Glanz&Elend Literatur und Kritik         Impressum & Datenschutz - Mediadaten 01.12.22

 

Romane, Erzählungen u.a.

Anzeige

Ingeborg Bachmann, Max Frisch
»Wir haben es nicht gut gemacht.«


In den Büchern von Bachmann und Frisch hinterließ diese Liebe Spuren, die zum Teil erst durch die Korrespondenz erhellt werden können. Die Briefe zeigen die enge Verknüpfung von Leben und Werk, sie sind intime Mitteilungen und Weltliteratur. Leseprobe & Infos

Suhrkamp

Biografien, Tagebücher & Briefe

Sachbuch, Literatur & Betrieb

Krimis, Thriller & Agenten

Philosophie & Theorie

Gesellschaft & Soziologie

Geschichte & Politik

Autoren, Jahrestage etc.

Zeitkritik & Essays

 

Bücher für untern Baum
13 Leseempfehlungen mit Qualitätsgarantie ausgewählt
von Herbert Debes
zu den Büchern



Ein literarischer Schatz
aus Italien

Andrea Giovenes
epochale Pentalogie »Die Autobiographie des Giuliano di Sansevero«.
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»Es ist gerade diese flirrende Ambivalenz, das leichte Unbehagen, das Changieren zwischen dem "Stoizismus der Einsamkeit" Giulianos und dessen bisweilen harsch-egoistische Handlungen und Umgangsformen, welche die Neugier des Lesers auf die Fortsetzungen stetig wachsen lässt und man auch nach mehreren Stunden Lektüre die antiseptische Gegenwartsprosa der Daueremphatiker keine Sekunde vermisst.«

Mehr als »ein Dreckskerl«!?
Zum Briefwechsel von Günther Anders
Briefwechsel mit Theodor W. Adorno, Ernst Bloch, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Helmuth Plessner.
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
»Der bislang unveröffentlichte Briefwechsel mit namhaften Philosophen des 20. Jahrhunderts bringt Dr. Jekyll und
Mr. Hyde, bringt beide Seiten von Günther Anders zusammen.«


Sammelsurium
Hans Magnus Enzensbergers 99 literarische
Vignetten
»Überlebenskünstler«.

Von Lothar Struck
Text lesen
»Ohne es zu erwähnen schimmert ein wenig Kants Imperativ von der Pflicht zum Leben hervor.«




Transparenz und Komplott
Hans Magnus Enzensberger rückt mit seinen
zwanzig
Zehn-Minuten-Essays ein wenig die Welt zurecht.
Von Klaus Bittermann
Text lesen
»Niemand beherrscht es jedenfalls so perfekt, über große Themen so elegant und leicht zu plaudern, sie dabei mit großer Gelassenheit auf das Einfache zu reduzieren, dialektisch zu denken und dabei immer mit überraschenden Überlegungen aufzuwarten.«

Die dunklen Ressourcen
der deutschen Gesellschaft

Über die Leipziger Autoritarismus Studie 2022 zu »Autoritären Dynamiken in unsicheren Zeiten«.
von Peter Kern
Text lesen
»Die über die vielen Jahre fortgeschriebene Untersuchung des Autoritarismus stößt auf vehemente Ablehnung, weil sie die Übereinkunft zwischen der publizierten Öffentlichkeit und der angesagten Soziologie stört. Man hat sich auf die flotte Gesellschaft der Singularitäten geeinigt, und diesen Konformismus scheuchen die Leipziger mit ihrem Anknüpfen an den Geist, ja gar an die Terminologie, der Kritischen Theorie auf.«

Nicht versöhnt
Jean-Marie Straub ist gestorben.
Eine Erinnerung von Wolfram Schütte
Text lesen
»Bekannt wurden Straub-Huillet unter Cinéasten, wirklich geschätzt von nur wenigen (allerdings auf der ganzen Welt), jedoch bewundert von manchen, vor allem aber wegen der ästhetisch-politischen Radikalität ihres solitären Kampfes gegen die Welt-wie-sie-ist, aber nicht sein sollte.« »Die Antigone des Sophokles nach der Hölderlinschen Übertragung für die Bühne bearbeitet von Brecht« (1991)

Scott Walker
Porträt des Künstlers als verhinderter Stern
Von Ulrich Breth
Text lesen
Am 3. Dezember 2012, vor zehn Jahren also, ist Bish Bosch, das letzte Studioalbum des im März 2019 verstorbenen Scott Walker erschienen. Das kleine Jubiläum bietet die Gelegenheit, an das Werk eines Musikers zu erinnern, den sein Weg von der legendären Popband The Walker Brothers in die musikalische Avantgarde geführt hat.

Gartenlaube mit Streichelzoo
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
Was da vollmundig als »Positionsbestimmung der Gegenwartsliteratur« mit einem »störrischen, wilden, enthusiastischen Chor von Stimmen« angekündigt wurde, liest sich wie ein von sich selbst gelangweiltes Rinnsal der Belanglosigkeit.



»Ich möchte aus meiner Zeit auswandern.«
Dieser dreibändige Textcontainer sammelt Glossen, Anekdoten und Reportagen aus deutschsprachigen Exil-Zeitschriften von 1933-1950.
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
»Die »Edelfedern« des Exils stehen neben den Debütanten, die kämpferischen Bürgerlichen treffen auf die Kommunisten.«

Das Gewissen Österreichs?
In dem Dokumentarfilm
»Elfriede Jelinek« will die Regisseurin Claudia Müller »Die Sprache von der Leine lassen« und Rowohlt verspricht mit dem Buch »Angabe der Person« eine »Lebensbilanz« der Nobelpreisträgerin. Von Lothar Struck
Text lesen
»Wir können immerhin sagen, wir haben sie gelesen, wir können behaupten, wir hätten sie verstanden, wir benutzen sie als Ablass, wir stellen die Werke ins Regal oder speichern sie auf der Festplatte. Da werden sie zu Perlchen am Rosenkranz des Gewissens und die Lektüre, die man sich von Fall zu Fall auferlegen muss, zur Buße. Recht so.«

Die Mischung machts
10 Lesetipps ausgewählt
von Herbert Debes
zu den Büchern
Slavoj Žižek - Unordnung im Himmel / Ali Al-Kurdi - Der Schamaya-Palast / Heinz Helle - Wellen / Alexandra Stahl - Wenn, dann trifft es uns beide / Solomonica de Winter - Das Gesetz der Natur / Miqui Otero  - Simón / Leonardo Padura - Wie Staub im Wind / Guy de Maupassant - Auf See / Sylvia Plath - Das Herz steht nicht still

Amerikanist & Flaneur
Die Bücher des Chronisten jüdischen Lebens und Literaturkritikers Alfred Kazin sind in deutscher Sprache nur noch antiquarisch lieferbar.
Das muß sich ändern.
Ein Plädoyer von Stefan Geyer
Text lesen
»My idea of heaven is to settle down in a jet with a book, a notebook and a martini.«


»Bitterer Realismus«
Gabriele Riedles etwas
anderer Abenteuerroman
»
In Dschungeln. In Wüsten. Im Krieg.«
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»Je mehr man liest, um so deutlicher wird in diesen auftürmenden, repetitiven Hypotaxengebilden das Verlangen, die Welt (die einstige Welt) aus der Rückschau noch einmal und zwar anders als bisher zu "erzählen, berichten, rhapsodieren, delirieren, tremolieren", weil der zeitliche Abstand andere Sichtweisen hervorbringt bzw. hervorbringen soll.«

Die Kanonisierung des Pop
Leichte Lesbarkeit, routinierte Plots, aufgeladen mit bedeutsamen Zeichen, ohne wirkliches Neuland zu betreten, das kennzeichnet für Moritz Baßler den »populären Realismus«. Von Lothar Struck
Text lesen
»Salopp gesagt: Statt Diamanten sind im Midcult nur Glassteine verarbeitet – aber es glitzert so schön.«



Momentaufnahmen, literarisch
Katja Petrowskajas Sammlung von Kolumnen  und Kurzprosa »Das Foto schaute mich an«
Von Wolfram Schütte
Text lesen
»Man bewegt sich durch diese Wunderkammer von Buch wie durch eine Fotogalerie, jeweils ummantelt von den assoziativ herbeigerufenen Gedanken & Phantasien der Autorin & trifft immer wieder auf überraschende literarisch-philosophische Fundstücke. Man kann diese hybriden Impromptus »just for fun« mehrfach lesen.«

Kein Wort bleibt auf dem anderen
Helena Adlers neuer Roman
»Fretten«
dreht noch mehr an der Schraube der Expressivität.
Von Lothar Struck
Text lesen
»Helena Adler ist eine grandiose Sprachartistin, die epische Momente erschaffen kann, aber heuer zuweilen einen Salto zu viel schlägt auf dem Drahtseil. 'Fretten' sollte, nein: muss man trotzdem lesen. Denn hier pocht das Herz der Welt.«

»Im Grunde sind wir nie unabhängig geworden.«
David Van Reybroucks »Revolusi« ist eine polyphone Erzählung über den Prozeß der Entkolonialisierung Indonesiens und seine Bedeutung für die »Dritte Welt«. Von Wolfgang Bock
Text lesen
»Zeitzeugen werden vorgestellt, die in einer großen Montage ihre Lebensgeschichten erzählen. Das ist sympathisch und verleiht dem Buch den Charakter einer polyphonen Reportage, Robert Delaunays Ansicht des Eifelturms aus verschiedenen Perspektiven nicht unähnlich, nur eben als Text.«

Warum der Staat selbst gottlos sein sollte
In ihrem neuen Buch »Lob des Laizismus« sorgt sich die französische Autorin Caroline Fourest um unsere mühsam erkämpfte Gewissens- und Weltanschauungsfreiheit.
Von Helmut Ortner
Text lesen
Ihr Plädoyer: Wir müssen unsere freiheitliche Gesellschaft gegen jede Form religiöser Anmaßung verteidigen.

Zeitzeuge einer Rezeption
Wolfgang Kraushaar zeichnet die Umrisslinien eines politischen Bildes Walter Benjamins.
Von Wolfgang Bock

Text lesen
»Gegenüber einer Auffassung, der Benjamins Passagenwerk als „kulturhistorisch interessant“ erscheint, gilt es den bislang verborgen gebliebenen revolutionstheoretischen Sinn seines Hauptwerks und die Wirksamkeit des darin entwickelten Begriffsinstrumentariums unter Beweis zu stellen. Vielleicht werden sich dann die Feuilletonisten, die bei der Nennung seines Namens glänzende Augen bekommen, dieselbigen endlich zu reiben beginnen.«

Ein Fall von Größenwahn
In ihrem Gemeinschaftswerk »Die vierte Gewalt« inszenieren sich Richard David Precht und Harald Welzer als Kämpfer für einen »lösungsorientierten Journalismus«. Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»Die immer gleichen Fragen, beantwortet von den immer gleichen Personen mit den immer gleichen Floskeln, zielend auf die rasche Schlagzeile, den prägnanten Begriff. Es ist das große Problem eines Medienbetriebs, der über Jahrzehnte Rezipienten nicht fordern wollte, sondern auf billige Affekte und Affirmation setzte – und weiter setzt.«

Im Täuschungs-Labyrinth
Norbert Lüdecke geht der Frage nach, ob die Katholiken die Kirche haben, die sich verdienen?

Von Helmut Ortner
Text lesen
»Von Demokratie mag man hier nicht unbedingt sprechen. Die katholische Kirche ist eine weltabgewandte, die Grundrechte verletzende Männer-Domäne: starr, autoritär, machtbewusst.«


Eitles Feuilletongesums
Jochen Hörischs eigenwillig inszenierte »Szenen einer riskanten Beziehung« von Poesie und Politik.
Von Lothar Struck

Text lesen
»Er erscheint dabei wie eine Art kulturwissenschaftlicher Thermomix des öffentlich-rechtlichen Radiofeuilletons, zumal er geschickt und mit großer Eloquenz scheinbar Abseitiges zu verblüffenden Analogien verknüpfen kann.« 


Auf Zehenspitzen durch die Hölle
Zur historisch-kritischen Ausgabe von Ernst Jüngers »Strahlungen«. Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
»...ein Grund, warum in der Rezeption von Jüngers Werk und seiner Tagebücher immer wieder Spekulationen über seine Person gestreut würden, sei darin zu sehen, dass der Diarist Jünger in seinen Texten viele Dinge benenne und sie ästhetisch auflade, andere aber bewusst verschweige. Die Edition wolle diesbezüglich zur Klarheit beitragen. Ein Ziel sei es, einen »Ausgleich zwischen präziser Textwiedergabe, Lesbarkeit und Transparenz sowohl für akademische als auch für nichtwissenschaftliche Leser« herzustellen und Einblicke in die Schreibwerkstatt des Autors zu ermöglichen.«

Schwache Schutzgeister
Auf den Spuren von Isidor. Geschichte und Geschichten aus einem jüdischen Leben.
Von Wolfgang Bock
Text lesen
»Es sind Erzählungen vom Durchkommen, vom Überleben, von der List, wie sie jede Familie sich so konstruiert wie der Chronist der Nation, wie Sigmund Freud es einmal treffend ausgedrückt hat. Der Gestus dieser Überlebenden ist zusammengefasst in einem Witz, den der Schneider Kurt Goldfarb Isidors großen Bruder David erzählt, der sich auf den Weg nach Amerika macht: ...«

Ein realistischer Blick auf die Welt
Carlo Masalas aktualisiertes Standardwerk »Weltunordnung« über die globalen Krisen und die Illusionen des Westens. Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»... ein grandioser Wurf, zumal auch einige politische Dogmen angesprochen und sanft, aber bestimmt, entzaubert werden. Der Leser wird konsistent und schlüssig mit den aktuellen geopolitischen Herausforderungen vertraut gemacht.«

Verdichtete Miniaturen

Die unzeitgemäßen »Notas« des kolumbianischen Philosophen Nicolás
Gómez Dávila. Von Herbert Debes
Text lesen
»Dieses Taschenbuch gehört in jeden Survival-Rucksack, denn es konzentriert sich in vulkanischen Splittern auf die Sinnlichkeit des Menschen und die ewigen drei großen Fragen: Was Denken? Was Tun? Was Glauben?«

Ein reformistisches Manifest
Thomas Piketty will mit seiner »kurzen Geschichte
der Gleichheit« neue demokratische Räume öffnen.
Von Peter Kern
Text lesen
»Es bräuchte eine an der Idee der Gerechtigkeit orientierte Moral, damit die in Nord und Süd gespaltene Welt einen wirklichen Fortschritt verzeichnen könnte.« Leseprobe


Hin zu einer neuen Sprache
Zur Neuausgabe der »Werke« des russischen Revolutionärs und Erneueres der Sprache Velimir Chlebnikov. Von Herbert Debes
Text lesen
»Chlebnikovs Ruhm als Dichter ist unermeßlich viel geringer als seine Bedeutung. Von den hundert, die ihn gelesen haben, nannten ihn fünfzig einfach einen Graphomanen, vierzig haben ihn als Unterhaltung gelesen, und sich gewundert, weshalb sie von alldem keine Unterhaltung hatten, und nur zehn (die Futuristen-Dichter, die Philologen des »Opojaz«) kannten und liebten diesen Kolumbus neuer poetischer Kontinente, die jetzt von uns besiedelt und urbar gemacht werden.« (Vladimir Majakovskij, 1922)

Der & das ganz Andere
Jean-Luc Godard zum Abschied
Von Wolfram Schütte
Text lesen
»Seit es das Kino des Jean-Luc Godard gibt, kann oder muss man von einem Kino vor & einem nach Godard sprechen. Erst mit ihm hat der Kinofilm die Augen ganz aufgeschlagen, sich selbst betrachtet - und mit spielerischem Bewusstsein & dem Bewusstsein des Spielerischen sich hellwach geträumt.«

Das Mysterium der Erinnerung
In seinem
neuen Roman ist Patrick Modiano  »Unterwegs nach Chevreuse«. Von Lothar Struck
Text lesen
»Diese Form des Erzeugens von Reminiszenzen ist typisch für zahlreiche Romane von Modiano, insbesondere denen des Spätwerks.«




Quo vadis Europa
Josef Bramls ernüchternde Analyse der geopolitischen Lage und die für Europa daraus erwachsenden Gefahren und Möglichkeiten.
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»Die USA, so die Arbeitshypothese, seien zukünftig weder in der Lage noch willens den militärischen Schutz innerhalb der NATO zu schultern. Braml stellt sogar den Zweitschlag-Willen der USA infrage, europäische Verbündete im Verteidigungsfall mit nuklearen Mitteln zu verteidigen.«

Selbstbeweinung
Friedrich Sieburgs Tagebuch
vom November 1944 bis zum Mai 1945 »Die Fliege im Bernstein« trieft vor Larmoyanz. Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»Die Lektüre fällt schwer, liefert aber dennoch Einsichten und Erkenntnisse über die Gemütslage eines Intellektuellen, der es nicht wahrhaben will, sich einem Verbrecherregime ausgeliefert zu haben. Dabei ist Hochmut nicht angebracht. Besser ist Neugier.« Leseprobe

Das große Staunen über Mensch & Welt
Werner Herzog, der am 5. September 80 Jahre alt wird, erinnert sich. Von Wolfram Schütte
Text lesen
»Der Filmemacher & Bücherschreiber hat keinen Grund, bescheiden zu sein, wenn er auf sein Leben & Arbeiten zurückblickt. (...) Erst recht nicht, wenn er nun selbst ein Kunstwerk der literarischen Imagination aus seinem Leben durch Erzählung, Pointierung oder Auslassung herstellt.«


Furcht, etwas »Falsches« zu sagen
René Pfister untersucht wie
eine neue linke Ideologie aus Amerika unsere Meinungsfreiheit bedroht.
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
Der Durchbruch des Tugendterrors in den USA wird – wie könnte es anders sein? – bei Donald Trump verortet, der mit "seinen Lügen und seiner Rhetorik die Nation polarisiert" habe. "Dogmatismus von links" wird als Gegenmaßnahme, eine Art "Roll-back" gesehen, der durch die MeeToo- und BLM-Bewegung zusätzlichen Auftrieb erfahren habe.

Zeitlose Chroniken
Johannes V. Jensens
tragikomische »Himmerlandsgeschichten« in der lebendigen Übersetzung von Ulrich Sonnenberg
erschienen im Guggolz Verlag. Von Lothar Struck
Text lesen
»
Die Melancholie, der Verlust der mythischen Heimat zu Gunsten einer pluralistischen und für viele durchaus bedrohlichen Moderne, führte bei Jensen nicht zur falschen Idealisierung des Vergangenen. Hierfür wusste er zu viel.«

Konsumkultur zwischen Neoliberalismus und Ökodiktatur
Philipp Lepenies Legitimierung von Konsumverboten und Konsumverzicht. Von Phillip D.Th. Knobloch

Text lesen
Eine Stärke der Analyse Lepenies liegt sicherlich darin,
dass er auf eine Entwicklung innerhalb der Konsumkultur hinweist, die zur »Konsumfixierung mit fehlender Affektkontrolle«, zur »Hyperindividualisierung« und zu »fehlender Gemeinwohlorientierung« geführt hat.

Das Wunderbare in der Welt des Kleinen
Der Roman »Bernard der Faulpelz« als gelungener Einstieg in die literarische Welten des André Dhôtel.
Von Lothar Struck
Text lesen
»Mit "Bernard der Faulpelz" wurde jetzt hoffentlich begonnen André Dhôtel für den deutschsprachigen Leser sukzessive erfahrbar zu machen. Es wäre ein Grund zur Freude. Und noch freudiger wäre es, wenn Anne Weber weiter die Übersetzungen übernehmen könnte.«

Liebeskummer im Dauerregen
Viktor Schklowskis (einst) berühmter Brief-Roman »Zoo. Briefe nicht über die Liebe, oder Die dritte Heloise«. Von Sigrid Lüdke-Haertel
Text lesen
»ich will schreiben. Finden Sie jemand, der mich kauft. Ich brauche kaum Pflege, wie eine Ziege, ich werde Wolle und Milch geben und obendrein noch gratis meckern.«




Freudige Begrüßung
»Unerwartete Nachrichten« von Julio Cortázar erreichen uns bei Berenberg. Von Wolfram Schütte
Text lesen
»Wer den in Brüssel geborenen, in Buenos Aires aufgewachsenen, in der argentinischen Provinz als Lehrer fast versauerten, durch ein Stipendium vor dem Peronismus nach Brüssel geflohenen, als UNESCO-Übersetzer in Paris literarisch aufgeblühten, von Francois Mitterand zum Franzosen gemachten Autor bisher schon kannte, schätzte, gar liebte -: der wird nun diese »Unerwarteten Nachrichten« als postume literarische Geschenke freudig willkommen heißen.«

Das Regime Putin
Sechs Bücher, die sich differenziert und hintergründig mit Putins langem Weg an die Macht und seinen Visionen von einem großrussischen Reich auseinandersetzen. Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»1998 drohte Russland der Staatsbankrott. Hinzu kam, dass Jelzins Alkoholprobleme und Krankheiten nicht mehr zu leugnen waren. Wer sollte die Nachfolge übernehmen? Belton schildert die Intrigen und Machtkämpfe im Hintergrund wie ein Shakespeare-Drama. Jelzin wehrte sich lange gegen diesen blassen Wladimir Putin, wurde aber derart bearbeitet, dass er ihn am 31.12. im Fernsehen zum Nachfolger erklärte. Als erste Amtshandlung sicherte er Jelzin und seiner Familie für die drohenden Strafverfahren eine Amnestie zu.«

»Die Literatur war schon immer die Rettung der Verdammten«(John Cheever)
Das Buch als unsterbliches Medium. Eine spannende und lehrreiche Lesereise durch fünf Jahrtausende Buchgeschichte. Von Herbert Debes
Text lesen
Mit »Papyrus« hat Irene Vallejo jenes literarisches Genre wiederbelebt, das 2016 seinen Meister verloren hatte.
»Wir haben nicht nur die Wale, die Mönchsrobben und die Bären in den Abruzzen zu retten, sondern auch die Bücher,« beschwor Umberto Eco in seiner »Kunst des Bücherliebens«.


Abend, mehrfach
Virginia Woolfs Gesellschaftsroman »Mrs. Dalloway« neu übersetzt. Von Wolfram Schütte
Text lesen
»... ein vielstimmiges, fluides Panorama der imperialen Metropole: räumlich – indem sie Mrs.Dalloway zu Einkäufen quer durch die City & deren bekannteste Orte schickt; & zeitlich, indem Big Ben das Fortschreiten des Tages markiert. Tod, Alter, Sterblichkeit wetterleuchten hinter dem Geschehen, dessen Fluten zwischen Gegenwart & Vergangenheit, Reflexion & Erinnerung ständig wechselt.« Leseprobe

Kissingers Dinner for One
In seinem neuen Werk
»Staatskunst« erteilt uns der Darth Vader der amerikanischen Außenpolitik sechs Lektionen für das 21. Jahrhundert.
Von Lothar Struck
Text lesen
»Man erfährt von de Gaulles Kälte, Adenauers Schlauheit trotz seiner einfachen Sprache, Lees Intelligenz und Durchsetzungsstärke, Sadats Kühnheit und Zähigkeit und Thatchers Sturheit. «

Schauen und Schreiben
Marit Heuß' erhellende Arbeit zu »Peter Handkes Bildpoetik« animiert zum Wiederlesen
.
Von Lothar Struck
Text lesen
»
Bilder sind Begriffen überlegen, da sie über ihre Bildlichkeit einen emotionalen Weltbezug herstellen und zugleich Ideen kommunizieren.«


Gänge durchs Unwirkliche
Karl Ove Knausgårds
beklemmender Start in seine Magic-Mystery-Tour
. Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»Leider hat diese Plot-Süffigkeit ein Opfer: Es ist die literarische Qualität. "Der Morgenstern" gleitet rasch in einen Unterhaltungsmodus ab, dem man sich allerdings gerne aussetzt.«



All about Adam
Der Schüler als Produzent - Eine neue Edition
von Rilkes Briefen an einen jungen Dichter.
Von Wolfgang Bock
Text lesen
»Auch die Kunst ist nur eine Art zu leben und man kann sich, irgendwie lebend, ohne es zu wissen, auf sie vorbereiten; in jedem Wirklichen ist man ihr näher und benachbarter als in den unwirklichen halbartistischen Berufen, die, indem sie eine Kunstnähe vorspiegeln, das Dasein aller Kunst praktisch leugnen und angreifen, wie etwa der ganze Journalismus es tut und fast alle Kritik und dreiviertel dessen, was Literatur heißt und heißen will.« (Rainer Maria Rilke)

Preis der Freiheit
Lea Ypi erzählt vom
Erwachsenwerden im poststalinistischen Albanien.
Von Gregor Keuschnig
Text lesen
"In den Augen meines Vaters waren die Menschen von Natur aus gut, wohingegen sie aus Sicht meiner Mutter von Natur aus böse waren."



Die verlorene Ehre des Ersten Offiziers
Joseph Conrads »Lord Jim« neu von Michael Walter übersetzt. Von Wolfram Schütte
Text lesen
»Im Grunde ist das gesamte »maritime« Oeuvre des landflüchtigen Polen & englischen Handelsflotten-Kapitäns ein grandioser erzählerischer Vorgriff für das unausgesprochene Nachwort, das ihm mit Albert Camus' Mythos vom Sisyphos geschrieben wurde...« Leseprobe

Amerikas Linke hat einen Lauf
Mit »Uprising« liefert Lukas Hermsmeier eine lesenswerte Studie zur Aufbruchstimmung linker Gruppen und Bewegungen in den USA.
Von Peter Kern
Text lesen
Was die vom Autor vorgestellte amerikanische Neue Linke sympathisch macht, ist das offenbar fehlende Ticketdenken. Man reist politisch nicht nach dem Entweder-Oder-Prinzip. Leseprobe

Das Wunderbare in der Welt des Kleinen
Der Roman »Bernard der Faulpelz« als gelungener Einstieg in die literarische Welten des André Dhôtel.
Von Lothar Struck
Text lesen
»Mit "Bernard der Faulpelz" wurde jetzt hoffentlich begonnen André Dhôtel für den deutschsprachigen Leser sukzessive erfahrbar zu machen. Es wäre ein Grund zur Freude. Und noch freudiger wäre es, wenn Anne Weber weiter die Übersetzungen übernehmen könnte.«

Im Strudel der Zeitgeschichte
Über Szczepan Twardochs neuen, prallvollen Roman »Demut«. Von Lothar Struck
Text lesen
»Wenn andere sich stilvoll zurückhalten, schaut Twardoch noch einmal genauer hin. "Demut" ist kein Roman für den Strand. Aber es ist es großartige Literatur.«



»Dort, wo nichts ist«
Eine visuelle Werkschau mit Essays zum künstlerischen Gesamtwerk Boris Luries und Bildern der Ausstellung im Zentrum für verfolgte Künste.
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
»Die Ursprünge von NO!art entspringen der jüdischen Erfahrung, haben ihre Wurzeln in der größten jüdischen Gemeinde der Welt, in New York, einem Produkt von Armeen, Konzentrationslagern, Lumpenproletariat und Künstlern. Ihre Ziele sind die heuchlerische Intelligenz, die kapitalistische Kulturmanipulation, der Konsumismus … Ihr Ziel ist die totale, unverblümte Selbstdarstellung in der Kunst, die zu sozialem Engagement führt.«

Eindrücke aus der »Werkstatt«
Peter Handkes
»Innere Dialoge an den Rändern
2016-2021
«.
Von Lothar Struck
Text lesen
Viele der an sich selber gerichteten Aufforderungen und Sprachsuchen sind in Dialog- bzw. Frageform verfasst, was dem Journal den Titel gegeben hat. Handke betreibt ein Spiel der Dialektik, ein Sich-ins-Wort-fallen, oft durchaus mit Humor und Selbstironie und manchmal in einen Aphorismus mündend.

Literatur & Sachbuch
10 Lesetipps mit Qualitätsgarantie
Von Herbert Debes
Zu den Büchern




Die ernüchterte Ökologie
Wieviel an ökologischem Paradigma bleibt übrig,
wenn es an die ökonomische Substanz einer Industriegesellschaft geht?
Von Peter Kern
Text lesen
»Jana Flemming beleuchtet ihren Gegenstand einmal von innen, einmal von außen. Sie führt qualitative Interviews mit Gewerkschaftsleuten und sie führt durch die Theoriegeschichte des Naturbegriffs.«

»Der Frieden nach dem
Kalten Krieg ist vorbei«

Erstmals 2021 publiziert und jetzt in deutscher Übersetzung vorliegend, bekommt das Buch »Future War« durch die russische Invasion in die Ukraine zusätzliche Relevanz. Von Gregor Keuschnig
Text lesen
»Die Lektüre ist beunruhigend, ernüchternd und anstrengend, aber auch lohnend.«

Zwei besondere Narren
Peter Handkes »Zwiegespräch«
Von Lothar Struck
Text lesen
»Und daß alle eure Enkel jetzt und hier weiter hereinfallen auf euer eine grundfalsche Güte ausstrahlendes Großvatertum, liegt das vielleicht an der Natur der Geschichte, Natur von Geschichte überhaupt? Oder einzig an der zur Unzeit pervertierten Historie in unseren Breiten?«

Lebensgeschichten
Eine der literarischen Säulen des noch jungen Kampa-Verlages ist der schottische Autor William Boyd, der nach einer Odyssee dort einen ihm gebührenden Ankerplatz gefunden hat. Von Helen Buffay
Text lesen
»Boyd zu lesen bedeutet, schon nach wenigen Seiten tief in die Lebensgeschichten seiner Romanfiguren hineingezogen zu werden, um mit ihnen die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts zu durchleben.«

Verschwörungstheorie
ohne Verschwörer

In ihren »Zynische Theorien« analysieren Helen Pluckrose und James Lindsay wie die moralischen Visionen einer
aktivistischen Wissenschaft Race,
Gender und Identität über alles stellt.
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Text lesen
»Mit der kritischen Analyse angewandter postmoderner Diskurse gelingt Pluckrose  und Lindsay ein fundierter und kenntnisreicher Beitrag über die geistes- und kulturwissenschaftlichen Themen der letzten Jahrzehnte.«

Pocahontas revisited
Das mythologische Ei, aus dem die Geschichte Amerikas schlüpfte. Klaus Theweleits dickleibige, heterogene Kulturgeschichte.
Von Wolfgang Bock
Text lesen
»Eine bewährte Möglichkeit ist, es wie bei allen früheren Büchern Theweleits auch zu machen: sich die Bände hin und wieder vorzunehmen und sich ein paar Tage durch die Bildergeschichten und die Überschriften zu blättern. So machen die Leserin und der Leser sich selbst ein Bild, schaffen sich eine Struktur, um den Phantasieströmen, die auch die Bücher speisen, nicht völlig hilflos ausgeliefert zu sein.«


Ein schmaler Grat
Als
»große Kulturgeschichte« angepriesen, kann Margaret Macmillans Sachbuch »Krieg« die geschürten Erwartungen nicht erfüllen.
Von Gregor Keuschnig
Artikel lesen
»Rasch erkennt man, daß hier keine Kulturgeschichte des Krieges intendiert war, sondern eher eine Art Episodensammlung durch die letzten zweieinhalbtausend Jahre.«

»Positive Erkenntnis«
Michel Houellebecqs
Roman »Vernichten« feiert im Angesicht des Todes wehmütig die Kraft der Liebe

Von Lothar Struck
Artikel lesen
»Er ist kein literarischer Erzähler, war es nie. Er ist ein Geschichtenerzähler, Chronist einer Epoche, ein Aufzeiger gesellschaftlicher Entwicklungen - mit dem Hang zur Dystopie.«


Bolschewismus & Glaubensverlust
in den Highlands

Lewis Grassic Gibbons schottische Erzähl-Trilogie ist eine literarische Entdeckung.
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
»Besonders originell scheint mir zu sein, wie die auktoriale Erzählung immer mal wieder die Position eines kollektiven »wir« einnimmt & damit den Rumor der bürgerlichen Gesellschaft einnimmt & abfällig über »die Spinner« oder den allzu christlichen Prediger herzieht.«

Vagabundierend
durch Räume und Themen

Zu Band 14 der Kritischen Gesamtausgabe Walter Benjamins »Texte über Städte, Berichte, Feuilletons«
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
»Benjamin erweist sich in diesen Arbeiten einmal mehr als sehr genauer und kritischer Beobachter seiner Zeit, ...«


Deutsch-deutsche Pflichtlektüre
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Ein Streifzug durch die Stefan-Heym-Werkausgabe bei Bertelsmann
»Bücher wie Archivfunde aus der Lebenswelt der untergegangenen DDR. Ihr Realismus war dabei nie ein "sozialistischer", sondern ein "dramatischer". Heyms Nähe zum Drama ist mit Händen zu greifen. Die Romane sind Kammerspiele, in denen unter einem Brennglas dramatische Konflikte entwickelt werden und Protagonisten zu moralischen Entscheidungen drängen oder diese aus der Vergangenheit reflektieren.«

Life is good
Eine virtuelle Ausstellung von Matti Nielsen
»Fühle mich hier jeden Tag, als wäre ich im Himmel (yo)
Ich bin krass gut in Shape, Mannomann
Guap und 'nen Pape in der Hand
Life is a bitch, yo
Life is a bitch, doch sie ist
Ooh, yeah, ooh, und ich
Denk' jeden Tag, mein Life is so damn good
«

(Cro, FKNGRT)

»Ich bewahre mir Kunst als Leben«
(Oscar Wilde, Aphorismen)


Flüchtige Figuren, die sich dem Festhalten entziehen
Von Wolfgang Bock
Artikel lesen
Zu dem Prachtband mit
»Kafkas Zeichnungen«
»Die Skizzen stehen im Zusammenhang mit Kafkas Schreibprozess und bilden oft eine Übergangsform zwischen Schreiben und Zeichnen und wieder zurück.«

Der einsame Krieg
des Leutnants Onoda

Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Werner Herzogs späte Erzählung »Das Dämmern der Welt«
»Er inszeniert sich als alter-ego Onodas, mit dem er eine ganze Nacht lang gesprochen & dessen Vertrauen er gewonnen habe, weil der bayrische Dschungelkenner dem japanischen Dschungelbewohner Fragen habe stellen können wie kein anderer: zwei Dschungelkrieger auf Augenhöhe unter sich.«

Das Brot der Erinnerung
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Bogdan Wojdowski
rekonstruiert mit seinem Roman »Brot für die Toten« die Hölle des Warschauer Ghettos und ruft die Vielfalt des vernichteter jüdischen Welt wieder ins Leben.
»Mit den Stimmen der Menschen, denen Wojdowski das stickele brojt der Erinnerung reicht, bringt er zum Sprechen, was nach der Ideologie der Barbaren nicht mehr hätte existieren sollen – die jüdische Ethik, deren Quelle in der fortwährenden Vergegenwärtigung liegt.«

& der Grappa?
Von Wolfram Schütte
Artikel lesen
Eine Anmerkung zu Dieter Richters
Salto-Band
»
Con gusto«
»Die Veredelung des einst primitiven italienischen Tresterschnaps in eine weit gefächerte Diversität edelster »Tropfen«, deren Vielfalt, Qualität & Preise es leichthin mit dem schottischen Angebot an Malt-Whiskys aufnehmen kann, ist wohl die erstaunlichste & signifikanteste dieser kulinarischen Gewinne aus der Symbiose von Deutschem Konsum & der cucina italiana.«


Eine Collage aus Perversion
und extremer Gewalt

Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Boris Luries Roman verbindet die Gewalt der Konzentrationslager mit der zerstörerischen Energie der Kultur- und Sexindustrie.
»Die No!Art ist eine Art Antikunst, die sich gegen die Pop-Art und den abstrakten Expressionismus richtet und Faschismus, Rassismus und Sexismus attackiert. Es ist zudem eine Reflexion jenes Abschaums und jener Verbrechen, mit dem die Massenmedien die Gemüter der damaligen Zeit überfluteten.«

In der Gegend meiner selbst
Eine virtuelle Ausstellung
von Jürgen Nielsen-Sikora
Bilder & Texte
»Leben heißt aufnehmen. Was man Inspiration nennt, sind nur jene besonderen Momente, in denen die menschliche Wachswalze die passende Nadel trifft.« (Georges Perros)

»Bilder aus der Vergangenheit,
die im Kopf abstürzen wie Flugzeuge aus heiterem Himmel.
«

(Peter Handke, Das Gewicht der Welt)


Am Nullpunkt der Existenz
Von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
David Roussets Dokument »Das KZ-Universum«
Rousset ist ein großer Schriftsteller, dessen schockierendes Dokument endlich in deutscher Fassung vorliegt und von einem profunden Nachwort Jeremy Adlers flankiert wird. Selbst am »Nullpunkt der Existenz« werde, so Adler mit Verweis auf Rousset, »unter den schlimmsten Verhältnissen gelebt, gesehen und gedacht.«

                                search engine by freefind

Anzeige

Jeremy Adler
Goethe

Die Erfindung der Moderne

Goethe war kein einsames Genie. Jeremy Adler zeigt ihn uns in seinen zeitgenössischen Kontexten, die halb Europa umspannten, und erzählt von Goethes Begegnungen mit den Großen seiner Zeit von Beethoven bis Napoleon.
Leseprobe & Infos

C.H. Beck





Petits riens (49)
Von Wolfram Schütte
Text lesen

König Herzog, By-the-way-discovery, Münchhausener Glaubensdialektik, Einmal ist keinmal, Private joke

Walter Benjamin:
Nomade auf Sammlerschaft
von Herbert Debes
Zu den Texten
Ein literarischer Parcours für Nachgeborene mit Zitaten und Texten aus seinem Werk.


Ernst Jünger:
Eine gefährliche Begegnung

»Nachruhm bedeutet für den Betroffenen das Gute, daß er davon unbehelligt bleibt. Der Ärger mit den Zeitgenossen hat genügt.« 

Zu den Texten
Mehr über seine Bücher, sein Leben und Rezeptionsgeschichte finden Sie auf unserer Spezialseite,
die sich mit seiner »Arbeit am Abgrund des Selbst« auseinandersetzt.

Peter Handke:
Der Handke-Komplex
Anstatt Mutmaßungen über Handke anzustellen, sollten wir ihn endlich (wieder) lesen.  Zum Archiv
In unserem Archiv finden Sie  die Liksammlung zu 371 Pressestimmen, über 25 Rezensionen zu Leben und Werk, Kommentare, Glossen & Polemiken zur »Causa Handke«.

Marcel Proust:
Der ewige Proust
Perspektiven einer zeitgenössischen Proustlektüre
»Die Proust'sche Zeit hat eine Elastizität und Relativität, an der alles äußerliche Messen scheitert.« (Ernst Robert Curtius)
Zu den Texten

30 Klassiker

Essays, Porträts, Originaltexte


Philosophie:
Über 100 Rezensionen & Kommentare



»Nicht der Zweifel, die Gewissheit ist das, was wahnsinnig macht…«
                            (Friedrich Nietzsche)

Geschichte & Politik:

Der Erste Weltkrieg
1914-1918

20 Bücher zu dem Ereignis, dessen weltpolitischen Dimensionen und kulturellen Folgen bis in unsere Tage hinein fortwirken. 
Zu den Büchern



Tagebücher:

Provokation
für die postheroische Gesellschaft

Von Klaus-Jürgen Bremm

Artikel lesen

Ernst Jüngers Kriegstagebücher 1914-1918 als Protokolle aus einer fragmentierten Welt. Alte Gegensätze aus der Welt des Friedens rücken plötzlich ganz dicht aneinander: Sensibilisierung und Verrohung, Abstoßung und Faszination, Erschütterung und Abstumpfung. Alle Erfahrungen treffen ihre Protagonisten mit unmittelbarer Wucht.

Krimis, Thriller & Agenten:

Die große amerikanische
Sinfonie der Verbrechen

Von Herbert Debes

Artikel lesen
Eine Kriminalgeschichte der USA von 1958-1972. James Ellroys Underworld-Trilogie deckt die enge Verzahnung von Politik und Verbrechen in Gottes eigenem Land auf.


Literatur:

D
er den Wind sucht
Hinweis auf einen literarischen Schatz von Jürgen Nielsen-Sikora
Artikel lesen
Fernab des kulturellen Epizentrums Paris lebte und arbeitete der literarische Solitär Georges Perros in der bretonischen Hafenstadt Douarnenez im Finistère.


Ein maßloser Reigen
Von Lothar Struck
Artikel lesen
Mathias Énards Roman »Jahresbankett der Totengräber«
E
in literarisches Feuerwerk aus Schicksalen, Tragödien und dem prallem Leben in der französischen Provinz um Niort im Marais Poitevin.


Der Gigant

Von Herbert Debes
Artikel lesen
Wie ein Koloß auf drei Säulen ragt Peter Weiss' Roman-Essay »Ästhetik des Widerstands« aus der deutschen Literatur. Eine monumentale Arbeit an den Zügen des Menschlichen, die es für die Generationen der Nachgeborenen neu zu entdecken gilt.
Leseprobe


Autoren & Essays:

Der letzte Mohikaner der literarischen Boheme
Ein Essay von René Steininger 
Text lesen
»Damals war das Terrain noch nicht so überlaufen. Nicht so viele Autoren und Möchtegernschreiber wie heute, nicht so viele Zeitschriften, Kritiker, Verleger, nicht so ein Riesenbetrieb, so eine Industrie. Wenn du heute den Klempner kommen lässt, erscheint er mit seiner Rohrzange in der einen Hand und dem Gummistampfer in der anderen, und in der Gesäßtasche hat er ein Bändchen mit seinen ausgewählten Madrigalen.«

Verlage & Museen
Verlage A-Z
Museen im Internet


Links z
u aktuellen Veranstaltungen der Buchverlage:

Aufbau Aviva Alexander C.H.Beck    Campus Carlsen Diogenes Dörlemann  Droemer-Knaur dtv Dumont S.Fischer    Frankfurter Verlagsanstalt Hanser    Hoffmann&Campe Jung und Jung Kampa  Kiepenheuer & Witsch zuKlampen Klett-Cotta Kunstmann Liebeskind Matthes & Seitz Merlin Nautilus Piper Randomhouse Reclam Rowohlt Schöffling & Co.    Suhrkamp/Insel Edition Tiamat Transit Ullstein Verbrecher Wagenbach Wallstein

Literaturmagazine:





Lettre International

Sprache im technischen Zeitalter
Zeitschrift für literarische Texte, Essays, Untersuchungen zur Sprache und Literatur der Gegenwart.

Perspektive 
Literaturzeitschrift aus Graz.

Schreibheft 
Lesenswerte Exkursionen durch die Literaturen der Gegenwart.

Manuskripte
Ein bewährter Seismograph literarischer Erschütterung
en mit Erstveröffentlichungen deutscher und ausländischer Literatur.

Der Sanitäter
Literaturzeitschrift des Engstler Verlags.

Wespennest
Literarisch-essayistisches Kulturmagazin aus Wien.


U-lit Literatur-Magazin
Rezensionen, Artikel und Links zur Literatur des 21. Jahrhunderts.

Beruf & Karriere
Jobs rund um das Verlagswesen finden Sie im Stellenmarkt des Börsenblatts für den deutschen Buchhandel.

Bestenlisten
SWR
Die SWR-Bestenliste
30 LiteraturkritikerInnen wählen jeden Monat vier Neuerscheinungen, denen sie "möglichst viele Leser und Leserinnen" wünschen, und geben ihnen Punkte (15,10,6,3).

Spiegel-Bestenlisten
Hardcover: Belletristik & Sachbuch
Taschenbücher: Belletristik & Sachbuch


Beruf & Karriere
Jobs rund um das Verlagswesen finden Sie im Stellenmarkt des Börsenblatts für den deutschen Buchhandel.
 

Literaturhäuser

Literaturhaus Basel literaturhaus-basel.ch
Literaturhaus Berlin literaturhaus-berlin.de
Literarisches Colloquium Berlin lcb.de
Literaturhaus Frankfurt literaturhaus-frankfurt.de
Romanfabrik (Frankfurt) romanfabrik.de
Literaturhaus Freiburg literaturbuero-freiburg.de
Literarisches Zentrum Göttingen
literarisches-zentrum-goettingen.de
Literaturhaus Hamburg
literaturhaus-hamburg.de
Literaturhaus Köln literaturhaus-koeln.de
Literaturhaus Leipzig literaturhaus-leipzig.de
Literaturhaus München literaturhaus-muenchen.de
Literaturhaus Rostock
literaturhaus-rostock.de
Literaturbüro Ruhr literaturbuero-ruhr.de/liteuro.htm
Literaturhaus Salzburg literaturhaus-salzburg.at
Literaturhaus Stuttgart literaturhaus-stuttgart.de/index2.html
Literaturhaus Schleswig-Holstein homepage.schleswig-holstein.de/literaturhaus

Literaturhaus Wien literaturhaus.at
Literaturhaus Wiesbaden www.wiesbaden.de/literaturhaus
Literaturhaus Zürich literaturhaus.ch
Literaturhäuser Netzwerk Literaturhaeuser.net



 


Glanz&Elend
Magazin für Literatur und Zeitkritik
Home  Termine  Literatur  Krimi  Autoren & Essays  Biografien & Briefe  Geschichte & Politik  Zeitkritik  Film  Impressum  Mediadaten