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Glanz&Elend Literatur und Zeitkritik

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Glanz&Elend
Die Zeitschrift kommt als
großformatiger Broschurband
in einer limitierten Auflage
von 1.000 Exemplaren
mit 176 Seiten, die es in sich haben.

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»In 21 Stichwortartikeln, die jeweils für sich gelesen werden können, geht es um Ausbeutung, Demütigung, Folter, Lüge, Mobbing, Verrat und weitere Untaten. Am Ende zieht Pollmann daraus Folgerungen für eine Theorie der Unmoral, die auf Strafe nicht verzichten kann. « 

C. H. Beck


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»We've got all the right enemies.«


Seitwert
 

Philosophie & Ideengeschichte

Zum erträglichen Elend der Philosophie
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Michail Bachtins literarische »Philosophie der Handlung«.
»Mit dem Postulat der Einzigartigkeit verabschiedet der Antitheoretiker Bachtin keinen geringen Teil der Philosophie, auch zahlreiche spätere Ansätze, die je das Allgemeine und das Besondere in immer neue Vermittlungsoptionen schickten.«
Leseprobe


Hannahs Lachen
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Hannah Arendts Methoden
des Verlernens bieten uns heute dringend notwendige Anstöße zu einem vorurteilsfreien politischen Handeln und Urteilen.
Marie Luise Knott, deren Buch für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert ist, hat diese Denkwege souverän und fast spielerisch, anschaulich und ungewohnt leicht nachgezeichnet. (...) ein ganz besonderes Buch, das Hannah Arendt gewiss gefallen hätte.

Philosophie der Hoffnung
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Schöpferische Hoffnung als Gegenpart der Verzweiflung. Über die Neuausgabe des lange vergriffenen Textes »Die Erfahrung des Todes« von Paul-Ludwig Landsberg.
Leseprobe




Das Böse - ein wildes Konzert der Gefühle
Von Peter V. Brinkemper
Peter-André Alts »Ästhetik des Bösen« Artikel lesen
»Eine vielstimmige, philosophie- und kulturhistorische Quellen-Geschichte und Auslegung, eine komplexe und doch verständlich angelegte Mythen- und Inhaltsanalyse. Fachkundige und erstmalig interessierte Leser ziehen gleichermaßen Gewinn aus diesem Werk, nicht zuletzt anhand der instruktiv dargelegten Beispiele und dem hohen Niveau ihrer kondensierten Interpretationen.« Leseprobe

Der allzu lebendige Gott
Jürgen Nielsen-Sikora warnt vor der Lektüre von Paul Lafargues wundervoller Persiflage »Die Religion des Kapitals«
»Das Kapital stellt sich selbst als unendliches Rätsel vor. Denn es ist ewige Substanz und vergängliches Fleisch in einem. Es ist Gewinn und Verlust, da und fort, nicht hier, sondern nur woanders. Die Allmacht des Kapitals ist die Schwäche des Menschen.«
Leseprobe



Die Tugend des selbsterfundenen Widerstandes
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Neuere Überlegungen zu Foucaults Frage: »Was ist Kritik?«

»Es ist schockierend: In diesen medial-hysterischen Zeiten der tausend Kanäle und der einander heftig ausgrenzenden Teilgruppen fühlt man sich nirgends zu Hause.«
Leseprobe



Kulturgeschichte der Scham
Von Franz Siepe
Artikel lesen
Zum Sonderheft 9 des Archivs für Begriffsgeschichte.
»Scham
reagiert auf den unhintergehbaren Antagonismus von Leben und Geist, Animalität und Personalität.«


Die Exkulturation des Religiösen
Von Gregor Keuschnig
Olivier Roys grundlegende Arbeit über die politischen Gefahren entwurzelter Religionen
Artikel lesen
»'Heilige Einfalt' ist als fundamentale, aktuelle Religionskritik ein hochinteressantes und enorm lehrreiches Buch. Fast en passant ordnet Roy Problemfelder, zu denen andere ermüdende Essays schreiben. Roys Buch müsste Demagogen wie Dawkins und dessen Papageien als Pflichtlektüre verordnet werden.« Leseprobe

Eine Einladung zum Tanz
Am 3. Mai starb der marokkanische Philosoph und Autor Mohammed Abed Al-Jabri in Casablanca im Alter von 75 Jahren. Durch seinen Tod hat die arabische Welt eine ihrer einflussreichsten und kritischsten Stimmen im innerarabischen Diskurs über Identität, Geschichte und Politik verloren.
Sein Hauptwerk »Kritik der arabischen Vernunft« gilt als Meilenstein der zeitgenössischen arabischen Philosophie. Mit dieser Fundamentalanalyse des Niedergangs der arabischen Kultur versuchte  Al-Jabri nichts Geringeres, als die Neubegründung eines arabischen Rationalismus.
Es wird spannend sein zu sehen, ob und wie sich deutsche Denker und Schreiber darauf einlassen, und welche Figur sie auf dem glatten Parkett abgeben werden, beim Tanz der Kulturen. Leseprobe

Kann man GOTT übersetzen?
Von Karim Akerma
Hartmut Bobzins Neuübertragung des Koran
»Die durchgängige Übersetzung des Wortes Allah ist nicht nur ein der Völkerverständigung dienendes Politikum, sie ist auch ein Pädagogikum, weil sie geeignet ist, als Textgrundlage für einen übergreifenden Religionsunterricht an deutschsprachigen Schulen zu dienen. Wo in früheren Übersetzungen das arabische Wort Allah trennend im Wege steht – was dem Schreckenszenario einer Aufteilung von Schulklassen zwecks religiöser Sonderunterweisung förderlich ist –, ist jetzt mit Gott der gemeinsame sprachliche Nenner gegeben, der Jugendlichen die Ähnlichkeit in der Verschiedenheit vor Augen führt.
« Leseprobe

Negative Aufklärung
Von Rudolf Maresch
Der britische Philosoph John Gray macht in seinem Buch »Politik der Apokalypse« der Politischen Theologie der Menschenrechte den Prozess. Er vergisst dabei aber zu erwähnen, woher sie kommen. Leseprobe John Gray
Hörprobe JacobTaubes


Zur Philosophie der Erschütterung
Erdbeben als Euthanasie und Kostenseite künftigen Nutzens im Denken Rousseaus und Kants
Ein Essay von Karim Akerma
»Eine Frage schreit nach einer Antwort: Wer hat diese Welt eingerichtet? Im Vorwort zu seinem „Gedicht über die Katastrophe von Lissabon“ schreibt Voltaire (1694-1778): „Das Axiom ‚Alles ist gut’ erscheint denen, die Zeugen dieser Katastrophen sind, ein wenig befremdlich. Alles ist eingerichtet, alles ist geordnet, ohne Zweifel, durch die Vorsehung, aber es ist nur allzu spürbar, dass längst nicht alles für unser gegenwärtiges Wohlbefinden eingerichtet ist.«

Die Leere des Guten
Klaus-Jürgen Bremm über Michael Schmidt-Salomons Thesen
»Jenseits von Gut und Böse«

Haben die Kultur tragenden und Identität stiftenden moralischen Kategorien von Gut und Böse ausgedient? Welche Alternativen ethischer Handlungsgrundlagen gäbe es?





Der anthropotechnoartistischsannyasketologische Wunschpunsch
Goedart Palm zu den neuen Trainingseinheiten unseres Senior Drill Instructors Peter Sloterdijk Du mußt dein Leben ändern
»Wir alle besitzen Heimtrainer. Einer von ihnen ist Peter Sloterdijk, der von der Jan Steen-Leiblichkeit her zwar nicht a priori fitnessverdächtig erscheint, aber dessen im Feuilleton so nachhaltig beschworene »Hans-Dampf«-Denkerexistenz als umtriebig genug gilt, alte Meistererzählungen zu beleben und kreativ durcheinander zu wirbeln. In seiner neuen Frohbotschaft entwirft er eine mehrtausendjährige Geschichte der Übungen des Selbst, um in dieser Welt der tausendundeins Zumutungen besser mit diesem widerspenstigen Selbst klar zu kommen. (Mehr lesen)  Der Beitrag als PDF-Datei


Des Menschen Glaube ...
Charles Taylors opus magnum »Ein säkulares Zeitalter«
Eine profunde christliche Mentalitäts- und Glaubensgeschichte, deren Redundanzen dem Leser einiges an Nächstenliebe abverlangen.
Wiederholt spricht er von der Dominanz der »Peggy-Lee-Achse«: Eingeschlossen in die kalte, fensterlose Zelle des gegen alles Jenseitige und »Höhere« abgedichteten säkularen Daseins fragen wir uns nolens volens ständig mit der amerikanischen Sängerin: »Is that all there is?« Leseprobe


Wahrheit und Geld
Alte Wege aus neuen Katastrophen?
Goedart Palm über Marcel Hénaffs verdienstvolle Untersuchung
»Der Preis der Wahrheit - Gabe, Geld und Philosophie«
»Hénaff provoziert die Frage, ob nicht erst die digitale Imprägnierung der Verhältnisse wirtschaftliche Beziehungen zulässt, die uns Glanz und Elend des Altmediums 'Geld' vergessen lassen.« Leseprobe




Gegen die Mechanismen der Selbsttäuschung
Cass R. Sunsteins Plädoyer »Infotopia« für eine kollektive und arbeitsteilige Aneignung von Wissen
»Viele Symptome sprechen dafür, dass die Freiheit der Information und Aufklärung im Netz einer zunehmenden Kanalisierung, Vermarktung und Vermachtung unterworfen wird, durch politische und ökonomische Interessen der Politik und der Medien- und Technologie-Konzerne.« Von Peter V. Brinkemper
Leseprobe



Heideggers 'Nubbelisierung' als exegetische Schwäche
Eine Entgegnung von Goedart Palm zu Emmanuel Fayes Versuch der Austreibung Martin Heideggers
»
Die Einführung des Nationalsozialismus in die Philosophie«

»Heidegger schaffte es scheinbar mühelos, sich punktgenau mit dem Auftakt des Dritten Reichs aus der tiefsten Lektüre der Vorsokratiker umstandslos in die unheilvollen Gefilde der politischen Machthaber zu begeben und hier wenigstens für kurze Zeit der Autosuggestion zu erliegen, er könnte der Führer des Führers sein. War das ein persönlicher Irrtum des in den zwanziger Jahren avancierten Philosophiestars, ein schicksalhafte Verstrickung, die überschätzte Episode einer epochalen Philosophie oder begründet das ein fundamentales Verdikt gegenüber dem gesamten Denken Heideggers bis in die letzten Kapillaren seiner Philosophie?« Beitrag als pdf-Datei


Mögen alle Wesen glücklich sein
Gregor Keuschnig betrachtet die »spirituelle Autobiographie« seiner Heiligkeit des Dalai Lama (Tenzin Gyatso)
»... So erscheint dieser Mann mit seiner natürlich wirkenden Fröhlichkeit und der im Kern einfachen Botschaft gepaart mit einer Nuance Exotismus wie ein ferner Onkel, dem man ab und zu gerne zuhört und dessen (m
ediale) Anwesenheit ein wohliges Gefühl des Verständnisses erzeugt. Zumal er sich auf die Erstellung von Diagnosen beschränkt und keine Imperative aufstellt


»Opium für die Intellektuellen«
Michail Ryklins Kommunismus als Religion.
»Die Religion der Immanenz bekämpft zwar die Religion der Transzendenz, setzt aber alle ihre Kunstgriffe und Winkelzüge selber ein: Aus den Evangelien und Hirtenbriefen werden die heiligen Texte der marxistischen Klassiker und die vergötterten Schriften der jeweiligen Partei- und Staatsführer, aus dem Katechismus wird die Lehrmeinung der Partei ...« Leseprobe


Essay
Was weiß ein Wissen über sich?
Zum Umgang mit unserem Denken
Ein Aufsatz von Oliver Eller
»Wer Willensfreiheit leugnet, unterstellt damit, daß wir nach nichts suchten, während alles Erkennen und Erfahren uns nur heimsuchte.«


Die Dinge des Lebens
Guido Rohm über Antonin Artauds legendären Einfühlungsversuch
»Van Gogh, der Selbstmörder durch die Gesellschaft«
»In jedem Wahnsinnigen steckt ein unverstandenes Genie, dessen Idee, die in seinem Kopf leuchtete, Furcht einjagte und das nur im Delirium einen Ausweg vor den Erdrosselungen finden konnte, die das Leben ihm bereitet hatte.«



Initialzünder
Thomas Hummitzsch über 8 kleine Bücher mit beachtlichem Inhalt
»Wie weiter mit …?« (Adorno, Arendt, Durkheim, Foucault, Freud, Luhmann, Marx & Weber)
»Wer wie Faust zu erkennen sucht, »was die Welt im Innersten zusammenhält«, greife zu diesen Bändchen, nicht weil er darin die Antworten finden wird, sondern weil sie neue und anregende Fragen zu einer Lösung des Faustischen Rätsels bieten, die im postmodernen Zeitalter relevant sein könnten.«

Versuch über eine Ethik der Arbeit
Richard Sennetts opulente Sozialgeschichte des Handwerks gelesen von Gregor Keuschnig
»Bei jedem guten Handwerker stehen praktisches Handeln und Denken in einem ständigen Dialog. Durch diesen Dialog entwickeln sich dauerhafte Gewohnheiten, und diese Gewohnheiten führen zu einem ständigen Wechsel zwischen dem Lösen und dem Finden von Problemen.«


Dreh und Angelpunkt der Moderne
»Wenn Nietzsche nach dem 2. Weltkrieg oftmals als Wegbereiter des Faschismus abgelehnt wird, so reproduzieren seine 'Kritiker' die Fehlinterpretationen der nationalsozialistischen Ideologie...«
Marcus A. Born zu Thomas Körbers Auseinandersetzung mit »Nietzsche nach 1945« über den Einfluss des Denkers auf die deutschsprachige Literatur der Nachkriegszeit

»Der Himmel ist nicht leer«

Lothar Struck zu den »Diagnosen über den Zeitgeist« von Papst Benedikt XVI. in seiner Enzyklika »Spe Salvi«

Triviale Krawallprosa
Über Christopher Hitchens Pamphlet »Der Herr ist kein Hirte«

Es grüsst ein wütender Antichrist
Gregor Keuschnig über Richard Dawkins Kampfschrift »Der Gotteswahn«

Um Gotteswillen

Aufklärung war gestern oder warum der »letzte Gottesbeweis« von Rolf Schönberger und Robert Spaemann eine Farce ist

Wahrheit über Bullshit & Bullshit über Wahrheit
Lothar Struck »Über die Wahrheit«
Gregor Keuschnig über Harry G. Frankfurts essayistische Mogelpackung »Bullshit«

Mit der weißen Fahne um die Welt
Max Daetwylers Botschaft verdient es, gerade in unseren Tagen gehört zu werden. Der Friedensapostel
 

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»Han hat die Situation, in die wir uns hineinmanövriert haben, auf brilliante Weise zugespitzt. Sein Buch ist der Entwurf eines Zeitalters der Postimmunologie, in dem nicht länger im Bild der Infektionen, sondern in dem der Infarkte gedacht werden müsse.« Jürgen Nielsen-Sikora, Glanz&Elend

Matthes & Seitz Berlin


Begriffe in Bewegung

Abécédaire. Gilles Deleuze von A bis Z
»
Allein das Interieur, die arrangierte Szenerie ist très léger. Mit welcher charmanten Nonchalance Gilles Deleuze in einem ausgeleierten, mauvefarbenen Pullover vor einer halbhohen Kommode sitzt, über der ein alter Spiegel hängt, in dessen linken unteren Ecke man das Spiegelbild seiner ketterauchenden Gesprächspartnerin, Claire Parnet, erkennt, das ist grandios.«


»Schönheit. Wahrheit. Eros. Tod. Krieg. Macht.
Gerechtigkeit. Freiheit. Arbeit. Glück.«

Passen die zehn wichtigsten Wörter unserer Kultur in einen Schuber?
Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte
Franz Siepe über ein ambitioniertes Projekt als kulturpolitisches Pflichtprogramm und ein essayistisches Schaulaufen.

«Die Barberei kommt wieder, trotz Eisenbahnen, elektrischen Drähten und Luftballons.«

Arthur Schopenhauer
(*22.02.1788 in Danzig, † 21.09.1860 in Frankfurt am Main)

Kleine Zitatensammlung zum 222. Geburtstag des Philosophen

»Lest gefälligst Schopenhauer!«
»
Nicht was die Dinge objektiv und wirklich sind, sondern was sie für uns, in unserer Auffassung, sind, macht uns glücklich oder unglücklich: Dies eben besagt Epiktets: Nicht die Dinge, sondern die Meinungen über die Dinge erregen die Menschen.«

Das Gespenst lebt
Karl Marx ist wieder da und in aller Munde
Die Moral des Kapitals ...
»Wir ziehen die Nebelkappe tief über Aug’ und Ohr, um die Existenz der Ungeheuer wegleugnen zu können.«


Marx ist Marx ist Marx
Francis Wheen erklärt das unbekannte Meisterwerk »Das Kapital«
»Marx' Irrtümer und unerfüllte Prophezeiungen in Sachen Kapitalismus verblassen zur Bedeutungslosigkeit gegenüber der chirurgischen Präzision, mit der er die Natur der Bestie bloßgelegt hat. (...) Weit davon entfernt, unter den Trümmern der Berliner Mauer begraben zu sein, tritt Marx vielleicht erst jetzt in seiner wahren Bedeutung ins Licht. Er könnte durchaus noch zum einflussreichsten Denker des 21. Jahrhunderts werden.«



 


Glanz & Elend
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