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Glanz&Elend

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Impressum | Mediadaten | Last update: 07.07.2018, 07:04

 

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Anselm Kiefer, Alexander Kluge
Der mit den Bildern tanzt / Dancing with Pictures

Anselm Kiefer ist einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart,
Alexander Kluges Fernsehinterviews sind legendär. Über mehrere
Jahre hinweg haben sich die beiden immer wieder getroffen und
ausführliche Gespräche geführt.
Ein großes dialogisches Künstlerporträt.

Suhrkamp

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Literatur | Krimis
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46 neue Filme im Januar


04.01.2018

ALTE JUNGS (Rusty Boys)
von Andy Bausch, L 2017, 107 Min. mit André Jung, Marco Lorenzini, Paul Greisch, Fernand Fox, Josiane Peiffer, Monique Reuter / Tragikomödie

Vier zerknautschte alte Männer haben genug davon, wie kleine Kinder behandelt zu werden. Gemeinsam mit ihren Freunden planen sie eine Zukunft jenseits des Altenheims. Nuckes, der Alt-68er, ist die treibende Kraft der Gruppe, dargestellt von den bekanntesten Stars der luxemburgischen Schauspielerfamilie, und er weiß, wie man »Widerstand« organisiert. Der Tod kann warten. Das Leben nicht. Einer der erfolgreichsten luxemburgischen Filme aller Zeiten. www.altejungs-film.de

DIE DSCHUNGELHELDEN (Les as de la jungle)

von David Alaux, F 2017, 97 Min. / Animationsfilm

Pinguin Maurice wurde von Tigern großgezogen und ist fest davon überzeugt, dass er selbst ein echter Tiger ist. Zusammen mit seinen Freunden, den Dschungelhelden, will der selbstbewusste Kung Fu-Kämpfer für Gerechtigkeit und Ordnung im Dschungel sorgen. Als der fiese Koala Igor und seine Pavianbande den Urwald zerstören wollen, müssen die Dschungelhelden einschreiten. Fragt sich nur, wie ein Pinguin in den Dschungel kommt. http://splendid-film.de

GLORY (Slava)

von Kristina Grozeva u. Petar Valchanov, BG/GR 2016, 101 Min. mit Stefan Denolyubov, Margita Gosheva, Kitodar Todorov, Ivan Savov / Tragikomödie

Eisenbahnarbeiter Tzanko ist ein Einzelgänger, der im Hinterland Bulgariens gewissenhaft seiner Arbeit nachgeht. Als er eines Tages Bargeld in Millionenhöhe auf den Schienen findet, übergibt er es sofort den Behörden – etwas, was seine korrupten Kollegen nie tun würden. Deshalb stürzen sich auch die Medien auf den ehrlichen Finder. Die ehrgeizige PR-Managerin Julia Staikova zerrt Tzanko ins Rampenlicht, um von einem Korruptionsskandal abzulenken, der das Verkehrsministerium schwer treffen könnte. www.barnsteiner-film.de

THE GREATEST SHOWMAN

von Michael Gracey, USA 2017, 97 Min. mit Hugh Jackman, Michelle Williams, Zac Efron, Zendaya, Rebecca Ferguson, Jacqueline Honulik / Musical
Inspiriert von P.T. Barnums Phantasie erzählt der Film von einem Visionär, der aus dem Nichts kam und ein faszinierendes Spektakel erschuf, das zu einer weltweiten Sensation wurde. Ein »mitreißendes Musical, das die Geburt des Showbusiness feiert und das wunderbare Staunen, das uns erfüllt, wenn Träume wahr werden«, schreibt der Verleih. Die Songs stammen von den Oscar-Preisträgern Benji Pasek und Justin Paul (»La La Land«). www.fox.de

DAS LEUCHTEN DER ERINNERUNG (The Leisure Seeker)

von Paolo Virzì, I/F 2017, 112 Min. mit Donald Sutherland, Helen Mirren, Kirsty Mitchell, Janel Moloney, Joshua Mikel, Robert Walker Branchaud / Drama

Ella und John, gespielt von Helen Mirren und Donald Sutherland, sind schon viele Jahre verheiratet und alt und kränklich geworden. Ihr Leben wird von Arztbesuchen und den Ansprüchen ihrer erwachsenen Kinder bestimmt. Für ein letztes Abenteuer machen die beiden ihr Oldtimer-Wohnmobil namens The Leisure Seeker flott und begeben sich mit Furchtlosigkeit, Witz und einer unbeirrbaren Liebe zueinander auf einen Roadtrip, bei dem es immer ungewisser wird, wohin er sie führt … www.concorde-film.de

LUX - KRIEGER DES LICHTS

von Daniel Wild, D 2017, 104 Min. mit Franz Rogowski, Eva Weißenborn, Tilman Strauß, Anne Haug, Kristin Suckow, Manuel Harder / Tragikomödie

Der schüchterne Endzwanziger Torsten Kachel lebt mit seiner Mutter im Osten Berlins. Als ein Krieger des Lichts verteilt er regelmäßig Lebensmittel an Obdachlose und hilft, wo er kann. Ein Filmteam begleitet ihn bei sinen Streifzügen, um über das soziale Engagement dieses Real Life Superheros zu berichten. Auf der Suche nach einem Geldgeber finden sie den Produzenten Brandt, der allerdings sensationelleres Material verlangt. Denn wo Superheld draufsteht, muss auch Superheld drin sein. www.zorrofilm.de

SCORE - EINE GESCHICHTE DER FILMMUSIK

von Matt Schrader, USA 2017, 93 Min. / Dokumentarfilm

Wie einige der berühmtesten Filmthemen der Kinogeschichte konzipiert wurden und wie die Entwicklungsstufen vom leeren Notenblatt bis zum fertigen Soundtrack verlaufen, zeigt dieser Film. Regisseur Matt Schrader veranschaulicht, wie Komponisten den Film so untermalen, dass er beim Publikum unmittelbar intensive Reaktionen auslöst. www.nfp-md.de

DIE SPUR (Pokot)

von Agnieszka Holland, PL/D/CZ/S/ 2017, 128 Min. mit Agnieszka Mandat, Wiktor Zborowski, Miroslav Krobot, Jakub Gierszal, Patricia Volny, Borys Szyc / Öko-Thriller
Duszejko, eine pensionierte Brückenbauingenieurin, lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Sie ist eine leidenschaftliche Astrologin und strikte Vegetarierin. Eines Tages sind ihre geliebten Hunde verschwunden. Wenig später entdeckt sie in einer verschneiten Winternacht ihren toten Nachbarn neben einer Hirschfährte. Weitere Männer aus dem Dorf sterben auf mysteriöse Weise, alle waren passionierte Jäger. Opfer von wilden Tieren? Oder lässt sich ein Vegetarier zu einem blutigen Rachefeldzug hinreißen? Der Verdacht fällt auf Duszejko … www.filmkinotext.de

THE COMMUTER
von Jaume Collet-Serra, F/GB/USA 2017, 105 Min. mit Liam Neeson, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Sam Neill, Jonathan Banks, Elizabeth McGovern / Thriller

Seit Jahren pendelt Versicherungsmakler Michael MacCauley, ein ehemaliger Polizist, jeden Wochentag zwischen einem beschaulichen Vorort und Manhattan. Doch an diesem Abend ist alles anders. Eine mysteriöse Fremde verspricht ihm eine hohe Belohnung, wenn er einen ganz bestimmten Passagier findet, der etwas besonders Wertvolles transportiert. Nachdem er den Vorschuss angenommen hat, wird er Teil einer Verschwörung. Er muss mitspielen – und ihm bleiben nur wenige Stationen für einen Ausweg … www.studiocanal.de

DELIHA 2

von Gupse Özay, TR 2017, ca100 Min. mit Gupse Özay / Komödie

Kurz: In »Deliha« durfte das Publikum erstmals die Abenteuer der leicht verdrehten, aber auch gutmütigen und humorvollen Zeliha (Gupse Özay) verfolgen. Nun kehrt der chaotische Spaßvogel auf die Leinwand zurück. Nachdem sie im ersten Teil nur als Hauptdarstellerin und Drehbuchautorin beteiligt war, führt Özay nun auch Regie.

JULIAN SCHNABEL - A PRIVATE PORTRAIT
von Pappi Corsicato, I 2017, 85 Min. / Dokumentarfilm

Filmemacher Pappi Corsicato blickt in seinem Porträt hinter die Fassade des prominenten Malers und Filmemachers. Schnabel öffnet sein privates Archiv, spricht über seine Anfänge als Künstler, die skandalträchtige New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre und über künstlerische wie persönliche Krisen wie den Tod seines engen Freundes Lou Reed. Auch Schnabels Familie, Freunde und langjährige Wegbegleiter wie Al Pacino, Willem Dafoe, Bono und Emmanuelle Seigner kommen zu Wort. www.weltkino.de

TAD JONES UND DAS GEHEIMNIS VON KÖNG MIDAS

von David Alonso u. Enrique Gato, E 2017, 85 Min. / Animationsfilm

Der liebenswerte Tad Stones träumt seit seiner Kindheit davon, als Archäologe und Schatzjäger die Welt zu erkunden. Eines Tages bittet ihn sein heimlicher Schwarm, die renommierte Archäologin Sara Lavroff, ihr bei der Lösung des geheimnisvollen Rätsels um die Halskette von König Midas zu helfen. Während der Mission wird Sara vor Tads Augen von dem zwielichtigen Millionär Jack Rackham entführt. Mit vereinten Kräften beginnen Tad, sein Hund Jeff, Saras Assistentin Tiffany und die tollpatschige Mumie den Wettlauf gegen die Zeit, um Sara samt Halskette zu befreien … www.paramountpictures.de

TONY CONRAD - COMPLETELY IN THE PRESENT

von Tyler Hubby, USA 2016, 96 Min. / Dokumentarfilm

Tony Conrad (1940 bis 2016) war Filmemacher, Musiker, Video-Künstler und Pädagoge. Der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt, gilt Conrad bei Experten als einer der großen amerikanischen Künstler seiner Zeit. Sein fünfzigjähriges Wirken inspirierte Generationen von Kollegen und Fans: Er spielte im Experimentalfilm »Flaming Creatures« mit und nahm den Soundtrack auf. Mit Material aus dem Archiv des Künstlers. www.salzgeber.de

THE UNTAMED (La región salvaje)
von Amat Escalante, MEX/DK/F.. 2016, 98 Min. mit Ruth Ramos, Simone Bucio, Jesús Meza, Eden Villavicencio, Andrea Peláez, Oscar Escalante / Drama

Ein Pärchen trifft bei einem Meteoriteneinschlag auf eine mysteriöse Alien-Kreatur.
Bald ist das Leben des Pärchens vollkommen verändert, denn das Alien ist die Quelle für unbekannte sexuelle Befriedigung, birgt aber auch ein gefährliches Zerstörungspotential.

EIN WEG
von Chris Miera, D 2017, 108 Min. mit Mike Hoffmann, Mathis Reinhardt, Tom Böttcher, Cai Cohrs, Yvonne Döring, Eva Horacek /
Drama

Ein kleiner beschaulicher Ort in Thüringen. Die Tischlerwerkstatt von Andreas (42) läuft wieder gut, und Martin (43) ist beruflich nicht mehr so viel unterwegs wie früher. Sohn Max (19) ist aus dem Haus. Die beiden Männer haben wieder mehr Zeit für einander, und so fahren sie im November an die Ostsee. Der Film nähert sich behutsam ihrer langen Beziehung. www.pro-fun.de

WONDER WHEEL

von Woody Allen, USA 2017, 101 Min. mit Jim Belushi, Juno Temple, Justin Timberlake, Kate Winslet, Max Casella, David Krumholtz / Drama

Der Rettungsschwimmer Mickey passt in den Fünfzigern am Strand von Coney Island auf die vielen Badegäste suf. Dabei lernt er Ginny und Humpty kennen, ein Ehepaar, das sich mit Jobs auf der Vergnügungsmeile über Wasser hält. Als eines Tages Carolina auftaucht, wird ihr Leben gehörig auf den Kopf gestellt. Die junge Frau behauptet, die Tochter von Humpty zu sein, was an sich für einen schiefen Haussegen genügen würde. Dazu kommt, dass Carolina nun auf der Flucht vor Gangstern ist, die ihr an den Kragen wollen. Denn sie weiß ein wenig zu gut über gewisse illegale Machenschaften Bescheid … www.warnerbors.de

YOUR NAME - GESTERN, HEUTE UND FÜR IMMER (Kimi no na wa.)

von Makoto Shinkai, Japam 2016, 106 Min. / Animationsfilm

Mitsuha lebt mit ihrer kleinen Schwester Yotsuha bei ihrer Großmutter in einem japanischen Dorf. Mit ihrem Dasein in der Provinz unzufrieden, wünscht sie sich ein aufregendes Leben in der Großstadt. Dagegen wünscht sich Taki, beschaulich in der Provinz aufzuwachsen. Taki wohnt in der Millionen-Metropole Tokio, verbringt viel Zeit mit seinen Freunden und jobbt neben der Schule in einem italienischen Restaurant. Eines Tages scheint Mitsuha in seinen Körper versetzt und Taki in dem von Mitsuha. Doch das ist erst der Anfang … www.universumfilm.de

18.01.2018

DER ANDERE LIEBHABER (L' amant double)
von François Ozon, F/B 2017, 107 Min. mit Marine Vacth, Jérémie Renier, Jacqueline Bisset, Myriam Boyer, Dominique Reymond, Fanny Sage / Thriller

Als sich die attraktive Chloé in ihren Psychotherapeuten Paul verliebt, scheinen all ihre Probleme gelöst. Sie zieht mit ihm zusammen, doch schon bald merkt sie, dass er ihr etwas verheimlicht. Durch Zufall entdeckt Chloé, dass Paul einen Zwillingsbruder hat, der ebenfalls Therapeut ist. Aus Neugier begibt sie sich bei diesem in Behandlung und ist schockiert. Obwohl er ihm äußerlich aufs Haar gleicht, ist Louis das völlige Gegenteil seines Bruders – arrogant, zynisch und besitzergreifend. Trotzdem fühlt sie sich von ihm angezogen … www.weltkino.de

DIE ANFÄNGERIN

von Alexandra Sell, D 2017, 98 Min. mit Ulrike Krumbiegel, Annekathrin Bürger, Christine Stüber-Errath, Rainer Bock, Maria Rogozina / Drama

Mit 58 Jahren ist Dr. med Annebärbel Buschhaus in ihrem Leben zum Eisblock erstarrt. Als Ärztin zeigt sie wenig Mitgefühl, als Ehefrau wenig Liebe. In ihrer freudlosen Welt zählt nur eines: Die Meinung ihrer perfektionistischen Mutter Irene, für die nichts, was Annebärbel tut, gut genug ist. Erst recht nicht, seit sie Mutters Arztpraxis übernommen hat. Als Annebärbel auch noch kurz vor Weihnachten von ihrem Mann verlassen wird, bricht ihr sorgsam errichtetes Kartenhaus zusammen … www.farbfilm-verleih.de

BEACH RATS

von Eliza Hittman, USA 2017, 95 Min. mit Harris Dickinson, Madeline Weinstein, Kate Hodge, Neal Huff, Nicole Flyus, Frank Hakaj / Drama

Sommer auf Coney Island. Der Teenager Frankie hängt mit seinen Freunden am Strand ab, geht trainieren und raucht Gras. Doch weder seine latent aggressiven Kumpels noch Simone, mit der er eine Affäre beginnt, scheinen ihn wirklich zu interessieren. Offen seine Gefühle und sexuellen Wünsche kann er nur im anonymen Chatroom äußern, in dem er sich nachts mit älteren schwulen Männern austauscht. Nach einigem Zögern beginnt er sich mit einigen von ihnen zu treffen. Da droht sein Geheimnis aufzufliegen … www.salzgeber.de

BORN IN CHINA

von Chuan Lu, GB/CHN/USA 2016, 79 Min. / Dokumentarfilm

Drei Tierfamilien in einer Welt, in die bisher nur wenige Menschen gekommen sind. Eine Panda-Mama und ihr Nachwuchs, der so langsam einen eigenen Willen entwickelt. Ein zweijähriger Affe, der sich vernachlässigt fühlt, seit er eine kleine Schwester hat, geht deswegen zu einer anderen Gruppe. Eine Schneeleopardenmutter zieht ihre zwei Jungen in einer der erbarmungslosesten Gegenden des Planeten groß. In »Born in China« lernen wir neben den unterschiedlichen Tieren auch die kontrastreiche, extreme Natur des Reichs der Mitte kennen. http://filme.disney.de

DOWNSIZING
von Alexander Payne, USA 2017, 135 Min. mit Matt Damon, Christoph Waltz, Hong Chau, Jason Sudeikis, Kristen Wiig, Rolf Lassgård / Tragikomödie

Die Ressourcen der Erde neigen sich dem Ende zu, der Planet platzt aus allen Nähten. Um das Problem der Überbevölkerung zu lösen, haben norwegische Wissenschaftler eine Methode entwickelt, mit der sie Menschen schrumpfen und somit ihren Konsum enorm verringern können. Ein 12 Zentimeter kleiner Mensch verbraucht schließlich weniger Wasser, Luft und Nahrung als ein großer. Durchschnittsbürger Paul Safranek und seine Frau Audrey wollen ihr stressiges Leben in Omaha hinter sich lassen und ihr großes Glück in einer neuen »geschrumpften« Gemeinde suchen … www.paramountpictures.de

DIE DUNKELSTE STUNDE (The Darkest Hour)
von Joe Wright, GB 2017, 125 Min. mit Gary Oldman, Stephen Dillane, John Hurt, Lily James, Ben Mendelsohn, Kristin Scott Thomas / Historiendrama

Als das anfängliche Kriegsglück der Nazis die britische Regierung in eine existenzielle Krise stürzt, tritt Premierminister Chamberlain im Mai 1940 zurück. Der reichlich unpopuläre Winston Churchill soll die scheinbar ausweglose Lage in den Griff bekommen. Die Öffentlichkeit und Regierungsmitglieder verlangen von ihm, mit den Nazis über einen Friedensvertrag zu verhandeln. Doch Churchill hält an seinen Überzeugung fest und kämpft für die Unabhängigkeit des Königreichs. http://upig.de

ES IST NIE ZU SPÄT

von Manuel Schweizer, CH 2017, 95 Min. / Dokumentarfilm

Leben ist Bewegung. Und Leidenschaft ist das zu tun, was einen glücklich macht. Warum im Alter damit aufhören? In dem Film erzählen Menschen eindrucksvoll, wie man im Alter durch Lebensfreude, Ehrgeiz und Beharrlichkeit Berge versetzen kann. www.artvid.de

HANNAH – EIN BUDDHISTISCHER WEG ZUR FREIHEIT

von Adam Penny u. Marta György-Kessler, GB/E/D/DK 2014, 90 Min. mit Hannah Nydahl, Susannah Harker, Villads Vestergaard, Esther Fallon / Dokumentarfilm

Es beginnt mit einer großen Liebe: Hannah und ihr Mann Ole Nydahl reisen, 1968 frisch verheiratet, auf dem Hippie Trail nach Kathmandu und begegnen dort jenem Mann, der ihr Leben für immer verändern sollte. Sie werden die ersten westlichen Schüler des 16. Karmapa, des geistigen Oberhaupts der Karma-Kagyü-Linie im tibetischen Buddhismus. Erstmals setzt ein Dokumentarfilm einer außergewöhnlichen Frau, die liebevoll »Mutter des Buddhismus« genannt wird, ein eindrucksvolles Denkmal. www.wfilm.de

HILFE, ICH HABE MEINE ELTERN GESCHRUMPFT

von Tim Trageser, D 2018, ca90 Min. mit Andrea Sawatzki, Anja Kling, Otto Waalkes, Julia Hartmann, Axel Stein, Lina Hüesker /
Komödie

Es spukt wieder in der Schule von Felix. Die verhasste und vor langer Zeit verstorbene Direktorin Hulda Stechbarth treibt ihr Unwesen. Derweil ist Felix genervt von seinen Eltern. Denn kaum läuft es für ihn am Otto-Leonhard-Gymnasium so richtig gut, wollen seine Eltern mit ihm nach Dubai umziehen, weil der Vater dort einen neuen Job bekommt. Felix wünscht sich, dass die Eltern auch mal gezwungen sein sollten, das zu tun, was er will. Dieser Wunsch geht schneller in Erfüllung, als er es erwartet hat, denn nach einem unfreiwilligen Aufeinandertreffen mit Hulda werden seine Eltern geschrumpft … www.sonypictures.de

HOT DOG

von Torsten Künstler, D 2017, ca100 Min. mit Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Heino Ferch, Samuel Finzi, Christina Hacke, Anne Schäfer / Actionkomödie

Luke, der ehemalige GSG-9-Polizist, beseitigt Probleme am liebsten mit roher Gewalt, während der vergeblich auf eine Berufung in die Spezialeinheit hoffende Theo sich zumeist auf seinen scharfen Verstand verlässt. Die beiden gegensätzlichen Männer müssen zusammenarbeiten, als die Tochter des moldawischen Botschafters befreit werden soll. Bei ihrer Rettungsaktion im Alleingang hinterlassen sie eine Spur der Verwüstung. Sie machen keine Gefangenen und kommen einer Verschwörung auf die Spur. Denn hinter der Entführung verbirgt sich mehr, als eine reine Lösegeldforderung … www.warnerbors.de

MARLINA - DIE MÖRDERIN IN VIER AKTEN
von Mouly Surya, RI 2017, 90 Min. mit Marsha Timothy, Dea Panendra, Egi Fedly, Yago Pratama, Rita Matu Mona, Yayu Unru /
Drama

Marlina lebt als junge Witwe allein im Nirgendwo einer indonesischen Insel. Eines Nachts nähert sich ein Motorradfahrer. Markus erklärt Marlina, dass bald sechs seiner Freunde kommen werden, die erst ihr Geld und Vieh stehlen werden – und sie dann mit ihm »zur glücklichsten Frau« machen und vergewaltigen werden. Zunächst soll Marlina aber erstmal eine gute Hühnersuppe zum Abendessen zubereiten. Marlina serviert bald darauf eine Mahlzeit der besonderen Art, die keiner der Männer überleben wird … www.eksystent.com

DAS MILAN-PROTOKOLL

von Peter Ott, D 2017, 100 Min. mit Erol Afsin, Catrin Striebeck, Korkmaz Arslan, Henriette Nagel, Samy Abdel Fattah, Christoph Bach / Drama
Die deutsche Ärztin Martina wird im Irak von einer sunnitischen Gruppe entführt. Die Gefangenschaft wird zur Prüfung ihrer Wahrnehmungsfähigkeit, dann ihrer Loyalität und am Ende der Sinnhaftigkeit ihrer Existenz überhaupt. www.realfictionfilme.de

WIR TÖTEN STELLA

von Julian Pölsler, A 2017, 98 Min. mit Martina Gedeck, Matthias Brandt, Mala Emde, Julius Hagg, Alana Bierleutgeb / Drama

Stella, die unerfahrene, junge Studentin, ist von ihrer Mutter in Annas Haus in der Stadt untergebracht. Sie geht ahnungslos ihrem Untergang entgegen, als sie von Richard, dem Hausherrn, verführt wird. Seine Frau Anna beobachtet die Affäre mit kühlem Blick. Stella wird das Opfer einer kaputten, bürgerlichen Familienidylle, die mit allen Mitteln aufrechterhalten werden muss. Annas Niederschrift der eigenen Mitschuld ist die beklemmende Bestandsaufnahme einer einsamen Heldin, Ehefrau und Mutter. www.picturetree-international.de

25.01.2018

ANNE CLARK - I'LL WALK OUT INTO TOMORROW
von Claus Withopf, D 2017, 81 Min. / Dokumentarfilm
Anne Clark, Ikone der Musikgeschichte und grandiose Pionierin der Spoken Word-Kunst, steht seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne. Sie verwandelt Sprache in einzigartige Musik, etwa in »Our Darkness« und »Sleeper in Metropolis«. Ihre analogen Synthesizer-Sounds machten die düstere Poetin zu einer Wegbereiterin des Techno. Nach dem Streit mit ihrer Plattenfirma erfand sie sich in der stillen Einsamkeit Norwegens neu. www.neuevisionen.de

GRACE JONES: BLOODLIGHT AND BAMI - DAS LEBEN EINER IKONE

von Sophie Fiennes, USA 2017, 120 Min. / Dokumentarfilm
Grace Jones ist einer der letzten Paradiesvögel auf den Bühnen der Welt. Auch mit fast 70 Jahren ist sie ein vor Energie sprühender Star. Regisseurin Sophie Fiennes hat die extravagante Diva über mehrere Jahre immer wieder mit der Kamera begleitet. Sie hat ihre spektakuläre Bühnenshow gefilmt, aber auch Privates wie Familienbesuche in Jamaika, wo Jones ihre Wurzeln hat. www.ascot-elite-film.de

LETZTE TAGE IN HAVANNA (Últiimos dÍas en La Habana)

von Fernando Pérez, Kuba, E 2016, 93 Min. mit Jorge Martínez, Gabriela Ramos, Yailene Sierra, Patricio Wood, Coralia Veloz, Ana Gloria Buduén / Drama

Diego und Miguel leben in bescheidenen Verhältnissen in Havanna. Miguel verdient sein Geld als Tellerwäscher in einem privat geführten Restaurant. Mit den Nachbarn kümmert er sich um den AIDS-kranken Diego. Der Filmemacher Fernando Pérez erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft in einer nostalgischen Liebeserklärung an die kubanische Hauptstadt Havanna und ihre Bewohner. http://kairosfilm.de

NUR GOTT KANN MICH RICHTEN

von Özgür Yildirim, D 2017, 100 Min. mit Moritz Bleibtreu, Kida Khodr Ramadan, Edin Hasanovic, Birgit Minichmayr, Peter Simonischek, Franziska Wulf / Thriller
Vor Jahren hat Ricky nach einem missglückten Überfall für seinen Bruder Rafael und Kumpel Latif den Kopf hingehalten. Um sich für Rickys Zeit im Knast erkenntlich zu zeigen, bietet Latif ihm ein letztes, scheinbar sicheres Ding an. Nach anfänglichem Zögern schlägt Ricky ein. Er holt seinen Bruder Rafael an Bord. Alles läuft reibungslos, bis die Polizistin Diana auftaucht und die Pläne der Jungs durchkreuzt … www.constantin-film.de

ON THE BEACH AT NIGHT ALONE (Bamui haebyun-eoseo honja)

von Hong Sang-soo, ROK/D 2017, 101 Min. mit Kim Min-hee, Seo Young-hwa, Kwon Hae-hyo, Jung Jae-young, Song Seon-mi, Moon Sung-keun / Drama
Die junge, aufstrebende Schauspielerin Younghee hat gerade die Affäre zu einem verheirateten Mann beendet. In Hamburg, fern von ihrer Heimat Seoul, nimmt sie sich Zeit, um über die Liebe nachzudenken. Bei Spaziergängen in der Hafenstadt fragt sie sich, ob ihr ehemaliger Geliebter noch etwas für sie empfindet und was sie wirklich vom Leben erwartet. Zurück in Korea besucht Younghee die Küstenstadt Gangneung und dort ihre alten Freunde. Je weiter der Abend voranschreitet und je mehr Alkohol die Anwesenden zu sich nehmen, desto mehr wandeln sich ihre Gespräche.

A THOUGHT OF ECSTASY
von RP Kahl, D/USA/CH 2017, 90 Min. mit Rolf Peter Kahl, Deborah Kara Unger, Ava Verne, Lena Morris, Buddy Giovinazzo, Joel Cairo
Romantischer Thriller

August 2019. Frank erkennt in einem neu erschienenen Buch seine eigene zwanzig Jahre zurückliegende Geschichte wieder. Er erinnert sich an Marie, mit der er in Deutschland eine Beziehung hatte, bevor sie nach Amerika verschwand. Frank sucht sie in einem Land, das unter einer erdrückenden Hitzewelle erstarrt ist und sich in Misstrauen und politischer Paranoia verliert. Inspiriert von George Bataille und Jean Baudrillard, schickt Regisseur RP Kahl Frank in eine sonnendurchflutete Welt aus Verführung und Todessehnsucht. www.dropoutcinema.org

THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI

von Martin McDonagh, USA 2017, 115 Min. mit Frances McDormand, Woody Harrelson, Sam Rockwell, Caleb Landry Jones, Kerry Condon / Tragikomödie
Nachdem Monate vergangen sind, ohne dass der Mörder ihrer Tochter ermittelt wurde, mietet Mildred Hayes drei Plakatwände an der Stadteinfahrt mit provozierenden Sätzen gegen den städtischen Polizeichef, den ehrenwerten William Willoughby, der nichts in dem Fall unternommen hat. Als sich der stellvertretende Officer Dixon, ein Muttersöhnchen mit Hang zur Gewalt, einmischt, verschärft sich der Konflikt zwischen Mildred und den Ordnungshütern des verschlafenen Städtchens noch weiter. www.fox.de

WER IST DADDY? (Father Figures)

von Lawrence Sher, USA 2017, 113 Min. mit Owen Wilson, J.K. Simmons, Christopher Walken, Glenn Close, Katie Aselton, Ving Rhames / Komödie

Helms und Wilson spielen die Brüder Peter und Kyle Reynolds, deren exzentrische Mutter sie in dem Glauben aufgezogen hat, ihr Vater sei gestorben, als sie noch klein waren. Als sich das als Lüge herausstellt, machen sie sich auf die Suche nach ihrem wahren Vater – und erfahren über ihre Mutter mehr, als ihnen lieb ist. www.warnerbors.de

WUNDER (Wonder)

von Stephen Chbosky, USA 2017, 113 Min. mit Julia Roberts, Owen Wilson, Jacob Tremblay, Izabela Vidovic, Mandy Patinkin, Erika McKitrick / Drama

August »Auggie« Pullmann ist zehn Jahre alt. Er ist witzig, klug und großzügig. Er hat humorvolle Eltern und eine phantastische große Schwester. Doch Auggie ist Außenseiter: Ein seltener Gendefekt hat sein Gesicht entstellt. Bisher wurde er zuhause unterrichtet und versteckte sein Gesicht am liebsten unter einem Astronautenhelm, doch nun soll er eine reguläre Schulklasse besuchen. Nach anfänglichen Problemen wendet sich alles zum märchenhaft Guten …

01.02.2018

THE DISASTER ARTIST
von James Franco, USA 2017, 103 Min. mit Eliza Coupe, Alison Brie, Zoey Deutch, Kristen Bell, James Franco, Sharon Stone / Komödie
Tommy Wiseau und Greg Sestero lernen sich in einer Schauspielschule kennen. Sie verbindet die gemeinsame Bewunderung für James Dean und der Traum von einer Hollywood-Karriere. Als den beiden klar wird, dass sie keine Chancen auf eine Schauspielkarriere haben, kommt ihnen eine Idee: Warum nicht einfach einen eigenen Film drehen? Doch schnell stellt sich heraus, dass der eigensinnige Hauptdarsteller, Produzent, Regisseur und Autor Tommy keine Ahnung vom Filmemachen hat. Da hat auch der erfahrene Script Supervisor Sandy Schklair einen schweren Stand … www.warnerbors.de

DJAM
von Tony Gatlif, F/GR/TR 2017, 97 Min. mit Daphne Patakia, Simon Abkarian, Maryne Cayon, Kimon Kouris / Drama

Die junge Griechin Djam wird von ihrem Onkel Kakourgos, einem ehemaligen Seemann und passionierten Rembetiko-Fan, nach Istanbul geschickt, um ein rares Ersatzteil für ein Boot zu besorgen. Dort trifft sie auf die 19-jährige Französin Avril, die als Freiwillige in die Türkei kam, um dort in der Flüchtlingshilfe zu arbeiten - doch ohne Geld und Kontakte ist die junge Frau verloren in der großen fremden Stadt. Die freche und freiheitsliebende, aber auch ebenso großherzige wie unberechenbare Djam nimmt Avril unter ihre Fittiche ... und dies ist der Beginn einer Reise voller Hoffnung, wundervoller Begegnungen, großartiger Musik und der Freude am Teilen. Der in Algerien als Sohn eines Kabylen und einer Roma geborene, französische Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Komponist Tony Gatlif wurde durch seinen Film GADJO DILO – GELIEBTER FREMDER einem größeren Publikum bekannt. Mit EXILS gewann er bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2004 den Regiepreis. Ebenfalls in Cannes als Weltpremieren gezeigt wurden TRANSYLVANIA (2006) und DJAM (2017). Eine wichtige Rolle in Djam spielt der Musikstil Rembetiko, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Verbindung der Volksmusik Griechenlands und der osmanischen Musiktradition in den Subkulturen von Athen, Piräus und Thessaloniki hervorgegangen ist. Tony Gatlif versteht diese Musik als "Musik der Ungeliebten, der Menschen, die darauf stolz sind, wer sie sind. Subversive Musik, deren Texte Worte sind, die heilen können."

DIE KLEINE HEXE
von Michael Schaerer, d 2017, 100 Min. mit Karoline Herfurth, Suzanne von Borsody, Axel Prahl, Momo Beier, Luis Vorbach /
Familienfilm

Zum Inhalt: Die kleine Hexe (Karoline Herfurth) hat ein großes Problem: Sie ist erst 127 Jahre alt und damit viel zu jung, um in der Walpurgisnacht mit den anderen Hexen auf dem Blocksberg zu tanzen. Deshalb schleicht sie sich heimlich auf das wichtigste aller Hexenfeste – und wird sofort ertappt! Zur Strafe muss sie innerhalb eines Jahres alle 7892 Zaubersprüche aus dem großen magischen Buch auswendig lernen. Doch Fleiß und Ehrgeiz gehören nicht zu ihren Stärken. Obendrein versucht die böse Hexe Rumpumpel (Suzanne von Borsody) mit allen Mitteln zu verhindern, dass die kleine Hexe ihr großes Ziel erreicht. Gemeinsam mit ihrem sprechenden Raben Abraxas (Stimme: Axel Prahl) will die kleine Hexe herausfinden, was eine gute Hexe ausmacht. Und damit stellt sie die gesamte Hexenwelt auf die Probe...

DAS LEBEN IST EIN FEST (L;e sens de la fête)
von Eric Toledano u. Olivier Nakache, F 2017, 117 Min. mit Jean-Pierre Bacri, Gilles Lellouche, Jean-Paul Rouve, Vincent Macaigne, Alban Ivanov / Komödie

Nach dem Riesenerfolg von „Ziemlich beste Freunde“ präsentieren die Regisseure und Drehbuchautoren Olivier Nakache und Eric Toledano mit DAS LEBEN IST EIN FEST ein weiteres Mal eine Komödie voller Herz und Humor, unvorhergesehener Wendungen und schreiend komischer Momente. Kann einem Wedding Planner etwas Schlimmeres passieren als ein verdorbenes Buffet, eine Hochzeitsgesellschaft, die im Stau steht, ein Fotograf, der sich daneben benimmt, eine Band, die kurzfristig absagt, und ein Team, das wegen einer Lebensmittelvergiftung ausfällt? Wenn dann noch die eigene Frau die Scheidung will und der Schwager in der Braut die große Liebe seines Lebens erkennt, ist das Chaos perfekt! Seit Jahrzehnten richtet Max luxuriöse Hochzeiten aus – routiniert und professionell. Doch sein aktuelles Projekt, eine Traumhochzeit in einem herrschaftlichen Landschloss vor den Toren Paris, droht zum Fiasko zu werden. Und das, obwohl es eigentlich ein ganz normaler Auftrag werden sollte. Als der Abend zunehmend aus dem Ruder läuft, beschließt Max, seinen Job an den Nagel zu hängen und seine Firma zu verkaufen. Oder kann sich völliges Chaos doch noch zum Guten wenden und die Feier gerettet werden?

LICHT (Mademoiselle Paradis)
von Barbara Albert, D 2017, 97 Min. mit Maria Dragus, Devid Striesow, Lukas Miko, Katja Kolm, Maresi Riegner / Biopic

Zum Inhalt Wien 1777. Die früh erblindete 18jährige Maria Theresia „Resi“ Paradis ist als Klavier-Wunderkind in der Wiener Gesellschaft bekannt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie von ihren ehrgeizigen Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwischen Rokoko und Aufklärung, im Kreise wundersamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie mit Schrecken, dass ihre musikalische Virtuosität verloren geht... Pressenotiz Mit ihrem Spielfilm LICHT erzählt die österreichische Regisseurin Barbara Albert (DIE LEBENDEN, FALLEN, BÖSE ZELLEN) eine Parabel über die Macht der Musik zur Zeit Mozarts in Wien. Aufwendig inszeniert und mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt das Historiendrama die Suche nach der eigenen Identität zwischen Lichtblicken und Schattenseiten, zwischen Schein und Sein, zwischen Sehen und Gesehen werden. Die schicksalhafte Geschichte basiert auf dem Spiegel-Bestseller „Am Anfang war die Nacht Musik“ von Alissa Walser,

MEIN GROSSVATER SALVADOR ALLENDE
von Marcia Tambutti, RCH/MEX 2015, 90 Min. / Dokumentarfilm

Salvador Allende war der erste gewählte demokratisch-sozialistische Präsident Chiles. Am 11. September 1973 kam er durch einen Militärputsch ums Leben. Es folgten 17 Jahre Militärdiktatur unter Pinochet. Vier Jahrzehnte später begibt sich Allendes Enkelin Marcia auf Spurensuche nach dem Erbe ihres Großvaters. Wie sich herausstellt, liegen Teile der Familiengeschichte im Dunkeln. Die bewegende Dokumentation zeichnet mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen ein neues Bild des Präsidenten.

04.02.2018

THE WOMAN WHO LEFT (Ang Babaeng Humayo)
von Lav Diaz, RP 2016, 228 Min. mit Charo Santos-Concio, John Lloyd Cruz, Michael De Mesa, Nonie Buencamino, Shamaine Buencamino / Drama
Es ist 1997 und Horacia sitzt seit 30 Jahren wegen Mordes im Gefängnis.Dann tauchen neue Beweise auf, die ihre Unschuld beweisen – und die Schuldihres reichen Liebhabers aus Jugendtagen. Horacia ist eine freie Frau, doch dieJahrzehnte haben ihr alles genommen. Was ihr bleibt, ist die kalte Wut auf denMann, der sie einst ins Gefängnis brachte. Der ist noch wohlhabender als zuvor,verbarrikadiert sich aber aus Angst vor einer Entführung in seinem Anwesen. ImSchatten dieser Mauern lernt Horacia weitere Nachtgestalten kennen: einetranssexuelle Prostituierte, eine von Dämonen geplagte Obdachlose und einenbuckligen Eierverkäufer. Während sie ihnen eine großherzige Freundin wird,wartet Horacia geduldig auf ihre Gelegenheit zur Rache.

Filmkritik:




Die Passion der Jeanne
Von Wolfram Schütte
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Stéphanes Brizés Maupassant-Verfilmung »Ein Leben«
Brizés fast zweistündige Adaption ist der fünfte Film nach Maupassants Debütroman über ein fatales Frauenleben. Und um es gleich vorweg zu sagen: gewiss die Außergewöhnlichste!



Ein vibrierender Tonbild-Roman
aus den Fünfziger Jahren

Von Wolfram Schütte
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Tom Volfs erstaunlicher Kompilationsfilm »Maria by Callas
«

»Tom Volfe gelingt es mit Verve & Liebe, ein dramatisch-vibrierendes Doppelporträt zu entwerfen, bei dem einen der immense Preis erschüttert, den die Künstlerin für ihre fabulösen Kunstanstrengungen mit ihrem nicht-gelebten Leben bezahlen musste.«

Fortsetzung ohne Fortschritt
Peter V. Brinkemper
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»Star Wars Episode 8 – The Last Jedi«
im Feuer der Medienkritik
»Die Hauptaufgabe der jüngsten Star-Wars-Trilogie besteht in nichts anderem, als in der abrupten Verknüpfung neuer Charaktere mit den alten und durch Lucas’ langes Zögern überalterten Figuren und Darstellern, die zugleich abtreten sollen. Denn längst ist geplant, an einer anderen Ecke des Universums mit völlig anderen Charakteren und Situationen loszulegen.«

Baum ohne Blätter:
Blade Runner 2049

von Peter V. Brinkemper
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Zu Denis Villeneuves Filmfortsetzung von Philip K. Dicks Roman.
»Villeneuves Kino verdünnt die pralle graphische Kompression der Figuren aus dem ersten Film, das Paradox zwischen Schönheit, Eleganz, Geist, Mechanik und Bewusstlosigkeit, vermassten Menschenschatten und freiheitsaufbegehrenden Cyborgismus zu einer matten Revue taumelnder Gestalten in einem entleerten archäologischen Vergnügungspark, in dem die letzten Spektrallinien von Mensch und Sklave, Leben und Robotik aufleuchten, bevor endgültig das Licht über den Lookalikes in der Jukebox ausgedreht wird.«

Kriegsfilm ohne Krieger
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolans Kriegsdrama »Dunkirk«
»... eine stumme, am Strand vor dem Stadtpanorama erstarrten Armee ohne Krieger, von Zufall und Missgeschick zurückgedrängt, meist unerfahrene Kämpfer, die sich in metaphysischer Wartestellung befinden, sich in zurückgerufene und doch nicht erhörte Flüchtlinge, Deprimierte und Schläfer verwandeln, menschliches Frachtgut für die Barken des Charon, mitten in einer noch unbegriffenen Katastrophe aus Engpass und Unterversorgung.«

Ein Multipersonenstück
Von Georg Seeßlen
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»Der junge Karl Marx« von Raoul Peck
»Peck und seine Mitstreiter widerstehen vor allem der Gefahr, eine lineare Beziehung zwischen Psyche und Politik herzustellen. Marx und Engels handeln hier aus Erkenntnis und Willen heraus, und ihre Frauen, so unterschiedlich wie die Männer, sind alles andere als private Staffage, es sind politisch handelnde Menschen aus eigenem Recht.«


»Denken ist bereits Plastik«
Von Lothar Struck
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Andres Veiels Dokumentation über »Beuys«
»Man hatte es kaum bemerkt – 2016 war der 30. Todestag und hätte eigentlich ein "Beuys"-Jahr sein können wenn nicht gar müssen. Immerhin versuchte das Museum Schloss Moyland, welches sich als internationales Beuys-Zentrum versteht, mit der digitalen Kampagne #beuysheute an den Künstler zu erinnern. Als Nachklapp könnte man nun Andres Veiels Film "Beuys" sehen, der auf der Berlinale Premiere hatte und jetzt in die Kinos kommt.« Trailer

Die Kraft der Poesie
Von Claus Wecker
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»Neruda« von Pablo Larraín
»Nach all den Biopics, die uns das Kinojahr 2016 gebracht hat, den gelungenen und weniger gelungenen, ist »Neruda« ein einsamer Solitär, grandios und »verrückt« im Wortsinn.«




Der beste Freund
Von Lothar Struck
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Über den großartigen Film »Enklave« von Goran Radovanović
»Die Bilder wird man nicht mehr so schnell los, sie setzen sich fest und bleiben. Ein großartiges, ein episches Meisterwerk.«





Diesseitsweltentfremdet
Von Lothar Struck
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Wim Wenders verfilmt Peter Handkes »Die schönen Tage von Aranjuez«
»Immerhin versetzt der Film den Zuseher in eine andere Zeit und verweigert sich dem, was wir Gegenwart nennen und deren Zwänge uns zuweilen zu erdrücken scheinen. Man sieht zwei Menschen, wie sie miteinander reden und sich gegeneinander zuhören, als ginge es um Alles. Immerhin.«

»Es ist noch nichts erzählt.«
Von Lothar Struck
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Corinna Belz' feinsinniges Filmporträt »Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte.«
Trailer
Corinna Belz' Film zeigt wie Handke gelebt hat und, vor allem, wie er heute lebt. Oberflächlich betrachtet wirkt er dabei wie ein Aus-der-Zeit-Gefallener, der ohne Smartphone und Computer und ohne all die Dinge, die uns heutzutage so unentbehrlich erscheinen in einer Einsiedlerei lebt. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall.

Wider den »Übermut der Ämter«
Von Wolfram Schütte
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Ken Loachs Verteidigung der menschlichen Würde: »Ich, Daniel Blake«.
»Eine vergleichbar intensive Auseinandersetzung mit der sub-bürgerlichen Sozialwelt & eine ähnliche (wenn auch melodramatischer akzentuierte) emotionale Anteilnahme am Leben & Sterben »der kleinen Leute« gab es zuletzt im Oeuvre Rainer Werner Fassbinders.«

Die Poesie des Banalen
Von Wolfram Schütte
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Die wagemutige filmische Idylle »Paterson« von Jim Jarmusch.
»...das rare Beispiel einer Idylle der Selbstgenügsamkeit, der Sanftmut & des einfachen Lebens. Nur Jim Jarmusch kann sich diesen Hymnus in filmischer Strophenform heute erlauben, ohne dass die Idylle – seit langem ein ästhetisch prekäres Genre in den modernen Künsten – besonders auch in diesen (USA-)Tagen peinlich, süßlich oder sentimental würde.

»Es ist noch nichts erzählt.«
Von Lothar Struck
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Corinna Belz' feinsinniges Filmporträt »Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte.«
Trailer
Corinna Belz' Film zeigt wie Handke gelebt hat und, vor allem, wie er heute lebt. Oberflächlich betrachtet wirkt er dabei wie ein Aus-der-Zeit-Gefallener, der ohne Smartphone und Computer und ohne all die Dinge, die uns heutzutage so unentbehrlich erscheinen in einer Einsiedlerei lebt. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall.

Komische Bodenberührung
Von Wolfram Schütte
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Ein paar Mutmaßungen über den Publikumserfolg von Maren Adens Film »Toni Erdmann«.
»... Paradoxerweise ist es aber gerade diese von Maren Ade verweigerte Harmonisierung des Generationenkonflikts (der zugleich eine epochale gesellschaftliche Bruchlinie markiert), was dem erstaunlichen deutschen Film jene tiefgründige Balance zwischen Komödie & Tragödie bis zum offenen Ende hin ermöglicht.«

Der Aufbruch aus den Wäldern
Von Georg Seeßlen
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»Captain Fantastic« von Matt Ross.
»Dass es nicht darum geht, die Guten gegen die Bösen auszuspielen, das ist, wenn er schon eine bräuchte, die Botschaft dieses Films. Aber eigentlich geht es darum, dass jede Vertreibung aus dem Paradies eine tief traurige und herzlich komische Angelegenheit ist, und dass man, wenn man Mensch sein oder werden will, gar nicht darum herumkommt. Bis in die letzte, ungeheuer kunstvoll eingerichtete Einstellung bleibt die Schwebe erhalten.«

© XVerleih AG



Verloren im Paradies
Von Lothar Struck
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Zwischen Hoffnung und Verzweiflung verkörpert Josef Hader den heimatlosen Dichter Stefan Zweig in Amerika »Vor der Morgenröte«
»...ein wunderbarer, ein wahrhaftiger Film. Komponiert, konzipiert und inszeniert mit außerordentlicher Hingabe und großem Ernst.«
ab 2. Juni in den Kinos

Leben, Scham & Flucht oder Thierrys Passion
Von Wolfram Schütte
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Stéphane Brizés beobachtende filmische Meditation über den »Wert des Menschen«.
»
Wenn Hitchcock einmal behauptet hat, dass er auf den Emotionen seiner Zuschauer wie auf einer Orgel spiele, erreicht Brizé mit seinem ästhetischen Minimalismus, der gewissermaßen dem Gebrauch nur einer Flöte entspricht, eine emotionale Intimität & Intensität, mit der er die Zuschauer zu Verschworenen des Hauptdarstellers macht ...«

Von Lucas zu Disney
Peter V. Brinkemper
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»Star Wars 7 - Das Erwachen der Macht«:
Eine Erfolgsserie wird neu justiert.
»
Herausgekommen ist keine Spielfilm-Episode mit prägnant erzählter Fortsetzung einprägsamer Personen im bisherigen Sinne, sondern eine hochmobile Fusion zwischen Remake und Reboot. Über deren Kurs wird gerade gestritten.«

Wechselseitige Erpressung
Von Wolfram Schütte
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Pablo Larraíns intensiver Film »El Club« über »Problem-Priester«.
Larraíns »El club« besitzt die fortdauernde Rätselhaftigkeit, poetische Dichte & nachhaltige Beunruhigung, für die einmal im vergangenen Jahrhundert der Name Luis Bunuels stand.  


Helden der anderen Art
Von Georg Seeßlen
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The Yes Men - Jetzt wird‘s persönlich
Die Yes Men, der Programmierer, Autor, Job Hopper und Professor für Design, Jacques Servin alias Andy Bichlbaum, und der Kunst-Professor Igor Vamos alias Mike Bonnano, sind, zusammen mit wechselnden Mitarbeitern, zur wohl bekanntesten Gruppe von Web-Aktionisten, Culture Jammern und Guerilla Künstlern geworden.

Nußschale & Flaschenpost
Von Wolfram Schütte
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Jafar Panahis virtuoser Film »Taxi Teheran«
»... so offen, so direkt, so frontal, aber auch so souverän, so gewitzt & witzig hat noch keiner seiner intellektuellen Kollegen von sich & dem heutigen Iran gehandelt! Es ist ein großes Vergnügen, ihm dabei zuzusehen & zuzuhören.«


Der Untergang der Freizeitparks
Von Peter V. Brinkemper
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Zur aktuellen Politik in »Jurassic World«
Wir leben im Zeitalter der bombastischen Mega-Remakes. Nicht nur im Kino. Diese liefern uns einen Erlebniswall gegen die doch digital allgegenwärtigen Kriegs- und Krisennachrichten. Auf einer Tour ins wüstenhafte Nirgendwo sind wir auf der Suche nach dem letzten Sp(i)rit, den wir sogleich wieder verbrauchen, bevor wir selber draufgehen.
 

So schön und so traurig
Von Claus Wecker
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Über Roy Anderssons »Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach«.
In 39 Szenen, die manchmal eine zusammenhängende Geschichte, manchmal von einzelnen Ereignissen erzählen, balanciert Andersson zwischen Komödie und Tragödie.


Mr. Turner – und wie er die Welt sah
Von Georg Seeßlen
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Ein sehr schöner Film über einen der bedeutendsten Maler des 19.Jahrhunderts.
Einen, der den Weg in die Moderne begleitete, der einerseits das Walten der Natur in immer waghalsigeren Farbschichtungen beschwor, andrerseits aber auch ein Auge für die neue Technologie, die Dampfkraft, das Feuer der Industrialisierung hatte.

»Interstellar« scheitert gekonnt
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolan mit wildem Jockey-Science-Fiction-Mix.
Nolans Science-Fiction-Abenteuer »Interstellar« ist ein gescheitertes Nebenwerk, eine Übernahme eines Steven-Spielberg-Projektes, ein wilder Mix aus zahlreichen Vorbildern und eigenen Konzepten und Varianten. Es wird zu einem weiteren Opus Magnum des bisher gelobten Regisseurs hochgepuscht, vielleicht auch nur, weil es 169 Minuten dauert, und zwar von einer entgegenkommenden deutschen Presse, den Anhängern, den harten »Nolaniten« und einer intensiven Werbemaschinerie.

Euphorie einer interstellaren Moderne
Von Peter V. Brinkemper
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So
entstand Stanley Kubricks »2001: A Space Odyssey«
Für den epochalen Science Fiction Klassiker knapp vor dem sich vollendenden bemannten US-Apollo-Mondfahrtprojekt wurde eine noch heute stilistisch wegweisende technologische Moderne mit einer Anthropologie der interstellaren Evolution verknüpft.

Ein Superman mit Innenperspektive
von Peter V. Brinkemper
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»
Man of Steel« im Sog des neusten Comic-Film-Krieges.
Der neue Superman als Versuch einer sanften Adaption an die Menschheit.





Malcolm McDowell incredible 70
Von Peter V. Brinkemper
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Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Sergio Leone und McDowell zusammengekommen wären.

Foto: Jeremy Emerman

Verstanden, alter Knabe?
Von Peter V. Brinkemper
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Buz Luhrmanns Film-Version des großen »Gatsby« ist ein komplexes Zeitpanorama, vor allem durchdrungen von der experimentellen Unordentlichkeit eines riskanten Lebens unter widrigen Hypothesen.
Die Kristallisation der Liebe und der Kristall der Zeit sind hier die Chance und das Wahnbild eines illegitimen Kairos, den man streift, während die anderen darauf warten, einen um die Früchte des vorgegaukelten Erfolgs zu bringen.

Leichtsinnig wie ein wilder Stier
Von Peter V. Brinkemper
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Amazing Epic Pulp – Quentin Tarantinos
Anti-Slavery-Western »Django Unchained«
»Lustvoll trägt Tarantino den Zorn – über den freiwilligen und erzwungenen Ausverkauf und darüber, wie weit innere Selbstentfremdung und existenzielle Auslieferung zwischen imaginärer Macht und realer Ohnmacht gehen können – in das Zentrum der Geschichte und in ihre Abgründe,...«

Charakterstudie einer Denkerin
Von Karl Martin
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Ein paar Bemerkungen zu
Margarethe von Trottas Film »Hannah Arendt«.
»Eine intensive Begegnung mit der im besten Sinne eigensinnigen Denkerin, couragierten Frau und begnadeten Kettenraucherin Hannah Arendt, der Barbara Sukowa mit einem grandiosen Monolog von einer Zigarettenlänge ein kleines Denkmal gesetzt hat.«

Vom Geben und Nehmen
Von Georg Seeßlen
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Teil 1 von Ulrich Seidls »Paradies-Trilogie: Liebe«
»Die Schwäche des einzelnen ist nicht der Punkt, den man denunzieren will, sie ist das Tor, das in das Innere führt. Denn es sind Menschen auf der Suche nach dem Glück, nach Befreiung, nach Liebe. Unglücklicherweise führt die Befreiung des einen nur zur Unterdrückung des anderen, unglücklicherweise lauert hinter jedem Gefängnis, das man verläßt, schon das nächste.«

The Darkest Hour
Von Lida Bach
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Fiktive Fakten und Film-Folter für den Frieden in Kathryn Bigelows »Zero Dark Thirty«.
Sie verteidigt das technisch glanzvolle, dramaturgisch stumpfe Kinokonstrukt mit der abstrusen Behauptung, um das westliche Wertkonzept aufrecht zu halten, müssten dessen humanitäre Grundpfeiler eingerissen werden. Die moralische Überlegenheit, die den Figuren und ihren potentiellen Sympathisanten im Kinosaal zugebilligt wird, entpuppt sich als Makulatur.

Keira Kneightley in Hochform
Von Claus Wecker
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Tolstois »Anna Karenina« grandios verfilmt von Joe Wright.
»Kneightleys Tour de Force durch sämtliche Gemütszustände einer um eine Entscheidung ringende, diese Entscheidung wieder verwerfende und dieses Verwerfen erneut revidierende Frau ist allein schon einen Kinobesuch wert.«

Reise zum Kern des Menschseins
Von Peter V. Brinkemper
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Cloud Atlas - Roman & Film zwischen Debut und Debakel
»... die Suche nach dem Lebensfaden und um ein Stück wohliger Trauerarbeit am zugigen Kamin der Zeit, um das testamentarische Unterwegssein in der eigenen Psyche und in fremden Seelen, solange die Erde sich noch für die Menschheit dreht.«

Aufbruch zu den Sternen oder Konzern-Safari?
Von Peter V. Brinkemper
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Über
Ridley Scotts »Prometheus«
Ridley Scotts lang erwartetes neues »Alien«-Kino-Werk hat den verheißungsvollen Titel »Prometheus – Dunkle Zeichen« (2012). Es ist unentschieden angesiedelt zwischen Prequel (exakter logischer Vorgeschichte), Remake (kommerziell motivierter Neuverfilmung), Reboot (Neustart bei Löschung der alten Logik) oder Spin-Off (Ableger, Nebengeschichte).

Die Grablegung des Vigilanten
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolans »The Dark Knight Rises«
Der wohlvorbereitete Anschlag auf eine Mitternachts-Premiere von «The Dark Knight Rises» im Century-Kinokomplex in Aurora, Colorado, eine Schießerei durch einen jungen studierten Einzeltäter ins Publikum, eine Viertelstunde nach Filmbeginn, ausdrücklich in Anlehnung an den Joker-Stil, führt zu 12 Toten und zahlreichen Verletzten unter den Zuschauern.

Paradoxien der Enträumlichung
Zur Philosophie des 3-D-Films.
Von Peter V. Brinkemper
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Über »Star Wars Episode I« in 3-D und George Lucas’ brillante Ent-Täuschung.
»Star Wars Episode I 3-D« ist wie ein erster zusammengebastelter Protokolldroide, für den man sich noch keine voll funktionsfähige Raumhülle leisten konnte. Diese Filmversion hilft uns, genauer verstehen, dass 3-D in der Tat noch mehr und noch etwas anderes sein könnte, als die Vertiefung der alten Einäugigkeit, die liest und entziffert – statt zu begreifen und zu sehen.
«

Das Ende ist nah, es lebe das Ende


Von Thomas Hummitzsch

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Der dänische Regisseur Lars von Trier feiert in seinem neuen Film »Melancholia« das Unzelebrierbare: Den Untergang der Welt.


Der Comicfilmkrieg:
»Green Lantern« vs.
»Captain America«

Von Peter V. Brinkemper
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»Die rein ökonomische Formel der Comic-Verfilmung wäre: So wenig Differenzierung wie eben nötig, so viel Einheitlichkeit wie möglich. Klar vermarktbares Kino statt verwirrender Plots und manierierter Bildsprache (...) Die Revitalisierung der Marke, nicht des Charakters ist gefragt. Psychologische Vertiefung hält sich spürbar in Grenzen.«

Risse in der Panoramischen Poesie
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Die Kino-Zweitfassung von »Avatar« verstärkt den Spieleffekt auf Kosten der Science Fantasy.
Alle diejenigen, die über den kommerziellen Gag lächeln, »Avatar« nach dem abgefeierten Erfolg noch einmal mit Miniverlängerungen ins Kino zu bringen, sollten genauer hinsehen.


Heart of Brightness
Von Peter V. Brinkemper
James Camerons Avatar  – Aufbruch nach Pandora
»Aliens und Terminatoren mutieren zum Versöhnungsfest im Stil von Herr der Ringe. Abgemischt aus Pocahontas und Meuterei auf der Bounty entsteht ein Silent Running der neuen Dimension. Doch das ist keine Science Fiction mehr, das ist Science Fantasy.«
Brinkempers Gebrauchsanweisung für Camerons »Avatar« Brauchen wir neue Kategorien für das mediale Erleben?


Zauber der fluiden Erzählung
Peter Brinkemper über Christopher Nolans »Inception«
»...ein großartiger Film, faszinierend in der temporeichen und nuancierten schauspielerischen und der visionären Inszenierung.« Artikel lesen
Trailer


Frieden und Gerechtigkeit

Von Georg Seeßlen
»Micmacs« der neue Film von Jean-Pierre Jeune
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Artikel lesen
»Wer wagte es, seine cineastischen Sammel- und Bastelstücke vor dem Publikum auszubreiten, ohne Rücksicht darauf, daß auch etwas richtig Großes und Ganzes dabei herauskommt? Wer traut sich noch, Spiel-Filme zu drehen? In Jeunet-Filme geht man am besten mit einem großen Herzen. Oder mit einem kleinen – Na, Sie wissen schon.« Trailer

Kompilations-Anti-Grusel-Action-Emo-Kino
von Peter V. Brinkemper
Das Copy-and-Paste-Problem von Scorseses
»Shutter Island«

»Scorsese scheitert an den unaufgearbeiteten Rückständen seines alten Straßen-Verismus und an dem aktuell verrotteten Mix aus Psychologie, Psychiatrie, dümmlicher Verrätselung, wo keine ist, und an den gummiartig aneinander klebenden Einstellungen, ... Wie konnte ein solches Machwerk dem einstmaligen Meister unterlaufen? Aus Zeitnot, als Geldnot, aus Termindruck, aus Alterangst, auch den Kinotod zu sterben?«


Das Würfelspiel des Daseins
Jay Parinis grandioser Roman über die letzten Tage des berühmtesten Schriftstellers der Welt.
Tolstojs letztes Jahr
»Ein Roman ist wie eine Seereise, ist wie ein Aufbruch in unbekannte Gewässer, aber ich bin so nah wie möglich der Küstenlinie jener tatsächlichen Ereignisse des letzten Lebensjahres Tolstojs gefolgt.«, beschreibt Parini den real-fiktiven Rahmen seines Werks. Leseprobe

EIN RUSSISCHER SOMMER
von Michael Hoffmann, GB/D/RUS 2009, 112 Min. mit Helen Mirren, Christopher Plummer, Kerry Condon, Paul Giamatti, Anne-Marie Duff, David Masterson


Begriffe in Bewegung
Abécédaire. Gilles Deleuze von A bis Z
»
Allein das Interieur, die arrangierte Szenerie ist trés léger. Mit welcher charmanten Nonchalance Gilles Deleuze in einem ausgeleierten, mauvefarbenen Pullover vor einer halbhohen Kommode sitzt, über der ein alter Spiegel hängt, in dessen linken unteren Ecke man das Spiegelbild seiner ketterauchenden Gesprächspartnerin, Claire Parnet, erkennt, das ist grandios.«

Eichelhagel im Tannendunkel
Lars von Trier bleibt auch mit »Antichrist« seiner Flucht-Linie treu, schafft diesmal aber vor lauter Kunstreligion kein Meisterwerk.
»
Die typisierende Differenz zwischen der empfindsam-depressiven Frau und dem zunächst therapeutisch-optimistischen Mann schafft keine elektrisierende Spannung heterogener Welten, sondern eine müde Kopulation zwischen Stummheit und Rhetorik, Annäherung und Entfremdung, Kuschel-Geborgenheit und gewaltsamen Ausgesetztsein. «

Nebenberuf: Adolph Shicklegroover
Quentin Tarantinos neues Werk
»Inglourious Basterds«
Von Peter V. Brinkemper
»Tarantino zitiert historisch überpräsente Zeichen, allen voran Hitler und Konsorten, die eigentlichen Bastarde des Films, den Krieg, die NS-Herrschaft, das SS-Terror-System, er verdichtet dies alles ein Stück weit zur zeichenhaften Präsenz einer immanenten Beutekultur, dem talmipolitischen Comic, dem gewollten Schund, dem Billigen und Trivialen als Kehrseite von Glanz und Gloria...« Leseprobe Drehbuch

Distanz und Hitze
Die Che Guevara Passion
Georg Seeßlen zu Steven Soderbergs Versuch, dem Revolutionär »Che« mit den Mitteln des Kinofilms Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. »Das ist nicht großes Kino, das ist großer Film.«


Che Guevara - Originaltexte in Übersetzung
Partisanenkrieg - eine Methode - Brief an Carlos Quijano
Der Sozialismus und der Mensch auf Cuba
- Ansprache vor der Vollversammlung der UNO am 11. Dezember 1964 »Cuba - ein freies Land auf dem amerikanischen Kontinent«

Ein Halbblut von einem Flickwerk
Von Peter V. Brinkemper
David Yates verfilmt den sechsten Harry Potter
»Im Gewande medialer Globalisierung entsteht die Fusion einer audiovisuell veräußerlichten Jugend- und Erwachsenenliteratur im Mainstream-Konsum, wobei die weltweite Infantilisierung von komplexeren literarischen Inhalten und Formen auf durchaus fortgeschrittenem Unterhaltungsniveau einmal mehr zur unhinterfragten Konstante des Showbusiness wird.«


Thema verfehlt
Anne Dippel hat sich den zweiten Teil von Transformers: »Revenge of the Fallen« angeschaut und stellt fest: »... als sollten die Zuschauer auf das Ende der Demokratie und die Herrschaft eines Einzelnen vorbereitet werden. Der zweite Teil des Films Transformers ist dreimal unheimlich: unheimlich phantasielos, unheimlich langweilig und unheimlich unheimlich.«

Vom Ertrinken im Lichtermeer
Georg Seeßlen über Peter Dörflers Dokumentarfilm »Achterbahn«
»Vom Rummelplatz kommt und zum Rummelplatz will das Kino. Hinter den fliegenden Teppichen und Schießbuden, hinter den Lichtern und dem Lärm warten Lebensgeschichten, die so tragisch sind wie Shakespeare-Dramen und so grotesk wie Pulp Fiction. Melodramen von der anderen Seite des Spiegels, ohne verläßliche moralische Endungen. Die Geschichte von Norbert Witte und seiner Familie ist so eine Geschichte. Wenn das alles nicht wirklich passiert wäre, gäbe es den perfekten Stoff für einen deutschen film noir.«


Die Haut des Terminators
Von Peter V. Brinkemper
Der ultimative Schlüssel zum Film
»T-4: Die Erlösung«






Mitten ins Herz und doch ein Stück vorbei
Peter V. Brinkemper über Harald Bergmanns
dreiteiliges DVD-Film-Werk

»Brinkmanns Zorn«
»Harald Bergmann gebührt das Verdienst, die mediale Schicht und die experimentelle Phase von Rolf Dieter Brinkmanns Arbeitstechniken und seinen Erlebnisweisen überzeugend einzukreisen. (...) Der von Brinkmann schließlich konsequent begangene Weg zu einer neuen literarischen Sprache liegt allerdings jenseits medialer Hörigkeit, in einer Dimension der metaphorischen Verdichtung und der literarischen Transformation, die auch gegenüber der heutigen Medien-Pop-Literatur eine hochgradige Resistenz und Renitenz aufweist.«


 

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Lothar Struck
Der Geruch der Filme

Peter Handke und das Kino

Lothar Struck analysiert das bisher kaum untersuchte cineastischen Werk Peter Handkes, zeigt Parallelen zwischen der Bildsprache der Filme und seinem schriftstellerischen Werk auf und bietet überraschende Deutungen an. Der Band widmet sich auch ausgiebig den Filmen, die Handke als Regisseur und/oder Drehbuchautor geschaffen hat. Ein wissenschaftlicher Essay mit umfangreichen Quellenangaben sowie ausführlicher Bibliografie und Filmografie im Anhang - spannend zu lesen für alle Kinogeher und unverzichtbar für Handke-Interessente.


Mirabilis Verlag

 

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Auf dem Weg – wohin?

Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Nach dem 66. Mannheim-Heidelberger Filmfestival.
Als Michael Kötz in seiner Laudatio auf Leben & Werk des großen europäischen Cinéasten zu sprechen kam, dürften dem Publikum die Reminiszenzen des Festivalleiters wie antike Nachrichten aus einer völlig abgeschlossenen Vergangenheit der Filmgeschichte geklungen haben. Es passt zum desaströsen Zustand unserer Verleihsituation, dass für Szabos weltbekanntestes, mit dem Oscar bekränztes Werk »Mephisto« kein Rechteinhaber mehr feststellbar ist.

Noch war Polen nicht verloren
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Zum Tod von Andrzej Wajda

»Wajda war Polen - & nahezu sein gesamtes filmisches Oeuvre dessen episodisch erzähltes Epos: vom 19. Jahrhundert bis in unsere unmittelbare Gegenwart.«


Indische Taxifahrerin & vier japanischen Geschwister

Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ein paar Eindrücke auf den 49. Hofer Filmtagen

»In knapp einer Woche liefen im Oberfränkischen Hof 28 deutschen Lang- & 31 deutschen Kurzfilme neben zahlreichen Arbeiten u.a. aus der Schweiz, Österreich, Indien, Belgien, Kanada, Argentinien, Japan, Frankreich in 8 unterschiedlich großen Kinos. Obwohl also zeitgleich stattfindend, kamen sich die beiden konkurrierenden Herbst-Filmfestivals nicht in die Quere.«

Weltkino für die Provinz
Auf dem 64. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
»Gleich sechsfach hat Michael Kötz, der ja wie der Zirkusdirektor in Ophüls »Lola Montez« gerne vor jeder Vorstellung sein Publikum persönlich begrüßt, anspricht & lobt – dass es gekommen ist – diesmal die öffentliche Erscheinung seines Festivals verändert.«

Datenbanken

Internet-Movie-DataBase, Moviedata, Movieline, Europas Cinemas, Filmfestivals

Zeitschriften:

Filmdienst,
Entertainment Weekly, epd Film, Variety, Cinema

Zack Snyders »300« und Friedrich Nietzsche
Ein Essay
von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Antike Ästhetik zwischen Krieg und Frieden
»Schon in der klassischen Zeit wittert Nietzsche Kulturimport und kritisiert, dass in Athen Sokrates als argumentativer Gründungsvater der abendländischen Philosophie und Euripides als jüngerer Dramatiker das elementare Chaos und den Agon, die Phantasie und Logik nur mit oberflächlicher Rationalität traktieren. Nur der echte, von fremden Interessen unbeeinflusste und friedliche Widerstreit erhebe die Kunst über Propaganda, Belehrung und Unterhaltung.«


Foto von Eva Rinaldi
Unendlicher Spaß –
Grenzenlose Trauer

Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Zum Tod von Robin Williams (1951-2014)
»Robin Williams war und ist ein radikaler und exzentrischer US-Komiker, ein beherzter, dabei gebrochener Comedian, ein aus dem scheinbar heiteren Fach stammender Charakterschauspieler, dessen Obsessionen Drehbücher improvisatorisch sprengten und dessen fragmentierte Rollen und dissoziierte Figuren, nicht nur für das Filmgewerbe, sondern auch für sein eigenes Leben längst hätten aufhorchen sollen.«


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