|
Anzeige
Holger
Hof
Gottfried Benn
Der Mann ohne Gedächtnis
Zu entdecken: ein völlig neuer Gottfried Benn!
Dichter ersten Ranges und problematische Person der
Zeitgeschichte - Gottfried Benns Leben und Schreiben
polarisieren bis heute. In »Der Mann ohne Gedächtnis«
breitet Holger Hof bislang unerschlossene Tageskalender aus
und zeichnet das Tableau eines faszinierenden
Schriftstellers.
Leseprobe
|
|
Klett-Cotta |

Bücher-Charts
l
Verlage A-Z
Medien- & Literatur
l
Museen im Internet
Glanz&Elend
Die
Zeitschrift kommt als
großformatiger Broschurband
in einer limitierten Auflage
von 1.000 Exemplaren
mit 176 Seiten, die es in sich haben.
Ohne Versandkosten bestellen!
Andere
Seiten
Quality Report
Magazin für
Produktkultur
Elfriede Jelinek
Elfriede Jelinek
Joe Bauers
Flaneursalon
Gregor Keuschnig
Begleitschreiben
Armin Abmeiers
Tolle Hefte
Curt Linzers
Zeitgenössische Malerei
Goedart Palms
Virtuelle Texbaustelle
Reiner Stachs
Franz Kafka
counterpunch
»We've
got all the right enemies.«

|
Quellen -
Biographien, Briefe &
Tagebücher
Der
Unerträgliche
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Über das Kriegstagebuch des Paul Léautaud.
»Sein Spott und seine Ironie, sein Ekel, seine Verachtung für das eigene Volk
sind so aufdringlich, dass jeder Stil, der ihm nachgesagt wird, nurmehr zum
Zierrat seines Hasses auf die Welt wird.«
Leseprobe
Der
ewige Abenteurer
Von
Lothar Struck
Über Malte Herwigs Peter Handke-Biographie
»Meister der Dämmerung«
Artikel
lesen
»Ein finster blickender Unglücksprophet, der schon als Kind um sich herum den
"Tempel des Nichtendenwollenden Deutens und Bedeutens" errichtet hatte und
fortan darin wie in einem Gefängnis saß.«
Leseprobe Text als
pdf-Datei
Nicht
bemüht!
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Anmerkungen zu der von Philipp Weber in »literaturkritik.de« verfaßten Rezension
der Handke-Biographie Malte Herwigs.
 Menschen
wie du und ich
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Literaturnobelpreisträger
John Steinbeck reiste mit Magnum-Gründer Robert Capa 1948 in die Sowjetunion, um
das Leben der einfachen Russen zu dokumentieren. Ihre grandiose Reportage
»Russische Reise« liegt jetzt erstmals auf Deutsch vor.
Leseprobe
 Wovon
lebte Ernst Jünger eigentlich?
Von Stefan Möller
Artikel
lesen
Walter
Kempowskis bemerkenswerter »Umgang mit Größen«
»Geschickt ist Kempowski,
wenn es darum geht, jeglichen Anschein von Objektivität zu vermeiden.«
Leseprobe
Freudlose
Polemik
Von Jürgen
Nielsen-Sikora
Artikel
lesen
Mit seinem Anti Freud hat Michel Onfray das Feld ernsthafter Auseinandersetzung
verlassen.
»Zwar sind
in der deutschen Ausgabe einige gravierende Fehler des französischen Originals
bereinigt - peinlich vom Cover bis zum Inhalt bleibt das Buch trotzdem.«
Leseprobe
»Und
wenn sie mich an der Mauer abknallen!«
Von Peter H. Gogolin
Artikel lesen
Zu Einar Schleefs Erzählungen und Fotografien »Ich habe kein Deutschland
gefunden«.
»Eine
verwegenere & großzügigere Sicht
der Dinge tut not.«
Die
Briefe & Tagebücher der Virginia
Woolf
(*25. Januar 1882
†
28. März 1941)
Artikel lesen
Am 27. März bringt Leonard Woolf seine Frau zu einer Ärztin nach Brighton.
Einen Tag später beendet Virginia Woolf im Fluß Ouse bei Lewes in Sussex
ihr Leben. Sie ist eine gute Schwimmerin, deshalb wickelt sie einen schweren
Stein in ihren Mantel ein.
Prophetic
Art Made in Germany
oder ein Gespräch als
politische Fälschung
Von
Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Ein Dialog in
Scheiben und Schichten:
»Die
Kunst geht knapp nicht unter«
Anselm Kiefer im Gespräch
mit Klaus Dermutz.
Leseprobe
»Gegen
einen Geist der Enge und der Gewalt«
Von Jürgen
Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Die Europäer Freya und Helmuth James von Moltke. Ihre Abschiedsbriefe und
ein »Jahrhundertleben«.
Leseprobe Briefe
 Eine
zu anspruchvolle Etikettierung?
Von
Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Zwei
hymnische Texte über die Witwe des Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke.
Hundert Jahre Leben machen noch keine Jahrhundertgestalt.
Leseprobe Geyken
Leseprobe Tempel
Über Leben &
Werk von Hans Sahl
  Du bist das Schlimmste
Michael Rohrwasser über das zweifache Exil eines
Mannes vom Jahrgang 1902
Artikel
lesen
»Wir sind zuständig«
Ein Tauchgang in eine Welt, die es nicht mehr
gibt, unternommen
von Friedhelm Lövenich.
Artikel
lesen
»Da
stehen sie nun, die Grabhügel mit den einstmals illustren Namen, heute schon
fast vergessen, die einmal das Gesicht dieses Jahrhunderts prägten, die
Baumeister, Komponisten, die Dichter, die es bis hierher geschafft hatten, die
Geister der von den Konsulatsbeamten abgewiesenen Antragsteller, Welterlöser
ohne Aufenthaltsbewilligung.«
Erinnerungen
an einen Verkannten
Von Thomas Hummitzsch
Artikel
lesen
Robert Musil gehört zu den
großen & umstrittenen Autoren des modernen europäischen Romans. Ein
beeindruckender Erinnerungsband versammelt nun zahlreiche Perspektiven von
Zeitgenossen auf den Mann ohne Eigenschaften.
Friedels
seltsame Freundschaft mit Teddie
Von
Wolfram Schütte
Artikel
lesen
Der Briefwechsel
Adorno-Kracauer als ein doppelter Lebensroman gelesen.
»Das vor allem von Adorno gnadenlos scharf, aber auch unfair geführte geistige
Duell der beiden Frankfurter Intellektuellen, dessen Paukboden ihr Briefwechsel
war, liest sich für einen Nachgeborenen wie ein existenzialistischer Briefroman,
in dem sich Naphta und Settembrini bekriegen und dessen ironische Parodie Thomas
Mann in seinem »Zauberberg« vorweg geschrieben hat.«
Leseprobe
Der
Fall Raddatz
Von Wolfram
Schütte
Artikel
lesen
Ein Kulturbetriebs-Porno
aus lauter Peinlichkeits-»Stellen«.
»Es ist womöglich eine 'Last-Minute-Rescue' für das Figuren-Herbarium jener
Jahre, weil die Furie des Verschwindens & Vergessens heute schneller wütet, seit
alle kollektive Erinnerung von der medien-multiplen Gegenwartspräsenz
durchlöchert wird.«
Ein
Leben mit Goldrand
Von Herbert Debes
Artikel
lesen
Die Tagebücher des Feuilletonisten, Lektors und Schriftstellers Fritz J. Raddatz
amüsieren wegen den darin genüsslich protokollierten Eitelkeiten des
deutschen Literaturbetriebs und erschüttern wegen der alles
grundierenden existentiellen Ödnis.
Leseprobe
Leiden
& Qualen eines existenzbedrohten Kleinbürgers
Von Wolfram Schütte
Artikel
lesen
Ein Lebensroman in Fortsetzungen: der dritte Band der walserschen
Tagebuch-Edition.
Leseprobe
Artikel
als pdf-Datei
Jahre
voller Jazz, Ginfizz und Falstaff
Von
Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel
lesen
John Glasscos leidenschaftliche, farbenprächtige und stimmungsvolle
Liebeserklärung an Paris, die 1920er Jahre und die Literatur.
Leseprobe
Nicht
ohne meine Mutter
Roland Barthes »Tagebuch der Trauer«
Artikel
lesen
»Nein, Barthes ist nicht überwältigt von Trauer; vielmehr ist er selbst diese
Trauer, die den Schutzpanzer der Theorie von sich geworfen hat.«
Leseprobe
 »...wir leben in einer großen Zeit.«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Über
den großartigsten Briefwechsel, der je zwischen einem Verleger und dessen Autor geführt
worden ist:
Der
Thomas Bernhard – Siegfried Unseld,
in dem in jeder Zeile alles auf dem Spiel steht.
Leseprobe
Hörprobe
Narreteien
& Fabulierlust in schwerer Zeit
Von
Georg Patzer
Artikel
lesen
Der erste Band der ausgewählten Briefe von Albert Viogoleis Thelen
»Meine Heimat bin ich selbst« ist
erschienen.
Ein
publizistisches Chamäleon
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
»Sehr begabt und ziemlich wild« das war Sebastian Haffner ohne Zweifel.
Jürgen Peter Schmied
hat nun die Biographie zu dem ebenso meinungsstarken wie wandlungsreichen zoon
politikon vorgelegt.
Leseprobe
Roald
Amundsen – Legende, Hochstapler, Heimatloser
Von Dorothée Leidig
Artikel lesen
Die Amundsen-Biografie Tor Bomann-Larsens bringt den Menschen hinter dem Mythos
zum Vorschein.
Leseprobe
Blätterwerk
Über die zum
»Kriegstagebuch« erklärten Aufzeichnungen der jungen Ingeborg Bachmann und die
Briefe von Jack Hamesh an dieselbe.
Artikel
lesen
Leseprobe
»Niemand
hat das Recht zu gehorchen!«
Von Peter H. Gogolin
Artikel
lesen
Irmtraud Wojak legt
die Biographie des Generalstaatsanwalts und Hauptanklägers der
Auschwitz-Prozesse
Fritz Bauer vor.
»Und
wenn am Ende doch konstatiert werden konnte, dass Deutschland ein anderes Land
geworden war, dann muss man hinzufügen, dass dies ohne Fritz Bauers
unermüdlichen Kampf gegen die verdrängte Erinnerung der
Deutschen nicht möglich gewesen wäre.«
Leseprobe
Ein
Jahrhundertgespräch
Eine große Sehnsucht nach
vergleichbarer Kompetenz heutiger politischer Akteure überkommt (fast) jeden,
der dieses Gespräch zwischen Fritz Stern und Helmut Schmidt hört oder liest.
Artikel
lesen
Leseprobe
Hörprobe
»Die
ganze Welt ist Bühne,
Und alle Frau'n und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
Sein Leben lang spielt einer manche Rollen.«
(Wie
es Euch gefällt).
Shakespeare – der größte und
erfolgreichste Betrug
Von Peter Gogolin
Kurt Kreiler
argumentiert in seinem Buch
»Der Mann, der Shakespeare erfand«
überzeugend für die Autorschaft Edward de Veres, des 17.
Earl of Oxford, an den Werken William Shakespeares.
»Die
ganze Welt war mein Garten...«
Über
die ausgewählten Briefe der Martha
Gellhorn, erschienen by Dörlemann, Zürich
»Ihre Briefe sind auch Zeugnisse
eines lebenslangen Bemühens um eine Vergewisserung ihrer selbst, schmerzhaft, dramatisch und konsequent. Das
Briefeschreiben ist für sie auch ein tauglicher Prozeß des Suchens, der Selbstreinigung und -findung.
Sie schreibt sich ihre Verletzungen und Zweifel von der Seele.«
Preis
der Leipziger Buchmesse:
Führer des echten und wirklichen Deutschlands
Rudolf Maresch über Ulrich Raulffs Analyse der Nachleben von Stefan George
»Kreis ohne Meister«, die auf beeindruckende Weise
zeigt, welche »Strahlungen« von den
»Georgianischen Chorälen« auf die Bildungsgeschichte der Bundesrepublik
Deutschland ausgegangen ist.
Leseprobe
Meine
Jahre mit Willy Brandt
Lothar Struck
über
die uneitlen Erinnerungen des Persönlichen Referenten von Willy Brandt im
Kanzleramt, Reinhard Wilke.
Artikel
lesen
Mutmaßungen
über Samuel
Barbara
Hoffmeisters fragwürdiger Versuch, das Leben des Verlegers Samuel Fischer zu
beschreiben.
»S.
Fischer, der Verleger, 1859-1934«
»...
immer wieder geht dieser
affektierte Sarkasmus mit Hoffmeister durch. Etwa wenn Gerhart (S. Fischers
Sohn) mit 19 Jahren an einer rätselhaften Krankheit binnen weniger Tage stirbt
und dies schmissig mit dem Geburtstag der Mutter in Verbindung gebracht wird:
…und wie um die Mutter zu schonen, starb das Sorgenkind fünf Minuten nach
Mitternacht.«
Eine
Übung in Demut
Gregor
Keuschnig war mit Tariq Ramadans Darstellung der Lebensgeschichte Muhammads
Auf den Spuren des Propheten
»Wir
scheinen zu glauben, dass es ausreicht, die Techniken der Ausübung von Religion
(Gebete, Pilgerreisen) zu erlernen, um ihre Bedeutung und ihren Zweck zu
begreifen und zu verstehen. Dieser Irrglaube hat schwerwiegende Konsequenzen,
denn er führt dazu, dass die religiöse Lehre ihre spirituelle Substanz verliert,
welche doch das Allerwichtigste an ihr ist.«
Leseprobe
Das
Leben der Anderen schreiben -
das Leben anders lesen.
Christian Kleins
Metzler Handbuch Biographie
erforscht das populäre Genre gründlich und bietet Hilfestellung zur
Eigenproduktion.
»Die Faszinationskraft der Biographik befeuert auch noch dieses Handbuch: beide
Male geht es um nichts weniger als ‚das Leben‘. Das fesselt nun einmal; sei es
im Modus empathischer Anteilnahme, sei es im Modus methodischer Reflexion auf
seine Formierungs- und Darstellungsweisen.«
Zum Tod
von Claude Lévi-Strauss
Zwischen Kannibalismus und Kantianismus
Von Goedart Palm
»... Ob daher der Strukturalismus humanistisch ist oder nicht, mag angesichts
der Absicht von Lévi-Strauss, die Anthropologie in eine 'Entropologie', eine
Wissenschaft von den soziokulturellen Desintegrations- und Zerfallsprozessen zu
verwandeln, Stoff für endlose
Räsonnements liefern.
Gegenüber diversen gegenwärtigen Fortschrittsnaivitäten liefert dieses Konzept
aber weiterhin zahlreiche Anregungen, hier bei unseren zivilisierten Wilden nach
der Auflösung sozialer Ordnungen und ehedem approbierter Formen des
Zusammenlebens zu fragen.«
Glanz
und Elend der künstlichen Paradiese
Nur selten hat ein
Schriftsteller mit solcher Nüchternheit, leidenschaftslos und souverän über den
Rausch geschrieben wie Ernst Jünger zwischen 1968 und 1970 in seinem Buch
Annäherungen.
»Der Rausch« heißt es dort, »bleibt eine der Stationen auf dem Weg zum
Nullpunkt, eine flüchtige Herberge, ein buntes Zelt, das für eine einzige Nacht
aufgeschlagen wird. (…) Der Nullpunkt ist auch Gefrierpunkt, und obwohl die
Atome ihr Gewicht behalten, ändert sich ihre Anordnung.« Von Jürgen
Nielsen-Sikora
»Unaufhörlich
Marrons glacés«
Auf der Suche nach dem wahren Leben Marcel
Prousts
Goedart Palm über Jean-Yves Tadiés
Proust Biographie
»Von
einem gewissen Alter an sind unsere Erinnerungen derart miteinander verwoben,
dass die Sache, die man im Sinn hat, oder das Buch, das man liest, ganz dahinter
verschwindet. Überall hat man etwas von sich ausgestreut, alles ist ergiebig,
alles birgt Gefahren in sich, und ebenso kostbare Entdeckungen wie in Pascals
Pensées kann man in einer Seifenreklame machen.«
Genug
für sieben Leben
Über
Franziska Augsteins Versuch einer Biographie, die das
Porträt
eines Jahrhundertlebens geworden ist.
»Von
Treue und Verrat. Jorge Semprún und sein Jahrhundert«
»In Zeiten des
Krieges tut man sich schwer, Ideen zu studieren, wenn die Einsicht
in die Notwendigkeit ruft.«
Leseprobe
Hörprobe
Handkes
mythischer Mikrokosmos
Lothar Struck über Fabjan
Hafners Nachspürungen
»Peter Handke –
Unterwegs ins Neunte Land«
Fabjan Hafner hat sich –
aller Divergenzen zum Trotz - mit diesem überaus detailreichen Buch als
profunder Kenner des Werkes von Peter Handke erwiesen. Er vermeidet ermüdendes
Germanistenjargon, in dem er streng am "Text" bleibt. Hafner animiert, Handke
wieder zu lesen und in seinen Romanen und Erzählungen neue Facetten zu
entdecken. Hierfür muss man ihm danken.
Unzumutbare
Wahrheit
Rolf Löchel über Ingeborg
Bachmanns Briefwechsel mit Paul Celan
Herzzeit. Briefwechsel.
»Lange
war der Briefwechsel zwischen den beiden wohl bedeutendsten deutschsprachigen
NachkriegslyrikerInnen, die mit ihren Gedichten je auf ihre Weise ein berühmtes
Diktum Theodor W. Adornos widerlegten, unzugänglich und es schien keinerlei
begründete Hoffnung zu bestehen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern
werde.«
Zwei
Jahrhundertmenschen
Gustav Seibt über
Goethes
Begegnungen mit Napoleon
Selten
wird Geschichte so unverstaubt und lebendig erzählt wie in diesem
kulturhistorischen Kabinettstück in der Tradition eines Sebastian
Haffner.
Von Ursula Homann
Leseprobe
Der
unterschätzte Monarch
Michael Knoll über Johannes Willms streitbare Biographie über
Frankreichs letzten Kaiser
Napoleon III.
»Es sind die Aspekte der Regierungsführung wie des
gesellschaftlich-wirtschaftlichen Aufbruchs, die Napoleon, gerade im Vergleich
mit seinem Gegenspieler Bismarck, so modern erscheinen lassen.«
Die
Neubewertung und die Anerkennung der Modernisierungsleistungen Napoleons für die
französische Gesellschaft und Wirtschaft standen seit langem aus.
Mementi
Mori
Michael Knoll zu
den Aphorismen von Jules Barbey d’Aurevilly
»Feinheit des Geistes rührt von
Niedertracht«
»Geistvolle Feinheiten, bitterböse Polemiken, beißender Spott… Ein Buch zum
Blättern, zum Verweilen, zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Freuen und zum
verständnislosen Kopfschütteln. Kompliment dem Berliner Verlag Matthes & Seitz,
der ein solches Buch in Zeiten zum Hang geistloser Bestseller publiziert.«
Hörprobe
Die
Mücke auf dem Grashalm
Rolf Löchel über den fünften
Band der
Virginia-Woolf-Tagebuchausgabe
(1936-1941), der die deutsche Übersetzung komplettiert.
Dass der Ton dieses letzten Tagebuchbandes über weite
Strecken noch düsterer klingt als derjenige der vier vorangegangenen, dürfte
nicht nur Woolfs zu Depressionen neigender Mentalität und ihren klinischen
Schüben anzulasten sein, sondern vor allem den selbst mit dem Begriff düster nur
unzulänglich umschriebenen Zeitumständen.
Kaventsmann
»Man kann, nein, man muß Hartmut Binders Lebenschronik in Bildern über
»Kafkas Welt«, als das gelungene
Resultat einer Lebensarbeit würdigen, die Kafkas zu Lebzeiten unerfüllt
gebliebenen Wunsch »daß sich aus den Stückchen ein Ganzes zusammensetzen« möge,
nun endlich auf wunderbarste Weise erfüllt hat.«
»Elend
macht einen der Unernst«
Über den
Briefwechsel zwischen Peter Handke und Alfred Kolleritsch
»Schönheit ist die erste
Bürgerpflicht«
»So ist
dieser Briefwechsel zwischen Alfred Kolleritsch (geboren 1931) und
dem elf Jahre jüngeren Handke zusätzlich ein Dokument einer
schwindenden Kulturtechnik – einer Kulturtechnik des Wortes, der
Nuance, der Albernheit, der Ernsthaftigkeit, der Schwermut (und auch
des Nachschauens im Briefkasten ob der sehnsuchtsvoll erwarteten
Antwort.«
Fahrtenbücher
eines Kapitäns
zur See und zur Seele
Joseph Conrads 150. Geburtstag bescherte uns neue
Biographien und Neuübersetzungen
seiner wichtigsten Novellen. Bernd Blaschke hat sie gelesen und kommentiert.
»Seine Darstellung elementarer Gefühle und der Hang zum Kult ums primitive
Leben, welche die Situationen auf See mit sich bringen, machten Conrad
zu einem Existenzialisten avant la lettre. Die Condition humaine
verdüstert sich im Werk dieses Spätviktorianers und nähert sich der
Moral des Camusschen’ Sisyphos, der seine vergeblichen Mühen tapfer,
ja glücklich erträgt.«
|
Anzeige
Lenin
– ein Fanatiker und Putschist, ein Visionär und Held? Wolfgang Ruge
geht in dieser politischen Biografie dem Phänomen Lenin nach, zeigt
ihn in seiner Widersprüchlichkeit und trifft damit nicht nur die
persönliche Tragik des Revolutionärs, sondern die Tragik der
sozialen Revolution überhaupt.
Matthes & Seitz Berlin |