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Anselm Kiefer, Alexander Kluge
Der mit den Bildern tanzt

Anselm Kiefer ist einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart, Alexander Kluges Fernsehinterviews sind legendär. Über mehrere Jahre hinweg haben sich die beiden immer wieder getroffen und ausführliche Gespräche geführt. Ein großes dialogisches Künstlerporträt.

Suhrkamp

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Lothar Struck
Der Geruch der Filme

Peter Handke und das Kino

Struck analysiert das bisher kaum untersuchte cineastischen Werk Peter Handkes, zeigt Parallelen zwischen der Bildsprache der Filme und seinem schriftstellerischen Werk auf und bietet überraschende Deutungen an.

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46 neue Filme im Februar

31.01.2019

BELLEVILLE COP (Le Flic de Belleville)
von Rachid Bouchareb, F 2018, 110 Min. mit Omar Sy, Luis Guzmán, Biyouna, Franck Gastambide, Paulina Gálvez, Julie Ferrier / Krimikomödie

Baaba Keita ist seit Jahren Polizist in dem Pariser Viertel, in dem seine Mutter das Sagen hat. Er will sich nicht versetzen lassen und schlägt Beförderungen aus. Eines Tages kommt ein Freund aus Miami zu Besuch, um Baaba vor einem Drogendeal in seiner Region zu warnen. Bevor Baaba nachgeforscht hat, wird sein Freund getötet. Baaba bricht mit seiner Mutter nach Miami auf, wo es dem amerikanischen Polizisten Ricardo gar nicht gefällt, dass Baaba nach ganz eigenen Regeln arbeitet … www.constantin-film.de

CARRÉ 35 (Carré 35)

von Eric Caravaca, F/D 2017, 67 Min. / Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilmer Eric Caravaca macht sich auf die Spuren seiner mit drei Jahren verstorbenen großen Schwester. Seltsamerweise erzählte seine Familie so gut wie gar nichts über sie und selbst die Eltern haben kein Foto von ihr aufbewahrt. Auf den Spuren eines geheimnisvollen vergessenen Lebens, öffnet er verschlossene Türen und lässt uns an einer leidenschaftlichen Suche teilhaben. www.missingfilms.de

CHECKER TOBI UND DAS GEHEIMNIS UNSERES PLANETEN

von Martin Tischner, D 2018, 84 Min. mit Tobias Krell, Lars Rudolph, Ulla Lohmann, Uli Kunz / Familienfilm

Das größte Abenteuer seines Lebens beginnt für Checker Tobi auf einem Piratenschiff mitten im Meer. Er entdeckt eine Flaschenpost, in der ein Rätsel steckt. Wenn er es löst, wird er das Geheimnis unseres Planeten lüften. Eine aufregende Schnitzeljagd um die Erde beginnt … www.mfa-film.de

GENERATION WEALTH
von Lauren Greenfield, USA 2018, 105 Min.
Filmessay

Der Film von Lauren Greenfield zeigt das taumelnde amerikanische Imperium und schildert eine materialistische, arbeits- und imagebesessene Kultur. Gleichzeitig ist der Film eine persönliche Reise, die tief in die Welt der Reichen, Schönen und Mächtigen führt und damit die Auswüchse der globalen Wachstumswirtschaft, des Narzissmus und der Gier abbildet. http://jip-film.de

GREEN BOOK - EINE BESONDERE FREUNDSCHAFT
von Peter Farrelly, USA 2018, 130 Min. mit Viggo Mortensen, Mahershala Ali, Linda Cardellini, Don Stark, Sebastian Maniscalco, P.J. Byrne / Roadmovie

Der begnadete farbige Pianist Dr. Don Shirley geht 1962 auf eine Tournee von New York in die Südstaaten. Sein Fahrer ist der Italo-Amerikaner Tony Lip, ein einfacher Mann aus der Arbeiterklasse, der seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs verdient. Der Gegensatz zwischen den beiden ist groß, und doch werden sie enge Freunde. Ihre Reise müssen sie nach dem »Negro Motorist Green Book« planen, einem Reiseführer, der die wenigen Unterkünfte und Restaurants auflistet, die auch für schwarze Gäste zugänglich sind. www.facebook.com/eOne.de

MIA UND DER WEISSE LÖWE (Mia et le lion blanc)

von Gilles de Maistre, F 2018, 98 Min. mit Daniah de Villiers, Mélanie Laurent, Langley Kirkwood, Ryan Mac Lennan, Lionel Newton, Lillian Dube / Abenteuerfilm

Die zehnjährige Mia muss mit ihrer Familie, die eine Löwenfarm übernehmen will, nach Südafrika umziehen. Lange sehnt sie sich nach London zu ihren Freunden zurück. Eines Tages überrascht ihr Vater die Familie mit einem seltenen, weißen Löwenbaby, das nach anfänglichem Zögern Charlies Herz erobert. Als Mia davon Wind bekommt, dass ihr Vater ihren geliebten, groß gewordenen Charlie verkaufen möchte, beschließt sie, mit ihm zu fliehen, um ihn in ein Schutzreservat zu bringen … www.studiocanal.de
 
THE MULE

von Clint Eastwood, USA 2018, ca120 Min. mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, Michael Peña, Taissa Farmiga, Andy Garcia, Alison Eastwood / Action

Leo Sharp, gespielt von Clint Eastwood, der auch inszenierte, ist ein Veteran des Zweiten Weltkriegs. Nach seiner militärischen Karriere hat er sich zu einem anerkannten Experten für Gartenbau hochgearbeitet. Ohne das Risiko zu fürchten, lässt er sich mit über 80 Jahren dazu überreden, für ein mexikanisches Kartell Kokain über die Grenze zu schmuggeln – und wird dabei erwischt. Nach einer wahren Begebenheit. www.warnerbros.de

PLÖTZLICH FAMILIE (Instant Family)

von Sean Anders, USA 2018, 118 Min. mit Mark Wahlberg, Rose Byrne, Isabela Moner, Gustavo Quiroz, Julianna Gamiz, Octavia Spenvcer / Familienkomödie

Weil sich Pete und Ellie entschließen, endlich eine eigene Familie zu gründen, wird Adoption ein Thema für sie. Die treuen Kinderaugen auf der Webseite einer Agentur bestärken sie in ihrem Entschluss, einem dieser Kinder ein Zuhause zu geben. Als sie ein Geschwister-Trio, angeführt von der fünfzehnjährigen rebellischen Lizzy, kennenlernen, ist es um die beiden endgültig geschehen. Doch das Paar muss nun die Herausforderung, Pflegeeltern von gleich drei Kindern zu werden, meistern … www.paramountpictures.de

RAFIKI
von Wanuri Kahiu, Kenia/SA/D 2018, 83 Min. mit Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva, Jimmi Gathu, Nini Wacera, Dennis Musyoka, Patricia Amira / Drama

»Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen« – Kena lernt schon früh, dass Mädchen und Frauen artig sein und sich dem Willen der Männer fügen sollen. So wird ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch Tochter Kena lässt sich nichts vorschreiben und freundet sich mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden … www.salzgeber.de

07.02.2019

AB HEUTE SIND WIR EHRLICH (L' ora legale)
von Salvo Ficarra, Valentino Picone, I 2017, 92 Min. mit Salvo Ficarra, Valentino Picone, Leo Gullotta, Vincenzo Amato, Tony Sperandeo, Sergio Friscia
Politkomödie

Die Kleinstadt Pietrammare in Sizilien leidet unter der Misswirtschaft des korrupten Bürgermeisters Gaetano Patanè, der seit langem politische Gegner auszuschalten versteht. Bei den anstehenden Wahlen traut sich der integre, aber unerfahrene Lehrer Pierpaolo Natoli gegen ihn anzutreten. Patanè ist siegessicher, doch die Einwohner haben die Nase voll vom Sumpf der Korruption und wählen Natoli. Dass der sein Wahlversprechen hält, hatte aber niemand erwartet. Schon bald ebbt die Begeisterung ab, und die ersten Bürger fordern die Rückkehr zum alten, bequemeren System … www.kairosfilm.de

ASI MIT NIWOH (DIE JÜRGEN ZELTINGER GESCHICHTE)

von Oliver Schwabe, D 2018, 90 Min. / Dokumentarfilm

Jürgen Zeltinger hat mit Lemmy von Motörhead gesoffen und hat kurze Zeit im Knast verbracht. Er war Straßenmusiker, Prolet, Spinner, Tunte und vor allem immer Rebell. Mit seiner Band coverte er in den 80er Jahren Lou Reed und die Ramones auf Kölsch. Der Film zeigt den Altrocker on Tour, taucht ab in die Archive und befragt Freunde und Weggefährten wie Wolfgang Niedecken und Heiner Lauterbach zu »de Plaat«, wie Zeltinger in der Szene genannt wird. http://mindjazz-pictures.de

DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 3:
DIE GEHEIME WELT

von Dean DeBlois, USA 2019, 104 Min.
Animationsfilm

Ein zufälliges Treffen mit einem noch ungezähmten Tagschatten-Weibchen, das Ohnezahn gehörig den Kopf verdreht, stellt die Freundschaft zwischen Drachen und Reiter vor neue Herausforderungen. Am Horizont taucht eine finstere, alles bedrohende Gefahr für das Dorf und seine Bewohner auf, die Hicks und Ohnezahn zwingt, sich auf die Suche nach einer verborgenen Welt zu begeben, die man nur aus mythischen Erzählungen kennt … http://upig.de

FRÜHES VERSPRECHEN (La promesse de l’aube)

von Eric Barbier, F/B 2017, 131 Min. mit Pierre Niney, Charlotte Gainsbourg, Didier Bourdon, Jean-Pierre Darroussin, Catherine McCormack, Finnegan Oldfield
Drama, Biopic

Ein Wunderkind sollte Romain Gary werden, dem die Welt zu Füßen liegen würde. Von seiner schweren Kindheit in Polen über seine Jugend unter der Sonne von Nizza bis hin zu den Heldentaten seiner Flüge in Afrika während des Zweiten Weltkriegs und seiner Ehe mit der berühmten Schauspielerin Jean Seberg. Der berühmte, französische Schriftsteller, Regisseur und Diplomaten lebte ein außergewöhnliches Leben, dessen Wirklichkeit das mütterliche Wunschdenken noch übertraf. www.camino-film.com

GLÜCK IST WAS FÜR WEICHEIER

von Anca Miruna Lazarescu, D 2018, 95 Min. mit Emilia Bernsdorf, Ella Frey, Tim Dieck, Martin Wuttke, Tina Ruland, Christian Friedel / Drama

Bademeister Stefan Gabriel ist stets um eine positive Sichtweise bemüht. Während er sich als Sterbebegleiter engagiert, kämpfen seine beiden Töchter, die 12-jährige Jessica und ihre drei Jahre ältere Schwester Sabrina, mit ihren eigenen Problemen. Jessica wird oft für einen Jungen gehalten und muss gegen ihre vielen Ticks ankämpfen. Sie bewundert ihre hübsche, aber schwerkranke Schwester Sabrina, die trotz allem ihr Leben wohl im Griff hat. www.glueckistwasfuerweicheier-film.de

GOLIATH96
von Marcus Richardt, D 2018, 109 Min. mit Katja Riemann, Nils Rovira-Munoz, Elisa Schlott, Jasmin Tabatabai, David Wurawa, Cynthia Micas / Drama

Seit über zwei Jahren hat Kristin Dibelius nicht mehr mit ihrem Sohn David gesprochen, obwohl sie beide unter einem Dach leben. David verbarrikadiert sich in seinem Zimmer und lehnt jeden Kontakt kategorisch ab. Das Leben in der gemeinsamen Drei-Zimmer-Wohnung ist zu einem gespenstischen Nebeneinander geworden. Als Kristin ihre Stelle in der Bank verliert, beginnt sie über das Internet anonym mit ihrem Sohn Kontakt aufzunehmen … www.littledream-entertainment.com

HAVE A NICE DAY (Hao ji le)

von Liu Jian, CHI 2017, 77 Min. / Animationsfilm

Eine Million Yuan sind eine Menge Geld, Xiao will davon seiner Freundin eine Schönheits-OP zahlen. Als er die Tasche voller Scheine klaut, setzt Mafiaboss Onkel Liu seinen besten Killer auf Xiao an. Doch auf der irrwitzigen Odyssee durch eine chinesische Provinzstadt werden es immer mehr gierige Hände, die dem Geld hinterherjagen. Philosophierende Gangster, in die Jahre gekommenen Auftragsmörder, vom Überlebenskampf ermüdete Männer und Frauen, bis die Jagd ein absurdes und blutiges Ende findet … http://grandfilm.de
 
HOLMES UND WATSON

von Etan Cohen, USA 2018, 90 Min. mit Will Ferrell, John C. Reilly, Ralph Fiennes, Lauren Lapkus, Rebecca Hall, Kelly Macdonald / Krimikomödie

Sherlock Holmes, der größte Detektiv aller Zeiten, löst gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Dr. Watson viele knifflige Fälle. Dabei verlässt er sich immer auf sein Verkleidungsgeschick, seinen scharfen Verstand und seine außergewöhnlichen Methoden. In diesem Film bedroht sein Erzfeind Moriarty das Leben von Königin Victoria. Holmes und Watson bleiben nur vier Tage, um den Fall zu lösen … www.sonypictures.de

STILLER KAMERAD
von Leonhard Hollmann, D 2017, 88 Min.
Dokumentarfilm

Jedes Jahr leistet die Bundeswehr im Auftrag des Bundestages Einsätze in Krisengebieten. Jeder dieser Einsätze lässt verwundete Soldaten heimkehren. Häufig zeigen sich ihre psychischen Wunden erst Jahre nach dem Einsatz wie etwa die Posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS genannt. Wo die Schulmedizin an ihre Grenzen kommt, setzt Claudia Swierczek an. In jahrelanger Arbeit hat sie eine Therapiemethode entwickelt, die besondere Fähigkeiten von Pferden nutzt. www.im-film.de

14.02.2019

AILOS REISE (Ailo: Une odyssée en Laponie)
von Guillaume Maidatchevsky, F/FIN 2018, 84 Min. mit Anke Engelke (Erz.) / Tierfilm

Geboren in der wilden und majestätischen Natur Lapplands, muss das kleine Rentier Ailo zusammen mit seiner Herde eine gefährliche Reise durch die gefrorene Taiga antreten, die ein ganzes Jahr dauern wird. Er trifft auf Polarfüchse, Lemminge, Adler, Wölfe, Eichhörnchen und Hermeline – harmlose Tiere und solche, vor denen sich ein kleines Rentier in Acht nehmen sollte. Ailo lernt, an der Seite seiner Mutter zu überleben, und wächst auf der Wanderung seiner Herde durchs wilde Lappland zu einem großen Rentier heran. www.ascot-elite-film.de

ALITA: BATTLE ANGEL

von Robert Rodriguez, USA/CAN/RA 2019, 121 Min. mit Rosa Salazar, Christoph Waltz, Jennifer Connelly, Mahershala Ali, Ed Skrein, Jackie Earle Haley
Sci-Fi-Actionfilm

Als Alita ohne jede Erinnerung daran, wer sie ist, in einer fremden, zukünftigen Welt erwacht, wird sie von Ido aufgenommen. Der mitfühlende Arzt erkennt, dass sich hinter der Cyborg-Hülle das Herz und die Seele einer jungen Frau mit außergewöhnlicher Vergangenheit verbergen. Während Alita lernt, sich in den gefährlichen Straßen von Iron City zurechtzufinden, versucht Ido sie vor ihrer geheimnisvollen Vergangenheit zu beschützen. Sie verfügt über einzigartige Kampfkünste, die die Herrschenden um jeden Preis kontrollieren wollen … www.fox.de

DIE BLÜTE DES EINKLANGS (Vision)

von Naomi Kawase, F/J 2018, 110 Min. mit Juliette Binoche, Masatoshi Nagase, Takanori Iwata, Mari Natsuki, Minami, Mirai Moriyama / Drama

Auf der Suche nach einer seltenen Heilpflanze reist die Französin Jeanne nach Japan. In den Wäldern der Yoshino-Berge will sie die Pflanze Vision ausfindig machen, die angeblich nur alle 997 Jahre blüht und über einzigartige Heilkräfte verfügen soll. Sie lernt dort den Einheimischen Tomo kennen und baut zu ihm eine besondere Bindung auf … Ein in Stil und Inhalt konsequent femininer Film. www.neuevisionen.de

CLUB DER ROTEN BÄNDER - WIE ALLES BEGANN

von Felix Binder, D 2018, 115 Min. mit Tim Oliver Schultz, Luise Befort, Nick Julius Schuck, Damian Hardung, Ivo Kortlang, Timur Bartels / Drama

Das Leben dieser Teenager scheint nicht anders zu sein als das von anderen. Doch dann wird Leo schlagartig aus seinem Alltag gerissen: Er muss ins Krankenhaus. Dass der Weg von Jonas, Alex und Toni auch irgendwann im Albertus-Klinikum enden wird, wo Hugo schon eine ganze Weile im Koma liegt, und dass sie eines Tages den »Club der roten Bänder« bilden werden, ahnt Leo, der zukünftige Anführer, zu diesem Zeitpunkt ebenso wenig wie die anderen, späteren Club-Mitglieder … www.universumfilm.de

IF BEAL STREET COULD TALK

von Barry Jenkins, USA 2018, 119 Min. mit KiKi Layne, Stephan James, Colman Doming, Teyonah Parris, Diego Luna, Pedro Pascal / Drama

Die 22-jährige Tish und der Bildhauer Fonny sind ein junges Paar im ärmlichen Viertel Harlem. Fonny wird fälschlicherweise der Vergewaltigung an einer Puerto-Ricanerin beschuldigt und kommt ohne Prozess ins Gefängnis. Als Tish erfährt, dass sie von Fonny ein Kind erwartet, versichert sie ihm, ihn rechtzeitig vor der Geburt aus dem Gefängnis zu holen … https://dcmworld.com

LUFT
von Anatol Schuster, D 2017, 91 Min. mit Paula Hüttisch, Lara Feith, Matthias Neukirch, Thomas Di Bernardo, Franziska Rieck, Murat Seven / Drama

Die Träumerin Manja fühlt sich magisch hingezogen zu der Rebellin Louk. In stiller Hingabe folgt sie Louks radikalem Aufbegehren und schützt sie vor Gefahren. Selbst als Louk sie gewaltsam zurückweist, gibt Manja nicht auf, weil sie die tiefe Wunde hinter Louks Idealismus erkennt … www.pro-fun.de

SWEETHEARTS
von Karoline Herfurth, D 2019, ca100 Min. mit Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung, Frederick Lau, Katrin Saß, Ronald Zehrfeld, Anneke Kim Sarnau / Komödie
Franny ist beruflich wie privat ohne Plan und leidet unter häufigen Panikattacken. Dagegen ist die alleinerziehende Mutter Mel eine toughe Selbstversorgerin, die sich und ihrer Tochter mit einem Diamantenraub ein besseres Leben verschaffen will. Doch trotz eines ausgefeilten Plans geht bei der Umsetzung so ziemlich alles schief, und Mel sieht sich gezwungen, die planlose Franny als Geisel zu nehmen … www.warnerbros.de

21.02.2019

CAN YOU EVER FORGIVE ME
von Marielle Heller, USA 2018, 107 Min. mit Melissa McCarthy, Richard E. Grant, Dolly Wells, Joanna Adler, Marc Evan Jackson, Anna Deavere Smith / Biopic

Der Film beruht auf der wahren Geschichte der Prominenten-Biographin (und Katzenfreundin) Lee Israel, die in den 70er- und 80er-Jahren in New York ihren Lebensunterhalt als Autorin der Portraits und Biographien von Prominenten wie Katherine Hepburn, Tallulah Bankhead, Estée Lauder und anderen verdiente. Als sie den Publikumsgeschmack nicht mehr trifft, schreibt sie Fake-Porträts. www.fox.de

DREAM AWAY

von Johanna Domke, Marouan Omara, D/ÄGY/Q 2017, 85 Min. / Dokumentarfilm

Es ist noch nicht lange her, dass viele, besonders auch reiche Touristen in die Luxushotels von Sharm El Sheikh kamen. Aber der Arabische Frühling und die chaotischen Zustände danach raubten der Südspitze der Sinai-Halbinsel einen großen Teil ihres Reizes. Der ägyptische Filmemacher Marouan Omara und die bildende Künstlerin Johanna Domke aus Deutschland begleiten in ihrem Dokumentarfilm die Bewohner der einst so schimmernden Stadt. http://realfictionfilme.de

ESCAPE ROOM

von Adam Robitel, ZA/USA 2019, 100 Min. mit Deborah Ann Woll, Taylor Russell, Tyler Labine, Logan Miller, Adam Robitel, Nik Dodani / Thriller

Amanda, Mike und Ben kennen einander nicht. Weil sie sich für besonders intelligent halten, bekommen sie mit drei weitere Menschen, die auch als besonders schlau gelten wollen, eine spezielle Einladung. In einem Escape-Room-Spiel können sie ein Preisgeld von einer Million Dollar gewinnnen. Doch sie erfahren nicht, dass das Spiel tödlich enden soll, wenn man eines der extrem herausfordernden Rätsel nicht schnell genug löst. www.sonypictures.de

DER GOLDENE HANDSCHUH

von Fatih Akin, D 2019, ca100 Min. mit Jonas Dassler, Marc Hosemann, Adam Bousdoukos, Tristan Göbel, Margarete Tiesel, Katja Studt / Thriller

Fritz Honka lebt in den 70er-Jahren im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Der Hilfsarbeiter verbringt die Nächte gerne in der örtlichen Kiezkneipe »Zum Goldenen Handschuh« zwischen Trinkern, Prostituierten und anderen Gestalten der Nacht. Ein guter Ort, um Frauen kennenzulernen. Doch keiner weiß, dass der unscheinbare Mann mit Hornbrille und eingedrücktem Gesicht der wahrscheinlich berüchtigtste Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit ist. www.warnerbros.de

HOTEL JUGOSLAVIJA

von Nicolas Wagnières, CH 2018, 78 Min.
Dokumentarfilm

Das Hotel Jugoslavija, ein mystisches Gebäude, erbaut zu Beginn der 70er-Jahre in Novi Beograd, war ein Symbol und Zeuge wichtiger Momente in der ehemaligen Republik Jugoslawien. Von Tito bis Milosevic, vom Sozialismus bis zum Nationalismus, den Bombardierungen der NATO bis zur korrupten Gegenwart. Es spukt heute immer noch im Belgrader Stadtbild wie ein Spiegel, der Serbien vorgehalten wird. Der Regisseur ist mütterlicherseits jugoslawischen Ursprungs, doch in der Schweiz geboren, wo er heute lebt. www.dejavu-film.de

MEIN BESTER & ICH (The Upside)

von Neil Burger, USA 2017, 125 Min. mit Bryan Cranston, Kevin Hart, Nicole Kidman, Julianna Margulies, Aja Naomi King, Golshifteh Farahani
Komödie

Der kunstsinnige, querschnittsgelähmte Milliardär Philip ist auf der Suche nach einem neuen Pfleger. Seine Hausdame Yvonne ist mehr als irritiert, als in der Bewerberriege plötzlich ein sehr unkonventioneller Kandidat auftaucht. Dell ist vorbestraft und will sich nur bescheinigen lassen, dass er auf Jobsuche ist. Aber Philip entscheidet spontan, dass Dell eine Chance bekommt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nähern sich die beiden grundverschiedenen Männer an. Amerikanisches Remake der »ziemlich besten Freunde«, das niemand braucht. www.constantin-film.de

ROADS
von Sebastian Schipper, D/F 2018, ca100 Min. mit Fionn Whitehead, Stéphane Bak, Ben Chaplin, Claudia Trujillo, Moritz Bleibtreu, Marie Burchard / Drama

Der 18-jährige William aus dem Kongo versucht die Grenze nach Europa zu überwinden, um dort seinen verschollenen Bruder zu suchen. In Marokko trifft er zufällig auf den gleichaltrigen Briten Gyllen, der das Luxus-Wohnmobil seines Stiefvaters entwendet hat, um dem Familienurlaub zu entfliehen. Beide werden zu perfekten Verbündeten … www.studiocanal.de

DIE SCHNEEKÖNIGIN: IM SPIEGELLAND
von Robert Lence, Aleksey Tsitsilin, RUS 2018, 80 Min.
Animationsfilm

Als der mächtige König Harald den Beschluss fasst, jegliche Form von Magie im ganzen Königreich zu verbieten, wird jeder, der magische Kräfte besitzt, ins Spiegelland verbannt. Auch Gerda, die nicht zaubern kann, aber mit ihren Eltern und ihrem Bruder ein Geschäft für Magie betreibt, lebt seither als Gefangene im Spiegelland. Um ihre Familie, das Königreich und die Magie zu retten, muss die schüchterne Gerda all ihren Mut zusammennehmen und die böse Schneekönigin um Hilfe bitten. http://peppermint-anime.de

DER VERLORENE SOHN (Boy Erased)

von Joel Edgerton, USA/AUS 2018, 115 Min. mit Lucas Hedges, Nicole Kidman, Russell Crowe, Madelyn Cline, Victor McCay, Flea / Biopic

Die wahre Geschichte des 19-jährigen Jared, der in einem Baptistenprediger-Haushalt in den amerikanischen Südstaaten aufwächst. Als sein streng gläubiger Vater von der Homosexualität seines Sohnes erfährt, drängt er ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Therapie. Seine Mutter begleitet Jared zu der abgeschotteten Einrichtung … http://upig.de

VICE - DER ZWEITE MANN (Vice)

von Adam McKay, USA 2018, 132 Min. mit Christian Bale, Amy Adams, Steve Carell, Sam Rockwell / Komödie

Er gilt als einer der mächtigsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten: Dick Cheney. Die Komödie »Vice« beleuchtet die sagenhafte Karriere des Bürokraten und Washington-Insiders, der an der Seite von George W. Bush zum einflussreichsten Politiker der Welt wurde und seine Macht zu nutzten wusste: Cheneys Entscheidungen prägen das Land noch immer, sein außenpolitisches Wirken ist bis heute spürbar. www.universumfilm.de

DIE WINZLINGE - ABENTEUER IN DER KARIBIK

von Thomas Szabo, Hélène Giraud, F 2018, 92 Min.
Animationsfilm

Bei einem heimlichen Ausflug in die Kastanienfabrik seines Dorfes landet ein unerschrockener junger Marienkäfer versehentlich in einer Pappschachtel, die in die Karibik verschifft wird. Ohne zu zögern, begibt sich sein Papa auf eine abenteuerliche Reise, um den geliebten Nachwuchs zu finden. Endlich wieder vereint, helfen sie ihren neuen karibischen Marienkäferfreunden, deren Heimat von einer großen Baufirma bedroht wird. www.weltkino.de

28.02.2019

HARD POWDER
von Hans Petter Moland, GB 2018, 119 Min. mit Liam Neeson, Emmy Rossum, Laura Dern, John Doman, Tom Bateman, Julia Jones / Actionthriller
Der Schneepflugfahrer Nels Coxman führt mit seiner Familie ein beschauliches Leben in einem Skigebiet der Rocky Mountains, bis sein Sohn sich mit dem schillernden Drogenboss Viking einlässt – und auf dessen Befehl ermordet wird. Rasend vor Wut legt sich Nels mit dem mächtigen Kartell an. Während er immer mehr Männer zu Tode pflügt, macht Viking seinen langjährigen Rivalen White Bull verantwortlich. Ein wahnwitziger Bandenkrieg lässt die strahlenden Hänge der Kleinstadt bald blutrot leuchten. Remake von »Einer nach dem anderen«. www.studiocanal.de
 
THE HATE U GIVE

von George Tillman Jr., USA 2018, 133 Min. mit Amandla Stenberg, Regina Hall, Russell Hornsby, Anthony Mackie, Issa Rae Issa Rae, Common / Drama

Starr Carters Leben spielt sich ständig zwischen zwei Welten ab: da ist zum einen das arme, hauptsächlich schwarze Viertel, in dem sie lebt. Zum anderen gibt es die reiche, hauptsächlich weiße Privatschule, in die sie geht. Das empfindliche Gleichgewicht zwischen diesen Welten wird erschüttert, als sie Zeugin wird, wie ihr Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wird. Trotz des Drucks von allen Seiten, muss sie ihre Stimme erheben und für Gerechtigkeit einstehen. www.fox.de

EIN KÖNIGLICHER TAUSCH
von Marc Dugain, F/B 2017, 100 Min. mit Lambert Wilson, Anamaria Vartolomei, Olivier Gourmet, Catherine Mouchet, Kacey Mottet Klein, Igor van Dessel / Historiendrama
Frankreich, 1721: Um den Frieden mit Spanien zu besiegeln, fädelt Herzog Philipp von Orléans einen Prinzessinnentausch ein. Er will den elfjährigen französischen König Ludwig XV mit der erst vier Jahre alten Tochter des spanischen Königs, Infantin Maria Anna Victoria, verheiraten. Im Gegenzug soll die zwölfjährige Tochter Philipps die Gemahlin des jungen spanischen Thronfolgers Ludwig werden. Der Austausch der beiden Prinzessinnen an der Grenze zwischen den Ländern statt. Doch die königlichen Strategen haben die Rechnung ohne die gewünschten Paare gemacht. www.alamodefilm.de
 
KOMMISSAR GORDON & BUFFY (Gordon & Paddy)

von Linda Hambäck, S 2017, 65 Min.
Kinderanimationsfilm

Der alte Kommissar Gordon hat seit vielen Jahren für Frieden im Wald gesorgt, indem er seine Mitbewohner vor dem gefürchteten Fuchs beschützt hat. Die pfiffige und ehrgeizige Maus Buffy könnte seiner Meinung nach eine exzellente Nachfolgerin sein. Bevor er sie allerdings zur Hauptkommissarin berufen kann, müssen beide noch den Nüssedieb dingfest machen. Es kursiert das Gerücht, dass der Fuchs dahinter stecken könnte. Nach den Kinderbüchern von Ulf Nilsson und Gitte Spee. www.eksystent.com

MANOU (Manou the Swift)

von Andrea Block u. Christian Haas, D/F 2018, 86 Min.
Animationsfilm

Der kleine Mauersegler Manou wächst bei den stolzen Möwen in Nizza auf. Er lernt schwimmen, fischen und fliegen wie sie, und wie sein Pflegevater will er eine gute Möwe werden. Als Adopivkind kann er das allerdings nie erreichen. Eines Nachts, als Manou Wache hält, stehlen Ratten ein Ei. Die Möwen schließen Manou darauf aus der Kolonie aus. Doch bald kann er beweisen, dass er ein wahrer Kämpfer ist – beherzt wie eine Möwe und einfallsreich wie ein Mauersegler. www.kinostar.com

OSTWIND - ARIS ANKUNFT
von Theresa von Eltz, D 2019, ca100 Min. mit Hanna Binke, Marvin Linke, Amber Bongard, Luna Paiano, Tilo Prückner, Cornelia Froboess / Familienfilm

Durch einen Zwischenfall werden Mika und ihr Pferd Ostwind auf eine harte Probe gestellt. Mikas Großmutter, Sam und Herr Kaan versuchen unterdessen, Gut Kaltenbach am Laufen zu halten, wobei sie Unterstützung von der ehrgeizigen und scheinbar netten Isabell bekommen. Doch Fanny bringt die impulsive und kratzbürstige Ari nach Kaltenbach und sorgt damit für mächtigen Wirbel, denn Ari scheint eine besondere Wirkung auf den berühmten Hengst zu haben … www.constantin-film.de/kino/ostwind-4

DIE SCHULE AUF DEM ZAUBERBERG

von Radek Wegrzyn, D 2018, 87 Min.
Dokumentarfilm

Die Sprösslinge der reichsten Familien der Welt – aufgewachsen im Überfluss und sicher eingebettet in ein Leben voller Geld und Luxus. Ihnen fehlt jedoch der eigene Erfolg. Durch den Besuch des exklusivsten Internats der Welt soll sich das ändern. Hier sollen sie zu globalen Führungskräften ausgebildet werden. Unter ihnen ist Berk, Einzelkind und Einzelgänger, der insgeheim nach seinen Freunden und einem beschaulichen Leben in seiner Heimat Istanbul sehnt. Doch er hat die Rechnung ohne seinen Vater gemacht … www.farbfilm-verleih.de

WIE GUT IST DEINE BEZIEHUNG?

von Ralf Westhoff, D 2019, 111 Min. mit Julia Koschitz, Friedrich Mücke, Bastian Reiber, Maja Beckmann, Michael Witteborn / Komödie
Steve ist seit fünf Jahren liebevoll mit Carola zusammen. Aber dann muss er mit ansehen, wie sein Freund Bob aus heiterem Himmel von seiner Freundin verlassen wird, die sich dem gut erhaltenen, aber sehr viel älteren Tantra-Lehrer Harald zuwendet. Jetzt fragt sich Steve, ob Carola wirklich glücklich mit ihm ist. Ohnehin durch beruflichen Stress angegriffen, will Steve handeln, und die Turbulenzen nehmen ihren Lauf … www.x-verleih.de
 

 

Datenbanken
Internet-Movie-DataBase, Moviedata, Movieline, Europas Cinemas, Filmfestivals

Zeitschriften:

Filmdienst,
Entertainment Weekly, epd Film, Variety, Cinema
 

Filmkritik:

Der skandalöse Lazzarener
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Alice Rohrwachers »Glücklich wie Lazzaro« trifft märchenhaft den italienischen Augenblick
»Der ästhetische Reichtum des Films verdichtet Realismus, Allegorie, Märchen & ikonographische Assoziationen zu einer emotional tief bewegenden Parabel über Mentalität, Würde & Elend der Armen im fortschreitenden Kapitalismus.


Die Passion der Jeanne
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Stéphanes Brizés Maupassant-Verfilmung »Ein Leben«
Brizés fast zweistündige Adaption ist der fünfte Film nach Maupassants Debütroman über ein fatales Frauenleben. Und um es gleich vorweg zu sagen: gewiss die Außergewöhnlichste!



Ein vibrierender Tonbild-Roman
aus den Fünfziger Jahren

Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Tom Volfs erstaunlicher Kompilationsfilm »Maria by Callas
«

»Tom Volfe gelingt es mit Verve & Liebe, ein dramatisch-vibrierendes Doppelporträt zu entwerfen, bei dem einen der immense Preis erschüttert, den die Künstlerin für ihre fabulösen Kunstanstrengungen mit ihrem nicht-gelebten Leben bezahlen musste.«

Fortsetzung ohne Fortschritt
Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
»Star Wars Episode 8 – The Last Jedi«
im Feuer der Medienkritik
»Die Hauptaufgabe der jüngsten Star-Wars-Trilogie besteht in nichts anderem, als in der abrupten Verknüpfung neuer Charaktere mit den alten und durch Lucas’ langes Zögern überalterten Figuren und Darstellern, die zugleich abtreten sollen. Denn längst ist geplant, an einer anderen Ecke des Universums mit völlig anderen Charakteren und Situationen loszulegen.«

Baum ohne Blätter:
Blade Runner 2049

von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Zu Denis Villeneuves Filmfortsetzung von Philip K. Dicks Roman.
»Villeneuves Kino verdünnt die pralle graphische Kompression der Figuren aus dem ersten Film, das Paradox zwischen Schönheit, Eleganz, Geist, Mechanik und Bewusstlosigkeit, vermassten Menschenschatten und freiheitsaufbegehrenden Cyborgismus zu einer matten Revue taumelnder Gestalten in einem entleerten archäologischen Vergnügungspark, in dem die letzten Spektrallinien von Mensch und Sklave, Leben und Robotik aufleuchten, bevor endgültig das Licht über den Lookalikes in der Jukebox ausgedreht wird.«

Kriegsfilm ohne Krieger
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Christopher Nolans Kriegsdrama »Dunkirk«
»... eine stumme, am Strand vor dem Stadtpanorama erstarrten Armee ohne Krieger, von Zufall und Missgeschick zurückgedrängt, meist unerfahrene Kämpfer, die sich in metaphysischer Wartestellung befinden, sich in zurückgerufene und doch nicht erhörte Flüchtlinge, Deprimierte und Schläfer verwandeln, menschliches Frachtgut für die Barken des Charon, mitten in einer noch unbegriffenen Katastrophe aus Engpass und Unterversorgung.«

Ein Multipersonenstück
Von Georg Seeßlen
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»Der junge Karl Marx« von Raoul Peck
»Peck und seine Mitstreiter widerstehen vor allem der Gefahr, eine lineare Beziehung zwischen Psyche und Politik herzustellen. Marx und Engels handeln hier aus Erkenntnis und Willen heraus, und ihre Frauen, so unterschiedlich wie die Männer, sind alles andere als private Staffage, es sind politisch handelnde Menschen aus eigenem Recht.«


»Denken ist bereits Plastik«
Von Lothar Struck
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Andres Veiels Dokumentation über »Beuys«
»Man hatte es kaum bemerkt – 2016 war der 30. Todestag und hätte eigentlich ein "Beuys"-Jahr sein können wenn nicht gar müssen. Immerhin versuchte das Museum Schloss Moyland, welches sich als internationales Beuys-Zentrum versteht, mit der digitalen Kampagne #beuysheute an den Künstler zu erinnern. Als Nachklapp könnte man nun Andres Veiels Film "Beuys" sehen, der auf der Berlinale Premiere hatte und jetzt in die Kinos kommt.« Trailer

Die Kraft der Poesie
Von Claus Wecker
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»Neruda« von Pablo Larraín
»Nach all den Biopics, die uns das Kinojahr 2016 gebracht hat, den gelungenen und weniger gelungenen, ist »Neruda« ein einsamer Solitär, grandios und »verrückt« im Wortsinn.«




Der beste Freund
Von Lothar Struck
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Über den großartigen Film »Enklave« von Goran Radovanović
»Die Bilder wird man nicht mehr so schnell los, sie setzen sich fest und bleiben. Ein großartiges, ein episches Meisterwerk.«




Diesseitsweltentfremdet
Von Lothar Struck
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Wim Wenders verfilmt Peter Handkes »Die schönen Tage von Aranjuez«
»Immerhin versetzt der Film den Zuseher in eine andere Zeit und verweigert sich dem, was wir Gegenwart nennen und deren Zwänge uns zuweilen zu erdrücken scheinen. Man sieht zwei Menschen, wie sie miteinander reden und sich gegeneinander zuhören, als ginge es um Alles. Immerhin.«

»Es ist noch nichts erzählt.«
Von Lothar Struck
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Corinna Belz' feinsinniges Filmporträt »Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte.«
Trailer
Corinna Belz' Film zeigt wie Handke gelebt hat und, vor allem, wie er heute lebt. Oberflächlich betrachtet wirkt er dabei wie ein Aus-der-Zeit-Gefallener, der ohne Smartphone und Computer und ohne all die Dinge, die uns heutzutage so unentbehrlich erscheinen in einer Einsiedlerei lebt. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall.

Wider den »Übermut der Ämter«
Von Wolfram Schütte
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Ken Loachs Verteidigung der menschlichen Würde: »Ich, Daniel Blake«.
»Eine vergleichbar intensive Auseinandersetzung mit der sub-bürgerlichen Sozialwelt & eine ähnliche (wenn auch melodramatischer akzentuierte) emotionale Anteilnahme am Leben & Sterben »der kleinen Leute« gab es zuletzt im Oeuvre Rainer Werner Fassbinders.«



Die Poesie des Banalen
Von Wolfram Schütte
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Die wagemutige filmische Idylle »Paterson« von Jim Jarmusch.
»...das rare Beispiel einer Idylle der Selbstgenügsamkeit, der Sanftmut & des einfachen Lebens. Nur Jim Jarmusch kann sich diesen Hymnus in filmischer Strophenform heute erlauben, ohne dass die Idylle – seit langem ein ästhetisch prekäres Genre in den modernen Künsten – besonders auch in diesen (USA-)Tagen peinlich, süßlich oder sentimental würde.

Komische Bodenberührung
Von Wolfram Schütte
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Ein paar Mutmaßungen über den Publikumserfolg von Maren Adens Film »Toni Erdmann«.
»... Paradoxerweise ist es aber gerade diese von Maren Ade verweigerte Harmonisierung des Generationenkonflikts (der zugleich eine epochale gesellschaftliche Bruchlinie markiert), was dem erstaunlichen deutschen Film jene tiefgründige Balance zwischen Komödie & Tragödie bis zum offenen Ende hin ermöglicht.«

Der Aufbruch aus den Wäldern
Von Georg Seeßlen
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»Captain Fantastic« von Matt Ross.
»Dass es nicht darum geht, die Guten gegen die Bösen auszuspielen, das ist, wenn er schon eine bräuchte, die Botschaft dieses Films. Aber eigentlich geht es darum, dass jede Vertreibung aus dem Paradies eine tief traurige und herzlich komische Angelegenheit ist, und dass man, wenn man Mensch sein oder werden will, gar nicht darum herumkommt. Bis in die letzte, ungeheuer kunstvoll eingerichtete Einstellung bleibt die Schwebe erhalten.«

© XVerleih AG



Verloren im Paradies
Von Lothar Struck
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Zwischen Hoffnung und Verzweiflung verkörpert Josef Hader den heimatlosen Dichter Stefan Zweig in Amerika »Vor der Morgenröte«
»...ein wunderbarer, ein wahrhaftiger Film. Komponiert, konzipiert und inszeniert mit außerordentlicher Hingabe und großem Ernst.«

Leben, Scham & Flucht oder Thierrys Passion
Von Wolfram Schütte
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Stéphane Brizés beobachtende filmische Meditation über den »Wert des Menschen«.
»
Wenn Hitchcock einmal behauptet hat, dass er auf den Emotionen seiner Zuschauer wie auf einer Orgel spiele, erreicht Brizé mit seinem ästhetischen Minimalismus, der gewissermaßen dem Gebrauch nur einer Flöte entspricht, eine emotionale Intimität & Intensität, mit der er die Zuschauer zu Verschworenen des Hauptdarstellers macht ...«

Von Lucas zu Disney
Peter V. Brinkemper
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»Star Wars 7 - Das Erwachen der Macht«:
Eine Erfolgsserie wird neu justiert.
»
Herausgekommen ist keine Spielfilm-Episode mit prägnant erzählter Fortsetzung einprägsamer Personen im bisherigen Sinne, sondern eine hochmobile Fusion zwischen Remake und Reboot. Über deren Kurs wird gerade gestritten.«


Wechselseitige Erpressung
Von Wolfram Schütte
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Pablo Larraíns intensiver Film »El Club« über »Problem-Priester«.
Larraíns »El club« besitzt die fortdauernde Rätselhaftigkeit, poetische Dichte & nachhaltige Beunruhigung, für die einmal im vergangenen Jahrhundert der Name Luis Bunuels stand.  


Helden der anderen Art
Von Georg Seeßlen
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The Yes Men - Jetzt wird‘s persönlich
Die Yes Men, der Programmierer, Autor, Job Hopper und Professor für Design, Jacques Servin alias Andy Bichlbaum, und der Kunst-Professor Igor Vamos alias Mike Bonnano, sind, zusammen mit wechselnden Mitarbeitern, zur wohl bekanntesten Gruppe von Web-Aktionisten, Culture Jammern und Guerilla Künstlern geworden.

Nußschale & Flaschenpost
Von Wolfram Schütte
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Jafar Panahis virtuoser Film »Taxi Teheran«
»... so offen, so direkt, so frontal, aber auch so souverän, so gewitzt & witzig hat noch keiner seiner intellektuellen Kollegen von sich & dem heutigen Iran gehandelt! Es ist ein großes Vergnügen, ihm dabei zuzusehen & zuzuhören.«



Der Untergang der Freizeitparks
Von Peter V. Brinkemper
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Zur aktuellen Politik in »Jurassic World«
Wir leben im Zeitalter der bombastischen Mega-Remakes. Nicht nur im Kino. Diese liefern uns einen Erlebniswall gegen die doch digital allgegenwärtigen Kriegs- und Krisennachrichten. Auf einer Tour ins wüstenhafte Nirgendwo sind wir auf der Suche nach dem letzten Sp(i)rit, den wir sogleich wieder verbrauchen, bevor wir selber draufgehen.
 

So schön und so traurig
Von Claus Wecker
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Über Roy Anderssons »Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach«.
In 39 Szenen, die manchmal eine zusammenhängende Geschichte, manchmal von einzelnen Ereignissen erzählen, balanciert Andersson zwischen Komödie und Tragödie.



Mr. Turner – und wie er die Welt sah
Von Georg Seeßlen
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Ein sehr schöner Film über einen der bedeutendsten Maler des 19.Jahrhunderts.
Einen, der den Weg in die Moderne begleitete, der einerseits das Walten der Natur in immer waghalsigeren Farbschichtungen beschwor, andrerseits aber auch ein Auge für die neue Technologie, die Dampfkraft, das Feuer der Industrialisierung hatte.



»Interstellar« scheitert gekonnt
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolan mit wildem Jockey-Science-Fiction-Mix.
Nolans Science-Fiction-Abenteuer »Interstellar« ist ein gescheitertes Nebenwerk, eine Übernahme eines Steven-Spielberg-Projektes, ein wilder Mix aus zahlreichen Vorbildern und eigenen Konzepten und Varianten. Es wird zu einem weiteren Opus Magnum des bisher gelobten Regisseurs hochgepuscht, vielleicht auch nur, weil es 169 Minuten dauert, und zwar von einer entgegenkommenden deutschen Presse, den Anhängern, den harten »Nolaniten« und einer intensiven Werbemaschinerie.

Euphorie einer interstellaren Moderne
Von Peter V. Brinkemper
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So
entstand Stanley Kubricks »2001: A Space Odyssey«
Für den epochalen Science Fiction Klassiker knapp vor dem sich vollendenden bemannten US-Apollo-Mondfahrtprojekt wurde eine noch heute stilistisch wegweisende technologische Moderne mit einer Anthropologie der interstellaren Evolution verknüpft.


Ein Superman mit Innenperspektive
von Peter V. Brinkemper
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»
Man of Steel« im Sog des neusten Comic-Film-Krieges.
Der neue Superman als Versuch einer sanften Adaption an die Menschheit.





Malcolm McDowell incredible 70
Von Peter V. Brinkemper
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Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Sergio Leone und McDowell zusammengekommen wären.

Foto: Jeremy Emerman

Verstanden, alter Knabe?
Von Peter V. Brinkemper
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Buz Luhrmanns Film-Version des großen »Gatsby« ist ein komplexes Zeitpanorama, vor allem durchdrungen von der experimentellen Unordentlichkeit eines riskanten Lebens unter widrigen Hypothesen.
Die Kristallisation der Liebe und der Kristall der Zeit sind hier die Chance und das Wahnbild eines illegitimen Kairos, den man streift, während die anderen darauf warten, einen um die Früchte des vorgegaukelten Erfolgs zu bringen.

Leichtsinnig wie ein wilder Stier
Von Peter V. Brinkemper
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Amazing Epic Pulp – Quentin Tarantinos
Anti-Slavery-Western »Django Unchained«
»Lustvoll trägt Tarantino den Zorn – über den freiwilligen und erzwungenen Ausverkauf und darüber, wie weit innere Selbstentfremdung und existenzielle Auslieferung zwischen imaginärer Macht und realer Ohnmacht gehen können – in das Zentrum der Geschichte und in ihre Abgründe,...«

Charakterstudie einer Denkerin
Von Karl Martin
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Ein paar Bemerkungen zu
Margarethe von Trottas Film »Hannah Arendt«.
»Eine intensive Begegnung mit der im besten Sinne eigensinnigen Denkerin, couragierten Frau und begnadeten Kettenraucherin Hannah Arendt, der Barbara Sukowa mit einem grandiosen Monolog von einer Zigarettenlänge ein kleines Denkmal gesetzt hat.«

Vom Geben und Nehmen
Von Georg Seeßlen
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Teil 1 von Ulrich Seidls »Paradies-Trilogie: Liebe«
»Die Schwäche des einzelnen ist nicht der Punkt, den man denunzieren will, sie ist das Tor, das in das Innere führt. Denn es sind Menschen auf der Suche nach dem Glück, nach Befreiung, nach Liebe. Unglücklicherweise führt die Befreiung des einen nur zur Unterdrückung des anderen, unglücklicherweise lauert hinter jedem Gefängnis, das man verläßt, schon das nächste.«

The Darkest Hour
Von Lida Bach
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Fiktive Fakten und Film-Folter für den Frieden in Kathryn Bigelows »Zero Dark Thirty«.
Sie verteidigt das technisch glanzvolle, dramaturgisch stumpfe Kinokonstrukt mit der abstrusen Behauptung, um das westliche Wertkonzept aufrecht zu halten, müssten dessen humanitäre Grundpfeiler eingerissen werden. Die moralische Überlegenheit, die den Figuren und ihren potentiellen Sympathisanten im Kinosaal zugebilligt wird, entpuppt sich als Makulatur.

Keira Kneightley in Hochform
Von Claus Wecker
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Tolstois »Anna Karenina« grandios verfilmt von Joe Wright.
»Kneightleys Tour de Force durch sämtliche Gemütszustände einer um eine Entscheidung ringende, diese Entscheidung wieder verwerfende und dieses Verwerfen erneut revidierende Frau ist allein schon einen Kinobesuch wert.«

Reise zum Kern des Menschseins
Von Peter V. Brinkemper
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Cloud Atlas - Roman & Film zwischen Debut und Debakel
»... die Suche nach dem Lebensfaden und um ein Stück wohliger Trauerarbeit am zugigen Kamin der Zeit, um das testamentarische Unterwegssein in der eigenen Psyche und in fremden Seelen, solange die Erde sich noch für die Menschheit dreht.«



Aufbruch zu den Sternen oder Konzern-Safari?
Von Peter V. Brinkemper
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Über
Ridley Scotts »Prometheus«
Ridley Scotts lang erwartetes neues »Alien«-Kino-Werk hat den verheißungsvollen Titel »Prometheus – Dunkle Zeichen« (2012). Es ist unentschieden angesiedelt zwischen Prequel (exakter logischer Vorgeschichte), Remake (kommerziell motivierter Neuverfilmung), Reboot (Neustart bei Löschung der alten Logik) oder Spin-Off (Ableger, Nebengeschichte).

Die Grablegung des Vigilanten
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolans »The Dark Knight Rises«
Der wohlvorbereitete Anschlag auf eine Mitternachts-Premiere von «The Dark Knight Rises» im Century-Kinokomplex in Aurora, Colorado, eine Schießerei durch einen jungen studierten Einzeltäter ins Publikum, eine Viertelstunde nach Filmbeginn, ausdrücklich in Anlehnung an den Joker-Stil, führt zu 12 Toten und zahlreichen Verletzten unter den Zuschauern.

Paradoxien der Enträumlichung
Zur Philosophie des 3-D-Films.
Von Peter V. Brinkemper
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Über »Star Wars Episode I« in 3-D und George Lucas’ brillante Ent-Täuschung.
»Star Wars Episode I 3-D« ist wie ein erster zusammengebastelter Protokolldroide, für den man sich noch keine voll funktionsfähige Raumhülle leisten konnte. Diese Filmversion hilft uns, genauer verstehen, dass 3-D in der Tat noch mehr und noch etwas anderes sein könnte, als die Vertiefung der alten Einäugigkeit, die liest und entziffert – statt zu begreifen und zu sehen.
«

Das Ende ist nah, es lebe das Ende


Von Thomas Hummitzsch

Artikel lesen
Der dänische Regisseur Lars von Trier feiert in seinem neuen Film »Melancholia« das Unzelebrierbare: Den Untergang der Welt.


Der Comicfilmkrieg:
»Green Lantern« vs.
»Captain America«

Von Peter V. Brinkemper
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»Die rein ökonomische Formel der Comic-Verfilmung wäre: So wenig Differenzierung wie eben nötig, so viel Einheitlichkeit wie möglich. Klar vermarktbares Kino statt verwirrender Plots und manierierter Bildsprache (...) Die Revitalisierung der Marke, nicht des Charakters ist gefragt. Psychologische Vertiefung hält sich spürbar in Grenzen.«

Risse in der Panoramischen Poesie
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Die Kino-Zweitfassung von »Avatar« verstärkt den Spieleffekt auf Kosten der Science Fantasy.
Alle diejenigen, die über den kommerziellen Gag lächeln, »Avatar« nach dem abgefeierten Erfolg noch einmal mit Miniverlängerungen ins Kino zu bringen, sollten genauer hinsehen.


Heart of Brightness
Von Peter V. Brinkemper
James Camerons Avatar  – Aufbruch nach Pandora
»Aliens und Terminatoren mutieren zum Versöhnungsfest im Stil von Herr der Ringe. Abgemischt aus Pocahontas und Meuterei auf der Bounty entsteht ein Silent Running der neuen Dimension. Doch das ist keine Science Fiction mehr, das ist Science Fantasy.«
Brinkempers Gebrauchsanweisung für Camerons »Avatar« Brauchen wir neue Kategorien für das mediale Erleben?


Zauber der fluiden Erzählung
Peter Brinkemper über Christopher Nolans »Inception«
»...ein großartiger Film, faszinierend in der temporeichen und nuancierten schauspielerischen und der visionären Inszenierung.« Artikel lesen
Trailer


Frieden und Gerechtigkeit

Von Georg Seeßlen
»Micmacs« der neue Film von Jean-Pierre Jeune
t
Artikel lesen
»Wer wagte es, seine cineastischen Sammel- und Bastelstücke vor dem Publikum auszubreiten, ohne Rücksicht darauf, daß auch etwas richtig Großes und Ganzes dabei herauskommt? Wer traut sich noch, Spiel-Filme zu drehen? In Jeunet-Filme geht man am besten mit einem großen Herzen. Oder mit einem kleinen – Na, Sie wissen schon.« Trailer



Kompilations-Anti-Grusel-Action-Emo-Kino
von Peter V. Brinkemper
Das Copy-and-Paste-Problem von Scorseses
»Shutter Island«

»Scorsese scheitert an den unaufgearbeiteten Rückständen seines alten Straßen-Verismus und an dem aktuell verrotteten Mix aus Psychologie, Psychiatrie, dümmlicher Verrätselung, wo keine ist, und an den gummiartig aneinander klebenden Einstellungen, ... Wie konnte ein solches Machwerk dem einstmaligen Meister unterlaufen? Aus Zeitnot, als Geldnot, aus Termindruck, aus Alterangst, auch den Kinotod zu sterben?«



Das Würfelspiel des Daseins
Jay Parinis grandioser Roman über die letzten Tage des berühmtesten Schriftstellers der Welt.
Tolstojs letztes Jahr
»Ein Roman ist wie eine Seereise, ist wie ein Aufbruch in unbekannte Gewässer, aber ich bin so nah wie möglich der Küstenlinie jener tatsächlichen Ereignisse des letzten Lebensjahres Tolstojs gefolgt.«, beschreibt Parini den real-fiktiven Rahmen seines Werks. Leseprobe

EIN RUSSISCHER SOMMER
von Michael Hoffmann, GB/D/RUS 2009, 112 Min. mit Helen Mirren, Christopher Plummer, Kerry Condon, Paul Giamatti, Anne-Marie Duff, David Masterson


Begriffe in Bewegung
Abécédaire. Gilles Deleuze von A bis Z
»
Allein das Interieur, die arrangierte Szenerie ist trés léger. Mit welcher charmanten Nonchalance Gilles Deleuze in einem ausgeleierten, mauvefarbenen Pullover vor einer halbhohen Kommode sitzt, über der ein alter Spiegel hängt, in dessen linken unteren Ecke man das Spiegelbild seiner ketterauchenden Gesprächspartnerin, Claire Parnet, erkennt, das ist grandios.«


Eichelhagel im Tannendunkel
Lars von Trier bleibt auch mit »Antichrist« seiner Flucht-Linie treu, schafft diesmal aber vor lauter Kunstreligion kein Meisterwerk.
»
Die typisierende Differenz zwischen der empfindsam-depressiven Frau und dem zunächst therapeutisch-optimistischen Mann schafft keine elektrisierende Spannung heterogener Welten, sondern eine müde Kopulation zwischen Stummheit und Rhetorik, Annäherung und Entfremdung, Kuschel-Geborgenheit und gewaltsamen Ausgesetztsein. «


Nebenberuf: Adolph Shicklegroover
Quentin Tarantinos neues Werk
»Inglourious Basterds«
Von Peter V. Brinkemper
»Tarantino zitiert historisch überpräsente Zeichen, allen voran Hitler und Konsorten, die eigentlichen Bastarde des Films, den Krieg, die NS-Herrschaft, das SS-Terror-System, er verdichtet dies alles ein Stück weit zur zeichenhaften Präsenz einer immanenten Beutekultur, dem talmipolitischen Comic, dem gewollten Schund, dem Billigen und Trivialen als Kehrseite von Glanz und Gloria...« Leseprobe Drehbuch

Distanz und Hitze
Die Che Guevara Passion
Georg Seeßlen zu Steven Soderbergs Versuch, dem Revolutionär »Che« mit den Mitteln des Kinofilms Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. »Das ist nicht großes Kino, das ist großer Film.«



Che Guevara
-
Originaltexte in Übersetzung
Partisanenkrieg - eine Methode - Brief an Carlos Quijano
Der Sozialismus und der Mensch auf Cuba
- Ansprache vor der Vollversammlung der UNO am 11. Dezember 1964 »Cuba - ein freies Land auf dem amerikanischen Kontinent«

Ein Halbblut von einem Flickwerk
Von Peter V. Brinkemper
David Yates verfilmt den sechsten Harry Potter
»Im Gewande medialer Globalisierung entsteht die Fusion einer audiovisuell veräußerlichten Jugend- und Erwachsenenliteratur im Mainstream-Konsum, wobei die weltweite Infantilisierung von komplexeren literarischen Inhalten und Formen auf durchaus fortgeschrittenem Unterhaltungsniveau einmal mehr zur unhinterfragten Konstante des Showbusiness wird.«


Thema verfehlt
Anne Dippel hat sich den zweiten Teil von Transformers: »Revenge of the Fallen« angeschaut und stellt fest: »... als sollten die Zuschauer auf das Ende der Demokratie und die Herrschaft eines Einzelnen vorbereitet werden. Der zweite Teil des Films Transformers ist dreimal unheimlich: unheimlich phantasielos, unheimlich langweilig und unheimlich unheimlich.«


Vom Ertrinken im Lichtermeer
Georg Seeßlen über Peter Dörflers Dokumentarfilm »Achterbahn«
»Vom Rummelplatz kommt und zum Rummelplatz will das Kino. Hinter den fliegenden Teppichen und Schießbuden, hinter den Lichtern und dem Lärm warten Lebensgeschichten, die so tragisch sind wie Shakespeare-Dramen und so grotesk wie Pulp Fiction. Melodramen von der anderen Seite des Spiegels, ohne verläßliche moralische Endungen. Die Geschichte von Norbert Witte und seiner Familie ist so eine Geschichte. Wenn das alles nicht wirklich passiert wäre, gäbe es den perfekten Stoff für einen deutschen film noir.«


Die Haut des Terminators
Von Peter V. Brinkemper
Der ultimative Schlüssel zum Film
»T-4: Die Erlösung«






Mitten ins Herz und doch ein Stück vorbei
Peter V. Brinkemper über Harald Bergmanns
dreiteiliges DVD-Film-Werk

»Brinkmanns Zorn«
»Harald Bergmann gebührt das Verdienst, die mediale Schicht und die experimentelle Phase von Rolf Dieter Brinkmanns Arbeitstechniken und seinen Erlebnisweisen überzeugend einzukreisen. (...) Der von Brinkmann schließlich konsequent begangene Weg zu einer neuen literarischen Sprache liegt allerdings jenseits medialer Hörigkeit, in einer Dimension der metaphorischen Verdichtung und der literarischen Transformation, die auch gegenüber der heutigen Medien-Pop-Literatur eine hochgradige Resistenz und Renitenz aufweist.«

P W J
Von Wolfram Schütte
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Ein Band mit Arbeiten des Filmkritikers & Publizisten Peter W. Jansen
»Es gehörte zum Selbstverständnis unserer Generation, intellektuell »auf Augenhöhe« mit allen anderen traditionellen Kultursparten sowohl zu verkehren als auch ebenso öffentlich angesehen zu werden.«










Auf dem Weg – wohin?

Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Nach dem 66. Mannheim-Heidelberger Filmfestival.
Als Michael Kötz in seiner Laudatio auf Leben & Werk des großen europäischen Cinéasten zu sprechen kam, dürften dem Publikum die Reminiszenzen des Festivalleiters wie antike Nachrichten aus einer völlig abgeschlossenen Vergangenheit der Filmgeschichte geklungen haben. Es passt zum desaströsen Zustand unserer Verleihsituation, dass für Szabos weltbekanntestes, mit dem Oscar bekränztes Werk »Mephisto« kein Rechteinhaber mehr feststellbar ist.

Noch war Polen nicht verloren
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Zum Tod von Andrzej Wajda

»Wajda war Polen - & nahezu sein gesamtes filmisches Oeuvre dessen episodisch erzähltes Epos: vom 19. Jahrhundert bis in unsere unmittelbare Gegenwart.«


Indische Taxifahrerin & vier japanischen Geschwister

Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ein paar Eindrücke auf den 49. Hofer Filmtagen

»In knapp einer Woche liefen im Oberfränkischen Hof 28 deutschen Lang- & 31 deutschen Kurzfilme neben zahlreichen Arbeiten u.a. aus der Schweiz, Österreich, Indien, Belgien, Kanada, Argentinien, Japan, Frankreich in 8 unterschiedlich großen Kinos. Obwohl also zeitgleich stattfindend, kamen sich die beiden konkurrierenden Herbst-Filmfestivals nicht in die Quere.«

Weltkino für die Provinz
Auf dem 64. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
»Gleich sechsfach hat Michael Kötz, der ja wie der Zirkusdirektor in Ophüls »Lola Montez« gerne vor jeder Vorstellung sein Publikum persönlich begrüßt, anspricht & lobt – dass es gekommen ist – diesmal die öffentliche Erscheinung seines Festivals verändert.«


Zack Snyders »300« und Friedrich Nietzsche
Ein Essay
von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Antike Ästhetik zwischen Krieg und Frieden
»Schon in der klassischen Zeit wittert Nietzsche Kulturimport und kritisiert, dass in Athen Sokrates als argumentativer Gründungsvater der abendländischen Philosophie und Euripides als jüngerer Dramatiker das elementare Chaos und den Agon, die Phantasie und Logik nur mit oberflächlicher Rationalität traktieren. Nur der echte, von fremden Interessen unbeeinflusste und friedliche Widerstreit erhebe die Kunst über Propaganda, Belehrung und Unterhaltung.«


Foto von Eva Rinaldi
Unendlicher Spaß –
Grenzenlose Trauer

Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Zum Tod von Robin Williams (1951-2014)
»Robin Williams war und ist ein radikaler und exzentrischer US-Komiker, ein beherzter, dabei gebrochener Comedian, ein aus dem scheinbar heiteren Fach stammender Charakterschauspieler, dessen Obsessionen Drehbücher improvisatorisch sprengten und dessen fragmentierte Rollen und dissoziierte Figuren, nicht nur für das Filmgewerbe, sondern auch für sein eigenes Leben längst hätten aufhorchen sollen.«
 


Glanz & Elend
Magazin für Literatur und Zeitkritik
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