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Glanz & Elend
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Glanz&Elend
Die
Zeitschrift kommt als
großformatiger Broschurband
in einer limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren
mit 176 Seiten, die es in sich haben.

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Der Schatten
des Körpers
des Schriftstellers
Auf der Suche nach
Christian Linder.
Ein literarisches Puzzle
von Jürgen Nielsen-Sikora.
Artikel lesen
»Die Funktion der Kunst ist niemals«, belehre ich im Widerstreit mit meinen
eigenen Gedanken den Schatten, »eine Wahrheit zu illustrieren – oder auch eine
Frage –, die man schon kennt, sondern Fragen aufzuwerfen (und vielleicht auch
zur rechten Zeit Antworten zu geben), die sich selbst noch nicht kennen.«
Das Essay als
pdf zum Download
»Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin«
Von
Thomas Hummitzsch
Artikel lesen
Kaum ein Schriftsteller
von seinem Kaliber ist so schnell in Vergessenheit geraten, wie Thomas Brasch.
Zwei Bücher und ein Kinofilm nähern sich dem
2001 verstorbenen Dichter.
Artikel im pdf-Format
Foto:
Dinkley
Das
geglückte Leben
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Jorge Semprún zum Abschied.
»Albert
Camus' sprichwörtlichem Resümee des absurden Helden Sisyphos folgend,
müsste man sich Jorge Semprún, der eben 87jährig in Paris gestorben ist, als
einen glücklichen Menschen vorstellen.«
Dieter Leisegang
Diese
mühselige Arbeit an den Zügen des Menschlichen
Von Herbert Debes
Artikel Lesen
»Keine weiteren Reden. Papa und der liebe Gott erwarten mich zum Kaffee«.
Über den Philosophen und Poeten Dieter Leisegang, der zu Lebzeiten eine
solitäre Randfigur im deutschen Literaturbetrieb blieb, und die
romantische
Sehnsucht nach dem »rettungslosen Ich«.
Die Milchstraße vor der Haustür
René Steininger
erinnert an Richard Brautigan
Artikel
lesen
»Wenn seine Bücher uns
heute noch etwas zu sagen haben, dann, weil sie zu lesen einer Atempause
gleichkommt. Der jüngeren Generation bieten sie überdies Gelegenheit, einen
Schriftstellertypus kennen zu lernen, der in der gegenwärtigen Bestellerkultur
so nicht mehr vorkommt. Die Kindeskinder der Beatniks sind patente Konkurrenten
im Wettstreit um Absatz und Quote und keine melancholischen Helden der Leere
mehr. Geistige Erben Stacharows, nicht Stawrogins.«
Karl
Mays Inferno
Von
Jürgen Seul
Artikel lesen
Das denkwürdige Interview von Egon Erwin
Kisch mit Karl May
am 9. Mai 1910, in der Villa Shatterhand zu
Radebeul bei Dresden.
»... es geht um den Aufsehen erregenden Charlottenburger Prozeß
Karl Mays, den der Schriftsteller nur wenige Wochen vorher am 12. April 1910
überraschend verloren hat. Sein Prozeßgegner, der Sensationsjournalist Rudolf
Lebius, hatte May in einem Brief einen »geborenen Verbrecher« genannt und war
deshalb wegen Beleidigung verklagt worden.«
Der
wildeste Dichter Amerikas
Zum
93. Todestag von Jack London am 22. 11.2009
Von Jürgen Seul
Artikel lesen
»Es waren die Extreme, die Jack Londons kurzes Leben prägten, die ihn dazu
befähigten, den Stoff, den sein wildes und ungezügeltes Vagabunden- und
Abenteuerleben bot, in prägnante literarische Werke zu verwandeln und ihn 1913
zum bestbezahlten Schriftsteller der Welt werden ließen.«
Foto: Suhrkamp Verlag
»Leben,
das Sinn hätte, fragte nicht danach.«
Von
Franz Siepe
Artikel lesen
Th. W. Adorno zum 40. Todestag am 06.08.2009
»Ich nahm das damals alles sehr
ernst, und Adornos »Reflexionen
aus dem beschädigten Leben«
beschädigten das meine. Oder vielleicht doch nicht? Lag nicht vielleicht sogar
großes Glück darin, einem Geist zu begegnen, der half, dem herrschenden Ungeist
Paroli zu bieten? Ich weiß es nicht, wie ich ja auch überhaupt nicht weiß,
wieviel Adorno selbst noch in den Empfindungen, Gedanken und Wendungen steckt,
die ich gegen ihn wende.«
Wirklichkeitsrequiem
Von Goedart Palm
Artikel lesen
Die alten Leiden der neuen Theorie.
Am 20. Juli 2009 wäre Jean
Baudrillard achtzig Jahre alt geworden.
»Warum
ist nicht alles schon verschwunden«
heißt im Klartext, dass die Kategorien in ihrer Bedeutung verblassen, aber der
Denker keine Erklärung für die Wirklichkeit mehr besitzt und das Unternehmen
einstellt. Dieser letzte Text Baudrillards fasst seine Theorie noch einmal
zusammen und ist vorzüglich geeignet, die Grundmotive seines Denkens im
Holzschnitt kennen zu lernen.
Donner
Présent
Ein Essay von Anne Dippel
Artikel lesen
Jacques Derridas Essay »Falschgeld. Zeit
geben I« von 1993 ist eine Meditation über das Verhältnis von Gabe und
Gegenwart, das seinen Weg des Denkens von Heideggers Verhältnis zwischen Sein
und Zeit über Marcel Mauss’ Essai über die Gabe hin zur Lektüre Baudelaires
Erzählung »Falschgeld« beschreitet. Wie in allen großen Gedanken Derridas, liegt
im Spiel mit der Sprache der Schlüssel zum Verständnis seines Vorhabens
verborgen. Den semantischen und phonetischen Mehrdeutigkeiten des Französischen
folgend, gelangt er zu ganz ähnlichen Schlüssen wie Heidegger. Es lichten sich
erneut die Fragen nach Ereignis, Sein und Zeit, sowie Seiendem und Jetzt, indes
von einem anderen sprachlichen Horizont her. Einigen dieser Fragen soll im
Folgenden nachgespürt werden.
Als pdf-Datei
»Frames
of Judy«
Von Anne Dippel
Essay lesen
»Die exzellente Freie Universität paarte sich mit der brillanten Judith Butler
und die Menge wurde für Augenblicke zur protestierenden unheimlichen Masse. Das
Ereignis sollte sich ungewohnt dramatisieren und, geradezu ein drohendes
Vorahnen für sommerliche Protestwochen wecken. Denn diese sind geplant: gegen
Bologna, für die gleiche, freie, gerechte Wissenschaft. Eine schwelende Lust am
Widerstand schwirrte durch das Auditorium.«
Als pdf-Datei
©
Wolfram Huke
Happy
Birthday, Jürgen Habermas!
von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Jürgen Habermas feiert den
80. Geburtstag jung wie nie.
»Die Verdichtung und Ausdehnung der elektronisch flexibilisierten Öffentlichkeit
hat ein Ausmaß erreicht, bei dem neue Zusammenhänge und Übersichten geschaffen
werden ...«
Foto:
Hpschaefer,
GNU-Lizenz,Federman, Köln,
Buchhandlung Bittner, 20.06.2006
»Anrennen gegen die Grenzen der Sprache«
Zur
Erinnerung an Raymond Federman
(15.04.1928 - 06.10.2009)
Text lesen
Methoden des Schreibens und Strategien des
Lesens
Das spannende Protokoll
eines denkwürdigen Treffens in Paris am 18. Februar 1965:
Eine Diskussion mit
Roland
Barthes
(Kulturkritiker, Essayist und Semiologe), André Breton (Schriftsteller und
Theoretiker des Surrealismus, der Moderator), Gilles Deleuze (Philosoph) und
Raymond
Federman
(Schriftsteller und
Literaturtheoretiker).
Zum
Nachlass Charles Bukowskis
Der letzte Mohikaner der literarischen
Boheme
Ein Aufsatz
von
René Steininger
Artikel lesen
»Eine Sexszene in einem Buch von Bukowski zu lesen bedeutet, dem animal triste
bei seiner Sisyphosarbeit zusehen, seiner unheilbaren Suche nach Ekstase und
Glück. Nach einem Ausweg aus der Verzweiflung des Lebens.«
Als pdf-Datei
Schreie vom Balkon
Text lesen
»Auf
euch sitzen vielleicht Schmeißfliegen aber auf mir hocken die Geier«
Es gibt nur wenige
Autoren, die Leser und Literaturkritik weltweit so polarisiert haben wie
Charles Bukowski: Für den
Boston Globe waren
seine Texte nichts weiter als »Rüder onanistischer Neon-Schmutz«, für
die
Los Angeles Times
hingegen war er der »Bedeutendste Dichter seiner Generation«.
Truman Capote, 1959
Der
Haltlose
Von Thomas Hummitzsch
Zum 25. Todestag von Truman S. Capote
Artikel
lesen
«Er kannte die Welt ganz oben und die ganz unten, ging im New Yorker
UN-Plaza-Hotel ebenso ein und aus, wie zwischenzeitlich in den Todestrakten der
amerikanischen Gefängnisse. Capote lebte von dem, was ihn umgab, indem er es,
was immer es war, zur Kunstform erhob.«
Foto: Matthes & Seitz
»Der
Mensch jedoch lebt«
Von Thomas Hummitzsch
Warlam Schalamows Berichte
aus dem Gulag
Artikel lesen
Wie ist ein Leben nach dem Gulag möglich, wo Humanität und Kultur im Erleben der
Barbarei ihre Relevanz verlieren, ohne den ständigen Zweifel an der menschlichen
Zivilisation? Dies ist die große Frage, die Schalamows Erzählungen zugrunde
liegt.
Enzyklopädie
der Melancholie
Ein Essay on René Steininger
Text lesen
»Man wird in der deutschen
Literatur nach 1945 nicht leicht ein Werk finden, das so hartnäckig um die
Themen der Zerstörung und Trauer kreist, wie jenes des 1944 in Wertach im Allgäu
geborenen und 2001 bei einem Autounfall in seiner englischen Wahlheimat Norwich
ums Leben gekommenen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers W. G.
Sebald.«
Orte
der Verletzlichkeit
Der erste Band der
Werkausgabe von Wolfgang Hilbig
enthält die gesammelten Gedichte, darunter mehr als 150 aus dem Nachlass
Wolfgang Hilbig
und die »Schwarzarbeit des Schreibens«
Über
ein Doppelleben als Arbeiter und Schriftsteller
in der DDR
von Karen Lohse
Gert Neumann
Die poetische Würde des Menschen
Gert Neumann
und
die Odyssee seines Buches »Elf Uhr«
Übungen jenseits der Möglichkeit
»Das Schwierige am Sprechen ist die Liebe, und es ist wertvoller, durch
die geschlossenen Finger der vor die Augen gehaltenen Hand zu sehen, als
den Deutungen, die in den Erscheinungen leben, zu verfallen: damit sich
so der Kreis der Verachtung in der Tötung des Subjekts, auf das die
Dinge und die Menschen hoffen, nicht schließen kann.«
Der gesamte Text als pdf
Virginia
Woolf

»Eine verwegenere & großzügigere Sicht
der Dinge tut not.«
Sie war die scharfzüngige Protokollantin des
untergehenden
»British Empire« und Galionsfigur des
internationalen Feminismus.
Ein biographischer Abriß
Zu ihrem 125. Geburtstag am 25. Januar 2007 ist eine
Auswahl ihrer Briefe in zwei Bänden und Band 4 der Tagebücher 1931-1935
erschienen.
Über diese wunderbaren
Tagebücher und Briefe nahezu unmittelbar am
Leben & Schreiben, an den Höhenflügen & Höllenfahrten der
Schriftstellerin & Frau Virginia Woolf teilhaben zu können, ist eine
beglückende Leseerfahrung von seltener Intensität & literarischer Güte.
Lesetips zum Einsteigen
gOLDSTAUB
Nicolás Gómez Dávila -
Was
Denken? Was Tun? Woran Glauben?
von Herbert Debes
Artikel lesen
Das
einzigartige Werk des 1994 verstorbenen Philosophen & Aphoristikers
umfasst einige tausend Seiten, doch ist er bei uns bislang kaum bekannt.
In der Anderen Bibliothek ist nun eine »Auswahl
seiner
Sprengsätze« mit
dem Titel
»Das Leben ist die Guillotine der Wahrheiten«
erschienen.
Herausgeber Martin Mosebach hat den Eremiten Don Nicolás über die Jahre
in Santafé de Bogotá (Kolumbien)
wiederholt
besucht und seine Lebensumstände in dem Essay
Einsiedler am Rand der bewohnten Erde eindrucksreich illustriert.
Happy
Birthday Sam
Beckett
or not to be
von Goedart Palm
»... bei Beckett verwandelt sich die Wut über das
vergebliche Sein in die Katastrophe des Subjekts, das sich selbst
verliert.«
»HAMM: Die Unendlichkeit der Leere wird dich umgeben, alle
auferstandenen Toten aller Zeiten werden sie nicht ausfüllen, du wirst
darin wie ein kleiner Kiesel mitten in der Wüste sein. Pause. Ja, eines
Tages wirst du wissen, wie es ist, wirst du wie ich sein, nur dass du
niemanden haben wirst, weil du niemand bemitleidet hast und weil es dann
niemand mehr zu bemitleiden gibt.«
Sprachmacht
Karl
Kraus
-
»Ich war selten verliebt, immer verhaßt.«
Sein kulturpessimistisches und medienkritisches Werk
hat die Zeit überstanden, und wird aktuell bleiben, solange die
tatsächliche Dimension des Geschehens in den Floskeln der
Ereignissprachen der Medienmacher verschwindet. Doch wer von den heute
Unter-40-Jährigen kennt noch Karl Kraus?
Leben & Wirkung
»Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu
machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit
wie er.« Seit 1. Januar 2007 sind seine Texte frei von Rechten.
Ausgesuchte Aphorismen:
Sprüche und Widersprüche /
Pro domo et mundo /
Nachts
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Klassiker-Archiv
     
     
     
Jahrestage
Phantastische Reisen statt Code Napoléon
Jules
Verne:
Zum Todestag am 24. März
2011
Von Jürgen Seul
Artikel lesen
»Keinem vor ihm und nur wenigen nach ihm ist die Verschmelzung von
Technikfaszination und Abenteuerreise derart erfolgreich gelungen, dass sie das
Lesebedürfnis ganzer Generationen ansprechen konnte. Der Schriftsteller selber
nannte seine Erzählungen 'wissenschaftlich belehrende Romane'.«
Romancier,
Gentleman
und Kosmopolit
45.
Todestag am 16.12.2010
Das
Leben des W. Somerset Maugham.
Von
Jürgen Seul
Artikel
lesen
»Als
William Somerset Maugham am 25. Januar 1874 als Kind englischer Eltern in der
britischen Botschaft in Paris zur Welt kam, lagen die Kaiserkrönung Wilhelm I.
im Versailler Spiegelsaal und die Gründung des Deutschen Reiches drei Jahre
zurück. Und als er am 16. Dezember 1965 bei Nizza starb, standen vier seiner
Landsmänner – die Beatles – auf dem Gipfel ihres Erfolgs.«
»Mir
nach, Leser!«
Von
Christiane Pöhlmann
Zum 70. Todestag des
Schriftstellers Michail Bulgakow
Artikel lesen
»Was für ein atemloses Leben! Dabei hat er sich so nach innerer Ruhe
gesehnt.«
Der
Fall Oscar Wilde
von
Jürgen Seul
Artikel
lesen
110.
Todestag am 30.11.
»Wir
liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die
Sterne.«
Spaßmacher
& Streithansel
Zum
100. Todestag von
Samuel Langhorne Clemens, genannt
Mark
Twain.
Artikel
lesen
Arthur Schopenhauer
(*22.02.1788,
†
21.09.1860)
»Eine
Liebeserklärung
an die Philosophie«
Von Herbert Debes
Artikel
lesen
»Nicht
was die Dinge objektiv und wirklich sind, sondern was sie für uns,
in unserer Auffassung, sind, macht uns glücklich oder unglücklich.«
Eine Zitatensammlung zum 150. Todesstag des Philosophen
Auch er war unser.
Von Uve Schmidt
Artikel lesen
»Am Vierten dieses Monats starb in Frankfurt am Main der 1946 zu Chemnitz
geborene Paul-Gerhardt Hübsch als Hadayatullah Hübsch. Er war unser – doch als
wer oder was?«
Christoph
Schlingensief,1960-2010
© by Siebbi
Von Peter V. Brinkemper
Nachruf lesen
»Kritische
und destruktive Unbequemlichkeit war in seiner extremen Risiko-Bereitschaft
immer ein Thema, in der Authentizität des personifizierten Ausnahmezustandes,
eines auf zahlreichen Flippern parallel spielenden Sisyphos, der an vielen
Steigungen fingerschnipsend mit allem möglichen Geröll zugleich arbeitete, es in
erstaunliche Bewegung brachte
...«
Wege zum Paradies
Malte Rauch
zum Tod von André Gorz
Der Kritiker als Künstler
Ursula Homann erinnert an den umstrittenen
Theaterkritiker Alfred Kerr
aus Anlass seines 140. Geburtstags
»Froh,
selber noch am Leben zu sein.«
Lothar Struck über Josef Winklers Literatur
Zwischen Todessehnsucht und
Lebenslust
Der Stallgeruch fehlte
Gregor Keuschnig
zum Tode von Walter Kempowski
Wahlverwandtschaften
Zwischen 2002 und 2007 besuchten sich deutsche und
arabische Autoren in ihren Heimatländern und traten in einen
schriftstellerisch-intellektuellen Austausch. Das Projekt »westöstlicherdiwan«
verstand sich als eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Orient und
Okzident.
»Auserlesene Früchte der Begegnungen« finden sich in dem eindrucksvollen
Sammelband
»Zwischen Berlin und Beirut«
Ein
Funken Hoffnung
»Diese Verzweiflung an
sich selbst, dieses wilde Assoziieren und niemals mehr wegkommen vom
Gewesenen, den Sog der Vergeblichkeit – das konnte Tišma meisterhaft
erzählen.«
Zum 5. Todestag von
Aleksandar Tišma
erinnert
Lothar Struck an den serbischen Autor von
»Kapo«, »Die
Schule der Gottlosigkeit«, »Das Buch Blam«
und
»Reise in mein vergessenes Ich«
Zwischenlandungen
»Der heiße Kern des Denkens
glüht nicht in dem, was bereits gedacht wurde, sondern in der unendlich
viel dichteren Masse dessen, was bisher noch nicht gedacht wurde. Dies
ist die Masse, in die GD hineinsticht. Manchmal.«
Eine Handvoll Kommerntare zu Nicolás
Gómez Dávila
von Felix Hofmann
Rolf
Dieter Brinkmann
»Wer hat gesagt, daß sowas Leben / ist? Ich gehe in
ein anderes Blau«
»Zornig, traurig, zärtlich
und immer schmerzend genau.«
Sein gnadenloser Blick auf die Alltagswelten und die Mechanismen ihrer
Zernutzung, festgehalten in lyrischen Tiraden, Liedern, Photos, ist
zornig, traurig, zärtlich und immer schmerzend genau.
Fritz
J. Raddatz
Der Ungeliebte
Die Erinnerungen vom »Unruhestifter«
Der alte Fritz hatte ausgeteilt, und darf bis heute einsammeln, was
seine langjährigen Kritiker, Widersacher und Neider ihm schon immer
stecken wollten.
Claude
Simon
Grand Seigneur
Honneurs von Martin Warny
»Geübte Simon-Leser sind gewohnheitsmäßige Wiederholungstäter
zwanghafter Natur;
sie können sich der rauschhaften Wirkung des Opiats nicht entziehen.«
Hermann-Lenz-Preis 2008
Diskretes
Erzählen
Gregor Keuschnig über Xaver
Bayers Romane
»Heute könnte ein glücklicher Tag sein«
und »Die Alaskastraße«
»Ich werde dasselbe tun wie immer. Ich werde aufstehen, den Nachmittag
verdämmern, ein Buch lesen, Musik auflegen und am Abend durch die Stadt gehen,
die lachenden Stimmen der Menschen hören und mir dabei vielleicht wünschen, dass
ich unsichtbar bin. So ist das.«
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