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Glanz&Elend

Biographien, Briefe & Tagebücher

Impressum | Mediadaten | Last update: 31.10.2017, 11:12

 

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Ernst Jünger
Sämtliche Werke in 22 Bänden

Broschierte und digitale Ausgabe

»Einzigartiger Zeuge der Zeit«, »der beste Feind der Moderne«,
»Poet der Käfer«: Ernst Jünger, der zu den wichtigsten Autoren
des 20. Jahrhunderts zählt, hat ein Werk geschaffen, das so bedeutend
wie umstritten ist. Erstmals erscheint die 22-bändige Gesamtausgabe
nun in neuer Gestaltung als Taschenbuch.
Die Bände der Ausgabe sind auch einzeln erhältlich und als E-Book.

Klett-Cotta

Veranstaltungstermine
Literatur & Krimis
Autoren & Essays
Geschichte & Politik
Philosophie
Zeitkritik
Filmstarts
 

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Heinz Schilling
Martin Luther

Rebell in einer Zeit des Umbruchs


Kein anderer Deutscher hat die Geschichte Europas zwischen Mittelalter und Moderne stärker geprägt als Martin Luther. Der Wittenberger Mönch bietet Kaiser, Papst und Kirche die Stirn, will die Universalreform der Christenheit, begründet aber den Protestantismus. Heinz Schilling stellt Luther in seine Zeit und schildert ihn nicht als einsamen Helden, sondern als Rebell in einem gewaltigen Ringen um die Religion und ihre Rolle in der Welt. Seine brillante Biographie dringt tief in Luthers Sphäre ein und zeigt den Reformator als schwierigen, widersprüchlichen Charakter, der kraft seines immensen Willens zwar die Welt verändert – in vielem aber auch ganz anders, als er es beabsichtigte.

C.H. Beck

Jazz und andere Sounds
Bücher, CDs, DVDs & Links
Bücher-Charts l Verlage A-Z
Museen im Internet

 

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Glanz & Elend

»Wie weit entfernt ist die Zivilisation, ihrer Entwicklungsstufe angemessene Unterhaltungen zu bieten!«, fragt Stéphane Mallarmé eingangs seines Prosagedichtes »Eine abgebrochene Schaustellung«, und Fernando Pessoa fordert uns auf: »Schiff dich ein, auch ohne Gepäck, nach deinem anderen Selbst!«
Antworten und weitere Fragen finden Sie in dem
exklusiven Broschurband von G&E in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren mit 176 Seiten, die es in sich haben.

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Seitwert
 

Einstieg ins Denken des 20. Jahrhunderts
Von Timotheus Schneidegger
Artikel lesen
Manfred Geiers lesenswerte Doppelbiographie über
»d
ie letzten Philosophen« Wittgenstein und Heidegger
»Geier überlässt es der Leserschaft, sich ein Urteil über diese beiden Denker zu bilden, da es nun einmal kein Kriterium für philosophische Güte ist, ob einer von Kampf spricht und wer sich ihm aussetzt, ob einer bloß von Dasein und Not raunt und wer sich wirklich kümmert.« Leseprobe

Der liebe Gott wohnt im Detail«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
Der Briefwechsel
Theodor W. Adorno und Gershom Scholem 1939-1969.
»Der nun erstmals vollständig vorliegende Briefwechsel der beiden Geistesgrößen ist ohne Erwähnung des unsichtbaren Dritten, Walter Benjamin, gar nicht angemessen zu würdigen. Die meisten der über 200 Briefe zwischen 1939 und 1969 kreisen um die Person und Philosophie des gemeinsamen Freundes.« Leseprobe

Gonzo-Politik und die Odyssee
des amerikanischen Traums
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Hunter S. Thompsons Briefe 1958-1976 sind in der Edition Tiamat erschienen.
»Diese Briefe aus der Zeit von 1958-1976 enthalten keine geschliffenen Mono- oder Dialoge literarisch stilisierter Persönlichkeiten, die sich fein abheften und binden ließen. Sie wirken oft eher wie eine aufgerissene Krankenakte vor einem alten Ventilator, aus der Pillen-Rezepte und unbezahlte Rechnungen aus Hotelbars, Kneipen und Irrenhäusern der Welt wirbeln. (...) Sie sind von einer rücksichtslosen, gewalttätigen und unbarmherzigen Ehrlichkeit in einem inneren und äußeren Kampf mit geballter Faust, Doppeldaumen, Kaktus und Stilett, eine Haltung, die keinen Verrat kennt, weder gegen sich noch gegen andere.« Leseprobe

Das Subjekt in der Aura seiner Damaligkeit
Von Lothar Struck
Text lesen
Botho Strauss grandiose Erinnerungsarbeit »Herkunft«
»Dieses Buch ist mehr als nur ein Archiv des Erinnerns. Es ist Botho Strauss' brillante wie eindrucksvolle Beschwörung und Manifestation seines So-Seins.« Leseprobe



Die Raddatz Variationen
Von Lothar Struck
Text lesen
Mit seinen Erinnerungen an die »Jahre mit Ledig« hat sich Fritz J. Raddatz auf seine unnachahmliche Weise verabschiedet.
Leseprobe


»Die einsame Soldatin«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Peter Stephan Jungks Geschichten aus den »Dunkelkammern der Edith Tudor-Hart«.
Edith Tudor-Hart kannte denjenigen, den man seinerzeit den dritten Mann nannte nicht nur, sie gilt heute als diejenige, die Harold Adrian Russell Philby, genannt Kim, einen aus wohlhabender britischer Familie stammenden Sohn eines Kolonialoffiziers und Teepflanzers, Anfang der 1930er Jahre in Kontakt zum sowjetischen Geheimdienst brachte. Leseprobe

»Reue? Niemals.«
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
Malte Herwigs opulente Biographie über
Francoise Gilot und ihr Leben mit und ohne Picasso »Die Frau, die Nein sagt«
Gilot ist Jahrgang 1921 und 90 Jahre alt, als sich der SZ-Reporter Malte Herwig bei ihr meldet. Zehn Monate lebt die Dame in New York, im Mai und Juni zieht es sie nach Paris. Sie ist Malerin gewesen und geblieben. "5000 Zeichnungen und 1600 Gemälde" fasst ihr Œuvre aus 75 Jahren. »Außer malen tue ich ja nichts«, so die lakonische Begründung für dieses Werk. Ihre Zeit mit Picasso, als sie Muse, Mutter und Geliebte war, hat ihr Leben zwar geprägt, aber Herwig reduziert sie nicht darauf.

Camouflagen der Wirklichkeit
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Greg Grandin analysiert in »Kissingers langer Schatten« das Erbe von Amerikas umstrittensten Staatsmann.
»Kissinger verband auf fast vulgäre Art und Weise die Domino-Theorie mit dem Clausewitz'schen Krieg-Politik-Schema, das er um die Möglichkeiten der Mittelstreckenbomber des 20. Jahrhunderts erweiterte. Er diente sich Präsidenten an, die nahezu hysterisch antikommunistisch eingestellt waren. Er lernte aus der Gegenöffentlichkeit zum Vietnamkrieg und 'perfektionierte' das Leitmotiv des Kalten Krieges: 'Der Feind meines Feindes ist mein Freund'.« Leseprobe

»... den Hass bekämpfen, nicht die Völker«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Der Briefwechsel zwischen Romain Rolland und Stefan Zweig: »Von Welt zu Welt«
Dabei erspürt man – ein letztes Mal sei ein inzwischen verkommenes, jedoch dringend zu rettendes Wort bemüht – diese Betroffenheit, die aus den jeweils bekannten Einzelschicksalen auf das große Ganze zu potenzieren weiß. »Wer jetzt nicht leidet, wer sich nicht quält, der lebt nicht, er ist nur ein Zuschauer, er steht außerhalb der Menschheit«

»Aber Suhrkamp bleibt.«
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Zum 90. Geburtstag von Siegfried Unseld, am 28.09.2014, ist ein reich illustrierter Band erschienen, der das Leben des Verlegers erstaunlich offenherzig als Kulturgeschichte der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts in Bildern und Texten dokumentiert.


Ein Nomadenleben
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Bruce Chatwins Briefe erzählen brillant von der Ruhelosigkeit.
»Das Schöne an dem dicken Buch ist, dass die verbindenden Zwischenkommentare präzise die Zusammenhänge herstellen, auf die sich die Briefe beziehen, die man ja sonst kaum verstehen würde. Und so ist es mehr als ein Briefband geworden, eher eine ausführliche Biografie, unverzichtbar für alle Reisebuchliebhaber.«

»Obsessionen sind das Einzige, was zählt«
Von Georg Patzer
Text lesen
Menschenscheu, lesbisch, berühmt. In der monumentalen Biografie »Die talentierte Miss Highsmith« bringt Joan Schenkar ihren Lesern die weltberühmte Autorin näher als manchen lieb sein mag.



Eine Biografie in Fesseln
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Manfred Mittermayers Bernhard-Biographie bietet wenig wirklich Neues über den großen Unruhestifter, und das liegt nicht am Biografen...
»Unabhängig davon, dass der Nachlass jetzt als Herrschaftsbesitz behandelt wird, weist Mittermayer bereits im Vorwort seiner Biografie darauf hin, dass aus bisher nicht publizierten Privatbriefen Bernhards nicht zitiert werden darf. Selbst wenn er also Kopieunterlagen besitzen würde, dürften diese nicht verwendet werden.«

Mohamed lebt
Von Robert Schwarz
Artikel lesen
Über die Aktualität von Hamed Abdel-Samads Mohamed-Biographie.
»Fundamentalismus und Intoleranz sind nicht eine Folge der Fehlinterpretation der Texte, sondern eine Folge ihrer Überhöhung.« Leseprobe

Literarische Trauer-Musiken & persönlichste Verlustanzeige
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Peter Gülkes außerordentliches Buch »Musik und Abschied«
»...sein Buch »Musik und Abschied« ist einzigartig. Es verbindet intimste Schmerzerfahrung & persönlichste Trauerarbeit mit einem vielfältig ansetzenden musikologischen Essayismus zu einem unkonfessionellen literarisch-analytischen Requiem.« Leseprobe

Nudeln gehen immer
Von Sigrid Lüdke-Haertel
Text lesen
Monika Reicherts »Erinnerungen einer Gastgeberin«
Noch aus Freiburg kündigte er seinen Besuch an. Paul Celan, er hatte Heidegger besucht und wollte nun den Reicherts von dieser Begegnung berichten. Die waren entsetzt. Sie kannten und missbilligten Celans befremdliche Verehrung für den Nazi-affinen Meisterdenker, und sie kannten den schwierigen Gast. Darum baten sie die Dichterin Marie Luise Kaschnitz und Urs Widmer mit Frau zu Hilfe. Beim Essen steigerte sich Celan in einen wahren Hymnus auf Heidegger hinein, in den er sogar dessen Frau mit einbezog. Worauf, trocken und ungerührt, die Kaschnitz einwarf: »Wir haben sie damals schon (in den 30er Jahren in Freiburg) die Martinsgans genannt.«

Bericht aus Bonn
Von Sigrid Lüdke-Haertel
Artikel lesen
Klaus Harpprecht wirft in seinen Erinnerungen ein »Schräges Licht« auf sein bewegtes Leben zwischen Literatur und Politik.

»Ein schwäbischer Pfarrerssohn, der in der Welt herumkommt, ein Weltmann mitten im Mief der Bonner Republik, Brandt-Intimus und Multi-Talent. Lebenskünstler, Dandy, Thomas-Mann-Biograph. Ein Stilist, der auch mit dem Stilett umgehen kann.« Leseprobe

Im Bild verschwinden
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Über
Benoît Peeters grandiose Biographie zu Leben & Werk von Jacques Derrida.
»Niemand wird je wissen, von welchem Geheimnis aus ich schreibe.«



Donatien Alphonse François de Sade
(* 2.07.1740 in Paris; † 2.12.
1814 in Charenton-Saint-Maurice)

Zur Logik der revolutionären Anmaßung
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Volker Reinhardts Biographie »De Sade oder Die Vermessung des Bösen«. Leseprobe
»Reinhardt unterzieht in seiner De-Sade-Biographie die bisherige Rezeption, vor allem die lauernde Subjektivierung des De-Sade-Bildes zwischen Skandalisierung oder pornographischer Ausbeutung einem dokumentarischen Prozess der strukturellen Ausnüchterung und Versachlichung.«

»Gestreichelt worden bin ich in meinem Leben nicht«

Von Lothar Struck
Artikel lesen
Die Autobiographie und die Tagebücher 2002-2012 von Fritz J. Raddatz zeigen n
icht nur eine längst versunkene Welt der bundesdeutschen Nachkriegs-Literaturbohème.
Wer genau liest, entdeckt einen aufrechten und empfindsamen Intellektuellen – und einen großartigen Schriftsteller. Leseprobe

Ein Leben mit Goldrand
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Fritz J. Raddatz -
Die Tagebücher 1982-2001
Sie amüsieren wegen den darin genüsslich protokollierten Eitelkeiten des deutschen Literaturbetriebs und erschüttern wegen der alles grundierenden existentiellen Ödnis.

Leseprobe


© Rowohlt Verlag
Albert Camus zum 100. Geburtstag

Die Wahrheit des Menschen
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
»Die Armut, um zuerst von ihr zu sprechen, habe ich nie als Unglück empfunden, denn das Licht breitete seine Schätze über sie aus. Selbst meine Auflehnung wurde davon erhellt.«

Moralische Lichtgestalt oder Getriebener?
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Zwei neue Biographien zum 100. Geburtstag von Albert Camus. Iris Radisch »Camus - Das Ideal der Einfachheit« und Michael Meyers Lesekompaß »Albert Camus - Die Freiheit leben«.
Der Artikel als pdf-Datei

Die mögliche Schönheit der Welt
Von Lothar Struck
Artikel lesen
»Es ist keine Schande, glücklich zu sein ...«
Albert Camus bis heute lebendig strahlende Textsammlung »Hochzeit des Lichts« wiedergelesen. Leseprobe



Samuel Beckett als junger Mann
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Ein Selbstporträt in Briefen von 1929-1940.
Die Briefe besitzen einen hohen Stellenwert für die Annäherung an diesen Schriftsteller, weil Beckett ein Meister des Schweigens war, insbesondere dann, wenn die literarische Öffentlichkeit ihm mit Fragen zum Werk und Leben nachstellte.


Schlechte Eigenschaften? Keine.
Von Georg Patzer
Text lesen
Alfred Polgars hinreißende Marlene Dietrich-Biografie ist jetzt endlich bei
Zsolnay erschienen.
»In einem brillanten, oft schwebenden Stil, den er noch unter widrigsten Umständen zu schreiben fähig war, folgt Polgar ihrem Lebenslauf und der steilen Karriere, schreibt über die Philosophie des »Sex Appeal«, beschreibt ihr Gesicht, den verschleierten Blick, ihre berühmten Beine und ihre tief hauchige Stimme. Immer auf der Suche nach dem passenden Wort, dem fließenden Rhythmus: Es ist noch heute eine Freude, diesen Text zu lesen.« Leseprobe

Fassadenblick

Von Patrick Wichmann
Artikel lesen
Bernhard Viel betrachtet den »genialen Dilettanten« Egon Friedell.
»Ausführlich beschäftigt er sich mit den Weggefährten Friedells, legt gegenseitige Einflüsse offen und beschreibt die historischen Rahmenbedingungen und das Milieu der »Wiener Moderne«; der »Kulturdandy« Friedell selbst und seine Schriften jedoch kommen dabei ausgesprochen kurz...«

Schaltwerk der Gedanken
Zur Erinnerung an Egon Friedell
(21.Januar 1878 - 16. März 1938)

»Die Arbeit ist ein Fluch, der über den Menschen verhängt wurde, als er vertrieben ward aus dem Paradies des Nichtstuns.« Weiterlesen

»Denkmal + andere Klugscheissereien«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Der Briefwechsel zwischen Willy Brandt und Günter Grass.
»Das Buch ist nicht nur eine Zeitreise durch die Geschichte der adoleszenten Bundesrepublik (in seiner beherzten Art formuliert Grass einmal, die Bundesrepublik sei nun volljährig und könne die kurzen Hosen ablegen). Sie zeigt auch an, wie ein Intellektueller sich einer Sache verschreibt, ohne sich mit ihr vollends gemein zu machen.«

Dokument eines langsamen Abschieds
Von Bettina Johl
Artikel lesen
Christa Wolfs Chronik »Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert« 2001-2011.
Die Frage, warum sie sich dies antue, hat sie sich nicht zuletzt selbst immer wieder gestellt. Sie begründete es sich selbst mit »Horror vor dem Vergessen, das … besonders die von mir so geschätzten Alltage mit sich reißt«, beschreibt es als Versuch von »Anschreiben gegen den unaufhaltsamen Verlust von Dasein«.

Die schöne Vielfältigkeit des Lebens
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Das Reisetagebuch von Michel de Montaigne
von 1580 bis 1581 in einer neuen Übersetzung
 »Wie viele Völker, nur ein paar Schritte von uns entfernt, halten die Furcht vor der Abendfeuchte, die uns doch so offensichtlich zusetzt, für lächerlich (...)! Auf einer Matratze schlafen macht einen Deutschen krank, auf federnem Unterbett einen Italiener, ohne Bettvorhänge und Kaminfeuer einen Franzosen.«


Lauter Skandale
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Zum 25. Todestag von Thomas Bernhard.
»Wie gut, daß wir immer eine ironische Betrachtungsweise gehabt haben, so ernst uns immer alles gewesen ist. Wir, das bin ich.«
Thomas Bernhard

Er kann es einfach nicht
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Das Buch von Christian Wulff »Ganz oben Ganz unten« ist tatsächlich ein »Lehrstück über Politik, Presse und Justiz, das nachdenklich macht«, allerdings aus anderen Gründen. Leseprobe



Dialog der Generationen
Von Bettina Johl
Artikel lesen
Jana Simon im Gespräch mit ihren Großeltern Christa und Gerhard Wolf.
»Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.« Leseprobe


Kollektivsingular und Lebenskunstwerk
Von Dieter Kaltwasser

Artikel lesen
Rüdiger Safranskis Goethe-Biographie für unsere Zeit.

»Zu meinen Werken haben Tausende von Einzelwesen das ihrige beigetragen, Toren und Weise, geistreiche Leute und Dummköpfe, Kinder, Männer und Greise, sie alle kamen und brachten mir ihre Gedanken, ihr Können, ihre Erfahrungen, ihr Leben und ihr Sein; so erntete ich oft, was andere gesäet; mein Lebenswerk ist das eines Kollektivwesens, und dies Werk trägt den Namen Goethe.« Leseprobe

Ein zeitlos gültiges Zeugnis
Von Herbert Debes
Artikel lesen
»Die Welt ist so voller Schwachköpfe und Narren, daß man nicht nötig hat, sie im Tollhause zu suchen.«
Eckermanns »Gespräche mit Goethe« in den letzten Jahren seines Lebens
. Jetzt endlich als kommentierte & erschwingliche Taschenbuchausgabe. Leseprobe

»... fremd wie einer, der aus dem Mond gefallen
«
Von Dieter Kaltwasser
Artikel lesen
Ein Streifzug durch die Neuerscheinungen
zum 250. Geburtstag von Jean Paul.
Wer ist eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, der sich Jean Paul nannte, jener »kauzige Spinner und Biertrinker«, der nach Meinung einiger Zeitgenossen nur unlesbares Zeug verfasste. Heute ist sein Ruhm nahezu verblasst. Google listet ihn irgendwo zwischen Jean Paul Belmondo, Gaultier und Sartre auf, die aktuelle Rezeption des großen Romanciers, Essayisten, Satirikers und Wortschöpfers lässt sich am besten mit den Worten »vielgelobt und ungelesen« charakterisieren.


Dichtung und Wahrheit über die Gruppe 47
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Zwei neue Bücher erhellen jenseits von Verklärung oder Verachtung die Keimzelle des deutschen Nachkriegs-Feuilletons.
»
Die fast parallele Veröffentlichung der Richter-Tagebücher und von Böttigers Buch muss man nachträglich als Glücksfall werten. Vermutlich war es nie derart anregend und aufschlussreich sich über dieses Kapitel der deutschen Literaturgeschichte zu informieren.«


Recherche und Obsession
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Biographismus statt Biographie: Hans Peter Riegel über Joseph Beuys.
Riegel hat sehr akribisch über Beuys recherchiert, insbesondere was die frühen Jahre angeht. Dabei räumt er unerbittlich mit allen Legenden, Lügen und Mythen in und um die Person auf, auch wenn er sich zu gerne an Kleinigkeiten abarbeitet.

»Eine Kriegsgewinnlerin besonderer Art«
Von Klaus Bittermann
Artikel lesen
Martha Gellhorns Kriegsreportagen aus den Jahren 1937–1987 zeigen
»Das Gesicht des Krieges«.
»...ein Blick in eine vergangene Epoche, in der sich noch Partei ergreifen ließ, in der die Kräfte des Fortschritts sich noch deutlich abhoben von denen einer Diktatur.«


Im toten Winkel der Menschheit
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
»Philippe Muray hat mit seinem Céline die Möglichkeiten
der Biografie erweitert.

Wütende Rhetorik, tanzende Verzweiflung. Eine Kathedrale zersprengter Prosa.«


Provokation für die postheroische Gesellschaft
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Ernst Jüngers Kriegstagebücher 1914-1918 als Protokolle aus einer fragmentierten Welt.
Alte Gegensätze aus der Welt des Friedens rücken plötzlich ganz dicht aneinander: Sensibilisierung und Verrohung, Abstoßung und Faszination, Erschütterung und Abstumpfung. Alle Erfahrungen treffen ihre Protagonisten mit unmittelbarer Wucht.

Blätterwald mit röhrendem Hirsch
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Was gibt es über Ernst Jünger noch zu sagen?
Welches Bild lässt sich mit seinem Namen auf die Leinwand der Gegenwart zeichnen? Leseprobe zu Leben und Werk



Ernst Jünger in der Kritik der deutschen Presse
seit 1946.

Recherchiert und kommentiert von Jürgen Nielsen-Sikora.

Friedrich Sieburg, faßte all diese Einschätzungen einst treffend zusammen: »Der Fußtritt gegen Jünger öffnet Türen.«
Leseprobe zum Tagebuch
Dieser Artikel als pdf-Datei zum Ausdrucken


Arbeit am Abgrund des Selbst
Ein kleines Kriegspanorama mit Ernst Jünger.
Von Jürgen Nielsen-Sikora

Artikel lesen
»Ich kenne den Krieg als sozialen Riss, dessen Bruchlinie sich über die Generationen hinweg fortgepflanzt hat, und der mit seinen haarfeinen Verästelungen auch in die Biografien all der Generationen eindrang, die ihn selbst nie erleben mussten.«


Weinberg statt Elfenbeinturm
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
Über Peter Sloterdijks zeitkritische Aufzeichnungen »Zeilen und Tage«
»Sloterdijks barock-hyperbolische Opulenz ist selbst in den Momenten des Verirrenden und Verwirrenden noch um ein Vielfaches anregender als das übliche Meinungs-Geklingel aus der Sammelbüchse des Neusprech. Als Dreingabe vermisst der Leser lediglich eine oder zwei Ibuprofen gegen die manchmal arg ausgreifenden Bedeutungspirouetten.

»Ins Gelingen verliebt« oder: Was ich getan habe
Der Verleger Siegfried Unseld verfasst seine »Chroniken«. Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
»Der Verlag, der nach Berlin gezogen ist, erinnert damit an seine eigene große Vergangenheit, die identisch ist mit dem Wirken seines alles bestimmenden Verlegers - und das in einem Moment, in dem die »Suhrkamp-Culture« unter der Federführung Ulla Unseld-Berkéwiczs in Berlin vielfach neue Wege von anderen Ausgangspunkten zu anderen Zielen sucht.« 
Artikel als pdf-Datei

Der Tod des Malers
Von Patrick Wichmann
Artikel lesen
Steven Naifehs und Gregory White Smiths opulente Biographie beleuchtet den Tod Vincent van Goghs neu.
»Van Gogh. Sein Leben« wird ohne Zweifel für die kommenden Jahrzehnte das maßgebliche Standardwerk zu dem künstlerischen Genie Vincent van Gogh für Fach- und Laienpublikum gleichermaßen sein. Leseprobe

Rekonstruktion einer Selbstauslöschung
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Kenneth Slawenski erzählt in seiner neuen Biografie »Das verborgene Leben des J. D. Salinger«.
»Kein Epitaph. Ich dachte an Holden Caulfields Abscheu vor all den Heuchlern, die Blumen auf Allies Grab legten, doch plötzlich andere Prioritäten hatten, als es zu regnen anfing. Salinger glaubte nicht an den Tod, das wußte ich.«

Das Universum Dürrenmatt
Von Jürgen Seul
Artikel lesen
Zur Biografie von Peter Rüedi über ein Schweizer Literaturwunder: »Dürrenmatt oder Die Ahnung vom Ganzen«
»Peter Rüedis Biografie erzählt kein Leben, sondern taucht in ein Universum ein.«


Der lange Weg zu »Shoah«
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Claude Lanzmanns Erinnerungen »
Der patagonische Hase«: ein literarisches Monument.
Leseprobe



Der Unerträgliche
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Über das Kriegstagebuch des Paul Léautaud.
»Sein Spott und seine Ironie, sein Ekel, seine Verachtung für das eigene Volk sind so aufdringlich, dass jeder Stil, der ihm nachgesagt wird, nurmehr zum Zierrat seines Hasses auf die Welt wird.«
Leseprobe

»Eine verwegenere & großzügigere Sicht der Dinge tut not.«
Die Briefe & Tagebücher der Virginia Woolf
(*25. Januar 1882 28. März 1941)
Artikel lesen
Am 27. März bringt Leonard Woolf seine Frau zu einer Ärztin nach Brighton. Einen Tag später beendet Virginia Woolf im Fluß Ouse bei Lewes in Sussex ihr Leben. Sie ist eine gute Schwimmerin, deshalb wickelt sie einen schweren Stein in ihren Mantel ein.


Der Prügelknabe
Von Klaus Bittermann
Artikel lesen
Der Historiker Tristram Hunt lässt in der Friedrich-Engels-Biografie Dokumente und Briefe für sich sprechen – und es gelingt ihm, dem kommunistischen Revolutionär gerecht zu werden.




Bericht aus der Akademie
V
on Lothar Struck

Artikel lesen
Im Dezember dieses Jahres wird Peter Handke 70. Das war dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach Anlass, einen der wichtigsten Schriftsteller der Gegenwartsliteratur mit einem Forschungstreffen unter dem Titel »Stationen, Orte, Positionen: Peter Handke« zu würdigen. Lothar Struck, unser Fachmann für Peter Handke, war die zwei Tage vor Ort.

Der ewige Abenteurer
Von Lothar Struck
Über Malte Herwigs Peter Handke-Biographie
»Meister der Dämmerung«

Artikel lesen
»Ein finster blickender Unglücksprophet, der schon als Kind um sich herum den "Tempel des Nichtendenwollenden Deutens und Bedeutens" errichtet hatte und fortan darin wie in einem Gefängnis saß.
« Leseprobe   Text als pdf-Datei

Nicht bemüht!
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Anmerkungen zu der von Philipp Weber in »literaturkritik.de« verfaßten Rezension der Handke-Biographie Malte Herwigs.

Biographie mit Makeln
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Wilfried F. Schoeller hat für seine Biographie über den großen Alfred Döblin viel recherchiert. Aber den wichtigsten lebenden Zeitzeugen hat er nicht kontaktiert. Ein unverständliches Versäumnis – mit Folgen.  Leseprobe /  Artikel als pdf-Datei


Bigotte Gebrochenheit
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Hans-Dieter Gelferts Biographie »Charles Dickens. Der Unnachahmliche«.
Dickens hinterließ zehn Kinder, 14 voluminöse Romane, etliche Novellen und ein beachtliches Vermögen von 93.000 Pfund, das nach heutigen Maßstäben einem zweistelligen Millionenbetrag entspräche.


Jenseits der Mythen
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Frank Stengleins Porträt des zwei Jahrhunderte alten Stahlgiganten.




Der preußische Bildungsreformer
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Lothar Galls Biographie über den Preußen von Welt - Wilhelm von Humboldt.
»In der für heutige Verhältnisse unglaublich kurzen Spanne von nur einem Jahr hat der bis dahin durch keine besondere Lebensleistung aufgefallene Botschafter Berlins am päpstlichen Stuhl beinahe im Alleingang ein Jahrhundertwerk geschultert und das gesamte Bildungswesen des Hohenzollernstaates vom Kopf auf die Füße gestellt.«


»Kampf gegen große Dunkelheit«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Peter Weiss' aufschlußreiche Briefe an Henriette Itta Blumenthal.
»... und man fragt sich, warum diese aufschlussreichen Briefe erst jetzt erscheinen.«
Hörprobe




»Ich war nicht Präsident, um populär zu sein.«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Das politische Vermächtnis des Václav Havel.

»Havel war nie ein Opportunist – und das sollte eigentlich eine Kardinaltugend politischer Eliten sein. Er war ein freier Geist. Und das ist selten genug heutzutage.«


Machtspiele
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
Johannes Willms' routinierte Biographie über den »Virtousen der Macht« Charles-Maurice Talleyrand. Leseprobe



Menschen wie du und ich
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Literaturnobelpreisträger John Steinbeck reiste mit Magnum-Gründer Robert Capa 1948 in die Sowjetunion, um das Leben der einfachen Russen zu dokumentieren. Ihre grandiose Reportage »Russische Reise« liegt jetzt erstmals auf Deutsch vor.
Leseprobe


Wovon lebte Ernst Jünger eigentlich?
Von Stefan Möller
Artikel lesen
Walter Kempowskis bemerkenswerter »Umgang mit Größen«
»Geschickt ist Kempowski, wenn es darum geht, jeglichen Anschein von Objektivität zu vermeiden.«
Leseprobe



Freudlose Polemik
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Mit seinem Anti Freud hat Michel Onfray das Feld ernsthafter Auseinandersetzung verlassen.
»Zwar sind in der deutschen Ausgabe einige gravierende Fehler des französischen Originals bereinigt - peinlich vom Cover bis zum Inhalt bleibt das Buch trotzdem.« Leseprobe


»Und wenn sie mich an der Mauer abknallen!«
Von Peter H. Gogolin
Artikel lesen
Zu Einar Schleefs Erzählungen und Fotografien »Ich habe kein Deutschland gefunden«.

Prophetic Art Made in Germany
oder ein Gespräch als politische Fälschung

Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Ein Dialog in Scheiben und Schichten:
»Die Kunst geht knapp nicht unter« Anselm Kiefer im Gespräch mit Klaus Dermutz. Leseprobe




»Gegen einen Geist der Enge und der Gewalt«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Die Europäer Freya und Helmuth James von Moltke. Ihre Abschiedsbriefe und ein »Jahrhundertleben«.
Leseprobe Briefe




Eine zu anspruchvolle Etikettierung?
Von Klaus-Jürgen Bremm 

Artikel lesen
Zwei hymnische Texte über die Witwe des Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke. Hundert Jahre Leben machen noch keine Jahrhundertgestalt. Leseprobe Geyken
Leseprobe Tempel



Über Leben & Werk von Hans Sahl
Du bist das Schlimmste
Michael Rohrwasser über das zweifache Exil eines Mannes vom Jahrgang 1902 Artikel lesen

»Wir sind zuständig«
Ein Tauchgang in eine Welt, die es nicht mehr gibt, unternommen von Friedhelm Lövenich. Artikel lesen
»Da stehen sie nun, die Grabhügel mit den einstmals illustren Namen, heute schon fast vergessen, die einmal das Gesicht dieses Jahrhunderts prägten, die Baumeister, Komponisten, die Dichter, die es bis hierher geschafft hatten, die Geister der von den Konsulatsbeamten abgewiesenen Antragsteller, Welterlöser ohne Aufenthaltsbewilligung.«


Erinnerungen an einen Verkannten
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Robert Musil gehört zu den großen & umstrittenen Autoren des modernen europäischen Romans. Ein beeindruckender Erinnerungsband versammelt nun zahlreiche Perspektiven von Zeitgenossen auf den Mann ohne Eigenschaften.



Friedels seltsame Freundschaft mit Teddie
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Der Briefwechsel Adorno-Kracauer als ein doppelter Lebensroman gelesen.
»Das vor allem von Adorno gnadenlos scharf, aber auch unfair geführte geistige Duell der beiden Frankfurter Intellektuellen, dessen Paukboden ihr Briefwechsel war, liest sich für einen Nachgeborenen wie ein existenzialistischer Briefroman, in dem sich Naphta und Settembrini bekriegen und dessen ironische Parodie Thomas Mann in seinem »Zauberberg« vorweg geschrieben hat.«
Leseprobe

Der Fall Raddatz
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ein Kulturbetriebs-Porno aus lauter Peinlichkeits-»Stellen«.
»Es ist womöglich eine 'Last-Minute-Rescue' für das Figuren-Herbarium jener Jahre, weil die Furie des Verschwindens & Vergessens heute schneller wütet, seit alle kollektive Erinnerung von der medien-multiplen Gegenwartspräsenz durchlöchert wird.«

 
Ein Leben mit Goldrand
Von Herbert Debes
Artikel lesen
Die Tagebücher des Feuilletonisten, Lektors und Schriftstellers Fritz J. Raddatz amüsieren wegen den darin genüsslich protokollierten Eitelkeiten des deutschen Literaturbetriebs und erschüttern wegen der alles grundierenden existentiellen Ödnis. Leseprobe

Leiden & Qualen eines existenzbedrohten Kleinbürgers
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ein Lebensroman in Fortsetzungen: der dritte Band der walserschen Tagebuch-Edition.
Leseprobe  

Artikel als pdf-Datei


Jahre voller Jazz, Ginfizz und Falstaff
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
John Glasscos leidenschaftliche, farbenprächtige und stimmungsvolle Liebeserklärung an Paris, die 1920er Jahre und die Literatur.

Leseprobe



Nicht ohne meine Mutter
Roland Barthes »Tagebuch der Trauer«

Artikel lesen
»Nein, Barthes ist nicht überwältigt von Trauer; vielmehr ist er selbst diese Trauer, die den Schutzpanzer der Theorie von sich geworfen hat.«
Leseprobe



»...wir leben in einer großen Zeit.«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Über den großartigsten Briefwechsel, der je zwischen einem Verleger und dessen Autor geführt worden ist: Der Thomas Bernhard – Siegfried Unseld, in dem in jeder Zeile alles auf dem Spiel steht. Leseprobe 
Hörprobe


Narreteien & Fabulierlust in schwerer Zeit
Von Georg Patzer
Artikel lesen
Der erste Band der ausgewählten Briefe von Albert Viogoleis The
len »Meine Heimat bin ich selbst« ist erschienen.


Ein publizistisches Chamäleon
Von Klaus-Jürgen Bremm
Artikel lesen
»Sehr begabt und ziemlich wild« das war Sebastian Haffner ohne Zweifel.
Jürgen Peter Schmied hat nun die Biographie zu dem ebenso meinungsstarken wie wandlungsreichen zoon politikon vorgelegt. Leseprobe



Roald Amundsen – Legende, Hochstapler, Heimatloser
Von Dorothée Leidig
Artikel lesen
Die Amundsen-Biografie Tor Bomann-Larsens bringt den Menschen hinter dem Mythos zum Vorschein.
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Blätterwerk
Über die zum »Kriegstagebuch« erklärten Aufzeichnungen der jungen Ingeborg Bachmann und die Briefe von Jack Hamesh an dieselbe. Artikel lesen
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»Niemand hat das Recht zu gehorchen!«
Von Peter H. Gogolin
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Irmtraud Wojak legt die Biographie des Generalstaatsanwalts und Hauptanklägers der Auschwitz-Prozesse Fritz Bauer vor.
»
Und wenn am Ende doch konstatiert werden konnte, dass Deutschland ein anderes Land geworden war, dann muss man hinzufügen, dass dies ohne Fritz Bauers unermüdlichen Kampf gegen die verdrängte Erinnerung der Deutschen nicht möglich gewesen wäre.« Leseprobe


Ein Jahrhundertgespräch
Eine große Sehnsucht nach vergleichbarer Kompetenz heutiger politischer Akteure überkommt (fast) jeden, der dieses Gespräch zwischen Fritz Stern und Helmut Schmidt hört oder liest. Artikel lesen
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»Die ganze Welt ist Bühne,
Und alle Frau'n und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
Sein Leben lang spielt einer manche Rollen.«
 
(Wie es Euch gefällt)
.
                              

Shakespeare – der größte und erfolgreichste Betrug
Von Peter Gogolin
Kurt Kreiler argumentiert in seinem Buch »Der Mann, der Shakespeare erfand« überzeugend für die Autorschaft Edward de Veres, des 17. Earl of Oxford, an den Werken William Shakespeares.

»Die ganze Welt war mein Garten...«
Über die ausgewählten Briefe der Martha Gellhorn, erschienen by Dörlemann, Zürich
»Ihre Briefe sind auch Zeugnisse eines lebenslangen Bemühens um eine Vergewisserung ihrer selbst, schmerzhaft, dramatisch und konsequent. Das Briefeschreiben ist für sie auch ein tauglicher Prozeß des Suchens, der Selbstreinigung und -findung. Sie schreibt sich ihre Verletzungen und Zweifel von der Seele.«


Preis der Leipziger Buchmesse:
Führer des echten und wirklichen Deutschlands
Rudolf Maresch über Ulrich Raulffs Analyse der Nachleben von Stefan George »Kreis ohne Meister«, die auf beeindruckende Weise zeigt, welche »Strahlungen« von den »Georgianischen Chorälen« auf die Bildungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland ausgegangen ist. Leseprobe
 

Meine Jahre mit Willy Brandt
Lothar Struck
über die uneitlen Erinnerungen des Persönlichen Referenten von Willy Brandt im Kanzleramt, Reinhard Wilke.
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Mutmaßungen über Samuel
Barbara Hoffmeisters fragwürdiger Versuch, das Leben des Verlegers Samuel Fischer zu beschreiben.
»S. Fischer, der Verleger, 1859-1934«
»...
immer wieder geht dieser affektierte Sarkasmus mit Hoffmeister durch. Etwa wenn Gerhart (S. Fischers Sohn) mit 19 Jahren an einer rätselhaften Krankheit binnen weniger Tage stirbt und dies schmissig mit dem Geburtstag der Mutter in Verbindung gebracht wird: …und wie um die Mutter zu schonen, starb das Sorgenkind fünf Minuten nach Mitternacht

Eine Übung in Demut
Gregor Keuschnig war mit Tariq Ramadans Darstellung der Lebensgeschichte Muhammads Auf den Spuren des Propheten
»
Wir scheinen zu glauben, dass es ausreicht, die Techniken der Ausübung von Religion (Gebete, Pilgerreisen) zu erlernen, um ihre Bedeutung und ihren Zweck zu begreifen und zu verstehen. Dieser Irrglaube hat schwerwiegende Konsequenzen, denn er führt dazu, dass die religiöse Lehre ihre spirituelle Substanz verliert, welche doch das Allerwichtigste an ihr ist.« Leseprobe


Das Leben der Anderen schreiben -
das Leben anders lesen.

Christian Kleins Metzler Handbuch Biographie erforscht das populäre Genre gründlich und bietet Hilfestellung zur Eigenproduktion.
»Die Faszinationskraft der Biographik befeuert auch noch dieses Handbuch: beide Male geht es um nichts weniger als ‚das Leben‘. Das fesselt nun einmal; sei es im Modus empathischer Anteilnahme, sei es im Modus methodischer Reflexion auf seine Formierungs- und  Darstellungsweisen.«



Zum Tod von Claude Lévi-Strauss
Zwischen Kannibalismus und Kantianismus
Von Goedart Palm
»... Ob daher der Strukturalismus humanistisch ist oder nicht, mag angesichts der Absicht von Lévi-Strauss, die Anthropologie in eine 'Entropologie', eine Wissenschaft von den soziokulturellen Desintegrations- und Zerfallsprozessen zu verwandeln, Stoff für endlose
Räsonnements liefern. Gegenüber diversen gegenwärtigen Fortschrittsnaivitäten liefert dieses Konzept aber weiterhin zahlreiche Anregungen, hier bei unseren zivilisierten Wilden nach der Auflösung sozialer Ordnungen und ehedem approbierter Formen des Zusammenlebens zu fragen.«


Glanz und Elend der künstlichen Paradiese
Nur selten hat ein Schriftsteller mit solcher Nüchternheit, leidenschaftslos und souverän über den Rausch geschrieben wie Ernst Jünger zwischen 1968 und 1970 in seinem Buch Annäherungen.
»Der Rausch« heißt es dort, »bleibt eine der Stationen auf dem Weg zum Nullpunkt, eine flüchtige Herberge, ein buntes Zelt, das für eine einzige Nacht aufgeschlagen wird. (…) Der Nullpunkt ist auch Gefrierpunkt, und obwohl die Atome ihr Gewicht behalten, ändert sich ihre Anordnung.« Von Jürgen Nielsen-Sikora

»Unaufhörlich Marrons glacés«
Auf der Suche nach dem wahren Leben Marcel Prousts
Goedart Palm über Jean-Yves Tadiés Proust Biographie
»Von einem gewissen Alter an sind unsere Erinnerungen derart miteinander verwoben, dass die Sache, die man im Sinn hat, oder das Buch, das man liest, ganz dahinter verschwindet. Überall hat man etwas von sich ausgestreut, alles ist ergiebig, alles birgt Gefahren in sich, und ebenso kostbare Entdeckungen wie in Pascals Pensées kann man in einer Seifenreklame machen   

Genug für sieben Leben
Über Franziska Augsteins Versuch einer Biographie, die das Porträt eines Jahrhundertlebens geworden ist.
 »Von Treue und Verrat. Jorge Semprún und sein Jahrhundert«
»In Zeiten des Krieges tut man sich schwer, Ideen zu studieren, wenn die Einsicht in die Notwendigkeit ruft.«
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Handkes mythischer Mikrokosmos
Lothar Struck über Fabjan Hafners Nachspürungen
»Peter Handke – Unterwegs ins Neunte Land«

Fabjan Hafner hat sich – aller Divergenzen zum Trotz - mit diesem überaus detailreichen Buch als profunder Kenner des Werkes von Peter Handke erwiesen. Er vermeidet ermüdendes Germanistenjargon, in dem er streng am "Text" bleibt. Hafner animiert, Handke wieder zu lesen und in seinen Romanen und Erzählungen neue Facetten zu entdecken. Hierfür muss man ihm danken.

Unzumutbare Wahrheit
Rolf Löchel über Ingeborg Bachmanns Briefwechsel mit Paul Celan
Herzzeit. Briefwechsel.
»Lange war der Briefwechsel zwischen den beiden wohl bedeutendsten deutschsprachigen NachkriegslyrikerInnen, die mit ihren Gedichten je auf ihre Weise ein berühmtes Diktum Theodor W. Adornos widerlegten, unzugänglich und es schien keinerlei begründete Hoffnung zu bestehen, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern werde.«


Zwei Jahrhundertmenschen
Gustav Seibt über Goethes Begegnungen mit Napoleon
Selten wird Geschichte so unverstaubt und lebendig erzählt wie in diesem kulturhistorischen Kabinettstück in der Tradition eines Sebastian Haffner. Von Ursula Homann
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Der unterschätzte Monarch
Michael Knoll über Johannes Willms streitbare Biographie über Frankreichs letzten Kaiser Napoleon III.
»Es sind die Aspekte der Regierungsführung wie des gesellschaftlich-wirtschaftlichen Aufbruchs, die Napoleon, gerade im Vergleich mit seinem Gegenspieler Bismarck, so modern erscheinen lassen.
«
Die Neubewertung und die Anerkennung der Modernisierungsleistungen Napoleons für die französische Gesellschaft und Wirtschaft standen seit langem aus.

Mementi Mori
Michael Knoll zu den Aphorismen von Jules Barbey d’Aurevilly »Feinheit des Geistes rührt von Niedertracht«
»Geistvolle Feinheiten, bitterböse Polemiken, beißender Spott… Ein Buch zum Blättern, zum Verweilen, zum Innehalten, zum Nachdenken, zum Freuen und zum verständnislosen Kopfschütteln. Kompliment dem Berliner Verlag Matthes & Seitz, der ein solches Buch in Zeiten zum Hang geistloser Bestseller publiziert.«
Hörprobe


Die Mücke auf dem Grashalm
Rolf Löchel über den fünften Band der Virginia-Woolf-Tagebuchausgabe (1936-1941), der die deutsche Übersetzung komplettiert.
Dass der Ton dieses letzten Tagebuchbandes über weite Strecken noch düsterer klingt als derjenige der vier vorangegangenen, dürfte nicht nur Woolfs zu Depressionen neigender Mentalität und ihren klinischen Schüben anzulasten sein, sondern vor allem den selbst mit dem Begriff düster nur unzulänglich umschriebenen Zeitumständen. 

Kaventsmann
»Man kann, nein, man muß Hartmut Binders Lebenschronik  in Bildern über »Kafkas Welt«, als das gelungene Resultat einer Lebensarbeit würdigen, die Kafkas zu Lebzeiten unerfüllt gebliebenen Wunsch »daß sich aus den Stückchen ein Ganzes zusammensetzen« möge, nun endlich auf wunderbarste Weise erfüllt hat.«

Fahrtenbücher eines Kapitäns zur See und zur Seele
Joseph Conrads 150. Geburtstag bescherte uns neue Biographien und Neuübersetzungen seiner wichtigsten Novellen. Bernd Blaschke hat sie gelesen und kommentiert.
»Seine Darstellung elementarer Gefühle und der Hang zum Kult ums primitive Leben, welche die Situationen auf See mit sich bringen, machten Conrad zu einem Existenzialisten avant la lettre. Die Condition humaine verdüstert sich im Werk dieses Spätviktorianers und nähert sich der Moral des Camusschen’ Sisyphos, der seine vergeblichen Mühen tapfer, ja glücklich erträgt.«

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nger Debatte
Band 1 (2017):
Ernst Jünger
und das Judentum

Hrsg. von Thomas Bantle, Alexander Pschera und Detlev Schöttker
2017. 256 Seiten. Kt 48,00 €
978-3-465-04312-6

Die Jünger Debatte ist das Publikationsorgan der Ernst und Friedrich Georg Jünger-Gesellschaft e.V. Veröffentlicht werden Beiträge und Dokumente zu Leben, Werk und Rezeption der Brüder Jünger. Ernst Jüngers Werk steht wegen seiner internationalen Bedeutung im Mittelpunkt.
Schwerpunkt des ersten Bandes ist Ernst Jüngers Verhältnis zum Judentum mit Beiträgen von Helmuth Kiesel, Reinhard Mehring, Detlev Schöttker, Peter Trawny u.a. Hinzu kommt ein Überblick zur neueren Jünger-Forschung von Alexander Pschera und eine kommentierte Auswahl aus dem bisher nicht publizierten Briefwechsel zwischen Ernst Jünger und dem jüdischen Historiker Joseph Wulf, der das Konzentrationslager Auschwitz überlebte und zum Pionier der NS- und Holocaust-Forschung in Deutschland wurde.  


Vittorio Klostermann


Walter Benjamin:
der Denker zwischen Saturn und Mickey Mouse
Jean-Michel Palmiers monumentale Studie zu Artikel lesen
Von Goedart Palm

»
Bei Benjamin gelten Denkbewegungen und Details mehr als das Ergebnis, das nicht darin bestehen kann, sich einen ideologisch gefestigten Zugang zur Geschichte zu schaffen. Vieles wurde von Walter Benjamin »angedacht« und – schon im Blick auf die höchst wechselvollen und schließlich katastrophalen Lebensumstände - nicht so entfaltet, wie es ihm selbst angelegen gewesen ist. Insofern hat Jean-Michel Palmier mehr als einen unvollendeten Versuch zurückgelassen, es ist ein notwendiges Werk der Aufklärung über die trotz vieler Interpretationen weiterhin provozierende Verschlungenheit der Benjaminschen Motive.« Leseprobe

Der Kampf um die Armbinde
Walter Benjamins allegorische Wissenschaft
»Der Intellektuelle ist der geborene Feind des Kleinbürgertums, weil er es ständig in sich selbst überwinden muß.« Von Friedhelm Lövenich

Walter Benjamin
und die europäische Moderne

Eine Einführung in sein Denken Artikel lesen
Von Jürgen Nielsen-Sikora

Im Suhrkamp Verlag hat die auf 21 Bände angelegte historis
ch-kritische Edition der Werke Walter Benjamins begonnen. Leseprobe


»Ja, Peter Handke ist ein Romantiker. Immer noch.«
Lothar Struck über
»Peter Handke Freiheit des Schreibens – Ordnung der Schrift«
das als Profile Band 16 herausgegeben von Klaus Kastberger erschienen ist.
»
Aktualität und Realismus manifestieren sich nicht in der "Geschichte" oder Handlung, sondern in der Sprache und im Erzählen. Das heißt: Erkenntnis der Wirklichkeit kommt nicht vom Erfassen der Dinge (der Natur, der Außenwelt) selbst, sondern im Gewahrwerden der jeweils eigenen (subjektiven) Erfahrung der Dinge im objektiven Medium der Sprache.« (Katharina Pektor)

kafka ist anfang ohne ende
René Becher über Reiner Stachs Kafka-Biographie
»Die Jahre der Erkenntnis«
»Seine monumentale Biographie dürfte für sehr lange Zeit die letzte gewesen sein. Und: Kafka bleibt uns allen ein Rätsel. Jetzt und in alle Ewigkeit. Danke.«

K wie Klaustrophilie
Ein Essay über Kafkas Schreiben
von René Becher

Max Beckmann:
»... die abgeworfenen Häute meines Selbst.«
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen

Drei Werkschauen bringen uns im Herbst den deutschen »Titanen der Moderne« Max Beckmann näher.










Exil in Amsterdam

Max Beckmanns fruchtbarer Trotz
Überlegungen zur Ausstellung und Katalog

Nachruf
Wie das Schachspiel
seine Unschuld verlor

Zum Tod des ehemaligen Schachweltmeisters Bobby Fischer. »Ich glaube nicht an Psychologie, ich glaube an gute Züge.«

Literatur in Bild & Ton
Literaturhistorische Videodokumente von Henry Miller, Jack Kerouac, Charles Bukowski, Dorothy Parker, Ray Bradbury & Alan Rickman liest Shakespeares Sonett 130


 


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