Glanz&Elend Literatur und Kritik              Impressum & Datenschutz - Mediadaten - 19.05.19

 

Lesungen & Kulturlinks

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Paul Mason
Klare, lichte Zukunft

Eine radikale Verteidigung des Humanismus


Um die Werte der Aufklärung in die Zukunft zu retten, legt Paul Mason eine radikale Verteidigung des Humanismus vor.
Leseprobe


Suhrkamp

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65 Filmstarts im Mai/Juni

 

Bedingt rettungstauglich
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Lisa Herzogs Plädoyer für die Idee der Arbeit
als eines integrativen gesellschaftlichen Faktors

»Ihr Anliegen ist es, die Solidarität der Arbeitswelt wieder zu stärken und Vorschläge zu erarbeiten, wie Arbeit in Zeiten der Digitalisierung neu gedacht, und die Würde des Einzelnen sichergestellt werden kann.«


Vom richtigen Überleben im falschen
Von Lothar Struck
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Zur Neuauflage von Bruno E. Werners Roman
»
Die Galeere«
»
Dabei wissen sie nahezu alles: Frontenverläufe, Deportation, Holocaust. Aber das physische Überleben steht vor der widerständigen, intellektuellen Redlichkeit. Es ist dieses Fokussieren auf sich selbst, das den Leser ergreift und gleichzeitig ambivalent zurücklässt.«

Meister des Exkurses
Von Gregor Keuschnig
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Hans Magnus Enzensbergers unterhaltsame Experten-Revue in 89 Nummern
»Stück für Stück entsteht ein Wimmelbild der Finder und Erfinder, welches Enzensberger mit der Lupe lächelnd, bewundernd aber auch zuweilen spöttisch würdigt.«


»Je mehr die Entfernung wächst, desto klarer wird die Sicht.«
(aus: Die Ringe des Saturn)


In Memoriam Winfried Georg Sebald,
der am 18. Mai 75 Jahre alt geworden wäre.


Enzyklopädie der Melancholie
Ein Essay von René Steininger
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»Man findet in der deutschen Literatur nach 1945 nicht leicht ein Werk, das so hartnäckig um die Themen der Zerstörung und Trauer kreist, wie jenes des 1944 in Wertach im Allgäu geborenen und 2001 bei einem Autounfall in seiner englischen Wahlheimat Norwich ums Leben gekommenen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers Winfried Georg Sebald.«



Auf heikler Mission in Budapest
Von Gregor Keuschnig
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Martin von Arndts Roman »Sojus« erzählt
Andreas Eckarts 3. Fall
»Überhaupt hat hier das Agentendasein nichts glamouröses, es gibt keinen Luxus, kaum Sex, dafür Streifschüsse, Häuserkämpfe und andere Action, die allerdings wohltuend nichts mit den eher lächerlichen sterilen Filmstunts zu tun haben...«

Einmal lebt' ich in der Hölle
Von Wolfram Schütte
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Richard Billingham setzt seinen Eltern »Ray & Liz« ein eigenartiges filmisches Denkmal.
»Die imaginierte Rekonstruktion seiner Kindheit in äußerster sozialer Armut, Brutalität & Häßlichkeit blättert der Film vor uns auf wie das Foto-Album einer fremden, befremdlichen britischen Familie des englischen Lumpenproletariats – eines Foto-Albums, dessen Bilder aus beengten, katastrophalen sozialen Lebensverhältnisse zu vitalem Leben erwachen«

Volltexte vom »mächtigen Muffel«
Von Sigrid Lüdke-Haertel
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»Was wir waren«
fragt Andreas Maier in seinem neuen Buch, das auch gleich die Antwort gibt.
»Maier beschreibt, ohne sich zu schonen oder zu beschönigen, wie er lebt, denkt, wohin er reist, seine Abneigungen, seine Vorlieben, seine Demütigungen.«



Wo es wehtut
Von Georg Seeßlen
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»Das schönste Paar« der neue Film von Sven Taddicken
»Das schönste Paar« ist einer der raren Filme, die dahin gehen, wo es wehtut. Unter die Haut der Zivilisation und hinter die Gewohnheiten von Biografie und Alltag.

Das Kind im Manne
Von Claus Wecker
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»Stan & Ollie« von Jon S.Baird
»... ein gelungenes Abbild der Laurel-and-Hardy-Filme, die wiederum ein Abbild des wahren Lebens sind. Na ja, des Lebens, wie es früher einmal war.«




Skizzen brüchiger Lebenswelten
Von Gregor Keuschnig
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Sieben neue Erzählungen von Bjarte Breiteig
»
Novellenartig wird auf knappstem Raum von Protagonisten erzählt, die auf Momente hinsteuern, die für immer ihr Leben verändern werden. Bevor die Folgen für sie jedoch eintreten, brechen die Geschichten ab.«



Was für ein jokoses Büchlein!
Von Wolfram Schütte
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Alberto Savinios bunter Erzählteppich »Nostradamus«
»Es ist eine ebenso schmale wie anspruchsvolle Erzählung von 1938, deren Gewitztheiten, Ironien & eleganten Verdichtungen Lesern schieres Lektüre-Vergnügen bereiten,...«

»Im Namen des Guten«
Von Gregor Keuschnig
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Anmerkungen zu einem Anti-Phrasenbuch
und ein kleiner Exkurs in die Vergangenheit.
»Auf der einen Seite nämlich ist der Haß auf das Böse heute wirklich im Namen des Guten zu etwas Zerstörendem und Destruktivem geworden, auf der anderen Seite ist das Gute, das sich selbst als Positivität aufwirft, anstatt nur das Böse als Index seiner selbst zu sehen, zu dem Bösen geworden.« (17.Vorlesung über "Probleme der Moralphilosophie" von Theodor W. Adorno vom 25.7.1963)

Das Gesetz des Lesens
Von Lothar Struck
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Zu Michael Kleebergs Roman
»Der Idiot des 21. Jahrhunderts«
»... und ich hole meine Notizen noch einmal hervor, um mindestens kapitelweise den Divan weiterzulesen, ab sofort ohne den Ballast der Referenzen, ohne die mit dem muffigem Parfüm der Denunziation agierenden Literaturverächter, die ahnungsvoll niemals auch nur in die Nähe des Idiotenstatus kommen werden...«

Bukowskis Gott Arturo Bandini
Von Klaus Bittermann
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Alex Capus hat John Fante neu übersetzt.
»Diese rohe, nicht gerade feingeistige Prosa springt einen an und lässt nicht mehr los, bis man alles verschlungen hat, denn selten wurde ein pubertierender Junge mit dem ganzen Größenwahn und den ganzen Selbstzweifeln so gut in Szene gesetzt, ...«


Chaos im Hause John Fantes
Von Klaus Bittermann
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Mit dieser grandiosen Westküsten-Komödie kam John Fante zu Lebzeiten das erste und einzige Mal zu Bestseller-Ehren.
»Er beachtete eine wichtige Regel im Schriftstellerberuf: er schrieb nur über das, worin er sich auskannte, nämlich über seine eigene Biografie. Und er hat nie über etwas anderes geschrieben. Und dennoch war er nie sicher. »Ich fand jede Zeile, die ich schrieb, nur durchschnittlich.« Und genau dieser Zweifel an sich machte aus ihm einen großen Schriftsteller, und man muss Bukowski auf Knien danken, dass er die Leute mit der Nase darauf gestoßen hat.«

Irren-Boulevard
Von Gregor Keuschnig
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Angela Lehners Roman-Debut
»Vater unser«
»Häufig wird man von Erstlingswerken mitgerissen, wartet dann ungeduldig auf das zweite Buch – und ist dann enttäuscht. Bei Angela Lehner ist es anders. Sie ist eine Autorin, auf deren zweiten Roman man trotz der Schwächen des ersten Buches gerne wartet. Denn jeder Leser bemerkt es, dieses Erzähltalent.« Leseprobe


Ein Germanist, der das Kino von Kindesbeinen an liebt
Von Wolfram Schütte
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Peter Demetz erzählt von den diktatorischen Filmliebhabern & von »seinem Prag« unter
der Nazi-Okkupation.
»Wie schön, dass es unter Germanisten (seiner Generation) wenigstens einen gab, der nicht nur das Kino liebte & sich zu seiner lebenslangen Leidenschaft bekannte, sondern sich auch noch dazu anstiften ließ, dem Film ein Buch zu widmen!« Leseprobe

Rätselhafter Findlingsblock
Von Wolfram Schütte
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Michael Hanekes Drehbücher
Der Klotz von mehr als 1300 Seiten steht so befremdlich im sonstigen Verlagsprogramm wie der geheimnisvolle Monolith am Rande einer Savannenlandschaft, in der sich eine urtümliche Primatenherde tummelt, am Beginn von Kubricks SF-Film »2001: Odyssee im Weltraum«.


Kleine Schritte. Nirgendwohin. Hartnäckig
Von Peter Kock
Text lesen
Zum letzten Band von Samuel Becketts Briefen (1966–1989)
»Eine jahrzehntelange Arbeit kommt damit zum Abschluss, die willkommenen Anlass gibt, Becketts Werk neu oder abermals zu lesen – und das weitverbreitete Klischee des Mülltonnen-Dramatikers, des Becketts der deprimierenden Prosa, der sinnfreien Endspiele und des hoffnungslosen Wartens auf jemanden Unbestimmtes, der nicht kommt, ein weiteres Mal zu revidieren!« Leseprobe

Gesinnungsästhetik, Klassenliebe und Meinungspfosten
Von Gregor Keuschnig
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Ungeordnete Bemerkungen zu Anke Stellings Roman »Schäfchen im Trockenen«
»War es jemals anders? Waren die Lobeshymnen (seltener die Verrisse) nicht immer mindestens subkutan außerliterarisch begründet? Wer blieb schon beim Text, wenn man auch persönlich werden konnte? Sicher, inzwischen nimmt der Konformitätsdruck zu. Da werden Romane von "umstritten" deklarierten Autoren untersucht, ob sie nicht eventuell abweichende und damit zu verdammende Gedanken oder falsche Wörter enthalten.« Leseprobe

Lesenswerte Bücher fürs Frühjahr
20 Neuerscheinungen auf einen Blick
gesichtet von Herbert Debes

zu den Büchern





Entspannt euch!
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Eine Bemerkung zum Video »Deutschland«
der Band Rammstein
»Es ist alles so schön berechenbar: Eine umstrittene Band veröffentlicht ein Musik-Video, in dem Anspielungen auf die NS-Zeit zu sehen sind, und Teile der Öffentlichkeit fühlen sich provoziert. Dann folgt die übliche Medienschlacht und nach ein paar Tagen ist wieder Ruhe eingekehrt – bis zur nächsten Provokation.«


Bankgespräche
Von Gregor Keuschnig
Text lesen

Sebastian Winkels Dokumentarfilm »Talking Money - Rendevous bei der Bank«
»Irgendwann ertappt man sich unweigerlich dabei, trotz der mangelnden Hintergründe die Sachverhalte beurteilen zu wollen und selber eine Entscheidung über die Vergabe eines Kredits zu treffen. Würde ich diesem Menschen Geld geben?«

Auswege aus der Rottweiler-Gesellschaft
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
Paul Colliers Ma
nifest gegen den Zerfall unserer Gesellschaft
Sein Ansatz ist pragmatisch und geprägt von den Traditionen der britischen Moralphilosophie, die im Kern auf der Idee der Reziprozität beruht: Staat, Unternehmen, Familie und der Rest der Welt müssten wieder stärker ihren Verpflichtungen nachkommen.

Niederauffahrt einer Edelfeder
Von Wolfram Schütte
Text lesen
Heribert Prantl erreicht die Altersgrenze & verdreifacht sich.
Als »Mitglied der Chefredaktion« & zuletzt stilistischer Oberputzmeister der Meinungsseite tritt er zwar zurück, aber nur, um noch mehr Zeit & Raum zu haben, von nun an lustvoll in allen Publikationsmedien der SZ wöchentlich seine individuelle Kür zu laufen.


Identitätspolitik gefährdet die Demokratie
Von Phillip D. Th. Knobloch
Text lesen
Francis Fukuyama untersucht in seinem neuen Buch »Identität« wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet.
»Durch die Erweiterung und Universalisierung der Würde wird die private Suche nach dem Selbst zu einem politischen Projekt«

Ziemlich große Literatur
Von Lothar Struck
Text lesen
Bemerkungen über den modernen Vagantendichter Dietmar Sous
»Das Timbre des Sous'schen Erzählens ist mit Lakonik nur unzureichend charakterisiert. Es changiert zwischen Boulevard, Situationskomik und Ernsthaftigkeit. Leben als dauernder Aufbruch. Sous' Figuren sind Chaoten, Möchtegernanarchisten, Eigenbrötler oder von allem etwas, aber ohne die poliert-verkopfte Kauzigkeit, die einem beispielsweise bei Clemens J. Setz entgegenschlägt oder in den wohltemperiert gestrickten Erinnerungsmützchen eines Andreas Maier.«

Die letzten 500 Bücher ...
Von Lothar Struck
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Was einem Leser beim Umräumen
seiner Bibliothek durch den Kopf geht
»Nach zwei Tagen bin ich fix, aber fertig. Der Maler fragt mich, ob ich alle Bücher ausgeräumt habe. Nein, sage ich, erst 1.000. Rund 500 stehen noch im Regal. Aber morgen sei ich fertig, verspreche ich. Er ist zufrieden. Langsam strecke ich nach dem Gespräch meinen Arm aus. Und ich nehme die noch fehlenden 500 Bücher mit einer Hand aus dem Regal.«


»Scheiß auf Gott ... gehen wir auf Trip«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
T.C. Boyles langweiliger Roman über den LSD Guru Timothy Leary
»Leider vermisst man in Boyles neuem Werk die Leichtigkeit, den Humor, die Ironie, die einige seiner besten Bücher auszeichnen.«



Meister(&)Schüler
Von Wolfram Schütte
Text lesen
Die kurze, glückliche Beziehung von Hans Wollschläger & Arno Schmidt / 1 Längerer Bericht von Büchern & Menschen
»Man könnte, denke ich mir, alle diese Dokumente lesen wie einen historischen Briefroman aus einer fernen Vergangenheit, die mit dem romantischen 19.Jahrhundert in vielerlei Hinsicht mehr zu tun hat, als mit unserer »nachgutenbergischen« Gegenwart.«


Abschied & Aufbruch
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
Ulrich Woelks Roman
»Der Sommer meiner Mutter«
»Was passiert, wenn Menschen glücklich sein wollen und damit gegen die Wahrhaftigkeitsphrasen ihrer Epoche verstossen, zeigt dieser Roman. Ein großes Thema.«
Leseprobe




Jeder Wahn hat einen Sinn
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
Achim Haug erzählt von inneren Stimmen, bizarren
Botschaften und gefährlichen Doppelgängern.
»Interessant sind nicht zuletzt die Exkurse in die Geschichte der Psychiatrie, Haugs durchaus kritische Haltung zu einigen Erkenntnissen der Hirnforschung und seine Übungsbeispiele bezüglich der eigenen Wirklichkeitsauffassung.«

Brückentag
Eine kurze Geschichte
Von Jörn Birkholz

Text lesen

»Ich komme zu spät. Mein Zug war ausgefallen. Mit meinem am Körper klebenden Hemd betrete ich den Park. Eine Traube von etwa fünfzig Menschen hat sich unter einer gigantischen Eiche zusammengefunden. Ich schleiche mich vorsichtig an.«

Mutters ganzer Stolz
Von Georg Seeßlen
Artikel lesen
»Frühes Versprechen« von Eric Barbie
Mutter, Sohn und Vaterland bilden in Barbies Film »Frühes Versprechen« ein magisches Dreieck, nichts ist ohne das andere zu denken. Und das hat nicht nur dramatische und komische, sondern zweifellos auch hoch neurotische Züge.


Eine schräge Geschichte
Von Sigrid Lüdke-Haertel
Artikel lesen
Marjana Gaponenkos Bibliothekarsroman
»Der Dorfgescheite«
Ernest Herz pflegt seine Idiosynkrasien. Er verabscheut den »Dauergrinser, den Gutgelaunten aus Überzeugung, den ernährungsbewussten Wellness-Optimisten, der den Rat des Therapeuten, die Seele mit der gelifteten Visage in Einklang zu bringen, ernst genommen hatte«.



Eine Art Abschiedstournee
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Michel Houellebecqs neuer Roman
»Serotonin«
»
... dann spürt man plötzlich diese Sehnsucht, dieses Verlangen nach dem Einssein mit einer Welt und vor allem die Wehmut über die verpassten Chancen...«




LSD-Kapitalismus
Von Klaus Bittermann
Artikel lesen
César Rendueles' literarische Reise durch die Geschichte der freien Marktwirtschaft
»Was große Literatur, die hier von Rendueles verhandelt wird, von den im üblichen Strickmuster fabrizierten Bestsellern unterscheidet, dass wir in ihr mehr oder weniger bewusst erkennen, was uns quält, weil sie beim Leser eine Saite zum Schwingen bringt, deren Klang wir so schnell nicht vergessen.« Leseprobe


Flucht & Migration
12 Bücher zu dem Problem unserer Zeit
Flucht und Integration gehören zu den beherrschenden Themen der Gegenwart. Sie sind ein maßgeblicher Grund für den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und drohen, die EU zu spalten. Ein Blick in die Tiefen der Geschichte relativiert allerdings die »Flüchtlingskrise« des Jahres 2015.
Zu den Bücher




Phantomschmerzen
Ein Statement von Kurt Otterbacher
Artikel lesen
Eine Dekade wird besichtigt:
Wolfgang Kraushaars illustrierte »Chronik der 68er-Bewegung« ist ein monumentales Denkmal & opulent ausgestattetes Archiv
des geistigen, moralischen, und kulturellen Erbes einer ganzen Generation, die, mit Herbert Marcuse gesprochen, den Versuch ihrer Befreiung unternommen hat.
»Für sie ist Kraushaars Chronik unserer verlorenen Zeit ein süffiger Abenteuerroman...«


»Der bleibt halt Handke«
Von Lothar Struck
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Jörg Döring sieht in Peter Handkes Princeton-Rede von 1966 das Ende der Nachkriegsliteratur.
»Eine feine Sensorik zeigt Döring dort, wo er mit wachsender Rededauer den eigentlichen Adressaten für Handkes Schimpfrede ausmacht: die Kritiker. Erst die Literaturkritik, die diese »läppische« Literatur lobe, ermöglicht sie damit.«


Foto: public domain

Einblicke in die Denkwerkstatt Hannah Arendts
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Zum Auftakt der ersten kritischen Gesamtausgabe der Werke der bedeutenden politischen Theoretikerin des 20. Jahrhunderts.
»Es ist gewiss ungewöhnlich, eine auf siebzehn Bände angelegt Kritische Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts mit einem Band zu eröffnen, der so nie veröffentlicht worden ist. Aber was ist schon gewöhnlich an diesem Projekt,...«


Denken und dann Dekantieren
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Über Peter Sloterdijks unterhaltsames Brevier »Polyloquien«
»Mal Philosoph, mal Phönix, mal Pyromane, leuchtet Sloterdijk den Weg durch die Nacht der Welt. Die Gefahr: »Je heller das Feuer scheint, desto leichter ist es gelöscht«, wie es in Senecas Trostschrift an Marcia treffend heißt.«


Als der Geist die Kolonie liebte und tapfer vergaß
Bemerkungen zur Philosophie in den Zeiten des Kolonialismus v
on Peter Trawny
Artikel lesen
»Wichtige Nationen Europas vollzogen eine gigantische geopolitische Bewegung, um nachzuholen, was Spanier und Portugiesen ein paar Jahrhunderte vorher bereits vorgemacht hatten — und die deutschen Philosophen schrieben nichts, dachten nicht darüber nach, waren desinteressiert. Warum?«


Ernst raucht 1932 mit Georg eine Zigarre, und man versteht sich.
Ein Gedankengang von Peter Trawny über die Möglichkeiten und Grenzen argumentativen Verstehens
»... die Macht lässt sich nicht immer von bestehenden politischen Systemen begrenzen. In ihren gewalttätigen Eruptionen reißt sie Bestehendes nieder, um Neues zu errichten. Und es wird zwar vielleicht möglich gewesen sein, das zu verhindern. Doch niemand weiß immer, was möglich ist.« Artikel lesen


Rätselhafter Zahlenfetischismus
mit sprachlichem Schlamassel
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Maria Cecilia Barbettas eigenartiger epischer Roman »Nachtleuchten«
»Barbetta dürfte eine der talentiertesten & zugleich ehrgeizigsten ihrer Generation sein.«

Fragmentarische Rückschau
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Hans Magnus Enzensbergers Exkursionen in die Vergangenheit einer Kindheit und Jugend.

»Es gab also ein richtiges Leben im falschen. Und es wird souverän erzählt, vielleicht manchmal ein bisschen zu elegant. Fortsetzung? Ja, bitte. Unbedingt!«


Alles ist gut
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Die seltsam positive Weltsicht des Steven Pinker
Die Welt heute erklärt er zum »Schlaraffenland« und zitiert den Komiker Chris Rock: »Dies ist die erste Gesellschaft der Geschichte, in der die Armen fett sind.« Mein Humor ist das nicht.  


Es geht um Alles
Das ambitionierteste literarische Debut seit Jahren.

Thomas Hummitzsch sprach mit Phillip Weiss über dessen fünfbändigen Romanzyklus »Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen«.
»Jeder Schöpfungsprozess impliziert auch Zerstörung. Den Versuch einer solchen schöpferischen Zerstörung unternimmt mein Roman sicherlich«. Artikel lesen /  Leseprobe


Ich brauchʼ Tapetenwechsel, sprach die Birke
Zum 200. Geburtstag von Iwan Turgenjew.
Von Christiane Pöhlmann
»Seine Prosa kommt glasklar daher und verlangt trotzdem nach einem Luchsauge. Selten hat ein Autor den Dialog mit der Leserschaft derart auf Augenhöhe gesucht wie Iwan Turgenjew.« Artikel lesen


In »Vater Wald« mit Glück dem  Tod entgehen
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Edward Debicki erinnert Leben & Sterben der Zigeuner zwischen den Fronten des  Zweiten Weltkriegs in Osteuropa
»Man kann sich das Lebens-Chaos durch das wechselhafte politisch-militärische Geschehen, dessen gefährliche Unübersichtlichkeit für die in Wald & Feld Herumirrenden, die jederzeit von Gewalt, Hunger & Tod bedroht waren, in unserer heutigen Handy-Welt kaum vorstellen.«


»Ein Caravaggio hätte heute keine Chance mehr«
Hanno Rauterbergs Essay »Wie frei ist die Kunst?«
Von Gregor Keuschnig
»Die Kunst verliert als Kampfmittel einer Selbstvergewisserungsindustrie ihre in der Moderne errungenen Freiheiten.« Artikel lesen / Leseprobe


Aus tiefster Provinz die Welt kreisen lassen
Peter Trawnys »Heidegger-Fragmente« brechen geistreich wie fruchtbar mit den Konventionen der Biographie als geschlossene Form
Von Jürgen Nielsen-Sikora
»Die Simultandarstellung zahlreicher Blickwinkel lässt die Zeit ins Sujet einbrechen. Es ist ein Bruch vor allem der Denkgewohnheiten, antiillusionär, mit dem Ziel, vielmehr den Umriss als das Wesen des Dargestellten verständlich zu machen.«
Artikel lesen / Leseprobe


Das Böse neu denken
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
In ihrem Buch »Böse« analysiert Julia Shaw die Psychologie unserer Abgründe
»Ein psychologischer Thriller, der die ein oder andere Therapiestunde ersetzt, ein Blick in unsere Abgründe, der so weit reicht, dass einem schwindelig werden kann.« Leseprobe


Mexikanische Familienzerstäubung
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Antonio Ruiz-Camachos  Erzählzyklus »Denn sie sterben jung«
Die »unerhörte Begebenheit«  dieses raffiniert vielperspektivisch erzählten »mobilen« Romans ist das plötzliche Verschwinden des superreichen 60jährigen Familienpatriarchen José Victoriano Arteaga. Eines Tages wird er entführt. Von wem & warum gerade er: das bleibt im Dunkel.

Freilegungen
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Bodo Kirchhoffs Roman »Dämmer und Aufruhr
«
»Ich springe da von einem hohen Brett in den See, nur sieht man das Brett nicht und auch nicht den See, auf dem Foto sieht man vor allem mich in der Luft, die Beine angezogen, Arme gestreckt, und im Hintergrund Berge. Ich springe wie einer, der in den Tod springt, bei dem alles, was vorher war, keine Rolle mehr spielt.« Leseprobe

Zum allgemeinen Intellektuellenhass
Von Peter Trawny
Artikel lesen
Ein Beitrag zur Dialektik der Zeit
»War der Intellektuelle der sechziger Jahre (zumeist) ein unsichtbarer Mann, der hässliche Taschenbücher produzierte, so ist er heute irgendwie ein Pop-Star, der durch Talk-Shows tingelt und »gut rüberkommen« will. Dadurch bietet er dem Ressentiment neue Möglichkeiten.«

Über die Erosion von Gewissheiten
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
H. M. van den Brinks Roman »Ein Leben nach Maß«
»Mit knappen, aber scharfen Strichen erweitert sich die kleine Kulturgeschichte des Eichens, Messens und Wiegens zu einer Kulturgeschichte der Niederlande und des globalisierten Handels, dem alles untergeordnet wird. Ein großes-kleines, ein sanftes Buch. Eine Wohltat.« Leseprobe

Ein Dichter, weit draußen
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
In seinem neuen Buch »Fortführer« zeigt sich Botho Strauß vor allem als ein »Gefangener seines Zungenschlags«.
»Was wird in einem Zeitalter empfunden werden, in dem sich die 'Kommunikation' erschöpft haben wird?« Leseprobe

Realitätsverlust
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Wie aus Demokratien postfaktische Gesellschaften werden.
»Wenn Aufmerksamkeit nun primär auf politische Propagandaseiten gerichtet ist, alternative Fakten konsumiert, und falsche Behauptungen reflexionslos geglaubt würden, steige die Gefahr eines Verlusts des Faktischen.«

Dämmrung will die Flügel spreiten
Von Christiane Pöhlmann
Artikel lesen
Leo Lanias Roman
»Land im Zwielicht« arbeitet sich am »ungeratenen Kind« Weimarer Republik ab und offenbart die Grenzen der Neuen Sachlichkeit.



»Panorama der französischen Gesellschaft«
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Julia Enckes Porträt eines Provokateurs
Im Zweifel nimmt sie sanft Partei für Houellebecq, verschweigt aber auch dessen Flops nicht, seine bisweilen heraustretende Misogynie, seine Faszination sektiererischen Organisationen gegenüber. Ein summa summarum sehr gelungenes Buch. Leseprobe
 

Karl Marx‘ 200. Geburtstag

Der Philosoph in der Revolte
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Eine Tour d’Horizon in 15 Etappen


Marx & Engels in Zitaten
zusammengestellt von Herbert Debes
Zu den Zitaten
»
In Deutschland dagegen, wo das praktische Leben ebenso geistlos als das geistige Leben unpraktisch ist, hat keine Klasse der bürgerlichen Gesellschaft das Bedürfnis und die Fähigkeit der allgemeinen Emanzipation, bis sie nicht durch ihre unmittelbare Lage, durch die materielle Notwendigkeit, durch ihre Ketten selbst dazu gezwungen wird.«


Sammelsurium
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Hans Magnus Enzensbergers 99 literarische Vignetten »Überlebenskünstler«
»
Insgesamt schärft das Buch einerseits den Blick auf die oft genug eher bescheidenen politischen Denkweisen von sogenannten Intellektuellen. Andererseits wird der Nachgeborene weniger drastisch über Menschen richten, deren Lebensumstände er niemals auch nur annäherungsweise erleben musste. Ein lehrreiches Buch, unerbittlich und nachsichtig in einem. Ein echter Enzensberger.« Leseprobe

Kontrollverlust
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Slavoj Žižek über »
Der Mut der Hoffnungslosigkeit«
»Wahrer Mut besteht nicht darin, sich eine Alternative auszumalen, sondern darin, die Konsequenzen der Tatsache zu akzeptieren, dass es keine klar erkennbare Alternative gibt. Der Traum von einer Alternative ist ein Zeichen von theoretischer Feigheit.« Leseprobe
 

Landschafts-und Seelenkunde
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Esther Kinskys Geländeroman »Hain«
»Mitunter stehen Wahrnehmungen und Assoziationen direkt nebeneinander, durchdringen sich gegenseitig und es sind diese Momente des stillen Einverständnisses mit sich und der Welt, die die kleinen Höhepunkte des Buches bilden.« Leseprobe

Im Zeitalter kollabierender Kontexte
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
In seinem klugen Buch über das Zeitalter der Empörungsdemokratie zeigt Bernhard Pörksen Wege aus der kollektiven Gereiztheit.
»Wir sind gereizt, weil uns der Gedanken- und Bewusstseinsstrom anderer Menschen in nie gekannter Direktheit erreicht, wir ungefiltert der Gesamtgeistesverfassung der Menschheit ... ausgesetzt werden.« Diskursfilter und Informationskontrollen sind weggebrochen, jeder Smartphonebesitzer wird zum neuen Sender. Leseprobe

Entlang den Gräben
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Navid Kermanis Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan
»Er hat seine Leser mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise voller Spuren von Vertreibung, Verschleppung, Folterung und Säuberung, von Unterdrückung, von Krieg und blutiger Geschichte, und doch voller Hoffnung.« Leseprobe

Verwildert
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
»Berthold Seligers „Klassikkampf«

»...ein Mixtum Compostum, das einer Quadratur des Kreises gleicht: brutalistischer Linksradikalismus als Bindemittel für die esoterische Arroganz eines streetfightin man, dem, nach den von ihm eingangs zitierten Worten von Hector Berlioz, die Musik »das Einzige ist, was (…) über diesen Abgrund voller Elend hinweghilft«. Ein tragikomischer Fall verzweifelter Liebesverwirrung.« Leseprobe

Wissenschaftler, Schriftsteller, Melancholiker, Ästhet
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Ein biografisches Meisterwerk über Claude Lévi-Strauss
»Was Loyer alles zutage fördert, ist ebenso faszinierend wie ihre Fähigkeit, Biografie, Darstellung des Werks und Zeitgeschehen so ineinander fließen zu lassen, dass man nach fast 1100 Seiten geradezu enttäuscht die Buchdeckel zuschlägt, weil dieses biografische Meisterwerk schon an sein Ende gelangt ist.« Leseprobe

Ein Abbild der USA
Von Sigrid Lüdke-Haertel
Artikel lesen
Irene Disches Roman-Feuerwerk »Schwarz und Weiß«
»Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten träumt man auch immer wieder von dem einen großen Roman, der das Unmögliche wirklich macht, nämlich die Geschichte seiner Zeit zu erzählen. Vor Jahren schon war das Buch vom Verlag angekündigt. Da war an den Albtraum Trump noch nicht zu denken. Aber der Zerfall der amerikanischen Gesellschaft, auf allen Ebenen, war längst sichtbar geworden. Irene Dische, Amerikanerin deutsch-jüdischer Herkunft, hat sich ihrer Heimat so liebevoll angenommen, wie, nach einem Wort Walter Benjamins, der Kannibale einem Säugling.«

Widerwärtige Einsamkeit
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
John Williams expressives literarisches Debut
»Nichts als die Nacht«
»Simon Strauß weist zu Recht darauf hin, dass das Buch durch die Unmittelbarkeit eines "jungen Wilden" heute noch zeugnishaft wirkt. Und man ist überrascht, wie einen dieser Arthur Maxley dann doch noch länger beschäftigt.« Leseprobe

The Making of Didier Eribon
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Didier Eribon setzt seine autobiografische Gesellschaftsanalyse fort.
Die Fortsetzung dieser Analyse ist eine Theorie des Individuums auf sozialer Ebene, eine philosophisch-soziologische Reflexion, die erneut durchsetzt ist mit autobiografischen Erzählsträngen, in denen es insbesondere um das soziale Erbe der Familie geht und die in dem erschütternden Satz münden: »In Arbeiterfamilien gibt es kein Familiengedächtnis.« Leseprobe

Aus der Ordnung gefallen
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Anna Baars neuer Roman »Als ob sie träumend gingen«
»Nein, das ist mehr als ein "Sound", das ist eine bilderzeugende Opulenz, die in den Leser hineinzieht und nicht nur die Figuren lebendig werden lässt, sondern auch das Ereignishafte evoziert, die Geschichte eines Landes.« Leseprobe

In welcher Gesellschaft wollen wir leben?
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Philipp Blom erklärt uns, »Was auf dem Spiel steht«
»Demokratische Strukturen sind kein Naturzustand. Sie sind historisch und kulturell bedingt und somit zerbrechlich. Jede Demokratie braucht überzeugte Demokraten. Wohin eine Demokratie ohne Demokraten führen kann, hat die Weimarer Republik eindrucksvoll bewiesen: Wie Metastasen wächst eine verfassungsfeindliche Stimmung, in der zunächst Begriffe und Wahrheiten nichts mehr bedeuten, und am Ende alles zerstört ist, was ein Zusammenleben möglich macht.« Leseprobe

Der Mann, der die Frauen liebte
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Retif de la Bretonnes »Monsieur Nicolas«
als Reader's Digest gut aufgelegt.
»...hochamüsante Lektüre: ein kulturhistorisch & -soziologisch einzigartig reich ausgestattetes erzählerisches Kompendium des Alltagslebens im Frankreich vor der Revolution & ein »lendliches«(Arno Schmidt) Erotikon.« Leseprobe

»...füreinander und von Tag zu Tag«
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Richard Fords Erinnerungen an seine Eltern »Zwischen ihnen«
»...ein wahrhaftiges, ein großartiges Buch. Wer es nicht mag, hat kein Herz. Und wer es seziert, hat keine Seele.« Leseprobe

Einstieg ins Denken des 20. Jahrhunderts
Von Timotheus Schneidegger
Artikel lesen
Manfred Geiers lesenswerte Doppelbiographie über
»d
ie letzten Philosophen« Wittgenstein und Heidegger
»Geier überlässt es der Leserschaft, sich ein Urteil über diese beiden Denker zu bilden, da es nun einmal kein Kriterium für philosophische Güte ist, ob einer von Kampf spricht und wer sich ihm aussetzt, ob einer bloß von Dasein und Not raunt und wer sich wirklich kümmert.« Leseprobe

Die nautische »L'éducation morale«
oder Männliche Ethik in höchster Gefahr
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Joseph Conrads Roman »Die Schattenlinie« & die Erzählung »Der geheime Teilhaber«
»Göskes bedeutendste übersetzerische Leistung besteht darin, dass er die semantisch-stilistische Differenz zwischen der kaltschnäuzigen Naßforschheit des jungen Kapitäns & der warmherzigen Bedachtsamkeit des älter gewordenen (& erfahrenen) Erzählers im Sinne des virtuosen Autors akzentuiert & nicht wie oft bisher eingeebnet hat – eine bewundernswerte stilistische Gratwanderung.« Leseprobe

Oberfläche und Tiefgang
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Die Denkspiralen in Karl Ove Knausgårds Essayband »Das Amerika der Seele« verleiten weniger zum Nach- als zum Weiterdenken.

»Allein die Literatur hat die Fähigkeit, ganz in die Welt des Einzelnen einzudringen, dorthin, wo der Überbau im Alltag einstürzt. Und diese Fähigkeit ist so unveräußerlich, nicht zuletzt in unserer Kultur, die jeden Tag mit der Ideologieproduktion aller denkbaren Medien gefüllt wird, dass wir es uns nicht leisten können, etwas darin abzulehnen, nicht einmal das, was wir verabscheuen oder am allermeisten fürchten.«
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Mutiger Griff zum heißen Eisen
Von Wolfram Schütte
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Samuel Schirmbecks Philippika »Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen«
Er ruft ins allgemeine europäische Gedächtnis, wofür jahrhundertelang die Aufklärung wider die beengende, niederdrückende Macht des Obskurantismus, der im Zusammenspiel von Kirche & Staat besonders verheerend glühte, gekämpft  & was sie unter großen Opfern als unveräußerliche Menschenrechte damals erkämpft hatte.

Auf dem Datenweg zu Gott
Von Klaus Bittermann
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Über »Homo Deus« von Yuval Noah Harari
»Harari weiß das Bedürfnis der Leser nach einer Draufsicht aufs Ganze und nicht nur auf einen Aspekt, im Plauderton geschrieben, hervorragend zu befriedigen. Und ja, es ist intelligent, scharfsinnig und manchmal sogar überraschend witzig,...« Leseprobe


»Nach der Wahrheit ist vor dem Faschismus«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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In seiner Schrift »Über Tyrannei« erteilt uns Timothy Snyder »Zwanzig Lektionen für den Widerstand«.
»Das postfaktische Zeitalter lebt von Eilmeldungen und Breaking News, von Lügen, Ablenkungen und Verwässerungen, die dem Publikum gleichgültig sind. Entscheidend ist allein, ob die Gefühlswelt des Publikums befriedigt wird.« Leseprobe


»Suchen Se ruhij weita, ick hab nüscht dajejen«
Von Christiane Pöhlmann
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Eine Anthologie mundartlicher Gedichte zeigt: Berlinerisch ist dufte – und leider am Verduften. Einige Überlegungen zum Frech- und Korrektsprech.
»Diese Sammlung zeigt, dass das Berlinische weit mehr als ein Dialekt ist, denn neben grammatischen und semantischen Merkmalen prägt das Idiom auch ein Ton jenseits der Prosodie. Eine Sprechhaltung, die wert aufs Spontane und Spielerische legt und sich, kommunikationswissenschaftlich ausgedrückt, nicht für komplementäre Beziehungen eignet. Weniger geschraubt: Normen, Etikette und Hierarchien – vielet jilt einfach nich.« Im Buch blättern

Über die schrägen Typen der Journaille
Von Lothar Struck
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Honoré de Balzacs Typologie »Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken«

»Gleichwohl funkelt dieses Bestiarium auch ohne vertiefende historisierende Lektüre und bildet einen Steinbruch für alle zeitgenössischen Kritiker der Kritiker.« Leseprobe

Harter Bursche, zarte Seele
Von Sigrid Lüdke-Haertel
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James Salters sämtliche Stories »Charisma«
Es ist »die rücksichtslose Genauigkeit«, mit der er sein Personal betrachtet. Salter hat »eine Erzähltechnik entwickelt, die bei aller Knappheit, irrwitzige Räume entwickelt«. Seine Sätze reißen tatsächlich ganze Welten auf. Wer diesen James Salter nicht liest, ist selber schuld.


Eine erschütternde Archäologie des Sozialen
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Didier Eribons Erfolgsbuch »Rückkehr nach Reims
ist außergewöhnlich, weil mit keinem anderen Werk vergleichbar. Das Buch ist Autobiografie, soziologischer Selbstversuch, Familien- und Gesellschaftsgeschichte. Was jedoch besonders bemerkenswert ist: Es ist nicht nur großartige, nachdenkliche Literatur, sondern gleichwohl eine exzellente philosophische Studie, die ein erschütterndes Sittenbild der französischen Gesellschaft liefert.« Leseprobe

Die Verwandlung der Welt durch den modernen Terrorismus
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Carola Dietzes Studie über »Die Erfindung des Terrorismus in Europa, Russland und den USA 1858-1866« genügt höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen und eröffnet eine neue Sichtweise auf die Historie terroristischer Gewalt. Leseprobe

Die Vermessung der Zeit
Von Lothar Struck
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Christoph Ransmayrs Roman »Cox oder Der Lauf der Zeit«
»Denn natürlich ist das Buch nicht nur eine Parabel auf Vergänglichkeit und Zeit, sondern eben auch eine Allegorie auf die Hybris von menschlicher Macht – sei sie politisch oder, im Falle der Automatenbauer, technologisch ausgestattet.« Leseprobe


Abschied vom Eurozentrismus
Von Herbert Debes
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Mit »Licht aus dem Osten« hat Peter Frankopan eine mitreißende neue Geschichte der Welt geschrieben.
»Er repräsentiert jene smarte Generation von Historikern, die tradierte Denkmuster aufbrechen und alternative Sichtweisen auch wissenschaftlich salonfähig machen.« Leseprobe


Appelle eines unermüdlich Träumenden
Von Gregor Keuschnig
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Botho Strauss' widerständige Höhlenbilder »Oniritti«.
»Ja, da sind wunderschöne Szenen, herrliche Evokationen, die den Leser aufschauen und aus dem Fenster blicken lassen. Und auf den letzten fünf Seiten gibt es aphoristische "Dichte Sätze". Plötzlich wünscht man sich, das ganze Buch hätte aus solchen Splittern bestanden, ...« Leseprobe


Die Traurigkeit der Handlungsreisenden
Von Lothar Struck
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Frank Jakubziks meisterliche Erzählungen aus den kapitalistischen Jahren »In der mittleren Ebene«.
»Jakubzik kann aus kleinsten Settings meisterhafte Verdichtungen evozieren. (...) Zudem weiß der Autor, wovon er schreibt, aber er schreibt eben keine Reportagen oder gar naturalistische Prosa, sondern er verwandelt das, was er vorfindet, in Literatur.«
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Lehrstück in Briefen
Von Herbert Debes
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Mit »Augustus« gelang John Williams ein Sittenbild von beeindruckender Gegenwärtigkeit. Es zeigt den Autor auf dem Höhepunkt seines Schaffens.
Williams arrangiert in »Augustus« einen Chor aus Stimmen, die uns überraschend vertraut sind und der große Zeitsprung vom alten Rom nach dem »House of Cards« im Washington unserer Tage ist nur noch ein kleiner Schritt. Leseprobe

Weises Kammerspiel über Liebe und Literatur
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Navid Kermanis
neuer Roman »Sozusagen Paris«
»Das Buch wird durch die Exkurse in die Literatur von Flaubert, Proust, Stendhal, Zola, Balzac und Bernanos (und nicht zuletzt von Adorno) selbst zu einer Theorie des Romans. Diese Doppelperspektive zeigt sich auch in den harten Auseinandersetzungen mit dem Lektor, der diesen Roman offensichtlich äußerst kritisch gegengelesen hat.« Leseprobe

Eine neue Geschichte des Existenzialismus
Von Klaus Bittermann
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Sarah Bakewells Kollektivbiographie »Das Café der Existenzialisten« begeistert durch ihren Reichtum an Figuren und Geschichten. »... eines der sehr seltenen Bücher, die niemals enden sollten, weil die Autorin nicht einen Aspekt abarbeitet, sondern verschwenderisch und auf hinreißende Weise das Wissen der Welt ausbreitet. Leseprobe

Einübung ins Meisterdenken
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Peter Sloterdijks Taschenspielertricks.
»... er gefällt sich in der Rolle eines Kommentators der politischen und gesellschaftlichen Krise. Seine ästhetisch aufgeladene Andeutungsprosa, schwankend zwischen Kunstsprache und Sprechblase, entfaltet ein polyfokales All-Over an Themen, Thesen und titanischer Theatralik.« Leseprobe

Keine geistige Immunität
gegen Mitläufertum
Von Thomas Brasch
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Gustave Le Bons Arbeit über die »Psychologie der Massen« hat über die Jahrzehnte nichts von ihrer Gültigkeit verloren.
»In den Massen verlieren die Dummen, Ungebildeten und Neidischen das Gefühl ihrer Nichtigkeit und Ohnmacht; an seine Stelle tritt das Bewusstsein einer rohen, zwar vergänglichen, aber ungeheuren Kraft.«

Ernst Jünger (1895-1998):
»Nachruhm bedeutet für den Betroffenen das Gute, daß er davon unbehelligt bleibt. Der Ärger mit den Zeitgenossen hat genügt.«
Mehr über seine Bücher, sein Leben und Rezeptionsgeschichte finden Sie auf unserer Spezialseite,
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Eine gefährliche Begegnung«, die sich mit seiner »Arbeit am Abgrund des Selbst« auseinandersetzt.
 

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Eine Agenda für Deutschland


Eine brillante Analyse der konservativen Defizite, an denen die Politik heute krankt, und zugleich ein leidenschaftlicher Appell, sich nicht ins populistische Bockshorn jagen zu lassen.

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Glosse:
Petits riens (33)
V
on Wolfram Schütte
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Genre-Szene - Deutschstunden mit Bildern - Klettermaxe - Rumpelstilzerische

 

Uve Schmidts Kalenderblatt:

Notre Dame
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Eurassiya
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Bestseller & Geheimtipps

55 Bücher mit Qualitätsgarantie zusammengestellt von Herbert Debes
zu den Büchern

Walter Benjamin:
Nomade auf Sammlerschaft


Ein literarischer Parcours mit Originaltexten,
Essays & Rezensionen

»Nachdem Walter Benjamins Flucht vor den Nationalsozialisten 1940 mit seinem Tod am 26. September im französisch spanischen Grenzort Portbou jenes tragische und bis heute von Verschwörungstheorien umschwirrte Ende genommen hatte, war keineswegs abzusehen, welche Bedeutung Walter Benjamins Werk & Persönlichkeit für die Nachwelt einmal haben würde.«
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30 Klassiker

Essays, Porträts, Originaltexte


Autoren & Essays:
Charles Bukowski
Der letzte Mohikaner der literarischen Boheme
Von René Steininger

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»
Damals war das Terrain noch nicht so überlaufen. Nicht so viele Autoren und Möchtegernschreiber wie heute, nicht so viele Zeitschriften, Kritiker, Verleger, nicht so ein Riesenbetrieb, so eine Industrie. Wenn du heute den Klempner kommen lässt, erscheint er mit seiner Rohrzange in der einen Hand und dem Gummistampfer in der anderen, und in der Gesäßtasche hat er ein Bändchen mit seinen ausgewählten Madrigalen.«

Philosophie:

Verirrt im finstren Tal
Von Timotheus Schneidegger
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Der Herausgeber von Heideggers »Schwarze
n Heften«, Peter Trawny, ringt in seinem Essay »Irrnisfuge« mit den menschlichen Abgründen, in die ein radikales Denken nicht nur im Dritten Reich stürzen kann. Leseprobe

Geschichte & Politik:

»Mit diesem Buch will ich die Welt erklären...«
Von Jürgen Nielsen-Sikora

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In seinem imposanten Panorama welthistorischer Herrschafts-diskurse analysiert Ulrich Menzel nichts weniger als: »Die Ordnung der Welt«.
Leseprobe


Der Erste Weltkrieg
1914-1918

Wir besprechen fortlaufend Bücher zu diesem Ereignis, dessen weltpolitischen Dimensionen und kulturellen Folgen bis in unsere Tage hinein fortwirken. 
Zu den Büchern


Quellen:

Provokation für die postheroische Gesellschaft
Von Klaus-Jürgen Bremm

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Ernst Jüngers Kriegstagebücher 1914-1918 als Protokolle aus einer fragmentierten Welt. Alte Gegensätze aus der Welt des Friedens rücken plötzlich ganz dicht aneinander: Sensibilisierung und Verrohung, Abstoßung und Faszination, Erschütterung und Abstumpfung. Alle Erfahrungen treffen ihre Protagonisten mit unmittelbarer Wucht.

Krimis, Thriller & Agenten:

© Marion Ettlinger
Die große amerikanische
Sinfonie der Verbrechen

Von Herbert Debes

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Eine Kriminalgeschichte der USA von 1958-1972. James Ellroys Underworld-Trilogie deckt die enge Verzahnung von Politik und Verbrechen in Gottes eigenem Land auf.


Literatur:

Ein großer Gesang
Von Lothar Struck
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»Welch' ein Glaube an das Schriftliche! Vielleicht der letzte Glaube überhaupt?« Mathias Énards epischer Roman »Zone« beschreibt das Leben & Sterben in den Kriegen rund um das Mittelmeer.

Der Gigant

Von Herbert Debes
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Wie ein Koloß auf drei Säulen ragt Peter Weiss' Roman-Essay »Ästhetik des Widerstands« aus der deutschen Literatur. Eine monumentale Arbeit an den Zügen des Menschlichen, die es für die Generationen der Nachgeborenen neu zu entdecken gilt.
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Kurzgeschichten:

Wo gehobelt wird

Eine kurze Geschichte von Jörn Birkholz
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»Barbara holte aus und schlug mit voller Wucht auf den Wohnzimmertisch ein.
Das Axtblatt blieb im Holz stecken. Die Tischplatte war von minderwertiger Qualität, dachte Peter, während er zusah, wie sie die Axt wieder aus der Platte herauszog um erneut auf den Tisch einzuschlagen.«


Super Markt
Eine kurze Geschichte von Jörn Birkholz
Geschichte lesen
»Ich sortiere die Cornflakes Packungen ein. Eine nach der anderen. Immer fünf hintereinander, gerade in vier Reihen.
Können Sie mir sagen, wo die Waschmittel stehen?, fragt mich einer.
Ich drehe mich um. Er grinst, wirkt nicht wie jemand, der oft Waschmittel einkauft. Ich blicke auf meine Liste, hab schon wieder vergessen, wo das Zeug steht.
«

Die Sonne, die uns täuscht
Eine kurze Geschichte von Jörn Birkholz
Text lesen

Rebellen
Von Joe Bauer
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S
chwäbische Widerständler und Querdenker erinnert.
»Der schwäbische Widerstand zieht sich kontinuierlich durch die Geschichte des Landes, die Rebellen konnten allerdings nicht verhindern, dass man »die Schwaben« bis heute für biedere, spießige Duckmäuser hält. Maulfaul und »verdruckt«, geizig und vom Putzwahn besessen.«


Ede aus Stuttgart
Von Joe Bauer
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Die Street Art von
»Harry & Gelb«. Eine Spurensuche in memoriam Jörg Fauser.
»Ich weiß nicht, wer sich dahinter verbirgt, und will es auch nicht wissen. Nicht jedes Geheimnis muss gelüftet werden. Eine Stadt braucht Geheimnisse. Rätsel, die den Menschen Freude machen.«

Neues vom Frosch
Metamorphose Betrachtungen
von Joe Bauer
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»Die Sonne stand tief, das Wasser dampfte in der eisigen Februarkälte, und es war ein Spaß, so zu tun, als sei Sommer. Man muss es nicht glauben, wenn die Leute sagen, das Wasser im Mineralbad Berg sei im Winter kälter als im Sommer. Die Sauna ist bei fünfunddreißig Grad im Schatten auch nicht heißer als bei fünfzehn Grad unter null. Alles eine Frage der Kleidung.«

Der Stift
Von Joe Bauer
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Eine kleine, seltsamerweise nur wenige Jahre alte Geschichte.

Mit Laib und Seele
Joe Bauers Tirade gegen die deutsche Sucht nach Witzigkeit.
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»Die Lachkrankheit ist weiter verbreitet als Demenz.« Gewidmet Herrn Dieter Nuhr


Wie der Ochs vor dem Berg

Joe Bauer in der Stadt
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»Zurzeit schauen wir in das Auge des vorweihnachtlichen Terrorismus, und das begreife ich so wenig, wie ich die Katholische Kirche verstehe. Die allgemeine Stimmung macht mir Sorge, komme ich doch langsam in ein Alter, in dem man sich fragt, ob man noch Rock'n'Roll oder schon Gospel singen soll.«


Der Reisemuffel
Eine Glosse von Joe Bauer
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»
Die meisten Leute haben die Tage schnell verdrängt, als Islands Asche um die Welt flog und den Himmel zur Hölle machte. Der Vulkan Eyjafjallajökull spuckte auf die Marketing-Botschaft, Reisen sei für Menschen ein Kulturgut.«

Herzlichen Glückwunsch zu über 500 Depeschen in Joe Bauers Flaneursalon

Am Neckar
Eine kurze Geschichte von Joe Bauer
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»Mit der Linie 2 fuhr ich am Morgen einige Stationen weiter als üblich durch Stuttgart und stieg erst in der Mercedesstraße aus. Nicht weil ich verschlafen hatte. Ich musste nach Bad Cannstatt, die Hochwasserlage prüfen. Hochwasserlage, hatten sie im Fernsehen gesagt, Hochwasserlage, wie Hanglage. Bald würde es wieder regnen. Das war gefährlich. Als ich von der Brücke aus die Brühe unter mir sah, wurde mir schlecht.«

Zug um Zug
Eine Kurzgeschichte von
Jörn Birkholz
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»'Immer derselbe Mist!', fluchte die stämmige Frau neben Glogowski. Er lächelte zustimmend, und beide schauten fast gleichzeitig zur Anzeigetafel hinauf...«

Buddy

Eine Short-Story
von Jörn Birkholz
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»Sonntagmorgen. Nachdurst! Tastend begebe ich mich auf die Suche nach der Mineralwasserflasche, die irgendwo neben meiner Matratze stehen muss. Nachdem ich meine Finger aus dem übervollen Aschenbecher genommen habe, erreiche ich sie schließlich und trinke gierig. Ich stehe auf. Leichter Schwindel, Kopfschmerzen, aber ansonsten alles im gelben Bereich. Ich gehe auf den Balkon und blicke zur Bäckerei auf der anderen Straßenseite. Davor liegt ein Hund.« Text als PDF-Datei

 


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