»Das Gebilde ist flüchtig
und jedweder Deutung ausgesetzt.«

 
(Gert Neumann, aus den »Übungen jenseits der Möglichkeit«)
 

Das Gebilde ist flüchtig und jedweder Deutung ausgesetzt. Es ist  schwierig, über es zu sprechen-, sei es, weil eine Sprache dämmert, in der die Landschaften, die letztlich die Schriftsteller schreiben, als verbale, einsame, Errungenschaften erstarren: während ein stummes Sanskrit in die Wasser aus Gegenwarten schreibt, und das, schwindende, Lächeln der Antworten Figuren zeichnet, in denen sich die Gewißheit, zu der die Form gerann, in neues Schweigen verwandeln kann-, oder, sei es, weil die Schwierigkeiten, zu sprechen, gedeutet worden sind in bestimmten Floskeln, die gesprochen wer- den, um die Nachrichten der wie auch immer notwendigen Schweigen töten zu können: „Gut, gut: Sprachlosigkeit wird demonstriert, aber ... nicht wahr ... muß heute ein Text übersetzbar sein!“ Das Schwierige am Sprechen ist die Liebe, und es ist wertvoller, durch die geschlossenen Finger der vor die Augen gehaltenen Hand zu sehen, als den Deutungen, die in den Erscheinungen leben, zu verfallen ...

 

 
 

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