Glanz & Elend

Geschichte & Politik

Impressum | Mediadaten | Last update: 04.04.2017, 10:42

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Johannes Willms
Tugend und Terror

Mit dem Sturm auf die Bastille im Juli 1789 nahm eine Revolution ihren Anfang, die eine ganze Welt aus den Angeln heben sollte. Johannes Willms schildert, erklärt und analysiert Personen, Kräfte, Motive. Vor allem aber lässt er immer wieder auch die Akteure selbst zu Wort kommen. Das gibt seiner Darstellung jene Lebendigkeit und Kraft, für die seine historischen Werke mit Recht gerühmt worden sind.
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C.H.Beck

Aktuelle Empfehlung:

»Mit diesem Buch will ich die Welt erklären...«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
In seinem imposanten Panorama welthistorischer Herrschaftsdiskurse analysiert Ulrich Menzel nichts weniger als: »Die Ordnung der Welt«. Leseprobe




Abschied vom Eurozentrismus
Von Herbert Debes
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Mit »Licht aus dem Osten« hat Peter Frankopan eine mitreißende neue Geschichte der Welt geschrieben.
»Er repräsentiert jene smarte Generation von Historikern, die tradierte Denkmuster aufbrechen und alternative Sichtweisen auch wissenschaftlich salonfähig machen.« Leseprobe

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Geschichte eines »imaginären Verbrechens«

Jacques de Saint Victor
Blasphemie


Die Blasphemie scheint ein Relikt vergangener Zeiten zu sein, doch spätestens nach dem Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo 2015 in Paris kehrte die Diskussion um die strafrechtliche Ahndung der Gotteslästerung zurück in den öffentlichen Raum. Die Frage des Rechts auf Blasphemie ist die Frage nach dem Prinzip der Meinungsfreiheit und stellt die westlichen Demokratien vor eine ihrer größten Herausforderungen. 
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Hamburger Edition

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Geschichte,
50 Bücher


Ein polykratisches Chaos
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Christopher Clarks monumentales Werk »Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog«, dessen Facettenreichtum hier nur angedeutet werden kann, muss als ein Meilenstein einer neuen Sicht auf die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führenden Ereignisse gewertet werden. Leseprobe

Camouflagen der Wirklichkeit
Von Gregor Keuschnig
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Greg Grandin analysiert in »Kissingers langer Schatten« das Erbe von Amerikas umstrittensten Staatsmann.
»Kissinger verband auf fast vulgäre Art und Weise die Domino-Theorie mit dem Clausewitz'schen Krieg-Politik-Schema, das er um die Möglichkeiten der Mittelstreckenbomber des 20. Jahrhunderts erweiterte.« Leseprobe

Der Holocaust als Kapitel politischer Bildung?
Von Jürgen Nielsen-Sikora
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Timothy Snyder analysiert in »Black Earth« die Entstehung des Holocaust und warum er sich wiederholen kann.

»Sein Hauptthema bettet Snyder ein in die Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Zwischen Militär- und Ideengeschichte angesiedelt, fesselt das Buch nicht zuletzt durch detailreiche Einzelfallstudien, durch die Snyder weniger bekannte und geläufige Schicksale zu einem äußerst lesenswerten Essay verwebt.«
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Ein plastisches Bild der sowjetischen Seite
Von Klaus-Jürgen Bremm

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Eine Sammlung von 215 Gesprächsprotokollen, die Professor Issak Minz und seine Mitarbeiter mit Kommandeuren, Soldaten, Gefangenen und Zivilpersonen während des Kampfes um Stalingrad angefertigt haben. Leseprobe



Sammelsurium von Geschichten
Von Klaus-Jürgen Bremm
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David Abulafias Versuch einer Biographie über das »Das Mittelmeer«
»Zu kursorisch und sprunghaft sind seine Schilderungen von Hethitern, Phöniziern und Griechen, von Byzantinern, Arabern und Korsaren, als dass sich daraus zitierfähiges Wissen oder gar etwas Neues herausdestillieren ließe.«


Schlachtplatte light
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Warum sich Andreas Platthaus mit seiner Arbeit über
»Die Völkerschlacht und das Ende der Alten Welt - 1813« verhoben hat.

»Vor allem kann sich Platthaus nicht wirklich entscheiden, ob er eine konventionelle Geschichte der Schlacht aus der Perspektive der Feldherren und Monarchen schreiben oder doch lieber die Sicht der einfachen Soldaten oder der Leipziger Bürger einnehmen wollte, für die immerhin die Invasion zweier gigantischer Armeen mit mehreren Hunderttausend Kämpfern tatsächlich eine existenzielle Katastrophe bedeutete.«

Nicht Fisch, nicht Fleisch
Von Christiane Pöhlmann
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Orlando Figes' Werk »Schick einen Gruß, zuweilen durch die Sterne« schlingert zwischen wissenschaftlichem und literarischem Anspruch – und scheitert in beiden Bereichen. Leseprobe



Das multiperspektivische Bild eines Krieges
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
E
in brauchbarer Überblick über den ersten großen europäischen Krieg, der als böhmische Ständerevolte begann und als Konflikt der europäischen Großmächte endete.


Ausufernde Besserwisserei
Von Gregor Keuschnig
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»Samstags um Halb 4« von Nils Havemann
verspricht »
tiefe Einblicke in die Entwicklung eines Sports, der für viele zum Religionsersatz« wurde, erzählt aber nicht die ganze Geschichte der Fußballbundesliga, sondern erweist sich als ein recht lahmer Kick. Leseprobe


Störung der Gemütlichkeit
Von Lothar Struck
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In seinem neuen Buch zeigt Malte Herwig, wie
aus der Generation der Flakhelfer Deutschlands führende Demokraten wurden.
Man lernt, dass auch Vorbilder Menschen mit Brüchen, Schwächen und unauflösbaren Widersprüchen sind. Nicht trotz, sondern gerade deswegen sollte man sie und ihre Leistungen schätzen und entsprechend einordnen. Diese Erkenntnis ist kein kleines Verdienst dieses aufschlussreichen, packend geschriebenen Buches.

Der Aufstieg der Araber
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Tom Hollands Beschreibung der Entstehung des arabischen Weltreiches
kratzt unverhohlen an einem weiteren Eckpfeiler heutiger Islamapologeten.
»...ein beeindruckendes Panorama der Geschichte des Nahen Ostens in der Spätantike vorlegt und dabei einen ernst zu nehmenden Versuch unternommen, den Islam so in seiner Entstehungszeit zu verorten, wie es mit dem Christentum und dem Judentum schon längst geschehen ist.« Leseprobe

Schlachtplatte light
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Warum sich Andreas Platthaus mit seiner Arbeit über
»Die Völkerschlacht und das Ende der Alten Welt - 1813« verhoben hat.

»Vor allem kann sich Platthaus nicht wirklich entscheiden, ob er eine konventionelle Geschichte der Schlacht aus der Perspektive der Feldherren und Monarchen schreiben oder doch lieber die Sicht der einfachen Soldaten oder der Leipziger Bürger einnehmen wollte, für die immerhin die Invasion zweier gigantischer Armeen mit mehreren Hunderttausend Kämpfern tatsächlich eine existenzielle Katastrophe bedeutete.«

Wilhelm II. letzter deutscher Kaiser
Von Michael Knoll
Vielem wird im Super-Gedenkjahr 2009 gedacht, einem historischen Ereignis jedoch nicht: Dem 150. Geburtstag des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. Historisch aufgearbeitet wird er sehr wohl. Bereits 2008 erschienen zwei Monographien zweier anerkannter Historiker in zwei renommierten Verlagen: »Wilhelm II – Der Weg in den Abgrund 1900-1911« von John C. G. Röhl sowie »Wilhelm II – Die Herschaft des letzten deutschen Kaisers« von Christopher Clark.



Das alltägliche Grauen
Von Thomas Hummitzsch
Wie bleibt man Mensch, wenn die Barbarei die Macht ergreift? Orlando Figes beschreibt in seiner ergreifenden, faktenreichen Studie »Die Flüsterer« das alltägliche »Leben in Stalins Russland«
»Die größte Angst hatten wir davor, den Kopf zu verlieren, von Zweifeln oder Ketzerei übermannt zu werden und unseren grenzenlosen Glauben einzubüßen.«


Eine Kriegsgeschichte
Von Lothar Struck
Über Martin van Crevelds analytische Chronik der »Gesichter des Krieges« von 1900 bis heute
»Auch wenn einem bei der Lektüre manchmal der Atem stockt, und sich neben Zustimmung gelegentlich heftiger Widerspruch regt – lohnend und in höchstem Maße anregend ist die Lektüre allemal.«
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Paradox des Durchhaltens
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Ian Kershaw über den Kampf der Deutschen bis in den Untergang.
»Aus heutiger Sicht wirkt es geradezu gespenstisch, dass der NS-Staat trotz der überall zusammenbrechenden Fronten und einem ununterbrochenen alliiertem Bombenterror bis in seine letzten Tage erstaunlich gut funktionierte.« Leseprobe  


Alte und neue Seilschaften
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Das Auswärtige Amt und die Vergangenheit, Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik.
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Staunen und Schrecken der Welt
Von Wolfram Schütte
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Olaf B. Rader schält Stauferkaiser Friedrich II.
aus Mythos & Nachrede.
»Das hat einen Reiz, der dem einer Krimilektüre ähnelt. Der Verlag hat mit einer Vielzahl von Illustrationen & Dokumenten dem Text hervorragenden Begleitschutz gegeben.«
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Als Feuer vom Himmel fiel
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Über Dietmar Süß' Untersuchung von Kriegsgesellschaft und Luftkrieg in Deutschland und England.
»Trotz der damit verbundenen Gefahr, Unterschiede der politischen Systeme und Traditionen zu verwischen, ist Dietmar Süß mit seiner komparativen Darstellung von verschiedenen Gesellschaften in Extremsituationen ein großer Wurf gelungen.«  

Die Blüte der arabischen Wissenschaften
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Der Professor für theoretische Atomphysik Jim Al Khalili erzählt die arabische Wissenschaftsgeschichte.
»Im allerbesten angelsächsischem Erzählstil mit wohldosierten Abweichungen berichtet der im Irak geborene Verfasser über die Leistungen von Astronomen, Ärzten und sogar Chemikern aus dem Wirkungskreis dieser frühmittelalterlichen Forschergemeinschaft, die fraglos die wissenschaftliche Revolution des Westens vorbereiteten.«

»Ein Geruch von Blut und Schande haftet ihnen an.«
Von Georg Patzer
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Die Neuauflage des Standardwerks über »Schriftsteller im Nationalsozialismus« ist erschienen.
»J
etzt kann man zuverlässig nachlesen, wie sich Friedrich Sieburg, Heinrich Spoerl, Hermann Hesse, Günter Weisenborn, Max Frisch verhalten haben, ...«



Die Kraft der Vernunft
Von Thomas Hummitzsch
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Der Germanist Manfred Geier legt mit seiner Geschichte der
europäischen Aufklärung ein hellsichtiges Werk vor, mit dem er erklärt, warum die Europäer Kantianer im besten Sinne sind.
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Kriegszüge & Bußgänge in Gottes Namen
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Eine konventionelle Narration von Ereignissen und Personen. Thomas Asbrigde’s Kreuzzüge sind ein Remake des Klassikers von Steven Runciman.
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Spurenlese
Von Klaus-Jürgen Bremm
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»... eine gelungene Mischung aus Biografie und kulturgeschichtlichem Reiseführer.«
Über Alexander Demandts Biographie, die von Leben und Legenden Alexanders des Großen erzählt.
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Konfus und fehlerhaft
Von Klaus-Jürgen Bremm
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John Keegans Geschichte des Amerikanischen Bürgerkrieges ist alles andere als ein Meisterwerk.
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Zwischen Handel und Gemetzel
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Roger Crowleys Darstellung der Geschichte Venedig fällt sehr einseitig aus.
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Karl Marx - Der große Alte
Von Klaus-Jürgen Bremm
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Hegels groteske Felsenmelodie ließ ihn nie los.
Über die konsequent ideengeschichtlich gestaltete Karl-Marx-Biographie von Rolf Hosfeld.

Marx & Engels in Zitaten
 

Der triumphale Abgrund des Krieges
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Caroline Alexanders Studie »Der Krieg des Achill:
Die Ilias und ihre Geschichte«, die zwischen zwischen Altphilologie und US-Traumatologie pendelt.
»Was für ein Götterfestspiel der planetaren Verwüstung wäre das geworden, wenn alle Helden unsterblich und rastlos sich in Ewigkeit bekämpft hätten? Homer, also doch über Zeit und Raum hinweg, im Gespräch mit Erich Maria Remarque und Ernst Jünger via Operation Patroklos?«

Ein deutsches Drama
Die Biographie einer Epoche: »Flick« der Konzern, die Familie & die Macht. Artikel lesen
»...
ein gleichsam opulentes wie nüchternes Bild der Familie und des Unternehmens, das nicht zuletzt die Frage nach dem politischen Versagen und der moralischen Schuld der deutschen Industrie im 20.Jahrhundert aufwirft.« Leseprobe



20 Jahre danach
Von
Michael Knoll
Claus Christian Malzahns vorläufige Bilanz der Einheit »Deutschland 2.0«
»Wir müssen klären, wie wir leben wollen – und wie nicht. Immer wieder, nicht nur alle zwanzig Jahre.« Artikel lesen
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»Seien wir schrecklich, damit das Volk nicht schrecklich sein muss!«
Jürgen Nielsen-Sikora
über David Priestlands »Weltgeschichte des Kommunismus.«
»... Priestland zeigt deutlich, wie untrennbar die Geschichte de Kommunismus mit der Barbarei sozialistischer Diktaturen zusammenhängt.«
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D-Day reloaded
Von Klaus-Jürgen Bremm
»Der Autor präsentiert in bester angelsächsischer Erzähltradition ein plastisches Panorama einer modernen Schlacht mit all ihren Grausamkeiten und bizarren Erscheinungsformen männlicher Tapferkeit, wobei er virtuos zwischen den einzelnen Perspektiven wechselt.« Artikel lesen


Eine Potemkinsche Biographie?
Klaus-Jürgen Bremm über die opulente und gleichsam romanhafte Lebensbeschreibung eines außergewöhnlichen Aristokraten. Artikel lesen
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Mythos & Wirklichkeit
Anne Nelsons amerikanische Variante zur Geschichte der Widerstandsgruppe »Die Rote Kapelle«
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Der »Vater der Atombombe«
Klaus-Jürgen Bremm über die
J. Robert Oppenheimer Biographie

Nobelpreisträger Percy Brigdman in einem 'Empfehlungsschreiben':
»Wie aus seinem Namen hervorgeht, ist Oppenheimer Jude, aber völlig frei von den gewöhnlichen Eigenschaften seiner Rasse. Mir scheint es durchaus nicht ausgemacht, dass er es jemals zu bedeutenden Beiträgen bringen wird, aber wenn er überhaupt etwas Gutes zustande bringen sollte, dann wird das ein ganz außergewöhnlicher Erfolg werden.«


Parallelen der Entrechtung
Louis Begleys lehrreiche Recherchen über den Fall Dreyfus, die Teufelsinsel und Guantánamo
»Unterdrückung und Ungerechtigkeit suchen sich immer wieder die gleichen Opfer: Außenseiter und Minderheiten, die Abneigung und Misstrauen wecken. In ihrem Fall ist "die Schuld immer zweifellos". Das war der Grundsatz des Offiziers in Kafkas 'Strafkolonie', und die Bush-Regierung verfuhr mit den Gefangenen, die sie im Zuge des Kriegs gegen den Terror gemacht hatte, nach einem sehr ähnlichen Prinzip.« 


Literarisches Panorama der Weltgeschichte
Das großformatige Kleinod »Nichts als die Welt« birgt mit seinen 164 Reportagen und Berichten von Augenzeugen aus 2500 Jahren manchen literarischen Schatz der Menschheitsgeschichte.
»Man wird lange suchen müssen, um in Verlagsprogrammen der Welt qualitativ seinesgleichen zu finden, inhaltlich wie herstellerisch.«  Leseprobe



Der Mann ohne Eigenschaften
Walther Rathenau als Phänotyp seiner Epoche
Von Klaus-Jürgen Bremm
»
Der Autor skizziert das Bild einer Persönlichkeit, der sich wie viele in seiner Generation nicht allein von den glänzenden Leistungen ihrer Väter emanzipieren wollte, sondern auch gegen den plumpen Wilhelminismus der Hochbürokratie, Militärs und Großagrarier mit ihren auftrumpfend-hohlen Lebensäußerungen engagiert Stellung bezog.« Leseprobe

Die Torpedierung der Athenia
Klaus-Jürgen Bremm über Drei Tage im September
Cay Rademachers mitreißende Schilderung der letzten Fahrt des britischen Passagierschiffes Athenia





Judenhasser aus Opportunismus?
»Hitlers Judenhass - Klischee und Wirklichkeit«
»Hitlers politische Karriere begann am 16. April 1919 als Ersatzbataillonsrat der 2. Kompanie des Demobilisierungsbataillons im 2. Bayerischen Infanterieregiment. Damit war der Gefreite, der den Bolschewismus als das 'teuflischste Instrument' des Internationalen Judentums erkannt zu haben glaubte, plötzlich Funktionär im Räderwerk der kommunistischen Weltrevolution.
 

Visionär ohne Skrupel
Klaus-Jürgen Bremm zur Biographie über den Vater der Raketen: »Wernher von Braun«
Trotz seines romantischen Traumes, einmal der Columbus des Weltraumes zu werden, war v. Braun nach Neufelds Urteil ein begnadeter Technikmanager und charismatischer Menschenführer.
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Der männliche Selbsthaß auf dem Holzweg
Gregor Keuschnig zu dem Essay Das Trockene und das Feuchte von Jonathan Littell, den dieser während der Vorarbeiten zu »Die Wohlgesinnten« als Versuch einer Fortschreibung von Theweleits »Männerphantasien« verfasste.
»Dabei erinnert Littells Sprachkritik an die 'Methode des texanischen Scharfschützen'. Dieser schießt zuerst auf ein Scheunentor und malt danach um die Einschußlöcher die Zielscheibe. Erst sucht Littell in Degrelles Schwarte nach entsprechenden Textstellen und dann präsentiert er die folgerichtige Deutung – wie es denn paßt.«

Charakterstudie eines Vollstreckers
Klaus-Jürgen Bremm zu Ulf Schmidts beeindruckende Biographie über »Hitlers Arzt Karl Brandt«
»Er habe nur die sinnlosen Leiden unheilbar Kranker schnell und auf angeblich humane Art beenden wollen, beteuerte er noch auf der Anklagebank. Brandt schien es allein wichtig, dass seine Opfer rasch in dem von ihm verordneten Gas starben. Die Gesundheit des ganzen Volkskörpers stellte er, wie übrigens auch viele andere zeitgenössische Mediziner, über das Schicksal des Einzelnen.«

A
lltag im Mittelalter
Gregor Keuschnig über Kay Peter Jankrifts Beschreibungen einer mittelalterlichen Stadt »Henker, Huren, Handelsherren«
»Man liest dieses schön aufbereitete Buch gerne und durchaus mit Gewinn. Aber dem Anspruch, den Alltag von Menschen im Mittelalter zu zeigen, wird es nur teilweise gerecht.«
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Facettenreiche Studie
Michael Brenner über das Judentum und seine Geschichte
Der Titel »Kleine jüdische Geschichte« stapelt tief, denn vollständiger, attraktiver und aktueller dürfte gegenwärtig eine ähnliche Darstellung auf dem Buchmarkt kaum zu finden sein. Zudem dürfte sich der facettenreiche Band bald als wichtiges unentbehrliches Nachschlagewerk herausstellen für alle, die sich über das Judentum und seine wechselvolle Geschichte, die sich über 3000 Jahre und fünf Kontinente erstreckt, informieren möchten. Leseprobe

Stilisten auf großer Fahrt

Bernd Blaschke schlägt einen brillanten Bogen von
Georg Forsters Reise um die Welt zu Matthias Polityckis In 180 Tagen um die Welt »Während Georg Forster sich einst als Virtuose im gelenkigen Wechselspiel von wissenschaftlicher Beobachtung, politischer wie philosophischer Reflexion und moralischer Sensibilität auszeichnete, erweist sich Matthias Politycki nun als ein tüchtiger Weber von High Society Seemannsgarn.«


»Da war alles nur Dreck und Verderben.«
Stefan Möller zu Winston S. Churchills Bericht über den Sudan-Feldzug
»Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi«
» … dann zögere ich nicht zu erklären, dass zu zerstören, was ihnen geheiligt und unantastbar war, eine Schandtat bedeutet, angesichts welcher der wahre Christ genauso wie der Philosoph nur seinen Abscheu ausdrücken kann.«




Mein '68
Alice’s Restaurant - das war überall
Ein Blick zurück von Kurt Otterbacher
1968 - Ein Mythos wird dekonstruiert
Philippika? Anklage? Selbstbezichtigung? Kalkulierte Provok
ation? Götz Alys Unser Kampf und Wolfgang Kraushaars Bilanz der Achtundsechziger-Bewegung analysiert und kommentiert von Gregor Keuschnig


Der amerikanische Albtraum - Das Grauen in Vietnam
Von Thomas Hummitzsch
In einer einmaligen Sisyphusarbeit hat Bernd Greiner das Wesen des Vietnamkrieges ergründet. »Krieg ohne Fronten« ist eine aufwühlende und zugleich erstklassige Dokumentation, die dem amerikanischen Vorgehen auf die Spur geht und nach der Fähigkeit zur Selbstkorrektur der Amerikaner fragt.



Öffentlichkeit als Lebenselixier des Terrorismus
Gregor Keuschnig kommentiert Andreas Elters detailreiche und profunde Analyse über die
»Progaganda der Tat - Die RAF und die Medien«
Eine spannend zu lesende Dokumentation über die Wechselwirkungen der terroristischen Tat und ihrer öffentlich wirksamen Nacherzählungen
.



Unverschämt fidel – die Stasi lebt
Der Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen und Historiker Hubertus Knabe zeichnet in seiner
Dokumentation »Die Täter sind unter uns Über das Schönreden der SED-Diktatur« ein schockierendes Bild existierender Stasiseilschaften.



 


Politik,
60 Bücher


Asiens späte Rache am »Westen« –
Ein Pyrrhussieg

Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Pankaj Mishra beeindruckende Studie »Aus den Ruinen des Empires«.
Im Zentrum seines beeindruckenden geistigen Panoramas stehen drei Autoren, die in ihrer Zeit ungeheuren Einfluss besaßen, in Europa aber inzwischen so gut wie vergessen sind. Zu Unrecht! Leseprobe

Tacheles
Von Uve Schmidt
Artikel lesen
Abraham Melzers antizionistische Essays stellen »Israel vor Gericht«.
Im Nahostkonflikt sind die Zionisten konstante Kriegspartei und Abraham Melzer ein ruheloser Aktivist der internationalen Vereinigung »Jewish Voice for Peace«.

Druiden und Katharer
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Umberto Eco schreibt süffig über legendäre Städte und Länder.
»Ihm geht es um die Städte und Länder, an die sich »heutzutage oder in der Vergangenheit Hirngespinste, Utopien und Illusionen geknüpft haben, weil viele Menschen wirklich glaubten, dass sie irgendwo existierten oder existiert hätten«.

Die Macht der Institutionen
Von Edward Kanterian

Artikel lesen
Provokante Thesen über die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut.
»Acemoglu und Robinson gehen in ihrer Analyse viel weiter als viele heutige Ökonomen, die Wohlstand weniger durch politische Partizipation und Güterverteilung, als durch Faktoren wie Freihandelsbestimmungen, Kapital- und Technologieinvestitionen erklären wollen.« Leseprobe


Im Zeitalter der Drohne
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Armin Krishnans militärstrategischer und philosophischer Essay »Gezielte Tötung« über die Individualisierung der Kriegsführung durch die technischen Möglichkeiten der Drohnentechnologie. Leseprobe



Deutsche Verhältnisse
Von Michael Knoll
Artikel lesen
Hans-Ulrich Wehlers Analyse »Die neue Umverteilung«
zur
sozialen Ungleichheit in Deutschland behandelt einen gesellschaftspolitischen Skandal:
»Die Umverteilung nach ganz oben in den letzten zwanzig Jahren sowie die zunehmende Verknöcherung der deutschen Gesellschaft. Soziale Mobilität findet kaum noch statt in diesem Land – wer oben ist, bleibt oben, wer unten ist, bleibt unten.« Leseprobe

»Er führte nicht, er herrschte« (Barzel über Kohl)
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Hans-Peter Schwarz' Biographie über Helmut Kohl.
Schwarz' Buch holt fast nebenbei die alte Bundesrepublik noch einmal hervor. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die die politischen Vorgänge dieser Jahre reflektieren und eine gewisse politische Idylle erzeugen, entsteht beim Leser eine veritable Desillusionierung. Das ist vermutlich gut so. Denn früher war eben doch nicht alles besser. Leseprobe

Weggefährten & Rivalen
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Gunter Hofmann erzählt die Geschichte der schwierigen Freundschaft von Willy Brandt und Helmut Schmidt.
Es sind nur fünf Jahre Unterschied. Hier Willy Brandt, 1913 geboren. Und dort Helmut Schmidt, 1918, aber die Lebensläufe hätten unterschiedlicher nicht sein können.
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© Andy Miah
Zur Leere der neuen politischen Philosophie
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Anmerkungen zu Slavoj Žižeks und Jacques Rancières Bemühungen der Wiedergeburt des Subjekts aus dem Frust der Theorie.

Notizen aus Homs
Von Thomas Hummitzsch

Artikel lesen
Jonathan Littells Aufzeichnungen dokumentieren das Grauen des Syrischen Bürgerkrieges.
»Man könnte sagen, dass sich die syrische Gesellschaft verdoppelt hat, dass im Land inzwischen zwei Parallelgesellschaften existieren, die in tödlichem Konflikt miteinander stehen.« Leseprobe


Orientierung und keine
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Amin Maaloufs Essay »Die Auflösung der Weltordnungen«
»Gravierendste Folge des Orientierungsverlusts sei eine Krise der Legitimität. Legitimität sei das, was erlaube, die Autorität einer Institution als Trägerin gemeinsamer Werte anzuerkennen.« Leseprobe



Der Wille zum System
Niklas Luhmann revisited von Goedart Palm
Artikel lesen
»Würde man Luhmanns kognitiv explosiven Zettelkasten, sein alter ego, zum autonomen Reden bringen, könnte man vielleicht noch einige Dekaden Soziologie damit bestreiten.«
Leseprobe




»Smart Power«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Joseph Nyes Entwürfe für intelligente politische Strategien im 21. Jahrhundert.
»Je größer die Macht, die wir erlangen, desto größer die Ohnmacht, die damit einhergeht.« Leseprobe



Im Abstieg begriffen?
Von Rudolf Maresch
Artikel lesen
Der Westen degeneriert, die Machtkoordinaten verschieben sich. Kann sein möglicher Niedergang durch eine Rückbesinnung auf seine Geschichte und sein kulturelles Erbe noch aufgehalten werden?

»Ora et Labora.«
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Niall Fergusons sonderbare Rezepte zur Rettung des Westens.


Transatlantische Vorurteile
Von Michael Knoll
Artikel lesen
»Marschall entlarvt Klischees und Stereotype, versucht Verständnis für das andere, für uns so fremde Denken der US-Amerikaner zu wecken und schildert doch seine Sorge über die mentale Auseinanderentwicklung der beiden Kontinente.« Leseprobe

Kommunikationsstrategie?
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Peter Waldmanns Analyse der
immanenten Regeln und Gesetzmäßigkeiten des »Terrorismus - Provokation der Macht«
»
Ohne Zweifel gehört Peter Waldmann zu den Experten, denen ein sogenannter wie Elmar Theveßen nicht das Wasser reichen kann. Hierin dürfte einer der Gründe liegen, warum man von Waldmann im Fernsehen so gut wie nie etwas hört. Er vermeidet wohltuend emotionale Hyperventilierungen und bleibt nüchtern.«

Sahras Visionen
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
»Freiheit statt Kapitalismus« Wie Sahra Wagenknecht mit dem »Pippilotta-Prinzip« Deutschland retten will. Leseprobe




»Nach vorne stürzende Sorgensysteme«
Von Lothar Struck

Artikel lesen
Peter Sloterdijks Reflexionen »Streß und Freiheit« zum zukünftigen Verhältnis von Freiheit & Gemeinwohl.
»Die Sache des Realen und seiner Reform ist zu wichtig, als daß man sie Parteien überlassen könnte.« Leseprobe


Die Sehnsucht nach der Revolte
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Ein Text geht um in Europa, es ist ein Aufruf zum Aufruhr. Was haben die »Unsichtbaren« strategisch & ästhetisch zu bieten? Wie sind sie philosophisch & politisch verwurzelt? Wen repräsentieren sie? Was versprechen sie? Sieben Autoren haben die Schrift für Glanz&Elend gelesen.
 

Kommunizierende Krisen und solarer Sozialismus
Von Karim Akerma
Artikel lesen
Elmar Altvaters dezidierte Analyse der Jahrhundertkrise von Wirtschaft und Finanzen, von Politik und Natur.
»Mehr Altvater und weni
ger
Žižek täte gewissen gesellschaftskritischen Debatten gut.«


Im Reich der Bürokraten
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Über Hans Magnus Enzensbergers Ein- & Auslassungen »Sanftes Monster Brüssel oder Die Entmündigung Europas«.
Leseprobe





Leistungsträger oder Steuersklaven
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Zur
Diskussion über Peter Sloterdijk Statements »Die nehmende Hand die gebende Seite«. Leseprobe
»Nicht der bestimmt, der gibt, sondern derjenige, der nimmt. Die nehmende Hand handelt in vollständiger Autonomie von den Intentionen der gebenden Seite.«



Das Elend der Universitäten
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Bildung als Tauschobjekt und Brutstätte der Ausbeutung, Verdinglichung des Bewusstseins mittels eingeschliffener Apparaturen der Betriebswirtschaft. Bildung nicht als Wert, sondern als Verwertungsprinzip; nicht als Idee eines lebendigen Geistes, sondern als opportunistisches Geschwätz.

Das Ende des Parteienstaats
Von Michael Knoll
Artikel lesen
Christoph Seils lesenswerte Analyse zum Phänomen der »Parteiendämmerung«.





Demokratie ist anstrengend ...
Von Michael Knoll
Artikel lesen
»Angela Merkel – Ein Irrtum« ist kein Buch über die Bundeskanzlerin, sondern über Cora Stephan. Es ist ein Buch über den Irrtum Cora Stephan. Vor der Lektüre dieses Buches ist zu warnen.
Leseprobe



Das schamlose Gezänk der Emo-Kratie
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
»... derzeit gibt es so etwas wie eine in sich verknäulte Begründungsmoräne, die vom Gletscher der sozial erkalteten Deutschland-AG vor sich hergeschoben und Stück für Stück zermahlen wird, während sich die Teile selbst immer noch als für das Ganze stehende Lager aufplustern.« Leseprobe

Ein engagierter Rundumschlag
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Patrick Bahners biotopische Kritik der Islamkritiker ist selbst eine Panikmache.

Der Ausverkauf des urbanen Raums
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Gentrifizierung ist das politisch beförderte Recht des Stärkeren, Städte sozial durchzusortieren. Über das Zusammenwirken von Politik, Immobilienwirtschaft und Kunst am Hamburger Beispiel.
Leseprobe



Der Messias der Mittelschicht
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Gedanken zu Thilo Sarrazins Buch »Deutschland schafft sich ab« und die Diskussion hierüber in 8 Segmenten.




»Die deutsche Bildungskatastrophe«
Von Klaus-Jürgen Bremm
Thomas Städler führt ein engagiertes Plädoyer für eine radikale Abkehr vom unerreichbaren Bildungsideal an deutschen Schulen. Weniger wäre mehr. Artikel lesen




Europa: Institution sui generis
Von Michael Knoll
Artikel lesen
Zwischen Anspruch & Wirklichkeit: Jochen Bittners Abrechnung, mit den drei großen Fehler der EU.
»...ein informatives, exzellent unterhaltsam geschriebenes Buch. Vor allem aber: Es ist ein wichtiges Buch.
«


Geopolitische Prognosen
Von Grzegorz A. Nocko und Michael Knoll
George Friedman legt in seinem Buch »Die Nächsten 100 Jahre« seine Kategorien erfolgreicher Geopolitik auf den Tisch: Ein demographisch junges Volk, eine selbstbewusste und ambitionierte politische Führung, den richtigen Partner im Rücken (die USA) und Mächte im Umfeld, die entweder nicht stark genug oder zu unentschlossen sind.
Artikel lesen

 

Entwicklungshilfe für die Gattin
Der Gründer des Komitee Cap Anamur und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e.V. Rupert Neudeck kritisiert die afrikanischen Eliten und fordert den Ausstieg aus der »alten« Entwicklungshilfe.
Thomas Hummitzsch hat mit ihm gesprochen.
Interview lesen
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Gier und Wahnsinn
Von Karim Akerma
Finanzblasen als spekulationsgeblähte Respiratoren einer absterbenden Realökonomie.
Artikel lesen
»Auf die Börse macht die Erwartung eines Ereignisses einen sehr viel tieferen Eindruck als das Ereignis selbst.«
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Katholisch & kriminell
Gianluigi Nuzzis fundierte Analyse zur Wirkungsweise der großen Geldwäscheanlage des Vatikan.
Artikel lesen

Unter dem Stichwort Vaticano S.p.A. kann man die
von Dardozzi hinterlassenen Originaldokumente unter
www.chiarelettere.it einsehen.



Politische Repräsentationskultur
Von Lothar Struck
Jürgen Petersens Untersuchung
der Konzepte deutscher und amerikanischer Politiker zur Repräsentation in Demokratien.

Artikel lesen






Pragmatische Vision
Zu Robert Habecks anregender Diskussionsgrundlage
»Patriotismus – ein linkes Plädoyer«

»Dass Deutschlands Geschichte über weite Strecken eine der Barbarei war, heißt nicht, dass man sich darum nicht zu scheren braucht, dass Zivilcourage und Einsatz nichts nützen. Erstens würde man damit das Land nur erneut den Barbaren ausliefern, zweitens würde man eine völkische Denkweise übernehmen, nämlich dass es so etwas wie den Geist einer Nation gibt. Intellektuelle Redlichkeit zwingt zum Bemühen um einen linken Patriotismus. Die ganze trotzige Haltung des Protests und der Konfrontation ist heute eher ein Hindernis zu echtem Engagement.«

Unruhe bewahren
Jürgen Nielsen-Sikora über Dimitré Dinevs unzeitgemäße Betrachtungen zur »Barmherzigkeit«
»Es ist der gelungene Versuch, sich einem Begriff zu nähern, der nur auf den ersten Blick anachronistisch scheint. Denn in einer hochkomplexen Welt mit all ihren Abgründen und Ungerechtigkeiten, einer Zeit, in der fast niemand mehr für seine Sätze bürgt, scheint nichts wichtiger zu sein als ein barmherziger Mensch, der uns ein kleines Stück Gerechtigkeit zurückgibt ohne für diese Gabe eine Gegenleistung zu erwarten. Wir müssen Dinevs Buch als eine solche Gabe lesen.«

Wieviel Kritik an Israel ist erlaubt?
Michael Knoll über Alfred Grossers Reflexionen über Deutschland und Israel »Von Auschwitz nach Jerusalem«
Artikel lesen
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Zur politischen Entdeckung des Gemeinsamen
Antonio Negri über die Versäumnisse und Missverständnisse der linken Parteien. Das »Institut für Solidarische Moderne« fände in »Goodbye Mr. Socalism« eine schonungslose Gründungsschrift.
»Toni Negri ist ein radikaler Denker, der vor keinem linken Mythos Halt macht. Er stiftet mehr als Verwirrung im linken Milieu, wenn er im Zusammenbruch des nationalstaatlichen Wohlfahrtsstaats eine Chance sieht, um das
»Gemeinsame neu aufzubauen« oder die Verdammung des Finanzkapitals als »idiotisch« bezeichnet. Negri kritisiert die Linke nicht nur, er entblößt auch ihre irrationalen Dogmen.« Leseprobe

Sie wissen nicht, was sie tun?
»Um kluge Entscheidungen über das weitere Vorgehen in Afghanistan treffen zu können, brauchen wir Berichte, die in die Tiefe der afghanischen Realität vordringen. Afghanistan-Code von Marc Thörner ist ein solcher Bericht.«
Wie die internationalen Truppen in Afghanistan mit ihren lokalen Kooperationen den islamischen Fundamentalismus am Hindukusch fördern und die Bevölkerung Afghanistans in die Hände der Taliban treiben.

Wunschbilder und enttäuschte Hoffnungen
Klaus-Jürgen Bremm zu Marc Lindemanns brisanter Analyse
über
acht vergebliche Jahre am Hindukusch
»Warum Deutschland in Afghanistan scheitert«
»Wenn dann sarkastisch von 'bizzarer Informationspolitik' und 'Berliner Schreibtischen' die Rede ist oder etwa der ehemalige Generalinspekteur unverblümt als zaghaft und ehrlos bezeichnet wird, tritt unverkennbar der Unmut des Soldaten hervor, der mit seinen Kameraden all diese Entscheidungen auszubaden hat.«


Widerstand mit Witz
Ben Lewis legt seine Untersuchung »Das komische Manifest« zum Verhältnis von Kommunismus und Satire von 1917-1989 vor.
»Warum lachen die Menschen in kommunistischen Systemen überhaupt? Sie lachen über eine verkleidete Gesellschaft, deren Maskerade absurd wirkt. Je verzerrter diese kommunistische Welt, desto komischer wirkt sie. Die Menschen machen sich lustig über die Repetiermechanismen, Automatismen und Stereotypenbildungen des Systems. Und sie lachen so wie Menippus bei seiner Reise in die Unterwelt den Tod aus, um lebendig zu bleiben.
« Leseprobe

Phrasen und sachliche Fehler
Lothar Struck über Albrecht von Luckes fragwürdige Thesensammlung über »Die gefährdete Republik
«
»Brandts berühmtes Diktum 'mehr Demokratie wagen' verortet von Lucke auf Anfang der siebziger Jahre. Jeder nur halbwegs politisch Gebildete weiß freilich, dass Brandts Regierungserklärung, aus der beide Zitate stammen, im Oktober 1969 gehalten wurde. Da ist der Lapsus, Philipp Jenninger als Martin Jenninger zu bezeichnen, fast noch entschuldbar.«

Mogelpackung

Gregor Keuschnig entlarvt Ulrike Ackermanns hochdahertrabendes Plädoyer
für eine radikale Aufklärung »Eros der Freiheit« als das, was es ist: Läppisches Lobbyistengeschwätz.
»Es will für die Freiheit begeistern, stranguliert den Leser aber mit hölzerner Behauptungsrhetorik, die den Markt als neuen Fetisch feiert. Dass er aber bei aller Notwendigkeit aus Prinzip eine wilde, unbezähmbare Bestie ist, ein Ort des (Sozial-)Darwinismus und damit am Ende das Gegenteil eines freiheitlichen Konzepts eines Gemeinwesens darstellt, kann oder will die Autorin, die sich am Ende artig bei Wolfgang Gerhardt und Dietmar Doering von der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die finanzielle Unterstützung bedankt, nicht einmal thematisieren.«

+++ Sizilianische Verhältnisse im Ministerium +++
Verraten & verkauft
Vertreter von Industrie und Kapital schreiben sich in den Ministerien ihre eigenen Gesetze. Unter dem Deckmantel der politischen Fachberatung wird so das Gemeinwohl unterlaufen und gerät unter die Räder von Konzernen und Verbänden. Das Schlimmste daran: Keiner will davon gewusst haben. Das Buch »Der gekaufte Staat« deckt die mafiösen Verhältnisse in Deutschland und der EU auf.

+++ Geldpumpe Aus! Verstand an! +++
»Ohne Frieden ist alles nichts«
Der britische Ökonom Paul Collier beschreibt in seiner preisgekrönten Analyse »Die unterste Milliarde«, warum ein Sechstel der Menschheit immer mehr in absoluter Armut versinkt und wieso es nicht hilft, ihnen einfach mehr Geld zu geben. Von Thomas Hummitzsch
Leseprobe  Hörprobe

Von Blasen und Spielen
Jürgen Nielsen-Sikora über George Soros bescheidene Sicht auf das Das Ende der Finanzmärkte - und deren Zukunft
»Die Krise, in der wir uns seit August 2007 befinden, ist keine Finanzkrise, sondern eine Sozial- und Gesellschaftskrise, in der das desorientierte und blass bleibende politische Personal agiert wie der Dorfrichter Adam, dem am Ende nur die Flucht vor der Wahrheit bleibt.«

Die Linke im Nahostkonflikt
In Gaza wurde die Realität der neuen Kriege in den vergangenen Wochen auf neue Weise erschreckend deutlich. Seit Jahren versinkt der Nahe Osten mehr in Gewalt, keine politische Initiative bringt die Völker in der Region einander näher. Die linkspolitischen Strömungen wollen dazu nichts beizutragen, wie Peter Ullrich in seiner Untersuchung
Die Linke, Israel und Palästina beweist. Sie bedienen stattdessen den linken Antisemitismus.

Die »Neuvermessung« der Welt
Der renommierte Soziologe Ulrich Beck leitete auf dem diesjährigen Soziologentag die Erforschung der »Unsicheren Zeiten« mit einem Vortrag ein, der die Frage nach der globalen Gerechtigkeit neu stellt. Mit Becks essayistischen Ausführungen stieg die Soziologie aus ihrem Elfenbeinturm und kann sich nun den drängenden Fragen unserer Zeit zuwenden: Die Neuvermessung der Ungleichheit unter den Menschen
Leseprobe


Über allem thront die Partei
Die Partei bestimmt, was in China geschieht. Der Sinologe und Journalist Falk Hartig hat die Entwicklung der KP seit Beginn der Reformpolitik untersucht und stellt aus westlicher Sicht Erstaunliches fest.
Thomas Hummitzsch über
Die Kommunistische Partei Chinas heute »Wer versteht, wie die Partei funktioniert, der weiß, wie China tickt.«


Societas Erasmiana reloaded
Jürgen Nielsen-Sikora über Ralf Dahrendorfs
»
Versuchungen der Unfreiheit«
»Die Lektüre Dahrendorfs ist eine Bereicherung für all jene, denen Freiheit und Bildung noch mehr bedeuten als all die Zahlenspielereien, mit denen sie heute nur allzu oft verwechselt werden.«



Die dunkle Seite der Macht
Vom Fortbildungsstützpunkt zu einem der erfolgreichsten Söldnerunternehmen weltweit, das ist »Blackwater«.
Der amerikanische Journalist Jeremy Scahill macht in seinem Buch »
Blackwater. Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt.« deutlich, welch fatale Wirkung Globalisierung und Liberalisierung zeitigen, wenn sie auf den staatlichen Hoheitsbereich der Sicherheit ausgeweitet werden.

Vom Staatskonzern zum globalen Energieversorger
Thomas Hummitzsch über Das Geschäft mit der Macht
»Gasprom ist nicht nur Russlands Haupteinnahmequelle, sondern zugleich seine schärfste Waffe. Der Gasmonopolist genießt die staatliche Unterstützung für seine expansive Unternehmenspolitik. Staaten, die ihre Wirtschaft künftig zuverlässig mit Energie versorgen wollen, werden sich mit dem russischen Staat gut stellen müssen. Menschenrechte oder Umweltfragen werden dann keinen Platz mehr haben.«

Foto: Uwe Dettmar / SV
Die Menschheit herstellen
Jürgen Nielsen-Sikora zu Dietmar Daths politischem Manifest »Maschinenwinter«
»Selbstverständlich ist eine Gesellschaft schweinisch, die einerseits für ihre Spitzensportler Laufschuhe mit eingebauten Dämpfungscomputern bereitstellt, andererseits aber alten Frauen mit Glasknochen die Zuzahlung zum sicheren Rollstuhl verweigert und einen Pflegenotstand erträgt, für den sich tollwütige Affenhorden schämen müßten.«


Fragiler Frieden
Die Zahl internationaler Friedensmissionen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Allerdings lässt sich feststellen, dass es dabei viele Rückschläge und Fehlentwicklungen gegeben hat. Roland Paris ist den Ursachen dieser Probleme auf den Grund gegangen. Thomas Hummitzsch kommentiert seine Studie
Wenn die Waffen schweigen


173 Thesen zur Demokratie
Gregor Keuschnig analysiert Christoph Möllers Thesenpapier
»Demokratie – Zumutungen und Versprechen«
Wohl kaum ein Begriff wird im politischen Diskurs inzwischen derart strapaziert und instrumentalisiert wie der der Demokratie. Dabei scheint fast jeder eine andere Vorstellung davon zu haben, was Demokratie eigentlich bedeutet.



Kriegerisches Klima
Das Zeitalter der »Klimakriege« hat bereits begonnen. Überschwemmungen und Dürreperioden, Hungerkatastrophen und Epidemien lassen die Lebensräume für eine stetig wachsende Weltbevölkerung schwinden.
»Die globalen Folgen des Klimawandels könnten zu einer Auflösung der Kulturen und ihrer Errungenschaften führen, die nichts als die "Unterschiedslosigkeit bloßen Überlebenswillens" zurücklässt und an der die Aufklärung als Gegenbild zur Herrschaft purer Gewalt scheitern könnte...« von Thomas Hummitzsch

Sonderweg der Moderne?

Walter Delabar über Jan Philipp Reemtsmas Buch Vertrauen und Gewalt, das nach dem Status der Gewalt in der modernen Gesellschaft fragt.
»Die Gleichzeitigkeit des Ungeheuerlichen mit dem Banalen - das ist vielleicht das stärkste Skandalon, das mit diesem 20. Jahrhundert verbunden ist.«




»War es ein guter Krieg?«
»Menschenrauch« von Nicholson Baker ist ein kühnes, ein waghalsiges, ein fürchterliches, ein aufrüttelndes, ein geschichtsklitterisches und ein erhellendes Buch. Es ist der Versuch, die Zeit zwischen 1919 und Ende 1941 aus einer anderen Sicht zu sehen. Wo inzwischen die Vokabel des Paradigmenwechsels verbraucht erscheint – hier ist sie angebracht.




Historische Wahrheit, gibt es das?
Bemerkungen zu Nicholson Bakers umstrittenen Buch »Menschenrauch - Wie der Zweite Weltkrieg begann und die Zivilisation endete«
»Woher der so hochgelobte Autor Daniel Kehlmann, Jahrgang 1975, allerdings die Urteilskompetenz hernimmt, zu behaupten, Bakers Buch sei 'ein Buch für die Feinde der Demokratie', wüßte ich gerne.
 Bakers Werk ist ein Buch für alle Demokraten und systemkritische Leser & Denker. Sind wir denn schon soweit heruntergekommen, daß Prominenz automatisch auch Kompetenz bedeutet.«



Karl Marx & Friedrich Engels
Die soziale Revolution

Die Moral des Kapitals liegt begraben in der Logik seines Kreislaufs.
»Angesichts der intellektuellen Hüftsteifheit gegenwärtiger Realpolitik und der feudalen Arroganz ihrer Repräsentanten könnte es eine lohnende Anstrengung sein, Marx und Engels aus den dogmatischen Korsetts ihrer Apologeten zu helfen, um sie zum Tanz ins Freie zu bitten.« Marx und Engels in Zitaten

Marx ist Marx ist Marx

Francis Wheen erklärt das unbekannte Meisterwerk »Das Kapital«
»Marx' Irrtümer und unerfüllte Prophezeiungen in Sachen Kapitalismus verblassen zur Bedeutungslosigkeit gegenüber der chirurgischen Präzision, mit der er die Natur der Bestie bloßgelegt hat. (...) Weit davon entfernt, unter den Trümmern der Berliner Mauer begraben zu sein, tritt Marx vielleicht erst jetzt in seiner wahren Bedeutung ins Licht. Er könnte durchaus noch zum einflussreichsten Denker des 21. Jahrhunderts werden.«

 


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