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Impressum  І   Mediadaten  І  Letzte Aktualisierung: 25.11.2011, 12:22

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Glanz&Elend Literatur und Zeitkritik


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Georg Kreisler ist ein Mann, der es in gleich drei Disziplinen zu unerreichter Meisterschaft gebracht hat: auf Füße zu treten, vor Köpfe zu stoßen und Augen zu öffnen. So wird es nicht verwundern, dass »Letzte Lieder« keine versöhnlichen Gesänge beinhaltet, sondern Paukenschläge: Kreislers furiose, autobiografisch fundierte Abrechnung mit bürgerlichem Kleingeist, nationalistischem Größenwahn, der Stadt Berlin, dem Staat Österreich und schließlich dem ganzen letzten Jahrhundert.

S.Fischer
 

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Holger Hof
Gottfried Benn
Der Mann ohne Gedächtnis

Zu entdecken: ein völlig neuer Gottfried Benn!
Dichter ersten Ranges und problematische Person der Zeitgeschichte - Gottfried Benns Leben und Schreiben polarisieren bis heute. In »Der Mann ohne Gedächtnis« breitet Holger Hof bislang unerschlossene Tageskalender aus und zeichnet das Tableau eines faszinierenden Schriftstellers.
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Glanz&Elend
Die Zeitschrift kommt als großformatiger Broschurband in einer limitierten Auflage
von 1.000 Exemplaren
mit 176 Seiten, die es in sich haben.



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Andere
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Quality Report Magazin für Produktkultur
Elfriede Jelinek Elfriede Jelinek
Joe Bauers
Flaneursalon
Gregor Keuschnig
Begleitschreiben
Armin Abmeiers
Tolle Hefte
Curt Linzers
Zeitgenössische Malerei
Goedart Palms Virtuelle Texbaustelle
Reiner Stachs Franz Kafka
counterpunch
»We've got all the right enemies.«


Seitwert
 

Quellen - Biographien, Briefe & Tagebücher

Der Unerträgliche
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Über das Kriegstagebuch des Paul Léautaud.
»Sein Spott und seine Ironie, sein Ekel, seine Verachtung für das eigene Volk sind so aufdringlich, dass jeder Stil, der ihm nachgesagt wird, nurmehr zum Zierrat seines Hasses auf die Welt wird.«
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Der ewige Abenteurer
Von Lothar Struck
Über Malte Herwigs Peter Handke-Biographie
»Meister der Dämmerung«

Artikel lesen
»Ein finster blickender Unglücksprophet, der schon als Kind um sich herum den "Tempel des Nichtendenwollenden Deutens und Bedeutens" errichtet hatte und fortan darin wie in einem Gefängnis saß.
« Leseprobe   Text als pdf-Datei

Nicht bemüht!
Von Lothar Struck
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Anmerkungen zu der von Philipp Weber in »literaturkritik.de« verfaßten Rezension der Handke-Biographie Malte Herwigs.

Menschen wie du und ich
Von Thomas Hummitzsch
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Literaturnobelpreisträger John Steinbeck reiste mit Magnum-Gründer Robert Capa 1948 in die Sowjetunion, um das Leben der einfachen Russen zu dokumentieren. Ihre grandiose Reportage »Russische Reise« liegt jetzt erstmals auf Deutsch vor. Leseprobe

Wovon lebte Ernst Jünger eigentlich?
Von Stefan Möller
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Walter Kempowskis bemerkenswerter »Umgang mit Größen«
»Geschickt ist Kempowski, wenn es darum geht, jeglichen Anschein von Objektivität zu vermeiden.«
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Freudlose Polemik
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Mit seinem Anti Freud hat Michel Onfray das Feld ernsthafter Auseinandersetzung verlassen.
»Zwar sind in der deutschen Ausgabe einige gravierende Fehler des französischen Originals bereinigt - peinlich vom Cover bis zum Inhalt bleibt das Buch trotzdem.« Leseprobe

»Und wenn sie mich an der Mauer abknallen!«
Von Peter H. Gogolin
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Zu Einar Schleefs Erzählungen und Fotografien »Ich habe kein Deutschland gefunden«.


»Eine verwegenere & großzügigere Sicht
der Dinge tut not.«

Die Briefe & Tagebücher der Virginia Woolf
(*25. Januar 1882 28. März 1941)
Artikel lesen
Am 27. März bringt Leonard Woolf seine Frau zu einer Ärztin nach Brighton. Einen Tag später beendet Virginia Woolf im Fluß Ouse bei Lewes in Sussex ihr Leben. Sie ist eine gute Schwimmerin, deshalb wickelt sie einen schweren Stein in ihren Mantel ein.
 

Prophetic Art Made in Germany
oder ein Gespräch als politische Fälschung
Von Peter V. Brinkemper
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Ein Dialog in Scheiben und Schichten:
»Die Kunst geht knapp nicht unter« Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Leseprobe




»Gegen einen Geist der Enge und der Gewalt«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Die Europäer Freya und Helmuth James von Moltke. Ihre Abschiedsbriefe und ein »Jahrhundertleben«.
Leseprobe Briefe



Eine zu anspruchvolle Etikettierung?
Von Klaus-Jürgen Bremm 

Artikel lesen
Zwei hymnische Texte über die Witwe des Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke. Hundert Jahre Leben machen noch keine Jahrhundertgestalt. Leseprobe Geyken
Leseprobe Tempel



Über Leben & Werk von Hans Sahl
Du bist das Schlimmste
Michael Rohrwasser über das zweifache Exil eines Mannes vom Jahrgang 1902 Artikel lesen

»Wir sind zuständig«
Ein Tauchgang in eine Welt, die es nicht mehr gibt, unternommen von Friedhelm Lövenich. Artikel lesen
»Da stehen sie nun, die Grabhügel mit den einstmals illustren Namen, heute schon fast vergessen, die einmal das Gesicht dieses Jahrhunderts prägten, die Baumeister, Komponisten, die Dichter, die es bis hierher geschafft hatten, die Geister der von den Konsulatsbeamten abgewiesenen Antragsteller, Welterlöser ohne Aufenthaltsbewilligung.«


Erinnerungen an einen Verkannten
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Robert Musil gehört zu den großen & umstrittenen Autoren des modernen europäischen Romans. Ein beeindruckender Erinnerungsband versammelt nun zahlreiche Perspektiven von Zeitgenossen auf den Mann ohne Eigenschaften.



Friedels seltsame Freundschaft mit Teddie
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Der Briefwechsel Adorno-Kracauer als ein doppelter Lebensroman gelesen.
»Das vor allem von Adorno gnadenlos scharf, aber auch unfair geführte geistige Duell der beiden Frankfurter Intellektuellen, dessen Paukboden ihr Briefwechsel war, liest sich für einen Nachgeborenen wie ein existenzialistischer Briefroman, in dem sich Naphta und Settembrini bekriegen und dessen ironische Parodie Thomas Mann in seinem »Zauberberg« vorweg geschrieben hat.«
Leseprobe

Der Fall Raddatz
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ein Kulturbetriebs-Porno aus lauter Peinlichkeits-»Stellen«.
»Es ist womöglich eine 'Last-Minute-Rescue' für das Figuren-Herbarium jener Jahre, weil die Furie des Verschwindens & Vergessens heute schneller wütet, seit alle kollektive Erinnerung von der medien-multiplen Gegenwartspräsenz durchlöchert wird.«

 
Ein Leben mit Goldrand
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Die Tagebücher des Feuilletonisten, Lektors und Schriftstellers Fritz J. Raddatz amüsieren wegen den darin genüsslich protokollierten Eitelkeiten des deutschen Literaturbetriebs und erschüttern wegen der alles grundierenden existentiellen Ödnis. Leseprobe

Leiden & Qualen eines existenzbedrohten Kleinbürgers
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ein Lebensroman in Fortsetzungen: der dritte Band der walserschen Tagebuch-Edition.
Leseprobe  

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Jahre voller Jazz, Ginfizz und Falstaff
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
John Glasscos leidenschaftliche, farbenprächtige und stimmungsvolle Liebeserklärung an Paris, die 1920er Jahre und die Literatur.

Leseprobe



Nicht ohne meine Mutter
Roland Barthes »Tagebuch der Trauer«

Artikel lesen
»Nein, Barthes ist nicht überwältigt von Trauer; vielmehr ist er selbst diese Trauer, die den Schutzpanzer der Theorie von sich geworfen hat.«
Leseprobe



»...wir leben in einer großen Zeit.«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Über den großartigsten Briefwechsel, der je zwischen einem Verleger und dessen Autor geführt worden ist:
Der Thomas Bernhard – Siegfried Unseld, in dem in jeder Zeile alles auf dem Spiel steht. Leseprobe  Hörprobe

Narreteien & Fabulierlust in schwerer Zeit
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Der erste Band der ausgewählten Briefe von Albert Viogoleis The
len »Meine Heimat bin ich selbst« ist erschienen.


Ein publizistisches Chamäleon
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
»Sehr begabt und ziemlich wild« das war Sebastian Haffner ohne Zweifel.
Jürgen Peter Schmied hat nun die Biographie zu dem ebenso meinungsstarken wie wandlungsreichen zoon politikon vorgelegt. Leseprobe



Roald Amundsen – Legende, Hochstapler, Heimatloser
Von Dorothée Leidig
Artikel lesen
Die Amundsen-Biografie Tor Bomann-Larsens bringt den Menschen hinter dem Mythos zum Vorschein.
Leseprobe



Blätterwerk
Über die zum »Kriegstagebuch« erklärten Aufzeichnungen der jungen Ingeborg Bachmann und die Briefe von Jack Hamesh an dieselbe. Artikel lesen
Leseprobe




»Niemand hat das Recht zu gehorchen!«
Von Peter H. Gogolin
Artikel lesen
Irmtraud Wojak legt die Biographie des Generalstaatsanwalts und Hauptanklägers der Auschwitz-Prozesse Fritz Bauer vor.
»
Und wenn am Ende doch konstatiert werden konnte, dass Deutschland ein anderes Land geworden war, dann muss man hinzufügen, dass dies ohne Fritz Bauers unermüdlichen Kampf gegen die verdrängte Erinnerung der Deutschen nicht möglich gewesen wäre.« Leseprobe


Ein Jahrhundertgespräch
Eine große Sehnsucht nach vergleichbarer Kompetenz heutiger politischer Akteure überkommt (fast) jeden, der dieses Gespräch zwischen Fritz Stern und Helmut Schmidt hört oder liest. Artikel lesen
Leseprobe

Hörprobe


»Die ganze Welt ist Bühne,
Und alle Frau'n und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
Sein Leben lang spielt einer manche Rollen.«
 
(Wie es Euch gefällt)
.

                              

Shakespeare – der größte und erfolgreichste Betrug
Von Peter Gogolin
Kurt Kreiler argumentiert in seinem Buch »Der Mann, der Shakespeare erfand« überzeugend für die Autorschaft Edward de Veres, des 17. Earl of Oxford, an den Werken William Shakespeares.

»Die ganze Welt war mein Garten...«
Über die ausgewählten Briefe der Martha Gellhorn, erschienen by Dörlemann, Zürich
»Ihre Briefe sind auch Zeugnisse eines lebenslangen Bemühens um eine Vergewisserung ihrer selbst, schmerzhaft, dramatisch und konsequent. Das Briefeschreiben ist für sie auch ein tauglicher Prozeß des Suchens, der Selbstreinigung und -findung. Sie schreibt sich ihre Verletzungen und Zweifel von der Seele.«


Preis der Leipziger Buchmesse:
Führer des echten und wirklichen Deutschlands
Rudolf Maresch über Ulrich Raulffs Analyse der Nachleben von Stefan George »Kreis ohne Meister«, die auf beeindruckende Weise zeigt, welche »Strahlungen« von den »Georgianischen Chorälen« auf die Bildungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland ausgegangen ist. Leseprobe
 

Meine Jahre mit Willy Brandt
Lothar Struck
über die uneitlen Erinnerungen des Persönlichen Referenten von Willy Brandt im Kanzleramt, Reinhard Wilke.
Artikel lesen




Mutmaßungen über Samuel
Barbara Hoffmeisters fragwürdiger Versuch, das Leben des Verlegers Samuel Fischer zu beschreiben.
»S. Fischer, der Verleger, 1859-1934«
»...
immer wieder geht dieser affektierte Sarkasmus mit Hoffmeister durch. Etwa wenn Gerhart (S. Fischers Sohn) mit 19 Jahren an einer rätselhaften Krankheit binnen weniger Tage stirbt und dies schmissig mit dem Geburtstag der Mutter in Verbindung gebracht wird: …und wie um die Mutter zu schonen, starb das Sorgenkind fünf Minuten nach Mitternacht

Eine Übung in Demut
Gregor Keuschnig war mit Tariq Ramadans Darstellung der Lebensgeschichte Muhammads Auf den Spuren des Propheten
»
Wir scheinen zu glauben, dass es ausreicht, die Techniken der Ausübung von Religion (Gebete, Pilgerreisen) zu erlernen, um ihre Bedeutung und ihren Zweck zu begreifen und zu verstehen. Dieser Irrglaube hat schwerwiegende Konsequenzen, denn er führt dazu, dass die religiöse Lehre ihre spirituelle Substanz verliert, welche doch das Allerwichtigste an ihr ist.« Leseprobe


Das Leben der Anderen schreiben -
das Leben anders lesen.

Christian Kleins Metzler Handbuch Biographie erforscht das populäre Genre gründlich und bietet Hilfestellung zur Eigenproduktion.
»Die Faszinationskraft der Biographik befeuert auch noch dieses Handbuch: beide Male geht es um nichts weniger als ‚das Leben‘. Das fesselt nun einmal; sei es im Modus empathischer Anteilnahme, sei es im Modus methodischer Reflexion auf seine Formierungs- und  Darstellungsweisen.«



Zum Tod von Claude Lévi-Strauss
Zwischen Kannibalismus und Kantianismus
Von Goedart Palm
»... Ob daher der Strukturalismus humanistisch ist oder nicht, mag angesichts der Absicht von Lévi-Strauss, die Anthropologie in eine 'Entropologie', eine Wissenschaft von den soziokulturellen Desintegrations- und Zerfallsprozessen zu verwandeln, Stoff für endlose
Räsonnements liefern. Gegenüber diversen gegenwärtigen Fortschrittsnaivitäten liefert dieses Konzept aber weiterhin zahlreiche Anregungen, hier bei unseren zivilisierten Wilden nach der Auflösung sozialer Ordnungen und ehedem approbierter Formen des Zusammenlebens zu fragen.«


Glanz und Elend der künstlichen Paradiese
Nur selten hat ein Schriftsteller mit solcher Nüchternheit, leidenschaftslos und souverän über den Rausch geschrieben wie Ernst Jünger zwischen 1968 und 1970 in seinem Buch Annäherungen.
»Der Rausch« heißt es dort, »bleibt eine der Stationen auf dem Weg zum Nullpunkt, eine flüchtige Herberge, ein buntes Zelt, das für eine einzige Nacht aufgeschlagen wird. (…) Der Nullpunkt ist auch Gefrierpunkt, und obwohl die Atome ihr Gewicht behalten, ändert sich ihre Anordnung.« Von Jürgen Nielsen-Sikora


»Unaufhörlich Marrons glacés«
Auf der Suche nach dem wahren Leben Marcel Prousts
Goedart Palm über Jean-Yves Tadiés Proust Biographie
»Von einem gewissen Alter an sind unsere Erinnerungen derart miteinander verwoben, dass die Sache, die man im Sinn hat, oder das Buch, das man liest, ganz dahinter verschwindet. Überall hat man etwas von sich ausgestreut, alles ist ergiebig, alles birgt Gefahren in sich, und ebenso kostbare Entdeckungen wie in Pascals Pensées kann man in einer Seifenreklame machen   


Genug für sieben Leben
Über Franziska Augsteins Versuch einer Biographie, die das Porträt eines Jahrhundertlebens geworden ist.
 »Von Treue und Verrat. Jorge Semprún und sein Jahrhundert«
»In Zeiten des Krieges tut man sich schwer, Ideen zu studieren, wenn die Einsicht in die Notwendigkeit ruft.«
Leseprobe    
Hörprobe

Handkes mythischer Mikrokosmos
Lothar Struck über Fabjan Hafners Nachspürungen
»Peter Handke – Unterwegs ins Neunte Land«

Fabjan Hafner hat sich – aller Divergenzen zum Trotz - mit diesem überaus detailreichen Buch als profunder Kenner des Werkes von Peter Handke erwiesen. Er vermeidet ermüdendes Germanistenjargon, in dem er streng am "Text" bleibt. Hafner animiert, Handke wieder zu lesen und in seinen Romanen und Erzählungen neue Facetten zu entdecken. Hierfür muss man ihm danken.

Unzumutbare Wahrheit
Rolf Löchel über Ingeborg Bachmanns Briefwechsel mit Paul Celan
Herzzeit. Briefwechsel.
»Lange war der Briefwechsel zwischen den beiden wohl bedeutendsten deutschsprachigen NachkriegslyrikerInnen, die mit ihren Gedichten je auf ihre Weise ein berühmtes Diktum Theodor W. Adornos widerlegten, unzugänglich und es schien keinerlei begründete Hoffnung zu bestehen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern werde.«


Zwei Jahrhundertmenschen
Gustav Seibt über Goethes Begegnungen mit Napoleon
Selten wird Geschichte so unverstaubt und lebendig erzählt wie in diesem kulturhistorischen Kabinettstück in der Tradition eines Sebastian Haffner. Von Ursula Homann
Leseprobe


Der unterschätzte Monarch
Michael Knoll über Johannes Willms streitbare Biographie über Frankreichs letzten Kaiser Napoleon III.
»Es sind die Aspekte der Regierungsführung wie des gesellschaftlich-wirtschaftlichen Aufbruchs, die Napoleon, gerade im Vergleich mit seinem Gegenspieler Bismarck, so modern erscheinen lassen.
«
Die Neubewertung und die Anerkennung der Modernisierungsleistungen Napoleons für die französische Gesellschaft und Wirtschaft standen seit langem aus.

Mementi Mori
Michael Knoll zu den Aphorismen von Jules Barbey d’Aurevilly »Feinheit des Geistes rührt von Niedertracht«
»Geistvolle Feinheiten, bitterböse Polemiken, beißender Spott… Ein Buch zum Blättern, zum Verweilen, zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Freuen und zum verständnislosen Kopfschütteln. Kompliment dem Berliner Verlag Matthes & Seitz, der ein solches Buch in Zeiten zum Hang geistloser Bestseller publiziert.«
Hörprobe


Die Mücke auf dem Grashalm
Rolf Löchel über den fünften Band der Virginia-Woolf-Tagebuchausgabe (1936-1941), der die deutsche Übersetzung komplettiert.
Dass der Ton dieses letzten Tagebuchbandes über weite Strecken noch düsterer klingt als derjenige der vier vorangegangenen, dürfte nicht nur Woolfs zu Depressionen neigender Mentalität und ihren klinischen Schüben anzulasten sein, sondern vor allem den selbst mit dem Begriff düster nur unzulänglich umschriebenen Zeitumständen. 

Kaventsmann
»Man kann, nein, man muß Hartmut Binders Lebenschronik  in Bildern über »Kafkas Welt«, als das gelungene Resultat einer Lebensarbeit würdigen, die Kafkas zu Lebzeiten unerfüllt gebliebenen Wunsch »daß sich aus den Stückchen ein Ganzes zusammensetzen« möge, nun endlich auf wunderbarste Weise erfüllt hat.«

»Elend macht einen der Unernst«
Über den Briefwechsel zwischen Peter Handke und Alfred Kolleritsch »Schönheit ist die erste Bürgerpflicht«
»So ist dieser Briefwechsel zwischen Alfred Kolleritsch (geboren 1931) und dem elf Jahre jüngeren Handke zusätzlich ein Dokument einer schwindenden Kulturtechnik – einer Kulturtechnik des Wortes, der Nuance, der Albernheit, der Ernsthaftigkeit, der Schwermut (und auch des Nachschauens im Briefkasten ob der sehnsuchtsvoll erwarteten Antwort.«

Fahrtenbücher eines Kapitäns zur See und zur Seele
Joseph Conrads 150. Geburtstag bescherte uns neue Biographien und Neuübersetzungen seiner wichtigsten Novellen. Bernd Blaschke hat sie gelesen und kommentiert.
»Seine Darstellung elementarer Gefühle und der Hang zum Kult ums primitive Leben, welche die Situationen auf See mit sich bringen, machten Conrad zu einem Existenzialisten avant la lettre. Die Condition humaine verdüstert sich im Werk dieses Spätviktorianers und nähert sich der Moral des Camusschen’ Sisyphos, der seine vergeblichen Mühen tapfer, ja glücklich erträgt.«

 

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Lenin – ein Fanatiker und Putschist, ein Visionär und Held? Wolfgang Ruge geht in dieser politischen Biografie dem Phänomen Lenin nach, zeigt ihn in seiner Widersprüchlichkeit und trifft damit nicht nur die persönliche Tragik des Revolutionärs, sondern die Tragik der sozialen Revolution überhaupt.

Matthes & Seitz Berlin


Walter Benjamin:
der Denker zwischen Saturn und Mickey Mouse
Jean-Michel Palmiers monumentale Studie zu Artikel lesen
Von Goedart Palm

»
Bei Benjamin gelten Denkbewegungen und Details mehr als das Ergebnis, das nicht darin bestehen kann, sich einen ideologisch gefestigten Zugang zur Geschichte zu schaffen. Vieles wurde von Walter Benjamin »angedacht« und – schon im Blick auf die höchst wechselvollen und schließlich katastrophalen Lebensumstände - nicht so entfaltet, wie es ihm selbst angelegen gewesen ist. Insofern hat Jean-Michel Palmier mehr als einen unvollendeten Versuch zurückgelassen, es ist ein notwendiges Werk der Aufklärung über die trotz vieler Interpretationen weiterhin provozierende Verschlungenheit der Benjaminschen Motive.« Leseprobe

Der Kampf um die Armbinde
Walter Benjamins allegorische Wissenschaft
»Der Intellektuelle ist der geborene Feind des Kleinbürgertums, weil er es ständig in sich selbst überwinden muß.« Von Friedhelm Lövenich

Walter Benjamin
und die europäische Moderne

Eine Einführung in sein Denken Artikel lesen
Von Jürgen Nielsen-Sikora

Im Suhrkamp Verlag hat die auf 21 Bände angelegte historisch-kritische Edition der Werke Walter Benjamins begonnen. Leseprobe


»Ja, Peter Handke ist ein Romantiker. Immer noch.«
Lothar Struck über
»Peter Handke Freiheit des Schreibens – Ordnung der Schrift«
das als Profile Band 16 herausgegeben von Klaus Kastberger erschienen ist.
»
Aktualität und Realismus manifestieren sich nicht in der "Geschichte" oder Handlung, sondern in der Sprache und im Erzählen. Das heißt: Erkenntnis der Wirklichkeit kommt nicht vom Erfassen der Dinge (der Natur, der Außenwelt) selbst, sondern im Gewahrwerden der jeweils eigenen (subjektiven) Erfahrung der Dinge im objektiven Medium der Sprache.« (Katharina Pektor)

kafka ist anfang ohne ende
René Becher über Reiner Stachs Kafka-Biographie
»Die Jahre der Erkenntnis«
»Seine monumentale Biographie dürfte für sehr lange Zeit die letzte gewesen sein. Und: Kafka bleibt uns allen ein Rätsel. Jetzt und in alle Ewigkeit. Danke.«

K wie Klaustrophilie
Ein Essay über Kafkas Schreiben
von René Becher

 


Glanz & Elend
- Magazin für Literatur und Zeitkritik

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