Glanz&Elend Literatur und Zeitkritik

 

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»Wörter pflastern seinen Weg.«
(In memoriam Wolfgang Welts »Besprechung«
von Handkes »Langsame Heimkehr«, Marabo 12, 1979)


Wie die wilde Sau durchs Dorf wird die »Causa Handke«
weltweit durch die Feuilleton-Redaktionen getrieben.

184 internationale Pressestimmen zusammengestellt

von Herbert Debes & Heiko Rehfeldt

 

Spätestens seit Walter Benjamin wissen wir: »Der Kritiker ist Stratege im Literaturkampf« und Benjamin läd in seinen 13 Thesen zur Technik des Kritikers sogleich nach: »Immer muß »Sachlichkeit« dem Parteigeist geopfert werden, wenn die Sache es wert ist, um welche der Kampf geht.«
Hasserfüllte Tiraden, Verteidigungsreden, sogar manch kluge Kommentare, aber auch irrwitzige posts und leidenschaftliche statements schwirren durch das worldwideweb und arbeiten sich an der Causa Handke ab. Dabei läuft die tatsächliche Dimension des Geschehens Gefahr, in den Ereignissprachen der Medienmacher zu verschwinden. Wir haben über 30 Pressestimmen gefunden, die sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Entscheidung des Nobelpreiskomitees für Peter Handke befassen.

Suhrkamp Verlag
Detailed Response to the Nobel Prize Controversy

Peter Handke - Clarifications, materials and further sources related to an ongoing debate

DIE FURCHE
Kein Bewohner des Elfenbeinturms
Seit bekannt ist, dass Peter Handke den Nobelpreis erhält, wird viel diskutiert, oft ohne Fakten. Lothar Struck zeigt wichtige Spuren in Handkes Werk.

Kleine Zeitung

Drei Wege zum Verständnis von Peter Handkes Serbien-Texten
Peter Handkes Engagement für Jugoslawien ist nicht monokausal zu erklären. Es sind drei miteinander verknüpfte Elemente, die zu den Texten geführt haben, in denen Handke seine Sicht darlegt. Von Lothar Struck

Kleine Zeitung

Mit dieser Ambivalenz müssen wir jetzt alle leben

Aisthesis
Peter Handke und die kargen Lemuren: Jagoda Marinić, Saša Stanišić, Sophie Paßmann samt Stokowski Eine Polemik
Der Naschmarkt zu Wien, Donaukanal, Josefstadt und ein Handke-Nachschlag
»Die Methode Bremers besteht, neben den üblichen und bei ihr inzwischen notorischen Denunziationen, in einer fehlerhaften Kontextualisierung von Zitaten, und darin liest Bremer dann genau den Sinn hinein, den sie bereits vorher hineinlegte. Hermeneutische Referenzrahmenbestätigung mithin. Daß sich all diese Passagen auch anders lesen lassen und auch so zu lesen sind, verschweigt diese Dame geflissentlich. Bereits im Auftakt ihres Textes zeigt sich die rhetorische Kläglichkeit ihres Unternehmens: daß dieser Text eben nichts als rhetorischer Klimbim ist. Im Heranzitieren einer Äußerung von MRR wird sogleich jegliche Kritik an einer (dazu noch unsachgemäßen) Handke-Kritik abgebügelt und gleichsam pathologisiert. Kritisiert man den Kritiker oder hier eben, die Kritikerin, so gehört man bereits zur Gemeinde.«

Nachdenkseiten

Der SPIEGEL
Kontroverse um Peter Handke Stellungnahme von Henrik Petersen, Mitglied des Nobelpreiskomitees
Umgang mit Peter Handke "Dieses krasse Nebeneinander von Werk und Scheiße"

Perfide Mülltrennung

FAZ

Wider den Literaturnobelpries für Peter Handke
Clowns auf Hetzjagd von Thomas Melle
„Ich komme von Homer, ich komme von Cervantes, lasst mich in Frieden“
In seiner Heimatgemeinde sind Peter Handke Fragen zur Kritik Saša Stanišićs gestellt worden. Jetzt will er nie wieder mit Journalisten reden.
Wider den Literaturnobelpreis für Peter Handke

Süddeutsche Zeitung

NZZ (Neue Zürcher Zeitung)

Die Zeit

Dieser Preis war nie politischer
(Kolumne zum Buchpreis und zum Angriff auf Handke)
Der Zorn des Stürmers 

Im Reißwolf der Moral
"
Dürfen Dichter alles sagen? In der Debatte über Peter Handke offenbart die Gesellschaft ihren alten Wunsch, Kunst und Künstler ihrer Kontrolle und ihren Sittlichkeitsvorstellungen zu unterwerfen." Von Jens Jessen
Akademie-Mitglieder verteidigen Auszeichnung von Peter Handke

Die Welt

(Artikel erschien auf Meinungsseite)
Wenn man Handkes Rede auf Milosevics Beerdigung ignoriert, ist es wunderbar
Peter Handkes serbische Bedenklichkeit
Handke, das Monster
Hate Speech für Fortgeschrittene: Die Millennials sind schockiert über den neuen Literaturnobelpreisträger. 

Frankfurter Rundschau
Peter Handke: Seine Klarstellungen machten es schlimmer, nicht besser
Peter Handke - Verwöhnt von der Öffentlichkeit, hofiert von den Medien
Nobelpreis - Das Problem von Peter Handke ist das Problem der Linken
Literaturnobelpreis: Peter Handke und die Jugoslawienkriege - Fragen stellen, um Fakten zu beugen
Auf welche Seite stellen sich Autoren im Syrien-Krieg? Peter Handkes Verklärungen werfen neue Frage auf
Handke reagiert aufgebracht auf Stanišić-Kritik
Peter Handke: Der Nobelpreis ist das Schlimmste, was ihm passieren konnte


Augsburger Allgemeine
Bleibt der Nobelpreis für Peter Handke trotz der Kritik?
 

Cicero

Der Falter
Der Weltempfänger
Missverständnisse pflastern den Weg, auf dem der Nobelpreisträger eigensinnig voranschreitet. Einige hätten sich ausräumen lassen, hätten Peter Handkes Kritiker sein Werk gelesen
Peter Handkes teuflische Lücke
Es sind die Auslassungen, die sein Werk so unerträglich machen. Den Nobelpreis hat der Schriftsteller Peter Handke nicht verdient
Die Handke-Kontroverse – #245
FALTER Radio. Der Podcast mit Raimund Löw

Der Freitag
Handke reiste mit Luhmann im Gepäck

Die Kritiker von Peter Handke verstehen nicht, dass der Schriftsteller primär als Medienkritiker nach Jugoslawien fuhr
Gezielt verirren
Peter Handke ist der literarische Vordenker des Anthropozäns. Seine Streifzüge sind ein Plädoyer für das Zusammenleben.

Perlentaucher
Die Spur des Irrläufers von Alida Bremer
Monströse Unterstellungen von Lothar Struck
Handkes Serbien Von Vahidin Preljevic
 

Tagesanzeiger (Schweiz)

Der Tagesspiegel

TAZ
Wege des Weltverstehens
Der Nobelpreis für Peter Handke war kein Fehler. Literatur handelt eben vom Menschlichen und damit immer auch von Fehlbarkeiten.
Barfuß mit Handke
Die Kontroverse über den Literaturnobelpreis für Peter Handke auf der Buchmesse hält an. Preisträger Saša Stanišić bietet dazu ein Gegengift.
Eine unzivilisierte Wahl
Der Nobelpreis für Peter Handke ist ein Schlag ins Gesicht Betroffener der Massaker in Bosnien – und aller, die an Menschenrechte und Fakten glauben.
Kunst dient den Nackten
Der Schriftsteller Peter Handke bagatellisierte den Völkermord in Bosnien – und bricht nun Gespräche ab, wenn er dazu befragt wird.


Der Standard
Nicht nur der Literaturnobelpreisträger vertritt die Sache der Moral gegenüber der Politik.
Auch Ezra Pound oder Knut Hamsun agierten notorisch rechthaberisch
Handke dementiert jugoslawische Staatsbürgerschaft

Weiter Kiritk am Nobelpreisträger: Landeshauptmann Kaiser will Überprüfung des Sachverhalts, Hinweise auf deutschen Pass und ein umstrittenes Treffen
Peter Handkes Position im Jugoslawienkrieg: Dichter in Opposition
Der Autor ergriff Partei für die Serben. Das hätte ihn fast den Literaturnobelpreis gekostet, auch jetzt wollen sich viele mit der Preisvergabe nicht abfinden
Handkes Verblendung und Vernebelung
Warum Peter Handke vielleicht kein Österreicher mehr ist
Handke bekam einen jugoslawischen Pass, suchte aber nicht um Doppelstaatsbürgerschaft an. Er dementiert eine Einbürgerung
Buch Wien eröffnet – Van der Bellen: "Wer soll das lesen?"
Eröffnungsrede über "die Krise der Kommunikation", "die sogenannte Handke-Debatte" und die nächste Regierung
Suhrkamp verteidigt Peter Handke mit 24-seitigem Dokument
Der Verlag des Nobelpreisträgers richtet sich mit einer "Richtigstellung" betreffend Handkes umstrittene Aussagen und "falsche Zitate" an schwedische Medien
Peter Handke und die Mär vom Rachemassaker
Wiederholungstäter Handke
Für seine Fürsprecher scheint das Offensichtliche immer das Falsche zu sein. Doch die Aussagen des Literaturnobelpreisträgers sind keine Ausrutscher, sondern konstante Haltung
Peter Handke und die Heuchelei des Westens
Eine Polemik gegen Handkes Kritiker: Wem schon eine Grabrede zum Verbrechen mutiert, der muss sich die Frage gefallen lassen, in welchen barbarischen Zeiten er zuhause ist.
Handke und die Wortspenden
Die Zuerkennung des Literaturnobelpreises an Peter Handke ist trotz der unbestrittenen großen Begabung des Autors ein moralischer und politischer Skandal
Handke und Serbien: Publikumsbeschimpfung einst und jetzt
Handke und Serbien – eine Selbstdemontage der intellektuellen Eliten?
Kritik an Peter Handke: "Er hat Serbien ernsthaft beleidigt"
Handke und Serbien: Bei aller Respektlosigkeit
Nobelpreis für Peter Handke: Zorniger Prophet der kleinen Dinge
Handkes erzählerische Kreuzzüge
Kann man das Werk eines Schriftstellers von dessen politischer Haltung trennen?
"Serbenvolk" und Indianer
Handkes Texte strotzen vor Ethnisierung
Handkes Serbien-Schriften sind Zeugnisse der Unruhe
Ist Peter Handkes Parteinahme für Serbien wirklich Ausdruck von Blindheit?
Lokalaugenschein in Handkes Heimat
Griffen am Tag nach dem Weltgericht

Die Presse

Offener Brief gegen Handke-„Hetze“
Laut Pass war Handke "Jugoslawe"
Suhrkamp-Verlag verteidigt Handke mit "Klarstellungen"
„Keine Beweise dafür, dass Handke dem Blutvergießen Tribut zollte“
Zwei Mitglieder der schwedischen Akademie verteidigen die umstrittene Entscheidung. Handke  habe das Srebrenica-Massaker klar verurteilt.

Wiener Zeitung

news ORF-at

Die Mordgeschichte Peter Handke 
Offener Brief
Kritik an „Anti-Handke-Propaganda“
Mehrere österreichische Schriftsteller und Autorinnen kritisieren in einem am Freitag veröffentlichten offenen Brief die „Anti-Handke-Propaganda“ der vergangenen Tage und Wochen. Die Kritik an Handke habe längst den Boden vertretbarer Auseinandersetzungen unter den Füßen verloren, hieß es unter anderem.
Handke zu „Novosti“
„Keine jugoslawische Staatsbürgerschaft“
Literaturnobelpreisträger Peter Handke hat laut einem Bericht der serbischen Tageszeitung „Novosti“ nie eine jugoslawische Staatsbürgerschaft besessen. Das Medium veröffentlichte am späten Donnerstagabend einen Bericht über Handkes jugoslawischen Reisepass und zitierte den in Kärnten geborenen Schriftsteller.
 
ots.at

Stern
Die Akademie pfeift auf Political Correctness – darf so einer den Literaturnobelpreis bekommen?

Neues Deutschland
»Die bösen Fakten festhalten«
Alle reden über Peter Handke. Aber was hat er in den 90er Jahren geschrieben?
»Ich bin mehr auf dem Gehenden statt dem Laufenden«
Viel lustiger als die dröge und am Kitsch siedelnde Prosa des Großliteraten Peter Handke sind seine Interviews
 

Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ)

Junge Welt
Immer noch Handke

Die Vergabe des Nobelpreises für Literatur an den Schriftsteller treibt die bürgerlichen Medien um. Und ein Buchpreisträger überarbeitet seine Rede

Kulturwoche
Peter Handke in der Kritik
Peter Handke und die Autonomie des Schriftstellers
 

Kommunisten

feinschwarz.net
Peter Handke: Liturgie des Behaltens

Tell - Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft
Grundanders anfangen
Peter Handke bezeichnet sich in seinen Reisen nach Serbien als „Tourist“, er verlässt sich auf seine subjektive Sicht. Gibt es ein Recht auf Naivität? Eine Verteidigung von Handkes Medienkritik.
 

Zeitzug/Timetrain (Blog von Milena Findeis)
 
România literară (Literarisches Rumänien)

The Guardian

The Telegraph
The scandal of a Nobel laureate

Liberation
Peter Handke, Nobel promeneur

Le Monde
Indignation en Bosnie et au Kosovo après l’attribution du Nobel de littérature à Peter Handke
« Le Nobel du déshonneur » à Peter Handke
Indignation en Bosnie et au Kosovo après l’attribution du Nobel de littérature à Peter Handke

L'Obs (Nouvelle Observateur)
Peter Handke, explorateur controversé du langage
Le Nobel d'économie à un trio, dont Esther Duflo, pour leurs travaux sur la pauvreté


New York Times
The Scandal of a Nobel Laureate

»The Bob Dylan of Genocide Apologists«
Peter Handke, the Austrian writer who was awarded the Nobel Prize in Literature, is an apologist for Slobodan Milosevic

The Bosnia Times
 
Visão (Portugal)
 
Aftonbladet (Schweden)
 (Reaktion auf den gestrigen Artikel " Handke är ingen politisk författare") 
(Noch einmal eine Verteidigung der Entscheidung anhand von Handkes Texten UND in Verbindung zu Olga Tokarzcuk)
 
Sydsvenskan (Schweden)
Det här handlar Handke-debatten om
(Darum geht es in der Handke-Debatte)
(Mehrere freie und hinter der Bezahlschranke veröffentlichte Artikel zur Handke-Debatte in Schweden
(Dieser Artikel ist eine Übersetzung des DW-Artikels " Handke und der Balkan - Nobelpreis in den falschen Händen" von Alida Bremer ins Schwedische.)
 
Expressen (Schweden)
 
Göteborgs-Posten
 
Dagsavisen (Norwegen)
 
Verdens Gang (VG)  (Norwegen)

The Intercept
PETER HANDKE WON THE NOBEL PRIZE AFTER TWO JURORS FELL FOR A CONSPIRACY THEORY ABOUT THE BOSNIA WAR
Peter Handke Won the Nobel Prize. Then His Publisher Quietly Circulated a Strange Defense of His Genocide Denialism
Why Did Nobel Winner Peter Handke Have a Secret Passport from Milosevic-era Yugoslavia?
Congratulations, Nobel Committee, You Just Gave the Literature Prize to a Genocide Apologist
How the Nobel Prize Succumbed to the Literary Art of Genocide Denial

De Groene Amsterdammer (Niederlande)
 
Kaosenlared (Katalonien) 
 
La Tribuna del Pais Vasco / The Conversation
 
First Things
 
FronteraD
 
Revista Común (Mexiko)
  
Razpotja (Slowenien)

Folha de S.Paulo (Brasilianische Tageszeitung)

ALJAZEERA
Mothers of Srebrenica call for Handke's Nobel prize to be revoked

Hindustan Times

Artikel online seit 20.10.19 - Aktueller Stand 15.11.19
 
















Lothar Struck
»Der mit seinem Yugoslawien«

Peter Handke im Spannungsfeld
zwischen Literatur, Medien und Politik

»Als Jugoslawien anfing, mir etwas zu bedeuten, war Tito schon am Verwesen.« (Peter Handke)
Strucks Analyse stellt die bequemen Urteile über Handkes Äußerungen zu Jugoslawien infrage und öffnet so den Weg zu einer Neubewertung. Dabei wird gezeigt, wie Biographie, Sprachkritik und Politik einen Dreiklang bilden, in den Handke seine Stellungnahmen für ein Jugoslawien bettet, das für ihn zu einem Ideal eines möglichen Europa wurde, eines Europa, »wie es sich gehört hätte oder wie es hätte werden können«.

Verlag Ille & Riemer


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