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Impressum  І   Mediadaten  І  Letzte Aktualisierung: 13.11.2011, 08:22
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Glanz&Elend Literatur und Zeitkritik

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Glanz&Elend
Die Zeitschrift kommt als
großformatiger Broschurband
in einer limitierten Auflage
von 1.000 Exemplaren
mit 176 Seiten, die es in sich haben.

Ohne Versandkosten bestellen!
 

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Matt Beynon Rees
Der Attentäter von Brooklyn

Eine UNO-Konferenz im winterlichen New York verschafft Omar Jussuf Gelegenheit, seinen Sohn Ala zu besuchen, der in 'Little Palestine' einem großen, von Palästinensern bewohnten Viertel in Brooklyn lebt. In Alas Wohnung entdeckt er einen Toten: Alas Mitbewohner ist geköpft worden, und Jussufs Sohn wird als Verdächtiger festgenommen. Jussuf muss alles daransetzen, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen.  Leseprobe

C.H.Beck


 




















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Die besten Krimis
Krimibestenliste
Monatlich wählen 18 auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie besonders viele Leser wünschen.
 
Seitwert

Blutige Ernte, Krimis, Thriller & Agenten

Kaufmännisches Denken
Von Georg Patzer
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Der achte Band der Parker-Reihe
»Wo die meisten deutschen Autoren von ›Dämonen‹ faseln, die ihre Kriminalisten beherrschen, kümmert sich Stark nicht um Pseudopsychologie, sondern beschreibt einfach nur. Und ist psychologischer, realistischer und viel alltäglicher, auch wenn Parker nicht gerade ein Alltagsmensch ist. Seine Romane überragen derzeit das Gros der Krimiproduktion um einige Meilen.«

In den dunklen Ecken Edinburghs ...
Von Georg Patzer
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... ermittelt Gus Dury, einer der Underdogs der Stadt, die sich nur mühsam über Wasser (und Whiskey) halten können. Leseprobe



Ohne Rücksicht auf Verluste
Von Thomas Hummitzsch
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»Winslow hat mit ›Tage der Toten‹ Dantes Höllenkreise aus dem Jenseits in das Diesseits befördert und bietet seinen Lesern einen Panoramablick auf die Hölle auf Erden. Brutal. Knallhart. Mörderisch.« Leseprobe



Es kann keine Lösungen mehr geben
Von Georg Patzer
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Gilbert Keith Chesterton begeistert noch heute mit seinem »Mann, der zu viel wusste«.
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»Sie morden und stehlen, wie es ihnen in den Sinn kommt, und wissen genau, dass man ihnen nichts anhaben kann. Schließlich sind sie die Regierung.«


Dunkle Visionen
Von Stefan Geyer
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Über Jakob Arjounis Roman »Cherryman jagt Mr. White«
»
Nicht meine Phantasien wurden Wirklichkeit, sondern meine Wirklichkeit wurde Phantasie. Anfangs jedenfalls. Am Ende war die Wirklichkeit stärker.«



Wahrer Kitsch - Auftritt Jimmy Luntz
Von Peter H. Gogolin
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Denis Johnson: Ein Kandidat für den deutschen Krimipreis.
»Das alles hat natürlich nichts von dem beängstigenden Ernst, mit dem gewöhnlich in der deutschen Krimi-Provinz gemordet wird, denn Denis Johnsons Roman ist eine waghalsige Genre-Parodie, die nach allen Regeln der Kunst sogar sich selbst durch den Kakao zieht.« Leseprobe



Nachrichten mit unsichtbarer Tinte
Von Georg Patzer
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Dr. Siris neuer Fall »Briefe an einen Blinden« ist eine rechte Räuberpistole.
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Ein Papagei, ein Sado-Maso-Club
und viele Selbstmorde

Von Georg Patzer
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Antonin Varenne kommt mit seinen skurrilen Charakteren nicht recht klar.
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Ein Glücksfall für das Genre des Grauens
Von Stefan Möller
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In dem 2009 mit dem Booker Prize ausgezeichneten historischen Roman
»Wölfe« wirft Hilary Mantel ein neues Licht auf die Figur Thomas Cromwell. Leseprobe



Und wieder geht es gut für den Verbrecher aus
Von Georg Patzer
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Richard Stark liefert mit »Sein letzter Trumpf« eine neue Folge der wunderbaren Parker-Reihe.
Leseprobe



Willkommen im Wunderland
Von Thomas Hummitzsch
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In seinem »Handbuch für Detektive« spielt Jedediah Berry auf faszinierende Weise mit den Grenzen von Raum, Zeit und Wirklichkeit. »Als hätten Gogol, Kafka und Magritte einen Krimi geschrieben – surrealistisch, packend und mit doppeltem Boden.«
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Spurensicherung
Von Gregor Keuschnig
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»Tatorte« als Zeitgeschichte einer sich gewandelten Republik. Über 40 Jahre »Tatort« und das »Tatort«-Lexikon von Rüdiger Dingemann. Leseprobe




Simulation von Soziologie
Eine kleine Hommage an Sjöwall/Wahlöös, und der hochgelobte Kriminalroman »Cash« von Richard Price.
»... wer dieses Buch, wie Felicitas von Lovenberg in der 'F.A.Z.', für das 'Porträt eines entwurzelten Viertels' hält, kommt womöglich noch auf die Idee, das 'Großstadtrevier' sei repräsentativ für den Hamburger Kiez.«
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Die große amerikanische Sinfonie der Verbrechen
Eine vielstimmige Kriminalgeschichte der USA von 1958-1972.
Artikel lesen
James Ellroys Underworld-Trilogie deckt die enge Verzahnung von Politik und Verbrechen in Gottes eigenem Land erbarmungslos auf.
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Der Amerikaner, der aus der Kälte kam
Olen Steinhauer schreibt das Thrillergenre weiter. Nachdem George Clooneys Produktionsfirma sich die Filmrechte sicherte, erklomm das Buch in den USA die Bestsellerliste der New York Times und wurde in 20 Länder verkauft. Artikel lesen
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Tote Pferde und hübsche Frauen
Von Georg Patzer Artikel lesen
in »Die Spur des Fuchses« wird Commissario Montalbano rabiater und versteigt er sich zu der Meinung, dass es doch eigentlich egal sei, ob ein Krimineller wegen seiner wirklichen Verbrechen bestraft wird oder für andere, die er gar nicht begangen hat.
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Pech mit Profis
Von Georg Patzer
Richard Starks neuer Parker-Krimi
»Irgendwann gibt jeder auf« unterhält stil- und treffsicher. Artikel lesen
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Mit dem Willen zur Harmonie
Martin Walker erzählt von Mordfällen im Perigord.
»... So ist auch seine so sanftmütige Krimireihe eine Studie über den Kapitalismus und eine Anleitung zum bürgerlichen Ungehorsam. Man muss ihn nur so zu lesen wissen.«
Artikel lesen




Bildnis eines »ehrbaren« Banditen
Über
Nicolai Lilins erfolgreiche Gangster-Biographie »Sibirische Erziehung«
»Hier ist eine andere Freiheit gemeint. Es ist eine anarchistisch-pervertierte Form eines Freiheitsbegriffs von Verbrechern, die sich auch so bezeichnen und stolz sind, anständige Kriminelle zu sein.« Artikel lesen




Südafrikas dunkle Seite
Der Brite Roger Smith hat bisher zwei Thriller geschrieben. Beide spielen in der düsteren Welt der Townships.
»Die möglichst realitätsnahe Schilderung abgrundtief mieser Gewaltköpfe und ihrer Hirngespinste macht noch keinen guten Krimi aus.«
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Schlaflose Nächte
William Boyds euphorisch gefeierter Roman »Einfache Gewitter« raubt deutschen Lesern den Schlaf.
»Bereits vor drei Jahren hat uns Boyd mit seinem Spionage-Roman 'Ruhelos' selbige äußerst angenehm geraubt. Wer 'Einfache Gewitter' noch vor sich hat, der sollte sich ein bis zwei Tage nichts vornehmen, und sich sicherheitshalber eine warme Decke bereitlegen, für wenn die Heizung ausgeht ...«
Leseprobe



Opfer und wehrloser Täter zugleich
Martin Suter erzählt in seinem neuen Roman von einem tamilischen Liebes-Koch Von Georg Patzer
»Herrlich und erfrischend ist der Sarkasmus, mit dem Suter die Großen abwatscht. (...) Eine spannende Mischung aus
»Es muss nicht immer Kaviar sein« (auch hier sind die Rezepte angehängt) und »Das Parfüm« mit seiner anregenden Sinnlichkeit.«
Leseprobe


Beim Profit hört der Rassimus auf
Von Georg Patzer
Deon Meyer erzählt in »Dreizehn Stunden« virtuos und fulminant von einer Hetzjagd durch das moderne Südafrika
»
Sie war weiß.
Das bedeutete Ärger. Das verhieß Medienrummel. Der ganze Kreislauf der Anschuldigungen, das Verbrechen sei außer Kontrolle geraten, würde wieder von vorn anfangen. Es bedeutet großen Druck und lange Arbeitszeiten und zu viele Leute, die sich einmischen würden. Jeder würde mal wieder seine eigene Haut zu retten versuchen. Er hatte es satt bis obenhin.« Leseprobe

Alien in Jerusalem
Eine Begegnung mit dem britischen Journalisten und Autor Matt Beynon Rees.
Über das Finden der Heimat in der Fremde, die palästinensische Gesellschaft und seine Omar-Yussuf-Kriminalromane, dessen dritter Fall
»Der Tote von Nablus« gerade erschienen ist.
Leseprobe



+++ Adamsberg-Krimi als Comic +++
Ermittlungen nach Gefühl
Vargas Text und Baudoins Bilder begegnen sich in Kommissar Adamsbergers neuem Fall »Das Zeichen des Widders« auf Augenhöhe.
Als hätten die Asterix-Bände jemals als Enzyklopädie der europäischen Kulturgeschichte im Sachbuchregal gestanden. Leute, dieser Krimi ist ein Comic und zwar ein verdammt guter!




Die Kraft der Worte
Robert Littell Das Stalin-Epigramm
Während Russland im Terror versinkt, versucht ein Dichter dem Diktator Stalin die Stirn zu bieten – mit seinen Worten.
Was wie ein Superheldenroman klingt, ist eine einfühlsame Hommage an Ossip Mandelstam und seine Frau Nadeshda.
»Littells Roman ist eine Huldigung, eine Ode an die Sprache und Dichtung und die Kraft, die im Wort verborgen liegt.«


Adel der Unbestechlichkeit
»Der Stift ist das schwerste Werkzeug der Welt«
Alf Mayer über den englischen Thrillerautor Robert Wilson
Wilsons große Kunst als Autor ist es, uns zusammen mit absolut glaubhaften, nachvollziehbaren Romanfiguren auf eine Reise in das Herz der Finsternis unserer Tage zu bringen. Lesen müssen, weil man nicht aufhören mag, was immer auch noch komme. Leseprobe



Die Wahrheit schreiben
Von Alf Mayer
»Ich versuche den Leuten zu erklären, wie es zugeht in der Welt.«
Eric Ambler zum 100. Geburtstag 28. Juni 1909 – 22. Oktober 1998. Eigentlich wollte er Historiker werden. Aber da er kein Intellektueller sei, meinte er selbst, habe es nur zum Krimi-Autor gereicht. Gut für uns, denn Eric Amblers Werk ist einzigartig in der Kriminalliteratur.




Herzzerreißend gut
Alf Mayer über den Thrillerautor Michael Robotham
Michael Robotham weiß: »Viele Krimis haben das Problem, daß die Charaktere nicht stark genug sind und daß e
s mehr die Plots sind, die das Buch vorantreiben. Gute Romane brauchen starke Charaktere.«
Nach drei Taschenbuchausgaben hat der Goldmann Verlag nun Robothams viertes Buch als Hardcover herausgebracht.


Der Krieg im Innern
Sein Mafia-Enthüllungsbuch »Gomorrha« verschaffte dem Italiener Roberto Saviano weltweit Ruhm und Ehre, aber auch ein Leben im Untergrund. In seinem neuen Buch
Das Gegenteil von Tod geht es mit keiner Silbe um sein Schicksal und doch handelt es auch von ihm.
Leseprobe
 

Nosferadamsberg
Der neue Krimi der französischen Königin des roman noir ist da.
Der verbotene Ort
Siebzehn Fußstümpfe vor einem Londoner Friedhof, eine geschrotete Leiche bei Paris, eine weitere in Österreich. Nur wenige Hinweise lassen einen Zusammenhang vermuten, Kommissar Adamsberg geht ihnen nach.


Der Stadtschreiber Bruno Morchio
Zum Reiz des Lesens gehört es, fremde Orte zu entdecken, von einer kundigen Hand durch unbekannte Gassen und Winkel geführt zu werden, in eine andere Welt einzutauchen. Morchios Welt ist die italienische Hafenstadt Genua. Im Unionsverlag erschienen bislang zwei seiner Krimis »Kalter Wind in Genua« und »Wölfe in Genua«

Geschichte von unten
Der Schatzgräber Robert Hültner  von Alf Mayer
»Hültner hat einen präzise beobachtenden Blick für die Ränder von Moderne und Beharrlichkeit und von Stadt und Land, für politische Untertöne, für Mundart. Die feine und lustvolle Zeichnung des Regionalen und Proletarischen, der sozialen und politischen Verhältnisse, die Charakterisierung der Personen auch über ihren sprachlichen Ausdruck, erinnert nicht von ungefähr an William Faulkners fiktives
Yoknapatawpha County

Zunder, Zaster und Zitronen
Warum sechs Kriminalromane das deutsche Geistesleben erschüttern
»Die Kritiker können sich gar nicht einkriegen, was denn noch schlimmer und schockierender sei – der Umzug nach Berlin oder die skandalöse Absicht, daß Suhrkamp ab Mai 2009 auch Kriminalromane veröffentlicht. Sechs Bände sind bisher angekündigt. Das macht zwar nur knapp ein Prozent aller jährlich neuen Suhrkamp-Titel aus, ist aber Giftstoff genug für die ganze Kultur der Republik. Die aufgeschäumten Reaktionen des deutschen Feuilletons zeigen, wie weit Kriminalromane auch 2009 noch von der Hochkultur entfernt gehalten werden. Immer noch sind sie Schmutz und Schund, ein Vergnügen nur der niedrigen und dümmeren Stände.« Von Alf Mayer


Schnipseljagd in »Hamastan«
Die palästinensische Gesellschaft steht in einem permanenten Krieg mit sich selbst. Das ungeschriebene Gesetz dabei lautet, dass keine Untat für sich allein existiert. Dies muss auch Omar Jussuf in seinem zweiten Fall »Ein Grab in Gaza« feststellen, in dem er sich durch den Filz der palästinensischen Schattenwelt kämpft. Leseprobe

Falsches Spiel unter falschen Freunden
Thomas Hummitzsch über den Verräter von Jerusalem.
Omar Jussufs erster Fall.


»Niemand wird Dich jemals lieben«
Die eigene Vergangenheit holt den
ehemaligen KGB-Agenten Leo Demidow in Tom Rob Smiths neuem Thriller »Kolyma« ein.
»Dieser hochklassige Thriller ist auf Seite 339 zu Ende, der Roman selbst endet leider erst 130 Seiten später. Smith scheitert an einem literarischen Phänomen, dem nicht einmal große Schriftsteller widerstehen konnten – der Sehnsucht nach einem Happy End.«


Ein Farewell
für Donald E. Westlake und Richard Stark
Parkers letzter Gang
»Seinen Computer benutzte Westlake für Emails, seine Romane und Scripts entstanden alle auf einer Schreibmaschine. Die Smith Corona war sein bevorzugtes Tasteninstrument. Immer war er auf der Jagd nach gebrauchten Maschinen, um an Ersatzteile zu kommen.« Von Alf Mayer


Die Zivilisation bleibt eine offene Wunde
Fettsack
Goedart Palm über Rebestialisierung als literarische Berufung: Rex Miller läßt »slob« als Fleischklops der Nemesis von der Kette und der Literaturkritik gefällt es.
»Die Perversität besteht nicht in Texten wie dem vorliegenden, in denen die Dinge so präzise wie hässlich artikuliert werden, sondern im Mainstream, der uns mit dem Schrecken in billiger Weise versöhnen will.« Leseprobe

Ehe auf Abwegen
Tim Bindings neuer Roman »Cliffhanger« erzählt von einem gescheiterten Mordversuch und dessen fatalen Folgen und ist dabei ebenso gemein wie komisch.
»Audrey, wie wär’s wenn wir ein bisschen rausgehen, einen Spaziergang machen?« »Bei dem Wetter?«
»Uns ein bisschen den Kopf durchpusten lassen«, sagte ich, während ich mir die Schuhe anzog, und sie zuckte die Achseln und sagte: »Wieso nicht?« Weil ich dich von der Scheißklippe stoßen werde, Audrey, deshalb nicht.

Krimi-Klassiker
Wieder im Dienst
Simenons
»Maigret«-Romane

Der Diogenes Verlag, an sich für Bücher und nebenbei auch ein bißchen für Wein zuständig, hat in diesem Frühjahr ein Riesen-Ei gelegt.
Ein Osterpräsent für alle Krimi-Leser. Ab April 2008 erscheinen, in monatlicher Folge, je vier Bände. Der ganze Maigret, in chronologischer Folge, so wie er geschrieben wurde, in elegantem Papp-Einband. Die Übersetzungen sind überarbeitet. Das Ergebnis: ein zeitgemäßes Deutsch.

Italienischer Abgrund
»Um verzeihen zu können, muss man Gefühle empfinden, ein Leben haben.«
Massimo Carlotto öffnet in »Die dunkle Unermesslichkeit des Todes« die Büchse der Pandora und lässt den Leser in die tiefsten Tiefen der menschlichen Existenz blicken. Eiskalt, kompromisslos und brutal.
Leseprobe

Die kühlen Leidenschaften oder Der Wiederholungstäter
Eine Aneignung des »Bad Boy Bubby« von Guido Rohm

»Nicht Filme entledigen sich der Moral, wie immer man diese ausdeuten und formulieren möchte, sondern die abgebildete Welt entbehrt dieser Moral. Somit dürfen sich Filmemacher auch nie um Moral kümmern, sondern immer nur am Objekt der Abbildung Interesse zeigen.«



Leben und Sterben in einem finsteren Land
Im stalinistischen Russland der fünfziger Jahre kommen zahlreiche Kinder auf mysteriöse Weise ums Leben. Die Obrigkeit geht von Unfällen aus, denn Mord darf es nicht sein. Ein beklemmender Wettlauf um Leben und Tod beginnt.
Thomas Hummitzsch über den ergreifenden Thriller
»Kind 44« des jungen Briten Tom Rob Smith.


Die Leiden des Richters

Walter Delabar über Scott Turows Justizthriller Befangen
Ein juristisches Dilemma ist eine unangenehme Sache, zumal dann, wenn Volkes Stimme und Justitias Urteil nicht recht zusammenpassen wollen.



Falsches Spiel unter falschen Freunden
Mit dem Geschichtslehrer Omar Yussuf nimmt der erste palästinensische Ermittler der Literaturgeschichte seine Ermittlungen auf. In seinem ersten Fall muss er die Unschuld eines ehemaligen Schülers beweisen, der ein Mitglied der Märtyrerbrigaden an die Israelis verraten haben soll. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Thomas Hummitzsch über den Verräter von Jerusalem


Eine Studie in Anachronismus
»
Littells Ziel ist es offensichtlich, die beiden Exponenten der Extreme so nah zueinander zu bringen, wie es nur möglich ist. Dafür wendet er einen inszenatorischen Trick an, die Entführung des einen durch den anderen und das nachfolgende Verhör, das schnell in ein Glaubensgespräch mündet.«
Robert Littell zeigt sich mit seinem neuen Roman
»Die Söhne Abrahams« als legitimer Erbe Bertolt Brechts
Von Walter Delabar


Genrekrimi
Zugzwang
Jeder Schachspieler kennt die unangenehme Situation, in Zugzwang zu geraten. Das heißt, er muß eine Figur bewegen, doch jeder Zug führt aufgrund der Figurenkonstellation zu einer Verschlechterung seiner Lage, und in den meisten Fällen geht das Spiel verloren.
Ein gelungener Genrekrimi von Ronan Bennett



Sieben Leichen
Die Bullen haben große Augen gemacht. Es war der 18. März 2004. Immer mehr Menschen strömten ins neue Polizeipräsidium. Mittendrin im Getümmel der Münchner Tatort-Kommissar Ivo Batic und der Schriftsteller Jan Seghers, von dem man bis zu jenem Tag noch nie etwas gehört hatte. Es ging um einen Kriminalfall in Frankfurt. Sigrid Lüdke-Haertel über Jan Seghers dritten Frankfurt-Krimi »Partitur des Todes«


Bericht aus dem Geisterhaus
Walter Delabar über Martin Cruz Smiths neuen Russlandkrimi »Stalins Geist«
»
Das postkommunistische Russland ist in der Krimiwelt so etwas wie die Parallelwelt zum amerikanischen Alptraum der Vernunft: gewaltsam, korrupt, surreal in einem, dazu unglaublich groß, ziemlich kalt und weit weit weg. Das alles untermischt mit einem Schuss Reminiszenz an die gute, alte Zeit, in der Väterchen Stalin sein Russland vor der faschistischen Invasion zu retten vermochte, in der er Generäle besonders schätzte, wenn sie in der Lage waren, Ströme von Blut zu vergießen, ohne es je zu bedauern.«
 

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Roberto Bolaño
2666


Alles hängt mit allem zusammen, die Wege und die Spuren kreuzen sich - aber die Welt bleibt ein Rätsel. Roberto Bolaños postum erschienener Roman ist eine atemberaubende Reise ins finstere Herz der Gegenwart, ein Jahrhundertwerk und weltweiter Bestseller.
Siehe unseren Beitrag:
Bolaños Welt

S. Fischer















Distanz und Hitze
Die Che Guevara Passion










Georg Seeßlen zu Steven Soderbergs Versuch, dem Revolutionär »Che« mit den Mitteln des Kinofilms Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
»Das ist nicht großes Kino, das ist großer Film.«

Che Guevara

Originaltexte in Übersetzung
Partisanenkrieg - eine Methode

Brief an Carlos Quijano

Der Sozialismus und der Mensch auf Cuba


Ansprache vor der Vollversammlung der UNO am 11. Dezember 1964
»Cuba - ein freies Land auf dem amerikanischen Kontinent«
 


Glanz & Elend Magazin für Literatur und Zeitkritik
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