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Matt
Beynon Rees
Der Attentäter von Brooklyn
Eine
UNO-Konferenz im winterlichen New York
verschafft Omar Jussuf Gelegenheit, seinen Sohn
Ala zu besuchen, der in 'Little Palestine' einem
großen, von Palästinensern bewohnten Viertel in
Brooklyn lebt. In Alas Wohnung entdeckt er einen
Toten: Alas Mitbewohner ist geköpft worden, und
Jussufs Sohn wird als Verdächtiger festgenommen.
Jussuf muss alles daransetzen, die Unschuld
seines Sohnes zu beweisen.
Leseprobe |
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C.H.Beck |

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Die besten Krimis
Krimibestenliste
Monatlich wählen 18 auf
Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie
besonders viele Leser wünschen.
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Blutige Ernte, Krimis, Thriller & Agenten
Kaufmännisches
Denken
Von
Georg Patzer
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Der achte Band der
Parker-Reihe
»Wo die meisten deutschen Autoren von ›Dämonen‹ faseln, die ihre Kriminalisten
beherrschen, kümmert sich Stark nicht um Pseudopsychologie, sondern beschreibt
einfach nur. Und ist psychologischer, realistischer und viel alltäglicher, auch
wenn Parker nicht gerade ein Alltagsmensch ist. Seine Romane überragen derzeit
das Gros der Krimiproduktion um einige Meilen.«
In
den dunklen Ecken
Edinburghs ...
Von
Georg Patzer
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... ermittelt Gus Dury, einer
der Underdogs der Stadt, die sich nur mühsam über Wasser (und Whiskey) halten
können.
Leseprobe
Ohne
Rücksicht auf Verluste
Von Thomas Hummitzsch
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»Winslow hat mit ›Tage der Toten‹ Dantes Höllenkreise aus dem Jenseits in das
Diesseits befördert und bietet seinen Lesern einen Panoramablick auf die Hölle
auf Erden. Brutal. Knallhart. Mörderisch.«
Leseprobe
Es
kann keine Lösungen mehr geben
Von
Georg Patzer
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Gilbert Keith Chesterton begeistert noch heute mit seinem »Mann, der
zu viel wusste«.
Leseprobe
»Sie morden und stehlen, wie es
ihnen in den Sinn kommt, und wissen genau, dass man ihnen nichts
anhaben kann. Schließlich sind sie die Regierung.«
Dunkle
Visionen
Von Stefan
Geyer
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Über Jakob Arjounis Roman »Cherryman jagt Mr. White«
»Nicht meine
Phantasien wurden Wirklichkeit, sondern meine Wirklichkeit wurde Phantasie.
Anfangs jedenfalls. Am Ende war die Wirklichkeit stärker.«
Wahrer
Kitsch - Auftritt Jimmy Luntz
Von
Peter H. Gogolin
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Denis Johnson: Ein Kandidat für den deutschen Krimipreis.
»Das alles hat natürlich nichts von dem beängstigenden Ernst, mit dem gewöhnlich
in der deutschen Krimi-Provinz gemordet wird, denn Denis Johnsons Roman ist eine
waghalsige Genre-Parodie, die nach allen Regeln der Kunst sogar sich selbst
durch den Kakao zieht.«
Leseprobe
Nachrichten
mit unsichtbarer Tinte
Von
Georg Patzer
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Dr. Siris neuer Fall »Briefe an einen Blinden« ist eine rechte Räuberpistole.
Leseprobe
Ein
Papagei, ein Sado-Maso-Club
und viele Selbstmorde
Von Georg Patzer
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Antonin Varenne kommt mit seinen skurrilen Charakteren nicht recht klar.
Leseprobe
Ein
Glücksfall für das Genre des Grauens
Von Stefan Möller
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In dem 2009 mit dem Booker Prize ausgezeichneten historischen Roman
»Wölfe«
wirft Hilary Mantel ein neues Licht auf die Figur Thomas Cromwell.
Leseprobe
Und
wieder geht es gut für den Verbrecher aus
Von
Georg Patzer
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Richard Stark liefert mit
»Sein letzter Trumpf« eine neue Folge der wunderbaren Parker-Reihe.
Leseprobe
Willkommen
im Wunderland
Von
Thomas Hummitzsch
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In seinem »Handbuch für Detektive« spielt Jedediah Berry auf faszinierende Weise
mit den Grenzen von Raum, Zeit und Wirklichkeit. »Als hätten Gogol, Kafka und
Magritte einen Krimi geschrieben – surrealistisch, packend und mit doppeltem
Boden.«
Leseprobe
Spurensicherung
Von Gregor Keuschnig
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»Tatorte« als Zeitgeschichte einer sich gewandelten Republik. Über 40 Jahre
»Tatort« und das »Tatort«-Lexikon von Rüdiger Dingemann.
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Simulation
von Soziologie
Eine kleine Hommage an
Sjöwall/Wahlöös, und der hochgelobte Kriminalroman »Cash« von Richard Price.
»... wer dieses Buch, wie Felicitas von Lovenberg in der 'F.A.Z.', für das
'Porträt eines entwurzelten Viertels' hält, kommt womöglich noch auf die Idee,
das 'Großstadtrevier' sei repräsentativ für den Hamburger Kiez.«
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Die
große amerikanische Sinfonie der Verbrechen
Eine
vielstimmige Kriminalgeschichte der USA von 1958-1972.
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James Ellroys Underworld-Trilogie deckt die enge
Verzahnung von Politik und Verbrechen in Gottes eigenem Land
erbarmungslos auf.
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Der
Amerikaner, der aus der Kälte kam
Olen Steinhauer schreibt
das Thrillergenre weiter.
Nachdem George Clooneys
Produktionsfirma sich die Filmrechte sicherte, erklomm das Buch in den USA
die Bestsellerliste der New York Times und wurde in 20 Länder verkauft.
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Leseprobe
Tote
Pferde und hübsche Frauen
Von Georg
Patzer
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in
»Die Spur des Fuchses« wird
Commissario
Montalbano rabiater und versteigt
er sich zu der Meinung, dass es doch eigentlich egal sei, ob ein Krimineller
wegen seiner wirklichen Verbrechen bestraft wird oder für andere, die er gar
nicht begangen hat.
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Pech
mit Profis
Von Georg Patzer
Richard Starks neuer Parker-Krimi
»Irgendwann gibt jeder auf«
unterhält stil- und treffsicher.
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Leseprobe
Mit
dem Willen zur Harmonie
Martin Walker erzählt von
Mordfällen im Perigord.
»... So ist auch seine so sanftmütige Krimireihe eine Studie über den
Kapitalismus und eine Anleitung zum bürgerlichen Ungehorsam. Man muss ihn nur so
zu lesen wissen.«
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Bildnis
eines »ehrbaren« Banditen
Über
Nicolai Lilins erfolgreiche Gangster-Biographie
»Sibirische Erziehung«
»Hier ist
eine andere Freiheit gemeint. Es ist eine anarchistisch-pervertierte Form eines
Freiheitsbegriffs von Verbrechern, die sich auch so bezeichnen und stolz sind,
anständige Kriminelle zu sein.«
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 Südafrikas
dunkle Seite
Der Brite Roger Smith hat
bisher zwei Thriller geschrieben. Beide spielen in der düsteren Welt der
Townships.
»Die möglichst
realitätsnahe Schilderung abgrundtief mieser Gewaltköpfe und ihrer Hirngespinste
macht noch keinen guten Krimi aus.«
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Schlaflose
Nächte
William Boyds euphorisch gefeierter Roman
»Einfache Gewitter« raubt deutschen Lesern den Schlaf.
»Bereits vor drei Jahren hat uns Boyd mit seinem Spionage-Roman 'Ruhelos'
selbige äußerst angenehm geraubt. Wer 'Einfache Gewitter' noch vor sich hat, der
sollte sich ein bis zwei Tage nichts vornehmen, und sich sicherheitshalber eine
warme Decke bereitlegen, für wenn die Heizung ausgeht ...«
Leseprobe
Opfer
und wehrloser Täter zugleich
Martin Suter erzählt in seinem neuen Roman
von einem tamilischen Liebes-Koch
Von Georg
Patzer
»Herrlich und erfrischend ist der Sarkasmus, mit dem Suter die Großen abwatscht.
(...) Eine spannende Mischung aus
»Es
muss nicht immer Kaviar sein« (auch hier sind die Rezepte angehängt) und
»Das
Parfüm« mit seiner anregenden Sinnlichkeit.«
Leseprobe
Beim
Profit hört der Rassimus auf
Von Georg
Patzer
Deon Meyer erzählt in
»Dreizehn Stunden«
virtuos und fulminant von
einer Hetzjagd durch das moderne Südafrika
»Sie war weiß. Das
bedeutete Ärger. Das verhieß Medienrummel. Der ganze Kreislauf der
Anschuldigungen, das Verbrechen sei außer Kontrolle geraten, würde wieder von
vorn anfangen. Es bedeutet großen Druck und lange Arbeitszeiten und zu viele
Leute, die sich einmischen würden. Jeder würde mal wieder seine eigene Haut zu
retten versuchen. Er hatte es satt bis obenhin.«
Leseprobe
Alien
in Jerusalem
Eine Begegnung mit dem britischen Journalisten und Autor Matt Beynon Rees.
Über
das Finden der Heimat in der Fremde, die palästinensische Gesellschaft und seine Omar-Yussuf-Kriminalromane, dessen dritter Fall
»Der Tote von Nablus« gerade
erschienen ist.
Leseprobe
+++
Adamsberg-Krimi als Comic +++
Ermittlungen nach Gefühl
Vargas Text und
Baudoins
Bilder begegnen sich in
Kommissar Adamsbergers neuem Fall
»Das Zeichen des Widders«
auf Augenhöhe.
Als hätten die Asterix-Bände jemals als Enzyklopädie der
europäischen Kulturgeschichte im Sachbuchregal gestanden. Leute,
dieser Krimi ist ein Comic und zwar ein verdammt guter!
Die
Kraft der Worte
Robert Littell
Das Stalin-Epigramm
Während Russland im Terror
versinkt, versucht ein Dichter dem Diktator Stalin die Stirn zu bieten – mit
seinen Worten.
Was wie ein Superheldenroman klingt, ist eine einfühlsame Hommage an Ossip
Mandelstam und seine Frau Nadeshda.
»Littells Roman ist eine Huldigung, eine Ode an die Sprache und Dichtung und die
Kraft, die im Wort verborgen liegt.«
Adel
der Unbestechlichkeit
»Der
Stift ist das schwerste Werkzeug der Welt«
Alf Mayer über den englischen Thrillerautor Robert Wilson
Wilsons große Kunst als Autor
ist es, uns zusammen mit absolut glaubhaften, nachvollziehbaren Romanfiguren auf
eine Reise in das Herz der Finsternis unserer Tage zu bringen. Lesen müssen,
weil man nicht aufhören mag, was immer auch noch komme.
Leseprobe
Die
Wahrheit schreiben
Von Alf Mayer
»Ich versuche den Leuten zu erklären, wie es
zugeht in der Welt.«
Eric Ambler zum 100.
Geburtstag 28. Juni 1909 – 22. Oktober 1998.
Eigentlich wollte er
Historiker werden. Aber da er kein Intellektueller sei, meinte er selbst, habe
es nur zum Krimi-Autor gereicht. Gut für uns, denn Eric Amblers Werk ist
einzigartig in der Kriminalliteratur.
Herzzerreißend
gut
Alf Mayer über den Thrillerautor Michael
Robotham
Michael Robotham weiß: »Viele Krimis haben das Problem, daß die Charaktere nicht
stark genug sind und daß es mehr die Plots sind, die das Buch vorantreiben. Gute
Romane brauchen starke Charaktere.«
Nach drei Taschenbuchausgaben
hat der Goldmann Verlag nun Robothams viertes Buch als Hardcover herausgebracht.
Der
Krieg im Innern
Sein Mafia-Enthüllungsbuch »Gomorrha« verschaffte dem Italiener Roberto Saviano
weltweit Ruhm und Ehre, aber auch ein Leben im Untergrund. In seinem neuen Buch
Das Gegenteil von Tod
geht es mit keiner Silbe um sein Schicksal und doch handelt es auch von ihm.
Leseprobe
Nosferadamsberg
Der neue Krimi der
französischen Königin des roman noir ist da.
Der verbotene Ort
Siebzehn Fußstümpfe vor einem
Londoner Friedhof, eine geschrotete Leiche bei Paris, eine weitere in
Österreich. Nur wenige Hinweise lassen einen Zusammenhang vermuten, Kommissar
Adamsberg geht ihnen nach.
Der
Stadtschreiber Bruno Morchio
Zum Reiz des Lesens gehört
es, fremde Orte zu entdecken, von einer kundigen Hand durch unbekannte Gassen
und Winkel geführt zu werden, in eine andere Welt einzutauchen. Morchios Welt
ist die italienische Hafenstadt Genua. Im Unionsverlag erschienen bislang zwei
seiner Krimis
»Kalter Wind in Genua«
und »Wölfe in Genua«
Geschichte
von unten
Der Schatzgräber Robert Hültner
von Alf Mayer
»Hültner
hat einen präzise beobachtenden Blick für die Ränder von Moderne und
Beharrlichkeit und von Stadt und Land, für politische Untertöne, für Mundart.
Die feine und lustvolle Zeichnung des Regionalen und Proletarischen, der
sozialen und politischen Verhältnisse, die Charakterisierung der Personen auch
über ihren sprachlichen Ausdruck, erinnert nicht von ungefähr an William
Faulkners fiktives
Yoknapatawpha County.«
Zunder,
Zaster und Zitronen
Warum sechs Kriminalromane das deutsche
Geistesleben erschüttern
»Die Kritiker können sich gar nicht einkriegen, was denn noch schlimmer und
schockierender sei – der Umzug nach Berlin oder die skandalöse Absicht, daß
Suhrkamp ab Mai 2009 auch Kriminalromane veröffentlicht. Sechs Bände sind bisher
angekündigt. Das macht zwar nur knapp ein Prozent aller jährlich neuen
Suhrkamp-Titel aus, ist aber Giftstoff genug für die ganze Kultur der Republik.
Die aufgeschäumten Reaktionen des deutschen Feuilletons zeigen, wie weit
Kriminalromane auch 2009 noch von der Hochkultur entfernt gehalten werden. Immer
noch sind sie Schmutz und Schund, ein Vergnügen nur der niedrigen und dümmeren
Stände.« Von Alf Mayer
Schnipseljagd
in »Hamastan«
Die palästinensische
Gesellschaft steht in einem permanenten Krieg mit sich selbst. Das
ungeschriebene Gesetz dabei lautet, dass keine Untat für sich allein existiert.
Dies muss auch Omar Jussuf in seinem zweiten Fall
»Ein
Grab in Gaza«
feststellen, in dem er sich
durch den Filz der palästinensischen Schattenwelt kämpft.
Leseprobe
Falsches
Spiel unter falschen Freunden
Thomas Hummitzsch über den
Verräter von Jerusalem.
Omar Jussufs erster Fall.
»Niemand
wird Dich jemals lieben«
Die eigene Vergangenheit
holt den
ehemaligen KGB-Agenten Leo Demidow in Tom Rob Smiths neuem Thriller
»Kolyma« ein.
»Dieser hochklassige Thriller ist auf Seite 339 zu Ende, der Roman selbst endet
leider erst 130 Seiten später. Smith scheitert an einem literarischen
Phänomen, dem nicht einmal große Schriftsteller widerstehen konnten – der
Sehnsucht nach einem Happy End.«
Ein
Farewell
für Donald E. Westlake und Richard Stark
Parkers letzter Gang
»Seinen Computer benutzte Westlake für Emails, seine Romane und Scripts
entstanden alle auf einer Schreibmaschine. Die Smith Corona war sein bevorzugtes
Tasteninstrument. Immer war er auf der Jagd nach gebrauchten Maschinen, um an
Ersatzteile zu kommen.«
Von Alf Mayer
Die
Zivilisation bleibt eine offene Wunde
Fettsack
Goedart Palm über Rebestialisierung als literarische Berufung:
Rex Miller läßt »slob« als
Fleischklops der
Nemesis
von der Kette und der Literaturkritik gefällt es.
»Die Perversität besteht nicht in Texten wie dem
vorliegenden, in denen die Dinge so präzise wie hässlich artikuliert werden,
sondern im Mainstream, der uns mit dem Schrecken in billiger Weise versöhnen
will.«
Leseprobe
Ehe
auf Abwegen
Tim Bindings neuer Roman
»Cliffhanger« erzählt von einem
gescheiterten Mordversuch und dessen fatalen Folgen und ist dabei ebenso gemein
wie komisch.
»Audrey,
wie wär’s wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?«
»Bei
dem Wetter?«
»Uns
ein bisschen den Kopf durchpusten lassen«, sagte ich, während ich mir die Schuhe
anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte:
»Wieso
nicht?« Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werde, Audrey, deshalb nicht.
Krimi-Klassiker
Wieder im Dienst
Simenons
»Maigret«-Romane
Der
Diogenes Verlag, an sich für Bücher und nebenbei auch ein bißchen für
Wein zuständig, hat in diesem Frühjahr ein Riesen-Ei gelegt.
Ein Osterpräsent für alle
Krimi-Leser. Ab April 2008 erscheinen, in monatlicher Folge, je
vier Bände. Der ganze Maigret, in chronologischer Folge, so wie er
geschrieben wurde, in elegantem Papp-Einband. Die Übersetzungen sind
überarbeitet. Das Ergebnis: ein zeitgemäßes Deutsch.
Italienischer
Abgrund
»Um verzeihen zu können, muss man Gefühle empfinden, ein Leben haben.«
Massimo Carlotto öffnet in
»Die dunkle Unermesslichkeit des Todes« die Büchse der Pandora und lässt den
Leser in die tiefsten Tiefen der menschlichen Existenz blicken. Eiskalt,
kompromisslos und brutal.
Leseprobe
Die
kühlen Leidenschaften oder Der Wiederholungstäter
Eine Aneignung des
»Bad Boy Bubby« von Guido Rohm
»Nicht Filme
entledigen sich der Moral, wie immer man diese ausdeuten und formulieren möchte,
sondern die abgebildete Welt entbehrt dieser Moral. Somit dürfen sich
Filmemacher auch nie um Moral kümmern, sondern immer nur am Objekt der Abbildung
Interesse zeigen.«
Leben
und Sterben in einem finsteren Land
Im stalinistischen Russland der fünfziger Jahre kommen zahlreiche Kinder auf
mysteriöse Weise ums Leben. Die Obrigkeit geht von Unfällen aus, denn Mord darf
es nicht sein. Ein beklemmender Wettlauf um Leben und Tod beginnt.
Thomas Hummitzsch über den ergreifenden Thriller
»Kind 44« des jungen
Briten Tom Rob Smith.
Die
Leiden des Richters
Walter
Delabar über
Scott Turows
Justizthriller
Befangen
Ein juristisches
Dilemma ist eine unangenehme Sache, zumal dann, wenn Volkes Stimme und
Justitias Urteil nicht recht zusammenpassen wollen.
Falsches
Spiel unter falschen Freunden
Mit dem
Geschichtslehrer Omar Yussuf nimmt der erste palästinensische Ermittler
der Literaturgeschichte seine Ermittlungen auf. In seinem ersten Fall
muss er die Unschuld eines ehemaligen Schülers beweisen, der ein
Mitglied der Märtyrerbrigaden an die Israelis verraten haben soll. Ein
Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Thomas Hummitzsch über den
Verräter von Jerusalem
Eine
Studie in Anachronismus
»Littells
Ziel ist es offensichtlich, die beiden Exponenten der Extreme so nah
zueinander zu bringen, wie es nur möglich ist. Dafür wendet er einen
inszenatorischen Trick an, die Entführung des einen durch den anderen
und das nachfolgende Verhör, das schnell in ein Glaubensgespräch
mündet.«
Robert Littell zeigt sich mit seinem neuen Roman
»Die Söhne Abrahams« als
legitimer Erbe Bertolt Brechts
Von Walter Delabar
Genrekrimi
Zugzwang
Jeder Schachspieler kennt die unangenehme
Situation, in Zugzwang zu geraten. Das heißt, er muß eine Figur bewegen,
doch jeder Zug führt aufgrund der Figurenkonstellation zu einer
Verschlechterung seiner Lage, und in den meisten Fällen geht das Spiel
verloren.
Ein gelungener
Genrekrimi von Ronan
Bennett
Sieben
Leichen
Die Bullen haben
große Augen gemacht. Es war der 18. März 2004. Immer mehr Menschen
strömten ins neue Polizeipräsidium. Mittendrin im Getümmel der Münchner
Tatort-Kommissar Ivo Batic und der Schriftsteller Jan Seghers, von dem
man bis zu jenem Tag noch nie etwas gehört hatte. Es ging um einen
Kriminalfall in Frankfurt.
Sigrid Lüdke-Haertel über Jan Seghers
dritten Frankfurt-Krimi
»Partitur des Todes«
Bericht
aus dem Geisterhaus
Walter Delabar über Martin Cruz Smiths neuen Russlandkrimi
»Stalins Geist«
»Das postkommunistische Russland ist in der
Krimiwelt so etwas wie die Parallelwelt zum amerikanischen Alptraum der
Vernunft: gewaltsam, korrupt, surreal in einem, dazu unglaublich groß,
ziemlich kalt und weit weit weg. Das alles untermischt mit einem Schuss
Reminiszenz an die gute, alte Zeit, in der Väterchen Stalin sein Russland
vor der faschistischen Invasion zu retten vermochte, in der er Generäle
besonders schätzte, wenn sie in der Lage waren, Ströme von Blut zu
vergießen, ohne es je zu bedauern.«
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Roberto
Bolaño
2666
Alles hängt mit allem zusammen, die Wege und die
Spuren kreuzen sich - aber die Welt bleibt ein
Rätsel. Roberto Bolaños postum erschienener
Roman ist eine atemberaubende Reise ins finstere
Herz der Gegenwart, ein Jahrhundertwerk und
weltweiter Bestseller.
Siehe unseren Beitrag:
Bolaños
Welt |
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S. Fischer |
Distanz und Hitze
Die Che Guevara Passion
 
Georg
Seeßlen zu Steven Soderbergs Versuch, dem Revolutionär »Che« mit den Mitteln des
Kinofilms Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
»Das ist nicht großes Kino, das ist großer Film.«
Che
Guevara
Originaltexte in Übersetzung
Partisanenkrieg - eine Methode
Brief an Carlos Quijano
Der Sozialismus und der Mensch auf Cuba
Ansprache vor der Vollversammlung der UNO
am 11. Dezember 1964
»Cuba -
ein freies Land auf dem amerikanischen Kontinent«
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