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Oper & Schauspiel

Impressum | Mediadaten | Last update: 05.03.2017, 13:04

 

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Aktuelle Inszenierungen:

Oper Basel:



Die Tote Stadt
(
Oper in drei Bildern von Erich Wolfgang Korngold. Libretto von Paul Schott frei nach dem Roman «Bruges-la-Morte» von Georges Rodenbach)
Eine mitreißende Inszenierung von
Simon Stone, dessen Inszenierungen von «Engel in Amerika» und «John Gabriel Borkman» bereits am Theater Basel zu sehen waren.
Die Oper basiert auf dem Roman «Das tote Brügge» von Georges Rodenbach, einem der Schlüsselwerke des französischen Symbolismus. Erich Wolfgang Korngold und sein Librettist Paul Schott (alias Julius Korngold, der Vater des Komponisten) nehmen an der Geschichte jedoch gravierende Änderungen vor, die der Oper ein Happy End und der Hauptfigur Paul somit die Kraft verleihen, aufgrund eines kathartischen Traums sein Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen und ins Leben zurückzukehren.
Dem erst 23-jährigen Korngold gelang mit «Die tote Stadt» ein Sensationserfolg: Nach ihrer gleichzeitigen Uraufführung 1920 in Hamburg und Köln wurde die Oper in den Folgejahren weltweit auf etwa achtzig Bühnen nachgespielt. Mitte der 1930er-Jahre musste Korngold vor den Nationalsozialisten ins amerikanische Exil flüchten. Dort wurde er zu einem der einflussreichsten Komponisten Hollywoods und «Gründervater» der sinfonischen Filmmusik.
Die musikalische Leitung der Produktion liegt beim Musikdirektor des Theater Basel Erik Nielsen, der eine grosse Vorliebe für die Klangwelten des frühen 20. Jahrhunderts hat.

Oper Frankfurt:




Martha oder der Markt zu Richmond

(
Romantisch-komische Oper in vier Akten, vonFriedrich von Flotow 1812-1883, Text von W. Friedrich nach einem Ballett von Jules-Henri Vernoy des Saint-Georges) Mit Übertiteln
Für Richard Wagner war der mecklenburgische Freiherr von Flotow der Inbegriff eines naiven und deshalb frohgemuten Tonkünstlers, der kaum etwas anderes im Sinn hatte, als dem Publikum einige vergnügliche Augenblicke zu verschaffen: »Ich wollte, ich wäre so ein Genie wie Herr von Flotow – schriebe Opern wie Martha, und thäte so, was – ich eben nicht kann!«
Nur ein Jahrzehnt nach der Wiener Uraufführung am k.k. Hofoperntheater avancierte Martha zum Lieblingsstück des deutschen Publikums. »O, lass’ mich in Wonneersterbungshinsinkung vergeh’n!«, parodierte bissig Johann Nestroy dessen kollektive Entflammtheit für die nach einer barocken Ballettvorlage geschaffene komische Oper. Sogar in Revolutionszeiten füllten sich die Theatersäle, wenn das Stück auf dem Spielplan stand; und auch später noch, wenn Caruso Lyonels berühmte Arie »Martha, Martha, du entschwandest, und mein Glück nahmst du mit dir« sang, soll die Damenwelt in Tränen ausgebrochen sein.
Die Handlung dieser mit eingängigen Melodien nicht geizenden Verwechslungskomödie erzählt die Geschichte der Lady Harriet Durham und ihrer Freundin Nancy, die ein recht abwechslungsarmes Leben führen, bis sie einer grandiosen Idee verfallen. Die beiden Damen verkleiden sich, geben sich als die Dienstmägde Martha und Julia aus und wandern zum Gesindemarkt nach Richmond. Dort lassen sie sich von den Pächtern Lyonel und Plumkett für Haus- und Hofarbeit anwerben und folgen den Herren auf deren Anwesen, wo sich schon bald offenbart, dass die selbsternannten Mägde zu dergleichen Tätigkeiten absolut untauglich sind. Noch in derselben Nacht suchen sie das Weite. Bald darauf aber sehen sie die beiden Herren wieder – nunmehr freilich unverkleidet. Das erwartete Happy End stellt sich nach allerlei Irrungen und Wirrungen fröhlich ein.

Premiere:
Weisse Rose


© Paul Leclaire
Musik von Udo Zimmermann (*1943)Szenen für 2 Sänger und 15 Instrumentalisten nach Texten von Wolfgang Willaschek
Eine Oper auf Grundlage geschichtlicher Fakten: Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl, 24 und 21 Jahre alt, aufgrund ihrer Aktivitäten im Rahmen der Widerstandsgruppe »Weiße Rose« in München mit dem Fallbeil hingerichtet. Sie hatten in der Uni München Flugblätter antifaschistischen Inhalts verteilt und waren von Zeugen bei der Gestapo angezeigt worden.
In Udo Zimmermanns Szenen für zwei Sänger und 15 Instrumentalisten erlebt man Bruder und Schwester in der Stunde vor ihrer Hinrichtung. Sie vergegenwärtigen sich die Geschehnisse und die Gründe ihres Handelns. Momente der Angst wechseln mit solchen des Sich-Wieder-Fassens, die Grenzen zwischen Realem und Visionärem verschwimmen. Über allem steht die zeitlos brennende Frage: »Wann beginnt Faschismus?« Nicht erst bei der aktiven Teilnahme, sondern bereits beim Wegschauen. Der Librettist Wolfgang Willaschek griff auf Briefe und Tagebuchaufzeichnungen, aber auch auf Bibelverse und eigene Texte zurück.
Seit ihrer begeistert aufgenommenen Uraufführung, 1986 in Hamburg im Rahmen der »Opera stabile«, hat Udo Zimmermanns Oper weltweit zahlreiche Aufführungen erlebt. An der Oper Köln stellt sich mit Niki Ellinidou und ihrer Ausstatterin Nefeli Myrtidi ein junges Produktionsteam vor, das mit seinem Konzept für »Weiße Rose« den Europäischen Opernregiepreis 2015 gewann, zu dessen Juroren auch Intendantin Birgit Meyer zählte.

Termine: Premiere am 22. Oktober | 19:30 Uhr | StaatenHaus Saal 327. Okt. 11:30, StaatenHaus Saal
28. Okt. 11:30, StaatenHaus Saal
01. Nov., 18:00, StaatenHaus Saal
05. Nov, 19:30, StaatenHaus Saal
09. Nov, 11:30, StaatenHaus Saal



Schauspiel Frankfurt:

»Weh! Wehe!
Ihr Verrückten!«

Von Herbert Debes
Text lesen
Ulrich Rasches Doppelinszenierung
»7 gegen Theben/ Antigone«
»Die Schlacht um Theben zaubert Rasche als ein interdisziplinäres Raum- Sprach- und Klangtheater auf die Bühne des Bockenheimer Depots.«

Zerfall einer Familie
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Mit Tracy Letts Stück »August. Osage County« dem man hierzulande den phantasielosen Titel »Eine Familie« verpaßt hat, schenkt Oliver Reese dem Frankfurter Publikum einen großen Theaterabend.



»Komm, sag Ja, Schnecke!«
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Daniel Foersters lustvoller »Totentanz« am Frankfurter Schauspiel transformiert Strindberg in die Gegenwart.
»Die dramaturgisch geniale Idee, Judith (Alexandra Lukas), die Tochter des Paares, die ursprünglich erst im kaum gespielten 2. Teil des Stücks vorkommt, als Metaebene mit auf die Bühne zu bringen, verleiht dem Stück eine neue Dimension.«

Büchnerbühne Riedstadt:

 

Wenn es Rosen sind werden sie blühen
(
von Christian Suhr – frei nach dem Roman von Kasimir Edschmid „Georg Büchner – eine deutsche Revolution")
Die Geschichte erzählt den tragisch gescheiterten Anlauf zu einer radikalen Erneuerung Deutschlands im absolutistischen Polizeistaat Hessen. In der Gegenüberstellung des Dichters und Mediziners Georg Büchner und dem protestantischen Theologen Ludwig Weidig wird daran erinnert, daß Deutschland eine wirkliche Widerstandstradition mutiger Einzelgänger hat.
Ausgangspunkt ist die »Hessische Verschwörung« von 1834, deren Manifest, Der Hessische Landbote - verfaßt von Georg Büchner, redigiert von Ludwig Weidig -, zu den einflußreichsten Dokumenten der Weltliteratur gehört.
Verfolgung, Exil und Resistance, Flucht und Folter, politische Justiz und Geheimpolizei: Mächte und Schicksale, die auch das 21. Jahrhundert prägen, erscheinen bereits auf der Bühne des kleinen, zurückgebliebenen Feudalstaates der Ära Metternich.
Mitten in der idyllischen Zeit des Biedermeier erklingt hier der Kampfruf: »Friede den Hütten! Krieg den Palästen!« – Doch beim Volk bleibt er noch lange ungehört …

Hamlet - Die Zeit ist aus den Fugen

Sein oder Nichtsein
Je suis Hamlet
Unser Drama findet statt
Ob wir es spielen oder nicht
Die Horden aus dem Osten bleiben aus
Nur Wölfe aus dem Morgenland
Wer rächt hier wen ist keine Frage
Du weißt die Armen brauchen uns
Zum Überleben oder Gott zum Sterben
Und wir zum Dasein einen Grund
Und Urlaubsstrände zum Vergessen
Mit Aussicht auf die Massengräber Afrikas
So macht Bewußtsein Feige aus uns allen

War das nicht unser höchstes Gut
Ich denke also bist du nicht

Im Krieg bleibt keiner der er war
Die Freiheit sirbt zuerst was soll
Das Warten auf das Ende
Wer früher stirbt ist länger tot
Im Mausoleum der Vernunft
In den Ruinen der Erinnerung
Geht das Gespenst Europa um
Herz Muskel Kopf Maschine
Und findet keinen Scho?

Und endlich hat Orphelia Ruh



 

Spielpläne:

Basel:

Oper
Schauspiel

Berlin:
Berliner Ensemble
Maxim-Gorki-Theater
Deutsches Theater
Schaubühne
Volksbühne
Deutsche Oper
Staatsoper im Schillertheater
Komische Oper

Bochum:
Schauspielhaus

Frankfurt:
Schauspiel
Oper

Freiburg:
Theater Freiburg

Hamburg:
Thalia Theater

Köln:
Schauspiel
Oper

München:
Münchner Kammerspiele
Residenztheater
Bayerische Staatsoper
Münchner Volkstheater

Weimar:
Deutsches Nationaltheater

Wien:
Burgtheater

Zürich:
Schauspielhaus


Freie Bühnen:
BüchnerBühne


 


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