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Der Buchmarkt meldet:
Hanser eröffnet
Dependance in Berlin
Elisabeth Ruge wird Leiterin von
Hanser Berlin.
Zur Meldung
»Cicero« schluckt
»Literaturen«
Diese traurige Bedeutungshuberei konnte ja
nix werden:
Das Kulturmagazin "Literaturen" wird künftig nur noch als Beilage des Cicero
erscheinen, meldet der
Spiegel.
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Wells
Tower
Alles zerstört, alles verbrannt
Ein Mann wird zu Hause rausgeworfen, nachdem seine Frau
innen auf der
Windschutzscheibe einen Fußabdruck entdeckt hat, der nicht ihr eigener
ist. Zwei sommerbetäubte Teenagerinnen rechnen draußen in den Wäldern
miteinander ab. Wells Towers Geschichten sind bevölkert von verkrachten
Existenzen und Außenseitern: versoffene Träumer, unglückliche Väter und
missratene Söhne. Tower verbindet
elektrisierende Erzählkraft mit bissigem Witz – Short Stories in der
Tradition von Hemingway und Carver. Ein sensationelles Debüt von einem
der aufregendsten amerikanischen Nachwuchsautoren.
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S. Fischer |
Die
20 Kandidaten für den Deutschen Buchpreis 2011 stehen fest.
Er wird von der Börsenverein des
Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben und ist mit insgesamt
37.500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 10. Oktober im Kaisersaal
des Frankfurter Römers statt.
Volker Harry Altwasser Letzte Fischer (Matthes
und Seitz Berlin, Sept. 2011)
Jan Brandt Gegen die Welt (DuMont,
August 2011)
Michael Buselmeier Wunsiedel (Das
Wunderhorn, März 2011)
Alex Capus Léon und Louise (Hanser,
Februar 2011)
Wilhelm Genazino Wenn wir Tiere wären (Hanser,
Juli 2011)
Navid Kermani Dein Name (Hanser,
August 2011)
Esther Kinsky Banatsko (Matthes und Seitz
Berlin, Januar 2011)
Angelika Klüssendorf Das Mädchen (Kiepenheuer
& Witsch, August 2011)
Doris Knecht Gruber geht (Rowohlt.Berlin,
März 2011)
Peter Kurzeck Vorabend (Stroemfeld,
März 2011)
Ludwig Laher Verfahren (Haymon,
Februar 2011)
Sibylle Lewitscharoff Blumenberg (Suhrkamp,
September 2011)
Thomas Melle Sickster (Rowohlt.Berlin,
September 2011)
Klaus Modick Sunset (Eichborn,
Februar 2011)
Astrid Rosenfeld Adams Erbe (Diogenes,
Februar 2011)
Eugen Ruge In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt,
September 2011)
Judith Schalansky Der Hals der Giraffe (Suhrkamp,
September 2011)
Jens Steiner Hasenleben (Dörlemann,
Februar 2011)
Marlene Streeruwitz Die Schmerzmacherin (S.
Fischer, September 2011)
Antje Rávic Strubel Sturz der Tage in die Nacht (S.
Fischer, August 2011)
Sprecherin der Jury für den Deutschen Buchpreis ist dieses Jahr die
Journalistin Maike Albath (Deutschlandfunk
und DeutschlandRadio)
Der Jury gehören neben Maike Albath an: Gregor Dotzauer
(Der Tagesspiegel), Ulrike Draesner (Autorin),
Clemens-Peter Haase (verstorben am 14. Juli), Ina Hartwig
(freie Kritikerin), Christine Westermann
(Westdeutscher Rundfunk) und Uwe Wittstock (Focus).
Das Ende
des Hauses Suhrkamp

Der Abriß des
Suhrkamp Verlagsgebäudes
Lindenstrasse, Frankfurt/M ist abgeschlossen. Eine Fotogeschichte von
Stefan Geyer dokumentiert in 33
Abbildungen das Ende des Suhrkamp-Hauses, mit dem auch ein Stück
Kulturgeschichte nicht nur Frankfurts verschwunden ist.
Wiederbelebungsversuch an einer Leiche
Gregor Keuschnig
über Richard Kämmerlings haarsträubenden Einstieg als »leitender
Kulturredakteur« der »Welt«.
Artikel
lesen
»Das deutsche (!) Feuilleton leistet sich lieber 25
Besprechungen von Franzen oder Grass, als dafür einen neuen, unbekannten,
sperrigen, hanebüchenen, schrecklichen, fürchterlichen, wunderbaren Roman eines
Unbekannten zu entdecken.«
Gut und Böse?
Ein paar klärende Worte
zur Debatte über die Anti-Vattenfall-Lesetage.
Artikel lesen
»Lesetage selber machen –
Vattenfall Tschüss sagen«
Prima Projekt der BBAW
Die
historisch-kritische Marx-Engels-Gesamtausgabe
(MEGA) ist online.
Die von der
Internationalen Marx-Engels-Stiftung (Amsterdam)
herausgegebene und an der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)
federführend bearbeitete
Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA)
ist die historisch-kritische Edition der Veröffentlichungen, der Manuskripte
und des Briefwechsels von Karl Marx und Friedrich Engels. Die Edition ist
ausschließlich den philologischen Prinzipien der Originaltreue, der
Vollständigkeit und der Dokumentation der Textentwicklung verpflichtet.
Zahlreiche Manuskripte aus dem Nachlass werden hier erstmals publiziert.
Bücher von Albert
Camus kostenlos im Netz
Universität von
Quebec beruft sich auf kanadisches Urberrecht
Danach werden Werke 50 Jahre nach dem Tod eines Schriftstellers rechtefrei.
Sie machte alle Werke von
Albert Camus kostenlos öffentlich
zugänglich. Camus französischer Verlag
Gallimard findet das gar nicht lustig, denn in Frankreich gilt,
wie in Deutschland auch, das Urheberrecht nach dem Tod eines Schriftstellers
70 Jahre, bevor die Rechte an seinem Werk in den Besitz der Öffentlichkeit
übergeht.
Verlage, die (noch) nicht jeder kennt:
Walde
& Graf, Zürich
Von Stefan
Möller
Artikel
lesen
Der schweizer Verlag will »inhaltlich und formal Literatur und Kunst, Text und
Illustration miteinander verbinden«.
Carl van
Vechtens Roman »Parties«
hat es bis in die
Hotlist 2010,
dem Buchpreis der unabhängigen Verlage
geschafft.
Verlage, die nicht jeder
kennt:
 Der Hablizel Verlag in Lohmar
Vorgestellt von Stefan Möller
Artikel lesen
Seit einem Jahr führt Markus Hablizel den Verlag in Lohmar mit seiner Frau Daniela Siemon. Das
Verlagsmotto lautet »Wir kümmern uns um Sachen mit Bildern und
zeitgenössische Literatur. Gute selbstverständlich.«
Verlage,
die noch nicht jeder kennt:
Folio
Verlag
Wien/Bozen
Von Stefan
Möller
Artikel
lesen
»Folio
versteht sich als Mittler verschiedener Literaturen, eröffnet mit der Reihe
»Transfer« dem Leser Blicke auf Literatur aus Ost- und Südosteuropa sowie
Italien.«
60
Jahre Suhrkamp
Ein Verlag feiert sich
selbst, und unser Geyst war im lcb am Wannsee mit von der Partie.
»Der Termin für das Sommerfest hätte besser nicht gewählt werden können. Der
28.8. ist Goethes Geburtstag, am 28.8.1990 hat Unseld die Autorin Ulla Berkéwicz
geheiratet, Unselds Jaguar hatte das Kennzeichen F.SU.288.«
Artikel
lesen
Das
Feuilleton als Affirmationsboutique
für posierende Wohlstandsverwahrloser
Lothar
Struck über Helene Hegemann und ihr umstrittenes Schriftstück
»Axolotl
Roadkill«
»Der Ladendieb wurde zum Sozialrevolutionär
umgedeutet. Und jetzt zahlte sich Hegemanns eingestreuter Kulturbetriebsjargon
aus. Diese Kuscheltaktik ist scheinbar unschlagbar. Die Exegeten des
Meta-Diskurses kneten jede Silbe so lange, bis der Teig für ihre Lobhudeleien
aufgegangen ist. Bis dieser zusammengefallen ist, sind sie längst schon auf der
nächsten Party.«
Das Feuilleton findet Abschreiben
ohne Quellenangabe voll OK
Plagiatsfall Hegemann
Ein Kommentar von Wolfgang
Tischer (Literatur-Café)
»Bislang empfand ich
die »Journalisten-gegen-Blogger-Debatte« immer als aufgesetzt. Doch just auf
meinem ureigenen Terrain, der Literatur, erlebe ich, wie selbst Journalisten wie
Wieland Freund von der Welt und Felicitas von Lovenberg von der FAZ zu einem
merkwürdigen Vokabular greifen, in dem nichts als Geringschätzung gegenüber »dem
Internet« und »Bloggern« ausgedrückt wird. Ich staune nur noch!«
Aus
dem BuchMarkt
Das Sonntagsgespräch
mit dem Verleger Mirko Schädel
»Es geht ums ökonomische Überleben«
Der Achilla Presse Verleger
will zukünftig nicht mehr über das Barsortiment liefern.
Seit bald zwanzig
Jahren verlegt Schädel vorrangig
englische und amerikanische Literatur in seiner
Achilla
Presse.
Interessante Titel in herausragender Gestaltung, die auch im Feuilleton
wahrgenommen werden. Dennoch hat sich Schädel nun aus finanziellen Gründen
entschlossen, nicht mehr über die Barsortimente auszuliefern.
+++ Jeder Verlag heut für ’ne
Mark +++
Der
Ausverkauf der ostdeutschen Buchhäuser
Der Berliner Verleger
Christoph Links hat sich in seiner Dissertation grundlegend mit dem
Privatisierungsprozeß der ostdeutschen Verlage nach der Wende
auseinandergesetzt. Die ernüchternden Ergebnisse seiner Analyse:
»Das Schicksal der DDR-Verlage«
Nur noch eines von fünfzig Büchern wird in den neuen Ländern hergestellt.
Neunzig Prozent der Arbeitsplätze in der Branche sind seit der Wende in
Ostdeutschland verschwunden.
       
Großartige kleine Bücher
Die
»Kleine Reihe« bei Matthes & Seitz Berlin mit ihren essayistischen Texten
aus Philosophie, Literatur- und Kunstgeschichte
setzt neue Maßstäbe
für vorbildliche redaktionelle Arbeit und innovative Buchgestaltung.
Kommentar
Das Kapital
ist dumm und einsam
Bernd Lunkewitz und »das
richtige Leben«
Ein
unterhaltsames, aufschlußreiches Dokument der Selbstüberschätzung eines
»Kapitalisten«, der glaubte, dem Rest der Welt den Marsch blasen zu können, und
sich bis auf die Knochen blamiert hat.
Die Weissen
»...endlich
sich entfalten zu können, ohne von anderen oder dem Apparat gehindert zu
werden.« Dr. Reiner Weiss
Ab Ende Februar sollen sie im
Handel erhältlich sein, die ersten 5 Titel des
weissbooks Verlages, den Dr. Reiner Weiss und Anya Schutzbach gegründet
haben.
Der Suhrkamp-Komplex
Fürsorgliche
Belagerung
Eine kleine Chronik der laufenden Ereignisse
Fast alles über die Suhrkamp-Soap
Die Festung Suhrkamp soll sturmreif geschossen werden. Verkauft wird uns
das als eine Art fürsorgliche Belagerung.
Dabei schwankt das Niveau dieses Gesellschafterstreits zwischen Pension
Schöller und Richard III. und trägt trefflich dazu bei, daß jene mythische Aura, welche den
Suhrkamp Verlag, der tatsächlich das Haus Unseld war, jahrzehntelang
umgeben hat, nämlich der intellektuelle und literarische Brennpunkt der
Nation zu sein, sich schneller verflüchtigt als das
Ozon über der
Antarktis.
Ein
gefundenes
Fressen für die schreibende Zunft
Eine Anmerkung von Alfred Semf
(Mehr...)
»Immer
wenn bei Suhrkamp ein Mülleimer umfällt, gilt es, die Feder zu spitzen.
Diesmal scheint allerdings ein ganzer Laster umgekippt zu sein. Also
braucht man ein paar mehr Federn. Wenn die gerade nicht zur Hand sind,
wird halt abgeschrieben. So habe ich jetzt schon mehrfach in
verschiedenen Gazetten, die nicht müde werden, die berühmten Autoren des
Hauses Suhrkamp aufzuzählen, lesen dürfen, daß Umberto Eco dazuzählt. Die
Bücher, die ich von Eco gelesen habe, sind bei Hanser erschienen.«
»Kann
es sein, dass es wieder drastisch zugeht, radikal, poetisch, politisch?«
fragt Ulla Unseld-Berkéwicz
Da ist Musike drin
findet Alfred Semf beim Blick in das
Frühjahrprogramm von Suhrkamp und weiß Neues
Großartiges vom
Hamburger Grosshirn
(Mehr...)
Gelder sind vorhanden - Betten nicht!
Neues von Alfred Semf
(Mehr...)
Mensch Herr Grossner,
»... so
Einen wie Sie hatte die schreibende Zunft schon lange nicht mehr vor der
Feder; größenwahnsinnig, vollmundig, innovativ, modernste
Kommunikationstechniken nutzend.«
(Mehr...) |
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Die
Lebensgeschichte des wohl bekanntesten unabhängigen Verlegers liest
sich wie ein Entwicklungsroman vor dem Hintergrund der politischen
und intellektuellen Turbulenzen der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts.
Hörprobe
Matthes &
Seitz
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