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Glanz&Elend

Filmstarts

Impressum | Mediadaten | Last update: 11.07.2017, 10:04

 

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Anselm Kiefer, Alexander Kluge
Der mit den Bildern tanzt / Dancing with Pictures

Anselm Kiefer ist einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart,
Alexander Kluges Fernsehinterviews sind legendär. Über mehrere
Jahre hinweg haben sich die beiden immer wieder getroffen und
ausführliche Gespräche geführt.
Ein großes dialogisches Künstlerporträt.

Suhrkamp

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27 neue Filme im Juli

 

13.07.2017

AUF DER ANDEREN SEITE IST DAS GRAS VIEL GRÜNER
von Pepe Danquart, D 2017, 101 Min. mit Jessica Schwarz, Felix Klare, Christoph Letkowski, Judy Winter, Elena Uhlig, Mirijam Verena Jeremic / Romantische Komödie

Die liebenswerte Chaotin Kati und der Arzt Felix sind seit fünf Jahren glücklich verheiratet. Doch Felix scheint vor lauter Arbeit die Liebe vergessen zu haben. Als Kati dem attraktiven, unangepassten Künstler Mathias über den Weg läuft, verknallt sie sich sofort in ihn – und beginnt an Felix zu zweifeln. Eines Morgens findet sie sich fünf Jahre früher wieder, exakt einen Tag, bevor sie Felix begegnet ist. Geht sie einen anderen Weg als bisher? Oder sind Felix und sie doch füreinander bestimmt – und kommen auch diesmal wieder zusammen? Nach dem Roman von Kerstin Gier. www.gras-derfilm.de

BEGABT - DIE GLEICHUNG EINES LEBENS (Gifted)
von Marc Webb, USA 2017, 101 Min. mit Chris Evans, Mckenna Grace, Lindsay Duncan, Jenny Slate, Octavia Spencer, Michael Kendall Kaplan / Drama

Der alleinstehende Frank Adler hat die Vaterrolle für seine aufgeweckte siebenjährige Nichte Mary übernommen und lebt mit ihr in einem Küstenstädtchen in Florida. Mary ist mathematisch hochbegabt, doch Frank setzt alles daran, ihr ein normales Leben zu ermöglichen. Er widersetzt sich Marys Umschulung in eine Eliteschule. Doch eines Tages taucht Franks herrische Mutter Evelyn auf. Deren Pläne für ihre Enkelin drohen Frank und Mary auseinander zu reißen. www.fox.de

BERLIN FALLING
von Ken Duken, D 2017, 91 Min. mit Ken Duken, Tom Wlaschiha,, Marisa Bach, Axel Hartwig, Amelie Plaas-Link, Kida Khodr Ramadan / Thriller
Als hochspezialisierter Elitesoldat hat Frank eine Reihe gefährlicher Einsätze absolviert. Aber das ist lange her. Heute lebt er zurückgezogen in Brandenburg. Mit seiner Tochter Lily, die er über Jahre hinweg nicht besuchen durfte, soll es endlich zu einem Wiedersehen kommen. Auf dem Weg zu ihr trifft Frank an einer Tankstelle auf einen Anhalter. Andreas kann Frank überreden, ihn mitzunehmen. Noch ahnt er nicht, dass sein Mitfahrer keineswegs so harmlos ist, wie es den Anschein hat … www.nfp-md.de

CLOCLO UND ICH (Quand j'etais Cloclo)
von Stefano Knuchel, CH 2017, 105 Min. / Dokumentarfilm

Was ist 395 Jahre alt und hat Alkoholismus, Gefängnis, Drogen, Betrügereien und Depressionen überlebt? Meine Familie! Mein Vater war ein Gauner, und ich verbrachte meine Kindheit auf der Flucht vor der Polizei – bis er verhaftet wurde. Die Quittung für diese vergnüglichen Jahre hat uns das Leben erst später präsentiert. Meine vier Geschwister sind abgestürzt, meine Mutter hat die Scheidung eingereicht, und darauf ist mein Vater gestorben. Überraschenderweise ist er nach 15 Jahren wieder auferstanden. In diesem Moment habe ich mich daran erinnert, wie schön das Leben war, als ich Cloclo war. www.dejavu-film.de

DARK BLOOD
von George Sluizer, NL 2012, 86 Min. mit River Phoenix, Judy Davis, Jonathan Pryce, Karen Black, Julius Drum, John Trudell /
Thriller, Drama

10 Tage vor Abschluss der Dreharbeiten verstarb im Jahr 1993 Hauptdarsteller River Phoenix im Alter von nur 23 Jahren. Das Filmmaterial fiel an die Versicherung, die für den Drehabbruch aufkam. Regisseur George Sluizer bewahrte das Material vor der Vernichtung und setzte 2012 die Arbeiten an »Dark Blood« fort. Er entschied, die fehlenden Szenen per Voice-Over aus dem Drehbuch vorzulesen. Sein Projekt wurde 20 Jahre nach Drehbeginn zu einem vielschichtigen Artefakt, das mit der Stimme des Regisseurs eine berührende Geschichte erzählt und an das ehemalige Teen-Idol erinnert. www.missingfilms.de

DREAM BOAT
von Tristan Ferland Milewski, D 2017, 90 Min. / Dokumentarfilm
Einmal im Jahr unternimmt das Dream-Boat eine Kreuzfahrt nur für schwule Männer. Rund 3.000 Passagiere fiebern monatelang dieser Reise entgegen. Fernab von familiären und politischen Restriktionen begleiten der Film fünf Männer aus fünf Ländern. http://realfictionfilme.de

FALLEN - ENGELSNACHT (Fallen)
von Scott Hicks, USA/Ungarn 2016, 91 Min. mit Addison Timlin, Jeremy Irvine, Harrison Gilbertson, Hermione Corfield, Sianoa Smit-McPhee, Lola Kirke / Fantasy-Drama

Lucinda Price ist 17 und den ersten Tag auf dem Sword&Cross-Internat, als sie Daniel Grigori sieht. Einen unglaublich attraktiven, aber auch sehr distanzierten Jungen, dem sie sich bald verbunden fühlt. Daniel behauptet jedoch, sie noch nie gesehen zu haben, und geht ihr aus dem Weg. Doch er ist zur Stelle und rettet sie, wenn sie in Gefahr ist. Und es gibt noch Cam, einen ebenfalls gutaussehenden und geheimnisvollen Jungen, der sich sehr für Lucinda interessiert. Als sie nachforscht, erfährt sie, von welchem Geheimnis sie umgeben ist … www.wildbunch-germany.de

MEINE GLÜCKLICHE FAMILIE
von Nana Ekvtimishvili u. Simon Groß, Georg/F/D 2017, 120 Min. mit Ia Shugliashvili, Merab Ninidze, Berta Khapava, Tsisia Qumsishvili / Drama

An ihrem 52. Geburtstag wird der Literaturlehrerin Manana ihre unbefriedigende Situation klar. Sie lebt in einer beengten Wohnung zusammen mit drei Generationen. Ständig wird sie in Anspruch genommen, aber nach ihren Wünschen fragt keiner. Weder ihr Mann noch ihre Mutter oder ihre verheiratete Tochter. Manana zieht ohne Erklärung aus, und die Familie ist schockiert. Sehr unterhaltsames Drama, Highlight bei goEast. www.zorrofilm.de


DER ORNITHOLOGE

von João Pedro Rodrigues, P/F/BRA 2016, 118 Min. mit Paul Hamy, Xelo Cagiao, João Pedro Rodrigues, Han Wen, Chan Suan, Juliane Elting / Abenteuerdrama

Auf der Suche nach einer seltenen Storchenart ist der Ornithologe Fernando mit seinem Kajak auf einem Fluss im Norden Portugals unterwegs. Die Gegend ist so abgelegen, dass die Telefon-Verbindung zu seinem Partner Sérgio immer wieder abbricht. Er gerät in eine Stromschnelle, kentert und verliert das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, haben ihn zwei chinesische Pilgerinnen aus dem Wasser gezogen, die bizarre Pläne mit ihm haben. Fernando muss sich vor seinen Helferinnen retten und durch den dichten Wald kämpfen … www.salzgeber.de/kino

PARIS KANN WARTEN (Paris can wait)
von Eleanor Coppola, USA 2016, 92 Min. mit Diane Lane, Arnaud Viard, Alec Baldwin, Linda Gegusch, Élodie Navarre, Elise Tielrooy / Komödie
Nach einem Geschäftstermin in Cannes muss der Hollywood-Produzent Michael Lockwood nach Budapest fliegen. Seine Frau Anne kann ihn nicht begleiten und wird stattdesen in Jacques Cabrio nach Paris chauffiert, wo sich Anne und Michael wiedertreffen wollen. Jacques, der französische Geschäftspartner ihres Mannes, lässt keine Gelegenheit aus, der attraktiven Amerikanerin die Vorzüge Südfrankreichs nahe zu bringen – und hemmungslos mit ihr zu flirten. Gelackter Werbefilm für Südfrankreich und dortige Sterne-Restaurants. www.tobis.de/film/paris-kann-warten

SPIDER-MAN: HOMECOMING
von Jon Watts, USA 2017, 133 Min. mit Tom Holland, Chris Evans, Robert Downey Jr., Marisa Tomei, Michael Keaton, Martin Starr /
Actionfilm

Immer noch euphorisch von dem packenden Kampf mit den Avengers kehrt Peter in seine Heimat zurück, wo er unter dem wachsamen Auge seines neuen Mentors Tony Stark mit seiner Tante May lebt. Es fällt ihm jedoch nicht leicht, sich im Alltag zurechtzufinden. Nach dem Gesetz der Serie taucht mit »The Vulture« ein neuer Gegenspieler auf … www.sonypictures.de

ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH

von Lucien Jean-Baptiste, F 2016, 95 Min. mit Aïssa Maïga, Lucien Jean-Baptiste, Zabou Breitman, Vincent Elbaz, Delphine Théodore, Marie-Philomène Nga / Komödie

Paul und Sali, deren Familien aus dem Senegal stammen, sind ein glückliches Paar. Weil Sali keine Kinder bekommen kann, läuft seit Jahren ein Adoptionsantrag. Eines Tages geht ihr Kinderwunsch in Erfüllung, doch der kleine Benjamin ist weiß! Als Sali beim Kinderarzt und auf dem Spielplatz stets für die Nanny gehalten wird und die Großeltern in eine Depression verfallen, stellen sie fest, dass die Welt doch nicht so bunt ist, wie sie dachten … www.zum-verwechseln-aehnlich.de

17.07.2017

IN THIS CORNER OF THE WORLD
von Sunao Katabuchi, Japan 2016, 128 Min. / Animationsfilm

Universum Anime bringt das lang erwartete Anime-Meisterwerk von Regisseur Kunao Katabuchi im Sommer in ausgewählten Kinos auf die große Leinwand. Der Kartenvorverkauf für die Alternativ-Content-Screenings ist bei Kinopolis und den UCI Kinos gestartet. Der mit dem Japanese Academy Award 2017 als bester Animationsfilm ausgezeichnete Anime aus dem Studio MAPPA erzählt die tragisch-rührende Geschichte der 18-jährigen Suzu in den Wirren des zweiten Weltkriegs. In Hiroshima aufgewachsen heiratet sie im Jahr 1944 den jungen Armee-Angestellten Shusaku Houjou und zieht zu ihm in die Kleinstadt Kure nahe des Marinestützpunktes. Die beiden leben ein einfaches und anständiges Leben, bis die Stadt ein Jahr später von Bombenanschlägen erschüttert wird. Als der Krieg immer näher kommt, wird Suzu klar: Auch in dieser kleinen Ecke der Welt wird das Leben nicht bleiben können, wie es war. In ihrer Existenz bedroht, schafft es die junge Frau dennoch mit viel Mut und Beharrlichkeit, die schönen Dinge des Lebens auszukosten. Mit viel Liebe zum Detail adaptierte Regisseur und Autor Kunao Katabuchi, der unter anderem für „Black Lagoon“ und „Das Mädchen mit dem Zauberhaar“ verantwortlich zeichnet, den erfolgreichen, gleichnamigen Manga von Fumiyo Kono für die Leinwand. Durch sorgfältige Recherche seiner Filmcrew, die sich auf alte Fotos, Dokumente und Erinnerungen Überlebender stützt, erweckt Katabuchi das völlig zerstörte Stadtbild des alten Hiroshima zu neuem Leben und entführt die Zuschauer auf eine fantasievolle Reise in die Vergangenheit.

20.07.2017

EINMAL BITTE ALLES
von Helena Hufnagel, D 2017, 85 Min. mit Luise Heyer, Jytte-Merle Böhrnsen, Maximilian Schafroth, Patrick Güldenberg, Stefano Bernadin, Gizem Emre / Komödie

Isis Leben war bis vor kurzem noch wild, lustig und unverbindlich, aber plötzlich sind alle um sie herum so erwachsen und erfolgreich. Nur Isi steckt mit dem Diplom irgendwo zwischen Uni und echtem Leben fest. Als dann ihre beste Freundin Lotte einen richtigen Job ergattert, sich in ihren Kollegen verliebt, lieber veganen Wein trinkt als den billigen vom Discounter und auch noch schwanger wird, zieht Isis wieder in die Gammel-WG des erfolglosen Musikers Klausi und des eigenwilligen Medizinstudenten Daniel. Spätestens hier wird ihr klar: Sie muss einen Weg finden, um endlich in ihrem Leben anzukommen.

DIE GESCHICHTE DER LIEBE (The History of Love)
von Radu Mihaileanu, F/CDN/RO 2016, 135 Min. mit Sophie Nélisse, Derek Jacobi, Gemma Arterton, Elliott Gould, Torri Higginson, Mark Rendall / Drama, Fantasy

Es war einmal ein Junge, Leo, der liebte ein Mädchen, Alma. Er verspricht ihr, sie ein Leben lang zum Lachen zu bringen und schreibt sogar ein Buch über seine »meistgeliebte Frau der Welt«, eben die »Die Geschichte der Liebe«. Doch in den Wirren des Zweiten Weltkriegs werden die Liebenden voneinander getrennt. Das Manuskript fällt im New York von heute einem jungen Mädchen namens Alma in die Hände. Basierend auf dem internationalen Beststeller von Nicole Krauss. www.prokino.de

DAS SAMS - DER FILM
von Ben Verbong, D 2001, 102 Min. mit Christine Urspruch, Ulrich Noethen, Armin Rohde, Eva Mattes, Aglaia Szyszkowitz, August Zirner / Familienfilm

Was bedeutet eigentlich das »Sams« im Samstag? Mit dieser Frage belustigte Kinderbuchautor Paul Maar eine ganze Kindergeneration. Da verwundert es kaum, daß die ulkigen Geschichten nun auch auf die Leinwand kommen. Sams ist nichts anderes als ein kleines, drolliges Fabelwesen mit Schweinsnase und blauen Punkten im Gesicht, das dem Herrn Taschenbier über den Weg läuft und ihm fortan nicht mehr von der Seite geht. Zusammen erleben sie die eigentümlichsten Sachen ... www.das-sams.de

DAS UNERWARTETE GLÜCK DER FAMILIE PAYAN
von Nadège Loiseau, F 2017, 105 Min. mit Karin Viard, Philippe Rebbot, Hélène Vincent, Manon Kneusé, Antoine Bertrand, Stella Fenouillet / Komödie

Nicole ist sich mit ihren 49 Jahren sicher, jetzt in die Wechseljahre zu kommen. Doch statt dessen ist sie schwanger. Dabei dachte sie, dass das Thema mit ihrem ersten Kind, das sie mit 15 bekommen hat, erledigt sei. Die berufstätige Mutter wird von ihrem plan- und arbeitslosen Ehemann, ihrer etwas verwirrten Mutter, ihrer erwachsenen Tochter, die in ihrem alten Kinderzimmer noch immer ein Teenagerleben führt, und ihrer quirligen Enkelin ohnehin genug auf Trab gehalten …

VALERIAN – DIE STADT DER TAUSEND PLANETEN
von Luc Besson, F/USA 2017, 129 Min. mit Dane DeHaan, Cara Delevingne, Clive Owen, Rhanna, Ethan Hawke / Science-Fiction-Action

Im 28.
Jahrhundert sind Valerian und Laureline als Spezialagenten der Regierung mit der Aufrechterhaltung der Ordnung im gesamten Universum beauftragt. Während der verwegene Frauenheld Valerian es auf mehr als nur eine berufliche Beziehung mit seiner schönen Partnerin abgesehen hat, zeigt ihm die selbstbewusste Laureline die kalte Schulter. Eine Mission führt sie in die intergalaktische Stadt Alpha, die Tausende verschiedener Spezies aus den entlegensten Winkeln des Universums beheimatet … www.valerin-derfilm.de

27.07.2017

ANOTHER FOREVER - DIE STILLE UM ALICE (Another Forever)
von Juan Zapata, BR/CO u.a. 2016, 72 Min. mit Daniela Escobar, Marlon Moreno, Peter Ketnath, Barbara Scolaro / Drama
Die 40-jährige Alice musste in ihrem Leben schon einige herbe Enttäuschungen hinnehmen. Nach einem harten Schicksalsschlag scheint ihr Leben auseinanderzufallen. Ob sie mit der nicht sonderlich originellen Idee, eine lange Reise zu unternehmen, ihr Leben wieder ordnen kann? http://anotherforever.der-filmverleih.de

BABY DRIVER

von Edgar Wright, UK/USA 2017, 113 Min. mit Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Jon Bernthal, Eiza Gonzalez, Jamie Foxx /
Actiondrama

Der junge Fluchtwagenfahrer Baby verlässt sich ganz auf Talent und Intuition, um der Beste in seinem Job zu werden. Als er das Mädchen seiner Träume trifft, sieht Baby eine Chance, seine kriminelle Karriere an den Nagel zu hängen und einen sauberen Ausstieg zu schaffen. Aber der Gangsterboss, gespielt von Kevin Spacey, für den er arbeitet, setzt ihn in einem zum Scheitern verurteilten Raubüberfall ein. Als Baby seine Liebe und seine Freiheit, ja sogar sein Leben gefährdet sieht, muss er sich entscheiden … www.sonypictures.de

DUNKIRK
von Christopher Nolan, NL/UK/F/US 2017, ca120 Min. mit Tom Hardy, Cillian Murphy, Mark Rylance, Kenneth Branagh, Harry Styles, Aneurin Barnard / Kriegsdrama

Deutsche Truppen belagern die französische Hafenstadt Dünkirchen im Mai 1940 und kündigen mit Flugblättern den Bewohnern und den dort stationierten Soldaten ihre scheinbar ausweglose Lage an. In Großbritannien plant man eine kühne Rettungsmission – mit wenig Aussicht auf Erfolg. Doch einige verwegene Männer machen sich daran, ihre Kameraden zu retten. Denn schließlich warten auf den Stränden vor Dünkirchen fast 400.000 Mann auf ihre Hilfe …

DIE GUTEN FEINDE
von Christian Weisenborn, D 2017, 90 Min. / Dokumentarfilm

Christian Weisenborn begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit seines Vaters Günther Weisenborn, der sich in der sogenannten Roten Kapelle, einer losen Gruppierung von verschiedenen, auch kommunistischen Widerstandsgruppen, gegen die Nazis engagierte. Er wurde 1942 von der Gestapo inhaftiert und entging nur knapp der Todesstrafe wegen Hochverrats. Nach Kriegsende strengte er gemeinsam mit Adolf Grimme einen Prozess gegen den ehemaligen Richter Manfred Roeder an, der mehr als 50 Mitglieder der Roten Kapelle zum Tode verurteilt hatte. www.salzgeber.de

MAX – AGENT AUF VIER PFOTEN
von Brian Levant, USA 2017, 85 Min. mit Zane Austin, Francesca Capaldi, Lochlyn Munro, Andrew Kavadas, Reese Alexander, Carrie Genzel / Familienfilm

Der liebenswerte Belgische Schäferhund Max soll dem Geheimdienst helfen, das Weiße Haus zu bewachen. Schnell werden Max und TJ, der Sohn des US-Präsidenten, die besten Freunde. Als ein ausländischer Staatschef mit seiner Tochter Alex das Weiße Haus besucht, freunden sich Max und TJ mit dem Mädchen an. TJ und Alex kommen einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur, doch die Erwachsenen wollen ihnen nicht glauben. Sie nehmen die Sache selbst in die Hand, und Max wird an ihrer Seite ein Agent auf vier Pfoten. www.kinostar.com

OSTWIND - AUFBRUCH NACH ORA
von Katja von Garnier, D 2017, ca100 Min. mit Hanna Binke, Lea van Acken, Amber Bongard, Marvin Linke, Nicolette Krebitz, Thomas Sarbacher / Abenteuer

Noch immer hat Mika nicht gefunden, wonach sie im Leben sucht. Kurzentschlossen kehrt sie Gut Kaltenbach den Rücken, um sich mit ihrem Hengst Ostwind in den südlichsten Zipfel von Spanien durchzuschlagen, nach Andalusien. Dort will sie den sagenumwobenen Ort Ora finden, wo Ostwind ihren Träumen nach seine Wurzeln hat … www.constantin-film.de

PARADIES (Ray)
von Andrey Konchalovskiy, RUS/D 2016, 130 Min. mit Yuliya Vysotskaya, Philippe Duquesne, Christian Clauß, Viktor Sukhorukov, Peter Kurth, Jakob Diehl, Jean Denis Römer / Drama

In Frankreich während des zweiten Weltkriegs arbeitet Olga, eine aristokratische Immigrantin, als Redakteurin für eine Modezeitschrift, gehört aber auch zur Résistance. Als bei einer Razzia zwei jüdische Kinder entdeckt werden, die Olga in ihrer Wohnung versteckt hält, kommt sie ins Gefängnis. Dort bietet ihr der Kollaborateur Jules ein milderes Strafmaß im Austausch für sexuelle Gefälligkeiten an. Als Jules eine Tages verschwindet, landet Olga in einem KZ, wo sie auf ihr einstige Liebe, den SS-Offizier Helmut, trifft … www.alpenrepublik.eu

THE PARTY
von Sally Potter, GB 2017, 71 Min. mit Patricia Clarkson, Kristin Scott Thomas, Timothy Spall, Bruno Ganz, Cillian Murphy, Cherry Jones / Drama

Die in Schwarzweiß und ohne Sinn für das Breitwandformat gedrehte Komödie handelt von einer Labour-Politikerin, die ihre Ernennung zur Ministerin ins Schattenkabinett feiern will, deren Party jedoch anders verläuft als erwartet. Geschwätzig auf vermeintlich hohem Niveau. Regisseurin Sally Potter konnte für ihren Film einen hochkarätigen Cast gewinnen: Patricia Clarkson, Kristin Scott Thomas, Timothy Spall, Bruno Ganz, Cillian Murphy und Emily Mortimer zeigen sich in der wendungsreichen Komödie in Hochform. „Dieser Film ist ein echtes cineastisches Vergnügen“, so Michael Kölmel und Dietmar Güntsche, CEOs von Weltkino. „Wir freuen uns sehr darauf, THE PARTY in Deutschland ins Kino zu bringen."

SIE NANNTEN IHN SPENCER
von Karl-Martin Pold, D 2017, 122 Min. mit Bud Spencer, Terence Hill, Marcus Zölch, Jorgo Papasoglu / Dokumentarfilm

Zwei Bud-Spencer-Fans wollen ihr Idol einmal persönlich kennenlernen. Sie unternehmen eine Reise quer durch Europa, bei der sie zahlreiche Weggefährten von Carlo Pedersoli, wie Spencer mit bürgerlichem Namen heißt, treffen, darunter dessen kongenialen Leinwandpartner Terrence Hill oder Hills deutschen Synchronsprecher Thomas Danneberg. Außerdem erfährt man, dass der beliebte Schauspieler auch als olympischer Schwimmer, Jurist, Schrifsteller, Erfinder und Modedesigner tätig war. www.neuevisionen.de


 

Filmkritik:




Ein Multipersonenstück
Von Georg Seeßlen
Artikel lesen
»Der junge Karl Marx« von Raoul Peck
»Peck und seine Mitstreiter widerstehen vor allem der Gefahr, eine lineare Beziehung zwischen Psyche und Politik herzustellen. Marx und Engels handeln hier aus Erkenntnis und Willen heraus, und ihre Frauen, so unterschiedlich wie die Männer, sind alles andere als private Staffage, es sind politisch handelnde Menschen aus eigenem Recht.«


Die Kraft der Poesie
Von Claus Wecker
Artikel lesen
»Neruda« von Pablo Larraín
»Nach all den Biopics, die uns das Kinojahr 2016 gebracht hat, den gelungenen und weniger gelungenen, ist »Neruda« ein einsamer Solitär, grandios und »verrückt« im Wortsinn.«




Der beste Freund
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Über den großartigen Film »Enklave« von Goran Radovanović
»Die Bilder wird man nicht mehr so schnell los, sie setzen sich fest und bleiben. Ein großartiges, ein episches Meisterwerk.«





Diesseitsweltentfremdet
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Wim Wenders verfilmt Peter Handkes »Die schönen Tage von Aranjuez«
»Immerhin versetzt der Film den Zuseher in eine andere Zeit und verweigert sich dem, was wir Gegenwart nennen und deren Zwänge uns zuweilen zu erdrücken scheinen. Man sieht zwei Menschen, wie sie miteinander reden und sich gegeneinander zuhören, als ginge es um Alles. Immerhin.«

»Es ist noch nichts erzählt.«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Corinna Belz' feinsinniges Filmporträt »Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte.«
Trailer
Corinna Belz' Film zeigt wie Handke gelebt hat und, vor allem, wie er heute lebt. Oberflächlich betrachtet wirkt er dabei wie ein Aus-der-Zeit-Gefallener, der ohne Smartphone und Computer und ohne all die Dinge, die uns heutzutage so unentbehrlich erscheinen in einer Einsiedlerei lebt. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall.

Wider den »Übermut der Ämter«
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ken Loachs Verteidigung der menschlichen Würde: »Ich, Daniel Blake«.
»Eine vergleichbar intensive Auseinandersetzung mit der sub-bürgerlichen Sozialwelt & eine ähnliche (wenn auch melodramatischer akzentuierte) emotionale Anteilnahme am Leben & Sterben »der kleinen Leute« gab es zuletzt im Oeuvre Rainer Werner Fassbinders.«

Die Poesie des Banalen
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Die wagemutige filmische Idylle »Paterson« von Jim Jarmusch.
»...das rare Beispiel einer Idylle der Selbstgenügsamkeit, der Sanftmut & des einfachen Lebens. Nur Jim Jarmusch kann sich diesen Hymnus in filmischer Strophenform heute erlauben, ohne dass die Idylle – seit langem ein ästhetisch prekäres Genre in den modernen Künsten – besonders auch in diesen (USA-)Tagen peinlich, süßlich oder sentimental würde.

»Es ist noch nichts erzählt.«
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Corinna Belz' feinsinniges Filmporträt »Peter Handke - Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte.«
Trailer
Corinna Belz' Film zeigt wie Handke gelebt hat und, vor allem, wie er heute lebt. Oberflächlich betrachtet wirkt er dabei wie ein Aus-der-Zeit-Gefallener, der ohne Smartphone und Computer und ohne all die Dinge, die uns heutzutage so unentbehrlich erscheinen in einer Einsiedlerei lebt. In Wahrheit ist das Gegenteil der Fall.

Komische Bodenberührung
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Ein paar Mutmaßungen über den Publikumserfolg von Maren Adens Film »Toni Erdmann«.
»... Paradoxerweise ist es aber gerade diese von Maren Ade verweigerte Harmonisierung des Generationenkonflikts (der zugleich eine epochale gesellschaftliche Bruchlinie markiert), was dem erstaunlichen deutschen Film jene tiefgründige Balance zwischen Komödie & Tragödie bis zum offenen Ende hin ermöglicht.«

Der Aufbruch aus den Wäldern
Von Georg Seeßlen
Artikel lesen
»Captain Fantastic« von Matt Ross.
»Dass es nicht darum geht, die Guten gegen die Bösen auszuspielen, das ist, wenn er schon eine bräuchte, die Botschaft dieses Films. Aber eigentlich geht es darum, dass jede Vertreibung aus dem Paradies eine tief traurige und herzlich komische Angelegenheit ist, und dass man, wenn man Mensch sein oder werden will, gar nicht darum herumkommt. Bis in die letzte, ungeheuer kunstvoll eingerichtete Einstellung bleibt die Schwebe erhalten.«

© XVerleih AG



Verloren im Paradies
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Zwischen Hoffnung und Verzweiflung verkörpert Josef Hader den heimatlosen Dichter Stefan Zweig in Amerika »Vor der Morgenröte«
»...ein wunderbarer, ein wahrhaftiger Film. Komponiert, konzipiert und inszeniert mit außerordentlicher Hingabe und großem Ernst.«
ab 2. Juni in den Kinos

Leben, Scham & Flucht oder Thierrys Passion
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Stéphane Brizés beobachtende filmische Meditation über den »Wert des Menschen«.
»
Wenn Hitchcock einmal behauptet hat, dass er auf den Emotionen seiner Zuschauer wie auf einer Orgel spiele, erreicht Brizé mit seinem ästhetischen Minimalismus, der gewissermaßen dem Gebrauch nur einer Flöte entspricht, eine emotionale Intimität & Intensität, mit der er die Zuschauer zu Verschworenen des Hauptdarstellers macht ...«

Von Lucas zu Disney
Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
»Star Wars 7 - Das Erwachen der Macht«:
Eine Erfolgsserie wird neu justiert.
»
Herausgekommen ist keine Spielfilm-Episode mit prägnant erzählter Fortsetzung einprägsamer Personen im bisherigen Sinne, sondern eine hochmobile Fusion zwischen Remake und Reboot. Über deren Kurs wird gerade gestritten.«

Wechselseitige Erpressung
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Pablo Larraíns intensiver Film »El Club« über »Problem-Priester«.
Larraíns »El club« besitzt die fortdauernde Rätselhaftigkeit, poetische Dichte & nachhaltige Beunruhigung, für die einmal im vergangenen Jahrhundert der Name Luis Bunuels stand.  


Helden der anderen Art
Von Georg Seeßlen
Artikel lesen
The Yes Men - Jetzt wird‘s persönlich
Die Yes Men, der Programmierer, Autor, Job Hopper und Professor für Design, Jacques Servin alias Andy Bichlbaum, und der Kunst-Professor Igor Vamos alias Mike Bonnano, sind, zusammen mit wechselnden Mitarbeitern, zur wohl bekanntesten Gruppe von Web-Aktionisten, Culture Jammern und Guerilla Künstlern geworden.

Nußschale & Flaschenpost
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Jafar Panahis virtuoser Film »Taxi Teheran«
»... so offen, so direkt, so frontal, aber auch so souverän, so gewitzt & witzig hat noch keiner seiner intellektuellen Kollegen von sich & dem heutigen Iran gehandelt! Es ist ein großes Vergnügen, ihm dabei zuzusehen & zuzuhören.«


Der Untergang der Freizeitparks
Von Peter V. Brinkemper
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Zur aktuellen Politik in »Jurassic World«
Wir leben im Zeitalter der bombastischen Mega-Remakes. Nicht nur im Kino. Diese liefern uns einen Erlebniswall gegen die doch digital allgegenwärtigen Kriegs- und Krisennachrichten. Auf einer Tour ins wüstenhafte Nirgendwo sind wir auf der Suche nach dem letzten Sp(i)rit, den wir sogleich wieder verbrauchen, bevor wir selber draufgehen.
 

So schön und so traurig
Von Claus Wecker
Artikel lesen
Über Roy Anderssons »Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach«.
In 39 Szenen, die manchmal eine zusammenhängende Geschichte, manchmal von einzelnen Ereignissen erzählen, balanciert Andersson zwischen Komödie und Tragödie.


Mr. Turner – und wie er die Welt sah
Von Georg Seeßlen
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Ein sehr schöner Film über einen der bedeutendsten Maler des 19.Jahrhunderts.
Einen, der den Weg in die Moderne begleitete, der einerseits das Walten der Natur in immer waghalsigeren Farbschichtungen beschwor, andrerseits aber auch ein Auge für die neue Technologie, die Dampfkraft, das Feuer der Industrialisierung hatte.

»Interstellar« scheitert gekonnt
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Christopher Nolan mit wildem Jockey-Science-Fiction-Mix.
Nolans Science-Fiction-Abenteuer »Interstellar« ist ein gescheitertes Nebenwerk, eine Übernahme eines Steven-Spielberg-Projektes, ein wilder Mix aus zahlreichen Vorbildern und eigenen Konzepten und Varianten. Es wird zu einem weiteren Opus Magnum des bisher gelobten Regisseurs hochgepuscht, vielleicht auch nur, weil es 169 Minuten dauert, und zwar von einer entgegenkommenden deutschen Presse, den Anhängern, den harten »Nolaniten« und einer intensiven Werbemaschinerie.

Euphorie einer interstellaren Moderne
Von Peter V. Brinkemper
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So
entstand Stanley Kubricks »2001: A Space Odyssey«
Für den epochalen Science Fiction Klassiker knapp vor dem sich vollendenden bemannten US-Apollo-Mondfahrtprojekt wurde eine noch heute stilistisch wegweisende technologische Moderne mit einer Anthropologie der interstellaren Evolution verknüpft.

Ein Superman mit Innenperspektive
von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
»
Man of Steel« im Sog des neusten Comic-Film-Krieges.
Der neue Superman als Versuch einer sanften Adaption an die Menschheit.





Malcolm McDowell incredible 70
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Sergio Leone und McDowell zusammengekommen wären.

Foto: Jeremy Emerman

Verstanden, alter Knabe?
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Buz Luhrmanns Film-Version des großen »Gatsby« ist ein komplexes Zeitpanorama, vor allem durchdrungen von der experimentellen Unordentlichkeit eines riskanten Lebens unter widrigen Hypothesen.
Die Kristallisation der Liebe und der Kristall der Zeit sind hier die Chance und das Wahnbild eines illegitimen Kairos, den man streift, während die anderen darauf warten, einen um die Früchte des vorgegaukelten Erfolgs zu bringen.

Leichtsinnig wie ein wilder Stier
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Amazing Epic Pulp – Quentin Tarantinos
Anti-Slavery-Western »Django Unchained«
»Lustvoll trägt Tarantino den Zorn – über den freiwilligen und erzwungenen Ausverkauf und darüber, wie weit innere Selbstentfremdung und existenzielle Auslieferung zwischen imaginärer Macht und realer Ohnmacht gehen können – in das Zentrum der Geschichte und in ihre Abgründe,...«

Charakterstudie einer Denkerin
Von Karl Martin
Artikel lesen
Ein paar Bemerkungen zu
Margarethe von Trottas Film »Hannah Arendt«.
»Eine intensive Begegnung mit der im besten Sinne eigensinnigen Denkerin, couragierten Frau und begnadeten Kettenraucherin Hannah Arendt, der Barbara Sukowa mit einem grandiosen Monolog von einer Zigarettenlänge ein kleines Denkmal gesetzt hat.«

Vom Geben und Nehmen
Von Georg Seeßlen
Artikel lesen
Teil 1 von Ulrich Seidls »Paradies-Trilogie: Liebe«
»Die Schwäche des einzelnen ist nicht der Punkt, den man denunzieren will, sie ist das Tor, das in das Innere führt. Denn es sind Menschen auf der Suche nach dem Glück, nach Befreiung, nach Liebe. Unglücklicherweise führt die Befreiung des einen nur zur Unterdrückung des anderen, unglücklicherweise lauert hinter jedem Gefängnis, das man verläßt, schon das nächste.«

The Darkest Hour
Von Lida Bach
Artikel lesen
Fiktive Fakten und Film-Folter für den Frieden in Kathryn Bigelows »Zero Dark Thirty«.
Sie verteidigt das technisch glanzvolle, dramaturgisch stumpfe Kinokonstrukt mit der abstrusen Behauptung, um das westliche Wertkonzept aufrecht zu halten, müssten dessen humanitäre Grundpfeiler eingerissen werden. Die moralische Überlegenheit, die den Figuren und ihren potentiellen Sympathisanten im Kinosaal zugebilligt wird, entpuppt sich als Makulatur.

Keira Kneightley in Hochform
Von Claus Wecker
Artikel lesen
Tolstois »Anna Karenina« grandios verfilmt von Joe Wright.
»Kneightleys Tour de Force durch sämtliche Gemütszustände einer um eine Entscheidung ringende, diese Entscheidung wieder verwerfende und dieses Verwerfen erneut revidierende Frau ist allein schon einen Kinobesuch wert.«

Reise zum Kern des Menschseins
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Cloud Atlas - Roman & Film zwischen Debut und Debakel
»... die Suche nach dem Lebensfaden und um ein Stück wohliger Trauerarbeit am zugigen Kamin der Zeit, um das testamentarische Unterwegssein in der eigenen Psyche und in fremden Seelen, solange die Erde sich noch für die Menschheit dreht.«

Aufbruch zu den Sternen oder Konzern-Safari?
Von Peter V. Brinkemper
Artikel lesen
Über
Ridley Scotts »Prometheus«
Ridley Scotts lang erwartetes neues »Alien«-Kino-Werk hat den verheißungsvollen Titel »Prometheus – Dunkle Zeichen« (2012). Es ist unentschieden angesiedelt zwischen Prequel (exakter logischer Vorgeschichte), Remake (kommerziell motivierter Neuverfilmung), Reboot (Neustart bei Löschung der alten Logik) oder Spin-Off (Ableger, Nebengeschichte).

Die Grablegung des Vigilanten
Von Peter V. Brinkemper
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Christopher Nolans »The Dark Knight Rises«
Der wohlvorbereitete Anschlag auf eine Mitternachts-Premiere von «The Dark Knight Rises» im Century-Kinokomplex in Aurora, Colorado, eine Schießerei durch einen jungen studierten Einzeltäter ins Publikum, eine Viertelstunde nach Filmbeginn, ausdrücklich in Anlehnung an den Joker-Stil, führt zu 12 Toten und zahlreichen Verletzten unter den Zuschauern.

Paradoxien der Enträumlichung
Zur Philosophie des 3-D-Films.
Von Peter V. Brinkemper
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Über »Star Wars Episode I« in 3-D und George Lucas’ brillante Ent-Täuschung.
»Star Wars Episode I 3-D« ist wie ein erster zusammengebastelter Protokolldroide, für den man sich noch keine voll funktionsfähige Raumhülle leisten konnte. Diese Filmversion hilft uns, genauer verstehen, dass 3-D in der Tat noch mehr und noch etwas anderes sein könnte, als die Vertiefung der alten Einäugigkeit, die liest und entziffert – statt zu begreifen und zu sehen.
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Das Ende ist nah, es lebe das Ende


Von Thomas Hummitzsch

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Der dänische Regisseur Lars von Trier feiert in seinem neuen Film »Melancholia« das Unzelebrierbare: Den Untergang der Welt.


Der Comicfilmkrieg:
»Green Lantern« vs.
»Captain America«

Von Peter V. Brinkemper
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»Die rein ökonomische Formel der Comic-Verfilmung wäre: So wenig Differenzierung wie eben nötig, so viel Einheitlichkeit wie möglich. Klar vermarktbares Kino statt verwirrender Plots und manierierter Bildsprache (...) Die Revitalisierung der Marke, nicht des Charakters ist gefragt. Psychologische Vertiefung hält sich spürbar in Grenzen.«

Risse in der Panoramischen Poesie
Von Peter V. Brinkemper
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Die Kino-Zweitfassung von »Avatar« verstärkt den Spieleffekt auf Kosten der Science Fantasy.
Alle diejenigen, die über den kommerziellen Gag lächeln, »Avatar« nach dem abgefeierten Erfolg noch einmal mit Miniverlängerungen ins Kino zu bringen, sollten genauer hinsehen.


Heart of Brightness
Von Peter V. Brinkemper
James Camerons Avatar  – Aufbruch nach Pandora
»Aliens und Terminatoren mutieren zum Versöhnungsfest im Stil von Herr der Ringe. Abgemischt aus Pocahontas und Meuterei auf der Bounty entsteht ein Silent Running der neuen Dimension. Doch das ist keine Science Fiction mehr, das ist Science Fantasy.«
Brinkempers Gebrauchsanweisung für Camerons »Avatar« Brauchen wir neue Kategorien für das mediale Erleben?


Zauber der fluiden Erzählung
Peter Brinkemper über Christopher Nolans »Inception«
»...ein großartiger Film, faszinierend in der temporeichen und nuancierten schauspielerischen und der visionären Inszenierung.« Artikel lesen
Trailer


Frieden und Gerechtigkeit

Von Georg Seeßlen
»Micmacs« der neue Film von Jean-Pierre Jeune
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»Wer wagte es, seine cineastischen Sammel- und Bastelstücke vor dem Publikum auszubreiten, ohne Rücksicht darauf, daß auch etwas richtig Großes und Ganzes dabei herauskommt? Wer traut sich noch, Spiel-Filme zu drehen? In Jeunet-Filme geht man am besten mit einem großen Herzen. Oder mit einem kleinen – Na, Sie wissen schon.« Trailer

Kompilations-Anti-Grusel-Action-Emo-Kino
von Peter V. Brinkemper
Das Copy-and-Paste-Problem von Scorseses
»Shutter Island«

»Scorsese scheitert an den unaufgearbeiteten Rückständen seines alten Straßen-Verismus und an dem aktuell verrotteten Mix aus Psychologie, Psychiatrie, dümmlicher Verrätselung, wo keine ist, und an den gummiartig aneinander klebenden Einstellungen, ... Wie konnte ein solches Machwerk dem einstmaligen Meister unterlaufen? Aus Zeitnot, als Geldnot, aus Termindruck, aus Alterangst, auch den Kinotod zu sterben?«


Das Würfelspiel des Daseins
Jay Parinis grandioser Roman über die letzten Tage des berühmtesten Schriftstellers der Welt.
Tolstojs letztes Jahr
»Ein Roman ist wie eine Seereise, ist wie ein Aufbruch in unbekannte Gewässer, aber ich bin so nah wie möglich der Küstenlinie jener tatsächlichen Ereignisse des letzten Lebensjahres Tolstojs gefolgt.«, beschreibt Parini den real-fiktiven Rahmen seines Werks. Leseprobe

EIN RUSSISCHER SOMMER
von Michael Hoffmann, GB/D/RUS 2009, 112 Min. mit Helen Mirren, Christopher Plummer, Kerry Condon, Paul Giamatti, Anne-Marie Duff, David Masterson


Begriffe in Bewegung
Abécédaire. Gilles Deleuze von A bis Z
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Allein das Interieur, die arrangierte Szenerie ist trés léger. Mit welcher charmanten Nonchalance Gilles Deleuze in einem ausgeleierten, mauvefarbenen Pullover vor einer halbhohen Kommode sitzt, über der ein alter Spiegel hängt, in dessen linken unteren Ecke man das Spiegelbild seiner ketterauchenden Gesprächspartnerin, Claire Parnet, erkennt, das ist grandios.«

Eichelhagel im Tannendunkel
Lars von Trier bleibt auch mit »Antichrist« seiner Flucht-Linie treu, schafft diesmal aber vor lauter Kunstreligion kein Meisterwerk.
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Die typisierende Differenz zwischen der empfindsam-depressiven Frau und dem zunächst therapeutisch-optimistischen Mann schafft keine elektrisierende Spannung heterogener Welten, sondern eine müde Kopulation zwischen Stummheit und Rhetorik, Annäherung und Entfremdung, Kuschel-Geborgenheit und gewaltsamen Ausgesetztsein. «

Nebenberuf: Adolph Shicklegroover
Quentin Tarantinos neues Werk
»Inglourious Basterds«
Von Peter V. Brinkemper
»Tarantino zitiert historisch überpräsente Zeichen, allen voran Hitler und Konsorten, die eigentlichen Bastarde des Films, den Krieg, die NS-Herrschaft, das SS-Terror-System, er verdichtet dies alles ein Stück weit zur zeichenhaften Präsenz einer immanenten Beutekultur, dem talmipolitischen Comic, dem gewollten Schund, dem Billigen und Trivialen als Kehrseite von Glanz und Gloria...« Leseprobe Drehbuch

Distanz und Hitze
Die Che Guevara Passion
Georg Seeßlen zu Steven Soderbergs Versuch, dem Revolutionär »Che« mit den Mitteln des Kinofilms Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. »Das ist nicht großes Kino, das ist großer Film.«


Che Guevara - Originaltexte in Übersetzung
Partisanenkrieg - eine Methode - Brief an Carlos Quijano
Der Sozialismus und der Mensch auf Cuba
- Ansprache vor der Vollversammlung der UNO am 11. Dezember 1964 »Cuba - ein freies Land auf dem amerikanischen Kontinent«

Ein Halbblut von einem Flickwerk
Von Peter V. Brinkemper
David Yates verfilmt den sechsten Harry Potter
»Im Gewande medialer Globalisierung entsteht die Fusion einer audiovisuell veräußerlichten Jugend- und Erwachsenenliteratur im Mainstream-Konsum, wobei die weltweite Infantilisierung von komplexeren literarischen Inhalten und Formen auf durchaus fortgeschrittenem Unterhaltungsniveau einmal mehr zur unhinterfragten Konstante des Showbusiness wird.«


Thema verfehlt
Anne Dippel hat sich den zweiten Teil von Transformers: »Revenge of the Fallen« angeschaut und stellt fest: »... als sollten die Zuschauer auf das Ende der Demokratie und die Herrschaft eines Einzelnen vorbereitet werden. Der zweite Teil des Films Transformers ist dreimal unheimlich: unheimlich phantasielos, unheimlich langweilig und unheimlich unheimlich.«

Vom Ertrinken im Lichtermeer
Georg Seeßlen über Peter Dörflers Dokumentarfilm »Achterbahn«
»Vom Rummelplatz kommt und zum Rummelplatz will das Kino. Hinter den fliegenden Teppichen und Schießbuden, hinter den Lichtern und dem Lärm warten Lebensgeschichten, die so tragisch sind wie Shakespeare-Dramen und so grotesk wie Pulp Fiction. Melodramen von der anderen Seite des Spiegels, ohne verläßliche moralische Endungen. Die Geschichte von Norbert Witte und seiner Familie ist so eine Geschichte. Wenn das alles nicht wirklich passiert wäre, gäbe es den perfekten Stoff für einen deutschen film noir.«


Die Haut des Terminators
Von Peter V. Brinkemper
Der ultimative Schlüssel zum Film
»T-4: Die Erlösung«






Mitten ins Herz und doch ein Stück vorbei
Peter V. Brinkemper über Harald Bergmanns
dreiteiliges DVD-Film-Werk

»Brinkmanns Zorn«
»Harald Bergmann gebührt das Verdienst, die mediale Schicht und die experimentelle Phase von Rolf Dieter Brinkmanns Arbeitstechniken und seinen Erlebnisweisen überzeugend einzukreisen. (...) Der von Brinkmann schließlich konsequent begangene Weg zu einer neuen literarischen Sprache liegt allerdings jenseits medialer Hörigkeit, in einer Dimension der metaphorischen Verdichtung und der literarischen Transformation, die auch gegenüber der heutigen Medien-Pop-Literatur eine hochgradige Resistenz und Renitenz aufweist.«


 

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Lothar Struck
Der Geruch der Filme

Peter Handke und das Kino

Lothar Struck analysiert das bisher kaum untersuchte cineastischen Werk Peter Handkes, zeigt Parallelen zwischen der Bildsprache der Filme und seinem schriftstellerischen Werk auf und bietet überraschende Deutungen an. Der Band widmet sich auch ausgiebig den Filmen, die Handke als Regisseur und/oder Drehbuchautor geschaffen hat. Ein wissenschaftlicher Essay mit umfangreichen Quellenangaben sowie ausführlicher Bibliografie und Filmografie im Anhang - spannend zu lesen für alle Kinogeher und unverzichtbar für Handke-Interessente.


Mirabilis Verlag

 

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Noch war Polen nicht verloren
Von Wolfram Schütte
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Zum Tod von Andrzej Wajda

»Wajda war Polen - & nahezu sein gesamtes filmisches Oeuvre dessen episodisch erzähltes Epos: vom 19. Jahrhundert bis in unsere unmittelbare Gegenwart.«


Indische Taxifahrerin & vier japanischen Geschwister

Von Wolfram Schütte
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Ein paar Eindrücke auf den 49. Hofer Filmtagen

»In knapp einer Woche liefen im Oberfränkischen Hof 28 deutschen Lang- & 31 deutschen Kurzfilme neben zahlreichen Arbeiten u.a. aus der Schweiz, Österreich, Indien, Belgien, Kanada, Argentinien, Japan, Frankreich in 8 unterschiedlich großen Kinos. Obwohl also zeitgleich stattfindend, kamen sich die beiden konkurrierenden Herbst-Filmfestivals nicht in die Quere.«

Weltkino für die Provinz
Auf dem 64. Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg
Von Wolfram Schütte
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»Gleich sechsfach hat Michael Kötz, der ja wie der Zirkusdirektor in Ophüls »Lola Montez« gerne vor jeder Vorstellung sein Publikum persönlich begrüßt, anspricht & lobt – dass es gekommen ist – diesmal die öffentliche Erscheinung seines Festivals verändert.«

Datenbanken

Internet-Movie-DataBase, Moviedata, Movieline, Europas Cinemas, Filmfestivals

Zeitschriften:

Filmdienst,
Entertainment Weekly, epd Film, Variety, Cinema

Zack Snyders »300« und Friedrich Nietzsche
Ein Essay
von Peter V. Brinkemper
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Antike Ästhetik zwischen Krieg und Frieden
»Schon in der klassischen Zeit wittert Nietzsche Kulturimport und kritisiert, dass in Athen Sokrates als argumentativer Gründungsvater der abendländischen Philosophie und Euripides als jüngerer Dramatiker das elementare Chaos und den Agon, die Phantasie und Logik nur mit oberflächlicher Rationalität traktieren. Nur der echte, von fremden Interessen unbeeinflusste und friedliche Widerstreit erhebe die Kunst über Propaganda, Belehrung und Unterhaltung.«


Foto von Eva Rinaldi
Unendlicher Spaß –
Grenzenlose Trauer

Von Peter V. Brinkemper
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Zum Tod von Robin Williams (1951-2014)
»Robin Williams war und ist ein radikaler und exzentrischer US-Komiker, ein beherzter, dabei gebrochener Comedian, ein aus dem scheinbar heiteren Fach stammender Charakterschauspieler, dessen Obsessionen Drehbücher improvisatorisch sprengten und dessen fragmentierte Rollen und dissoziierte Figuren, nicht nur für das Filmgewerbe, sondern auch für sein eigenes Leben längst hätten aufhorchen sollen.«


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