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Glanz@Elend
Magazin für Literatur und
Zeitkritik
©
by Herbert Debes & Kurt Otterbacher
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Klassiker-Archiv |
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Peter
Brook im Vorwort zu Jan Kotts
Shakespeare
heute
»Der Dichter hat die Füße im Schlamm,
den Blick in den Sternen
und einen Dolch in der Hand.«
Harolf Bloom - Shakespeare
Die
Erfindung des Menschlichen
»Ich habe mich mit allen meinen Kräften bemüht, über
Shakespeare zu sprechen und nicht über mich selbst, aber seine Dramen
sind größer und mächtiger als mein Bewusstsein, und sie lesen mich
besser als ich sie.«
Loc. Cit.
Textstellen
& Zitate aus den Stücken
William Shakespeare
»Es ist Fluch der Zeit,
daß Tolle Blinde führen.« König Lear |
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Immanuel Kant
Beantwortung der Frage:
Was ist Aufklärung?
Aufklärung
ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines
anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache
derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des
Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude!
Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der
Aufklärung.
Johann
Wolfgang Goethe
Die Leiden des jungen
Werther
Hamburger Ausgabe, Band 6
»Wie froh bin ich, daß ich weg bin! Bester Freund, was ist das Herz des
Menschen! Dich zu verlassen, den ich so liebe, von dem ich unzertrennlich war,
und froh zu sein!«
Faust I |
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Adolph Franz Friedrich Freiherr von Knigge
Über den Umgang mit Menschen
Jeder
Mensch gilt in dieser Welt nur so viel, als wozu er sich selbst macht. Das ist
ein goldener Spruch, ein reiches Thema zu einem Folianten über den esprit de
conduite und über die Mittel, in der Welt seinen Zweck zu erlangen; ein Satz,
dessen Wahrheit auf die Erfahrung aller Zeitalter gestützt ist.
Über
den Umgang mit sich selbst
Die
Pflichten gegen uns selbst sind die wichtigsten und ersten, und also der Umgang
mit unsrer eigenen Person gewiß weder der unnützeste noch uninteressanteste.
Es ist daher nicht zu verzeihn, wenn man sich immer unter andern Menschen
umhertreibt, über den Umgang mit Menschen seine eigene Gesellschaft vernachlässigt,
gleichsam vor sich selber zu fliehn scheint, sein eigenes Ich nicht kultiviert
und sich doch stets um fremde Händel bekümmert. |
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Johann
Peter Eckermann
Gespräche
mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens
»Die Deutschen sind übrigens wunderliche Leute! – Sie machen sich
durch ihre tiefen Gedanken und Ideen, die sie überall suchen und überall
hineinlegen, das Leben schwerer als billig. – Ei! So habt doch endlich
einmal die Courage, Euch den Eindrücken hinzugeben, Euch ergötzen zu
lassen, Euch rühren zu lassen, Euch erheben zu lassen, ja Euch belehren
zu lassen und zu etwas Großem entflammen und ermutigen zu lassen; aber
denkt nur nicht immer, es wäre alles eitel, wenn es nicht irgend
abstrakter Gedanke und Idee wäre!« |
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Georg
Büchner
»Dieser
Büchner war ein toller Hund. Nach 23 oder 24 Jahren verzichtete er auf weitere Existenz und starb. Es scheint, die
Sache
war ihm zu dumm.«
Alfred
Döblin
Dantons Tod
»Wir wissen wenig voneinander. Wir sind Dickhäuter, wir strecken die
Hände nacheinander aus, aber es ist vergebliche Mühe, wir reiben nur das grobe
Leder aneinander ab - wir sind sehr einsam.«
Der
Hessische Landbote
Erste Botschaft
[Juli-Fassung]
Darmstadt, im Juli 1834 |
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Karl
Marx Friedrich Engels
Die soziale Revolution
Die Moral des Kapitals liegt begraben in der Logik seines Kreislaufs.
Marx & Engels
in Zitaten:
Zur Kritik der Hegelschen
Rechtsphilosophie.
»Deutsch-Französische Jahrbücher«, Paris 1844
Ökonomisch-philosophische Manuskripte
aus dem Jahr 1844
Die heilige Familie oder Kritik der kritischen
Kritik
Gegen Bruno Bauer und Konsorten, 1845
Die deutsche Ideologie
Kritik der neuesten deutschen Philosophie in ihren Repräsentanten
Feuerbach, B. Bauer und Stirner und des deutschen Sozialismus in seinen
verschiedenen Propheten 1845-1846
Das Elend der Philosophie,
1846/1847
Antwort auf Proudhons »Philosophie des Elends«
Der achtzehnte Brumaire des Louis Napoleon
Geschrieben Dezember 1851 bis März 1852
Das Kapital.
Erster Band
Kritik der politischen Ökonomie, 1867
Manifest der Kommunistischen Partei
Deutsche Ausgabe 1872
Karl Marx - Friedrich Engels
Artikel und Korrespondenzen
1842-1883 |
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Friedrich
Nietzsche
Jenseits von Gut und Böse
»Der
Reiz der Erkenntniss wäre gering, wenn nicht auf dem Wege zu ihr so
viel Scham zu überwinden
wäre.«
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Stéphane
Mallarmé
Prosagedicht:
Eine
abgebrochene Schaustellung
»Wie weit entfernt ist die Zivilisation, ihrer Entwicklungsstufe
angemessene Unterhaltungen zu bieten!«
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Franz Kafka
»Vom wahren Gegner fährt grenzenloser
Mut in Dich.«
Seine Hoffnung »daß sich aus den Stückchen ein Ganzes zusammensetzen
wird, irgendeine Berufungsinstanz, an deren Brust ich werde schlagen können,
wenn ich in Not bin«, hat in seinen Texten überlebt, die uns heute zu
jener Instanz geworden sind, die er selbst zu Lebzeiten so schmerzlich
vermißt hat. |
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Arthur
Schnitzler
Die innere Stimme
»Der
Einakterzyklus sitzt tief in meinem Wesen. Statt fest aneinandergefügte Ringe
einer Kette stellen meine einzelnen Akte an einer Schnur aufgereihte Steine vor,
am gleichen Bande nachbarlich angeschlossen.«
Leutnant Gustl |
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Georg Simmel
Die Großstädte und das Geistesleben
Die tiefsten
Probleme des modernen Lebens quellen aus dem Anspruch des Individuums,
die Selbständigkeit und Eigenart seines Daseins gegen die Übermächte der
Gesellschaft, des geschichtlich Ererbten, der äußerlichen Kultur und
Technik des Lebens zu bewahren - die letzterreichte Umgestaltung des
Kampfes mit der Natur, den der primitive Mensch um seine leibliche
Existenz zu führen hat.
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Erich Mühsam
Appell an den Geist
»Der Kampf aller gegen alle
ist kein Ringen um den Preis der Schönheit, der inneren Freiheit, der Kultur, –
sondern eine groteske Balgerei um die größte Kartoffel.« |
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