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Marina
Lewycka
Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch
Roman
dtv premium
Übersetzt von Elfie Hartenstein
360 Seiten
Deutsche Erstausgabe
ISBN 3-423-24557-3
Euro 14,00
Als Nadias verwitweter Vater ihr mitteilt, dass er wieder heiraten will,
löst er eine gewaltige Familienkrise aus. Sein neuer Schatz ist eine
üppige Blondine, aus der Ukraine wie er auch, mit einer Vorliebe für grüne
Satinunterwäsche, Fertiggerichte und hochtechnisierte Kücheneinrichtungen.
Nadia ist sofort klar, daß diese Frau vor nichts haltmachen wird, um ihre
ehrgeizigen Träume zu verwirklichen …
Doch etwas Gutes hat die Angelegenheit: Nadia und ihre Schwester Vera
sprechen seit Jahren das erste Mal wieder miteinander, verbunden durch das
gemeinsame Ziel: ihr Vater muss aus den Klauen der Glücksritterin gerettet
werden! Doch auch der alte Mann arbeitet zielstrebig an der Erfüllung
seiner Träume. Unter anderem schreibt er an einer ›Geschichte des Traktors
auf Ukrainisch‹, die nicht weniger als die Geschichte der
industrialisierten Welt behandelt …
Pressestimmen:
»Unerhört komisch. Die Autorin erforscht die Probleme, die
andere osteuropäische Emigranten in England oft fürchten, mit denen sie
sich aber selten auseinandersetzen. Die Dialoge zwischen gebildeten
Menschen, denen eine gemeinsame Sprache fehlt, sind ein Fest.« The
Economist
»Dieser wunderschöne Roman weckt in uns den Glauben, dass, wenn die Welt
doch nur von erwachsenen Menschen regiert würde, die Panzer genauso leicht
in Traktoren zurückverwandelt werden könnten.« Penny Perrick in der
›Sunday Times‹
»Weit mehr als nur ein witziges Buch mit politischen Untertönen durch die
Art und Weise, wie hier die spezielle Aura des osteuropäischen
Immigrantenlebens, in den Nachkriegsjahren und später, eingefangen ist.«
Christa Koning in der ›Times‹
»Was zu Beginn wie eine leichtherzige Komödie mit schablonenhaften Figuren
– seniler alter Mann, berechnende junge Frau, überbeschützerische Töchter
– wirkt, entwickelt sich zu einer dunkleren und fein nuancierten
Geschichte. Das Ende ist ein kleines Wunder. Die fiktive Realität
transzendiert sowohl Tragödie als auch Farce, und Leser und Erzählerin
entdecken, dass Valentina kein stereotyper habgieriger Vamp ist, Nikolai
nicht der tatterige alte Tropf, für den ihn seine Töchter halten – und
Vera und Nadezhda können das, was unverzeihlich schien, verzeihen. Erst
die flauschige rosa Granate Valentina bringt sie in gegenseitigem
Verständnis und Akzeptanz zusammen.« Michele A. Berdy in der ›Moscow
Times‹
»Ein wunderbar kluges Buch. Und die Moral von der Geschichte: Jede
Dummheit bedarf der Freiheit, sie zu begehen.« Die Welt
»Auch dies ist ein Roman vom Zwiebelhäuten, eine zögernde,
teilweise ungewollte und doch mit störrischer Beharrlichkeit
vorangetriebene Erkundung der schmerzvollen Vergangenheit von Weltkrieg
und Vertreibung [...], dazu aber - und dies ist das wahrhaft Wunderbare an
diesem erstaunlichen Buch - von kalkulierter Komik und durchtriebener
Ironie.« Frankfurter Allgemeine
»Lewyckas Roman kommt leicht und unterhaltsam daher, ist aber auch eine
anrührende Geschichte über die Mühsal des Alterns und eine bewegende
Beschreibung des Schicksals der Opfer von Diktaturen und Kriegen.« Spiegel
Special Buchmesse
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