Andere über uns Impressum  |  Mediadaten | Letzte Aktualisierug: 12.08.2010, 12:06


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Glanz&Elend Magazin für Literatur und Zeitkritik

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Glanz&Elend - Die Zeitschrift
Großformatiger Broschurband in einer limitierten Auflage von 1.000 Ex. 176 Seiten, die es in sich haben:
»Diese mühselige Arbeit an den Zügen des Menschlichen«
Dazu exklusiv das interaktive Schauspiel »Dein Wille geschehe« von Christian Suhr & Herbert Debes

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Helmuth James von Moltke, der ab 1940 einen Widerstandskreis gegen das Nazi-Regime um sich scharte, saß vor seiner Hinrichtung im Januar 1945 ein Jahr lang in Haft. Sein Gefängnis-Tagebuch und die Briefe an Freya von Moltke aus dieser Zeit waren bisher unbekannt.        Leseprobe

C.H.Beck























Wozu das Theater?

Ein Laboratorium sozialer Phantasien.

Warum Büchner?
»Wir alle sind Schurken und Engel, Dummköpfe und Genies - und zwar alles in einem.«


Literaturbetrieb
Über Literaturkritik in den alten und neuen Medien
Das Lied vom Ende singen die Anderen

In eigener Sache
Die Abmahnung als Kunstform des Zeitgeists
Jene zivilisatorische Membran, gemeinhin Kultur genannt, die uns von der Barbarei trennt, teilt das Schicksal der Ozonschicht.

Neue Stimmen

Die Preisträger
Die Bandbreite der an die 50 eingegangenen Beiträge
reicht von der flüchtigen Skizze bis zur Magisterarbeit. 
Die prämierten Beiträge

Nachruf
Wie das Schachspiel seine Unschuld verlor
Zum Tod des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer »Ich glaube nicht an Psychologie, ich glaube an gute Züge.«


Spurensuche
Metamorphosen
Ein sehenswertes Fotoprojekt von Lutz Schelhorn und Stefan Mellmann zur Erinnerung an die Deportation der württembergischen Juden
»Die Chemie der Erinnerung«


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Zeitkritik - Kolumnen, Kommentare, Glossen & Essays

Volk ohne Traum
Ein Statement von Uve Schmidt
Masse Mensch I

»
Nicht die 21 Toten sind der Makel an dieser grausam verunglückten Massenbewegung, sondern die Vorraussetzungen und die Umstände ihres Sterbens und der öffentliche Status ihrer zu früh beendeten Leben: Keine Helden (im Dienst zu Tode gekommene Helfer), keine Märtyrer (z.B. Wallfahrer, Politpilger), keine Unschuldigen (Kinder, Behinderte), keine Kameraden oder Genossen. Es waren überwiegend junge unbekümmerte, vergnügungslustige und erlebnishungrige Massenbewegungspartikel, über welche die professionellen Massenbewegungsforscher sogleich Bescheid wussten: Wissenschaftlich gesehen waren die Opfer größtenteils selber schuld.
«

Abendlanddämmerung Alle Träume auf einen Blick

Druckstellen
Leerstellen im All
von Ingrid Mylo

Das Treppenhaus und andere Landschaften
Alle Druckstellen auf einen Blick
»Männer in Wintermänteln«

Chinesische Skizzen
Der Hund ist weg von Ma Ping Zuo
»Der Hund ist weg. Heute erst ist es mir aufgefallen. Eine große verlassene Baustelle oder, vielleicht besser, eine Investitionsruine aus 2 halbfertigen Hochhäusern und ebenso unfertigen Betongußpavillions bietet mir seit Jahren schon aus meinen südlichen Fenstern einen Blick auf enttäuschte Träume vom Wohnen im Eigenen.«

Das Gottvertrauen der Chinesen und der Unsinn der Chinesischen Küche
von Ma Ping Zuo
»...Ebenso wild geht es zu an den sinnlos auf den Asphalt gepinselten Zebrastreifen, wo alle Kraftfahrzeuge gewohnheitsmäßig wild hupend vor und hinter und mitten durch Fußgängerpulks brettern und riesige Busse mit wildem Getöse und Lautsprechergekreisch brutal durch die Menschenmengen walzen. Doch unerschütterlich in seiner glaubensfesten Aufgehobenheit, nimmt ein jeder Fußgänger sein Schicksal hin. Hauptsache, man kann mitten im tobend lärmenden Chaos noch ins Handy schreien oder wenigstens eine SMS eintippen.«


Neues von Gesa
»Weißt du, was Kapitalismus ist? Angeschissen werden!«
»
Letztens habe ich mitbekommen, wie so eine aufgetakelte Bereichsleiterin einer Verkäuferin direkt vor den Kunden die Leviten gelesen hat: „Was sind das für Tüten? Warum steht das hier rum? Ihr Kittel hat Flecken!“ Die Verkäuferin lief rot an und schwieg und die aufgetakelte Tante zog von dannen, nachdem sie nicht vergaß mitzuteilen: „den Vorfall zu melden“. Ich gehe fast jeden Tag in diesen Laden. Der ist vollkommen okay, die Leute sind freundlich, das Angebot ist breit gefächert und nicht übertrieben. Es gibt also keine Erdbeeren im Winter. Aber nein, alles muss immer noch ein bisschen mehr sein, noch größer, noch wahnsinniger. Wenn ich diese Betriebsbereichsleiterin noch einmal in m e i n e m Markt rumbrüllen höre, und das meine ich nicht larmoyant, geh' ich zu ihr hin und hau’ ihr- mit den Erdbeeren, die es dort nicht gibt- eine vor die 12. Ich schwörs!«

»Entwestlichung«
Das weltpolitische Tabuthema
Das Goldene Zeitalter des Westens ist vorbei

Von
Rudolf Maresch
»Die Globalisierung wird künftig von anderen Mächten geschrieben werden, von ihrer Art zu leben, zu denken und zu handeln. Die zweihundert Jahre währende Dominanz des Westens war eine Anomalie der Geschichte.«


Haltung gesucht
Anders als in Grossbritanien, Frankreich und Italien melden sich jüngere deutsche Autoren kaum zu Wort, wenn es um politische Fragen geht - auch jetzt vor den Wahlen nicht.
»Schweigen ist Gold« Von Thor Kunkel
»Wir alle sehen, was schief läuft und halten den Mund. Es ist nicht nur die Einsicht in die eigene Wirkungslosigkeit, die uns dazu treibt, sondern die begründete Angst, uns um die Stipendien und Almosen der Kulturtechnokraten zu bringen.«


©
Wolfram Huke
Happy Birthday, Jürgen Habermas!
Die neue elektronische Öffentlichkeit
Jürgen Habermas feiert den 80. Geburtstag jung wie nie
von Peter V. Brinkemper

»Die Verdichtung und Ausdehnung der elektronisch flexibilisierten Öffentlichkeit hat ein Ausmaß erreicht, bei dem neue Zusammenhänge und Übersichten geschaffen werden, bis hin zur Ausbildung neuer Politisierungsprozesse (...) Dies scheint eine Bestätigung dafür zu sein, dass der Strukturwandel der Öffentlichkeit keineswegs zum Stillstand gekommen ist, sondern dass dieser Change immer noch in den von Mal zu Mal freilegbaren Adern der Gesellschaft und ihres technologischen Medienwandels pocht.«

Foto: public domain

Michael Jackson und die singende Form des Verschwindens
Fragmente einer Sprache der kaputten Liebe.
Von
Lars Reyer
»Im Kontinuum des Popuniversums wird Michael Jackson auch weiter fröhlich vor sich hin und in die Welt hinein singen. In Wahrheit aber hatte er längst vor seinem Tod seinen Gesang eingestellt. Nur aus reiner Gewohnheit erhob er gegen Ende noch seine Stimme, um zu singen, denn reden – von Mensch zu Mensch und unter Gleichen – das gelang ihm kaum noch adäquat. Mit seinem Körper, so scheint es, zerfiel auch sein Satzbau.«


Köln, Winnenden, Amstetten im Vor-Frühling 2009
Das Echtzeitmonster
Ein Statement von Peter V. Brinkemper
»Das Grauen bleibt formlos und höhnisch präsent, weil es sich in Standards der Betroffenheit und der Entrüstung äußert, die ihm nicht beikommen.«




Ma Pings
Chin
esische Skizzen
Eine Kolumne von Ma Ping Zuo
Weihnachten auf Chinesisch
»In China startet die Weihnachtszeit,
shèngdànjìjié, wenn in den Shopping Malls der großen Städte das erste Mal 'Jingle Bells' gespielt wird und Verkäuferinnen und Bedienungen in Geschäften und Restaurants anfangen, rote Zipfelmützen mit weissen Bommeln zu tragen. Irgendwann im November geschieht es, wird oft bis zum April durchgehalten...«
Lärmschutz auf Chinesisch
»Eine der wesentlichen Grundlagen der chinesischen Gesellschaft ist der Lärm. Der Wunsch, immer und überall von Krach umgeben zu sein, hat praktisch alle Bereiche des chinesischen Lebens durchdrungen und wird mit allergrößter Begeisterung von Jung und Alt praktiziert. (...) Große und kleine Lautsprecher vor Restaurants, Geschäften, Kaufhäusern und natürlich in Parks und Grünanlagen tragen basstief wummernd oder fistelig plärrend dazu bei, die essentiell notwendige Geräuschmenge für das Funktionieren öffentlichen und privaten Lebens sicherzustellen.
«
Guangzhou am Sonntagmorgen
»Es ist wunderbar still in der Stadt. Junge Paare flanieren in den Straßen, stehen Hand in Hand vor den Schaufenstern der Hochzeitsfotografen, in China ein beliebtes und lukratives Gewerbe.«

Nooteboom? Wer is denn ditte?
Ein Kommentar von Thomas Hummitzsch
Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut ...
»Welche Folgen es haben kann, wenn Bildung zu kurz kommt, wurde jüngst in der Staatsbibliothek in Berlin deutlich. Dort erhielt der niederländische Schriftsteller und Essayist Cees Nooteboom keinen Zutritt zum Lesesaal, weil er keinen Ausweis dabei hatte. Nun muss nicht jeder Stadtbibliotheksmitarbeiter das Gesicht von Herrn Nooteboom kennen, doch spätestens nach der Vorlage seines Führerscheins – den hatte er nämlich dabei – hätte den Bediensteten doch ein Licht aufgehen müssen.
«

Ein Lamento von Peter A. Bruns
Mein Leben, meine Peanuts
»Auf Hein ist Verlass. Bei mir hat er, in den vergangenen Jahren, drei Stippvisiten gemacht. Immer auf dem Sprung, sozusagen, denn er ist, trotz seines sagenhaften Alters für seinen Arbeitgeber im Außendienst unverzichtbar und macht deshalb, mit wenigen Ausnahmen, nur Überraschungsbesuche. Aber sein Erscheinen, ist immer ein Gewinn. Auch ich habe mich stets wie befreit gefühlt, nachdem er gegangen war. Hein zieht keinen vor, er behandelt alle gleich.«

Glosse

Ein Statement von Kurt Otterbacher
Sturm und Drang

»Es fällt schwer, Herrn Reich-Ranicki nicht zu mögen ... Schwieriger liegt die Sache bei Frank Schirrmacher ... Loben wollen wir dagegen Josef Ackermann.«

Glosse
Reader, go home!
Eine Leserbeschimpfung von Goedart Palm
»Es ist ein altes Vorurteil in schöner wie unschöner Literatur, daß Texte für Leser geschrieben werden.
Selbst Tausende Seiten Karl Kraus, die dieses Vorurteil ein für alle Mal hätten erledigen sollen, haben wenig in der narzißtischen Selbsteinschätzung von Lesern bewirkt, sich für berechtigt zu halten, ihren Senf auf fremde Buchseiten zu schmieren.«

Essay
Was weiß ein Wissen über sich?
Zum Umgang mit unserem Denken

Ein Aufsatz von Oliver Eller
»Wer Willensfreiheit leugnet, unterstellt damit, daß wir nach nichts suchten, während alles Erkennen und Erfahren uns nur heimsuchte.«

»Nobilitierung durch Nachbarschaft«
Burghard Dedner über die absurde Genealogie »Saint-Just, Büchner, Himmler« Martin Mosebach und die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Diadochenreich der Bücher

Eine enzyklopädische Standortbestimmung von Goedart Palm

Die neue Inquisition
Über die Renaissance der Gesinnungsästhetik in den Medien

Voll im Thema, mitten daneben!
Rolf Hochhuths Theaterstück

McKinsey kommt
»Seit Arthur Miller vor fünfzig Jahren 'Tod eines Handlungsreisenden' auf die Bühne brachte, wird hier erstmals wieder der 'Rausrationalisierte' ins Zentrum eines Dramas gerückt: Die Katastrophe der Entlassenen.« Rolf Hochhuth


»Kunst des Möglichen«
Zur moralischen Kunst der inszenierten Politik
von Goedart Palm
»So wird etwa die Frage, ob ein Außenminister, der früher Polizisten geprügelt hat, noch tragbar ist, wichtiger als die Frage, welche Außenpolitik dieses Gemeinwesen verfolgt.«

 

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Sind Klappentexte gefährlich?
Wir meinen ja, z. B. dieser hier zu Männermacht und Männerleid
»...das ontologisch begründete Eigenschaftsdenken entlang eines behaupteten Geschlechterduals ...« So etwas kann echt impotent machen!

Foto: Stefan Geyer


Die neue Straßen-Bahn

Die ICE Züge der Deutschen Bahn AG haben die sibirischen Temperaturen der letzten Tage nicht gut verkraftet. Etliche Verbindungen mußten deshalb im Vorweihnachtsverkehr ausfallen.
Doch die Bahn hat erstaunlich schnell reagiert, und ihr neues innovatives Konzept vorgestellt, das in Zukunft weitere derartige Ausfälle vermeiden soll. Es werde der gewohnte ICE Komfort garantiert, allerdings müsse sich der Fahrgast auf etwas längere Fahrtzeiten einstellen...

The Future of publishing



Buddy
Eine Geschichte von Jörn Birkholz
»Sonntagmorgen. Nachdurst! Tastend begebe ich mich auf die Suche nach der Mineralwasserflasche, die irgendwo neben meiner Matratze stehen muss. Nachdem ich meine Finger aus dem übervollen Aschenbecher genommen habe, erreiche ich sie schließlich und trinke gierig. Ich stehe auf. Leichter Schwindel, Kopfschmerzen, aber ansonsten alles im gelben Bereich. Ich gehe auf den Balkon und blicke zur Bäckerei auf der anderen Straßenseite. Davor liegt ein Hund.«
Text als PDF-Datei


Männer im Zug

Eine kurze Geschichte von Joe Bauer

»Es war vor Fulda, als sie einstiegen. Ich saß im Zug auf dem Weg nach Stuttgart. Ich kann mir immer nur Fulda merken. In Fulda gibt es den Slogan »ideal zentral«. Damit meint Fulda sich selbst.«

Die WM-Kolumnen
Des Teufels Haufen
Eine kurze Fußballgeschichte
Von Joe Bauer
»
Das Hupkonzert ist der Swingerclub der Eierlosen.«

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Deutschland - Voll Schland
Von Joe Bauer
»Man muss wirklich Deutscher sein, um einen unsingbaren, einsilbigen Sch . . .-Laut als Hymne zu wählen. (...) Schön wäre doch, wie die englische Zeitung 'The Guardian' mit den Sex Pistols zu singen: 'Never Mind The Ballacks'.«
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Chips gehören in die Tüte
Von Joe Bauer
Warum technische Hilfsmittel bei Schiedsrichterentscheidungen
eine Katastrophe wären.
Artikel lesen
 


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