Glanz&Elend

Literatur und Zeitkritik

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update: 07.04.2014, 15:41

 

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Jean-Michel Guenassia
Eine Liebe in Prag - Roman


Gegen die gesellschaftlichen Katastrophen des
20. Jahrhunderts müssen die Mitglieder dreier
Generationen einen ständigen Kampf um Leben
und Überleben ausfechten. Am Ende triumphiert
der Eigensinn, im Verbund mit listigem Widerstand.


Suhrkamp

287 Lesetermine im April
58 Filmstarts & Kritiken im April
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Hans-Dieter Gelfert
William Shakespeare in seiner Zeit


In Shakespeares Dramen erscheint der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit als eine Bruchzone. Einerseits drückt sich in Shakespeares Person und in seinen Werken bereits das frühneuzeitliche Bewusstsein der heraufziehenden bürgerlichen Gesellschaft aus, zum andern macht es die bis heute andauernde Aktualität dieses Dichters aus, dass er in seinen Werken den modernen Menschen noch quasi in statu nascendi zeigt. Leseprobe
C.H. Beck

 

30 Literaturklassiker
von Shakespeare bis Benjamin
Essays, Porträts, Originaltexte

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Uve Schmidts
Kalenderblatt

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Medienkritik:
Newspapers
Von Uve Schmidt
»Es schwellen die Gazetten,
die sowieso schon prallen, fetten ...« Gedicht lesen


Bücher für Herz & Hirn:
50 Longseller mit Qualitätsgarantie
Noch 15 Lesetipps

Jazz und andere Sounds
Bücher, CDs, DVDs & Links
Bücher-Charts l Verlage A-Z
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Nur noch wenige Exemplare!
Glanz&Elend

»Wie weit entfernt ist die Zivilisation, ihrer Entwicklungsstufe angemessene Unterhaltungen zu bieten!«, fragt Stéphane Mallarmé eingangs seines Prosagedichtes »Eine abgebrochene Schaustellung«. Antworten und weitere Fragen finden Sie in dem exklusiven Broschurband von G&E in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplare mit 176 Seiten, die es in sich haben.
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Aktuelle Empfehlungen

Vertrackte Testamentsvollstreckung
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Lutz Hachmeister möchte hochambitioniert eine Biographie von Martin Heideggers »Spiegel«-Interview von 1966 abliefern - und dabei den Philosophen gleich mit erledigen.
Besser als dies
gelingt es ihm, den Mythos des Nachrichtenmagazins zu dekonstruieren. 

Vergebliches Heilwissen
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Alexander Peers Nietzsche-Roman »Bis dass der Tod uns meidet«
»...ein in der komplexen Triade von Philosophie, Leben und Liebe strudelnder Held, der in den Persönlichkeitsentwürfen der Literatur eine eigene Stimme reklamieren kann. Er sitzt wie sein Vorbild in vielen Winkeln der modernen Seele und ist 'doch nirgends zu Hause'.« Leseprobe
 

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Jonathan Lethem
Der Garten der Dissidenten


Ein großer Mehrgenerationenroman über eine zerrissene Familie von Dissidenten in Queens. Eine mitreißende Geschichte der Immigration von europäischen Idealen und Ideen nach Amerika. Eine humorvolle Saga über den persönlichen Preis, den gescheiterte politische Ambitionen fordern. Ein Buch wie eine geschlossene Faust, die sich langsam öffnet. Leseprobe

Klett-Cotta

Eine packende Parabel
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Martin von Arndts neuer Roman »Tage der Nemesis«.
»Scheinbar ein einfacher Fall für Kommissar Dr. Andreas Eckart und sein Team um den grantigen Wagner und emsigen Rosenberg. Aber dabei bleibt es nicht und wer hier eine politisch brisante Konstellation entdeckt, wird nicht enttäuscht werden.«
Essay:
Choderlos de Laclos,
Der Unergründbare
Von Martin Göll
Artikel lesen
Was wir über den Autor der »Gefährlichen Liebschaften« wissen.
»Barbey d’Aurevilly hat dieses Buch als den schönsten Roman bezeichnet, der jemals geschrieben worden ist. Es ist ein perfektes Buch, welches das Ende einer Welt, einer Literatur bedeutet, den vollendeten Ausdruck eines tragischen Augenblicks in der französischen Geschichte.«
 

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Günter de Bruyn
Kossenblatt

Das vergessene Königsschloss


Schon Theodor Fontane besuchte Schloss Kossenblatt auf seinen ›Wanderungen durch die Mark Brandenburg‹. Günter de Bruyn erzählt die ganze Geschichte des Schlosses von seiner Blütezeit unter Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. bis heute. Darüber hinaus aber ist ›Kossenblatt‹ eine sehr persönliche, gelassen-melancholische Betrachtung über das Leben im Abseits, über Tod und Vergessen und die Kraft der Erinnerung. Leseprobe

S.Fischer

»Gestreichelt worden bin ich in meinem Leben nicht«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Die Autobiographie und die Tagebücher 2002-2012 von Fritz J. Raddatz zeigen n
icht nur eine längst versunkene Welt der bundesdeutschen Nachkriegs-Literaturbohème.
Wer genau liest, entdeckt einen aufrechten und empfindsamen Intellektuellen – und einen großartigen Schriftsteller. Leseprobe

Ein Leben mit Goldrand
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Fritz J. Raddatz -
Die Tagebücher 1982-2001
Sie amüsieren wegen den darin genüsslich protokollierten Eitelkeiten des deutschen Literaturbetriebs und erschüttern wegen der alles grundierenden existentiellen Ödnis.

Leseprobe


Ei
ne Art Anti-Anti-Heimatroman
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Reinhard Kaiser-Mühlecker Roman »Schwarzer Flieder« erzählt vom Ende der Goldbergers.
»Ein famoses Buch, auch weil es durchaus divergierende Interpretationsmöglichkeiten eröffnet. Es ist Ausweis eines großen literarischen Talents; eines Talents, das wohl im besten Sinne typisch österreichisch ist.«

Literarische Auslese
Von Klaus Wolff
Artikel lesen
»Über den Feldern« bietet 70 Texte aus 16 Sprachen 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs!
Wer nach gültiger Literatur zum Einstieg in den historischen Komplex des Ersten Weltkrieges sucht, der ist mit diesem Kanon bestens ausgestattet. Leseprobe


Gegen den Schreibschulenstrich gebürstet
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
»Schachbretttage« ein Roman von Jörn Birkholz.
Der Schluss sei dann allen potentiellen Form- wie Plot-Kritikern schon vorab ins Stammbuch geschrieben: »Alles Wesentliche wurde gesagt, alles Weitere wäre Geschwafel.«


Hehrer Anspruch
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Eli Friedlanders Versuch eines philosophischen Porträts von Walter Benjamin.
Entlang einiger Schlüsselbegriffe wie Sprache, Mythos, Rettung und Eingedenken entfaltet Friedländer Benjamins philosophische Position. Leseprobe


»Einen Menschen zu töten ist wie einen Apfel pflücken«
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Szczepan Twardochs exzessiver Roman »Morphin« spielt mit
den Möglichkeiten von Identität in der Katastrophe des Krieges.
»... die Erzähllokomotive rattert in diesem Buch oft auf höchster Geschwindigkeit. Suggestiv vermischt Twardoch mehrere Erzählstimmen.« Leseprobe

Vom Widerstand und der Brüderlichkeit
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Aharon Appelfeld erzählt in seinem Roman »Auf der Lichtung« von jüdischen Partisanen in den Karpaten.
»Juden akzeptieren ihr Schicksal widerspruchslos«: Das waren noch Zeiten… Auch Dr. Krynicki meint das. Und deswegen muss Kamil es ihm erklären: »Wir sind jüdische Partisanen. Wir haben beschlossen, Herr unseres Schicksals zu sein, und haben eine Gruppe an Leuten aufgenommen, Männer, Frauen und Kinder, die wir aus den Todeszügen geholt haben.« Leseprobe

Eine Art Memory
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Uwe Kolbes Roman in 64 Kapiteln »Die Lüge«
»Der Komponist Hadubrand Einzweck, genannt Harry, erzählt von den ersten rund dreißig Jahren seines Lebens in der DDR. Untrennbar ist dies verbunden mit dem Verhältnis zu seinem Vater Hildebrand, genannt Hinrich, der Anfang der 1950er Jahre mit seiner damaligen Frau Karla als überzeugter Kommunist von Hamburg in die sich formierende, sozialistische deutsche Republik, »dem Morgenrot entgegen«, übersiedelte. Leseprobe

40 Grad über dem Nullpunkt der Philosophie

Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
»Warum es die Welt nicht gibt«
Mit Hilfe von sogenannten Sinnfeldern versucht Markus Gabriel die Metaphysik und den Konstruktivismus zu überwinden und einen neuen Realismus zu etablieren.
Leseprobe


Ein melancholisches Feuerwerk
Von Timotheus Schneidegger
Artikel lesen
Über Andreas Steffens »Ontoanthropologie« auf den Spuren des Unverfügbaren.
»Die Welt ist die Erfindung des Wesens, das sie entbehrt.«
Wir alle waren Kinder von Atlantis-Überlebenden, und das legt fest, was wir sein können: Unzugehörig an fremden Ufern gestrandet, sind wir frei von Heimat. »Sein oder Nichtsein« ist da – ob mit Shakespeare oder Camus – vor allem eine metaphysische Frage.

Eine Art Spiel mit Etiketten?
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Über Peter Sloterdijks »Reflexionen eines nicht mehr Unpolitischen«.
»Man muss ihn nicht mögen, um diese Beobachtungen über die »Einspritzung mentaler Infektionen« durch zum »Verzerrer« mutierter Journalistendarsteller als ziemlich gelungenen medienphänomenologischen aber auch gesellschaftspolitischen Befund zu empfinden.


Diabolisches Mockumentary der ästhetischen Moderne
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
William Gaddis Monumentalwerk »Die Fälschung der Welt«
»Sag ihnen, dass nicht die Macht den Menschen korrumpiert, sondern der Mensch die Macht.« Leseprobe


Eine Wunderkammer

Von Georg Patzer
Artikel lesen
Hugh Raffles erzählt Wunderbares von Insekten
und Menschen und von der Magie des Lebens.

»Raffles »Insektopädie« ist eines der ungewöhnlichsten Bücher, das in den letzten Jahren herausgekommen ist. Er öffnet eine Wunderkammer über die Insekten und die Menschen, macht Vorschläge, wie magisch die Welt sein kann, wenn man sie mit offenen Augen und Ohren betrachtet und nicht mit vorgefassten Wertungen. Kein Wunder, dass es schon mit zahlreichen Preisen bedacht wurde. Es hat sie alle verdient.«

Die schöne Vielfältigkeit des Lebens
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Das Reisetagebuch von Michel de Montaigne
von 1580 bis 1581 in einer neuen Übersetzung
 »Wie viele Völker, nur ein paar Schritte von uns entfernt, halten die Furcht vor der Abendfeuchte, die uns doch so offensichtlich zusetzt, für lächerlich (...)! Auf einer Matratze schlafen macht einen Deutschen krank, auf federnem Unterbett einen Italiener, ohne Bettvorhänge und Kaminfeuer einen Franzosen.«

Schmierentheater mit Kinkerlitzchen
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Alexander Schimmelbuschs Buch »Die Murau Identität«.
»Nach vier Stunden Lektüre der 204 Seiten ist man derart erschöpft, dass man sich über nicht einmal mehr aufregen mag, so phantasielos und dumm ist dieses Buch einer weitgehend talent- und sprachlosen Krawallschachtel. Wenn es einen Gott geben sollte – warum schützt er nicht tote Dichter vor solchen Sympathisanten und uns, den Leser, vor einem solchen Schund?« 

Lauter Skandale
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Zum 25. Todestag von Thomas Bernhard.
»Wie gut, daß wir immer eine ironische Betrachtungsweise gehabt haben, so ernst uns immer alles gewesen ist. Wir, das bin ich.«
Thomas Bernhard


Dialog der Generationen
Von Bettina Johl
Artikel lesen
Jana Simon im Gespräch mit ihren Großeltern Christa und Gerhard Wolf.
»Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.« Leseprobe


Das Schluchzen, das dem Benannten vorangeht
Von Gunther Neumann
Artikel lesen
Einst war der Schriftsteller Adonis ein Neuerer arabischer Poesie. Über Jahre wurde er als Nobelpreiskandidat gehandelt.

Als Kritiker des syrischen Aufstandes steht er heute wieder im Rampenlicht. »Der Wald der Liebe in uns« ist unpolitische Liebeslyrik des 84jährigen Intellektuellen und wohl renommiertesten arabischen Dichters der Gegenwart.


Ein zeitloses, literarisches Kunstwerk
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Wolfgang Herrndorfs Weblog
»Arbeit und Struktur« posthum in Buchform.
»
Die Lebenskraft Wolfgang Herrndorfs, die in diesen Notaten literarisch erfasst und vor dem Leser erzeugt wird und ihn zum Teil mitreißt, wird noch hell leuchten, wenn die halbgaren Lobreden des Feuilletons längst vergessen sind. So paradox es klingen mag - man wird Wolfgang Herrndorfs Tagebücher vielleicht irgendwann als einen neuen Werther lesen, einen Werther des 21. Jahrhunderts, der am Ende nicht aus purer Verzweiflung Hand an sich legt, sondern mit Würde sein Leben bis zum Schluss in seinen Händen behalten will.« Leseprobe

Aus der Zeit gefallen
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
John Williams mitreißender Roman über das unscheinbare Leben des Literaturprofessors William Stoner an der University of Columbia.
Stoners gelebter Existentialismus, der die Bleiweste des Trübsinns abgestreift hat wie ein zu enges Kleidungsstück, vereint für einen Augenblick (fast) alle Leser in einer besonderen Form von Andacht. Leseprobe


Das Unglück der Menschen
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Corinna T. Sievers schreibt über die Kommissarin Maria Rosenblatt.
»So ist der vermeintliche Kriminalroman eigentlich eine Studie über das Unglück der Menschen und die Lieblosigkeit in Beziehungen, ganz aus der Perspektive einer Frau geschrieben, die darunter leidet, aber leider keine Einsicht in die Mechanismen hat.« Leseprobe

Im Bild verschwinden
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Über
Benoît Peeters grandiose Biographie zu Leben & Werk von Jacques Derrida.
»Niemand wird je wissen, von welchem Geheimnis aus ich schreibe.«



Erfrorene haben ein Lächeln auf den Lippen

Von Sigrid Lüdke-Haertel
Artikel lesen
Zoë Jennys Erzählungen »Spätestens morgen«.
»Jennys Sprache ist knapp und nüchtern, sie geht sparsam mit den Worten um. Alle Erzählungen sind dunkel, abgründig, leicht melancholisch. Nirgends gibt es ein Happy End, und doch werden diese Geschichten von einer sanften Poesie durchleuchtet.«


Sammelsurium von Geschichten
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
David Abulafias Versuch einer Biographie über das »Das Mittelmeer«
»Zu kursorisch und sprunghaft sind seine Schilderungen von Hethitern, Phöniziern und Griechen, von Byzantinern, Arabern und Korsaren, als dass sich daraus zitierfähiges Wissen oder gar etwas Neues herausdestillieren ließe.«


Vergessen als Monolog, Verzeihen als Dialog
Von Gunther Neumann
Artikel lesen
Varujan Vosganians aufwühlendes »Buch des Flüsterns«
Vosganians Schreiben ist eine Beschwörung der Toten, sowie der Ängste und Schmerzen der Überlebenden, die von den Stimmen und Bildern der Verhungerten und Erschlagenen heimgesucht werden. Leseprobe

Idyllensplitter und Raserei
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Der jugoslawische Schriftsteller Dragan Aleksić ist mehr als nur eine Entdeckung für einen Leseabend.
»Es war an einem warmen Frühnachmittag [,…] eine Wespe trank Wasser vom Hahn an einem kleinen Wasserkessel mit Waschwasser, aus dem es langsam tropfte...«

Polyphoner Bürokratenkosmos
Von Gregor Keuschnig
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Der letzte Roman von David Foster Wallace »Der bleiche König«
»Das alles ist eine Mischung aus Dilbert-Comics, Bret Easton Ellis (freilich ohne Massenmörder), einer Prise Loriot, Thomas Bernhard und vor allem ganz viel amerikanischer Serienästhetik, die in den 80er Jahren begann und inzwischen längst als neue Erzählkunst des 21. Jahrhunderts gefeiert wird.«

Druiden und Katharer
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Umberto Eco schreibt süffig über legendäre Städte und Länder.
»Ihm geht es um die Städte und Länder, an die sich »heutzutage oder in der Vergangenheit Hirngespinste, Utopien und Illusionen geknüpft haben, weil viele Menschen wirklich glaubten, dass sie irgendwo existierten oder existiert hätten«.


Eine geradezu akribische Wertungslosigkeit
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Frédéric Valins Band mit Erzählungen »In kleinen Städten«beschreibt das Abseite im Alltäglichen.
»... ein wunderbar leichtes Buch mit Tiefgang. Abermals ist bewiesen, dass sich beides nicht ausschließen muss. Wer ein gewisses literarisches Niveau mit lustvoller Lektüre verbinden möchte, ist hier sehr gut aufgehoben.«

Sodom Friedberg
Von Patrick Wichmann
Artikel lesen
Andreas Maiers führt seine Familiensaga fort.
»Die Straße« ist die konsequente Weiterführung von Andreas Maiers »Ortsumgehung«-Zyklus und reiht sich relativ nahtlos an die vorherigen Bände an.




Kein Christ mehr
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Kurt Flasch erklärt , warum er kein mehr Christ ist.

»Meine Arbeit besteht darin, seine verschiedenen Ausprägungen historisch genau aufzufassen, sie begrifflich präzis zu unterscheiden und das Ganze abzutrennen von bloßen Wunschvorstellungen über das Christentum.«



Worte der Liebe
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Per Olov Enquist hat mit seinem »Buch der Gleichnisse« einen komplizierten Liebesroman geschrieben.

»Wenn er schrieb, hatte er nie Angst, aber nur dann«, schreibt er in sein Notizbuch. Aber das ist ja gar nicht wahr, wie er später selbst erkannte: »Durchgestrichen, als verlogen.« Denn es ist nicht so einfach, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein.
Leseprobe

Prinzessin ohne Land
Von Bettina Johl
Artikel lesen
Lukas Hartmanns west-östliche Familiensaga
»Abschied von Sansibar«.

»Lukas Hartmann hingegen bringt uns die Akteure der Handlung auf sehr glaubwürdige Weise nahe. Er zeichnet klar umrissene Charaktere mit Stärken und Schwächen, räumt ihnen das Recht ein, zu scheitern und lässt sie davon Gebrauch machen, ohne deshalb je ihre Würde in Zweifel zu ziehen.«

Leben und Sterben in New York
Von Klaus Bittermann
Artikel lesen
Joseph Mitchells Reportagen über das Strandgut einer Metropole.
»Die betörende, gertenschlanke Sally Rand, Tochter eines Mais-Farmers in Missouri, die während ihrer stürmischen Karriere als erste Fächertänzerin Amerikas Gefängnisaufenthalte, Peitschenhiebe und ein Schicksal schlimmer als der Tod erleiden musste, saß in ihrer schwarzsilbernen Garderobe im Brooklyn Paramount Theatre auf einem Diwan und rollte langsam die hautfarbenen Strümpfe von ihren berühmten Beinen.«

Am Beispiel der Dinge
von Peter H. Gogolin
Artikel lesen
Zwanzig Reisen in »Shakespeares ruhelose Welt«.
Neil MacGregors Archäologie des impliziten Wissen.
»Wir brauchen beides, die Dinge und die Wörter, so vorhanden, für eine Geschichte des Wissens. MacGregors Buch ist eine wunderbare Quelle dazu.«


Schwarm und Idiot
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Philosophisches und Aphoristisches von Byung-Chul Han und Botho Strauß.
»Eine Information oder ein Content, auch mit sehr geringer Signifikanz, breitet sich wie eine Epidemie oder Pandemie rasend im Netz aus. Keine Schwere des Sinns belastet sie« (...) Wo nur noch gezählt wird verkümmert das Denken, verkümmert die Erzählung.

Ein Palimpsest des Großen Krieges
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Mit der Herausgabe der historisch-kritischen Ausgabe von Ernst Jüngers Epoche machendem Kriegsroman »In Stahlgewittern« legt uns Helmuth Kiesel eine literaturgeschichtliche Arbeit par excellence vor.
»
Kiesels klare Sprache, die gut verständliche Kontextualisierung und seine akribische Aufarbeitung des Jünger-Textes machen das Buch ohne Zweifel zu einem echten Leseerlebnis.« 


Ernst Jünger (1895-1998):

»Nachruhm bedeutet für den Betroffenen das Gute, daß er davon unbehelligt bleibt. Der Ärger mit den Zeitgenossen hat genügt.«
Mehr über seine Bücher, sein Leben und Rezeptionsgeschichte finden Sie auf unserer Spezialseite, »
Eine gefährliche Begegnung«, die sich mit seiner »Arbeit am Abgrund des Selbst« auseinandersetzt. Ernst Jünger Spezial

Von »Herrlichkeiten« und »Biestern«
Bemerkungen von Lothar Struck
Artikel lesen
zu Peter Handkes »Versuch über den Pilznarren«.
Am Ende ist er aus seiner Verschollenheit zurückgekehrt und auf fast magische Art und Weise geheilt.




Der Kampf gegen die Wildnis
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
T.C. Boyle erzählt in seinen Romanen San Miguel und Wenn das Schlachten vorbei ist die Geschichte des epochalen Wandels der Bedrohung des Menschen durch die Natur hin zur Bedrohung der Natur durch den Menschen. Leseprobe

»Eine schwierige zitternde Seele«
Von Lothar Struck

Artikel lesen
Wolf Wondratschek ist 70 Jahre alt geworden und
präsentiert uns mit »Mittwoch« ein Geschichtenalbum.
Wondratschek erweist sich in diesem stillen Buch als großer Stimmungserzähler, (...) ihm gelingt es mit feinen und zugleich starken Strichen, den Leser zu bannen.


Traum oder Wirklichkeit
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Der schwedische Lyriker, Philosoph und Romancier Lars Gustafsson verzaubert seine Leser mit seinem neuen Roman »Der Mann auf dem blauen Fahrrad«.
»... ein philosophischer, kafkaesker, schwebener Spaß, ein sanftes Schütteln an der „Realität“ mit einer Warnung: Dass man den Schlafenden nicht wecken soll, denn möglicherweise träumt er einen gerade.« Leseprobe

Nostromo, redigiert
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Juan Gabriel Vásquez' »geheime Geschichte Costaguanas« spielt raffiniert mit historischen Tatsachen und Möglichkeiten.
Anknüpfend an klassische Abenteuer- und Kolonialromane entfaltet der Autor ein literarisch beeindruckendes Südamerikabild. Leseprobe



Avantgarde als Nörgler
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Ornamentale Wortkunst reicht nicht.

»Der Plurimi-Faktor« von Botho Strauß schwächelt an seinem eigenen Anspruch.





Ortsschriften
Von Lothar Struck

Artikel lesen
Christian Luckscheiters
»Ortsschriften Peter Handkes«
»Luckscheiter zeigt sehr schön, wie Handke die Befriedung der Orte durch Praktiken des Gehens und Lesens sowie mithilfe der Natur geradezu herbeibeschwört.«


Glückliche Entfremdung
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
»Mein Frankreich« heißt das neue Buch des Karlsruher Philosophen Peter Sloterdijk, dem am 16. Juni in der Frankfurter Paulskirche der mit 20.000 Euro dotierte Ludwig-Börne-Preis verliehen wird.
Philosophieren im literarischen Modus hat für Sloterdijk seinen Grund in der frühen Hinwendung zur französischen Kultur: »Frankreich war kulturell gesehen meine erste Liebe.« Der französische Typus des Philosophierens hat eine Form von öffentlichem Vernunftgebrauch geprägt, die eine »tiefe Liaison mit der Literatur« eingegangen ist.

»O Jupiter! Welch ein Künstler stirbt in mir!«
(Nero, 37-68, römischer Kaiser)
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Jörg Magenau hat Ernst Jüngers unterhaltsame
Zitatensammlung »
Letzte Worte« herausgegeben.
Wenn man die Banderole entfernt, die eine Karteikarte Ernst Jüngers faksimiliert, ist es wie ein Gebetbuch: Schwarzer Einband, Lesebändchen, Goldschnitt: die perfekte Tarnung für langweilige Trauerfeiern. Leseprobe


Die Welt-Literatur auf einen Blick
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Wie Wolfgang Welt mit seiner Trilogie des Scheiterns nach über zwanzig Jahren doch noch als Autor bei Suhrkamp gelandet ist, und warum die Textsammlung »Ich schrieb mich verrückt« so lesenswert ist.

»Für eine wunderbare, verrückte Weile kochte die Szene, eine sich überschätzende, im luhmannschen Sinne selbstreferentielle brodelnde Blase, der dann, irgendwann nach der Wiedervereinigung nahezu geräuschlos im Prinzenlook die Luft ausging.«


Gut, dass der Geist keine Substanz hat
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Die »Echte falsche Pracht« des Erhard Schütz.
Seine großartigen kleinen Schriften zur Literatur sind beim ehrenwerten Verbrecher Verlag erschienen.
»Schütz zeigt sich als wilder Leser, dessen Kritiken kleine Kunstwerke sind.«
Leseprobe



Bilder und Interpretationsstürme, die erstaunen
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Über William T. Vollmanns ebenso ambitioniertes wie provozierendes, vielstimmiges Epos »Europe Central«.
»Womöglich überzeugt der Roman als nonkonformistisches Gesinnungstheater.«



»Universität der Wildnis«
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Endlich gibt es den Klassiker der Nature Writing,

vom Urvater der Gaia-Bewegung
John Muir »Die Berge Kaliforniens« auch in deutscher Übersetzung.
»Die Welt, so hat man uns gesagt, wurde speziell für den Menschen erschaffen – eine Vermutung, die sich auf keinerlei Fakten stützt.


Samuel Beckett als junger Mann
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Ein Selbstporträt in Briefen von 1929-1940.
Die Briefe besitzen einen hohen Stellenwert für die Annäherung an diesen Schriftsteller, weil Beckett ein Meister des Schweigens war, insbesondere dann, wenn die literarische Öffentlichkeit ihm mit Fragen zum Werk und Leben nachstellte. Becketts Figuren erschienen so fremdartig und antiheldisch, dass es doch eine biografische Hintertreppe geben muss, sich diesen literarischen Entwürfen zu nähern.


Alter Adel auf Abwegen
Von Sigrid Lüdke-Haertel
Artikel lesen
»Hunnen und Rebellen« Jessica Mitfords Geschichte einer exzentrischen Familie.
»Das Milieu unserer Kindheit, ausgestattet mit einer üppigen Ader von Verrücktheit (…) hatte in uns eine große Rücksichtslosigkeit entstehen lassen, eine Art Verlängerung kindlicher Gemeinheit. Wir stachelten einander nicht nur zu immer drastischeren Streichen und Provokationen gegen die Klasse an, der wir weggelaufen waren, wir genossen es überhaupt, die ganze Welt aufs Kreuz zu legen. Tatsächlich war dies unser eigentliches Lebensgefühl.« Leseprobe

»Etwas Universelles«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Die Gedichte des Kito Lorenc
Ich kann nicht anders als mich in eine Landschaft, ein Bild hinein zu phantasieren. Und das ist möglich, weil Kito Lorenc' Gedichte offen sind, mir hier oder da einen Platz anbieten, den ich gerne annehme. Nur davon vermag ich Mitteilung zu machen. Ansonsten sei empfohlen: Lesen. Leseprobe


Tosende Bilderwelten
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Zum 60. Geburtstag Josef Winklers am 3. März veröffentlicht der Suhrkamp-Verlag mit »Wortschatz der Nacht« eine frühe Erzählung.
Die Prosa Josef Winklers wirkt zuweilen als Psychogramm des Autors; eine Deutung, die durchaus als erster Affekt gewollt scheint. Aber die Nähe zu biografischen und geografischen Details darf nicht voreilig mit der Erlebniswelt des Dichters gleichgesetzt werden. Die Texte sind und bleiben Fiktionen, auch wenn die Hauptfigur Josef Winkler heißt.

Dichtung und Wahrheit über die Gruppe 47
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Zwei neue Bücher erhellen jenseits von Verklärung oder Verachtung die Keimzelle des deutschen Nachkriegs-Feuilletons.
»
Die fast parallele Veröffentlichung der Richter-Tagebücher und von Böttigers Buch muss man nachträglich als Glücksfall werten. Vermutlich war es nie derart anregend und aufschlussreich sich über dieses Kapitel der deutschen Literaturgeschichte zu informieren.«

Transparenz und Komplott
Von Klaus Bittermann
Artikel lesen
Hans Magnus Enzensberger rückt mit seinen
zwanzig Zehn-Minuten-Essays ein wenig die Welt zurecht.
»Das Erstaunliche dabei ist nur, dass er trotz seines Universalwissens angesichts der Verhältnisse nicht kapituliert, sein Schreiben keinen depressiven oder fatalistischen Unterton bekommt, dass er sich mit feinen ironischen und sarkastischen Seitenhieben zur Wehr setzt und sich immer wieder als der glänzende Stilist erweist, als den man ihn überall bewundert.« Leseprobe


Erkundungen
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Über »Die Arbeit des Zuschauers« – Peter Handke und das Theater. Das materialreiche Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung.
»Es dauert nicht lange, bis man über das opulente und prachtvolle Buch ins Schwärmen gerät. (...) wunderbare Faksimiles von Handkes Notizbüchern und Briefen, Fotos von Aufführungen, Ausschnitten von Programmheften, Plakaten und Zeitungsartikeln. Manchmal schaut man dem Dichter direkt über die Schulter, ...«
 

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Denis Diderot
Jacques der Fatalist
und sein Herr

In neuer Übersetzung

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2014!

Diderot schickt sein Protagonistenpaar, das an Don Quijote und Sancho Pansa erinnert, auf eine Reise durch Frankreich. Hinrich Schmidt Henkel schöpft in seiner Neuübersetzung die Lakonie und den pointierten Rhythmus des Originals voll aus und bietet dem Leser die Möglichkeit, Diderot als Zeitgenossen zu lesen.
 

Matthes & Seitz Berlin


Geschichte:
Der Erste Weltkrieg 1914-1918

Nicht nur die deutschen Feuilletons werden in diesem Jahr historisch aufgeladen, weil sich der Beginn des 1. Weltkriegs zum 100. Mal jährt.
Wir sammeln und kommentieren hier fortlaufend Bücher, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten, dessen weltpolitischen Dimensionen und kulturellen Folgen bis in unsere Tage hinein fortwirken.  Zu den Büchern


Originaltext:

REBELLEN
Von Joe Bauer
Artikel lesen
S
chwäbische Widerständler und Querdenker erinnert.
»Der schwäbische Widerstand zieht sich kontinuierlich durch die Geschichte des Landes, die Rebellen konnten allerdings nicht verhindern, dass man »die Schwaben« bis heute für biedere, spießige Duckmäuser hält. Maulfaul und »verdruckt«, geizig und vom Putzwahn besessen.«



Hinterland
Von Ulrich Breth
Artikel lesen
Zur Funktion des Erhabenen in Bob Dylans Spätwerk.
»In Dylans Spätwerk wird der kategorische Rahmen der Songs durch eine Haltung ersetzt, die man als Logik des Zerfalls bezeichnen könnte.«

Das besondere Buch:

Gesichter und Masken

Von Goedart Palm
Artikel lesen
»Faces. Eine Geschichte des Gesichts«
Hans Beltings hochkarätige und solitäre Abhandlung demonstriert, dass es keine paradigmatische Verwendung des Porträts mehr geben kann, sondern der kontextualistische Einsatz von Porträts Teil politischer, ökonomischer und ästhetischer Strategien ist. Leseprobe

»Bei Kafka schweigen die Sirenen.«
Der große Essay:
Franz Kafka

Von Walter Benjamin
Artikel lesen
»Die Erlösung ist keine Prämie auf das Dasein, sondern die letzte Ausflucht eines Menschen, dem, wie Kafka sagt, »sein eigener Stirnknochen ... den Weg« verlegt.« Als pdf-Datei

Kafka: Unsere Berufungsinstanz
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Lebensangst, die Entfremdung und Heimatlosigkeit des modernen Menschen sind die zentralen Themen der Romane und Erzählungen Franz Kafkas - und seines Lebens.


Eine Philosophie des Ernstes
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Zum 225. Geburtstag von Arthur Schopenhauer.

Schopenhauer ist ein singuläres Ereignis in der langen Geschichte der Philosophie. Er hat die Philosophie des 19. Jahrhunderts maßgeblich erweitert und sie mit seiner eleganten und klaren Sprache aus ihrem akademischen Elfenbeinturm befreit.
 
Lesen Sie gefälligst Schopenhauer!
Von Herbert Debes
Artikel lesen
»Eine Liebeserklärung an die Philosophie«
Eine kleine Zitatensammlung zum 225. Geburtstag
»
Daher will Jeder Alles für sich, will Alles besitzen, wenigstens beherrschen, und was sich ihm widersetzt, möchte er vernichten.«

Essays:

Subtraktion statt Subversion
V
on Timotheus Schneidegger
Artikel lesen
Eine soziopolitisch angewandte Grundrechenart nach Alain Badiou
und Slavoj Žižek.
»Niemand hat ein gründlicheres Verständnis von der herrschenden Ordnung als die, deren Überleben davon abhängt, in ihr nicht als unzugehörig aufzufallen. Das revolutionäre Potential solcher Klarsicht ist durch die Furcht des Ausgestoßenen, als Ausgestoßener erkannt zu werden, gegen ihn selbst gerichtet. Diese Klammer gilt es zu lösen.«

Die Geburt des Aphorismus
aus dem Geist der Pyrotechnik
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Antoine de Rivarol -
der monarchistische Aufsteiger als aufgeklärter Reaktionär.
Eine opulent ausgestattete Schatzkiste mit »Gedanken und Maximen, Porträts und Bonmots« Rivarols
»Vom Menschen« die diesen alerten Geist in umtriebigen Zeiten wieder erstrahlen lassen. Leseprobe Hörprobe

Zum 50.Todestag von Hermann Hesse:
»Sei Du selbst!«
Von Jürgen Seul
Artikel lesen
Eine Würdigung mit Bemerkungen zu den zwei aktuellen Hesse-Biografien von Gunnar Decker und Heimo Schwilk.

Wie man einen Nobelpreisträger zur Schnecke macht
Marcel Reich-Ranicki und Hermann Hesse.
Von Volker Michels
Artikel lesen
»Wo aber Macht ist, da wird sie in der Regel auch missbraucht, nicht nur von Politikern. Reich-Ranickis Umgang mit Hermann Hesse ist nur ein Beispiel unter vielen, wenn auch ein besonders eklatantes. Woher nur diese Aversion?« Artikel als pdf-Datei

»... daß ich nicht Eines und Eine lieben kann.«
Von Georg Patzer
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Die äußerst aufschlußreichen Porträts von Bärbel Reetz über Mia Bernoulli, Ruth Wenger und Ninon Doblin, jene drei Frauen, mit denen Hermann Hesse verheiratet war.
»Kein schönes Bild, das Reetz hier entwirft. Ein Macho, der mit einer gleichberechtigten Ehefrau völlig überfordert ist. Es ist immer das gleiche Muster: Er verliebt sich, er will nicht heiraten, er heiratet dennoch, er flüchtet.«


Essays:

Der Schatten des Körpers
des Schriftstellers

Auf der Suche nach Christian Linder.
Ein literarisches Puzzle
von Jürgen Nielsen-Sikora.
 

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»Die Funktion der Kunst ist niemals«, belehre ich im Widerstreit mit meinen eigenen Gedanken den Schatten, »eine Wahrheit zu illustrieren – oder auch eine Frage –, die man schon kennt, sondern Fragen aufzuwerfen (und vielleicht auch zur rechten Zeit Antworten zu geben), die sich selbst noch nicht kennen.«

Das Essay als pdf zum Download

Wilhelm Meisters Lehr- und Wanderjahre
Ein deutscher Bildungsroman von Johann Wolfgang Goethe
wiedergelesen von Uwe Hübner

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PDF-Fassung zum Ausdrucken

Zur Philosophie der Erschütterung
Ein Essay von Karim Akerma
»Eine Frage schreit nach einer Antwort: Wer hat diese Welt eingerichtet? Im Vorwort zu seinem „Gedicht über die Katastrophe von Lissabon“ schreibt Voltaire (1694-1778): Alles ist eingerichtet, alles ist geordnet, ohne Zweifel, durch die Vorsehung, aber es ist nur allzu spürbar, dass längst nicht alles für unser gegenwärtiges Wohlbefinden eingerichtet ist.« Essay lesen

Donner Présent

Ein Essay von Anne Dippel
Auf den Spuren des philosophischen Tricksters Jacques Derrida
. Essay lesen
Es lichten sich erneut die Fragen nach Ereignis, Sein und Zeit, sowie Seiendem und Jetzt, indes von einem anderen sprachlichen Horizont her. Als pdf-Datei


Nachruf
Wie das Schachspiel
seine Unschuld verlor

Zum Tod des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer. »Ich glaube nicht an Psychologie, ich glaube an gute Züge.«

Literatur in Bild & Ton
Literaturhistorische Videodokumente von Henry Miller, Jack Kerouac, Charles Bukowski, Dorothy Parker, Ray Bradbury & Alan Rickman liest Shakespeares Sonett 130

Hörprobe
Die Fluchtbewegungen des Bob Dylan
Ulrich Breth über die Metamorphosen des großen Rätselhaften



Coltrane par coeur
René Steininger zu Ben Ratliffs lesenswerten Biographie über einen Unsterblichen der Musikgeschichte.

»Coltrane. Siegeszug eines Sounds«
»Der Sound ist für den Musiker, was für den Schriftsteller der Stil oder die Stimme ist. Es ist seine Signatur oder Syntax und das, was er der Struktur der Notensysteme an individuellen Modalitäten abgewinnt. 'Irgendwann braucht jeder Musiker einen eigenen Sound', den man 'im Idealfall schon beim ersten Ton erkennt.'«
Mit 10 Bild- & Tondokumenten aus der Tube
.

I Feel Love
Von Peter V. Brinkemper
Zum Tode von Donna Summer, Robin Gibb und Dietrich Fischer-Dieskau.
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»Donna Summers und Robin Gibbs vorzeitige karzinogene Tode erinnern uns wie das dazwischen eingetretene Lebensende von Dietrich Fischer-Dieskau an eine Ton-Bild-Landschaft von hohem Kunstanspruch zwischen Pop und Klassik.«

Kurze Geschichten von Joe Bauer:

Ede aus Stuttgart
Von Joe Bauer
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Die Street Art von
»Harry & Gelb«. Eine Spurensuche in memoriam Jörg Fauser.
»Ich weiß nicht, wer sich dahinter verbirgt, und will es auch nicht wissen. Nicht jedes Geheimnis muss gelüftet werden. Eine Stadt braucht Geheimnisse. Rätsel, die den Menschen Freude machen.«

Neues vom Frosch
Metamorphose Betrachtungen
von Joe Bauer
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»Die Sonne stand tief, das Wasser dampfte in der eisigen Februarkälte, und es war ein Spaß, so zu tun, als sei Sommer. Man muss es nicht glauben, wenn die Leute sagen, das Wasser im Mineralbad Berg sei im Winter kälter als im Sommer. Die Sauna ist bei fünfunddreißig Grad im Schatten auch nicht heißer als bei fünfzehn Grad unter null. Alles eine Frage der Kleidung.«

Der Stift
Von Joe Bauer
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Eine kleine, seltsamerweise nur wenige Jahre alte Geschichte.

Mit Laib und Seele
Joe Bauers Tirade gegen die deutsche Sucht nach Witzigkeit.
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»Die Lachkrankheit ist weiter verbreitet als Demenz.« Gewidmet Herrn Dieter Nuhr


Wie der Ochs vor dem Berg

Joe Bauer in der Stadt
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»Zurzeit schauen wir in das Auge des vorweihnachtlichen Terrorismus, und das begreife ich so wenig, wie ich die Katholische Kirche verstehe. Die allgemeine Stimmung macht mir Sorge, komme ich doch langsam in ein Alter, in dem man sich fragt, ob man noch Rock'n'Roll oder schon Gospel singen soll.«


Der Reisemuffel
Eine Glosse von Joe Bauer
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»
Die meisten Leute haben die Tage schnell verdrängt, als Islands Asche um die Welt flog und den Himmel zur Hölle machte. Der Vulkan Eyjafjallajökull spuckte auf die Marketing-Botschaft, Reisen sei für Menschen ein Kulturgut.«

Herzlichen Glückwunsch zu über 500 Depeschen in Joe Bauers Flaneursalon

Am Neckar
Eine kurze Geschichte von Joe Bauer
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»Mit der Linie 2 fuhr ich am Morgen einige Stationen weiter als üblich durch Stuttgart und stieg erst in der Mercedesstraße aus. Nicht weil ich verschlafen hatte. Ich musste nach Bad Cannstatt, die Hochwasserlage prüfen. Hochwasserlage, hatten sie im Fernsehen gesagt, Hochwasserlage, wie Hanglage. Bald würde es wieder regnen. Das war gefährlich. Als ich von der Brücke aus die Brühe unter mir sah, wurde mir schlecht.«

Buddy
Eine Short-Story
von Jörn Birkholz
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»Sonntagmorgen. Nachdurst! Tastend begebe ich mich auf die Suche nach der Mineralwasserflasche, die irgendwo neben meiner Matratze stehen muss. Nachdem ich meine Finger aus dem übervollen Aschenbecher genommen habe, erreiche ich sie schließlich und trinke gierig. Ich stehe auf. Leichter Schwindel, Kopfschmerzen, aber ansonsten alles im gelben Bereich. Ich gehe auf den Balkon und blicke zur Bäckerei auf der anderen Straßenseite. Davor liegt ein Hund.« Text als PDF-Datei

 



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