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Impressum  І   Mediadaten  І  Letzte Aktualisierung: 05.02.2012, 09:22
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Glanz&Elend Literatur und Zeitkritik


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Wolfgang Hilbig
Eine Übertragung

Hilbigs erster Roman, erschienen im Herbst 1989, erzählt die Geschichte des Heizers C., der in der DDR die Existenz eines einfachen Arbeiters führt. Heimlich aber geht er der »Schwarzarbeit des Schreibens« nach, was die Stasi auf ihn aufmerksam macht. Erstmals veröffentlicht wird in diesem Band eine bisher nur handschriftlich vorliegende Erzählung, die den Anfang und Kern des späteren Romans bildet.
S.Fischer
 

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Glanz&Elend
Die Zeitschrift kommt als großformatiger Broschurband
in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren mit 176 Seiten, die es in sich haben.





Seitwert


Der Schatten des Körpers des Schriftstellers
Auf der Suche nach Christian Linder.
Ein literarisches Puzzle
von Jürge
n Nielsen-Sikora. 
Artikel lesen
»Die Funktion der Kunst ist niemals«, belehre ich im Widerstreit mit meinen eigenen Gedanken den Schatten, »eine Wahrheit zu illustrieren – oder auch eine Frage –, die man schon kennt, sondern Fragen aufzuwerfen (und vielleicht auch zur rechten Zeit Antworten zu geben), die sich selbst noch nicht kennen.«
Das Essay als pdf zum Download

»Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin«
Von Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Kaum ein Schriftsteller von seinem Kaliber ist so schnell in Vergessenheit geraten, wie Thomas Brasch. Zwei Bücher und ein Kinofilm nähern sich dem 2001 verstorbenen Dichter.
Artikel im pdf-Format


Foto:
Dinkley
Das geglückte Leben
Von Wolfram Schütte
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Jorge Semprún zum Abschied.
»A
lbert Camus' sprichwörtlichem Resümee des absurden Helden Sisyphos folgend, müsste man sich Jorge Semprún, der eben 87jährig in Paris gestorben ist, als einen glücklichen Menschen vorstellen.«


Dieter Leisegang
Diese mühselige Arbeit an den Zügen des Menschlichen
Von Herbert Debes
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»Keine weiteren Reden. Papa und der liebe Gott erwarten mich zum Kaffee«.
Über den Philosophen und Poeten Dieter Leisegang, der zu Lebzeiten eine solitäre Randfigur im deutschen Literaturbetrieb blieb, und die romantische Sehnsucht nach dem »rettungslosen Ich«.

Die Milchstraße vor der Haustür
René Steininger erinnert an Richard Brautigan
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»Wenn seine Bücher uns heute noch etwas zu sagen haben, dann, weil sie zu lesen einer Atempause gleichkommt. Der jüngeren Generation bieten sie überdies Gelegenheit, einen Schriftstellertypus kennen zu lernen, der in der gegenwärtigen Bestellerkultur so nicht mehr vorkommt. Die Kindeskinder der Beatniks sind patente Konkurrenten im Wettstreit um Absatz und Quote und keine melancholischen Helden der Leere mehr. Geistige Erben Stacharows, nicht Stawrogins.«


Karl Mays Inferno
Von Jürgen Seul
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Das denkwürdige Interview von Egon Erwin Kisch mit Karl May am 9. Mai 1910, in der Villa Shatterhand zu Radebeul bei Dresden.
»
... es geht um den Aufsehen erregenden Charlottenburger Prozeß Karl Mays, den der Schriftsteller nur wenige Wochen vorher am 12. April 1910 überraschend verloren hat. Sein Prozeßgegner, der Sensationsjournalist Rudolf Lebius, hatte May in einem Brief einen »geborenen Verbrecher« genannt und war deshalb wegen Beleidigung verklagt worden.«


Der wildeste Dichter Amerikas

Zum 93. Todestag von Jack London am 22. 11.2009

Von Jürgen Seul
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»Es waren die Extreme, die Jack Londons kurzes Leben prägten, die ihn dazu befähigten, den Stoff, den sein wildes und ungezügeltes Vagabunden- und Abenteuerleben bot, in prägnante literarische Werke zu verwandeln und ihn 1913 zum bestbezahlten Schriftsteller der Welt werden ließen.«


Foto: Suhrkamp Verlag
»Leben, das Sinn hätte, fragte nicht danach.«
Von Franz Siepe
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Th. W. Adorno zum 40. Todestag
am 06.08.2009
»Ich nahm das damals alles sehr ernst, und Adornos »Reflexionen aus dem beschädigten Leben« beschädigten das meine. Oder vielleicht doch nicht? Lag nicht vielleicht sogar großes Glück darin, einem Geist zu begegnen, der half, dem herrschenden Ungeist Paroli zu bieten? Ich weiß es nicht, wie ich ja auch überhaupt nicht weiß, wieviel Adorno selbst noch in den Empfindungen, Gedanken und Wendungen steckt, die ich gegen ihn wende.«

Wirklichkeitsrequiem
Von Goedart Palm
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Die alten Leiden der neuen Theorie.
Am 20. Juli 2009 wäre Jean Baudrillard achtzig Jahre alt geworden.
»
Warum ist nicht alles schon verschwunden« heißt im Klartext, dass die Kategorien in ihrer Bedeutung verblassen, aber der Denker keine Erklärung für die Wirklichkeit mehr besitzt und das Unternehmen einstellt. Dieser letzte Text Baudrillards fasst seine Theorie noch einmal zusammen und ist vorzüglich geeignet, die Grundmotive seines Denkens im Holzschnitt kennen zu lernen.

Donner Présent
Ein Essay von Anne Dippel
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Jacques Derridas Essay »Falschgeld. Zeit geben I« von 1993 ist eine Meditation über das Verhältnis von Gabe und Gegenwart, das seinen Weg des Denkens von Heideggers Verhältnis zwischen Sein und Zeit über Marcel Mauss’ Essai über die Gabe hin zur Lektüre Baudelaires Erzählung »Falschgeld« beschreitet. Wie in allen großen Gedanken Derridas, liegt im Spiel mit der Sprache der Schlüssel zum Verständnis seines Vorhabens verborgen. Den semantischen und phonetischen Mehrdeutigkeiten des Französischen folgend, gelangt er zu ganz ähnlichen Schlüssen wie Heidegger. Es lichten sich erneut die Fragen nach Ereignis, Sein und Zeit, sowie Seiendem und Jetzt, indes von einem anderen sprachlichen Horizont her. Einigen dieser Fragen soll im Folgenden nachgespürt werden.
Als pdf-Datei


»Frames of Judy«
Von Anne Dippel
Essay lesen
»Die exzellente Freie Universität paarte sich mit der brillanten Judith Butler und die Menge wurde für Augenblicke zur protestierenden unheimlichen Masse. Das Ereignis sollte sich ungewohnt dramatisieren und, geradezu ein drohendes Vorahnen für sommerliche Protestwochen wecken. Denn diese sind geplant: gegen Bologna, für die gleiche, freie, gerechte Wissenschaft. Eine schwelende Lust am Widerstand schwirrte durch das Auditorium.« Als pdf-Datei

© Wolfram Huke
Happy Birthday, Jürgen Habermas!
von Peter V. Brinkemper
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Jürgen Habermas feiert den 80. Geburtstag jung wie nie.
»Die Verdichtung und Ausdehnung der elektronisch flexibilisierten Öffentlichkeit hat ein Ausmaß erreicht, bei dem neue Zusammenhänge und Übersichten geschaffen werden ...«


Foto: Hpschaefer, GNU-Lizenz,
Federman, Köln, Buchhandlung Bittner, 20.06.2006
»Anrennen gegen die Grenzen der Sprache«
Zur Erinnerung an Raymond Federman (15.04.1928 - 06.10.2009)
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Methoden des Schreibens und Strategien des Lesens
Das spannende Protokoll eines denkwürdigen Treffens in Paris am 18. Februar 1965: Eine Diskussion mit
Roland Barthes (Kulturkritiker, Essayist und Semiologe), André Breton (Schriftsteller und Theoretiker des Surrealismus, der Moderator), Gilles Deleuze (Philosoph) und Raymond Federman (Schriftsteller und Literaturtheoretiker).

Zum Nachlass Charles Bukowskis
Der letzte Mohikaner der literarischen Boheme
Ein Aufsatz von René Steininger 
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»Eine Sexszene in einem Buch von Bukowski zu lesen bedeutet, dem animal triste bei seiner Sisyphosarbeit zusehen, seiner unheilbaren Suche nach Ekstase und Glück. Nach einem Ausweg aus der Verzweiflung des Lebens.« Als pdf-Datei


Schreie vom Balkon

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»Auf euch sitzen vielleicht Schmeißfliegen aber auf mir hocken die Geier«

Es gibt nur w
enige Autoren, die Leser und Literaturkritik weltweit so polarisiert haben wie Charles Bukowski: Für den Boston Globe waren seine Texte nichts weiter als »Rüder onanistischer Neon-Schmutz«, für die Los Angeles Times hingegen war er der »Bedeutendste Dichter seiner Generation«.


Truman Capote, 1959
Der Haltlose
Von Thomas Hummitzsch
Zum 25. Todestag von Truman S. Capote
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«Er kannte die Welt ganz oben und die ganz unten, ging im New Yorker UN-Plaza-Hotel ebenso ein und aus, wie zwischenzeitlich in den Todestrakten der amerikanischen Gefängnisse. Capote lebte von dem, was ihn umgab, indem er es, was immer es war, zur Kunstform erhob.«


Foto: Matthes & Seitz

»Der Mensch jedoch lebt«

Von Thomas Hummitzsch
Warlam Schalamows Berichte aus dem Gulag
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Wie ist ein Leben nach dem Gulag möglich, wo Humanität und Kultur im Erleben der Barbarei ihre Relevanz verlieren, ohne den ständigen Zweifel an der menschlichen Zivilisation? Dies ist die große Frage, die Schalamows Erzählungen zugrunde liegt.


Enzyklopädie der Melancholie
Ein Essay on René Steininger
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»Man wird in der deutschen Literatur nach 1945 nicht leicht ein Werk finden, das so hartnäckig um die Themen der Zerstörung und Trauer kreist, wie jenes des 1944 in Wertach im Allgäu geborenen und 2001 bei einem Autounfall in seiner englischen Wahlheimat Norwich ums Leben gekommenen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers W. G. Sebald.«


Orte der Verletzlichkeit

Der erste Band der Werkausgabe von Wolfgang Hilbig enthält die gesammelten Gedichte, darunter mehr als 150 aus dem Nachlass

Wolfgang Hilbig
und die »Schwarzarbeit des Schreibens«
Über ein Doppelleben als Arbeiter und Schriftsteller in der DDR
von Karen Lohse


Gert Neumann

Die poetische Würde des Menschen
Gert Neumann und die Odyssee seines Buches »Elf Uhr«

Übungen jenseits der Möglichkeit
»Das Schwierige am Sprechen ist die Liebe, und es ist wertvoller, durch die geschlossenen Finger der vor die Augen gehaltenen Hand zu sehen, als den Deutungen, die in den Erscheinungen leben, zu verfallen: damit sich so der Kreis der Verachtung in der Tötung des Subjekts, auf das die Dinge und die Menschen hoffen, nicht schließen kann.«
Der gesamte Text als pdf

Virginia Woolf
»Eine verwegenere & großzügigere Sicht der Dinge tut not.«

Sie war die scharfzüngige Protokollantin des untergehenden
»British Empire« und Galionsfigur des internationalen Feminismus.  Ein biographischer Abriß
Zu ihrem 125. Geburtstag am 25. Januar 2007 ist eine Auswahl ihrer Briefe in zwei Bänden und Band 4 der Tagebücher 1931-1935 erschienen.
Über diese wunderbaren
Tagebücher und Briefe nahezu unmittelbar am Leben & Schreiben, an den Höhenflügen & Höllenfahrten der Schriftstellerin & Frau Virginia Woolf teilhaben zu können, ist eine beglückende Leseerfahrung von seltener Intensität & literarischer Güte.  Lesetips zum Einsteigen


gOLDSTAUB
Nicolás Gómez Dávila - Was Denken? Was Tun? Woran Glauben?
von Herbert Debes
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Das einzigartige Werk des 1994 verstorbenen Philosophen & Aphoristikers umfasst einige tausend Seiten, doch ist er bei uns bislang kaum bekannt. In der Anderen Bibliothek ist nun eine »Auswahl seiner Sprengsätze« mit dem Titel »Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten« erschienen.
Herausgeber Martin Mosebach hat den Eremiten Don Nicolás über die Jahre
in Santafé de Bogotá (Kolumbien) wiederholt besucht und seine Lebensumstände in dem Essay Einsiedler am Rand der bewohnten Erde eindrucksreich illustriert.

Happy Birthday Sam
Beckett or not to be
von Goedart Palm
»... bei Beckett verwandelt sich die Wut über das vergebliche Sein in die Katastrophe des Subjekts, das sich selbst verliert
»HAMM: Die Unendlichkeit der Leere wird dich umgeben, alle auferstandenen Toten aller Zeiten werden sie nicht ausfüllen, du wirst darin wie ein kleiner Kiesel mitten in der Wüste sein. Pause. Ja, eines Tages wirst du wissen, wie es ist, wirst du wie ich sein, nur dass du niemanden haben wirst, weil du niemand bemitleidet hast und weil es dann niemand mehr zu bemitleiden gibt.«


Sprachmacht
Karl Kraus - »Ich war selten verliebt, immer verhaßt.«
Sein kulturpessimistisches und medienkritisches Werk hat die Zeit überstanden, und wird aktuell bleiben, solange die tatsächliche Dimension des Geschehens in den Floskeln der Ereignissprachen der Medienmacher verschwindet. Doch wer von den heute Unter-40-Jährigen kennt noch Karl Kraus? Leben & Wirkung
»Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er.« Seit 1. Januar 2007 sind seine Texte frei von Rechten.
Ausgesuchte Aphorismen:
Sprüche und Widersprüche / Pro domo et mundo / Nachts

 

Klassiker-Archiv









Jahrestage
 
Phantastische Reisen statt Code Napoléon
Jules Verne:
Zum Todestag am 24. März 2011
Von Jürgen Seu
l
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»Keinem vor ihm und nur wenigen nach ihm ist die Verschmelzung von Technikfaszination und Abenteuerreise derart erfolgreich gelungen, dass sie das Lesebedürfnis ganzer Generationen ansprechen konnte. Der Schriftsteller selber nannte seine Erzählungen 'wissenschaftlich belehrende Romane'.«

Romancier, Gentleman und Kosmopolit
45. Todestag am 16.12.2010
Das Leben des W. Somerset Maugham.
Von Jürgen Seul
Artikel lesen
»Als William Somerset Maugham am 25. Januar 1874 als Kind englischer Eltern in der britischen Botschaft in Paris zur Welt kam, lagen die Kaiserkrönung Wilhelm I. im Versailler Spiegelsaal und die Gründung des Deutschen Reiches drei Jahre zurück. Und als er am 16. Dezember 1965 bei Nizza starb, standen vier seiner Landsmänner – die Beatles – auf dem Gipfel ihres Erfolgs.«

»Mir nach, Leser!«
Von Christiane Pöhlmann
Zum 70. Todestag des Schriftstellers Michail Bulgakow
Artikel lesen
»Was für ein atemloses Leben! Dabei hat er sich so nach innerer Ruhe gesehnt.«



Der Fall Oscar Wilde
von Jürgen Seul
Artikel lesen
110. Todestag am 30.11.
»Wir liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die Sterne.«


Spaßmacher & Streithansel

Zum 100. Todestag von Samuel Langhorne Clemens, genannt Mark Twain. Artikel lesen


Arthur Schopenhauer
(*22.02.1788, † 21.09.1860)
»Eine Liebeserklärung an die Philosophie«
Von Herbert Debes
Artikel lesen
»Nicht was die Dinge objektiv und wirklich sind, sondern was sie für uns, in unserer Auffassung, sind, macht uns glücklich oder unglücklich.«
Eine Zitatensammlung zum 150. Todesstag des Philosophen

Auch er war unser
Von Uve Schmidt
Artikel lesen
»Am Vierten dieses Monats starb in Frankfurt am Main der 1946 zu Chemnitz geborene Paul-Gerhardt Hübsch als Hadayatullah Hübsch. Er war unser – doch als wer oder was?«



Christoph Schlingensief,1960-2010
© by Siebbi
Von Peter V. Brinkemper
Nachruf lesen
»Kritische und destruktive Unbequemlichkeit war in seiner extremen Risiko-Bereitschaft immer ein Thema, in der Authentizität des personifizierten Ausnahmezustandes, eines auf zahlreichen Flippern parallel spielenden Sisyphos, der an vielen Steigungen fingerschnipsend mit allem möglichen Geröll zugleich arbeitete, es in erstaunliche Bewegung brachte ...«

Wege zum Paradies

Malte Rauch zum Tod von André Gorz


Der Kritiker als Künstler
Ursula Homann erinnert an den umstrittenen Theaterkritiker Alfred Kerr aus Anlass seines 140. Geburtstags


»Froh, selber noch am Leben zu sein.«

Lothar Struck über Josef Winklers Literatur Zwischen Todessehnsucht und Lebenslust

Der Stallgeruch fehlte
Gregor Keuschnig zum Tode von Walter Kempowski


Wahlverwandtschaften
Zwischen 2002 und 2007 besuchten sich deutsche und arabische Autoren in ihren Heimatländern und traten in einen schriftstellerisch-intellektuellen Austausch. Das Projekt »westöstlicherdiwan« verstand sich als eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Orient und Okzident.
»Auserlesene Früchte der Begegnungen« finden sich in dem eindrucksvollen Sammelband »Zwischen Berlin und Beirut«


Ein Funken Hoffnung
»Diese Verzweiflung an sich selbst, dieses wilde Assoziieren und niemals mehr wegkommen vom Gewesenen, den Sog der Vergeblichkeit – das konnte Tišma meisterhaft erzählen.«
Zum 5. Todestag von Aleksandar Tišma
erinnert Lothar Struck an den serbischen Autor von »Kapo«, »Die Schule der Gottlosigkeit«, »Das Buch Blam« und »Reise in mein vergessenes Ich«

Zwischenlandungen
»Der heiße Kern des Denkens glüht nicht in dem, was bereits gedacht wurde, sondern in der unendlich viel dichteren Masse dessen, was bisher noch nicht gedacht wurde. Dies ist die Masse, in die GD hineinsticht. Manchmal.«
Eine Handvoll Kommerntare zu Nicolás Gómez Dávila
von Felix Hofmann

Rolf Dieter Brinkmann
»Wer hat gesagt, daß sowas Leben / ist? Ich gehe in ein anderes Blau«
»Zornig, traurig, zärtlich und immer schmerzend genau.«
Sein gnadenloser Blick auf die Alltagswelten und die Mechanismen ihrer Zernutzung, festgehalten in lyrischen Tiraden, Liedern, Photos, ist zornig, traurig, zärtlich und immer schmerzend genau.


Fritz J. Raddatz
Der Ungeliebte

Die Erinnerungen vom »Unruhestifter«
Der alte Fritz hatte ausgeteilt, und darf bis heute einsammeln, was seine langjährigen Kritiker, Widersacher und Neider ihm schon immer stecken wollten.


Claude Simon
Grand Seigneur

Honneurs von Martin Warny
»Geübte Simon-Leser sind gewohnheitsmäßige Wiederholungstäter zwanghafter Natur; sie können sich der rauschhaften Wirkung des Opiats nicht entziehen


Hermann-Lenz-Preis 2008
Diskretes Erzählen
Gregor Keuschnig über Xaver Bayers Romane
»Heute könnte ein glücklicher Tag sein« und »Die Alaskastraße«

»Ich werde dasselbe tun wie immer. Ich werde aufstehen, den Nachmittag verdämmern, ein Buch lesen, Musik auflegen und am Abend durch die Stadt gehen, die lachenden Stimmen der Menschen hören und mir dabei vielleicht wünschen, dass ich unsichtbar bin. So ist das.«

 


Glanz & Elend
- Magazin für Literatur und Zeitkritik

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