Glanz&Elend

Literatur und Zeitkritik

Impressum | Mediadaten | Last update: 17.05.2013, 10:04

 

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Adam Johnson

Das geraubte Leben des Waisen Jun Do


Adam Johnsons kühner Nordkorea-Roman ist ein wahres
Feuerwerk der Erzählkunst, eine wahnwitzige Geschichte
über Freiheit, Wahrheit und Identität. Er ist ebenso die
Geschichte verlorener Unschuld wie Spionagethriller und
Liebesroman, bevölkert von eigenwilligen, schrägen Figuren –
poetisch, erschütternd und unvergesslich.



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55 Filmstarts im Mai & Kritiken
 

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Hermann Kurzke
Georg Büchner

Aufsässig, melancholisch, satirisch aggressiv und romantisch verträumt, politisch gescheitert und steckbrieflich gesucht, in mindestens zwei Frauen verliebt, Naturliebhaber und eiserner Arbeiter, im französischen und schweizerischen Exil steile Karriere als Anatom, dann der schreckliche Typhustod mit 23 Jahren, gerade als das erste Berufsziel erreicht war – dieses Leben verschlägt einem den Atem. Leseprobe
C.H. Beck

 

25 Literaturklassiker
von Shakespeare bis Benjamin
Essays, Porträts, Originaltexte

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Glanz & Elend empfiehlt:
50 Longseller mit Qualitätsgarantie

Jazz aus der Tube u.a. Sounds
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Volk ohne Traum
Es lebe der Mai!
Ein Statement
von Uve Schmidt
Artikel lesen
»Das Widerspenstige zwischen Theorie und Praxis politischer Arbeit ist leider (oder gottlob) kein alleiniger Geburtsfehler des Marxismus, sondern inhärenter Makel aller staatsphilosophischer Retortenbabys,...«

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Glanz & Elend

»Wie weit entfernt ist die Zivilisation, ihrer Entwicklungsstufe angemessene Unterhaltungen zu bieten!«, fragt Stéphane Mallarmé eingangs seines Prosagedichtes »Eine abgebrochene Schaustellung«, und Fernando Pessoa fordert uns auf: »Schiff dich ein, auch ohne Gepäck, nach deinem anderen Selbst!«
Antworten und weitere Fragen finden Sie in dem
exklusiven Broschurband von G&E in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren mit 176 Seiten, die es in sich haben.

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Andere Seiten
Frankfurter Gemeine Zeitung Für das bekannte Universum - immer Sonntags
counterpunch
»We've got all the right enemies.«

Gregor Keuschnig Begleitschreiben
Goedart Palms Virtuelle Texbaustelle
Die Tagebücher von
Erich Mühsam

Aphorismen & Essays von René Steininger

Die ultimative Seite zum Kultautor
Roberto Bolaño
wilde-leser.de

Joe Bauers Flaneursalon
Curt Linzers Zeitgenössische Malerei
Reiner Stachs Franz Kafka
 

Aktuelle Empfehlungen:

Der schwarze Vogel
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Die Vögel des Todes oder verspielte, intelligente Biester?

Cord Riechelmann gibt in einem schönen, kleinen Buch Auskunft über die Krähen.



Die Welt-Literatur auf einen Blick
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Wie Wolfgang Welt mit seiner Trilogie des Scheiterns nach über zwanzig Jahren doch noch als Autor bei Suhrkamp gelandet ist, und warum die Textsammlung »Ich schrieb mich verrückt« so lesenswert ist.

»Für eine wunderbare, verrückte Weile kochte die Szene, eine sich überschätzende, im luhmannschen Sinne selbstreferentielle brodelnde Blase, der dann, irgendwann nach der Wiedervereinigung nahezu geräuschlos im Prinzenlook die Luft ausging.«

Bilder und Interpretationsstürme, die erstaunen
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Über William T. Vollmanns ebenso ambitioniertes wie provozierendes, vielstimmiges Epos »Europe Central«.
»Womöglich überzeugt der Roman als nonkonformistisches Gesinnungstheater.«
Wir verlosen wir 3 Exemplare von
»Europe Central«.


Dokument eines langsamen Abschieds
Von Bettina Johl
Artikel lesen
Christa Wolfs Chronik »Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert« 2001-2011.
Die Frage, warum sie sich dies antue, hat sie sich nicht zuletzt selbst immer wieder gestellt. Sie begründete es sich selbst mit »Horror vor dem Vergessen, das … besonders die von mir so geschätzten Alltage mit sich reißt«, beschreibt es als Versuch von »Anschreiben gegen den unaufhaltsamen Verlust von Dasein«.


Die Macht der Institutionen
Von Edward Kanterian

Artikel lesen
Provokante Thesen über die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut.
»Acemoglu und Robinson gehen in ihrer Analyse viel weiter als viele heutige Ökonomen, die Wohlstand weniger durch politische Partizipation und Güterverteilung, als durch Faktoren wie Freihandelsbestimmungen, Kapital- und Technologieinvestitionen erklären wollen.«
Leseprobe


»Universität der Wildnis«
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Endlich gibt es den Klassiker der Nature Writing,

vom Urvater der Gaia-Bewegung
John Muir »Die Berge Kaliforniens« auch in deutscher Übersetzung.
»Die Welt, so hat man uns gesagt, wurde speziell für den Menschen erschaffen – eine Vermutung, die sich auf keinerlei Fakten stützt.


Samuel Beckett als junger Mann
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Ein Selbstporträt in Briefen von 1929-1940.
Die Briefe besitzen einen hohen Stellenwert für die Annäherung an diesen Schriftsteller, weil Beckett ein Meister des Schweigens war, insbesondere dann, wenn die literarische Öffentlichkeit ihm mit Fragen zum Werk und Leben nachstellte. Becketts Figuren erschienen so fremdartig und antiheldisch, dass es doch eine biografische Hintertreppe geben muss, sich diesen literarischen Entwürfen zu nähern.


Störung der Gemütlichkeit
Von Lothar Struck
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In seinem neuen Buch zeigt Malte Herwig, wie
aus der Generation der Flakhelfer Deutschlands führende Demokraten wurden.
Man lernt, dass auch Vorbilder Menschen mit Brüchen, Schwächen und unauflösbaren Widersprüchen sind. Nicht trotz, sondern gerade deswegen sollte man sie und ihre Leistungen schätzen und entsprechend einordnen. Diese Erkenntnis ist kein kleines Verdienst dieses aufschlussreichen, packend geschriebenen Buches.


Kierkegaards Hosen
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Zum 200. Geburtstag von Søren Aabye Kierkegaard.
»Das Große ist, nicht dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.«



Eine literarische Premiere
Von Jürgen Seul
Artikel lesen
Jules Vernes Reiseroman »Der Weg nach Frankreich« ist erstmals in Deutscher Sprache erschienen.
Ein Interview mit der Übersetzerin Gudrun Hermle.




Vom Grollen und Donnern der Welt
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Wie erzählt man vom lärmenden Brand des Zweiten Weltkriegs?
Marcel Beyer fand in seinem als Sprachkunstwerk gerühmten Roman »Flughunde« die richtigen Worte. Die preisgekrönte Comiczeichnerin Ulli Lust hat den Roman nun mit den noch besseren Bildern als Comic adaptiert.

Deutsche Verhältnisse
Von Michael Knoll
Artikel lesen
Hans-Ulrich Wehlers Analyse »Die neue Umverteilung«
zur
sozialen Ungleichheit in Deutschland behandelt einen gesellschaftspolitischen Skandal:
»Die Umverteilung nach ganz oben in den letzten zwanzig Jahren sowie die zunehmende Verknöcherung der deutschen Gesellschaft. Soziale Mobilität findet kaum noch statt in diesem Land – wer oben ist, bleibt oben, wer unten ist, bleibt unten.« Leseprobe

Alter Adel auf Abwegen
Von Sigrid Lüdke-Haertel
Artikel lesen
»Hunnen und Rebellen« Jessica Mitfords Geschichte einer exzentrischen Familie.
»Das Milieu unserer Kindheit, ausgestattet mit einer üppigen Ader von Verrücktheit (…) hatte in uns eine große Rücksichtslosigkeit entstehen lassen, eine Art Verlängerung kindlicher Gemeinheit. Wir stachelten einander nicht nur zu immer drastischeren Streichen und Provokationen gegen die Klasse an, der wir weggelaufen waren, wir genossen es überhaupt, die ganze Welt aufs Kreuz zu legen. Tatsächlich war dies unser eigentliches Lebensgefühl.« Leseprobe

Das »Aleph« im Bolañoversum
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Mit »Die Nöte des wahren Polizisten« ist ein weiteres Werk posthum aus dem Archivo Bolaño ans Tageslicht befördert worden. Viele unterstellen dem Roman einen allzu fragmentarischen Charakter und sprechen vom Ausbeuten eines Gesamtwerks. Womöglich aber bildet der Roman die Essenz eines Grenzen sprengenden Gesamtwerks. Leseprobe

Verräterische Haltung
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Gehen wir aufrecht, weil wir Menschen sind oder sind wir Menschen, weil wir aufrecht gehen? Leseprobe
Der Philosoph Kurt Bayertz präsentiert den aufrechten Gang als philosophischen Topos, das die Reflektion über den Menschen und seine Position in der Welt von der Antike bis in die Neuzeit prägt.


Selbstvergewisserung des philosophischen Denkens
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Jürgen Habermas veröffentlicht nach einem Vierteljahrhundert den zweiten Band »Nachmetaphysisches Denken«.
»Die bewusstmachende Kritik geht einher mit einer rettenden Erinnerung.«



Weggefährten & Rivalen
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Gunter Hofmann erzählt die Geschichte der schwierigen Freundschaft von Willy Brandt und Helmut Schmidt.
Es sind nur fünf Jahre Unterschied. Hier Willy Brandt, 1913 geboren. Und dort Helmut Schmidt, 1918, aber die Lebensläufe hätten unterschiedlicher nicht sein können.
Leseprobe


Philosophie als Kultur der Nachdenklichkeit
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Zwei Neuerscheinungen zur Grundlegung und Einführung in die Philosophie und ihre Geschichte.



»Etwas Universelles«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Die Gedichte des Kito Lorenc
Ich kann nicht anders als mich in eine Landschaft, ein Bild hinein zu phantasieren. Und das ist möglich, weil Kito Lorenc' Gedichte offen sind, mir hier oder da einen Platz anbieten, den ich gerne annehme. Nur davon vermag ich Mitteilung zu machen. Ansonsten sei empfohlen: Lesen. Leseprobe

Der Tod des Malers
Von Patrick Wichmann
Artikel lesen
Steven Naifehs und Gregory White Smiths opulente Biographie beleuchtet den Tod Vincent van Goghs neu.
»Van Gogh. Sein Leben« wird ohne Zweifel für die kommenden Jahrzehnte das maßgebliche Standardwerk zu dem künstlerischen Genie Vincent van Gogh für Fach- und Laienpublikum gleichermaßen sein. Leseprobe

Ein plastisches Bild der sowjetischen Seite
Von Klaus-Jürgen Bremm

Artikel lesen
Eine Sammlung von 215 Gesprächsprotokollen, die Professor Issak Minz und seine Mitarbeiter mit Kommandeuren, Soldaten, Gefangenen und Zivilpersonen während des Kampfes um Stalingrad angefertigt haben. Leseprobe



Dimensionen des Täuschens
Von Lothar Struck
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Martin Dolls aufschlußreiche und unterhaltsame Untersuchung
»Fälschung und Fake«.
Schon das Cover von Martin Dolls Buch "Fälschung und Fake" führt in die Materie ein: Was zunächst wie ein Suhrkamp-Titelbild von Willy Fleckhaus aussieht, entpuppt sich beim genauen Hinsehen als das, was der Autor als Fake bezeichnet. Beim genauen Schauen und Lesen wird jeder Zweifel zerstreut: Das Buch ist nicht in der Reihe Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft erschienen, sondern im Kunstverlag Kadmos. Ein gelungenes Eröffnungsspiel.

»... fremd wie einer, der aus dem Mond gefallen«
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Ein Streifzug durch die Neuerscheinungen
zum 250. Geburtstag von Jean Paul.
Wer ist eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, der sich Jean Paul nannte, jener »kauzige Spinner und Biertrinker«, der nach Meinung einiger Zeitgenossen nur unlesbares Zeug verfasste. Heute ist sein Ruhm nahezu verblasst. Google listet ihn irgendwo zwischen Jean Paul Belmondo, Gaultier und Sartre auf, die aktuelle Rezeption des großen Romanciers, Essayisten, Satirikers und Wortschöpfers lässt sich am besten mit den Worten »vielgelobt und ungelesen« charakterisieren.

Verflüchtigung ist das Schicksal unseres Selbst in der Gegenwart
Jürgen Nielsen Sikora zur Ekstase des Sozialen

Artikel lesen
»... das Soziale ist bestenfalls noch Lockmittel, Hypothese und zu verwaltender Rest; der Mensch dessen Abfallprodukt, gehalten in einem „zufälligen Gravitationsfeld" – seinem „sozialen" Netzwerk, nicht gewillt, anzuerkennen, dass eben das Soziale dieses Netzwerks im Raum der totalen Simulation wegstirbt.«  Baudrillard Leseprobe


Gut, dass der Geist keine Substanz hat
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Die »Echte falsche Pracht« des Erhard Schütz.
Seine großartigen kleinen Schriften zur Literatur sind beim ehrenwerten Verbrecher Verlag erschienen.
»Schütz zeigt sich als wilder Leser, dessen Kritiken kleine Kunstwerke sind.
« Leseprobe

Tosende Bilderwelten
Von Lothar Struck
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Zum 60. Geburtstag Josef Winklers am 3. März veröffentlicht der Suhrkamp-Verlag mit »Wortschatz der Nacht« eine frühe Erzählung.
Die Prosa Josef Winklers wirkt zuweilen als Psychogramm des Autors; eine Deutung, die durchaus als erster Affekt gewollt scheint. Aber die Nähe zu biografischen und geografischen Details darf nicht voreilig mit der Erlebniswelt des Dichters gleichgesetzt werden. Die Texte sind und bleiben Fiktionen, auch wenn die Hauptfigur Josef Winkler heißt.


Dichtung und Wahrheit über die Gruppe 47
Von Lothar Struck
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Zwei neue Bücher erhellen jenseits von Verklärung oder Verachtung die Keimzelle des deutschen Nachkriegs-Feuilletons.
»
Die fast parallele Veröffentlichung der Richter-Tagebücher und von Böttigers Buch muss man nachträglich als Glücksfall werten. Vermutlich war es nie derart anregend und aufschlussreich sich über dieses Kapitel der deutschen Literaturgeschichte zu informieren.«

Schaltwerk der Gedanken
Zur Erinnerung an Egon Friedell
(21.Januar 1878 - 16. März 1938)
Artikel lesen

»Die Arbeit ist ein Fluch, der über den Menschen
verhängt wurde, als er vertrieben ward aus dem Paradies des Nichtstuns.«


Ein neues, buntes Völkchen
Von Michael Knoll
Artikel lesen
Wir neuen Deutschen. Wer wir sind, was wir wollen
.
»Die Differenz zwischen Menschen mit deutscher Herkunft und denen mit nicht-deutscher Herkunft wird in naher Zukunft irrelevant. Stattdessen wird uns die Frage nach dem Zusammenleben von Menschen mit hybriden Identitäten in einer ausfasernden Gesellschaft beschäftigen.«

»Jeder ist der Held seiner eigenen Märchen«
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Ismet Prcic beschreibt in seinem Roman »Scherben«, wie ein bosnischer Flüchtling im kalifornischen Exil versucht, mit seinen Kriegserinnerungen klarzukommen.
»Mach dir keine Gedanken, was wahr ist und was nicht, damit machst du dich nur verrückt. Schreibt einfach nur. Schreib alles auf.« Leseprobe

Die Natur der Dinge
Von Lida Bach
Artikel lesen
Der Blick in »Albertus Sebas Naturalienkabinett«
entdeckt alte und neue Rätsel der Natur und das ewige Rätsel des menschlichen Verlangens nach dem Außergewöhnlichen.
 

Von Quants und anderen Monstern
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Frank Schirrmachers »Ego - Das Spiel des Lebens«
ist eine wilde Alarmmaschine und kapituliert allzu voreilig.

Leseprobe
 

Nicht sicher
Von Georg Patzer
Artikel lesen
In seinem Band »Die Nachmittagsvorstellung«
schreibt Jehoschua Kenaz in neun Erzählungen über den lauernden Horror des Lebens.
Leseprobe



»Und er gedachte der Wegwarten ...«
Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Der trotzige Stoiker - Hermann Lenz zum Hundertsten.
Wer rasche und schnell eingängige Lektüre bevorzugt, sollte es lassen. Aber irgendwann wird der Leser reich beschenkt und mag nicht mehr aufhören zu lesen. Leseprobe


Eine verwickelte Handlung und eine schöne Sprache
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Der nächste Band der Oßmannstedter Ausgabe der Werke
von Christoph Martin Wieland ist erschienen, leider wieder ohne Kommentare.
»Komm, laß dich nieder zu uns auf diesen kanapee, / Und, statt zu rufen, ich seh, ich seh, / Was niemand sieht als du, erzähl' uns fein gelassen / Wie alles sich begab.«

Unterwegs im Balkan
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Über Andrzej Stasiuks aufrührende Reiseaufzeichnungen »Tagebuch danach geschrieben«.
»Es ist schwierig, Andrzej Stasiuk und seiner monomanischen Melancholie den Balkan und Polen betreffend nicht zu verfallen.«


Die Geburt der Aufklärung aus dem Geist des Salons
Von Goedart Palm
Artikel lesen

Über Philipp Bloms lesenswerte Ehrenrettung der »Bösen Philosophen« und die Frage: Gibt es ein uneingelöstes Erbe der Aufklärung, das heute noch relevant ist?
Leseprobe




Ausnahmezustand
Von Krisha Kops
Artikel lesen
Navid Kermanis Reisen in eine beunruhigte Welt
führen an
die »Grenzen des Berichtbaren«.
»Es führt einen an das Herz des Geschehens, etwas näher an das Warum, wenn es so etwas denn überhaupt wirklich gibt. Die Geschehnisse in diesen Ländern werden unser Leben beeinflussen, ob wir wollen oder nicht. Und für jeden, der das Gesicht hinter der Zeitung sehen will, ist dieses Buch eine Pflichtlektüre.«

Ideenklau, oder: Was darf Literatur?
Von Gunther Neumann
Artikel lesen
Janne Tellers Kammerspiel um Fiktion und Plagiat,
um Persönlichkeitsrechte, Macht und Gewissen.
»Der Grad der Verantwortung sinkt im Quadrat der Anzahl der Menschen, auf die sie verteilt werden kann,...«
 

Transparenz und Komplott
Von Klaus Bittermann
Artikel lesen
Hans Magnus Enzensberger rückt mit seinen
zwanzig Zehn-Minuten-Essays ein wenig die Welt zurecht.
»Das Erstaunliche dabei ist nur, dass er trotz seines Universalwissens angesichts der Verhältnisse nicht kapituliert, sein Schreiben keinen depressiven oder fatalistischen Unterton bekommt, dass er sich mit feinen ironischen und sarkastischen Seitenhieben zur Wehr setzt und sich immer wieder als der glänzende Stilist erweist, als den man ihn überall bewundert.« Leseprobe

Die Welt nach den Maximen des Buchhalters
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Byung-Chul Hans Essay »Agonie des Eros«
»Der Andere wird in dieser Hölle des Gleichen von uns bloß als konsumierbare Differenz wahrgenommen. Bestenfalls leiten uns die Maximen des Buchhalters: Datensteuerung und Repetition, Vergleich und Kalkulation. Das sei tödlich für alles Zwischenmenschliche. Die Fähigkeit zu lieben schwindet.« <

Erkundungen
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Über »Die Arbeit des Zuschauers« – Peter Handke und das Theater. Das materialreiche Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung.
»Es dauert nicht lange, bis man über das opulente und prachtvolle Buch ins Schwärmen gerät. (...) wunderbare Faksimiles von Handkes Notizbüchern und Briefen, Fotos von Aufführungen, Ausschnitten von Programmheften, Plakaten und Zeitungsartikeln. Manchmal schaut man dem Dichter direkt über die Schulter, ...«

Neues aus dem Zeitalter der Angst
Von Patrick Wichmann
Artikel lesen
Wie Richard Yates den Weg zurück in den
Buchhandel fand und warum er bleiben wird.
Für seine Bücher könnte wohl kaum ein Motto treffender sein, als das Diktum F. Scott Fitzgeralds, das Yates seinem Roman »Eine gute Schule« vorangestellt hat: »Rück mit dem Stuhl heran / Bis an den Rand des Abgrunds / Dann erzähle ich dir eine Geschichte.« Leseprobe

Bourgeoiser Polit-Pop
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Wie wohlsituierte Schelme sich einen verelendeten Narren halten. Emmanuel Carrères Romanbiografie über das »Scheißleben« des Eduard Limonow.
»
Ausgiebig bedient sich Carrère des umfangreichen autobiographisch getönten Werks des unkaputtbaren Limonow. Dort, wo es allzu braun wird, hellt er es journalistisch und biedermoralphilosophisch auf, nicht zuletzt in Habachtstellung vor Bernard-Henri Lévy.« Hörprobe


         

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Zakhar Prilepin
Sankya

Auf der shortlist Internationaler Literaturpreis Haus der Kulturen der Welt.

Sankya, der jugendliche Held dieser mitreißenden Geschichte von Revolte, Liebe und Verrat, ist Mitglied einer Gruppe militanter Regimekritiker. Nach heftigen Krawallen in Moskau ist ihm die Sicherheitspolizei auf der Spur. Er flieht aufs Land. Als er Kontakt mit seiner Freundin aufnimmt, gerät er in einen Hinterhalt und wird verhaftet. Im Gefängnis wird er Opfer von Folter und Erniedrigung. Was Spiel war, ist plötzlich blutiger Ernst.

Matthes & Seitz Berlin

Bücher für Herz & Hirn
15 aktuelle Lesetipps mit Qualitätsgarantie

Eine Philosophie des Ernstes
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Zum 225. Geburtstag von Arthur Schopenhauer.

Schopenhauer ist ein singuläres Ereignis in der langen Geschichte der Philosophie. Er hat die Philosophie des 19. Jahrhunderts maßgeblich erweitert und sie mit seiner eleganten und klaren Sprache aus ihrem akademischen Elfenbeinturm befreit.
 
Lesen Sie gefälligst Schopenhauer!
Von Herbert Debes
Artikel lesen
»Eine Liebeserklärung an die Philosophie«
Eine kleine Zitatensammlung zum 225. Geburtstag
»
Daher will Jeder Alles für sich, will Alles besitzen, wenigstens beherrschen, und was sich ihm widersetzt, möchte er vernichten.«

Der Passagen Verlag
Es besteht ein Bedarf an Denken!
Der
in Wien ansäßige Passagen Verlag feierte 2012 sein 25-jähriges Bestehen. Anlaß für Bernd Leukert zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Verleger Dr. Peter Engelmann. Artikel lesen
Die schlanken, grauen und weißen Bände kennt jeder, der in den Regalen der Buchhandlungen nach anspruchsvollem Lesefutter gesucht hat.

Essays:

Subtraktion statt Subversion
Von Timotheus Schneidegger
Artikel lesen
Eine soziopolitisch angewandte Grundrechenart nach Alain Badiou
und Slavoj Žižek.
»Niemand hat ein gründlicheres Verständnis von der herrschenden Ordnung als die, deren Überleben davon abhängt, in ihr nicht als unzugehörig aufzufallen. Das revolutionäre Potential solcher Klarsicht ist durch die Furcht des Ausgestoßenen, als Ausgestoßener erkannt zu werden, gegen ihn selbst gerichtet. Diese Klammer gilt es zu lösen.«


Hinterland
Von Ulrich Breth
Artikel lesen
Zur Funktion des Erhabenen in Bob Dylans Spätwerk.
»In Dylans Spätwerk wird der kategorische Rahmen der Songs durch eine Haltung ersetzt, die man als Logik des Zerfalls bezeichnen könnte.«

Die Geburt des Aphorismus
aus dem Geist der Pyrotechnik
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Antoine de Rivarol - der monarchistische Aufsteiger
als aufgeklärter Reaktionär.
Eine opulent ausgestattete Schatzkiste mit »Gedanken und Maximen, Porträts und Bonmots« Rivarols
»Vom Menschen« die diesen alerten Geist in umtriebigen Zeiten wieder erstrahlen lassen. Leseprobe Hörprobe

Zum 50.Todestag von Hermann Hesse:
»Sei Du selbst!«
Von Jürgen Seul
Artikel lesen
Eine Würdigung mit Bemerkungen zu den zwei aktuellen Hesse-Biografien von Gunnar Decker und Heimo Schwilk.

Wie man einen Nobelpreisträger zur Schnecke macht
Marcel Reich-Ranicki und Hermann Hesse.
Von Volker Michels
Artikel lesen
»Wo aber Macht ist, da wird sie in der Regel auch missbraucht, nicht nur von Politikern. Reich-Ranickis Umgang mit Hermann Hesse ist nur ein Beispiel unter vielen, wenn auch ein besonders eklatantes. Woher nur diese Aversion?« Artikel als pdf-Datei


»... daß ich nicht Eines und Eine lieben kann.«
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Die äußerst aufschlußreichen Porträts von Bärbel Reetz über Mia Bernoulli, Ruth Wenger und Ninon Doblin, jene drei Frauen, mit denen Hermann Hesse verheiratet war.
»Kein schönes Bild, das Reetz hier entwirft. Ein Macho, der mit einer gleichberechtigten Ehefrau völlig überfordert ist. Es ist immer das gleiche Muster: Er verliebt sich, er will nicht heiraten, er heiratet dennoch, er flüchtet.«


Essays:

Der Schatten des Körpers
des Schriftstellers

Auf der Suche nach Christian Linder.
Ein literarisches Puzzle
von Jürgen Nielsen-Sikora.
 

Artikel lesen
»Die Funktion der Kunst ist niemals«, belehre ich im Widerstreit mit meinen eigenen Gedanken den Schatten, »eine Wahrheit zu illustrieren – oder auch eine Frage –, die man schon kennt, sondern Fragen aufzuwerfen (und vielleicht auch zur rechten Zeit Antworten zu geben), die sich selbst noch nicht kennen.«

Das Essay als pdf zum Download

Wilhelm Meisters Lehr- und Wanderjahre
Ein deutscher Bildungsroman von Johann Wolfgang Goethe
wiedergelesen von Uwe Hübner

Essay lesen
PDF-Fassung zum Ausdrucken

Zur Philosophie der Erschütterung
Ein Essay von Karim Akerma
»Eine Frage schreit nach einer Antwort: Wer hat diese Welt eingerichtet? Im Vorwort zu seinem „Gedicht über die Katastrophe von Lissabon“ schreibt Voltaire (1694-1778): Alles ist eingerichtet, alles ist geordnet, ohne Zweifel, durch die Vorsehung, aber es ist nur allzu spürbar, dass längst nicht alles für unser gegenwärtiges Wohlbefinden eingerichtet ist.« Essay lesen

Donner Présent
Ein Essay von Anne Dippel
Auf den Spuren des philosophischen Tricksters Jacques Derrida
. Essay lesen
Es lichten sich erneut die Fragen nach Ereignis, Sein und Zeit, sowie Seiendem und Jetzt, indes von einem anderen sprachlichen Horizont her. Als pdf-Datei


Nachruf
Wie das Schachspiel
seine Unschuld verlor

Zum Tod des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer. »Ich glaube nicht an Psychologie, ich glaube an gute Züge.«

Literatur in Bild & Ton
Literaturhistorische Videodokumente von Henry Miller, Jack Kerouac, Charles Bukowski, Dorothy Parker, Ray Bradbury & Alan Rickman liest Shakespeares Sonett 130

Hörprobe
Die Fluchtbewegungen des Bob Dylan
Ulrich Breth über die Metamorphosen des großen Rätselhaften



Coltrane par coeur
René Steininger zu Ben Ratliffs lesenswerten Biographie über einen Unsterblichen der Musikgeschichte.

»Coltrane.
Siegeszug eines Sounds«
»Der Sound ist für den Musiker, was für den Schriftsteller der Stil oder die Stimme ist. Es ist seine Signatur oder Syntax und das, was er der Struktur der Notensysteme an individuellen Modalitäten abgewinnt. 'Irgendwann braucht jeder Musiker einen eigenen Sound', den man 'im Idealfall schon beim ersten Ton erkennt.'«
Mit 10 Bild- & Tondokumenten aus der Tube
.

I Feel Love
Von Peter V. Brinkemper
Zum Tode von Donna Summer, Robin Gibb und Dietrich Fischer-Dieskau.
Artikel lesen

»Donna Summers und Robin Gibbs vorzeitige karzinogene Tode erinnern uns wie das dazwischen eingetretene Lebensende von Dietrich Fischer-Dieskau an eine Ton-Bild-Landschaft von hohem Kunstanspruch zwischen Pop und Klassik.«

Kurze Geschichten von Joe Bauer:

Ede aus Stuttgart
Von Joe Bauer
Artikel lesen

Die Street Art von
»Harry & Gelb«. Eine Spurensuche in memoriam Jörg Fauser.
»Ich weiß nicht, wer sich dahinter verbirgt, und will es auch nicht wissen. Nicht jedes Geheimnis muss gelüftet werden. Eine Stadt braucht Geheimnisse. Rätsel, die den Menschen Freude machen.«

Neues vom Frosch
Metamorphose Betrachtungen
von Joe Bauer
Artikel lesen
»Die Sonne stand tief, das Wasser dampfte in der eisigen Februarkälte, und es war ein Spaß, so zu tun, als sei Sommer. Man muss es nicht glauben, wenn die Leute sagen, das Wasser im Mineralbad Berg sei im Winter kälter als im Sommer. Die Sauna ist bei fünfunddreißig Grad im Schatten auch nicht heißer als bei fünfzehn Grad unter null. Alles eine Frage der Kleidung.«

Der Stift
Von Joe Bauer
Artikel lesen
Eine kleine, seltsamerweise nur wenige Jahre alte Geschichte.

Mit Laib und Seele
Joe Bauers Tirade gegen die deutsche Sucht nach Witzigkeit.
Artikel lesen
»Die Lachkrankheit ist weiter verbreitet als Demenz.« Gewidmet Herrn Dieter Nuhr


Wie der Ochs vor dem Berg

Joe Bauer in der Stadt
Artikel lesen
»Zurzeit schauen wir in das Auge des vorweihnachtlichen Terrorismus, und das begreife ich so wenig, wie ich die Katholische Kirche verstehe. Die allgemeine Stimmung macht mir Sorge, komme ich doch langsam in ein Alter, in dem man sich fragt, ob man noch Rock'n'Roll oder schon Gospel singen soll.«


Der Reisemuffel
Eine Glosse von Joe Bauer
Artikel lesen
»
Die meisten Leute haben die Tage schnell verdrängt, als Islands Asche um die Welt flog und den Himmel zur Hölle machte. Der Vulkan Eyjafjallajökull spuckte auf die Marketing-Botschaft, Reisen sei für Menschen ein Kulturgut.«

Herzlichen Glückwunsch zu über 500 Depeschen in Joe Bauers Flaneursalon

Am Neckar
Eine kurze Geschichte von Joe Bauer
Text lesen
»Mit der Linie 2 fuhr ich am Morgen einige Stationen weiter als üblich durch Stuttgart und stieg erst in der Mercedesstraße aus. Nicht weil ich verschlafen hatte. Ich musste nach Bad Cannstatt, die Hochwasserlage prüfen. Hochwasserlage, hatten sie im Fernsehen gesagt, Hochwasserlage, wie Hanglage. Bald würde es wieder regnen. Das war gefährlich. Als ich von der Brücke aus die Brühe unter mir sah, wurde mir schlecht.«

Buddy
Eine Short-Story
von Jörn Birkholz
Text lesen
»Sonntagmorgen. Nachdurst! Tastend begebe ich mich auf die Suche nach der Mineralwasserflasche, die irgendwo neben meiner Matratze stehen muss. Nachdem ich meine Finger aus dem übervollen Aschenbecher genommen habe, erreiche ich sie schließlich und trinke gierig. Ich stehe auf. Leichter Schwindel, Kopfschmerzen, aber ansonsten alles im gelben Bereich. Ich gehe auf den Balkon und blicke zur Bäckerei auf der anderen Straßenseite. Davor liegt ein Hund.« Text als PDF-Datei

 



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