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Glanz&Elend

Filmstarts

Impressum | Mediadaten | Last update: 12.05.2017, 10:04

 

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Anselm Kiefer, Alexander Kluge
Der mit den Bildern tanzt / Dancing with Pictures

Anselm Kiefer ist einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart,
Alexander Kluges Fernsehinterviews sind legendär. Über mehrere
Jahre hinweg haben sich die beiden immer wieder getroffen und
ausführliche Gespräche geführt.
Ein großes dialogisches Künstlerporträt.

Suhrkamp

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49 neue Filme im Mai/Juni

 

11.05.2017

1917 - DER WAHRE OKTOBER
von Katrin Rothe, D/CH 2017, 90 Min. / Dokumentarfilm, Animation

St. Petersburg 1917. Die Weltkriegsfront rückt täglich näher, man hungert, bangt, wütet. Im Februar wird der Zar gestürzt. Viele Künstler sind euphorisch: Revolution! Freiheit! Endlich Frieden? Was taten Dichter, Denker, Avantgardisten wie Maxim Gorki und Kasimir Malewitsch, als die Bolschewiki die Macht übernahmen? Im Film entsteigen fünf von ihnen den Bücherstapeln der Regisseurin. Überlieferte Worte im Munde, durchkreuzen sie Salons, Komitees und Straßenschlachten, während der Ausgang der Geschichte noch offen ist. www.1917-derfilm.de

BERLIN REBEL HIGH SCHOOL
von Alexander Kleider, D 2016, 92 Min. / Dokumentarfilm

Alex, der mit Anfang 20 schon an über zehn Schulen war, Lena, die in der Schule gegen die Regeln aufbegehrte, und Hanil aus Aachen sind Teil einer Klasse der Schule für Erwachsenenbildung (SFE) in Berlin. Seit 1973 besteht die SFE als basisdemokratisches Projekt: kein Direktor, keine Noten. Die SFE schaffte es angeblich bis ganz nach oben in den Schulwettbewerben. www.neuevisionen.de

DENK ICH AN DEUTSCHLAND IN DER NACHT
von Romuald Karmakar, D 2017, 105 Min. mit Ata, Roman Flügel, Sonja Moonear, David Moufang, Ricardo Villalobos / Dokumentarfilm

Fünf DJs/Musiker bei der Arbeit im Studio, im Club und auf der Bühne. Außerdem: Persönliche Reflektionen über ihren Werdegang und die weite Welt der elektronischen Musik. Dazwischen: Bilder von leeren Clubs im Tageslicht, von vollen Tanzflächen in der Nacht, von den Umgebungen der Studios, in denen die Musik entsteht, die die Nacht zum Tag macht. http://rapideyemovies.de

DINKY SINKY
von Mareille Klein, D 2016, 94 Min. mit Katrin Röver, Till Firit, Ulrike Willenbacher, Michael Wittenborn, Götz Schulte /
Tragikomödie

Frida (36) wünscht sich ein Kind. Seit zwei Jahren unterliegt die Beziehung zu ihrem Freund Tobias einem strikten Zeugungsprogramm. Doch was sie auch versucht, ihr Kinderwunsch erfüllt sich nicht. Als sie eine künstliche Befruchtung in Erwägung zieht, beendet Tobias die Beziehung. Frida sehnt sich nach Heim und Familie, und nun soll sie mit Mitte dreißig von vorne beginnen? Während ihre Freunde in die nächste Lebensphase übertreten, verläuft ihr eigenes Leben vermeintlich rückwärts. www.zorrofilm.de

DAS ENDE IST ERST DER ANFANG (Les premiers les derniers)
von Bouli Lanners, F/B 2016, 98 Min. mit Albert Dupontel, Bouli Lanners, Suzanne Clément, Michael Lonsdale, David Murgia, Aurore Broutin / Tragikomödie
Ein Ort am Ende der Welt: Gilou und Cochise scheint es in ihrem Pick-Up, als habe die Straße kein Ende. Ihr Auftrag scheint müßig, denn sie sollen ein verlorenes Handy orten, auf dem sich sensible Informationen befinden. Eine Frau an der Tankstelle, mit der sich Cochise anfreundet, und ein Angestellter eines heruntergekommenen Hotels können ihnen auch nicht weiterhelfen … www.nfp-md.de

FÜNF STERNE
von Annekatrin Hendel, D 2016, 79 Min. / Dokumentarfilm

Zwei Freundinnen in einem Hotelzimmer an der Ostsee. Die Filmemacherin filmt die Künstlerin Ines Rastig. Die Aufnahmen entstehen im Januar 2016, zwei Monate nach der Diagnose Lungenkrebs, vier Monate vor Ines Rastigs Tod. Ein Film über Widersprüche: das kleine Hotelzimmer und das weite Draußen, der sterbende Körper und die kreative Energie. www.salzgeber.de/kino

KEEPER
von Guillaume Senez, CH/B/F 2015, 95 Min. mit Galatea Bellugi, Kacey Mottet Klein, Catherine Salée, Sam Louwyk, Laetitia Dosch /
Drama

Maxime und Mélanie sind 15 und ineinander verliebt. Sie machen erste gemeinsame Erfahrungen. Als Mélanie merkt, dass sie schwanger ist, sind beide verunsichert. Schon bald kann sich Maxime aber vorstellen, Vater zu werden - obwohl er eine vielversprechende Karriere als Fussball-Torwart vor sich hat. Schliesslich entscheiden die zwei, das Kind zu behalten. Während Maximes Eltern ihn unterstützen, möchte Mélanies Mutter ihre Tochter davor bewahren, so jung ein Kind zu bekommen … www.filmkinotext.de
 
KING ARTHUR: LEGEND OF THE SWORD
von Guy Ritchie, UK/AUS/USA 2017, ca120 Min. mit Charlie Hunnam, Astrid Bergès-Frisbey, Jude Law, Annabelle Wallis, Katie McGrath, Djimon Hounsou / Action, Fantasy
Im 5. Jahrhundert n. Chr. mischt der junge Arthur, der als Waisenkind von drei Prostituierten erzogen wurde, mit seinen Männern und der geheimnisvollen Guinevere die dunklen Straßen Londons auf. Er ahnt nicht, welches Schicksal ihm vorbestimmt ist. Erst als ihm das legendäre Schwert Excalibur in die Hände fällt, nutzt er die neugewonnene Macht des Schwertes dazu, das Volk zu einen und es von dem Tyrannen Vortigen zu befreien, der einst seine Eltern ermordet und die Krone geraubt hatte. www.warnerbros.de
 
RÜCKKEHR NACH MONTAUK
von Volker Schlöndorff, D/F/IRL 2017, 105 Min. mit Stellan Skarsgård, Nina Hoss, Susanne Wolff, Niels Arestrup, Isi Laborde
Drama

Der Schriftsteller Max Zorn kommt zu seiner Buchpremiere nach New York. Seine Lebensgefährtin Clara war ihm vorausgereist, um an der US-Veröffentlichung mitzuarbeiten. In seinem Roman schreibt Max vom Scheitern einer Liebe in dieser Stadt. Er bemüht sich um ein Wiedersehen mit Rebecca, seiner Geliebten von damals. Sie lebt seit 20 Jahren in New York und ist inzwischen eine sehr erfolgreiche Anwältin geworden. Sie lässt sich zu einem gemeinsamen Wochenende überreden … www.wildbunch-germany.de

EIN TAG WIE KEIN ANDERER (Shavua ve Yom)
von Asaph Polonsky, IL 2016, 98 Min. mit Shai Avivi, Evgenia Dodina, Tomer Kapon, Sharon Alexander, Carmit Mesilati Kaplan, Uri Gavriel / Tragikomödie

Vor sieben Tagen haben Eyal und Vicky ihren 25-jährigen Sohn beerdigt. Die Shiva, das jüdische Trauerritual, ist nun beendet, die Besuche und Beileidsbekundungen ebben ab. Während Vicky schnellstmöglich zur Normalität eines geregelten Lebens zurückkehren möchte, geht Eyal den entgegensetzten Weg und konserviert seinen momentanen Ausnahmezustand mit allen Mitteln: Er freundet sich mit dem Nachbarsohn Zooler an. Zusammen verbringen sie einen unvergesslichen Tag voller absurder Situationen und finden gemeinsam einen Weg aus der Trauer.

ÜBERFLIEGER – KLEINE VÖGEL, GROSSES GEKLAPPER
von Toby Genkel u. Reza Memari, LUX/B/D/N 2017, 85 Min. /
Animationsfilm

Der verwaiste Spatz Richard wird liebevoll von einer Storchenfamilie aufgezogen. Dass er selbst kein Storch ist, wird ihm erst klar, als sich seine Eltern und sein Bruder im Herbst für den langen Flug ins warme Afrika rüsten. Sie müssen ihn schweren Herzens zurücklassen. Doch Richard macht sich auf eigene Faust auf den Weg in den Süden. Dabei kommen ihm Olga, die zu groß geratene Zwergeule, und ihr imaginärer Freund Oleg zu Hilfe. Sie befreien Kiki, einen selbstverliebten Karaoke-Wellensittich mit Höhenangst, aus seinem Käfig und stürzen sich in ein turbulentes Abenteuer. www.wildbunch-germany.de

18.05.2017

6 JAHRE, 7 MONATE & 16 TAGE - DIE MORDE DES NSU
von Sobo Swobodnik, D 2016, 76 Min. / Dokumentarfilm

Der Titel gibt den Zeitraum an, in dem der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) in Deutschland aktiv war und insgesamt zehn Morde an Migranten und einer deutschen Polizistin verübte. Die Schwarzweiß-Bilder der unterschiedlichen Tatorte unterlegt Filmemacher Swobodnik mit Zeitungsmeldungen, Ermittlungsprotokollen, Prozessaussagen und Äußerungen von Hinterbliebenen, die Schauspieler des Berliner Ensembles vorlesen. Die Musik stammt von dem Berliner Musiker Elias Gottstein. www.partisanfilm.de
 
ALIEN: COVENANT
von Ridley Scott, USA/UK 2017, ca130 Min. mit Michael Fassbender, James Franco, Katherine Waterston, Noomi Rapace, Carmen Ejogo, Billy Crudup / Science Fiction

Ridley Scott kehrt zu dem von ihm erschaffenen Universum zurück mit einem neuen Kapitel in seiner bahnbrechenden »Alien«-Serie. Die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant ist unterwegs zu einem abgelegenen Planeten am Rand der Galaxie. Sie glaubt, ein unerforschtes Paradies zu entdecken, das aber tatsächlich eine dunkle, gefährliche Welt ist. Als die Astronauten dies bemerken, müssen sie einen grauenvollen Fluchtversuch unternehmen. www.fox.de
 
BARAKAH MEETS BARAKAH
von Mahmoud Sabbagh, Saudi-Arab 2016, 88 Min. mit Hisham Fageeh, Fatima Al Banawi, Sami Hifny, Khairia Nazmi, Abdulmajeed Al-Ruhaidi, Turki Sheikk / Romantische Komödie

Die erste romantische Komödie, die je in Saudi-Arabien realisiert wurde, erzählt die Geschichte von Barakah, der in der saudischen Hafenstadt Dschidda als Ordnungsbeamter dafür sorgen soll, dass das öffentliche Leben nach dem islamischen Recht verläuft. Durch sein Hobby, das Theaterspiel in einer Laiengruppe, lernt er Bibi kennen und verliebt sich in sie. Raffiniert hebeln die beiden das System von Tradition, Etikette und Religionspolizei aus. www.arsenal-berlin.de

BEUYS
von Andres Veiel, D 2017, 107 Min. / Dokumentarfilm

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass »Geld keine Ware sein darf«. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. »Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?« fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führt uns mitten in den Kern noch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten. www.piffl-medien.de

BORDERLAND BLUES
von Gudrun Gruber, D/USA 2016, 73 Min. / Dokumentarfilm

Das US-mexikanisches Grenzland Arizona galt einst als Sinnbild der Freiheit am Horizont des amerikanischen Westens und war immer wieder Territorialkämpfen ausgesetzt. Das Hügelland der Sonora Wüste ist auch heute nicht zur Ruhe gekommen. Der Film erzählt aus der Sicht der Wüstenbewohner von einem Leben am geographischen Rand der USA. Er begleitet Einheimische, NGOs und Paramilitärs auf ihren Wegen durch das Grenzgebiet und besucht die weltweit größte Messe für Grenzsicherheitstechnik, die Border Security Expo in Phoenix, Arizona. www.dejavu-film.de
 
JAHRHUNDERTFRAUEN (20th Century Women)
von Mike Mills, USA 2016, 119 Min. mit Annette Bening, Elle Fanning, Lucas Jade Zumann, Billy Crudup, Greta Gerwig, Alison Elliott / Drama

Kalifornien, Ende der 70er Jahre – eine wilde, inspirierende Zeit der kulturellen Umbrüche, Freiheit. Dorothea Fields, eine energische und selbstbewusste Frau Mitte 50, erzieht ihren Sohn Jamie ohne den Vater, holt sich aber Unterstützung von zwei jungen Frauen: Abbie, die freigeistige und kreative Mitbewohnerin, und Jamies beste Freundin Julie, ein gleichermaßen intelligentes wie provokatives Mädchen. http://jahrhundertfrauen-film.de
 
NATIONAL BIRD
von Sonia Kennebeck, USA 2016, 92 Min. / Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm begleitet drei Kriegsveteranen der US-Air-Force, die entschlossen sind, das Schweigen über eine der umstrittensten militärischen Maßnahmen der jüngeren Zeit zu brechen: den geheimen Drohnenkrieg der USA. Sie waren in unterschiedlichen Funktionen selbst an diesem Krieg beteiligt. Ihre Mitschuld an der Tötung Unbekannter – und möglicherweise Unschuldiger – auf weit entfernten Schauplätzen lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Schließlich gehen sie an die Öffentlichkeit – ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen. www.nfp-md.de
 
NOCTURAMA
von Bertrand Bonello, F/D/B 2016, 130 Min. mit Finnegan Oldfield, Vincent Rottiers, Hamza Meziani, Manal Issa, Laure Valentinelli, Rabah Nait Oufella / Thriller

Ein Morgen in Paris. Eine Handvoll Jugendlicher aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Sie tanzen, jeder für sich, ein seltsames Ballett durch das Labyrinth der Metro und die Straßen der Hauptstadt. Sie alle scheinen einem Plan zu folgen. Ihre Gesten sind in ihrer Präzision fast gefährlich. Sie steuern alle auf einen Punkt zu, ein Kaufhaus kurz vor Ladenschluss. Wenig später fliegt Paris in die Luft. Der Anschlag nimmt seinen Lauf … http://realfictionfilme.de

SING IT LOUD - LUTHERS ERBEN IN TANSANIA
von Julia Irene Peters u. Jutta Feit, D 2017, 90 Min. /
Dokumentarfilm

Ein Musikdokumentarfilm, gedreht in der herrlichen Landschaft Tansanias, in entlegenen Dörfern und der pulsierenden Großstadt Arusha. Chormusik ist hier Popmusik. Sie sorgt unter den Menschen für sozialen Zusammenhalt und bietet persönliche Entfaltung. Anlässlich eines Chorwettbewerbs müssen alle Chöre eine Eigenkomposition aufführen und einen alten deutschen Choral aus Reformationszeiten singen … www.singitloud.de
 
YOU'LL NEVER WALK ALONE
von André Schäfer, D 2017, 100 Min. / Dokumentarfilm
In vielen Fußballstadien singen die Fans vor dem Spiel »You’ll Never Walk Alone«. Im Text ist allerdings von Fußball keine Rede. Stattdessen wird von einem Unwetter gesungen, in dem man den Kopf einziehen möchte, in dem die Träume sturmgepeitscht und verweht werden. Und in dem man die Hoffnung trotzdem nicht sinken lassen soll: »Walk on, walk on!« Eine Durchhalteparole in C-Dur also? Der Film erzählt die verblüffende Karriere dieses Songs. http://mindjazz-pictures.de

ZWISCHEN DEN STÜHLEN
von Jakob Schmid, D 2016, 102 Min. / Dokumentarfilm

Um in Deutschland Lehrer zu werden, muss nach dem theoriebeladenen Studium das Referendariat absolviert werden. Die angehenden Lehrer bringt es in eine widersprüchliche Position. Denn sie lehren, während sie selbst noch lernen. Sie vergeben Noten, während sie ihrerseits benotet werden. Der impressionistisch-sprunghafte Dokumentarfilm begleitet drei von ihnen bei ihrem anstrengenden Weg zum Lehrer. www.weltkino.de

25.05.2017

BERLIN SYNDROM
von Cate Shortland, AUS 2017, 116 Min. mit Teresa Palmer, Max Riemelt, Matthias Habich, Emma Bading, Elmira Bahrami /
Thriller

Die Australierin Clare ist eine von vielen Rucksacktouristinnen, die es ins aufregende Berlin verschlägt. Dabei trifft sie auf den Lehrer Andi. Aus gegenseitiger Faszination entwickelt sich ein spontaner One-Night-Stand. Als Clare am nächsten Morgen allein in Andis Wohnung aufwacht, muss sie feststellen, dass die Eingangstür verschlossen ist. Max macht ihr am Abend klar, dass sie ihm allein gehört. www.mfa-film.de
 
CHURCHILL
von Jonathan Teplitzky, GB 2017, 98 Min. mit Brian Cox, Miranda Richardson, John Slattery, Ella Purnell, Julian Wadham, James Purefoy / Drama

Juni 1944: Der britische Premierminister Winston Churchill steht vor einer epochalen Entscheidung: Soll er den Einmarsch der Alliierten Streitkräfte in das von Nazi-Deutschland besetzte Europa befehlen? Erschöpft durch den jahrelangen Krieg ist Churchill nur noch ein Schatten des einstigen Helden, der sich Hitlers Blitzkrieg widersetzte. Er befürchtet, dass man sich an ihn nur als den »Architekten des Blutvergießens« erinnern wird, falls die D-Day-Operation scheitert … www.churchill-film.de

DER EFFEKT DES WASSERS (L' effet aquatique)
von Sólveig Anspach, F/IS 2015, 83 Min. mit Florence Loiret Caille, Samir Guesmi, Didda Jónsdóttir, Philippe Rebbot, Estéban, Olivia Côte / Komödie

Samir, ein Kranführer aus einer Vorstadt von Paris, verliebt sich Hals über Kopf in Agathe, eine Schwimmlehrerin. Um ihr näherzukommen, gibt er vor, schwimmen lernen zu wollen, obwohl er eigentlich ein guter Schwimmer ist. Aber seine Schwindelei fliegt nach der dritten Stunde auf – und Agathe hasst Lügner! Sie fliegt nach Island zu einem internationalen Bademeisterkongress, hat aber nicht mit der Sturheit von Samir gerechnet, den ein Ozean nicht aufhalten kann … www.arsenalfilm.de
 
HANNI & NANNI 4 – MEHR ALS BESTE FREUNDE
von Isabell Šuba, D 2017, 96 Min. mit Laila u. Rosa Meinecke, Katharina Thalbach, Maria Schrader, Henry Hübchen, Jessica Schwarz, Sascha Vollmer / Komödie

Die Vorstellung, den Rest des Schuljahres im Internat zu verbringen statt daheim in Berlin, finden die Zwillinge Hanni und Nanni mehr als uncool. Aber ihre Mutter ist beruflich unterwegs ist, und so landen die beiden Mädchen im Internat Lindenhof, wo sie so viel Unsinn wie möglich anstellen wollen. Doch Nanni befreundet sich mit einigen Reitschülerinnen und dem Pferd Pegasus, während Hanni weiter an ihrem Rausschmiss arbeitet … http://upig.de
 
PIRATES OF THE CARIBBEAN: SALAZARS RACHE
von Joachim Rønning und Espen Sandberg, USA 2017, 135 Min. mit Johnny Depp, Javier Bardem, Kaya Scodelario, Brenton Thwaites, Kevin R. McNally, Golshifteh Farahani / Abenteuerkomödie

Dem vom Glück verlassenen Captain Jack Sparrow weht eine steife Brise des Missgeschicks entgegen, als tödliche Seemänner aus der Schattenwelt, angeführt vom furchterregenden Captain Salazar, dem Teufelsdreieck entkommen, um jeden Piraten auf offener See zu töten, insbesondere Jack. Seine einzige Überlebenshoffnung ist der legendäre Dreizack des Poseidon. http://filme.disney.de

DIE RESTE MEINES LEBENS
von Jens Wischnewski, D 2016, 108 Min. mit Christoph Letkowski, Luise Heyer, Karoline Bär, Christian Grashof, Ulrike Kriener, Daniel Arthur Fischer / Tragikomödie

Glückskind Schimon hat in San Francisco hat die Liebe seines Lebens gefunden und seine Leidenschaft für die Welt der Töne zum Beruf gemacht. Er ist überzeugt, dass es das Schicksal gut mit ihm meint, wie es ihm schon sein Großvater prophezeit hat. Doch zurück in Deutschland hat er alles verloren. Trotzdem hält er an seiner positiven Lebenseinstellung fest. Er lernt die lebensfrohe Milena kennen und verliebt sich in sie, bereit für einen Neuanfang. Jetzt muss er herausfinden, ob er wirklich ein Glückskind isr. www.camino-film.com
 
ROSEMARI (Framing Mom)
von Sara Johnsen, N/DK/D 2016, 95 Min. mit Ruby Dagnall, Tuva Novotny, Laila Goody, Helga Guren, Tommy Kenter / Drama

Bei Unn Toves Hochzeit bekommt eine Unbekannte auf der Toilette eines Restaurants ein Baby und verschwindet. Die Braut findet das Neugeborene und übergibt es den Behörden. 16 Jahre später treffen sie sich wieder: Rosemari, das Baby von damals, ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Unn Tove, mittlerweile geschieden, ist die erfolgreiche Journalistin eines Lokalsenders. Sie wittert eine spannende Story, aber vor allem Abwechslung in ihrem einsamen Leben und beschließt, Rosemari zu helfen. www.farbfilm-verleih.de

SONG TO SONG
von Terrence Malick, USA 2017, 129 Min. mit Ryan Gosling, Rooney Mara, Michael Fassbender, Natalie Portman, Cate Blanchett, Holly Hunter / Musik, Romanze

Musikproduzent Cook ist eine ebenso erfolgreiche wie exzentrische Lichtgestalt der berüchtigten Musikszene von Austin, Texas. In der Hoffnung auf ihren großen Durchbruch lässt sich die ambitionierte Musikerin Faye auf eine Affäre mit ihm ein, die ihr schnell zum Verhängnis wird, als sie den aufstrebenden Songwriter BV kennenlernt und sich in ihn verliebt. Abseits des Rampenlichts entwickelt sich ein explosives Dreiergespann, deren Protagonisten sich zwischen Liebe, Betrug und Sinnlichkeit treiben lassen … www.studiocanal.de

01.06.2017

BAYWATCH
von Seth Gordon, USA 2017, 119 Min. mit Dwayne Johnson, Zac Efron, Alexandra Daddario, Priyanka Chopra, Kelly Rohrbach, Ilfenesh Hadera / Komödie

Er hat seinen Strand fest im Griff: Mitch Buchannon ist der lässigste Rettungsschwimmer von Miami Beach mit einem heißen Team an seiner Seite. Nur Neuzugang Matt Brody stellt die Autorität des beliebten Anführers in Frage. Das bringt Unruhe ins Team. Als noch ein mysteriöser Kriminalfall hinzukommt und die Zukunft der geliebten Bucht auf dem Spiel steht, müssen die beiden Lifeguards sich wohl oder übel zusammenraufen … www.paramountpictures.de

CODE OF SURVIVAL (Die Geschichte vom Ende der Gentechnik)
von Bertram Verhaag, D 2016, 95 Min. / Dokumentarfilm

Millionen Tonnen von Monsantos »Roundup«, mit dem Hauptwirkstoff Glyphosat, werden jedes Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Doch gegen die Giftwaffe bildet die Natur resistentes »Unkraut«, das sich in biblischen Ausmaßen vermehrt und nun Nutzpflanzen überwuchert und abtötet. Drei nachhaltige Projekte gegen diese Form der Landwirtschaft zeigt der Film. www.pandorafilm.de
 
DIE FARBE DER SEHNSUCHT
von Thomas Riedelsheimer, D 2016, 92 Min. / Dokumentarfilm

Katar, Portugal, Mexiko, Japan und Deutschland sind die Orte, an denen der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Kameramann Thomas Riedelsheimer mit großen Bildern, Musik, Gedichten acht berührende Geschichten über Liebe, Heimat, Hoffnung, Natur und Freiheit erzählt. www.piffl-medien.de

FREE SPEECH FEAR FREE
von Tarquin Ramsay u. Jörg Altekruse, GB/D 2016, 80 Min. mit Jude Law, Julian Assange / Dokumentarfilm

Tarquin Ramsay ist 15 Jahre alt, als er mit seinem Projekt zum Thema Meinungsfreiheit beginnt. Kann es eine funktionierende Gesellschaft ohne Meinungsfreiheit geben? Fünf Jahre später ist aus Tarquin Ramsays gesammelten Materialien ein abendfüllender Kinofilm geworden, der Interviews mit Hackern, Philosophen und Datenschutz- und Anti-Überwachungsaktivisten wie Jacob Appelbaum und Julian Assange enthält. Auch Schauspieler wie Jude Law kommen in der Doku zu Wort.

GANZ GROSSE OPER
von Toni Schmid, D 2017, 90 Min. / Dokumentarfilm

Die fast immer ausverkaufte Bayerische Staatsoper ist eines der ältesten Opernhäuser der Welt. Seit dem 19. Jahrhundert hat sie ein treues Publikum. In dem ersten Film über dieses einzigartige Haus, lernt man den amtierenden Generalmusikdirektor Kirill Petrenko, den Dirigenten Ivor Bolton, sowie den amtierenden Intendanten Nikolaus Bachler und dessen Vorgänger Sir Peter Jonas kennen. Zur »Familie« zählen rund 800 Festangestellte und 400 freie Mitarbeiter aus 47 Nationen. www.ganzgrosseoper-derfilm.de
 
GREGS TAGEBUCH: BÖSE FALLE!
von David Bowers, USA 2017, 90 Min. mit Alicia Silverstone, Tom Everett Scott, Alexa Blair Robertson, Charlie Wright, Jason Ian Drucker, Owen Asztalos / Komödie
Im vierten Film, der auf der Rekord brechenden Gregs Tagebuch-Reihe basiert, geht ein Familienausflug zu Omas 90. Geburtstag katastrophal daneben. Denn Gregs Wille, seine Oma zu besuchen, ist nur ein Deckmantel für seine wahren Absichten: Ganz in der Nähe von Großmutters Haus findet nämlich eine Messe für Gamer statt, an der er unbedingt teilnehmen will. Wie nicht anders zu erwarten, läuft auch diesmal nicht alles nach seinem Plan. www.gregstagebuch4-derfilm.de

IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS
von Matti Geschonneck, D 2017, 101 Min. mit Bruno Ganz, Hildegard Schmahl, Sylvester Groth, Alexander Fehling, Evgenia Dodina, Natalia Belitski / Drama

Ostberlin, im Frühherbst 1989. Wilhelm Powileit (Bruno Ganz), hochdekoriertes SED-Parteimitglied und Patriarch der Familie, wird heute 90 Jahre alt. Für die DDR, in die er 1952 aus dem mexikanischen Exil zurückkehrte und die er aus Überzeugung mit aufbaute, naht der 40. Geburtstag – es wird der letzte sein. www.x-verleih.de

TIMESWINGS - THE ART OF HANNE DARBOVEN
von Rasmus Gerlach, D 2016, 85 Min. / Dokumentarfilm

Die Künstlerin Hanne Darboven übersetzte ihre Konzeptkunst in Kompositionen und rechnete Bilder in Minimalmusik um. Durch ihre visionäre Beschäftigung mit der Zahlen-Welt wurde sie zu einer frühen Computerkünstlerin. Regisseur Rasmus Gerlach kannte die 2009 verstorbene Hamburgerin persönlich und filmte 2001 an ihrem 60. Geburtstag, als ihr Orgelkonzert in der Laeizhalle aufgeführt wurde. Er lässt sich durch ihr altes Bauernhaus führen, wo die weltberühmten Werke aus Platzmangel unter der Decke hängen.

WENN DU STIRBST, ZIEHT DEIN GANZES LEBEN AN DIR VORBEI, SAGEN SIE (Before I Fall)
von Ry Russo-Young, USA 2016, 99 Min. mit Zoey Deutch, Halston Sage, Logan Miller, Kian Lawley, Elena Kampouris, Diego Bonetam
Mystery-Drama

Synopsis: Was würdest du tun, wenn heute dein letzter Tag wäre? Sam und ihre besten Freundinnen glauben, alles richtig gemacht zu haben: Sie gehören zu den beliebtesten Mädchen der Highschool, haben mit den coolsten Typen rumgeknutscht und die wildesten Partys gefeiert. Die vier Freundinnen haben die Schule fest im Griff und sehen sehr gut dabei aus. Als It-Girl-Clique machen sie aber auch Außenseitern gern mal das Leben zur Hölle. Doch plötzlich wird irgendwo ein Hebel umgelegt und die Regeln der perfekten Highschool-Welt ändern sich. Nach einer ausgelassenen Party stirbt Sam bei einem Autounfall – doch als wäre nichts gewesen, wacht sie am Morgen desselben Tages quicklebendig in ihrem Bett auf.

08.06.2017

BORN TO BE BLUE
von Robert Budreau, CDN/GB 2015, 97 Min. mit Ethan Hawke, Carmen Ejogo, Callum Keith Rennie / Biopic

imdb: A re-imagining of jazz legend Chet Baker's musical comeback in the late '60s.
Über den Film: BORN TO BE BLUE erzählt von einem Wendepunkt im Leben des legendären Jazz-Trompeters Chet Baker (Ethan Hawke). Nach einem kometenhaften Aufstieg in den 1950er Jahren, gefeiert als der „James Dean of Jazz“ und „King of Cool“, war Baker schon zehn Jahre später am Ende. Zerrissen von seinen inneren Dämonen und den Exzessen des Musikerlebens, begegnet er einer Frau (Carmen Ejogo), mit der wieder alles möglich scheint. Angefeuert von seiner neuen Leidenschaft und ihrem bedingungslosen Glauben an ihn, kämpft sich Baker wieder zurück und erschafft so einige der unvergesslichsten Musikaufnahmen seiner Karriere. BORN TO BE BLUE ist eine eindrucksvolle Comeback-Story und eine Liebeserklä­rung an einen der berühmtesten und eigenwilligsten Musiker der Welt. In der Rolle als Chet Baker er­reicht Ethan Hawke einen der absoluten Höhepunkte seiner Laufbahn. Das Pressematerial zum Film finden Sie in Kürze im Pressebereich auf www.alamodefilm.de

THE DINNER

von Oren Moverman, USA 2016, 120 Min. mit Richard Gere, Laura Linney, Steve Coogan, Rebecca Hall, Chloë Sevigny, Charlie Plummer, Adepero Oduye, Michael Chernus / Drama

Für die Brüder Paul und Stan (Steve Coogan und Richard Gere) und ihre Frauen Claire und Katelyn (Laura Linney und Rebecca Hall) beginnt das Dinner mit unverbindlichem Smalltalk über Filme und Urlaubspläne. Das eigentliche Thema meiden sie geflissentlich: die Zukunft ihrer Söhne Michael und Rick. Die beiden 16-Jährigen haben nämlich ein Gewaltverbrechen begangen, das ihre Zukunftsaussichten und damit ihr Leben für immer ruinieren könnte. Noch aber sind sie nicht als Täter identifiziert worden. Michaels Vater will nur das Beste für seinen Sohn – und ist bereit, dafür weit zu gehen, sehr weit. Doch auch die anderen am Tisch haben ihre eigene, geheime Agenda. Während des Essens brechen die Emotionen auf, schwelende Konflikte zwischen den Brüdern entladen sich, und auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen …

EIN KUSS VON BEATRICE (Sage Femme)
von Martin Provost, F 2017, 117 Min. mit Catherine Deneuve, Catherine Frot, Olivier Gourmet, Quentin Dolmaire, Mylène Demongeot / Tragikomödie

imdb: A midwife gets unexpected news from her father's old mistress. Claire (Catherine Frot) ist eine Hebamme mit Leib und Seele. Mit den Jahren jedoch sieht sie sich immer mehr mit den modernen, unpersönlichen Methoden der Krankenhäuser konfrontiert, die mehr auf Effizienz als auf Catherines Einfühlsamkeit Wert legen. Sie beginnt, sich und ihre Fähigkeiten infrage zu stellen. Da erhält sie eines Tages einen Anruf von Beatrice (Catherine Deneuve), der frivolen und extravaganten früheren Geliebten von Catherines verstorbenem Vater. Beatrice hat wichtige Neuigkeiten und möchte, nachdem sie vor 30 Jahren spurlos verschwand, Catherine nun dringend wiedersehen.

MANN IM SPAGAT (Pace, Cowboy, Pace)
von Timo Jacobs, D 2016, 90 Min. mit Timo Jacobs, Clemens Schick, Natalia Belitski, David Scheller, Meret Becker, Dorothea Hagena / Komödie
Cowboy versucht sich in Kreuzberg an selbstgemachten Wasser, um die Welt zu retten. Als die Welt-Atem-Agentur Ergebnisse verlangt und eine Vertreterin schickt, veranstaltet er eine Fahrradrallye mit berlinmeschuggenen Fahrern. Seine Gegner drohen ihm den Teufel vom Hermannplatz auf den Hals zu hetzen, doch das ist lachhaft verglichen mit dem Problem seine rebellische Mutter in Ihrem lang ersehntem Best-Ager Luxuspflegeheim unterzubringen. http://mannimspagat.de

MEIN NEUES BESTES STÜCK (Si j'etais un homme)
von Audrey Dana, F 2016, 90 Min. mit Audrey Dana, Christian Clavier, Eric Elmosnino, Alice Belaïdi, Antoine Gouy, Joséphine Drai
Komödie

Nach einem erbitterten Rosenkrieg mit ihrem Exmann und dem Verlust des alleinigen Sorgerechts für ihre zwei kleinen Kinder platzt der sonst so aufopferungsvollen Jeanne endgültig der Kragen. Frustriert beschließt die überforderte Mittdreißigerin, das andere Geschlecht links liegen zu lassen und allen Männern abzuschwören. Doch eines Tages wacht sie mit einer prekären Überraschung zwischen den Beinen auf – einem Penis! www.concorde-film.de
 
DIE MUMIE (3D)
von Alex Kurtzman, USA 2017, 120 Min. mit Sofia Boutella, Tom Cruise, Annabelle Wallis, Jake Johnson, Courtney B. Vance, Russell Crowe / Action; Abenteuer
Eine einst mächtige Prinzessin wird in unserer heutigen Zeit zu neuem Leben erweckt. Vor Hunderten von Jahren wurde sie in einer Gruft tief unter der Wüste begraben. Damals wurde sie zu Unrecht ihrer Bestimmung beraubt - und nun übersteigen ihre unermesslich gewachsene Bosheit und zerstörerische Wut jede menschliche Vorstellungskraft … www.diemumie-film.de
 
PLAN B - SCHEISS AUF PLAN A
von Ufuk Genç, Michael Popescu, D 2016, 103 Min. mit Can Aydin, Phong Giang, Cha-Lee Yoon, Julia Dietze, Eugene Boateng, Heidi Moneymaker / Actionkomödie

Drei junge Martial Arts Profis gehen auf eine unermüdliche Jagd durch Berlin, um ihren Freund aus den Fängen eines skrupellosen Gangsters zu befreien. Dabei werden sie in eine Verschwörung verwickelt, und sie geraten in die Unterwelt Berlins. Angeblich enthält der Film die augenblicklich eindrucksvollsten Stuntmen-Szenen. www.fox.de

SELBSTKRITIK EINES BÜRGERLICHEN HUNDES
von Julian Radlmaier, D 2017, 99 Min. mit Julian Radlmaier, Deragh Campbell, Kyung-Taek Lie, Beniamin Forti, Ilia Korkashvili, Zurab Rtveliashvili / Komödie

Ein bürgerlicher Windhund gesteht, wie er vom Filmemacher zum Vierbeiner wurde: Weil er gerade keine Förderung bekommt, sieht JULIAN sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen. Als er der jungen Kanadierin CAMILLE weismacht, es handele sich dabei um die Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm, in dem sie die Hauptrolle spielen soll, will sie ihn begleiten und Julian spinnt romantische Fantasien. So landen die beiden in der trügerischen Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage. Während Julian unter der körperlichen Arbeit leidet und sich vor den merkwürdigen Zimmergenossen in den Containerbaracken fürchtet, stürzt sich Camille enthusiastisch in die vermeintliche Recherche und freundet sich mit HONG und SANCHO an, zwei wundergläubige Proletarier auf der Suche nach dem Glück. Für Julian wird es zunehmend schwieriger, den kommunistischen Filmemacher zu performen, außerdem kommt ihm ein Vorzeigearbeiter mit amerikanischen Träumen in die Quere, ein stummer Mönch mit magischen Kräften und einem Sprung in der Schüssel tritt auf, die Plantagenbesitzerin wird versehentlich getötet und eine versuchte Revolution endet in Ratlosigkeit. Da kommen die Spatzen in den Bäumen mit einem unerhörten Plan...

VELOCE COM IL VENTO - GIULIAS GROSSES RENNEN
von Matteo Rovere, I 2016, 119 Min. mit Matilda De Angelis, Stefano Accorsi, Lorenzo Gioielli, Roberta Mattei, Tatiana Luter, Paolo Graziosi / Tragikomödie
Die Leidenschaft für schnelle Motoren liegt Giulia De Martino im Blut, denn sie stammt aus einer Familie, die seit Generationen Champions im Motorsport hervorbringt. Auch sie ist Rennfahrerin, noch dazu ein außergewöhnliches Talent, sodass sie bereits als Siebzehnjährige unter der Führung ihres Vaters Mario an der GT-Meisterschaft teilnimmt. Aber eines Tages ändert sich alles, und Giulia muss nun sowohl auf der Rennbahn als auch im Leben allein zurechtkommen. Die Situation verkompliziert sich, als ihr Bruder Loris unerwartet wieder zu Hause auftaucht, auf den man als Rennfahrer zwar nicht mehr bauen kann, der jedoch mit einem außergewöhnlichen siebten Sinn fürs Fahren begabt ist. Giulia bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zusammenzuarbeiten. In einer rasanten Abfolge von Adrenalin und Emotionen entdecken beide, wie schwierig und gleichzeitig bedeutsam es ist, eine Familie zu sein.

DIE VERGESSENE ARMEE
von Signe Astrup, D 2016, 88 Min. / Dokumentarfilm

Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, wurde auch die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR mit einen Schlag überflüssig. Sie hatte als Machtinstrument der Sozialistischen Einheitspartei (SED) ausgedient. Im Zuge der offiziellen Auflösung der NVA ein knappes Jahr später wurden nur knapp 11.000 Soldaten längerfristig in die Bundeswehr übernommen; hunderttausende ehemalige DDR-Streitkräfte standen hingegen plötzlich auf der Straße. Seit über 25 Jahren sind sie nun Bürger der Bundesrepublik. Doch sind sie auch alle Teil unserer Gesellschaft geworden? Und wie gehen sie mit der eigenen Vergangenheit um? Die Filmemacherin Signe Astrup hat sich mit ehemaligen Angehörigen der »vergessenen Armee« getroffen. Einige von ihnen haben sich bis heute nicht mit dem Ende der DDR abgefunden und sehen sich noch immer dem sozialistischen Fahneneid verpflichtet. Andere fühlen sich von ihrer früheren Staatsführung verraten: An einem Tag haben die Politiker noch erklärt, die DDR sei das Großartigste auf der ganzen Welt, am nächsten Tag war alles vergessen. In Traditionsverbänden und Kameradschaften versuchen vor allem die einstigen Berufssoldaten, das Andenken an den untergegangen Staat zu wahren: Bei Treffen salutieren sie stramm in den alten Uniformen, proben den militärischen Ernstfall oder setzen sich für die Erneuerung von Gedenktafeln sozialistischer Volkshelden ein. Doch der feste Glauben, dass die DDR der beste Staat der Welt war, hat bei manchen auch Kratzer bekommen. Der Blick in die eigene Stasi-Akte kann auch den überzeugtesten »Veteranen« zweifeln lassen. DIE VERGESSENE ARMEE erzählt von ehemals stolzen Soldaten, die heute als Müllmänner arbeiten oder seit Jahren ohne Beschäftigung sind, von lebenslangen Enttäuschungen, vergilbten Idealen und verdrängter Schuld.

WHITNEY - CAN I BE ME
von Rudi Dolezal, UK/USA 2017, 90 Min. / Dokumentarfilm

Von den gefeierten Regisseuren Nick Broomfield und Rudi Dolezal kommt ein neuer Film über eine der größten Sängerinnen aller Zeiten. Whitney Houston war der Inbegriff von Superstar, eine »American Princess«, die am meisten ausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten. Trotz verdienter Millionen, mehr aufeinanderfolgenden Nummer-Eins-Hits als die Beatles und einer der größten Stimmen aller Zeiten war sie immer noch nicht frei, sie selbst zu sein, und starb an einer Überdosis Drogen. Sie wurde nur 48 Jahre alt. Gedreht mit weitgehend nie gesehenen Bildern und exklusiven Aufnahmen erzählt »WHITNEY – CAN I BE ME« Whitney Houstons unglaubliche und ergreifende Lebensgeschichte mit Einblicken derer, die ihr am nächsten waren.

Filmkritik:



Die Kraft der Poesie
Von Claus Wecker
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»Neruda« von Pablo Larraín
»Nach all den Biopics, die uns das Kinojahr 2016 gebracht hat, den gelungenen und weniger gelungenen, ist »Neruda« ein einsamer Solitär, grandios und »verrückt« im Wortsinn.«




Wider den »Übermut der Ämter«
Von Wolfram Schütte
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Ken Loachs Verteidigung der menschlichen Würde: »Ich, Daniel Blake«.
»Eine vergleichbar intensive Auseinandersetzung mit der sub-bürgerlichen Sozialwelt & eine ähnliche (wenn auch melodramatischer akzentuierte) emotionale Anteilnahme am Leben & Sterben »der kleinen Leute« gab es zuletzt im Oeuvre Rainer Werner Fassbinders.«

Die Poesie des Banalen
Von Wolfram Schütte
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Die wagemutige filmische Idylle »Paterson« von Jim Jarmusch.
»...das rare Beispiel einer Idylle der Selbstgenügsamkeit, der Sanftmut & des einfachen Lebens. Nur Jim Jarmusch kann sich diesen Hymnus in filmischer Strophenform heute erlauben, ohne dass die Idylle – seit langem ein ästhetisch prekäres Genre in den modernen Künsten – besonders auch in diesen (USA-)Tagen peinlich, süßlich oder sentimental würde.

»Es ist noch nichts erzählt.«
Von Lothar Struck
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Corinna Belz' feinsinniges Filmporträt »Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte.«
Trailer
Corinna Belz' Film zeigt wie Handke gelebt hat und, vor allem, wie er heute lebt. Oberflächlich betrachtet wirkt er dabei wie ein Aus-der-Zeit-Gefallener, der ohne Smartphone und Computer und ohne all die Dinge, die uns heutzutage so unentbehrlich erscheinen in einer Einsiedlerei lebt. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall.

Komische Bodenberührung
Von Wolfram Schütte
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Ein paar Mutmaßungen über den Publikumserfolg von Maren Adens Film »Toni Erdmann«.
»... Paradoxerweise ist es aber gerade diese von Maren Ade verweigerte Harmonisierung des Generationenkonflikts (der zugleich eine epochale gesellschaftliche Bruchlinie markiert), was dem erstaunlichen deutschen Film jene tiefgründige Balance zwischen Komödie & Tragödie bis zum offenen Ende hin ermöglicht.«

Der Aufbruch aus den Wäldern
Von Georg Seeßlen
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»Captain Fantastic« von Matt Ross.
»Dass es nicht darum geht, die Guten gegen die Bösen auszuspielen, das ist, wenn er schon eine bräuchte, die Botschaft dieses Films. Aber eigentlich geht es darum, dass jede Vertreibung aus dem Paradies eine tief traurige und herzlich komische Angelegenheit ist, und dass man, wenn man Mensch sein oder werden will, gar nicht darum herumkommt. Bis in die letzte, ungeheuer kunstvoll eingerichtete Einstellung bleibt die Schwebe erhalten.«

© XVerleih AG



Verloren im Paradies
Von Lothar Struck
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Zwischen Hoffnung und Verzweiflung verkörpert Josef Hader den heimatlosen Dichter Stefan Zweig in Amerika »Vor der Morgenröte«
»...ein wunderbarer, ein wahrhaftiger Film. Komponiert, konzipiert und inszeniert mit außerordentlicher Hingabe und großem Ernst.«
ab 2. Juni in den Kinos

Leben, Scham & Flucht oder Thierrys Passion
Von Wolfram Schütte
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Stéphane Brizés beobachtende filmische Meditation über den »Wert des Menschen«.
»
Wenn Hitchcock einmal behauptet hat, dass er auf den Emotionen seiner Zuschauer wie auf einer Orgel spiele, erreicht Brizé mit seinem ästhetischen Minimalismus, der gewissermaßen dem Gebrauch nur einer Flöte entspricht, eine emotionale Intimität & Intensität, mit der er die Zuschauer zu Verschworenen des Hauptdarstellers macht ...«

Von Lucas zu Disney
Peter V. Brinkemper
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»Star Wars 7 - Das Erwachen der Macht«:
Eine Erfolgsserie wird neu justiert.
»
Herausgekommen ist keine Spielfilm-Episode mit prägnant erzählter Fortsetzung einprägsamer Personen im bisherigen Sinne, sondern eine hochmobile Fusion zwischen Remake und Reboot. Über deren Kurs wird gerade gestritten.«

Wechselseitige Erpressung
Von Wolfram Schütte
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Pablo Larraíns intensiver Film »El Club« über »Problem-Priester«.
Larraíns »El club« besitzt die fortdauernde Rätselhaftigkeit, poetische Dichte & nachhaltige Beunruhigung, für die einmal im vergangenen Jahrhundert der Name Luis Bunuels stand.  


Helden der anderen Art
Von Georg Seeßlen
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The Yes Men - Jetzt wird‘s persönlich
Die Yes Men, der Programmierer, Autor, Job Hopper und Professor für Design, Jacques Servin alias Andy Bichlbaum, und der Kunst-Professor Igor Vamos alias Mike Bonnano, sind, zusammen mit wechselnden Mitarbeitern, zur wohl bekanntesten Gruppe von Web-Aktionisten, Culture Jammern und Guerilla Künstlern geworden.

Nußschale & Flaschenpost
Von Wolfram Schütte
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Jafar Panahis virtuoser Film »Taxi Teheran«
»... so offen, so direkt, so frontal, aber auch so souverän, so gewitzt & witzig hat noch keiner seiner intellektuellen Kollegen von sich & dem heutigen Iran gehandelt! Es ist ein großes Vergnügen, ihm dabei zuzusehen & zuzuhören.«


Der Untergang der Freizeitparks
Von Peter V. Brinkemper
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Zur aktuellen Politik in »Jurassic World«
Wir leben im Zeitalter der bombastischen Mega-Remakes. Nicht nur im Kino. Diese liefern uns einen Erlebniswall gegen die doch digital allgegenwärtigen Kriegs- und Krisennachrichten. Auf einer Tour ins wüstenhafte Nirgendwo sind wir auf der Suche nach dem letzten Sp(i)rit, den wir sogleich wieder verbrauchen, bevor wir selber draufgehen.
 

So schön und so traurig
Von Claus Wecker
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Über Roy Anderssons »Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach«.
In 39 Szenen, die manchmal eine zusammenhängende Geschichte, manchmal von einzelnen Ereignissen erzählen, balanciert Andersson zwischen Komödie und Tragödie.


Mr. Turner – und wie er die Welt sah
Von Georg Seeßlen
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Ein sehr schöner Film über einen der bedeutendsten Maler des 19.Jahrhunderts.
Einen, der den Weg in die Moderne begleitete, der einerseits das Walten der Natur in immer waghalsigeren Farbschichtungen beschwor, andrerseits aber auch ein Auge für die neue Technologie, die Dampfkraft, das Feuer der Industrialisierung hatte.

»Interstellar« scheitert gekonnt
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolan mit wildem Jockey-Science-Fiction-Mix.
Nolans Science-Fiction-Abenteuer »Interstellar« ist ein gescheitertes Nebenwerk, eine Übernahme eines Steven-Spielberg-Projektes, ein wilder Mix aus zahlreichen Vorbildern und eigenen Konzepten und Varianten. Es wird zu einem weiteren Opus Magnum des bisher gelobten Regisseurs hochgepuscht, vielleicht auch nur, weil es 169 Minuten dauert, und zwar von einer entgegenkommenden deutschen Presse, den Anhängern, den harten »Nolaniten« und einer intensiven Werbemaschinerie.

Euphorie einer interstellaren Moderne
Von Peter V. Brinkemper
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So
entstand Stanley Kubricks »2001: A Space Odyssey«
Für den epochalen Science Fiction Klassiker knapp vor dem sich vollendenden bemannten US-Apollo-Mondfahrtprojekt wurde eine noch heute stilistisch wegweisende technologische Moderne mit einer Anthropologie der interstellaren Evolution verknüpft.

Ein Superman mit Innenperspektive
von Peter V. Brinkemper
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»
Man of Steel« im Sog des neusten Comic-Film-Krieges.
Der neue Superman als Versuch einer sanften Adaption an die Menschheit.





Malcolm McDowell incredible 70
Von Peter V. Brinkemper
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Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Sergio Leone und McDowell zusammengekommen wären.

Foto: Jeremy Emerman

Verstanden, alter Knabe?
Von Peter V. Brinkemper
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Buz Luhrmanns Film-Version des großen »Gatsby« ist ein komplexes Zeitpanorama, vor allem durchdrungen von der experimentellen Unordentlichkeit eines riskanten Lebens unter widrigen Hypothesen.
Die Kristallisation der Liebe und der Kristall der Zeit sind hier die Chance und das Wahnbild eines illegitimen Kairos, den man streift, während die anderen darauf warten, einen um die Früchte des vorgegaukelten Erfolgs zu bringen.

Leichtsinnig wie ein wilder Stier
Von Peter V. Brinkemper
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Amazing Epic Pulp – Quentin Tarantinos
Anti-Slavery-Western »Django Unchained«
»Lustvoll trägt Tarantino den Zorn – über den freiwilligen und erzwungenen Ausverkauf und darüber, wie weit innere Selbstentfremdung und existenzielle Auslieferung zwischen imaginärer Macht und realer Ohnmacht gehen können – in das Zentrum der Geschichte und in ihre Abgründe,...«

Charakterstudie einer Denkerin
Von Karl Martin
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Ein paar Bemerkungen zu
Margarethe von Trottas Film »Hannah Arendt«.
»Eine intensive Begegnung mit der im besten Sinne eigensinnigen Denkerin, couragierten Frau und begnadeten Kettenraucherin Hannah Arendt, der Barbara Sukowa mit einem grandiosen Monolog von einer Zigarettenlänge ein kleines Denkmal gesetzt hat.«

Vom Geben und Nehmen
Von Georg Seeßlen
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Teil 1 von Ulrich Seidls »Paradies-Trilogie: Liebe«
»Die Schwäche des einzelnen ist nicht der Punkt, den man denunzieren will, sie ist das Tor, das in das Innere führt. Denn es sind Menschen auf der Suche nach dem Glück, nach Befreiung, nach Liebe. Unglücklicherweise führt die Befreiung des einen nur zur Unterdrückung des anderen, unglücklicherweise lauert hinter jedem Gefängnis, das man verläßt, schon das nächste.«

The Darkest Hour
Von Lida Bach
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Fiktive Fakten und Film-Folter für den Frieden in Kathryn Bigelows »Zero Dark Thirty«.
Sie verteidigt das technisch glanzvolle, dramaturgisch stumpfe Kinokonstrukt mit der abstrusen Behauptung, um das westliche Wertkonzept aufrecht zu halten, müssten dessen humanitäre Grundpfeiler eingerissen werden. Die moralische Überlegenheit, die den Figuren und ihren potentiellen Sympathisanten im Kinosaal zugebilligt wird, entpuppt sich als Makulatur.

Keira Kneightley in Hochform
Von Claus Wecker
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Tolstois »Anna Karenina« grandios verfilmt von Joe Wright.
»Kneightleys Tour de Force durch sämtliche Gemütszustände einer um eine Entscheidung ringende, diese Entscheidung wieder verwerfende und dieses Verwerfen erneut revidierende Frau ist allein schon einen Kinobesuch wert.«

Reise zum Kern des Menschseins
Von Peter V. Brinkemper
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Cloud Atlas - Roman & Film zwischen Debut und Debakel
»... die Suche nach dem Lebensfaden und um ein Stück wohliger Trauerarbeit am zugigen Kamin der Zeit, um das testamentarische Unterwegssein in der eigenen Psyche und in fremden Seelen, solange die Erde sich noch für die Menschheit dreht.«

Aufbruch zu den Sternen oder Konzern-Safari?
Von Peter V. Brinkemper
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Über
Ridley Scotts »Prometheus«
Ridley Scotts lang erwartetes neues »Alien«-Kino-Werk hat den verheißungsvollen Titel »Prometheus – Dunkle Zeichen« (2012). Es ist unentschieden angesiedelt zwischen Prequel (exakter logischer Vorgeschichte), Remake (kommerziell motivierter Neuverfilmung), Reboot (Neustart bei Löschung der alten Logik) oder Spin-Off (Ableger, Nebengeschichte).


Die Grablegung des Vigilanten
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolans »The Dark Knight Rises«
Der wohlvorbereitete Anschlag auf eine Mitternachts-Premiere von «The Dark Knight Rises» im Century-Kinokomplex in Aurora, Colorado, eine Schießerei durch einen jungen studierten Einzeltäter ins Publikum, eine Viertelstunde nach Filmbeginn, ausdrücklich in Anlehnung an den Joker-Stil, führt zu 12 Toten und zahlreichen Verletzten unter den Zuschauern.

Paradoxien der Enträumlichung
Zur Philosophie des 3-D-Films.
Von Peter V. Brinkemper
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Über »Star Wars Episode I« in 3-D und George Lucas’ brillante Ent-Täuschung.
»Star Wars Episode I 3-D« ist wie ein erster zusammengebastelter Protokolldroide, für den man sich noch keine voll funktionsfähige Raumhülle leisten konnte. Diese Filmversion hilft uns, genauer verstehen, dass 3-D in der Tat noch mehr und noch etwas anderes sein könnte, als die Vertiefung der alten Einäugigkeit, die liest und entziffert – statt zu begreifen und zu sehen.
«

Das Ende ist nah, es lebe das Ende


Von Thomas Hummitzsch

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Der dänische Regisseur Lars von Trier feiert in seinem neuen Film »Melancholia« das Unzelebrierbare: Den Untergang der Welt.


Der Comicfilmkrieg:
»Green Lantern« vs.
»Captain America«

Von Peter V. Brinkemper
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»Die rein ökonomische Formel der Comic-Verfilmung wäre: So wenig Differenzierung wie eben nötig, so viel Einheitlichkeit wie möglich. Klar vermarktbares Kino statt verwirrender Plots und manierierter Bildsprache (...) Die Revitalisierung der Marke, nicht des Charakters ist gefragt. Psychologische Vertiefung hält sich spürbar in Grenzen.«

Risse in der Panoramischen Poesie
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Die Kino-Zweitfassung von »Avatar« verstärkt den Spieleffekt auf Kosten der Science Fantasy.
Alle diejenigen, die über den kommerziellen Gag lächeln, »Avatar« nach dem abgefeierten Erfolg noch einmal mit Miniverlängerungen ins Kino zu bringen, sollten genauer hinsehen.


Heart of Brightness
Von Peter V. Brinkemper
James Camerons Avatar  – Aufbruch nach Pandora
»Aliens und Terminatoren mutieren zum Versöhnungsfest im Stil von Herr der Ringe. Abgemischt aus Pocahontas und Meuterei auf der Bounty entsteht ein Silent Running der neuen Dimension. Doch das ist keine Science Fiction mehr, das ist Science Fantasy.«
Brinkempers Gebrauchsanweisung für Camerons »Avatar« Brauchen wir neue Kategorien für das mediale Erleben?


Zauber der fluiden Erzählung
Peter Brinkemper über Christopher Nolans »Inception«
»...ein großartiger Film, faszinierend in der temporeichen und nuancierten schauspielerischen und der visionären Inszenierung.« Artikel lesen
Trailer


Frieden und Gerechtigkeit

Von Georg Seeßlen
»Micmacs« der neue Film von Jean-Pierre Jeune
t
Artikel lesen
»Wer wagte es, seine cineastischen Sammel- und Bastelstücke vor dem Publikum auszubreiten, ohne Rücksicht darauf, daß auch etwas richtig Großes und Ganzes dabei herauskommt? Wer traut sich noch, Spiel-Filme zu drehen? In Jeunet-Filme geht man am besten mit einem großen Herzen. Oder mit einem kleinen – Na, Sie wissen schon.« Trailer

Kompilations-Anti-Grusel-Action-Emo-Kino
von Peter V. Brinkemper
Das Copy-and-Paste-Problem von Scorseses
»Shutter Island«

»Scorsese scheitert an den unaufgearbeiteten Rückständen seines alten Straßen-Verismus und an dem aktuell verrotteten Mix aus Psychologie, Psychiatrie, dümmlicher Verrätselung, wo keine ist, und an den gummiartig aneinander klebenden Einstellungen, ... Wie konnte ein solches Machwerk dem einstmaligen Meister unterlaufen? Aus Zeitnot, als Geldnot, aus Termindruck, aus Alterangst, auch den Kinotod zu sterben?«


Das Würfelspiel des Daseins
Jay Parinis grandioser Roman über die letzten Tage des berühmtesten Schriftstellers der Welt.
Tolstojs letztes Jahr
»Ein Roman ist wie eine Seereise, ist wie ein Aufbruch in unbekannte Gewässer, aber ich bin so nah wie möglich der Küstenlinie jener tatsächlichen Ereignisse des letzten Lebensjahres Tolstojs gefolgt.«, beschreibt Parini den real-fiktiven Rahmen seines Werks. Leseprobe

EIN RUSSISCHER SOMMER
von Michael Hoffmann, GB/D/RUS 2009, 112 Min. mit Helen Mirren, Christopher Plummer, Kerry Condon, Paul Giamatti, Anne-Marie Duff, David Masterson


Begriffe in Bewegung
Abécédaire. Gilles Deleuze von A bis Z
»
Allein das Interieur, die arrangierte Szenerie ist trés léger. Mit welcher charmanten Nonchalance Gilles Deleuze in einem ausgeleierten, mauvefarbenen Pullover vor einer halbhohen Kommode sitzt, über der ein alter Spiegel hängt, in dessen linken unteren Ecke man das Spiegelbild seiner ketterauchenden Gesprächspartnerin, Claire Parnet, erkennt, das ist grandios.«

Eichelhagel im Tannendunkel
Lars von Trier bleibt auch mit »Antichrist« seiner Flucht-Linie treu, schafft diesmal aber vor lauter Kunstreligion kein Meisterwerk.
»
Die typisierende Differenz zwischen der empfindsam-depressiven Frau und dem zunächst therapeutisch-optimistischen Mann schafft keine elektrisierende Spannung heterogener Welten, sondern eine müde Kopulation zwischen Stummheit und Rhetorik, Annäherung und Entfremdung, Kuschel-Geborgenheit und gewaltsamen Ausgesetztsein. «

Nebenberuf: Adolph Shicklegroover

Quentin Tarantinos neues Werk
»Inglourious Basterds«
Von Peter V. Brinkemper
»Tarantino zitiert historisch überpräsente Zeichen, allen voran Hitler und Konsorten, die eigentlichen Bastarde des Films, den Krieg, die NS-Herrschaft, das SS-Terror-System, er verdichtet dies alles ein Stück weit zur zeichenhaften Präsenz einer immanenten Beutekultur, dem talmipolitischen Comic, dem gewollten Schund, dem Billigen und Trivialen als Kehrseite von Glanz und Gloria...« Leseprobe Drehbuch

Distanz und Hitze
Die Che Guevara Passion
Georg Seeßlen zu Steven Soderbergs Versuch, dem Revolutionär »Che« mit den Mitteln des Kinofilms Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. »Das ist nicht großes Kino, das ist großer Film.«


Che Guevara - Originaltexte in Übersetzung
Partisanenkrieg - eine Methode - Brief an Carlos Quijano
Der Sozialismus und der Mensch auf Cuba
- Ansprache vor der Vollversammlung der UNO am 11. Dezember 1964 »Cuba - ein freies Land auf dem amerikanischen Kontinent«

Ein Halbblut von einem Flickwerk
Von Peter V. Brinkemper
David Yates verfilmt den sechsten Harry Potter
»Im Gewande medialer Globalisierung entsteht die Fusion einer audiovisuell veräußerlichten Jugend- und Erwachsenenliteratur im Mainstream-Konsum, wobei die weltweite Infantilisierung von komplexeren literarischen Inhalten und Formen auf durchaus fortgeschrittenem Unterhaltungsniveau einmal mehr zur unhinterfragten Konstante des Showbusiness wird.«


Thema verfehlt
Anne Dippel hat sich den zweiten Teil von Transformers:
»Revenge of the Fallen« angeschaut und stellt fest:
»... als sollten die Zuschauer auf das Ende der Demokratie und die Herrschaft eines Einzelnen vorbereitet werden. Der zweite Teil des Films Transformers ist dreimal unheimlich: unheimlich phantasielos, unheimlich langweilig und unheimlich unheimlich.«


Vom Ertrinken im Lichtermeer
Georg Seeßlen über Peter Dörflers Dokumentarfilm »Achterbahn«
»Vom Rummelplatz kommt und zum Rummelplatz will das Kino. Hinter den fliegenden Teppichen und Schießbuden, hinter den Lichtern und dem Lärm warten Lebensgeschichten, die so tragisch sind wie Shakespeare-Dramen und so grotesk wie Pulp Fiction. Melodramen von der anderen Seite des Spiegels, ohne verläßliche moralische Endungen. Die Geschichte von Norbert Witte und seiner Familie ist so eine Geschichte. Wenn das alles nicht wirklich passiert wäre, gäbe es den perfekten Stoff für einen deutschen film noir.«


Die Haut des Terminators
Von Peter V. Brinkemper
Der ultimative Schlüssel zum Film
»T-4: Die Erlösung«






Film & Fußball

Joe Bauer über den Film-Produzenten Peter Rommel
Am Freitagabend den 24. April ist »Wolke 9« bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises mit Lolas ausgezeichnet worden: Ursula Werner erhielt eine Trophäe als beste Schauspielerin, Andreas Dresen eine für die beste Regie. Produzent des Films ist der Stuttgarter Peter Rommel. Dazu hat Joe Bauer eine kleine Geschichte parat, geschrieben nach einem Besuch im Mineralbad Berg.


Mitten ins Herz und doch ein Stück vorbei
Peter V. Brinkemper über Harald Bergmanns
dreiteiliges DVD-Film-Werk

»Brinkmanns Zorn«
»Harald Bergmann gebührt das Verdienst, die mediale Schicht und die experimentelle Phase von Rolf Dieter Brinkmanns Arbeitstechniken und seinen Erlebnisweisen überzeugend einzukreisen. (...) Der von Brinkmann schließlich konsequent begangene Weg zu einer neuen literarischen Sprache liegt allerdings jenseits medialer Hörigkeit, in einer Dimension der metaphorischen Verdichtung und der literarischen Transformation, die auch gegenüber der heutigen Medien-Pop-Literatur eine hochgradige Resistenz und Renitenz aufweist.«


 

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Lothar Struck
Der Geruch der Filme

Peter Handke und das Kino

Lothar Struck analysiert das bisher kaum untersuchte cineastischen Werk Peter Handkes, zeigt Parallelen zwischen der Bildsprache der Filme und seinem schriftstellerischen Werk auf und bietet überraschende Deutungen an. Der Band widmet sich auch ausgiebig den Filmen, die Handke als Regisseur und/oder Drehbuchautor geschaffen hat. Ein wissenschaftlicher Essay mit umfangreichen Quellenangaben sowie ausführlicher Bibliografie und Filmografie im Anhang - spannend zu lesen für alle Kinogeher und unverzichtbar für Handke-Interessente.


Mirabilis Verlag

 

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Noch war Polen nicht verloren
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Zum Tod von Andrzej Wajda

»Wajda war Polen - & nahezu sein gesamtes filmisches Oeuvre dessen episodisch erzähltes Epos: vom 19. Jahrhundert bis in unsere unmittelbare Gegenwart.«

Indische Taxifahrerin & vier japanischen Geschwister

Von Wolfram Schütte
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Ein paar Eindrücke auf den 49. Hofer Filmtagen

»In knapp einer Woche liefen im Oberfränkischen Hof 28 deutschen Lang- & 31 deutschen Kurzfilme neben zahlreichen Arbeiten u.a. aus der Schweiz, Österreich, Indien, Belgien, Kanada, Argentinien, Japan, Frankreich in 8 unterschiedlich großen Kinos. Obwohl also zeitgleich stattfindend, kamen sich die beiden konkurrierenden Herbst-Filmfestivals nicht in die Quere.«

Weltkino für die Provinz
Auf dem 64. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
»Gleich sechsfach hat Michael Kötz, der ja wie der Zirkusdirektor in Ophüls »Lola Montez« gerne vor jeder Vorstellung sein Publikum persönlich begrüßt, anspricht & lobt – dass es gekommen ist – diesmal die öffentliche Erscheinung seines Festivals verändert.«

Datenbanken

Internet-Movie-DataBase, Moviedata, Movieline, Europas Cinemas, Filmfestivals

Z
eitschriften:

Filmdienst,
Entertainment Weekly, epd Film, Variety, Cinema

Zack Snyders »300« und Friedrich Nietzsche
Ein Essay
von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Antike Ästhetik zwischen Krieg und Frieden
»Schon in der klassischen Zeit wittert Nietzsche Kulturimport und kritisiert, dass in Athen Sokrates als argumentativer Gründungsvater der abendländischen Philosophie und Euripides als jüngerer Dramatiker das elementare Chaos und den Agon, die Phantasie und Logik nur mit oberflächlicher Rationalität traktieren. Nur der echte, von fremden Interessen unbeeinflusste und friedliche Widerstreit erhebe die Kunst über Propaganda, Belehrung und Unterhaltung.«


Foto von Eva Rinaldi
Unendlicher Spaß –
Grenzenlose Trauer

Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Zum Tod von Robin Williams (1951-2014)
»Robin Williams war und ist ein radikaler und exzentrischer US-Komiker, ein beherzter, dabei gebrochener Comedian, ein aus dem scheinbar heiteren Fach stammender Charakterschauspieler, dessen Obsessionen Drehbücher improvisatorisch sprengten und dessen fragmentierte Rollen und dissoziierte Figuren, nicht nur für das Filmgewerbe, sondern auch für sein eigenes Leben längst hätten aufhorchen sollen.«


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