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Spannend,
komisch und doppelbödig erzählt Jedediah Berry
in seinem Debütroman einen Krimi aus einer
Traumwelt, als hätte man Kafka und Borges
gebeten, einen Detektivroman zu schreiben.
Fantasy Noir, ein Buch im Buch, ein
intelligentes Vergnügen voller Anspielungen und
Verweise.
Leseprobe |
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C.H. Beck |
Was ist flattr? Wie funktioniert es?
DIE
TOLLE GALERIE
von
Armin Abmeier
eröffnet am 3. September 2010 in München mit der Ausstellung:
Blexbolex
Bilder und Masken
(mit Stefanie Schilling). Vernissage um 19 Uhr in
Anwesenheit des Künstlers. Ausstellung bis zum 30.
Oktober Mi, Sa. 14-19 Uhr u. n. Vereinb.
Termine
im September
Mit 234 Autoren und
430 Terminen.
Aktuelle
Lesetipps & -warnungen
10
Statements
zu Büchern der Saison
Jazz aus der Tube
Bücher, CDs, DVDs & Links
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Porträts,
Jahrestage & Nachrufe
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Nachrichten, Geschichten & Klatsch
Glanz & Elend empfiehlt:
24 Longseller mit Qualitätsgarantie
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Martin Brandes
Herr Wu lacht
»Was konnte der
freundliche Mann schließlich dafür, daß er von Wein nichts verstand? Und auch
noch nie im Ausland gewesen war, das er ja mit seinen Weinen beglücken sollte.
Eigentlich war er ja Marketingchef einer regionalen Eisenbahngesellschaft in der
Provinz Shandong, die auch ein Weingut betrieb. Oder war es umgekehrt?«
Leseprobe
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Die ultimative Seite zum Kultautor
Roberto Bolaño
wilde-leser.de
Quality Report
Magazin für
Produktkultur
Joe Bauers
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Gregor Keuschnig
Begleitschreiben
Armin Abmeiers
Tolle Hefte
Curt Linzers
Zeitgenössische Malerei
Goedart Palms
Virtuelle Texbaustelle
Reiner Stachs
Franz Kafka
counterpunch
»We've
got all the right enemies.«
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Aktuelle Bücher & Themen
60
Jahre Suhrkamp
Ein Verlag feiert sich
selbst, und unser Geyst war im lcb am Wannsee mit von der Partie.
»Der Termin für das Sommerfest hätte besser nicht gewählt werden können. Der
28.8. ist Goethes Geburtstag, am 28.8.1990 hat Unseld die Autorin Ulla Berkéwicz
geheiratet, Unselds Jaguar hatte das Kennzeichen F.SU.288.«
Artikel
lesen
Simulation
von Soziologie
Eine kleine Hommage an
Sjöwall/Wahlöös, und der hochgelobte Kriminalroman »Cash« von Richard Price.
»... wer dieses Buch, wie Felicitas von Lovenberg in der 'F.A.Z.', für das
'Porträt eines entwurzelten Viertels' hält, kommt womöglich noch auf die Idee,
das 'Großstadtrevier' sei repräsentativ für den Hamburger Kiez.«
Artikel
lesen
Bereit
für die Apokalypse
Jürgen Nielsen-Sikora zur Wiederauflage von Friedrich Sieburgs
kulturpessimistischen Meisterwerk »Die Lust am Untergang«
»Thea Dorns wundervolle
Kommentare zu Leben und Werk des Kulturpessimisten Sieburg machen das Buch zu
einem unvergessenen Leseerlebnis.«
Artikel
lesen
Ein
deutsches Drama
Die Biographie einer Epoche: »Flick«
der Konzern, die Familie & die Macht.
Artikel
lesen
»...
ein
gleichsam opulentes wie nüchternes Bild der Familie und des Unternehmens, das
nicht zuletzt die Frage nach dem politischen Versagen und der moralischen Schuld
der deutschen Industrie im 20.Jahrhundert aufwirft.«
Leseprobe
Die
Exkulturation des Religiösen
Von Gregor
Keuschnig
Olivier Roys grundlegende Arbeit über die politischen Gefahren entwurzelter
Religionen
Artikel
lesen
»'Heilige
Einfalt' ist als fundamentale, aktuelle Religionskritik ein hochinteressantes
und enorm lehrreiches Buch. Fast en passant ordnet Roy Problemfelder, zu denen
andere ermüdende Essays schreiben. Roys Buch müsste Demagogen wie Dawkins und
dessen Papageien als Pflichtlektüre verordnet werden.«
Leseprobe
© by Siebbi
Der
Worst-Case-Künstler wird uns fehlen:
Christoph
Schlingensief, 1960-2010
Von Peter V. Brinkemper
»Kritische
und destruktive Unbequemlichkeit war in seiner extremen Risiko-Bereitschaft
immer ein Thema, in der Authentizität des personifizierten Ausnahmezustandes,
eines auf zahlreichen Flippern parallel spielenden Sisyphos, der an vielen
Steigungen fingerschnipsend mit allem möglichen Geröll zugleich arbeitete, es in
erstaunliche Bewegung brachte
...«
Nachruf lesen
Eine
Traumwelt voller Geister und Ahnungen
Von
Georg Patzer
Hiromi Kawakamis Roman
»Am Meer ist es wärmer«
erzählt von einer verlassenen Frau.
»Ein vorsichtiges Plädoyer für Menschen, die aus der Welt fallen. Die nicht nur
„funktionieren“, sondern sich auch an ihren Träumen und Gesichtern orientieren.«
Artikel
lesen
Leseprobe
Tote
Pferde und hübsche Frauen
Von Georg
Patzer
in
»Die Spur des Fuchses« wird
Commissario
Montalbano rabiater und versteigt
er sich zu der Meinung, dass es doch eigentlich egal sei, ob ein Krimineller
wegen seiner wirklichen Verbrechen bestraft wird oder für andere, die er gar
nicht begangen hat.
Artikel
lesen
Leseprobe
Der
Judaic Park
Von
Georg Patzer
Doron Rabinovici neuen Roman »Andernorts«
Artikel
lesen
»... eine sehr phantasievolle, realistische, witzige, rasante, satirische,
liebevolle Auseinandersetzung mit Israel und der Jüdischkeit, Shoa und
Säkularität, Lebenslügen und Weisheit, Selbsterfahrung und dem Wahnsinn der
Normalität.«
Leseprobe
Urlaub
vom linken Selbst?
Von Peter Brinkemper
Über
Christa Wolfs Autotherapeutikum
»Stadt der Engel oder The
Overcoat of Dr. Freud«
Artikel
lesen
»... ein
pseudo-epischer Bluff. Eine Sommerlektüre voller spätlinker Weltwut und
Politikmüdigkeit. Ein ozeanisch aufgepepptes, restromantisches
Muschelbiedermeier.«
Leseprobe
Geopolitische
Prognosen
Von Grzegorz A. Nocko und
Michael Knoll
George Friedman legt in
seinem Buch »Die Nächsten 100 Jahre«
seine Kategorien erfolgreicher
Geopolitik auf den Tisch: Ein demographisch junges Volk, eine selbstbewusste und
ambitionierte politische Führung, den richtigen Partner im Rücken (die USA) und
Mächte im Umfeld, die entweder nicht stark genug oder zu unentschlossen sind.
Artikel
lesen
Zauber
der fluiden Erzählung
Peter Brinkemper über
Christopher Nolans »Inception«
»...ein großartiger Film, faszinierend in der temporeichen und nuancierten
schauspielerischen und der visionären Inszenierung.«
Artikel
lesen
Trailer
Verpaßte
Gelegenheit
Über Sabine Peters
Roman »Feuerfreund«
»Man fühlt sich in eine
Welt versetzt zwischen Siegfried Lenz, Rosamunde Pilcher und der Gartenlaube.
Trauer als Therapie auf Volkshochschulkurs-Niveau.
Artikel
lesen
Leseprobe
Pech
mit Profis
Von Georg Patzer
Richard Starks neuer Parker-Krimi
»Irgendwann gibt jeder auf«
unterhält stil- und treffsicher.
Artikel
lesen
Leseprobe
 Die
große amerikanische Sinfonie der Verbrechen.
Eine
vielstimmige Kriminalgeschichte der USA von 1958-1972.
Artikel
lesen
James Ellroys Underworld-Trilogie deckt die enge
Verzahnung von Politik und Verbrechen in Gottes eigenem Land
erbarmungslos auf.
Leseprobe
Literatur als Zeugenschaft
Von Stefan Möller
Warlam Schalamows erschütternde »Erzählungen aus Kolyma« III.
Artikel
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Hörprobe
Bodenlos
gute Geschichten
Sigrid Lüdke-Haertel über John Cheevers gesammelte
Geschichten
»Der Schwimmer«
»Das Buch wiegt hunderte
von Neuerscheinungen auf. Wer jetzt ohne den 'Schwimmer' in den Urlaub fährt,
sollte wenigstens wissen, daß er selbstverschuldet auf dem Trockenen sitzt.«
Artikel
lesen
Wimpernschlag
eines Tabus
Peter Brinkemper über Olivier Bouillères Erzählung »retro«
»Dem Autor gelingt der Bruch der Darstellung und der Entzug der
Darstellbarkeit schlechthin als Erforschung der selbst mitinszenierten
Nachfälschung einer temporalen und emotionalen Dekonstruktivon des eigenen
Ichs.«
Artikel
lesen
Beinharte
Familiengeschichten
Lothar Struck über einen Irrtum und Gerbrand Bakkers
literarisches Erstlingswerk »Birnbäume blühen weiß«
Es ist auch interessant zu
lesen, wie hier bereits Motive ausgebreitet werden, die in den weiteren Büchern
Bakkers fortgeschrieben und variiert werden.
Artikel
lesen
Leseprobe
Die
Ehre der Piraten
Michael Crichtons virtuoser Abenteuerroman »Gold«
Ein komplexer Plot
im geopolitischen Spannungsfeld der »Neuen Welt« des 17. Jahrhunderts, bei dem
es im großen Spiel der Kolonialmächte darum geht, die spanische Hegemonie in der
Karibik durch eine waghalsige Kommandoaktion zu schwächen.
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Leseprobe
Orientierung
und keine
Jürgen Nielsen-Sikora über Amin Maaloufs
Essay
»Die Auflösung der Weltordnungen«
»Gravierendste Folge des
Orientierungsverlusts sei eine Krise der Legitimität. Legitimität sei das, was
erlaube, die Autorität einer Institution als Trägerin gemeinsamer Werte
anzuerkennen.«
Artikel
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Leseprobe
Leben
in einer Diktatur der Schwäche
Jürgen Nielsen-Sikora über den mitreißenden politischen Familienroman »Die
Informanten« des Kolumbianers Juan Gabriel Vásquez.
Artikel
lesen
Leseprobe
Karl
Marx - Der große Alte
Von
Klaus-Jürgen Bremm
Hegels groteske
Felsenmelodie ließ ihn nie los.
Über die konsequent ideengeschichtlich gestaltete Karl-Marx-Biographie von Rolf
Hosfeld.
Artikel
lesen
Marx & Engels in Zitaten
Paris,
mon amour, das verlorene Paradies
Von Thomas Hummitzsch
Die
Lebensrückblicke von André Schiffrin und John Glassco veranschaulichen die
kulturelle Prägungskraft und Faszination, die von der französischen Metropole im
20.Jahrhundert ausging.
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Hörprobe
Jahre
voller Jazz, Ginfizz und Falstaff
Von
Jürgen Nielsen-Sikora
John Glasscos leidenschaftliche, farbenprächtige und stimmungsvolle
Liebeserklärung an Paris, die 1920er Jahre und die Literatur.
Artikel
lesen
Leseprobe
Gottes
Werk und Irvings Beitrag
Über John
Irvings
neuen Roman
»Letzte Nacht in Twisted River«
Leseprobe
»Ich sehe jeden verdammten Tag Dinge in meiner Fantasie, die schrecklicher sind
als der 11. September.«
Artikel
lesen
Nicht
ohne meine Mutter
Roland Barthes »Tagebuch der Trauer«
»Nein, Barthes ist nicht überwältigt von Trauer; vielmehr ist er selbst diese
Trauer, die den Schutzpanzer der Theorie von sich geworfen hat.«
Artikel
lesen
Leseprobe
Die
Aphorismen des Weltgeistes zu Pferde
Die »Maximen und
Gedanken« von Napoleon Bonaparte.
Gesammelt und herausgegeben von Honoré de Balzac.
Artikel
lesen
Matthes & Seitz Berlin hat
in letzter Zeit zahlreiche, fast vergessene Texte wiederentdeckt, und beweist
auch mit der Herausgabe dieses Bandes eine glückliche Hand.
Hörprobe
Das
Elend der Universitäten
Bildung als Tauschobjekt
und Brutstätte der Ausbeutung, Verdinglichung des Bewusstseins mittels
eingeschliffener Apparaturen der Betriebswirtschaft. Bildung nicht als Wert,
sondern als Verwertungsprinzip; nicht als Idee eines lebendigen Geistes, sondern
als opportunistisches Geschwätz.
Artikel
lesen
Liebe
als Kampferklärung
Gregor Keuschnig über Sten
Reens brachialen Liebesroman »Kornblum«
Artikel
lesen
»... ein furioses Buch. Es ist sprachlich vielen anderen Authentizität
simulierenden Romanen der aktuellen deutschen Gegenwartsliteratur überlegen.«
Hörprobe
Außerhalb
jeder Ordnung
Von
Jens Ruppenthal
Der Pirat als Paradigma
-
Daniel Heller-Roazens profunde
kulturhistorische Auseinandersetzung mit dem
Piratischen
in 16 Kapiteln.
Artikel
lesen
©
Andy Miah
Zur Leere der neuen
politischen Philosophie
Anmerkungen
zu Slavoj
Žižeks und
Jacques Rancières Bemühungen der
Wiedergeburt des Subjekts aus dem
Frust der Theorie. Von Goedart Palm
Artikel
lesen
Ein
kühnes Paradoxon:
die Dekonstruktion mit den Mitteln der Spiritualität
Über Benjamin Steins grandiosen Roman
»Die Leinwand«
»Benjamin Stein hat ein kluges Buch geschrieben. Es ist fast fehlerlos gebaut
und ungeheuer komplex. Die zahlreichen Exkurse – vor allen das Judentum
betreffend – sind farbig erzählt und bei aller Liebe zum Detail niemals
ermüdend. Stein schreibt leicht und virtuos ohne auch nur jemals in Gefahr zu
laufen, ins Seichte abzugleiten.«
Leseproben
Monetarisierung
des Menschen
Gregor Keuschnig über Jörn Klares provokante Untersuchungen »Was bin ich wert?«
»Das Buch bietet einige interessante und verblüffende Erkenntnisse, aber man
fragt sich schon, warum Klare seine Tochter nicht etwas früher gefragt hat.«
Artikel
lesen
Leseprobe
Die Milchstraße vor der Haustür
René Steininger
erinnert an Richard Brautigan
»Wenn seine Bücher uns
heute noch etwas zu sagen haben, dann, weil sie zu lesen einer Atempause
gleichkommt. Der jüngeren Generation bieten sie überdies Gelegenheit, einen
Schriftstellertypus kennen zu lernen, der in der gegenwärtigen Bestellerkultur
so nicht mehr vorkommt. Die Kindeskinder der Beatniks sind patente Konkurrenten
im Wettstreit um Absatz und Quote und keine melancholischen Helden der Leere
mehr. Geistige Erben Stacharows, nicht Stawrogins.«
Artikel
lesen
Der
Wille zum System
Niklas Luhmann revisited
von Goedart Palm
»Würde man Luhmanns
kognitiv explosiven Zettelkasten, sein alter ego, zum autonomen Reden bringen,
könnte man vielleicht noch einige Dekaden Soziologie damit bestreiten.«
Artikel
lesen
Leseprobe
Die
mögliche Schönheit der Welt
Albert
Camus bis heute
lebendig strahlende Textsammlung
»Hochzeit des Lichts« wiedergelesen
Artikel
lesen
»Es ist keine
Schande, glücklich zu sein...«
Leseprobe
Von Schwärmen und Schwämmen
 Jürgen
Nielsen Sikora zur Ekstase des Sozialen
Artikel
lesen
»... das Soziale ist
bestenfalls noch Lockmittel, Hypothese und zu verwaltender Rest; der Mensch
dessen Abfallprodukt, gehalten in einem „zufälligen Gravitationsfeld" – seinem
„sozialen" Netzwerk, nicht gewillt, anzuerkennen, dass eben das Soziale dieses
Netzwerks im Raum der totalen Simulation wegstirbt.«
Baudrillard Leseprobe
Spaßmacher
und Streithansel
Zum
100. Todestag von
Samuel Langhorne Clemens, genannt
Mark
Twain.
Artikel
lesen
Mark Twain über
»Die Schrecken der deutschen Sprache«
»Es giebt gewiß keine andere Sprache auf der Welt, die so
systemlos ist, so schlüpfrig und aalglatt, um sie zu fassen. Man treibt darin
umher wie in einem brandenden Meer, bald hierhin, bald dorthin, in der
elendesten Hilflosigkeit...«
Artikel
lesen
Die
fleischlosen Knochen der Religion
Karim Akerma über
Aatish Taseers
Suche nach der Welt seines Vaters
»Terra Islamica«
»Ein
Buch, das eine ganze Islamkonferenz ersetzen könnte.«
Artikel
lesen
Leseprobe
Hörprobe
Unterwegs
in einer Welt ohne Löcher
Bernd Stiegler nimmt uns
mit auf seiner Reise durch eine Literaturgeschichte der ganz besonderen Art.
»Reisender Stillstand« widmet
sich all jenen Reisen der vergangenen rund zweihundert Jahre, die die eigenen
vier Wände zum Ziel haben.
Artikel
lesen
Subversiver
SF-Klassiker mit Kultstatus
Das Drehbuch und die DVD des
Science-Fiction-Klassikers aus dem Jahr 1973 von Fritz Müller-Scherz und Rainer
Werner Fassbinder,
»Welt am Draht«, wurden neu
aufgelegt und erweisen sich als erstaunlich zeitgeistresistente Kunstwerke.
»Was
Drehbuch und Film noch aus heutiger Sicht zu einem Meilenstein in Sachen der
Pre-Cyber-Culture machen, ist die Sensibilität für das Thema des manipulierten
Bewusstseins und der Entwirklichung und Kolonialisierung der Lebenswelt durch
Technologie, Automation und reines kommerzielles Handeln und Denken.«
Hörprobe
Link zum Film
Kann
man GOTT übersetzen?
Hartmut Bobzins Neuübertragung des Koran
Von Karim Akerma
»Die durchgängige Übersetzung des Wortes Allah ist nicht nur ein der
Völkerverständigung dienendes Politikum, sie ist auch ein Pädagogikum, weil sie
geeignet ist, als Textgrundlage für einen übergreifenden Religionsunterricht an
deutschsprachigen Schulen zu dienen. Wo in früheren Übersetzungen das arabische
Wort Allah trennend im Wege steht – was dem Schreckenszenario einer
Aufteilung von Schulklassen zwecks religiöser Sonderunterweisung förderlich ist
–, ist jetzt mit Gott der gemeinsame sprachliche Nenner gegeben, der
Jugendlichen die Ähnlichkeit in der Verschiedenheit
vor Augen führt.«
Leseprobe
Raffinessen
der Reproduktion
Wider die Diktatur des Originals
Goedart Palm über Wolfgang Ullrich gelungene Übung vor Reproduktionen:
»Raffinierte Kunst«.
»Max
Ernst schreibt in einem biografischen Text, dass sein Vater ein Bild des Gartens
in Brühl vollendet hatte und feststellte, dass er vergessen hatte, einen Ast zu
malen. Die Lösung für einen Nichtsurrealisten lag auf der Hand: Der Vater holte
die Säge und entfernte den Ast. Pech für die Wirklichkeit!«
Der
Teufel blieb
Alfred Döblins monumentales
»Erzählwerk« über die deutsche Revolution
vom »November 1918« ist wieder aufgelegt worden - ein historischer
Roman, der Maßstäbe für die Prosa eines ganzen Jahrhunderts setzte.
Von Jan Süselbeck
»Wie Döblin dies alles
darstellt, setzte Maßstäbe für die Prosa eines ganzen Jahrhunderts. Er arbeitet
mit 'filmischen' Schnitten, abenteuerlichen erzählperspektivischen Experimenten,
rekurriert aber auch auf konkrete zeitgenössische Quellen wie Berliner
Zeitungen, die er für seinen Roman sichtete. Das Verblüffendste ist, wie
fesselnd dieser Text trotz seiner Vielschichtigkeit wirkt. Döblin kreierte einen
ganz eigenen Sound, den etwa Wolfgang Koeppen und Arno Schmidt nach 1945
aufzugreifen, zu imitieren und weiterzuentwickeln versuchten.«
»Mir
nach, Leser!«
Zum 70. Todestag des
Schriftstellers Michail Bulgakow
Der Meister und Molière
Von
Christiane Pöhlmann
»Was für ein atemloses Leben! Dabei hat er sich so nach innerer Ruhe gesehnt:
Michail Bulgakow, der Spötter und Individualist, der Romancier mit der
überbordenden, sinnlichen Phantasie und dem tiefen Glauben. Drei Ehen, ein
Medizinstudium, Krankheiten und Morphiumsucht hat er in seinen 49 Lebensjahren
untergebracht, allein in den ersten dreißig davon zahllose Ortswechsel, einen
Weltkrieg, die Oktoberrevolution und die Wirren des Bürgerkriegs.«
Walter
Benjamin –
der Denker zwischen Saturn und Mickey Mouse
Jean-Michel Palmiers monumentale Studie zu
Leben und Werk Walter Benjamins
Von Goedart Palm
»Bei
Benjamin gelten Denkbewegungen und Details mehr als das Ergebnis, das nicht
darin bestehen kann, sich einen ideologisch gefestigten Zugang zur Geschichte zu
schaffen. Vieles wurde von Walter Benjamin »angedacht« und – schon im Blick auf
die höchst wechselvollen und schließlich katastrophalen Lebensumstände - nicht
so entfaltet, wie es ihm selbst angelegen gewesen ist. Insofern hat Jean-Michel
Palmier mehr als einen unvollendeten Versuch zurückgelassen, es ist ein
notwendiges Werk der Aufklärung über die trotz vieler Interpretationen weiterhin
provozierende Verschlungenheit der Benjaminschen Motive.«
Leseprobe
Der
allzu lebendige Gott
Jürgen Nielsen-Sikora
warnt vor der Lektüre von Paul Lafargues wundervoller Persiflage
»Die Religion des Kapitals«
»Das Kapital stellt sich selbst als unendliches Rätsel vor. Denn es ist ewige
Substanz und vergängliches Fleisch in einem. Es ist Gewinn und Verlust, da und
fort, nicht hier, sondern nur woanders. Die Allmacht des Kapitals ist die
Schwäche des Menschen. Der Mensch ist wie die Elster. Er nimmt alles mit, was
glänzt und wirft alles andere hinfort. Das Kapital ist lebendig, weil es von
allem, von den Toten und den Lebenden Besitz ergriffen hat. Alles hat einen
Preis, wenn auch nicht alles einen Wert. Das Kapital ist Alpha und Omega, sein
Geist ist der Kredit.«
Leseprobe
Provinzkritiker
Aufschlußreiche Bemerkungen
zu einer
Pseudokritik über Stephan Thomes Buch
»Grenzgang«, die den Zustand der bundesdeutschen
Literaturgroßkritik beleuchten.
»Rezension? Nein, das ist es nicht. Radisch hat sich gar
nicht erst die Mühe gemacht, den Roman zu begreifen. Dabei sind diese
katapultartig herausgeschleuderten Wortkaskaden eher Dokumente virulenter
Sprachlosigkeit.«
Zwischen
Gier und Askese
Peter V. Brinkemper über Umberto Ecos neuesten Coup
»Die Unendliche Liste«
»... wieder einmal sind Orgie
und Askese, das heiter-parodistische Spiel um Dummheit und Klugheit, die
Tragikomödie von Carpe Diem und Memento Mori in einem prallen
italienisch-europäischen Buch des Zeichen-Zauberers Umberto Eco wundersam
vereint.«
»Niemand
hat das Recht zu gehorchen!«
Irmtraud Wojak legt
die Biographie des Generalstaatsanwalts und Hauptanklägers der
Auschwitz-Prozesse
Fritz Bauer vor.
Von Peter H. Gogolin
»Und
wenn am Ende doch konstatiert werden konnte, dass Deutschland ein anderes Land
geworden war, dann muss man hinzufügen, dass dies ohne Fritz Bauers
unermüdlichen Kampf gegen die verdrängte Erinnerung der Deutschen nicht möglich
gewesen wäre.«
Leseprobe
 Wiederentdeckte
Weltliteratur
Bücher, wie dieses gibt es
nur noch wenige.
Leonid Dobyčins Lebenswerk
»Die Stadt N.« liegt nun erstmals
in deutscher Übersetzung vor.
Als der Roman 1935 veröffentlicht wird, zerreißt ihn die stalinistische
Literaturkritik. Als „zutiefst feindliches Werk" und „reaktionär" bezeichnete
der Literaturfunktionär Dobin „Die Stadt N." in Anwesenheit des Autors auf einer
Tagung des Leningrader Schriftstellerverbandes. Dobyčin verschwand nach der
besagten Tagung spurlos. Bis heute ist sein Tod ungeklärt, seine Leiche wurde
nie gefunden.
  
»Das
Leben ist wunderbar, die Welt großartig,
wie leben in einer großen Zeit.«
Lothar Struck über
den großartigsten Briefwechsel, der je zwischen Verleger und Autor geführt
worden ist:
Der Briefwechsel
Thomas Bernhard – Siegfried Unseld,
in dem in jeder Zeile alles auf dem Spiel steht.
Leseprobe
Hörprobe
 Die
tödliche Leichtigkeit des Seins
Der
biographische Roman über das
aufregende Leben des
Erfolgsschriftstellers Axel Rudolph
»Mit dem
»Groschenroman« ist Martin Keune
ein wunderbarer, ebenso aufklärender wie unterhaltsamer Roman gelungen, der vom
Erzählton und der Haltung in der Tradition von Kästners »Fabian« steht. Axel
Rudolph wird darüber frohlocken, in welchem Winkel des Himmels er sich auch
gerade herumtreibt.«
Leseprobe

Der triumphale Abgrund des
Krieges
Peter V. Brinkemper über
Caroline Alexanders Studie
»Der Krieg des Achill:
Die
Ilias und ihre Geschichte«,
die zwischen zwischen Altphilologie und US-Traumatologie pendelt.
»Was für ein Götterfestspiel der planetaren Verwüstung wäre das geworden, wenn
alle Helden unsterblich und rastlos sich in Ewigkeit bekämpft hätten? Homer,
also doch über Zeit und Raum hinweg, im Gespräch mit Erich Maria Remarque und
Ernst Jünger via Operation Patroklos?«
Die
negative Dialektik des Pop
Diedrich
Diederichsen untersucht mit
»Eigenblutdoping« die
Selbstverwertung von Künstlern
Von Bernd Blaschke
»Dieses Buch besticht nicht nur durch seine mit allen
philosophischen Wassern aus Frankreichs und Frankfurts kritischen Quellen
gesalbte kunstsoziologische Urteilskraft; es bietet zudem eine kurze, durchaus
subjektive Geschichte politischer und populärer Kunst der letzten 40 Jahre.«
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Willy
Vlautin, Autor und Sänger der Folkrockband 'Richmond
Mountain' ist der literarische Anwalt der Ausgestoßenen
und Verlorenen Amerikas. Die Tradition John Steinbecks
fortschreibend, erzählt er mitreißende Geschichten von
Menschen, die man einfach ins Herz schließen muß. |
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Berlin Verlag |
Preisrätsel
Wir verlosen 2 x »Die Maßgaben
der Kunst«
Die
Klassik-Maschine in ihrer Welt
Goedart
Palm über Peter Hacks programmatischen Kavenzmann »Die Maßgaben der Kunst«
Artikel
lesen
»Der
literarische Progress zwischen »Bitterfelder Weg«, »Neuer Klassik«
und »westlicher Dekadenz« begründete keine geringen Anforderungen an
eine poetische Äquilibristik, die bei Peter Hacks mitunter zu
linientreuen Rückversicherungen beiträgt, über die sich der Mantel
der Geschichte noch nicht jederzeit gnädig ausbreitet. Wer schreibt,
der bleibt!
«
Leseprobe
Honoré
de Balzac
Berserker und Verschwender
Leben und Werk
Essays und Zeugnisse mit einem Repertorium der wichtigsten
Romanfiguren.
Hugo von
Hofmannsthal über Balzac
»... die größte, substantiellste schöpferische Phantasie, die seit
Shakespeare da war.«
Balzacs
Vorrede zur Menschlichen Komödie
Klassiker-Archiv
Shakespeare Heute,
Shakespeare Stücke,
Goethes Werther,
Goethes Faust I,
Eckermann,
Schiller,
Schopenhauer,
Kant,
von Knigge,
Büchner,
Marx,
Nietzsche,
Kafka,
Schnitzler,
Kraus,
Mühsam,
Simmel,
Tucholsky,
Beckett
Essays:
Wilhelm
Meisters Lehr- und Wanderjahre
Ein deutscher Bildungsroman von
Johann Wolfgang
Goethe wiedergelesen von Uwe Hübner
Essay
lesen
»Von Zeit zu Zeit ist es nicht ohne Belehrung, sich eines
der erklärten Werke der Weltliteratur zur Brust zu nehmen, um selbst einmal zu
sehen, was es denn mit dem Felsen in der Brandung auf sich hat.«
PDF-Fassung zum Ausdrucken
Zur
Philosophie der Erschütterung
Ein Essay von
Karim Akerma
»Eine Frage schreit nach einer Antwort: Wer hat diese Welt
eingerichtet? Im Vorwort zu seinem „Gedicht über die Katastrophe von Lissabon“
schreibt Voltaire (1694-1778): Alles ist eingerichtet,
alles ist geordnet, ohne Zweifel, durch die Vorsehung, aber es ist nur allzu
spürbar, dass längst nicht alles für unser gegenwärtiges Wohlbefinden
eingerichtet ist.«
Essay
lesen
Enzyklopädie
der Melancholie
Ein
Essay von René Steininger
»Man wird in der deutschen
Literatur nach 1945 nicht leicht ein Werk finden, das so hartnäckig um die
Themen der Zerstörung und Trauer kreist, wie jenes des 1944 in Wertach im Allgäu
geborenen und 2001 bei einem Autounfall in seiner englischen Wahlheimat Norwich
ums Leben gekommenen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers W. G.
Sebald.«
Essay
lesen
Donner
Présent
Ein Essay von Anne Dippel
Auf den Spuren des philosophischen Tricksters Jacques Derrida.
Essay
lesen
Es lichten sich erneut die Fragen nach Ereignis, Sein und Zeit,
sowie Seiendem und Jetzt, indes von einem anderen sprachlichen
Horizont her.
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176 Seiten, die es in sich haben:
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Menschlichen«
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Nachruf
Wie
das Schachspiel seine Unschuld verlor
Zum Tod des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer
»Ich glaube nicht an Psychologie,
ich glaube an gute Züge.«
Thomas Bernhard
Eine
kleine Materialsammlung
Man schaut und hört wie gebannt, und weiß doch nie, ob er einen
gerade auf den Arm nimmt, oder es ernst meint mit seinen grandiosen
Monologen über Gott und Welt. Ja, der Bernhard hatte schon einen
Humor, gelt?
Literatur in
Bild & Ton
Literaturhistorische
Videodokumente von Henry Miller,
Jack Kerouac, Charles Bukowski, Dorothy Parker, Ray Bradbury & Alan
Rickman liest Shakespeares Sonett 130
Hörprobe
Die Fluchtbewegungen des Bob Dylan
»Oh
my name it is nothin'/ My age it means less/ The country I come from/
Is called the Midwest.«
Ulrich Breth über die
Metamorphosen des großen Rätselhaften
mit 7 Songs aus der Tube
Neues von
Hackensack:
Ist
das noch Popmusik?
Clogs, The Creatures in the Garden of Lady Walton
Hommage
an Songs for Drella
Anmerkungen zu dem
gewagten Versuch, Popkultur auf der Bühne zu inszenieren, anlässlich der
Premiere von
»Songs for Drella« im Theater
Bonn.
Coltrane
par coeur
René
Steininger zu
Ben Ratliffs lesenswerten Biographie über einen Unsterblichen der
Musikgeschichte.
»Coltrane.
Siegeszug eines Sounds«
»Der Sound ist für den Musiker, was für den Schriftsteller der Stil oder
die Stimme ist. Es ist seine Signatur oder Syntax und das, was er der Struktur
der Notensysteme an individuellen Modalitäten abgewinnt. 'Irgendwann braucht
jeder Musiker einen eigenen Sound', den man 'im Idealfall schon beim ersten Ton
erkennt.'«
Mit 10 Bild- & Tondokumenten aus der Tube
Der
Reisemuffel
E ine Glosse von Joe
Bauer
»Die meisten Leute haben die Tage schnell verdrängt, als Islands Asche um
die Welt flog und den Himmel zur Hölle machte. Der Vulkan Eyjafjallajökull
spuckte auf die Marketing-Botschaft, Reisen sei für Menschen ein Kulturgut.«
Artikel
lesen
Herzlichen Glückwunsch zu über 500 Depeschen
in
Joe Bauers
Flaneursalon
Eine kurze Geschichte von Joe Bauer
Am Neckar
»Mit der Linie 2 fuhr ich am
Morgen einige Stationen weiter als üblich durch Stuttgart und stieg erst in der
Mercedesstraße aus. Nicht weil ich verschlafen hatte. Ich musste nach Bad
Cannstatt, die Hochwasserlage prüfen. Hochwasserlage, hatten sie im Fernsehen
gesagt, Hochwasserlage, wie Hanglage. Bald würde es wieder regnen. Das war
gefährlich.
Als ich
von der Brücke aus die Brühe unter mir sah, wurde mir schlecht.«
Short-Story
Buddy
von Jörn Birkholz
»Sonntagmorgen. Nachdurst! Tastend begebe ich mich auf die Suche nach der
Mineralwasserflasche, die irgendwo neben meiner Matratze stehen muss. Nachdem
ich meine Finger aus dem übervollen Aschenbecher genommen habe, erreiche ich sie
schließlich und trinke gierig. Ich stehe auf. Leichter Schwindel, Kopfschmerzen,
aber ansonsten alles im gelben Bereich. Ich gehe auf den Balkon und blicke zur
Bäckerei auf der anderen Straßenseite. Davor liegt ein Hund.«
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