plötzlich die Welt.«
Martin Warny über Jean Amérys Frühwerk
»Die Schiffbrüchigen«
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