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»Atemlos
verfolgt der Leser, wie der Autor noch einmal den Untergang einer Epoche
heraufbeschwört; er erlebt, wie Wilhelm II. säbelrasselnd über das
Parkett der internationalen Diplomatie stolpert, das Reich von einer
Krise in die nächste führt und es schließlich vollständig isoliert.«
C. H. Beck |
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»We've
got all the right enemies.«

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Parallelen
der Entrechtung
Louis Begleys lehrreiche
Recherchen über den Fall
Dreyfus, die Teufelsinsel und Guantánamo
»Unterdrückung und Ungerechtigkeit suchen sich immer wieder die gleichen Opfer:
Außenseiter und Minderheiten, die Abneigung und Misstrauen wecken. In ihrem Fall
ist "die Schuld immer zweifellos". Das war der Grundsatz des Offiziers in Kafkas
'Strafkolonie', und die Bush-Regierung verfuhr mit den Gefangenen, die sie im
Zuge des Kriegs gegen den Terror gemacht hatte, nach einem sehr ähnlichen
Prinzip.«
Der
Mann ohne Eigenschaften
Walther Rathenau als Phänotyp seiner Epoche
Von Klaus-Jürgen Bremm
»Der
Autor skizziert das Bild einer Persönlichkeit, der sich wie viele in seiner
Generation nicht allein von den glänzenden Leistungen ihrer Väter emanzipieren
wollte, sondern auch gegen den plumpen Wilhelminismus der Hochbürokratie,
Militärs und Großagrarier mit ihren auftrumpfend-hohlen
Lebensäußerungen engagiert Stellung bezog.«
Leseprobe
Eine
Kriegsgeschichte
Lothar Struck über Martin van Crevelds analytische Chronik der
»Gesichter des Krieges« von 1900
bis heute
»Auch wenn einem bei der Lektüre manchmal der Atem stockt, und sich neben
Zustimmung gelegentlich heftiger Widerspruch regt – lohnend und in höchstem Maße
anregend ist die Lektüre allemal.«
Leseprobe
Judenhasser
aus Opportunismus?
»Hitlers Judenhass - Klischee und
Wirklichkeit«
»Hitlers politische Karriere begann am 16. April 1919 als Ersatzbataillonsrat
der 2. Kompanie des Demobilisierungsbataillons im 2. Bayerischen
Infanterieregiment. Damit war der Gefreite, der den Bolschewismus als das
'teuflischste Instrument' des Internationalen Judentums erkannt zu haben
glaubte, plötzlich Funktionär im Räderwerk der kommunistischen Weltrevolution.
Visionär
ohne Skrupel
Klaus-Jürgen Bremm zur
Biographie über den Vater der
Raketen:
»Wernher von Braun«
Trotz seines romantischen Traumes, einmal der Columbus des Weltraumes zu werden,
war v. Braun nach Neufelds Urteil ein begnadeter Technikmanager und
charismatischer Menschenführer.
Leseprobe
Der
männliche Selbsthaß auf dem Holzweg
Gregor Keuschnig zu dem Essay
Das Trockene und das Feuchte
von Jonathan Littell, den dieser während der Vorarbeiten zu
»Die Wohlgesinnten«
als Versuch einer Fortschreibung von Theweleits
»Männerphantasien« verfasste.
»Dabei erinnert Littells Sprachkritik an die 'Methode des texanischen
Scharfschützen'. Dieser schießt zuerst auf ein Scheunentor und malt danach um
die Einschußlöcher die Zielscheibe. Erst sucht Littell in Degrelles Schwarte
nach entsprechenden Textstellen und dann präsentiert er die folgerichtige
Deutung – wie es denn paßt.«
Charakterstudie
eines Vollstreckers
Klaus-Jürgen Bremm zu Ulf
Schmidts beeindruckende Biographie über
»Hitlers Arzt Karl Brandt«
»Er habe nur die sinnlosen
Leiden unheilbar Kranker schnell und auf angeblich humane Art beenden wollen,
beteuerte er noch auf der Anklagebank. Brandt schien es allein wichtig, dass
seine Opfer rasch in dem von ihm verordneten Gas starben. Die Gesundheit des
ganzen Volkskörpers stellte er, wie übrigens auch viele andere zeitgenössische
Mediziner, über das Schicksal des Einzelnen.«
 Wilhelm
II. letzter deutscher Kaiser
Vielem wird im
Super-Gedenkjahr 2009 gedacht, einem historischen Ereignis jedoch nicht: Dem
150. Geburtstag des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II.
Historisch aufgearbeitet wird er sehr wohl. Bereits 2008 erschienen zwei
Monographien zweier anerkannter Historiker in zwei renommierten Verlagen:
»Wilhelm II – Der Weg in den Abgrund
1900-1911« von John C. G. Röhl sowie
»Wilhelm II – Die Herrschaft des letzten
deutschen Kaisers« von Christopher Clark.
Das
alltägliche Grauen
Wie bleibt man
Mensch, wenn die Barbarei die Macht ergreift? Orlando Figes
beschreibt in seiner ergreifenden, faktenreichen Studie
»Die Flüsterer« das
alltägliche »Leben in Stalins Russland«
»Die größte Angst
hatten wir davor, den Kopf zu verlieren, von Zweifeln oder Ketzerei
übermannt zu werden und unseren grenzenlosen Glauben einzubüßen.«
Alltag
im Mittelalter
Gregor
Keuschnig über Kay Peter Jankrifts Beschreibungen einer mittelalterlichen Stadt
»Henker, Huren, Handelsherren«
»Man liest dieses
schön aufbereitete Buch gerne und durchaus mit
Gewinn. Aber dem Anspruch, den Alltag von Menschen im Mittelalter zu zeigen,
wird es nur teilweise gerecht.«
Leseprobe
Facettenreiche
Studie
Michael Brenner
über das Judentum und seine Geschichte
Der
Titel
»Kleine jüdische Geschichte«
stapelt tief, denn vollständiger, attraktiver und aktueller dürfte
gegenwärtig eine ähnliche Darstellung auf dem Buchmarkt kaum zu
finden sein. Zudem dürfte sich der facettenreiche Band bald als
wichtiges unentbehrliches Nachschlagewerk herausstellen für alle,
die sich über das Judentum und seine wechselvolle Geschichte, die
sich über 3000 Jahre und fünf Kontinente erstreckt, informieren
möchten.
Leseprobe
Stilisten auf großer Fahrt
Bernd Blaschke schlägt einen brillanten Bogen von
Georg Forsters
Reise um die Welt
zu
Matthias Polityckis
In 180 Tagen um die Welt
»Während Georg Forster sich einst als Virtuose im gelenkigen Wechselspiel von
wissenschaftlicher Beobachtung, politischer wie philosophischer Reflexion und
moralischer Sensibilität auszeichnete, erweist sich Matthias Politycki nun als ein tüchtiger
Weber von High Society Seemannsgarn.«
»Da
war alles nur Dreck und Verderben.«
Stefan Möller zu Winston S.
Churchills Bericht über den Sudan-Feldzug
»Kreuzzug gegen das
Reich des Mahdi«
» … dann zögere ich nicht zu erklären, dass zu zerstören, was ihnen geheiligt
und unantastbar war, eine Schandtat bedeutet, angesichts welcher der wahre
Christ genauso wie der Philosoph nur seinen Abscheu ausdrücken kann.«
 Mein
'68
Alice’s Restaurant - das war
überall
Ein Blick zurück von Kurt Otterbacher
1968
- Ein Mythos wird dekonstruiert
Philippika?
Anklage? Selbstbezichtigung? Kalkulierte Provokation?
Götz Alys
Unser Kampf
und Wolfgang Kraushaars
Bilanz der Achtundsechziger-Bewegung
analysiert und kommentiert von
Gregor Keuschnig
Der
amerikanische Albtraum - Das Grauen in Vietnam
In einer
einmaligen Sisyphusarbeit hat Bernd Greiner das Wesen des Vietnamkrieges
ergründet.
»Krieg ohne Fronten«
ist eine aufwühlende und zugleich erstklassige Dokumentation, die
dem amerikanischen Vorgehen auf die Spur geht und nach der Fähigkeit zur
Selbstkorrektur der Amerikaner fragt. Von Thomas Hummitzsch
Öffentlichkeit
als Lebenselixier des Terrorismus
Gregor Keuschnig kommentiert Andreas Elters
detailreiche und profunde Analyse über die
»Progaganda der Tat - Die RAF und
die Medien«
Eine spannend zu lesende Dokumentation über die Wechselwirkungen der
terroristischen Tat und ihrer öffentlich wirksamen Nacherzählungen.
Unverschämt
fidel – die Stasi lebtDer
Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen und Historiker Hubertus Knabe
zeichnet in seiner
Dokumentation
»Die Täter sind unter uns
Über das Schönreden der SED-Diktatur«
ein
schockierendes Bild existierender Stasiseilschaften.
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Was
heißt schon Freiheit?
»Diese
Gesellschaft ist insofern obszön, als sie einen erstickenden Überfluss an Waren
produziert und schamlos zur Schau stellt, während sie draußen ihre Opfer der
Lebenschancen beraubt.« Herbert Marcuse
Treibt der Kapitalismus die freiheitliche demokratische Gesellschaft in den
Abgrund oder ist er das Mittel, die große Freiheit zu erlangen? Eine kritische
Lektüre von Herbert Marcuses
»Versuch über die Befreiung«
Von Thomas Hummitzsch
Schillernde
Vielfalt
Rolf Löchel über
das
von Sabine Haupt und Stefan Bodo Würffel herausgegebene
»Handbuch Fin de Siècle«, das
sich als passables Lese- und Nachschlagewerk mit einigen kleineren und einer
größeren Schwäche erweist.
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