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Pál
Závada
Das Kissen der
Jadwiga
Roman
Aus dem Ungarischen von Ernö Zeltner
Luchterhand Literaturverlag
Gebundenes Buch, 464 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN-10: 3-630-87226-3
ISBN-13: 978-3-630-87226-1
€ 21,95 [D] / SFr 38,60
Die literarische Überraschung aus Ungarn: der Roman einer abgründigen
Liebe – ausgezeichnet mit dem Sándor-Márai- Preis.
Dieser Roman war in Ungarn eine literarische Sensation und mit weit über
100 000 verkauften Büchern ein Bestseller über viele Monate hinweg.
Erzählt wird die Geschichte eines Paares, das sich ein Leben lang nicht
findet, aber auch nicht voneinander los kommt. In „Das Kissen der
Jadwiga“, das über zwei Generationen vom Ersten Weltkrieg bis in die
achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts spielt, nimmt Závada eine Liebe
und mit ihr eine ganze Epoche in Augenschein. Mit diesem vielstimmigen,
kunstvollen und kraftvoll geschriebenen Roman zählt Pál Závada neben
Imre Kertész und Péter Esterházy zu den bedeutendsten Autoren der
Gegenwart.
1915, am Vorabend seiner Heirat, beginnt der Gutsbesitzer Ondris ein
Tagebuch zu führen. »Inständig muss ich dem Herrgott danken, dass ich
diesen Tag erlebe« – notiert er, doch Dankbarkeit und Freude verfliegen
in den ersten Monaten seiner Ehe mit Jadwiga rasch. Denn sie verweigert
sich ihm in den Nächten und hüllt sich in Schweigen, in eine Aura des
Geheimnisvollen und undurchschaubar Herrischen.
Schon als Ondris Jadwiga kennen lernte, hatte er das Gefühl, er könne
ihr niemals genügen. Dennoch warb er um Jadwiga und forderte damit sein
Glück heraus. Jadwiga ließ sich zwar auf ihn ein, hatte aber immer einen
Liebhaber. Und eigentlich hätte Ondris nicht nur auf seinen
Konkurrenten, diesen in Liebesdingen flatterhaften Rechtsanwalt,
eifersüchtig sein müssen, sondern auch auf den eigenen Vater …
Pál Závada hat einen raffiniert komponierten Liebesroman geschrieben. Im
Wechsel erzählt er aus der Perspektive des Mannes und der Frau von der
leidenschaftlichen und tragisch verlaufenden Liebe zwischen diesem
höchst ungleichen Paar. Die Geschichte ihrer abgründigen und
unauflösbaren Liebesverstrickungen ist dabei zugleich eine versteckt
erzählte Parabel auf die Möglichkeit oder Unmöglichkeit des
Zusammenlebens verschiedener Kulturen. Denn Ondris ist slowakischer
Herkunft, Jadwiga hat eine ungarische Mutter. Nicht zuletzt aber wird
mit diesem Roman, der über zwei Generationen hinweg vom Ersten Weltkrieg
bis in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts spielt, eine ganze
Epoche in Augenschein genommen. Das macht „Das Kissen der Jadwiga“ zu
großer Literatur und bestem epischem Lesestoff aus dem Herzen
Mitteleuropas.
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